Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
Radioforum
Beiträge im Thema:
52
Erster Beitrag:
vor 3 Jahren
Letzter Beitrag:
vor 2 Jahren, 5 Monaten
Beteiligte Autoren:
Bolivar diGriz, Spacelab, Loger, Thomas (Metal), raeuberhotzenplotz1, Marc_RE, 2-0-8, pomnitz26, Zwölf, Saarländer (aus Elm), ... und 19 weitere

Eine Antenne ist immer gefährlich ;-)

Startbeitrag von Thomas (Metal) am 03.08.2015 06:32

http://www.br.de/nachrichten/unterfranken/inhalt/rossbach-funkamateur-100.html
http://osthessenfunk.de/Aktuell/Zeitlofs.html

Eigentlich einmal mehr ein lustige Randnotiz. Man darf aber nicht vergessen, daß viele die irgendwie eine Antenne, zu welchem Zweck auch immer, haben und einsetzen zu häufig mindestens sehr kritisch beäugt werden. Ein ganz klares: Schluß damit!

Die 50 interessantesten Antworten:

Lustige Randnotiz? Der betroffene Funkamateur und alle Mitfunkamateure finden es schon lange nicht mehr lustig, was diese Aluhut-Spinner in Zeitlofs seit Jahren(!) veranstalten. Das ist Mobbing par excellence, basierend auf Mittelalterwissen.

von DH0GHU - am 03.08.2015 06:43
Ich komme, da ich viel Lauftraining betreibe, vereinzelt noch an solchen Anlagen vorbei und bewundere die Funkamateure.

von hetietz - am 03.08.2015 07:00
Es sieht halt schon ungewöhnlich bedrohlich aus, wenn eine Antenne, die gefühlt 20 mal größer als eine Fernsehantenne ist auf einen zeigt;)
In Rosbach / Wetterau ist auch eine halbe Stadt plötzlich an Tinitus, etc. erkrankt. Auf dem ehemaligen Pilot-Kabelkopf (Betonturm, mittlerweile abgerissen) wurden Antennen gegen das D1 Funkloch installiert, jedoch nie mit Technik bestückt. Konnten nicht in Betrieb gegehn, jedoch durch den reinen Anblick der grauen Kästen gab es eine Häufung von Krankheitsbildern :wall:

von Frankfurt - am 03.08.2015 07:13
Zitat
DH0GHU
Lustige Randnotiz? Der betroffene Funkamateur und alle Mitfunkamateure finden es schon lange nicht mehr lustig, was diese Aluhut-Spinner in Zeitlofs seit Jahren(!) veranstalten. Das ist Mobbing par excellence, basierend auf Mittelalterwissen.

Bagatellisieren wollte ich das ganz sicher nicht. Roßbach, nicht all zu weit vom QTH2 entfernt (ich kenne es durchaus gut), hat eigentlich nichts womit man Menschen im Dorf halten könnte. Da ist wirklich nichts. Will man auf die Arbeit bedarf es eines KFZ. Bei 200m Höhenunterschied zum Sinntal und entsprechnder Steigung ist auch das im Winter schon nicht immer schön. Man könnte sich fragen: Was will man also noch dort? Sicher, das ist natürlich Heimat, ein Punkt den erst richtig einzuschätzen weiß wenn man mal weggezogen ist.
Der Pluspunkt dort schlechthin für mich dort wäre die Höhenlage, also die Rundfunktechnik. So geht dort z. B. auch der Feldberg auf DVB-T mit nur geringem Aufwand. Definitiv ein hochinteressanter Standort! Ein Standort der dann vielleicht vieles andere kompensiert. Und genau daran legen dann dumme Menschen noch die Axt an.

von Thomas (Metal) - am 03.08.2015 07:16
Gerade bei dem Fall in Roßdorf war die BNetzA ja vor Ort, die Grenzwerte wurden um mehr als 99 % unterschritten. Das Problem ist: Ein Dorftrottel fühlt den Nozebo-Effekt, und er kann andere Leute für die Hexenjagd begeistern. Und am nächsten Tag stehen sie bewaffnet mit Aluhut und Mistgabel vor dem Haus des Nachbarn. Das ist nicht mehr lustig.

von Bolivar diGriz - am 03.08.2015 07:59
Zitat
Frankfurt
In Rosbach / Wetterau ist auch eine halbe Stadt plötzlich an Tinitus, etc. erkrankt. Auf dem ehemaligen Pilot-Kabelkopf (Betonturm, mittlerweile abgerissen) wurden Antennen gegen das D1 Funkloch installiert, jedoch nie mit Technik bestückt. Konnten nicht in Betrieb gegehn, jedoch durch den reinen Anblick der grauen Kästen gab es eine Häufung von Krankheitsbildern :wall:

Das gibt es aber leider immer wieder. Die meisten Krankheiten entstehen halt im Kopf. Hier bei mir im Nachbarort genau das gleiche. Da wurde ein Betonmast hochgezogen und Mobilfunkantennen dran befestigt. In dem kleinen Häuschen direkt daneben war noch gar keine Elektronik. Da lagen die Antennenleitungen noch blind herum. Die komplette Siedlung rund um den Mast war aber schlagartig krank. Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit... Es gab Demonstrationen vor dem Rathaus und Unterschriftenaktionen gegen den neuen Mobilfunkmast. Das ganze zog sich Monate lang hin und es kamen sogar solche geistigen Ergüsse heraus wie "Wenn uns die Antennen schon so krank machen, was ist dann erst wenn da auch noch die Elektronik angeschlossen wird?! :eek:" Irgendwann wurde es den Mobilfunkbetreibern dann verständlicherweise zu blöd und der Mast wurde wieder abgerissen. Nun beschwert man sich weil es fast im ganzen Ort nur EDGE gibt. Und in manchen Ortsteilen Indoor sogar das noch sehr sehr wackelig bis gar nicht. Vor ein paar Monaten hat man eine Petition gestartet das die Mobilfunker den Ort besser versorgen sollen. Man fühle sich abgehängt und wegen des Funklochs benachteiligt. :wall: Bis jetzt hat sich keiner der 4 (mittlerweile ja nur noch 3) Mobilfunkbetreiber diesbezüglich geäußert.

von Spacelab - am 03.08.2015 08:00
Früher sind die Leute unmittelbar dem Mittelwellensender Heusweiler (zu dem Zeitpunkt der stärkste in der Bundesrepublik mit 1200kW am Tag, und 600kW bei Nacht) ins Freibad gegangen, weil das Wasser so schön warm war. Das Wasser wurde nämlich mit der Abwärme der beiden Röhrenendstufen des Senders beheizt. Heute glaubt man krank zu werden weil man einen Funkamateur in der Nachbarschaft hat, der theoretisch 750 Watt senden darf, und der das, anders als der Radiosender nicht 24/7 tut, sondern vielleicht eine Stunde am Tag, während man wie selbstverständlich im Wohnzimmer drei Meter neben einer DECT-Station sitzt, und sich ein Handy ans Ohr hält, das mit bis zu 2 Watt senden kann, was beides am Körper um Dimensionen höhere Feldstärken erzeugt. Muss man das verstehen?

von FrankSch - am 03.08.2015 08:12
Nein. Bei Esoterikern und anderen Religioten sind sachliche Argumente völlig zwecklos.

von Bolivar diGriz - am 03.08.2015 08:21
Der schlechte Witz an der Sache ist ja die in den meisten Fällen nicht von der Hand zu weisende Doppelzüngigkeit. Jeder will vollen UMTS Empfang bis ins letzte Kellerloch. Aber ein Mobilfunkmast in der Siedlung? Um Gottes willen! Bloß nicht!

von Spacelab - am 03.08.2015 09:08
Wirklich lachhaft wird es, wenn das WLAN zu Hause ebenso wie das schnurlose DECT-Telefon ein hundertfaches an Strahlung direkt ans Ohr senden als der "böse Amateurfunker".

von Bolivar diGriz - am 03.08.2015 09:14
Da sind wir dann halt wieder bei der "Kopfsache".
Kleine Antenne = Kleine Leistung = Kleine Gefahr
Große Antenne = Große Leistung = Große Gefahr

von Spacelab - am 03.08.2015 09:19
... naja und einige Funkamateure laufen dafür Sturm wenn in der Nachbarschaft jemand ein PLC System installiert, um sein Haus auf einfache Art und Weise zu vernetzen. Auch da gibt es einige Berichte von neurotischen Funkamateuren, die die BnetzA auf Ihre Nachbarn hetzen. :bloed:

Die allermeisten Personen werfen heute ionisierende und nichtionisierende Strahlung in einen Topf und sind sich des Unterschieds nicht bewußt und haben auch keinerlei technisches Wissen darüber. Reißen aber den Mund ganz weit auf! Die Radiowellen von Funkamateuren sind eher ungefährlich. Dafür kann der Antennenwald in Amateurfunkers Garten wirklich eine optisch häßliche Zumutung für die Nachbarn sein. :eek:

Ich mag ja gerne Antennen und dokumentiere diese auch gerne, aber man kann es auch übertreiben. Wir hatten auch mal einen Funkamateur als Mieter in Nachbars Haus, der hat praktisch den ganzen Garten mit Drähten und Vorrichtungen zugemüllt. Das war wirklich eine Zumutung und alle waren froh, als der einige Jahre später wieder ausgezogen ist. :rolleyes:

von raeuberhotzenplotz1 - am 03.08.2015 09:59
1) PLC stört breitbandig bis 30MHz, daher verständlich
2) Wer nicht möchte, dass der Mieter den ganzen Garten mit Antennen vollpflastert, der kann ihm das untersagen. Als Nachbar kann das einem doch ziemlich egal sein, was der nebenan in seinem Garten macht.

von Japhi - am 03.08.2015 10:03
Ja das prallen eben unterschiedliche Interessen aufeinander. Es sollen sich ja schon Leute wegen einem Gartenzweg gegenseitig körperlich angegriffen haben :)

Amende geht es wahrscheinlich gar nicht um die "Strahlung" sondern es stecker etwas anderes dahinter...

von raeuberhotzenplotz1 - am 03.08.2015 10:11
Moin,

hab ich das nur überlesen, oder hat der DARC sich da komplett rausgehalten und dem Funkamateur keinen Beistand geleistet? Seltsames Verhalten für eine selbsternannte "Interessenvertretung der Funkamateure"

von Bruder_M - am 03.08.2015 10:22
Das hast du überlesen, bzw. es stand in anderen Quellen. Der DARC hat die Sache lange mitverfolgt und auch vor Ort Aufklärungsarbeit bei den Nachbarn gehalten. Aber leider ohne Erfolg.

von Bolivar diGriz - am 03.08.2015 11:25
OK, dann hat man sich angagiert.
Ich denke, dass der psychische Schaden ein vielfach höherer war für die betroffenen Funkamateure, da eben nicht ermesslich. Ob ein Grenzwert überschritten oder nicht lässt sich ja leicht überprüfen, wie in diesem Fall durch die Bundesnetzagentur.
Aber der Progrom, der damit gemacht wurde und auch durch den parteiischen Bürgermeister, der sich über Bundesgesetz hinweggesetzt hat geht ja gar nicht!
Dass die Leute dann auch noch diese Schilder bei den Funkamateuren in den Garten gestellt haben erinnert mich ein bisschen an der "Sexualstraftäter-Kataster" aus den USA, wo den Leuten dann auch "Vorsicht, Kinderschänder!"-Schilder an die Häuser montiert werden.

von Bruder_M - am 03.08.2015 13:12
Solche Probleme gab es früher nicht.
Je größer die Antenne, umso angesehener war man. :cool:

von Radio-DX - am 03.08.2015 13:21
Man wird heute schon als blöd angeschaut, wenn man keine Sat-Schüssel wie alle anderen Nachbarn sondern eine klassicshe Antenne montiert. Manche Nachbarn versuchen ein dann in eine Schublade zu stecken zwischen technich völlig hinter dem Mond bis sozialschwacher Asso. Es gibt dann mitleidsvolle Kommentare wie "Eine Sat Anlage kostet doch auch nur 100 Euro im Baumarkt..."

Daß da einfach nur der ORF kommt kann sicht heute niemand mehr vorstellen. Das erzähle ich auch nicht groß, geht die neugierigen auch nichts an :cool:

von raeuberhotzenplotz1 - am 03.08.2015 14:14
Zitat
raeuberhotzenplotz1
Am Ende geht es wahrscheinlich gar nicht um die "Strahlung" sondern es stecker etwas anderes dahinter...


Das glaube ich auch, weiß allerdings nicht, was genau dahintersteckt.

Meine Arbeitstheorie war mal: Da die Leute nie vor wichtigen Entscheidungen befragt werden und alles mögliche über ihre Köpfe hinweg entschieden wird, stürzen sie sich eben auf solche Dinge und werden zu Antennen-, Impf- und sonstwas-Gegnern.
Seit ich in der Schweiz lebe weiß ich, daß auch Leute, die zu allem möglichen befragt werden, fanatisch gegen Antennen, Impfungen und sonstwas vorgehen können.

Was ich sicher weiß: Beim Kampf Fachwissen vs. Esoterik gewinnt zuverlässig die Esoterik.

von 2-0-8 - am 03.08.2015 14:18
Ist ja klar. In der Esoterik kann man sich die Welt so basteln wie sie einem am besten passt. Physikalische Grenzen gibt es da nicht.

von Spacelab - am 03.08.2015 14:20
Aber es gibt doch Steine, Kupferspulen und Kräuter, die zuverlässig alle böse Strahlung aufsaugen. Man muss nur fest daran glauben.

von Wasat - am 03.08.2015 18:48
...und es gibt Orgonit.
Hilft sogar gegen Strahlung in Italien, bekanntlich besonders böse.
http://www.vzfdew.de/orgonit-expedition-italien2b.htm

von Christian_66 - am 03.08.2015 19:03
Zitat
Christian_66
...und es gibt Orgonit.
Hilft sogar gegen Strahlung in Italien, bekanntlich besonders böse.
http://www.vzfdew.de/orgonit-expedition-italien2b.htm


Ich weiß bei sowas nie, ob das nun gut gemachte Satire oder toternst gemeint ist.

von 2-0-8 - am 03.08.2015 19:36
A propos Orgonit, da fällt mir das hier ein: :-)

https://www.youtube.com/watch?v=S1hpmqB9KGE

Vielleicht sollte man elektromagnetische Energie auf esoterischer Ebene einfach etwas positiver verkaufen, dann gibt's auch keine negative Lobby gegenüber Funkamateuren mehr. ;-)

von Saarländer (aus Elm) - am 03.08.2015 20:15
Wie wäre es mit Aufklebern: "Ein Hertz für Funker"? :xcool:

von Bolivar diGriz - am 04.08.2015 08:49
Zitat
Spacelab
Der schlechte Witz an der Sache ist ja die in den meisten Fällen nicht von der Hand zu weisende Doppelzüngigkeit. Jeder will vollen UMTS Empfang bis ins letzte Kellerloch. Aber ein Mobilfunkmast in der Siedlung? Um Gottes willen! Bloß nicht!


Erinnert mich an diverse Ereignisse hier in der Nachbarschaft. Jeder will endlich eine Umgehungsstraße haben, damit der Stau vorbei ist - aber bloß nicht am eigenen Haus vorbei.
Jeder möchte einen Spielplatz direkt vor dem Haus, aber keine spielenden und Lärm produzierdenden Kinder.
Flüchtline sind hier auch bei jedem willkommen, den armen Menschen muß man ja helfen, aber bitte nicht in meiner Nachbarschaft.
Achja, um einen neuen Mobilfunkmast wird auch gerade prozessiert...
So sind die Leute halt.

Zitat
Bolivar diGriz
Bei Esoterikern und anderen Religioten sind sachliche Argumente völlig zwecklos.


Das ist richtig, wobei aber nach meiner Erfahrung die Esoteriker noch am harmlosesten sind. Als ich z.B. von ca. 25 Jahren meine este Kurzwellenantenne im Garten installiert hatte war das Grund dafür daß eine etwas esoterisch angehauchte Nachbarin in der ganzen Wohnung Kupferpyramiden zum Schutz aufgestellt hatte - ansonsten ließ sie mich jedoch in Ruhe.
Schlimmer waren zwei remitente Rentner ein paar Häuser weiter, bei denen war ich fortan immer der Schuldige wenn mal wieder etwas kaputt ging (Fernsehempfang gestört, Waschmaschine defekt, etc...) Die von mir angebotene Hilfe lehnten sie immer ab, stattdessen wurde jedes mal erst tagelang über mich in der ganzen Nachbarschaft geschimpft und geflucht, bis sie schließlich doch die Hilfe von einem Radio- und Fernsehtechniker aus der Nachbarschaft annahmen. Von diesem erfuhr ich anschließend dann immer die wahre Ursache: Einmal war der Antennenverstärker defekt, ein anderes mal der Fernseher selbst und für die defekte Waschmaschine konnte ich wirklich nichts...
Aus meinem Bekanntenkreis kenne ich einige ähnliche Geschichten.

Zitat
Radio-DX
Solche Probleme gab es früher nicht.


Ich glaube schon, ich glaube solche Probleme sind so alt wie die Menschheit selbst.
Ich habe vor einigen Jahren mal eine interessante Story zu diesem Thema gelesen wo der Autor einige Beispiele aus der Vergangenheit geschildert hatte.
Als z.B. die ersten Telegrafenleitungen über das Land verlegt wurden gab es auch massive Proteste seitens der Bevölkerung, und wenn mal wieder zufällig irgendwo in der Nähe der Blitz einschlug war das "moderne Teufelszeug" schuld daran. Ebenso als die ersten Eisenbahngleise verlegt wurden, da gaben dann auch überall plötzlich die Kühe keine Milch mehr. Die Ähnlichkeiten mit der aktuellen Elektrosmog-Hysterie sind teilweise schon frappierend.
Achja, und als die ersten Telefonverbindungen in Betrieb gingen gab es Wissenschaftler welcher behauptet hatten daß man vom Telefonieren wahnsinnig wird. Ob diese tatsächlich dieser Ansicht waren, oder ob sie nur auf der Gehaltsliste der bis dahin sehr erfolgreichen Telegrafiegesellschaften standen, ist nicht bekannt.
Auch damals schon gab es verschiedene Gruppierungen welche unterschiedliche Interessen verfolgten.

von Loger - am 04.08.2015 09:27
Zitat
Loger
Achja, und als die ersten Telefonverbindungen in Betrieb gingen gab es Wissenschaftler welcher behauptet hatten daß man vom Telefonieren wahnsinnig wird. Ob diese tatsächlich dieser Ansicht waren, oder ob sie nur auf der Gehaltsliste der bis dahin sehr erfolgreichen Telegrafiegesellschaften standen, ist nicht bekannt.


Wenn ich mir die ganzen Smartphonezombies in den Innenstädten und am Kfz-Steuer so ansehe, spricht allerdings einiges dafür, dass diese Theorie zutrifft. :bruell:

von Bolivar diGriz - am 04.08.2015 09:48
Zitat
Loger
Ich glaube schon, ich glaube solche Probleme sind so alt wie die Menschheit selbst.
Ich habe vor einigen Jahren mal eine interessante Story zu diesem Thema gelesen wo der Autor einige Beispiele aus der Vergangenheit geschildert hatte.
Als z.B. die ersten Telegrafenleitungen über das Land verlegt wurden gab es auch massive Proteste seitens der Bevölkerung, und wenn mal wieder zufällig irgendwo in der Nähe der Blitz einschlug war das "moderne Teufelszeug" schuld daran. Ebenso als die ersten Eisenbahngleise verlegt wurden, da gaben dann auch überall plötzlich die Kühe keine Milch mehr. Die Ähnlichkeiten mit der aktuellen Elektrosmog-Hysterie sind teilweise schon frappierend.
Achja, und als die ersten Telefonverbindungen in Betrieb gingen gab es Wissenschaftler welcher behauptet hatten daß man vom Telefonieren wahnsinnig wird. Ob diese tatsächlich dieser Ansicht waren, oder ob sie nur auf der Gehaltsliste der bis dahin sehr erfolgreichen Telegrafiegesellschaften standen, ist nicht bekannt.
Auch damals schon gab es verschiedene Gruppierungen welche unterschiedliche Interessen verfolgten.


Wobei es den umgekehrten Fall auch schon öfters gab: Man hat die Schädlichkeit erst viel später erkannt, siehe z.B. Asbest oder FCKW.

Aber diese Hetzjagd gegen Funkamateure ist wirklich absolut nicht gerechtfertigt. Jahrzehntelang haben Funkamateure sorgenlos ihrem Hobby nachgehen können, es hat niemanden interessiert. Und jetzt auf einmal gibt es massive Proteste. Kommt alles von den Medien würde ich sagen. Die Medien haben die letzten 10 bis 15 Jahre Stimmung gegen Mobilfunkstrahlung gemacht und das bekommen jetzt auch die Funkamateure zu spüren. In den Köpfen dieser Leute ist dann jede Antenne Teufelszeug.

von BetacamSP - am 04.08.2015 10:14
Die Satelliten Strahlung aus dem All erst, die kommt überall hin.
Muss mal an die Bild schreiben.
Wieviele vorhergesagte Weltuntergänge haben wir schon überlebt?

von pomnitz26 - am 04.08.2015 10:35
Ich denke zu einem großen Teil liegt das auch daran daß sich eben mit der Angst der Menschen sehr viel Geld verdienen läßt. Es ist schier unglaublich was es da heute an sogenannter "Fachliteratur" gibt und auch sonstiges Zubehör - von Edelsteinen über Textilien und Tapeten mit eingewebten Kupferdrähten bis hin zu irgendwelchen Apparaturen oder elektronischen Wundergerätschaften. Die - manchmal sicher duraus berechtigte - Angst einiger Zeitgenossen ernährt so manchen Scharlatan. Dazu kommt daß es heute eben über das Internet genügend Kommunikationsmöglichkeiten gibt (Diskussionsforen, dubiose Webseiten) wo sich die entsprechenden Gruppierungen zusammenfinden können - und wenn sie sich dann erst mal alle auf ein gemeinsames Opfer eingeschworen haben wird es für den Betroffenen (z.B. den Funkamateur) schnell problematisch. Erinnert mich manchmal ein bißchen an die Hexenjagd in der Vergangenheit - damals reichten rote Haare um als Hexe verbrannt zu werden, heute reicht irgendeine sichtbare Antenne.

Und wenn ich mir nur diese sogenannten "Baubiologen" ansehe - ein Begriff übrigens, welcher meines wissens nicht einmal geschützt ist... Als "Baubiologe" darf sich meines Wissens jeder bezeichnen, ohne dafür irgendwelche Kompetenzen nachweisen zu müssen!

Gut, ich will jetzt nicht einen ganzen Berufsstand verunglimpfen, es gibt sicher Ausnahmen. Es gibt hier im Ort z.B. einen Architekten welcher sich seriös (!) mit dieser Thematik befasst und seine Kunden z.B. bei der Auswahl schadstoffarmer Baustoffe berät, aber dieser ist meiner Erfahrung nach wohl eher eine Ausnahme. Was ich da schon an Geschichten gehört habe... Teilweise wirklich Haarsträubend!

von Loger - am 04.08.2015 10:49
Zitat
Bolivar diGriz
Wie wäre es mit Aufklebern: "Ein Hertz für Funker"? :xcool:

Oder einfach mit voller Ausrüstung nach Roßdorf fahren und einen Bandscan machen. Auf dem Bürgersteig, sofern vorhanden, vor den Häusern der Betreffenden. Und wir sind doch ein paar Leute dort aus der Region.
Es ist natürlich die Frage ob solche Muskelspiele für den Betroffenen hilfreich sind.

von Thomas (Metal) - am 04.08.2015 12:07
Gute Idee, für mich nur zu weit weg. ;)

Aber in der Tat wurden wir auch beim Scannen schon oft zwischen blöd und saublöd angelabert. Das geht von "Suche nach Raubvögeln/Wölfen" bis hin zur "Suche nach Steinbeißern", als wir am Turm in Rees am Rhein gescannt hatten. :D

Es geht aber auch noch bekloppter: Im Laden saß die Kassiererin auf dem Stuhl, während der Lichtstrahl (!) der schlampig aufgehängten Scannerpistole über ihren Körper zuckte. Eine Kundin konnte nicht glauben, dass das ungefährlich sei und meinte "wenn die Kassiererin schwanger wäre, würde sie sicher besser aufpassen mit so Strahlen." Da fällt einem wirklich nichts mehr ein. :bloed:

von Bolivar diGriz - am 04.08.2015 12:26
Die Schwangere soll einfach zur Beruhigung eine Rauchen und ein Glas Wein trinken.

von WiehengeBIERge - am 04.08.2015 12:30
Die optischen Strahlungen sind ja ohnehin das Allergefährlichste. Man stelle sich nur vor: Ein Sonnenstrahl fällt auf eine Antenne, wird reflektiert und strahlt dann geradewegs in das Auge des Betrachters. Je größer die Antenne, desto stärker ist natürlich die reflektierte Strahlung. Klar, dass das nicht gesund sein kann. Besonders in den Sommermonaten, in denen die Sonne sehr lange auf die Antennen strahlt. Wir dürfen uns diesen Wahrheiten nicht verschließen; bisher waren alle, denen das passiert ist, innerhalb von 100 Jahren tot!


Jetzt mal etwas ernsthafter: Wie hoch lagen denn eigentlich früher diese Grenzwerte, oder haben die sich nicht verändert. Meine Großeltern mussten vor einigen Jahren (oder Jahrzehnten) öfters unfreiwillig den Sendungen des Nachbarn lauschen, wenn sie fernsehen (oder wars radiohören?) wollten.

von Zwölf - am 04.08.2015 14:18
Die Grenzwerte haben sich nicht so wesentlich verändert, aber früher, als noch analog über Antenne gesendet wurde, waren die Empfangsanlagen empfindlicher gegenüber der Einstrahlung als heute. Bei sorgfältiger Installation ließen sich aber auch damals schon die Störungen vermeiden, die Sorgfalt gilt natürlich sowohl beim Fernsehkonsumenten, als auch beim Funkamateur oder CB-Funker mit seinem Nachbrenner.

von Bolivar diGriz - am 04.08.2015 15:35
Wie war das mit Einsteins Theorie zur Dummheit der Menschen...?
In Zeitlofs scheint es besten Anschauungsunterricht zu geben. Wahrscheinlich rennen die Leute, die diese Hetzplakate aufhängen, selbst die ganze Zeit mit Smartphone am Ohr rum...

von Peter Schwarz - am 05.08.2015 10:18
Ich habe mal eine Sendung zum Mobilfunkstandard 5 G im TV gesehen.
Viele Strahler, getarnt in Hausnummernschilder zum Beispiel, wesentlich näher am Konsumenten.
Werden die Bisherigen Mobilfunkmasten ergänzen/ ersetzen.
Verstecken Davor gibt`s dann nicht mehr. Die Strahlung erwischt uns dann endlich Alle....

Heute war um 8:15 Uhr MESZ ein Bericht im Schweizer Radio Thema " W-Lan calling " .
Dabei wird das Mobilfunkgerät im Bedarfsfall vom Handynetz auf W-Lan wechseln.
Man könnte auf Diese Weise im Ausland das Teure Roaming umgehen.

von RADIO354 - am 05.08.2015 21:20
Das ist auch meine Vision. Aber wie sagte Helmut Schmidt schon so schön: Wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen. ;-)

Der Umstand, dass man heute schon mit dem Smartphone bequem vom WLAN zum WWAN (GSM/UMTS/LTE) umschalten kann, zeigt ja, wohin die Reise geht. V.a. wenn man auch das zukünftige Internet der Dinge betrachtet.
Ein Funksystem auf WLAN-Niveau sorgt genauso gut für Konnektivität wie leistungsstärkere Funksender. Wenn jedes private WLAN als öffentlicher Hotspot nutzbar ist und zusätzlich Sender alle 50 m in jeder Straßenlaterne (innerorts) und in Leitplanken oder Leitpfosten (außerorts) eingebaut werden, hat man eine großflächige Bestrahlung mit lauter 100 mW Sendern. Ohne dass die Funkallergiker was davon sehen.
Leistungsstärkere Standorte werden dann nur noch für die Pampa zwischen drin benötigt.

Das macht außerdem Ortungsdienste noch effizienter und, ääääh ja, gleichzeitig jeden von uns noch leichter zu überwachen.
Ich glaub', ich mach doch noch meine Amateurfunklizenz. ;-)
Für alle Fälle.

von Saarländer (aus Elm) - am 06.08.2015 19:39
Ist ja auch praktisch wenn man da wohnt. Dann kann man sich einen Internetvertrag sparen. (Wenn man nicht den Anspruch hat, besonders schnell serven zu wollen)

von Zwölf - am 06.08.2015 19:54
Hi , ein schöner Spaß : WLAN - "Antennen im Eigenbau: aus Abfall, Baumarkt- und Verpackungsmaterial " :
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Antennen-im-Eigenbau-aus-Abfall-Baumarkt-und-Verpackungsmaterial-2853993.html
und Outdoor : http://www.heise.de/make/artikel/Outdoor-Dosenantenne-2835310.html

von SpaßmitRadio - am 26.10.2015 07:35
Diese Antennen hab ich damals an ein 2,4GHz Video Empfänger und am Sender verwendet.
Damit hab ich ein Störungsfreies Stabiles Farbbild hinbekommen.

Vorstellbar wäre auch die Nutzung bei Bluetooth um die reichweite zu erhöhen.
Eigentlich kann man diese Antennen mit allen Geräten die auf 2,4 GHz Funken verwenden um deren Reichweite zu erhöhen.

Für das 700MHz LTE müsste man umgebaute UHF Yagiantennen mit extremen gewinn verwenden lassen.
Hier braucht man normal nur den Balun im Anschlußkasten durch eine entsprechende Umwegleitung ersetzen.

von _Yoshi_ - am 26.10.2015 16:36
Frage was ist mit der Sateliten stralung das sind doch Mikrowellen sind sie für die Erderwärmung verantwortlich:angry:

von Markusbehm - am 27.10.2015 19:55
Leider nein, trotz Schüssel am Dach müssen wir trotzdem mit Öl heizen. :-(

von elchris - am 27.10.2015 21:02
Zitat
Markusbehm
Frage was ist mit der Sateliten stralung das sind doch Mikrowellen sind sie für die Erderwärmung verantwortlich:angry:


Die Astra-Satelliten z.B. haben eine Transponderleistung von je 45W (1A) bis 140W (1L). Bei einem Footprint welcher mindestens ganz Europa abdeckt bleibt da pro Quadratmeter Erdoberfläche nicht mehr viel Leistung übrig um irgendetwas auch noch zu erwärmen.

von Loger - am 28.10.2015 07:32
Zitat
Loger

Die Astra-Satelliten z.B. haben eine Transponderleistung von je 45W (1A) bis 140W (1L). Bei einem Footprint welcher mindestens ganz Europa abdeckt bleibt da pro Quadratmeter Erdoberfläche nicht mehr viel Leistung übrig um irgendetwas auch noch zu erwärmen.


Ausser man steht neben einer SNG, welche Endstufenleistungen bis 500W haben!

von MPDX - UnterkärntenDX - am 28.10.2015 08:53
Zitat
Saarländer (aus Elm)
Ein Funksystem auf WLAN-Niveau sorgt genauso gut für Konnektivität wie leistungsstärkere Funksender. Wenn jedes private WLAN als öffentlicher Hotspot nutzbar ist und zusätzlich Sender alle 50 m in jeder Straßenlaterne (innerorts) und in Leitplanken oder Leitpfosten (außerorts) eingebaut werden, hat man eine großflächige Bestrahlung mit lauter 100 mW Sendern. Ohne dass die Funkallergiker was davon sehen.

Wir haben hier bereits zwei Hotspots (Telekom und vodafone) und gefühlt mehr als zehn weitere WLAN-Netze aus der Nachbarschaft, die geloggt werden können.

von B.Zwo - am 28.10.2015 09:02
Zitat
MPDX - UnterkärntenDX - OE8MPR
Ausser man steht neben einer SNG, welche Endstufenleistungen bis 500W haben!


Die Strahlen aber in Richtung Weltraum und heizen dabei höchstens den Satelliten auf, auf welchen sie ausgerichtet sind :D

von Loger - am 28.10.2015 12:26
Außer man hält seine Rübe vor die Antenne um die Warnhinweise darauf zu lesen :hot:

von Marc_RE - am 28.10.2015 13:28
So ein Mist, Eis auf meinem Multytenne LNB. Die ganze Nacht die Mikrowellen durchgebrannt und das Eis geht nicht weg, es hat sich überhaupt nichts getan und das bei -1 Grad Kälte. Betroffen ist 13 Grad Eutelsat, irgendwie etwas schwach. Der Rest vom LNB ist wenigstens frei. Beim 28,5 Grad Astra hilft das beste Wetter nicht mehr seit der Europabeam so dermaßen ausgedünnt wurde. Ein paar lohnenswerte Programme hat man mir dennoch gelassen.

von pomnitz26 - am 01.03.2016 08:18
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.