[D-Radio] Zum MW Abschied: D-Radio sucht MW/LW/KW Erfahrungen

Startbeitrag von mor_ am 31.08.2015 08:13

Am 31.12.2015 schaltet D-Radio bekanntlich nach "95 Jahren"* seine Mittelwelle ab.
Das Ende dieser analogen Verbreitung möchte D-Radio zum Ende des Jahres begleiten und auf die Geschichte der Mittelwelle zurückblicken.
Dabei möchte das D-Radio sowohl Experten als auch Zeitzeugen zu Wort kommen lassen.
Es bittet deshalb um persönliche aussergewöhnliche Erfahrungsberichte mit der Lang-, Mittel-, Kurzwelle. (Berichte, Aufzeichnungen von Sendungen, Fotos .... )

Kontakt bis 31.Oktober per Brief an
D-Radio, Hans-Rosenthal-Platz, 10825 Bärlin
oder mittelwelle ät deutschlandradio.de

(oder Fratzenbuch Stichwort Mittelwelle)

Viel Spass beim Berichten ;)


* so O-Ton Dr C. Weck - ich komme auf etwas weniger (29.10.1923 - 31.12.2015) :D

Antworten:

Der 29.10.1923 war der offizielle STart der MW in Deutschland. Aber sicher gab es erste Versuche schon vorher.
Wann ging denn der erste Mittelwellensender der Welt überhaupt in Betrieb?

Zu meinen MW-Erfahrungen mit dem DLF: Im Zeitraum 1989 bis 1992 nutzte ich gerne die 549kHz des DLF beim Fahren von weiten Strecken. Ein konstantes Programm quer durch Deutschland! Und wenn die 549 mal irgendwo nicht so gut ging - auch kein Problem, es gab ja auch noch den DLF über die Langwelle. Den Verkehrsfunk bekam ich trotzdem lokal mit dank des TravelARI, den mein damaliges Blaupunkt-Autoradio hatte.

Änderungsgrund: Rechtschreibfehler.

von HansEberhardt - am 31.08.2015 20:47
Zitat
HansEberhardt
Wann ging den der erste Mittelwellensender der Welt überhaupt in Betrieb?


Die erste Radiostation der Welt war KDKA in Pittsburgh auf 360 m (833 kHz) ab 2.11.1920. Sie gehörte der "Westinghouse Company". Ab 1916 gab es jedoch schon Versuchssendungen unter dem Stationsnamen 8XK. Die benutzten Frequenzen dürften aber unterhalb der MW gewesen sein. Offiziell war 8XK eine Amateurfunkstation.

Die ersten Radiostationen sendeten auf Langwelle, weil man die höheren Frequenzen technisch noch nicht gut beherrschte. Rundfunk wurde jedoch damals nur als eine Randerscheinung betrachtet. Es erfolgte daher keine spezielle Frequenzzuteilung. Im Langwellenbereich herrschte jedoch Frequenzmangel, besonders für den breitbandigen Sprechfunk, weswegen man auf höhere Frequenzen auswich. In den USA wurden dem Rundfunk anfänglich nur zwei Frequenzen zugeteilt: 833 kHz (= 360 m) für Entertainment-Stationen, 619 kHz (= 485 m) für "Market & Weather"-Stationen. Im September 1922 kam noch die Frequenz 750 kHz (= 400 m) für "better quality" Entertainment-Stationen dazu.

Die ersten Radiostationen in Europa waren "Poste de la Tour Eiffel", Paris (24.12.1921), "Radio Moskau" (17.9.1922) und "Radiola", Paris (6.11.1922), alle auf Langwelle.

Die erste MW-Station Europas war die Experimentalstation 2MT der "Marconi Company" in Writtle, Essex auf 700 m (429 kHz) am 14.2.1922
Ab 11.5.1922 folgte dann 2LO in London auf 350 m (857 kHz); am 18.10.1922 dann Gründung der BBC.

Die erste versuchsweise Rundfunkübertragung in Deutschland erfolgte auch schon am 22.12.1920 über die militärische Radiostation in Königs Wusterhausen. Das war aber dann sicher auf Langwelle.

von Wasat - am 31.08.2015 22:20
Es geht sicher nicht um Testsendungen oder Nutzung im Ausland sondern um reguläre Nutzung in D - und da sind es etwas weniger als 95 Jahre.
"95" hört sich fast wie hundert an - und ist deshalb sicher "besser" :D

von mor_ - am 01.09.2015 16:28
Ich hatte das hier vor Jahren schon mal in einem Thread veröffentlicht, bzw. war es hier damals in dem Rate/Rätselthread. So ist es richtig:

https://de.wikipedia.org/wiki/Hanso_Schotanus_%C3%A0_Steringa_Idzerda

https://nl.wikipedia.org/wiki/Hanso_Schotanus_%C3%A0_Steringa_Idzerda

von Der Chef - am 01.09.2015 16:47
Die Kurzwelle hatte keine besondere Bedeutung, schon eher die der DW. Anders war es mit der Langwelle 153 kHz, die einen sehr weiten Radius hatte und problemlos noch auf den britischen Inseln auch tagsüber zu hören war. Damals für mich die einzige deutsche Nachrichtenquelle.

von B.Zwo - am 01.09.2015 17:04
Die Kurzwelle 6005 kHz hatte durchaus eine Bedeutung. Hier in Südwest-Deutschland war sie abseits der paar DLR-Funzeln über viele Jahre die einzige Möglichkeit, das Programm Deutschlandradio Kultur zu empfangen, wenn weder Satellit noch Breitbandkabel zur Verfügung standen. Auf 6005 kHz habe ich das Programm auch im Ausland (UK, Schweden, Schweiz) oft gehört.

Dagegen war die DLF-Kurzwelle 6190 kHz so dünn moduliert und so schwach, dass ich sie kaum je benutzt habe. In Nordengland war der DLF eignetlich ständig gut auf 1269, 1422 oder 756 kHz zu hören. In der Schweiz und in Schweden war auch die Langwelle 153 kHz nützlich; in UK war auf 153 kHz fast immer Rumänien im Hintergrund.

73 de Uli

von ulionken - am 01.09.2015 18:05


von DigiAndi - am 01.09.2015 19:07
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