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Digitalradio: Langsam sortiert sich der Markt

Startbeitrag von Alqaszar am 04.08.2015 13:09

Radio hören "ohne UKW" wird offenbar immer beliebter. Ein Eckdatum aus diesem Artikelm spricht von einem weitesten Hörerkreis von 4,1 Millionen für Webradio. Knapp dahinter dürfte derzeit DAB+ liegen, wenn man die Zahlen interpretiert.

Der klasssiche UKW-Rundfunk ist zwar noch die cashcow, verliert aber an Boden.

Internetradio gewinnt stark, was wohl auch am sehr großen Angebot sowie an den neuen Streamingdiesnten liegen dürfte. Letztlich ist es aber auch nicht verwunderlich, wenn die von UKW bekannten Sender hier noch die größten Brocken abbeißen.

DAB+ hat zwar ein kleineres Programmangebot, glänzr aber dadurch, dass der Empfang kostenlos ist. Letztlich arbeitet auch hier die Zeit fleißig mit.

Was folgt daraus: Der Markt sortiert sich. Das geschieht derzeit noch relativ langsam, aber doch mit zunehmender Sicherheit. Was DAB+ betrifft: Es wird immer deutlicher, das technokratischer Aktionismus und die Brechstangenpolitik, welche sich vor allem durch die Diskussion um eine UKW-Abschaltung niederschlägt; eher schaden als nutzen. Als abschreckendes Beispiel sei hier Schweden zu nennen, wo das System auf diese Weise fast vernichtet wurde.

DAB+ hat seine Stärken, die es im Konzert der Systeme ausspielen kann. Ein Radio, das heute verkauft wird, sollte aber alles beherrschen: UKW, DAB+, Internet.

So also sortiert sich der Markt, ohne dass die seit 20 Jahren geführte Diskussion zwischen den DAB-Inquisitoren und den DAB-Heretikern auch nur irgend eine Auswirkung auf die Wirklichkeit gehabt hätte.

Das finde ich beruhigend und gut.

Antworten:

Laut der letzten Goldmedia Webradio Analyse hat Radio über Internet stark abgebaut. Dafür hätten Streamingdienste nahezu unglaubliche Wachstumsraten hingelegt. Bei der audimark Analyse scheint man das in einem Topf geworfen zu haben. Das macht eigentlich fast jeder bzw. die Fragestellung ist zu ungenau. Goldmedia differenzierte hier sehr genau. Bei der Umfrage zur Webradionutzung von Trendresearch bei der ich auch mitgemacht habe, hat man hingegen lineares Radio und Streamingdienste ganz absichtlich zusammen gewürfelt. Und da kamen dann auch beträchtliche Zuwachsraten für Webradio heraus. Genau wie bei audiomark. Was allerdings alle Umfragen gemeinsam haben ist das Ergebnis das UKW sehr stark abgebaut hat.

von Spacelab - am 04.08.2015 13:28
Zitat
Alqaszar
Ein Radio, das heute verkauft wird, sollte aber alles beherrschen: UKW, DAB+, Internet.

So also sortiert sich der Markt, ohne dass die seit 20 Jahren geführte Diskussion zwischen den DAB-Inquisitoren und den DAB-Heretikern auch nur irgend eine Auswirkung auf die Wirklichkeit gehabt hätte.

Das finde ich beruhigend und gut.


Ich finde es so wie es jetzt ist schon genau richtig. Wer ein Radio kauft, entscheidet selber, wozu er es benoetigt. Hat schliesslich erhebliche Auswirkungen auf den Kaufpreis. Ich selber habe kein Internetradio sondern nur DAB+ Radios, die auch UKW koennen. Wobei ich aber UKW in Hamburg nie nutze.

Das der Markt das mit der UKW Abschaltung ganz von alleine regelt ist in der Tat schon zu beobachten. Bin gespannt, wieviel UKW Hoerer der UKW Markt fuer dessen Aufrechterhaltung benoetigen wird, insbesondere in der Flaeche ausserhalb der Ballungszentren. Fuer DAB+ hat der VPRT Zahlen genannt (6 Millionen oder so), fuer UKW noch nicht.

von Nordlicht2 - am 04.08.2015 13:49
Zitat
Alqaszar
Internetradio gewinnt stark, was wohl auch am sehr großen Angebot sowie an den neuen Streamingdiesnten liegen dürfte.


Ich denke nicht dass man das vermischen sollte. Ein Netzradio ist kein Streamingdienst, und ein Streamingdienst kein Netzradio.

Zitat
Alqaszar
DAB+ hat seine Stärken, die es im Konzert der Systeme ausspielen kann. Ein Radio, das heute verkauft wird, sollte aber alles beherrschen: UKW, DAB+, Internet.


Für zuhause gibt es bereits Radios mit DAB+ und UKW die auch über WLAN auf Netzradios zugreifen können. Aber für unterwegs?

von FrankSch - am 04.08.2015 16:47
Zitat
Alqaszar
Radio hören "ohne UKW" wird offenbar immer beliebter. Ein Eckdatum aus diesem Artikelm spricht von einem weitesten Hörerkreis von 4,1 Millionen für Webradio. Knapp dahinter dürfte derzeit DAB+ liegen, wenn man die Zahlen interpretiert.


Toll interpretiert. Zu dab+ steht im verlinktem Text nix.
Webradio hat heute schon 8-10x mehr Nutzer als dab+, auch ist das Wachstum (nicht in Prozent, sondern zahlenmäßig bei den aktiven Nutzern) höher, der Abstand zu dab+ wird also größer.

von vossi68 - am 04.08.2015 16:58
Weder die Pro noch die Contra Fraktion hat hier auch nur halbwegs belastbare Zahlen was die DAB+ nutzung angeht. Wir können hier nur über Webradio sprechen und vielleicht noch darüber das UKW auf dem absteigenden Ast ist. Deshalb gehört das Thema hier auch eindeutig ins Radioforum.

von Spacelab - am 04.08.2015 17:09
Was wird hier eigentlich unter dem Wort "sortieren" verstanden? Für mich hat das eher etwas Abschließendes als etwas Aufbrechendes...

von Zwölf - am 04.08.2015 17:56
Erinnerst du dich an den Videokrieg in den Siebzigern und Achtzigern des vorigen Jahrhunderts? Es hat gedauert, bis endlich klar war, welches Sytem sich am Markt etablierte. Im Heimbereich war es VHS, im Profibereich eher Betacam. Bis sich da die Spreu vom Weizen sortiert hat...

von Alqaszar - am 04.08.2015 18:03
Damals habe ich noch nicht gelebt und ich kenne das Sprichwort mit "getrennt" statt "sortiert" (wenn es in dem Fall auch aufs gleiche rauskommt), ich finde aber, dass das Beispiel eher meine Interpretation stützt. Für mich klingt die Überschrift nach wie vor einfach nach "Langsam zeigt sich, welche Technik sich durchsetzen wird", wovon man aber meilenweit entfernt ist, angesichts von nur 4,1Mio. Hörern im Weitesten Hörerkreis (innerhalb von 2 Wochen min. einmal genutzt, oder was?). Man ist derzeit immernoch eher damit beschäftigt, überhaupt erst Chaos herzustellen, als dass man schon groß was sortieren könnte.

Laut der MA hat Radio insgesamt einen Weitesten Hörerkreis von 66,5 Mio. Hörern. Wie viele davon nur über Internet hören ist relativ egal, da selbst die 4,1 Mio. vergleichsweise Peanuts sind.

von Zwölf - am 04.08.2015 18:38
Ich kann nicht nachvollziehen wie man in einer Zeit , wo die DAB+ Abdeckung so miserabel ist, schon von UKW Abschaltung reden kann. Zudem ist der Klang von Ukw in den meisten Fällen erträglicher als der DAB Klang.

Eine UKW Abschaltung wird/darf in nächster Zeit nicht kommen.
DAB+ ist was Abdeckung und Klang angeht derzeit nur enttäuschend. Da wird noch viel Zeit ins Land gehen bis es UKW endgültig ablösen kann.

Wenn ich solche Texte über Statistiken und Prognosen lese denke ich immer, nun lasst mal die Kirche im Dorf.

von Diddi123 - am 04.08.2015 21:30
Zitat
Diddi123
Ich kann nicht nachvollziehen wie man schon von UKW Abschaltung reden kann. Zudem ist der Klang von Ukw in den meisten Fällen erträglicher als der DAB Klang.
Eine UKW Abschaltung wird/darf in nächster Zeit nicht kommen.


In den Punkten gebe ich dir recht. Vor 2025 wird UKW aber sowieso nicht abgeschaltet.

Zitat
Diddi123
DAB+ ist was Abdeckung und Klang angeht derzeit nur enttäuschend. Da wird noch viel Zeit ins Land gehen bis es UKW endgültig ablösen kann.


Die Abdeckung ist doch mittlerweile richtig gut! Einzig der Nord-Osten hat große Versorgungslücken und die werden in den kommenden Jahren noch geschlossen.

von DX OberTShausen - am 04.08.2015 21:50
Zitat
Alqaszar
Erinnerst du dich an den Videokrieg in den Siebzigern und Achtzigern des vorigen Jahrhunderts? Es hat gedauert, bis endlich klar war, welches Sytem sich am Markt etablierte. Im Heimbereich war es VHS, im Profibereich eher Betacam. Bis sich da die Spreu vom Weizen sortiert hat...


OT:

"Gewonnen" hat (im Heimbereich) damals leider das schlechteste System...

von UM74 - am 04.08.2015 23:42
Früher habe ich nur aus kindlicher Neugierde von UKW auf die „MW“-Taste gedrückt. Da kam aber nur wenig Interessantes.

Heute schalte ich manchmal aus Neugier von WLAN auf DAB um. Da kommt aber nur wenig Interessantes.

von brouillage - am 05.08.2015 00:14
Zitat
Alqaszar
Erinnerst du dich an den Videokrieg in den Siebzigern und Achtzigern des vorigen Jahrhunderts? Es hat gedauert, bis endlich klar war, welches Sytem sich am Markt etablierte. Im Heimbereich war es VHS, im Profibereich eher Betacam. Bis sich da die Spreu vom Weizen sortiert hat...


Gegenbeispiel: Erinnerst du dich an den Krieg Langspielplatte 33 UPM gegen Langspielplatte 45 UPM? In der Tat wurde anfangs die Single als Konkurrenz zur LP vermarktet, nicht als Nachfolger der Normalplatte mit 78 UPM. Durchgesetzt hat sich letztendlich beides, aber erst als die 45er als Single zum Nachfolger der Schellackplatte erklärt wurde, von einer Ablösung der 78er Platte war Anfangs keine Rede. (In den 1950ern konnten praktisch alle Plattenspieler alle drei Systeme abspielen.) Der Vorteil der Single waren die geringeren Herstellungskosten, der bessere Klang und die geringere Größe. Ähnlich kann es beim Radio auch laufen: Internetradio und DAB+ parallel nebeneinander. Die Stärke des Internets sind Streaming-Angebote, während bei DAB+ die Stärke in der Mobilität und der lokalen Information liegt, also genau wie bei UKW. Damit DAB+ eine Chance hat, muss es also zunächst das UKW-Angebot spiegeln. Was nutzen die "Mehrwerte", die das Internet weitaus besser bieten kann, wenn das "Normalangebot" fehlt? Ähnlich wie die 45er Schallplatte keine Alternative zur 33er Platte ist, weil einfach die Spielzeit fehlt, ist DAB+ keine Alternative zum Internet, weil es nicht annähernd soviel Mehrangebot bieten kann. Man sollte sich lieber auf die Stärke (lokales Angebot, mobile Verfügbarkeit) konzentrieren, als in einem Wettbewerb mitzuhalten, wo es nur verlieren kann.

von Bolivar diGriz - am 05.08.2015 06:31
>> Man sollte sich lieber auf die Stärke (lokales Angebot, mobile Verfügbarkeit) konzentrieren, als in einem Wettbewerb mitzuhalten, wo es nur verlieren kann.

von Manfred Z - am 05.08.2015 06:56
Ich verstehe die ganze Diskussion hier nicht. Es geht weder darum UKW abzuschalten, noch DAB, und das Internetradio Zuwächese verzeichnet ist doch klar. Immer mehr spielt sich auf dem Smartphone und PC/ Tablet ab. Allerdings gewinnt DAB+ auch dazu. Im Schnitt ca. 1 Millon neue Hörer jedes Jahr. Also auch ein Markt mit deutlichem Wachstumspotenzial. Natürlich geht das auf Dauer zu Lasten von UKW, aber das System wird sich noch sehr lange halten und wenn wirklich mal die Abschaltung konkret wird, dann kann, zum jetzigen Zeitpunkt, nur DAB der legitime Nachfolger werden, da das Internet im mobilen Bereich nicht das klassische broadcasting ablösen kann, weil dafür gar nicht die Kapazitäten da sind und es auch keine "echten" Flatrates ohne Drosselung gibt und auch in absehbarer Zukunt nicht geben wird.

Schauen wir doch mal in den TV-Bereich. Dort gibt es SAT, Kabel, Internetstreaming und DVB-T.
KEINER käme auch die Idee zu sagen, schaltet doch Kabel, SAT und DVB-T ab, weil es gibt ja Internet. Ähnlich sehe ich das beim Radio auch. Die nächsten Jahre werden alle Übertragungswege noch einträchtig nebeneinander existieren und was in 10 Jahren ist, wer will heut schon darüber spekulieren.

von zerobase now - am 05.08.2015 07:48
:spos:

Das ganze Thema wird mal wieder komplett als Pro & Contra DAB Spielwiese benutzt. Dabei wird das in der Analyse um die es geht mit keinem einzigen Wort erwähnt. :rolleyes:

von Spacelab - am 05.08.2015 07:52
Richtig. Der Artikel dreht sich primär um den schwindenden Anteil des klassischen UKW-Radios zugunsten digitaler Medien (DAB+, Webradio UND Streamingdienste) und NICHT um die x-te technische "Entweder-Oder-Diskussion".

von Wrzlbrnft - am 05.08.2015 09:29
Ich finde es ja eher mal diskussionswürdig das man zunehmend einfach Webradio und Streamingdienste zusammen wirft. In meinen Augen sind das zwei ganz unterschiedliche paar Schuhe und gehören nicht zusammen in einen Topf geworfen. Auch wenn man mit dem boomenden Streamingmarkt die Zahlen sehr schön aufhübschen kann.

von Spacelab - am 05.08.2015 09:42
Zitat
Spacelab
Weder die Pro noch die Contra Fraktion hat hier auch nur halbwegs belastbare Zahlen was die DAB+ nutzung angeht. Wir können hier nur über Webradio sprechen und vielleicht noch darüber das UKW auf dem absteigenden Ast ist. Deshalb gehört das Thema hier auch eindeutig ins Radioforum.


Ist es nicht endlich an der Zeit, dass ein unabhängiges Marktforschungsinstitut eine verlässliche Erhebung startet, um zu ermitteln, wie viel Prozent der Radiohörer DAB+ tatsächlich als Empfangsweg nutzen?
Seit Jahren wird ausschließlich mit Schätzungen argumentiert, die teils extrem weit auseinandergehen, je nachdem von wem die Zahlen stammen.

Entscheidend sind zudem nicht nur die Verkaufzahlen von DAB-Geräten, sondern die Zahl der DAB-Hörer, ich kann mir nämlich gut vorstellen, dass es durchaus nicht wenige gibt, die zwar ein Radio kaufen das DAB-tauglich ist, dieses aber fast ausschließlich für den UKW-Empfang nutzen.

Dass der analoge UKW-Rundfunk den Bach runtergeht, wundert mich nicht, siehe die Umstrukturierungen bei RTL Radio und Harmony FM. Bin gespannt, wie lange es dauert, bis die Radio Group als erste der größeren Privatfunk-Anbieter offiziell Insolvenz anmelden wird.

von Wellenjaeger - am 05.08.2015 10:27
Ich sehe hier auch eher, wie bei Bewegtbildmedien, die Konkurrenz zwischen klassisch linearem Angebot und On-Demand-Angeboten. D.h., Webradio/DAB+/UKW/DVB-x/HDRadio/AM/Bla auf der einen Seite, Abrufdienste auf der anderen Seite. Die Art der Datenübertragung ist schlußendlich nur ein technisches Detail. Das mag zwar durchaus wichtig sein (Nutzbarkeit, Wirtschaftlichkeit, etc), aber ist nicht primäres Systemmerkmal.
Analog vs Digital ist hier der "falsche" Kriegsschauplatz.
Schließlich konkurrierten auch schon zu Analogzeiten Videotheken mit Fernsehsendern. Nur, dass damals die Bandbreite der Verteilsysteme nicht ausreichte, um den Gang zur Videothek zu ersetzen ;-).

von DH0GHU - am 05.08.2015 10:29
Ich denke auch das es in erster Linie egal ist ob das Radioprogramm jetzt Digital oder Analog zum Hörer kommt. Das eigentliche Problem dürfte der immer weiter voranschreitende Zerfall des linearen Radios zu sein. Es scheint als seien die Streaminganbieter gerade zur richtigen Zeit gekommen und die Hörer nehmen das als Alternative zum normalen immer hohler werdenden linearen Radio gerne an. Das lineare Radio schaufelt sich doch sein eigenes Grab. Und da brauchen die Programmverantwortlichen keinem anderen die Schuld in die Schuhe zu schieben.

von Spacelab - am 05.08.2015 10:56
Ist es denn so, dass sie ihr Grab schaufeln? Für "special Interest" im Musikbereich ist ein Streamingdienst immer dem lienaren Radio überlegen, weil er sehr kundenspezifisch ist (Großes ABER: wie lerne ich einen "neuen" Bereich kennen, wenn ich immer nur "meinen" Bereich streamen lasse?). Zumindest aus Anbietersicht!
Linear *müssen* nur hochgradig aktuelle Inhalte sein: Boulevardgeschwalle, Wetter, Nachrichten, Verkehr, Hörerinteraktion...
Aus dieser Sicht machen die Radio-Platzhirsche alles richtig.

Dazwischen gibts noch die "Kunden" mit dem erwähnten "Aber"... - da ist einfach die Frage, ob die wirtschaftlich bedient werden können....

von DH0GHU - am 05.08.2015 11:09
Anstatt die Entwicklung immer nur mit Contra DAB+ Argumenten zu kommentieren, sollte man damit anfangen zu hinterfragen, warum immer weniger Leute UKW Programme einschalten und stattdessen auf Streamingdienste, DAB+ oder die eigene Musiksammlungen aus der Konserve zurueckgreifen. Nun ist ja Grillzeit und ich war diesen Sommer noch auf keiner Party, wo ein UKW Programm als Musikquelle ausgewaehlt wurde, dafuer aber auslaendische Webradios, Streaming, Konserve und DAB+ Programme. Das sollte den Radiomachern zu denken geben. Vielleicht ist die einzige Moeglichkeit, ihr ueberleben zu garantieren, dann doch die Aufschaltung auf DAB+ und zeitgleich eigene Streamingdienste / weitere Webradios zu starten. Immer so zu tun als wollen 'die Privaten' auf Ewig an UKW festhalten bringt nichts.

von Nordlicht2 - am 05.08.2015 11:17
Zitat
Wellenjaeger


Entscheidend sind zudem nicht nur die Verkaufzahlen von DAB-Geräten, sondern die Zahl der DAB-Hörer, ich kann mir nämlich gut vorstellen, dass es durchaus nicht wenige gibt, die zwar ein Radio kaufen das DAB-tauglich ist, dieses aber fast ausschließlich für den UKW-Empfang nutzen.


Das würde zwar keinen Sinn machen, aber natürlich ist auch klar, dass DAB nicht komplett UKW abbildet. Genauso kann man aber auch argumentieren, dass jemand der sich vielleicht mal ne App runtergeladen hat nicht unbedingt jetzt Stammhörer ist. Vielleicht hat er 2-3mal reingehört und dann festgestellt, dass sein Datenvolumen viel zu schnell weg war und die App wieder gelöscht. Trotzdem wird diese Person aber sicherlich jetzt als Internetradio Hörer mitgezählt.

von zerobase now - am 05.08.2015 11:21
Zitat
Wellenjaeger
Zitat
Spacelab
Weder die Pro noch die Contra Fraktion hat hier auch nur halbwegs belastbare Zahlen was die DAB+ nutzung angeht. Wir können hier nur über Webradio sprechen und vielleicht noch darüber das UKW auf dem absteigenden Ast ist. Deshalb gehört das Thema hier auch eindeutig ins Radioforum.


Ist es nicht endlich an der Zeit, dass ein unabhängiges Marktforschungsinstitut eine verlässliche Erhebung startet, um zu ermitteln, wie viel Prozent der Radiohörer DAB+ tatsächlich als Empfangsweg nutzen?
Seit Jahren wird ausschließlich mit Schätzungen argumentiert, die teils extrem weit auseinandergehen, je nachdem von wem die Zahlen stammen.

Entscheidend sind zudem nicht nur die Verkaufzahlen von DAB-Geräten, sondern die Zahl der DAB-Hörer, ich kann mir nämlich gut vorstellen, dass es durchaus nicht wenige gibt, die zwar ein Radio kaufen das DAB-tauglich ist, dieses aber fast ausschließlich für den UKW-Empfang nutzen.


Was ist denn für dich ein "unabhängiges" Marktforschungsinstitut? Ist das z.B. TNS Infratest, die für die BLM die Funkanalyse Bayern durchführt? Dann gibt es die entsprechenden Zahlen schon. Dort ist auch aufgeführt, wie viele Personen DAB nicht oder so gut wie nicht nutzen, obwohl sie ein entsprechendes Gerät besitzen: Es sind 1,7% der bay. Bevölkerung. (Zum Vergleich: bei Internetradio sind es 60,8%) Bei "seltener als einmal die Woche" steht es 0,4%:4,5%. Bei Nutzung min. 6 Mal die Woche steht es 4,2%:3,4%
Ich frage mich, weshalb man die MA in Sachen Digitalradio nicht ähnlich aufbaut wie die FAB.

PS: Statistisch gesehen kann man nur schätzen. Wie nahe diese Schätzungen an der Wirklichkeit liegen, hängt z.B. von Stichprobengröße und der methodischen Korrektheit ab.

Zu den Streamingdiensten: Die sind in meinen Augen keine Radioprogramme; wenn man die mit aufnimmt, dann bitte auch Playlists am PC, MP3-Player-Musik, CD-hören und Podcast-Nutzung mit aufnehmen. Dann aber nicht wundern, wenn die Marktanteile des linearen Radios dramatisch absacken.

von Zwölf - am 05.08.2015 11:27
Neues entdecken kann man bei den Streamingdiensten ohne Ende. Spotify, Deezer und wie sie alle heißen haben erstklassige Musikreaktionen. Und selbst wenn ich die Software meinen Musikgeschmack abschätzen und mir was vorspielen lasse ist die Trefferquote wesentlich höher als bei jedem linearen Radioprogramm das ich empfangen kann.

Und ja, ich bin fest davon überzeugt das die Radiomacher dabei sind ihr eigenes Grab zu schaufeln. Das beweisen ja alle Umfragen zu dem Thema. Das ist auch der einzige Punkt in dem sich alle Erhebungen einig sind. Den UKW Programmen laufen die Hörer weg.

Irgendwie stinken diese ganzen Umfragen doch alle wie eine Mülldeponie in der Sommersonne. Ich wurde bei so einer Umfrage mal gefragt "Haben Sie in den letzten 12 Monaten einmal Radio über das Internet gehört?" Egal wie lang, egal wie oft... Und zack wird man schon als Webradiohörer gezählt.

Wie viele Leute tatsächlich die DAB Funktion an ihrem Radio nutzen ist für die Industrie egal. Denn dort hat man ja schon einen Fuß in der Tür. Diese Radiobesitzer sind "DAB ready" und müssen nur noch, wie auch immer, zum drücken der DAB Taste bewegt werden. Deshalb gibt es auch immer wieder Zahlen zu den Geräteverkäufen aber kaum welche zur tatsächlichen Nutzung.

von Spacelab - am 05.08.2015 11:37
Laufen den UKW-Programmen denn nun die von mir beschriebenen Zielgruppen dieser "aktuellen" Inhalte weg, oder nur die "Special-Interest"-Hörer? Ist es vielleicht sogar kalkuliert, dass sie sagen: "Lieber nur 3/4 der Einnahmen mit absoluten Low-Cost-Programmen, der Rest weg zu den Streamingdiensten, die bringen uns eh nix als Aufwand"? Eine Dumpfbacke vorm Mikrofon, die Dünnbrettwitze reißt und halbwegs fehlerfrei Verkehrsmeldungen vorliest, eine vom Dienstleister gelieferte Playlist sowie Nachrichten - fertig ist der messentaugliche Hitdudler. Kein teurer Musikredakteur, keine Recherchen zu Musikthemen, ... Aufwand machen nur noch Kultur (eh nicht werbefinanziert), Informationen (teilwerbefinanzierte ÖR-Nachrichtenrotierer oder DLF); Gebiete, die die Kommerziellen eh nicht besetzen. Du schreibst ja selbst, dass für alles andere die Streamingdienste wesentlich "besser" passen.

Nicht dass ich es gut fände, aber ich habe den Eindruck, es ist so. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht ist der Gewinn die weit wichtigere Größe als der reine Umsatz.

Ich bin mal ganz böse: Lineares Radio würde auch funktionieren nur mit:
- Hitradio-D_für_IQ>100
- Hitradio-D_für_IQ

von DH0GHU - am 05.08.2015 12:07
Die digitale Verschmelzung wird weiter fortschreiten, der UKW-Anteil bei akkustischen Medieninhalten kontinuierlich (wenn auch langsam!) schrumpfen. Allerdings würde ich zwischen Musikstreamingdiensten und übrigen nonlinearen On-Demand-Angeboten gar nicht mehr so sehr unterscheiden. Spotify kündigte ja erst vor einigen Wochen an, künftig auch Inhalte von Deutschlandfunk und anderen Anbietern zur Verfügung zu stellen. Und z.B. mit "A State of Trance" sind auch schon seit längerem ganze Musiksendungen über Spotify verfügbar. Dieser Anteil wird in nächster Zeit weiter steigen. Da wir alle nur zwei Ohren gleichzeitig zum Konsum dieser Inhalte haben, wird dies auf Kosten linearer Inhalte gehen - ob analog oder digital verbreitet.

von Wrzlbrnft - am 05.08.2015 12:11
@DH0DHU,
das wird auch so funktionieren, wie du es beschreibst. Hitdudler werden auch weiterhin gehoert werden. Nur werden die besagten Hitdudler andere als die jetzt auf UKW sendenden Hitdudler sein, wenn diese den zukuenftigen Radiomarkt anderen ueberlassen. Hinzu kommt, dass die UKW Verbreitungskosten nicht sinken koennen um die Rueckgaenge der Werbeeinahmen auf Grund von weniger Hoerern zu kompensieren. Allzu lange koennen sie das nicht machen. Ich sehe es daher eher so wie Spacelab, die aktuellen UKW Hitdudler schaufeln sich ihr eigenes Grab, wenn sie nicht bald gegensteuern. Und wie gesagt, Regiocast macht es vor, wie man auch in Zukunft einen ausreichenden Marktanteil haben kann. Ueber terrestrisches DAB+ haben sie zukuenftig mindestens 4 Programme mehr im Rennen als heute auf UKW.

von Nordlicht2 - am 05.08.2015 12:19
Zitat
DH0GHU
Ist es vielleicht sogar kalkuliert, dass sie sagen: "Lieber nur 3/4 der Einnahmen mit absoluten Low-Cost-Programmen, der Rest weg zu den Streamingdiensten, die bringen uns eh nix als Aufwand"? Eine Dumpfbacke vorm Mikrofon, die Dünnbrettwitze reißt und halbwegs fehlerfrei Verkehrsmeldungen vorliest, eine vom Dienstleister gelieferte Playlist sowie Nachrichten - fertig ist der messentaugliche Hitdudler. Kein teurer Musikredakteur, keine Recherchen zu Musikthemen, ...


Ein interessanter Gedanke!
Wenn ich an die inhaltlichen Veränderungen bei RTL Radio denke, scheint er gar nicht so abwegig zu sein: Ich habe nie verstanden, wie die mit dem neuen Programm einen großen Teil ihrer Stammhörer vergraulen können, während sie gleichzeitig auf eine Zielgruppe setzten, die die geringste Affinität zum klassischen linearen Rundfunk aufweist. Auf den ersten Blick ist so ein Vorgehen total widersinnig.

Zitat
DH0GHU
Du schreibst ja selbst, dass für alles andere die Streamingdienste wesentlich "besser" passen.


Ich sehe hier drei Probleme:

  1. Die Ansprache durch einen Moderator, - das Alleinstellungsmerkmal des Radios -, fehlt. Die Menschen möchten nicht nur Musik hören, sondern angesprochen werden.
  2. Die Nutzung ist aufwendiger und komplizierter; für's Radio gilt: Einschalten=>spielt
  3. Um auf Streamingdienste zugreifen zu können, ist ein Internetzugang erforderlich. Für einen mobilen Gebrauch aufgrund einer schlechten Abdeckung mit drahtlosem Internet gerade in ländlichen Regionen und überteuerten Volumentarifen sind diese daher eher ungeeignet.


von Wellenjaeger - am 05.08.2015 12:37
Na dass das keine Hindernisse sind zeigen ja die aktuellen Zahlen. Vor allem die redaktionell betreuten Playlisten kann ich auch vorab schon im WLAN herunterladen. Auch das von den Radiomachern immer wieder angeführte Killerargument der "schnellen regionalen Infos" scheinen den Hörern zunehmend pups egal zu sein.

von Spacelab - am 05.08.2015 12:47
Einen Grund wird es aber haben, warum 80s80s und pure fm z.B. extra Nachrichten, Wetter und tlw. Verkehr fuer die Region Hamburg machen. So sind sie vollwertiges Radio fuer die Region aber mit Musik nur fuer eine bestimmte Zielgruppe / Werbegruppe. Das ganze kostenguenstig aus der nicht ortsansässigen Zentrale produziert (wie auch schon bei RC auf UKW) Da scheinen sich einige Programmanbieter doch schon ausgiebig Gedanken gemacht zu haben. Sicher unter Heranziehung von Erkenntnissen nicht oeffentlicher Marktanalysen. Ich vermute mal auch, man moechte sich von einfachen Webplaylisten unterscheiden und eben doch Radio sein.

von Nordlicht2 - am 05.08.2015 14:06
Zitat

Die Ansprache durch einen Moderator, - das Alleinstellungsmerkmal des Radios -, fehlt. Die Menschen möchten nicht nur Musik hören, sondern angesprochen werden.


Aber nicht so wie es derzeit geschieht. Dieses übertriebene "gute Laune" Getue rund um die Uhr geht mir zumindest dermassen auf die Nerven dass das für mich ein Sofort-Abschalt-Grund ist.
So redet nicht ein normaler Mensch wie die Sprecher im Radio.
Auch das Geduze in der Einzahl ist absolut daneben.

Ausserdem: Wer sich (bewusst) ein kombiniertes Radio kauft mit Internetzugang, DAB+ und UKW
fällt nicht mehr auf UKW zurück, das ist gefühlt wie ein Sprung in die Steinzeit.

von Felix II - am 06.08.2015 06:33
Zitat
Felix II
Zitat

Die Ansprache durch einen Moderator, - das Alleinstellungsmerkmal des Radios -, fehlt. Die Menschen möchten nicht nur Musik hören, sondern angesprochen werden.


Aber nicht so wie es derzeit geschieht. Dieses übertriebene "gute Laune" Getue rund um die Uhr geht mir zumindest dermassen auf die Nerven dass das für mich ein Sofort-Abschalt-Grund ist.
So redet nicht ein normaler Mensch wie die Sprecher im Radio.
Auch das Geduze in der Einzahl ist absolut daneben.


Dem kann ich nur beipflichten.

Zitat
Felix II
Ausserdem: Wer sich (bewusst) ein kombiniertes Radio kauft mit Internetzugang, DAB+ und UKW
fällt nicht mehr auf UKW zurück, das ist gefühlt wie ein Sprung in die Steinzeit.


Ich dachte eher an reine UKW/DAB-Geräte ohne Internetzugang.

von Wellenjaeger - am 06.08.2015 11:17
Der normale Radiohörer wird nicht auf Internet oder DAB umsteigen. Schaut auf Baustellen, Büros oder gar in Autos. Wer hört denn schon DAB? Der normale Radiohörer kennt DAB noch nichtmal. Nur Leute die sich für alternative Empfangswege interessieren, Leute die einfach nur Radio hören, setzen sich nichtmal damit auseinander und ich behaupte das sind 80%.
Wenn ich in meinem Bekanntenkreis herumfrage, da kennt fast keiner DAB. Warum auch. Das UKW Radio funktioniert doch.


Und ich bleibe dabei, solange sich an dem Klang nicht bald etwas positiv ändert, bleibt DAB uninteressant und für die die es habe enttäuschend.
DAB über eine Surroundanlage zb hört sich katastrophal an. Obwohl es "CD Qualität " ist.

von Diddi123 - am 06.08.2015 11:30
Die ursprüngliche Idee war eigentlich die Analyse, dass neue Technologien Art & Weise des Medienkonsums verändern. Die Digitaliaierung bringt vor allem zwei Neuerungen mit sich: Erstens die Muktiplikation der linearen Angebote, zweitens der einfache Zugang zu on-demand-Inhalten.

Da Radio bereits auf UKW ein Hintergrundmedium ist, stelle die Delinearisierung eine kleinere Bedrohung dar als im audiovisuellen Bereich.

Insofern ist hier zunächst die Unterscheidung zwischen Streamingdiensten und klassischem Radio zweitrangig. Wichtig ist, dass ich als Konsument eine Wahlmöglichkeit habe. Durch DAB+ gibt es mehr Sender an einem Ort, daher habe ich eine größere Chance, dort ein für mich passendes Angebot zu finden. Je weiter ich mich aber von dem wegbewege, was im terrestrischen Radio als massenkompatibel gilt -- und nur das minimiert die Streuverluste -- desto mehr bin ich auf das Internet angewiesen, wo mitlerweile Webradios notfalls mit einer Handvoll Hörer überleben können, bzw. Streamingdienste im Extremfall einen auf mich persönlich zugeschnittenen Stream anbieten.

Dadurch kommt es zu einem Nebeneinander, welches sich langsam auf dem Markt etabliert. Aber genau dieses langsame Nebeneinander scheinen viele nicht in den Kopf bekommen zu wollen. Die Folge sind die endlosen entweder-oder-Diskussionen einerseits und eine an den Haaren herbeigezogene UKW-Abschalt-Forderungen kommen jefenfalls immer wieder.

von Alqaszar - am 07.08.2015 02:41
Du hast in Deiner Analyse durchaus recht.
Die UKW-Abschaltdiskussion hat auch einen ganz anderen Grund, die ist letztendlich kostengetrieben, flankiert durch die unsinnige Entweder-Oder-Politik, die die KEF nun gott sei Dank nicht mehr so offensiv betreibt.
Stellt sich die Frage: Was haben die "nicht massenkompatibel"-Hörer sagen wir mal in der zweiten Hälfte der 90er-Jahren gehört? Streamingdienste waren damals noch kein Thema. DSL kam erst Ende der 90er Jahre.
Richtig: Erst Schallplatte, dann CD.
Klassische Tonträger dürften weit mehr unter Streamingdiensten und Co leiden als das klassische Radio. Selbst unter DAB leiden sie mehr. Früher war CD (oder später MP3) auf einer langen Fahrt einach Pflicht, wenn z.B. in den Alpen selbst BR Klassik unzumutbar klang. Da kam eben die CD ins Radio. Geht heute auch noch, aber warum? Mein gepflegt dahinnagelnder Diesel nebst Reifenabrollgeräusch läßt den Qualitätsunterschied zwischen CD und AAC eh schwinden ;-)

De facto führt das auf Deine - für mich sehr konsensfähige - Schlußfolgerung hinaus: Ich habe heute als Konsument viel mehr Wahlmöglichkeiten als früher. Und das ist auch gut so.
Dass das früheren Monopolisten oder Oligopolisten weh tut, ist nicht mein Problem - verhindern muss man nur, dass sie den Wandel verhindern - was aber leider immer wieder zu diesen Pro/Contra-Debatten führt, denn genau darum gehts dabei.

von DH0GHU - am 07.08.2015 06:37
Fest steht, dass Smartphone-Apps eine höhere Internetnutzung bewirken.

Gestern ist gemeldet worden, dass ein BBC-Programm mit der Live-Übertragung eines Cricketspiels via BBC iPlayer überlastet gewesen ist.

Zitat

BBC iPlayer Radio crashes as England cricket fans tune in to hear the Australian batting collapse

BBC iPlayer Radio crashed today as England cricket fans flooded the service hoping to listen to Australia’s batting collapse during the Ashes test at Trent Bridge.

Many cricket fans reported being unable to listen to Test Match Special on BBC Five Live Sports Xtra for the commentary as Australia slumped to one of their worst innings totals of all time.

The issues show how people continue to turn to internet radio to listen rather than using traditional FM/MW/LW analogue frequencies or the more modern DAB digital radio. People are able to listen to internet radio through their phones, and that makes it the go-to option for many.

Those struggling to access iPlayer, can access the BBC streams through other apps like TuneIn Radio, while those hoping to access the BBC stream from abroad should look at using a VPN like TunnelBear to access the service as if they were in the UK.


Quelle: http://descrier.co.uk/technology/bbc-iplayer-radio-crashes-as-england-cricket-fans-tune-in-to-hear-the-australian-batting-collapse/

Ob das Programm 5X auch über DAB verfügbar ist, weiß ich nicht.

http://www.bbc.co.uk/5livesportsextra [Zur Zeit läuft nur der Programm-Trailer-]

von Manfred Z - am 07.08.2015 06:51
Zitat

Ob das Programm 5X auch über DAB verfügbar ist, weiß ich nicht.

Laut Sender-Tabelle ja.

Zitat

Fest steht, dass Smartphone-Apps eine höhere Internetnutzung bewirken.

Die Frage ist nur, in wie fern sich die erhöhte Internetnutzung auch aufs Radio auswirkt; bzw. ob die Internetradios, wie in dem Beispiel, nur bei Sondersendungen verstärkt genutzt werden.

von Zwölf - am 07.08.2015 13:23
Zitat
Wellenjäger
Ich dachte eher an reine UKW/DAB-Geräte ohne Internetzugang.


Sobald Internet (WLAN) leicht verfügbar ist drängt es sich förmlich auf ein Gerät mit allen 3 Empfangswegen zu wählen. Zumal, wenn das Gerät erst mal mit dem heimischen Netzwerk verbunden ist, sich noch ganz andere Optionen auftun. Stichwort: DLNA, Netzwerkstreaming, "Wiedergeben auf...".

Für einen Ort ohne erreichbaren unbegrenzten Internetzugang (zum Beispiel im Garten oder im fahrenden Auto) bietet sich an ein UKW/DAB+ Gerät zu nehmen. Und auch da ist der Rückfall zu UKW eher unwahrscheinlich wenn man sich extra so ein Gerät gekauft das die neuen Programme empfangen kann.

Zitat

ich kann mir nämlich gut vorstellen, dass es durchaus nicht wenige gibt, die zwar ein Radio kaufen das DAB-tauglich ist, dieses aber fast ausschließlich für den UKW-Empfang nutzen.


Ich kann mir gut vorstellen das jemand der bewusst ein Radio kauft das die neuen Programme empfangen kann nicht wieder zu den alten zurückgeht. Wenn er die neuen auch schlecht findet ist er wohl insgesamt als Radiohörer wohl eher verloren....(dann wird eben der USB-Stick gehört).

von Felix II - am 07.08.2015 15:00
Ein Gerät, das nur analog terrestrisch empfängt, würde mir nur noch zum reinen DX ins Haus kommen. Da würde ich sogar, hätte ich das Geld locker, einen größeren Betrag für ein Gerät von Reuter (z.B.) hinblättern.
Ein Alltagsgerät ("Küchenbrüllwürfel") muss für mich UKW, DAB, Internetradio- und streaming, Podcasts zwingend können. Was anderes käme mir da gar nicht mehr ins Haus.

von Peter Schwarz - am 09.08.2015 09:46
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