Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
Radioforum
Beiträge im Thema:
50
Erster Beitrag:
vor 2 Jahren
Letzter Beitrag:
vor 2 Wochen, 2 Tagen
Beteiligte Autoren:
Nordlicht2, Staumelder, Steve-o1987, DH0GHU, Anonymer Teilnehmer, Kunos-Radiothek, Kenny S., DLR-Fan Sachsen-Anhalt, Jens1978, NurzumSpassda, ... und 11 weitere

UKW-Beobachtungen aus Mecklenburg-Vorpommern

Startbeitrag von Staumelder am 02.08.2015 11:25

In diesem Faden möchte ich ein paar persönliche Beobachtungen aus Mecklenburg-Vorpommern schildern. In diesem Thread geht es also NICHT um Digitalradio, darum wie schlecht Sender XY seinem Versorungsauftrag nachkommt oder waswäre wenn. Radio einschalten und Erfahrungen wiedergeben.

Nun zu meinen Beobachtungen: ich bin bei Lübeck auf die A20 und von dort aus Richtung Osten gefahren. Bereits vor der Landesgrenze habe ich die Ostseewelle eingeschaltet und diese auch für meine Beobachtungen genutzt. Als Empfänger diente mein Seat-Werksradio (dürfte ein spanisches RCD300 sein) mit Serienantennen (16V-Antenne plus eine weiter die sich vmtl. im Stoßfänger befindet). Das Radio blieb auf der A20 erstaunlich lange auf der Schweriner Frequenz und wechselte erst Höhe Pölchow auf 104,8 MHz. Zwischen der Landesgrenze und Pölchow gab es immer mal wieder kurze Stellen an denen das Programm nur in Mono bzw. mit deutlichem Rauschen zu empfangen war. Ob und wie oft das Radio die Frequenz gewechselt hat, kann ich nicht zu 100% sagen. Mir wird nur der Sendername angezeigt, ich habe während der Fahrt manuell nachgeschaut auf welcher Frequenz das Radio gerade ist.

Spannend war die Gegen um Tessin. Sie ist relativ hügelig, (ich hatte M-V nicht so hügelig in Erinnerung, bin vor Jahren meist spät abends und dann über die Seenplatte nach HGW gefahren), das Radio hatte deutliche Probleme mir die Ostseewelle in brauchbarer Qualität zu liefern. Der Empfänger blieb auf 104,8 und wechselte nicht. Der Switch zu Garz erfolgte irgendwo zwischen Tribsees und Grimmen, der Empfang hinter Tessin war dann wieder in Ordnung.

Ich bin dann auf die B96 Richtung Rügen gewechselt. Dieser Besuch war mein erster auf der Insel. Auch hier habe ich mich über die vielen Hügel gewundert, ich dachte die Insel wäre größtenteils flach. Unser Hotel war in Putbus-Lauterbach, ich bin auf dem Weg dorthin direkt am Sender Garz vorbei. Nach dem Check-In ging es weiter über Vilmnitz und Nadelitz nach Binz. Bereits in Vilmnitz war die OW schon wieder relativ schwach, der Radiotext funktionierte nicht mehr (Radio wechselt dann zurück auf den Sendernamen). Nach einem kurzen Stück auf der B196 sind wir dann Richtung Granitz gewechselt, auch hier verschwand der Sender tlw. im Rauschen. Ich habe dann zu SR P3 gewechselt.

Am zweiten Tag sind wir dann nach Prora und weiter Richtung Jasmund gefahren. Auf dem Weg nach Prora gab es SR P3 (ging Dank Tropo-Unterstützung sehr gut). Gegen Mittag war Hörby nur noch angerauscht zu empfangen, ich habe wieder die OW auf dem Weg nach Jasmund gehört. Am Ortseingang für Sassnitz sind wir direkt am dortigen UKW-Sender vorbeigekommen. Wahnsinn, dass so hohe Sendeleistungen auf diesem relativ kleinen Masten betrieben werden. Weiter Richtung Jasmund/Hagen durch die bergigen Kurven, diese könnten locker im Schwarzwald sein. Bereit weinige Kilometer hinter Sassnitz zischelte die 101,4 (D-Kultur) deutlich. Die Reichweite dieses Senders wurde ja schon ausführlich beschrieben, ich unterschreibe alles was ich hier gelesen habe. Hörby drückt D-Kultur ohne Schwierigkeiten an die Wand. Hammer! In Hagen haben wir auf dem großen Parkplatz geparkt, hier ging Hörby bereits besser als Sassnitz. Auf dem Parkplatz gingen Sender aus Deutschland, Dänemark, Schweden und Polen (tlw mit RDS). Getoppt wurde das Ganze im Hafen von Lohme, den Scan habe ich hier neulich veröffentlicht.

Zurück ging es dann wieder über die A20, dieses Mal jedoch mit einem kleinen Umweg Dank einer Vollsperrung. Wir haben die Autobahn in Dummerstorf verlassen und sind dann über Schwaan und Jürgenshagen weiter Richtung A20. Unterwegs wechselte das Radio schnell von 104,8 auf 107,3 und auch kurz auf die 93,7. Hierbei ist mir ein Laufzeiunterschied zwischen 104,8 und 107,3 aufgefallen. Schwerin wird meines Wissens auf einem anderen Weg zugeführt als der Rest (es gibt hier irgendwo entsprechende Einträge). Die Beobachtungen habe ich am Vormittag gemacht. Ist dieser Laufzeitunterschied "immer" da? Auf der A20 wurde die 107,3 dann noch vor der Landesgrenze zu S-H durch Kaltenkirchen gestört, kurz hinter der Landesgrenze erfolgte dann der Griff zum Radio ("Das stört ja nur noch").

War die Lage auf der A20 schon "immer" so oder hat sie sich durch die Verlagerung von Marlow nach Toitenwinkel ergeben? Vor allem um Tessin finde ich die Versorgung grenzwertig, ich schätze meine Ausstattung im Auto als "über dem Durchschnitt" ein (vor allem im Vergleich zu Fahrzeugen die ca. 10 Jahre alt sind). Rügen selbst ist schon ein Spezielfall. Ich hätte nie gedacht, dass 50 kW (Ostseewelle) NICHT ausreichen um die Insel zu versorgen. Oder man geht hier einfach von einem anderen Standard aus: 3 Elemente 10 Meter über Grund. Handy- oder Brüllwürfelnutzer dürften an einigen Orten definitiv Probleme haben Sender zu empfangen, Lohme ist natürlich ein Sonderfall.

Weitere Beobachtungen sind herzlich willkommen.

Antworten:

Die Empfangslöcher dürften mit der Verlagerung der 104,8 nach Rostock zusammenhängen. Als ich vor zwei Jahren nach Zingst gefahren bin, habe ich auf der A 20 zwischen Lübeck und Rostock nirgends Probleme beim Empfang der OW gehabt. Wie der Empfang bei Tessin war, kann ich nicht beurteilen, da ich am Kreuz Rostock die A 20 verlassen habe und über die A 19 zur B 106 weiter Richtung Darß gefahren bin. Übrigens hatte ich bei der Abfahrt in Hamburg gleich die 107,3 eingestellt. Störungen durch delta radio gab es nur gelegentlich bis etwa Bad Oldesloe. Danach funktionierte der Empfang der OW ohne Probleme. Als Autoradio diente das RCD 300. Tropo herrschte an dem Tag nicht.

von Lorenz Palm - am 02.08.2015 17:10
Trennschärfe ist bei der 107,3 alles, ein gutes Radio macht im Süd-Osten Hamburgs mobil schon keine Probleme mehr, mit Scheunentorfiltern kratzt und knarzt es hingegen selbst in Lübeck noch stark.

von Anonymer Teilnehmer - am 02.08.2015 17:13
Bad Oldesloe kommt ungefähr hin. Da erfolgte der Griff vom Beifahrersitz :D Ich war mit dem Fahrzeug aber schon mal in HH-City unterwegs und habe den 107,3-Empfang als "okay" in Erinnerung. Das war an einem Nachmittag (also kein Morgentropo).

von Staumelder - am 02.08.2015 18:06
Der RCD300 sollte aber auch ausreichend trennscharf sein, da kann es bei "normalen" Radios nochmal ganz anders aussehen.

von RheinMain701 - am 02.08.2015 18:36
Das mit dem Debakel 107,3 vs. 107,4 zwischen Lübeck und Hamburg kenne ich auch von meinem Opel Werksradio CD 70 Navi im Astra H. Ein Glück bin ich kein OW Stammhörer. Was gefällt euch an der OW?

Bei mir gehts zum Teil schon ab Kreuz Lübeck A20/A1 los mit dem Kratzen. Auf der A1 bis Hamburg runter ist Ostseewelle fast ungenießbar. Bei Bad Oldesloe ist OW nicht zu hören.

Mal zur Situation in MV selbst. Auf der B103 zw. Kritzmow in Richtung A20 ist OW auf 104,8 schon am Rauschen wenn man in der Kurve auf die Autobahn Richtung Stralsund fährt. Das Radio schaltet dann auf die 107,3 um. Lohro geht an der Stelle fast im Rauschen unter.

von Steve-o1987 - am 02.08.2015 19:24
Ich merke wohl, ich muss mal mit meinem Skoda Swing diese Gegend erkunden. :D

Ich war ja in Hamburg letzten November, um von dort den Flieger nach Teneriffa zu nehmen. Dank der Kanaltrennung ging die OW selbst im Westen Hamburgs mit RDS. delta hat kein bisschen gestört. Man merkte nur leichtes Rauschen. Richtung Süden ging die 107.3 weiter als Kaltenkirchen. Ich konnte den Schweriner Sender vor über einem Jahr auch in der südlichen Lüneburger Heide schon mit RDS aufnehmen. Die erste Anzeige des Sendernamens kam etwa 20/30 km nördlich von Hannover auf der A 7.

von NurzumSpassda - am 02.08.2015 20:14
Das mit dem schlechtem Empfang der 104,8 bei Tessin wundert mich. Habe noch kein Auto gefunden, bei dem Rostock dort rauscht. Natuerlich die 95,8 und die 105,6 aber selbst die mit nur ca. 2kW dorthin sendende 97,3 des DLF rauscht dort nicht. Es gibt Auto Werksloesungen, die im unteren oder oberen Frequenzbereich des UKW Bandes unterdurchschnittlich sind. Scheint bei deinem so zu sein.
Garz Ruegen sendet die 50kW nicht nach Norden.
Schwerin hat ein anderes Ostseewelle Regionalstudio als Rostock.

von Nordlicht2 - am 02.08.2015 20:58
Zitat
NurzumSpassda
Ich merke wohl, ich muss mal mit meinem Skoda Swing diese Gegend erkunden. :D

Ich war ja in Hamburg letzten November, um von dort den Flieger nach Teneriffa zu nehmen. Dank der Kanaltrennung ging die OW selbst im Westen Hamburgs mit RDS. delta hat kein bisschen gestört. Man merkte nur leichtes Rauschen. Richtung Süden ging die 107.3 weiter als Kaltenkirchen. Ich konnte den Schweriner Sender vor über einem Jahr auch in der südlichen Lüneburger Heide schon mit RDS aufnehmen. Die erste Anzeige des Sendernamens kam etwa 20/30 km nördlich von Hannover auf der A 7.
Am Besten gelang mir die Trennung der 107,3 in Hamburg selbst mit dem 73er Kenwood, weitaus besser als noch mit dem 76er Bremen.
Für RDS reichte es dann aber nicht unter Normalbedingungen, von HH-Bergedorf mal abgesehen.
Hamburg ist generell ein Musterbeispiel wie man mit vielen Frequenzen wenig vernünftig abgedeckt bekommt, aber das ist ein anderes Thema.

von Anonymer Teilnehmer - am 03.08.2015 19:08
Naja, Schwerin ist ja auch schon recht weit weg und Richtung Westen wird die 107.3 auch "nur" mit 50 kW rausgeblasen. Trotzdem hat es mich gewundert, dass ich im Westen Hamburgs (Nahe Flughafen) die OW so gut bekommen konnte.

Wo wir gerade bei MV sind: Ganz bekommt der Schweriner Sender auch den Westen MVs nicht abgedeckt. Wenn ich an Boizenburg denke, wo keine Schweriner QRG mehr ordentlich geht.... Liegt aber nah an der Grenze zu Niedersachsen.

von NurzumSpassda - am 03.08.2015 19:49
Ja die DSP ZF Filterung in neueren Werksradios ist schon nicht schlecht. Mit meinen alten Keramikfiltern ist die OW am Flughafen nicht mal zu erahnen. Geht damit erst bei Luebeck und selbst dort noch mit leichtem Kratzen aus Kaltenkirchen. Verstehe nicht, warum Kaltenkirchen 16kW Richtung Luebeck senden muss, wo dort doch Berkenthin zustaendig ist. Ob das zu viel Antennenaufwand in Kaltenkirchen bedeuten wuerde, wo sich diese ja im GFK Zylinder befindet? Nur einfache Kreuzdipole verbaut?

von Nordlicht2 - am 04.08.2015 10:27
Hallo zusammen ich war heute in Zingst/Müggenburg und musste feststellen das ich am Strand keine beziehungsweise verrauschte heimischen UKW Sender empfangen konnte,dafür aber dänsche und schwedische Sender sogar mit RDS.Das ist schon eine ganz schwachen Leistung hier oben im Nordosten von den Radiosendern.:sneg:
P.S. Das Mobilfunknetz ist noch viel schlimmer hier oben an der Küste.

von Nordosten81 - am 04.08.2015 14:26
So gut wie jetzt war die UKW-Versorgung in MV noch nie. Was da nach der Wende alles nachgessert wurde, dass es jetzt mal abgeschattete Küstenabschnitte gibt, halte ich für normal.

In der DDR waren die Bezirke Rostock, Schwerin und Neubrandenburg bis zur Wende mit UKW-Rundfunk viel schlechter versorgt als heute, flächendeckenden Rundfunkempfang besonders mit tragbaren Geräten und im Auto gabs an vielen Stellen auch für DDR-Rundfunk nur auf MW, ich meine nicht die 50iger Jahre, das war an vielen Stellen in den 80igern noch so.
Dagegen hatten wir in den Südbezirken im UKW-Paradis gelebt.

von DLR-Fan Sachsen-Anhalt - am 04.08.2015 15:23
Zitat
Nordosten81
Hallo zusammen ich war heute in Zingst/Müggenburg und musste feststellen das ich am Strand keine beziehungsweise verrauschte heimischen UKW Sender empfangen konnte,dafür aber dänsche und schwedische Sender sogar mit RDS.Das ist schon eine ganz schwachen Leistung hier oben im Nordosten von den Radiosendern.:sneg:
P.S. Das Mobilfunknetz ist noch viel schlimmer hier oben an der Küste.


Ist der beschriebene Standort auch Steilküste? Das ist jeweils schon eine besondere Lage in der sich nicht viele Häuser befinden dürften. Klar, am Strand Radio hören wird so zur Herausforderung, das machen aber vmtl. nicht mehr viele Strandbesucher.

Kurzer Exkurs in den Mobilfunk: direkt am Wasser werden erfahrungsgemäß viele Netze eingelesen. Im Naturpark Jasmund (Kreidefelsen, nörldich von Sassnitz) waren es Netze aus Schweden, Dänemark und Polen (Screenshots bei Interesse). Zur Versorgung selbst kann ich nicht viel sagen, da ich mein handy kaum genutzt habe. Mir wurde jedoch oft nur Edge angezeigt (Prepaidkarte Vodafone-Reseller).

von Staumelder - am 11.08.2015 05:16
Zitat
Nordosten81
Hallo zusammen ich war heute in Zingst/Müggenburg und musste feststellen das ich am Strand keine beziehungsweise verrauschte heimischen UKW Sender empfangen konnte,dafür aber dänsche und schwedische Sender sogar mit RDS.Das ist schon eine ganz schwachen Leistung hier oben im Nordosten von den Radiosendern.:sneg:
P.S. Das Mobilfunknetz ist noch viel schlimmer hier oben an der Küste.


Diese Beobachtungen machen immer wieder Urlauber und denken, diese Bedingungen wären normale Empfangsverhältnisse hier an der Küste. Natürlich sind sie dies nicht, denn in warmen Sommern haben wir sehr oft das sogenannte Ostsee-Tropo. Aus Norden sind die Empfangsverhältnisse (Vormittag und Abend)mehr als angehoben aus dem Süden überdurchschnittlich gedämpft.
Die starken Rostocker UKW Frequenzen spielen in 50 km in Zingst noch sehr gut. Verstärker Funzeln gibt es außerdem im 8 km entfernten Barth.

von jug - am 11.08.2015 05:42
Nach Norden nur Wasser aber nach Sueden, zu den Deutschen Sendern, ein etwa 8m hoher Deich davor. Schon auf der Strasse vor dem Deich ist es dann genau umgekehrt und ohne Ostsee-Tropo kommt aus DK fast gar nichts mehr an. MV ist zwar das sonnenreichste Bundesland aber im Durchschnitt muss man auch hier von 'Deutschem Wetter' sprechen. Leider ist das nicht so wie am Mittelmeer.

Uebrigens gibt es in Vorpommern wegen des trockneren Wetters, im Vergleich zu Hamburg, sehr viel haeufiger abendliche Tropo. DXen macht dadurch mehr Spass da eben haeufiger moeglich.

von Nordlicht2 - am 11.08.2015 11:01
Nach 2 Wochen ununterbrochener sehr starker Ostsee-Tropo auf allen Verbreitungswegen, ist heute wieder Normalempfang. Wer noch Urlaub an der Ostsee hat darf sich nun ueber die wenigen empfangbaren UKW Programme wundern und viele vermeindlich freie Frequenzen finden.:-)

So stark wie die letzten Wochen ist es nur sehr selten. Kopenhagener Frequenzen haben bis weit ins Landesinnere gereicht. So hat POP FM die Ostseewelle aus Wolgast noch in Zuessow gestoert oder Nova die 103,8 vom Helpterberg oder die 99,7 aus Schweden den NDR auf Ruegen. Ueber DKultur auf Ruegen reden wir mal gar nicht.:D

von Nordlicht2 - am 24.08.2015 10:30
Sehr interessante Berichte! Diese Überreichweiten über den Meeren bis zu den Küsten habe ich auch schon oft erlebt. An der Ostsee fällt es auch besonders auf, da auf der anderen Seite Länder sind. An der Nordsee hat man nur Dänemark. Norwegen ist schon weiter weg, hab ich aber auch schon öfters mal an der Küste durch Tropo hören können. Das erste mal an der Ostsee dachte ich tatsächlich, dass die Sender Standard sind, bis ich mal einen Zeitpunkt erwischte als sie doch weg waren. Aber auch an anderen Meeren ist das so, z.B. Mittelmeer. Italien und Kroatien ist recht bekannt. Italien und Tunesien ist auch ähnlich oder Spanien zu Algerien+Marokko ... die Liste liese sich beliebig fortsetzen. Das Phänomen müsste sich dadurch erklären lassen, dass sich direkt über dem Wasser eine konstante Wellenleiterschicht ausbildet da Wasser verdunstet. In geringerer Höhe nimmt dann die Luftfeuchtigkeit wieder ab und die Wellen werden wieder zum Wasser reflektiert. Die Strecke kann dabei natürlich sehr sehr lang werden (gleiche Bedingungen müssen vorherrschen, große aufgedehnte Hochdruckgebiete über der Ostsee ideal dafür) und demzufolge werden die Wellen wie in einem Wellenleiter bis ans andere Ufer transportiert (typische duct Übertragung). Dort hört dann der Wellenleiter auf und auf Land gehen die Sender dann nur wenige Kilometer landeinwärts, außer sie werden durch eine morgendliche Landtropo weitergeleitet.

von Jens1978 - am 25.08.2015 19:21
Kopenhagen oder Hoerby beispielsweise gehen dabei locker 50km und weiter ins landesinnere hinein. Bei DAB gehen soviele Standorte gleichzeitig, dass sich das SFN aus Denmark dabei selber stoert. Das deutet darauf hin, dass die Ueberreichweite auch auf der anderen Seite sehr weit ins landesinnere reicht. Ich denke daher eher, es bildet sich eine leitende / reflektierende Luftschicht in grosser Hoehe, an der auch die weiter entfernten Sender reflektieren koennen und nicht nur die in Kuestennaehe. Auch hatte ich auf dem Darss Kopenhagen mit Abstand staerker als Naestved, der um einiges dichter ist.
Das schoene an der Ostsee-Tropo ist, dass sie sehr konstant anhaelt, so dass man dann 24h super Empfang hat... bis das naechste Tief anrueckt und der Spuk ploetzlich vorbei ist.

von Nordlicht2 - am 25.08.2015 21:43
Die Überreichweiten an der Ostsee sind schon immer lohnenswert. Ich fahre dann gerne mal auf's Fischland nach Ahrenshoop zur Steilküste mit UKW- und DAB-Empfänger. Da gehen einem schon manchmal interessante Sender ins Netz.
Dass die Tropo immer konstant anhält kann ich nur teilweise bestätigen, es ist wirklich des öfteren so, dass es morgens einfach am besten ist. Das ist wohl die zusätzliche Morgentropo, die dann noch weiter ins das Landesinnere vordringt.

Kopenhagen und Hörby gehen bei mir zu hause eigentlich immer irgendwie, manchmal schelcht, machmal gut.

Hat jemand von euch auf der 100,0 in MV dieses "Störgeräusch" wahrgenommen? Dort ist meistens ein leiser Pfeifton/Piepen zu hören, dass den Empfang von POP FM aus Kopenhagen teilweise zu Nichte macht.
Wenn die Tropo eine gewisse Stärke hat, dann stört es nicht mehr, aber ich denke, dass POP FM öfter zu hören wäre, wenn dieses Geräusch nicht da wäre?!

von Kenny S. - am 26.08.2015 06:34
Die Frequenz ist einfach sehr frei, daher nimmst Du auch schwache Störer wahr. 100 MHz ist ein Vielfaches diverser µC-Taktfrequenzen, da müllt alles mögliche rum... Vielleicht sogar Dein eigenes Radio.

von DH0GHU - am 26.08.2015 07:19
ich habe damals mit ParadiseFM hier aus diesem Forum das mal getestet und er konnte diesen Ton auch an der Ostseeküste mit seinen Radios hören, also schließe ich meine Radios mal aus...

von Kenny S. - am 26.08.2015 13:53
Zitat
Kenny S.
ich habe damals mit ParadiseFM hier aus diesem Forum das mal getestet und er konnte diesen Ton auch an der Ostseeküste mit seinen Radios hören, also schließe ich meine Radios mal aus...

Warum? Es können ja auch Deine und seine Radios gewesen sein...
Mein Autoradio übrigens auch - da ist es allerdings das Auto, nicht das Radio, da das in Stellung Zündung I noch nicht auftritt, erst bei Zündung II.

Derartige Störungen habe ich im Auto (verschiedene Fabrikate) vorzugsweise auf 96 & 100 MHz gehabt. Dazu kommt jetzt noch die 98.3 mit einem Leerträger, der anscheinend vom DAB-Modul erzeugt wird.

von iro - am 26.08.2015 14:50
Zitat
DH0GHU
100 MHz ist ein Vielfaches diverser µC-Taktfrequenzen, da müllt alles mögliche rum... Vielleicht sogar Dein eigenes Radio.


Bei mir sind die größten Störfrequenzen 88 MHz, 100 MHz und 108 MHz.

von Cha - am 26.08.2015 16:27
Zitat
Nordlicht2
Kopenhagen oder Hoerby beispielsweise gehen dabei locker 50km und weiter ins landesinnere hinein. Bei DAB gehen soviele Standorte gleichzeitig, dass sich das SFN aus Denmark dabei selber stoert. Das deutet darauf hin, dass die Ueberreichweite auch auf der anderen Seite sehr weit ins landesinnere reicht. Ich denke daher eher, es bildet sich eine leitende / reflektierende Luftschicht in grosser Hoehe, an der auch die weiter entfernten Sender reflektieren koennen und nicht nur die in Kuestennaehe. Auch hatte ich auf dem Darss Kopenhagen mit Abstand staerker als Naestved, der um einiges dichter ist.
Das schoene an der Ostsee-Tropo ist, dass sie sehr konstant anhaelt, so dass man dann 24h super Empfang hat... bis das naechste Tief anrueckt und der Spuk ploetzlich vorbei ist.

Naja, große Höhe kann es eigentlich nicht sein, denn dann würde es auch über Land sehr oft gehen. Das Phänomen lässt sich aber recht anschaulich im Herbst darstellen, wenn Nebel entsteht. Dieser zieht dann auch gerne vom Meer aufs Land und kann Höhen von z.B. 50m haben. Große Höhe ist das jedenfalls nicht. Und der Nebel kann dabei auch mal sehr weit ins Landesinnere reichen, bis die ersten höheren Erhebungen auftauchen. Nicht umsonst sind im norddeutschen Tiefland im Herbst und Winter die Tropos deutlich häufiger und stärker als z.B. in Süddeutschland. Und die sommerlichen Tropos sind doch ähnlich, nur das halt (noch) kein Nebel entsteht und sich somit die Luftmassenabgrenzung nicht deutlich sichtbar zeigt. Meine Erfahrung ist, dass bis zu ca. 10km mit fast gleichbleibender Feldstärke ins Landesinnere normal sind, mehr ist dann eher selten und deutet auf generelle Tropo hin. An den Wetterwetter der Wetterstationen der letzten Wochen konnte man das sehr gut erkennen. Während an der Küste Luftfeuchtigkeiten von ca. 60-70% gemessen wurden, waren im Landesinneren Werte von ca. 30%. Daran sieht man sehr schön, dass die Küste noch in der feuchten Luft des Wellenleiters lag. Das Binnenland war schon raus.

von Jens1978 - am 26.08.2015 20:17
Naestved geht sehr oft ueben mindestens 50km ins Landesinnere waehrend zeitgleich Schwerin oder andere suedlichere Sender gar keine Tropo haben. Die kommen bei Hochdruckwetterlage im Sommer immer erst Abends und Nachts dazu. Die Nordischen aber sind 24h mit fast immer gleichem Pegel. Kommt Abend Tropo dazu, gehen sie noch weiter ins Lnd. Im Winter ist das deutlich seltener, da sind eher die Ueberreichweiten nach Sueden angesagt und aus dem Norden auch eher nur Abends Nachts.. Insofern wird es bei Ostsee-Tropo wirklich was mit aufsteigendem Wasser bei starker Sonneneinstrahlung zu tun haben.

von Nordlicht2 - am 27.08.2015 07:27
Hallo, ich war Freitag/Samstag dienstlich in Neubrandenburg, der immerhin 3größten Stadt Mecklenburg-Vorpommerns unterwegs.

Im Hotel am Ring (östliche Altstadt, 11 Etage, Blickrichtung Osten) konnte ich mit meinem UKW/DAB-Reiseempfänger in der Scanart "alle empfangbaren Sender" folgende Sender auf UKW empfangen:

88,0 NB-Radiotreff 88,0 (Neubrandenburg)
89,5 N-Joy (Neubrandenburg)
90,5 NDR Radio MV (Helpterberg)
94,2 NDR Radio MV (Helpterberg) gestört
96,0 NDR Kultur (Helpterberg)
96,5 Deutschlandfunk (Helpterberg)
97,1 Deutschlandradio (Heplterberg)
98,3 leerer Träger -> kommt dann nur Antenne MV (Waren) in Frage
99,1 NDR 2 (Helpterberg)
101,8 NDR info (Helpterberg)
103,2 N-Joy (Helpterberg) gestört
103,8 Antenne MV (Helpterberg)
105,8 Ostseewelle (Helpterberg)

etwas außerhalb der Stadt am Bethanien-Center habe ich im Autoradio folgende Sender empfangen können:

87,7 Radio Maryja (Miedzysdroje) glasklar
88,2 NDR Kultur (Rostock)
88,5 NDR Radio MV (Röbel)
89,3 RMF (Koszalin)
89,5 N-Joy (Neubrandenburg)
89,8 Deutschlandfunk (Demmin)
90,0 Deutschlandradio (Röbel) verrauscht
90,1 NDR Radio MV (Ueckermünde)
90,5 NDR Radio MV (Helpterberg)
91,0 NDR Radio MV (Rostock)
91,4 Berliner Rundfunk 91_4 (Berlin) verrauscht
92,0 Radio Szczecin (Szczecin) glasklar mit RDS
94,4 N-Joy (Malchin)
94,7 NDR Kultur (Röbel)
95,3 Deutschlandradio (Schwerin) verrauscht
95,5 N-Joy (Garz)
96,0 NDR Kultur (Helpterberg)
96,5 Deutschlandfunk (Helpterberg)
96,7 Deutschlandradio (Rostock)
97,1 Deutschlandradio (Helpterberg)
97,4 N-Joy (Röbel)
97,9 Deutschlandfunk (Neustrelitz)
99,1 NDR 2 (Helpterberg)
100,1 N-Joy -> Lüneburg ???
100,3 PR 1 (Szczecin) verrauscht
100,8 Antenne MV (Rostock)
101,2 RMF (Swinemünde)
101,8 NDR info (Helpterberg)
102,1 BB Radio (Casekow)
102,5 NDR Radio MV (Garz)
102,8 NDR info (Rostock)
103,0 N-Joy (Anklam)
103,2 N-Joy (Helpterberg)
103,5 NDR info (Malchin)
103,8 Antenne MV (Helpterberg)
104,1 N-Joy (Ueckermünde)
104,8 Ostseewelle (Rostock)
105,1 Antenne MV (Garz)
105,6 Radio Zlate Przabaje (Miedzysdroje) angerauscht
105,8 Ostseewelle (Helpterberg)
106,1 Radio Eins (Casekow)
106,3 Radio Szczecin (Swinemünde)
106,6 Antenne Brandenburg (Pritzwalk) schwach
107,0 NDR 2 (Röbel)
107,3 94_3 RS 2 (Casekow)
107,4 Deutschlandfunk (Anklam)
107,6 Ostseewelle (Garz)

weitere Sender wesentlich schwächer als Pritzwalk waren vernehmbar aber in der Kürze der Zeit nicht identifizierbar

Aus dem supertollen lokalen DieAndereBetriebsart-Mikroplex waren in meinem UKW/DAB-Reiseempfänger in der 11.Hoteletage zu vernehmen:

Radio ich hör nix
Die Stille - das ruhige Programm
Antenne Sendepause
Inforadio - ick vertell nix

außerdem wurde eingelesen
"Keine Sender empfangbar"

In diesem Sinne grüßt
Kuno

von Kunos-Radiothek - am 18.10.2015 12:20
Auf 100,1 ist Fritz (vom rbb) aus Casekow

von Steve-o1987 - am 18.10.2015 12:33
Der Leertraeger auf 98,3 MHz kommt aus dem Radio selber. Ist ein Hinweis auf ein darin verbautes Frontier Silicon 'Verona' Modul.:-)
107,3 hattest Glueck wenn da 94,3rs2 zu hoeren war. Schon bei nur leicht angehobenen Bedingungen ist dort Ostseewelle aus Schwerin zu hoeren.
Fuer die 'andere Betriebsart' muss man zumindest noch bis November 2016 extra 10km nach Sueden, 30km nach Osten, 60km nach Norden oder 80km nach Westen fahren, damit die Lausprechermembran mit etwas Glück zu schwingen beginnt.

von Nordlicht2 - am 18.10.2015 16:22
Ich weiß gar nicht wohin mit meiner Bemerkung: mein 73er Kenwood zeigte mir heute auf der Schweriner 92,8 das PS:NDR_E_MV an.
Kann das jemand bestätigen oder ist es einer dieser Bugs im Gerät die dort ja irgendwie mal berichtet wurden?

von Anonymer Teilnehmer - am 14.07.2016 19:56
war es nicht so, dass die RADIO DDR Ferienwelle aufgrund der mangelnden UKW-Versorgung auch über Mittelwelle im Sommer ausgestrahlt wurde ? Leider hat irgendjemand diesen MW Sender abgeschaltet :heul:

von Frankfurt - am 19.07.2016 12:40
Im Nordosten der DDR gabs nur unzureichende UKW-Versorgung, vom Helpterberg gabs jahrelang nur Radio DDR 2, die restliche Versorgung war über MW, wenn Marlow und Schwerin es nicht schafften. Auf Rügen gabs in bis in die 80iger keinen guten UKW-Sender, nur ne schwache DT64 Funzel mit Strahlungrichtung zur Regierungsinsel Vilm. Deshalb die Ferienwelle viele Jahre lang nur via MW. Es wurde damals sogar eine für MW hohe Bandbreite gefahren, dass der MW-Klang der Ferienwelle besser war als 4,5kHz, zumindest in den 70igern und Anfang der 80iger klang es für MW sehr gut, laut meiner Erinnerung.

von DLR-Fan Sachsen-Anhalt - am 19.07.2016 13:31
Für Portabel ( Batteriestandzeiten ) war in der DDR der 70`er und 80`er Jahren die MW wesenlich besser
geeignet. Selbst in den 80`er Jahren waren bei Diversen Portablen Radios bei UKW die Eingesetzten
Batteriesätze schnell leer. Das habe Ich Seinerzeit selbst erlebt.

von RADIO354 - am 19.07.2016 14:26
Zitat
DLR-Fan Sachsen-Anhalt
Auf Rügen gabs in bis in die 80iger keinen guten UKW-Sender, nur ne schwache DT64 Funzel mit Strahlungrichtung zur Regierungsinsel Vilm. Deshalb die Ferienwelle viele Jahre lang nur via MW.


Die Ferienwelle sendete auf Ruegen auch auf UKW. Die 88,6 und DT64 auf 91,5 waren in den 80ern die beiden einzigen UKW Frequenzen auf Ruegen und das auch nur in Mono. Zusaetzlich kam die Ferienwelle auch von Marlow auf UKW, glaube auf der 91,0.
Ende der 80er wurden in Putbus neue Sender installiert die mehr Leistung hatten und auch Stereo konnten. Diese wurden aber nach nur einem Tag mit Testtoenen wieder abgeschaltet und erst 1990 wieder angeschaltet. Inoffizieller Grund war, dass die Kabelanlage in Bergen dabei wegen Uebersteuerung den Bungsberg nicht mehr empfangen konnte. Die eigentlich zu klein dimensionierte franzoesische Richtfunkstrecke nach Marlow sorgte noch eine Zeit lang fuer Stoerungen bei abendlichen Ueberreichweiten.

von Nordlicht2 - am 19.07.2016 14:44
Ich buddel das Thema nochmal aus weil ich gerade von Rügen zurück bin. An dem stellenweise "löchrigen" Empfang auf der A20 hat sich nicht viel geändert. Heute beim Dauerregen waren die Lücken stärker ausgeprägt als auf dem Hinweg am Samstag, da drückte aber kurze vor Hamburg die 96,8 aus DNK HB-Walle weg :joke: Gleiche Empfängerkombi wie im Eingangsposting.

Aufgefallen sind mir Laufzeitunterschiede bei der Ostseewelle. Auf ostseewelle.de wird das Sendegebiet aktuell so dargestellt:
[attachment 9617 OW2016.png]

Zwischen Rostock und Schwerin habe ich heute kleine Hänger/Sprünge festgestellt als das Radio wechselte. Fällt wohl Keinem auf denke ich. Allerdings habe ich auch zwischen Rostock und Garz das gleiche Phänomen vernommen. Nicht so stark ausgeprägt aber irgendwie ja. Sind HRO und Garz nochmal gespiltted? Als Filler am Ende einiger Werbeblöcke lief jedenfalls jeweils "auf der Insel Rügen auf 107,6". Geht das auch in HRO über die Antenne?

von Staumelder - am 25.07.2017 19:24
Rostock und Rügen haben unterschiedliche Regionalisierungen.

von PowerAM - am 26.07.2017 05:42
Mit den neuen billigen Zufuehrungen sind Laufzeitunterschiede inzwischen an der Tagesordnung. Bei Paradiso ganz extrem.

Nein, Rostock und Ruegen (ueber Stralsund hinweg) ist bei Ostseewelle gleich. Deswegen haben sie in Greifswald die Funzel auf 106,8 dazu bekommen, weil sie Greifswald dem Gebiet Wolgast / Usedom / Neubrandenburg zuordnen wollten.

von Nordlicht2 - am 26.07.2017 08:17
Na ich glaube für Rügen gibt es ein extra, regionales Fenster. Ich höre meist über die heimische Funzel in Güstrow und die hängt am Tropf von Rostock. News aus der Rüganer Region oder der betreffende Frequenzhinweis für die Insel sind mir da noch nicht aufgefallen.

von Kunos-Radiothek - am 26.07.2017 08:38
Der Laufzeitunterschied der 104,8 besteht ungefähr seit der Inbetriebnahme des Senders Rostock-Toitenwinkel. Außerdem ist Ostseewelle landesweit gegenüber den anderen Sendern leiser und dumpfer.

von Steve-o1987 - am 26.07.2017 08:49
Zitat
Kunos-Radiothek
Na ich glaube für Rügen gibt es ein extra, regionales Fenster. Ich höre meist über die heimische Funzel in Güstrow und die hängt am Tropf von Rostock. News aus der Rüganer Region oder der betreffende Frequenzhinweis für die Insel sind mir da noch nicht aufgefallen.


So so, glaubst du. Und was glaubst du bedeuteten die gestrichelten Linien auf der weiter oben gezeigten Karte. Ansonsten reinhoerern hilft auch um zu Erkenntnissen zu kommen aber bitte nicht glauben.:(

@Steve,
Leiser und dumpfer ist es zumindest nicht schon seit der Rostock Aufschaltung. Das duerfte eher mit den Firmen zu tun haben, die die Studiotechnik und Zufuehrungen von den Studios machen. Sind wir wieder bei Paradiso, hoer da mal rein. Noch leiser, noch flacher... ungeniessbar.

von Nordlicht2 - am 26.07.2017 09:50
Reinhören ist gut :joke: Indoor kommt da nur Rauschen. Einzig im Auto ist der Sender empfangbar. Kommt irgendwie immer die gleiche Musik, wenn ich da mal rüberzappe. Höre seit dem Aux-Einbau im Auto fast nur noch DAB+.


@Kunos-Radiothek: Es gibt nur 3 Regionalisierungen bei den beiden großen Privaten in MV. West (Schwerin/Wismar), Nord (Rostock/Stralsund/Rügen) und Ost (Neubrandenburg/Usedom/Pasewalk/Waren). Nur der NDR hat für Rügen und Vorpommern ein eigenes Regionalstudio in Greifswald.

von Steve-o1987 - am 26.07.2017 10:28
Auf SSL laeuft Werbung fuer eine SSL gesponsorte woechentliche 'Veranstaltung' in Warnemuende. Ob die wirklich wissen, dass sie in Warnemuende ausschliesslich ueber DAB+ Kabel, Sat und Internet zu empfangen sind? Frage mich sowieso, wie die Verteilung in Rostock inzwischen ist, wer hoert SSL dort ueber welchen Empfangsweg.

von Nordlicht2 - am 27.07.2017 07:53
Du meinst SuSR P2e? :D

von Staumelder - am 27.07.2017 07:54
Zitat
Nordlicht2
Auf SSL laeuft Werbung fuer eine SSL gesponsorte woechentliche 'Veranstaltung' in Warnemuende. Ob die wirklich wissen, dass sie in Warnemuende ausschliesslich ueber DAB+ Kabel, Sat und Internet zu empfangen sind? Frage mich sowieso, wie die Verteilung in Rostock inzwischen ist, wer hoert SSL dort ueber welchen Empfangsweg.


Wieso sollte nicht für eine eigene (SSL Beach Lounge) Veranstaltung im DAB+-Sendegebiet geworben werden? Für SSL ist UKW *nicht* der Haupverbreitungsweg, SSL wird von fast allen seinen Hörern nur noch über DAB+, Kabel, Sat und Internet gehört. Außer in HRO und S.
Außerdem: So weit ist Rostock nicht von Warnemünde weg, als dass niemand von Rostock nach Warnemünde fahren würde.

von DH0GHU - am 27.07.2017 10:42
Das war eine Anspielung, auf einige Beitraege aus dem Parallelforum, wo immer so getan wird, als liefe diese regionalbezogne Eigenwerbung nur wegen der kleinen UKW Funzel in Rostock. Die Frage ob man bei SSL ueber die tatsaechliche doch sehr begrenzte Reichweite der Rostocker UKW Funzel und deren Nutzungszahlen bescheid weiss stellt sich mir dennoch.

von Nordlicht2 - am 27.07.2017 10:56
Zitat
DH0GHU
So weit ist Rostock nicht von Warnemünde weg, als dass niemand von Rostock nach Warnemünde fahren würde.


Warnemünde ist ein Stadtteil von Rostock.

von Patty-Teddy - am 27.07.2017 15:00
radioB2 hat die Wismar Aufschaltung scheinbar um ein weiteres Jahr verschoben. Auf der Internetseite steht nun Sommer 2018.

Ok, noch mal einen genaueren Blick auf die Koordinierungen geworfen. Demnach haben die 97,0 radioB2 und die 98,1 staerkere Einzuege als die 96,2 welche auch 2 Meter darueber koordiniert ist, direkt unter DAB+.
Es ist daher zu vermuten, dass erstmal nur der NDR mit NDR1 von der Werft nach Rueggow umzieht und das auch die UKW Antenne dem NDR gehoert. Sollte mich wundern, wenn der Umzug nicht zeitgleich mit der 12B Anschaltung stattfindet. So lief es auch bei Marlow ab.

von Nordlicht2 - am 31.07.2017 12:38
@Patty-Teddy: Ich weiß ;) aber ist die SSL-Funzel auf UKW dort gut zu empfangen? Die sendet meiner Erinnerung nach eher richtung Innenstadt?

von DH0GHU - am 31.07.2017 13:14
@DH0GHU

Ich war gestern kurz in Warnemünde. Die SSL UKW-Funzel ist dort zum Teil nur zu erahnen oder wird durch Kabellecks (radio B2 auf 92,35) oder SR P2 aus Hörby weg gedrückt. Das ist sehr abhänig von der Wetterlage. Machnmal ist sie auch sehr angerauscht zu empfangen. Die Funzel ist in allen Stadtteilen südlich des Toitenwinkler Mastes gut zu empfangen. Selbst im 1 km nödlich liegenden Überseehafen ist sie nur noch mit Störungen zu empfangen. Naja, wenn man DAB+ hat, hat man überall, außer in der Mitte des Warnowtunnels, guten SSL-Empfang. Die 92,4 ist in meinen Augen eine Fehlkoordinierung, man hätte auch eine bessere Frequenz finden können oder mit einem anderen Diagramm von der MB-Lokal-Antenne auf 150 m senden können.

von Steve-o1987 - am 31.07.2017 14:24
Zitat
Steve-o1987
@DH0GHU

Die Funzel ist in allen Stadtteilen südlich des Toitenwinkler Mastes gut zu empfangen. Selbst im 1 km nödlich liegenden Überseehafen ist sie nur noch mit Störungen zu empfangen.


Naja, das ist doch überhaupt kein Wunder. Es ist doch bekannt, daß die 92,4 und noch andere Frequenzen gerichtet von den LopPer-Antennen aus 140m
in Richtung170 Grd. und, damit am Zentrum von Rostock östlich vorbei, abgestrahlt wird.
Es ist schon eine fragwürdige Koordinierung.

von Rostocker. - am 31.07.2017 16:12
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.