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Satelliten-DX-Empfang

Startbeitrag von Westwind am 01.10.2015 06:55

Hat jemand Erfahrungen mit Satelliten DX-Empfang.

Kommen die Signale der stark östlich und westlich liegenden Satelliten in Mitteleuropa an? Kann man TV-Programme aus USA, Lateinamerika, Asien, Australien und Neuseeland bei uns mit vertretbarem Antennenaufwand empfangen?

Während bei und Astra und Hotbird mit Schüsseln und Receivern in "Kaufhausqualität" empfangen werden können, ist beispielsweise schon störungsfreier Empfang der Position 28,2/28.5 Grad (Eurobird/Astra) mit den BBC Programmen "hohe Schule" und in einigen Gegenden nur mit grossen Spiegeln und hochempfindlichen LNB zu empfangen.

Danke für jeden Tipp - ich wollte mich einfach erkundigen, bevor ich Geld ausgebe und Material kaufe.

Antworten:

Tagesaktuelle Satnews für den raum Berlin findest du z.B. hier:

http://www.telesat-info.de/

In den Sattabellen ist auch die Schüsselgröße angegeben.

von DLR-Fan Sachsen-Anhalt - am 01.10.2015 07:50
Grundsätzlich sind einige der US oder der Asiatischen Satelliten zu empfangen.
Grundvorraussetzung: Freie Sicht zum jeweils angepeilten Satelliten, aber das dürfte wohl klar sein.
Und sonst? Es kommt immer auf die Ausleuchtzone des jeweiligen Transponders an, und selbst wenn Teile Europas abgedeckt werden, müssen die Antennen nur allzu oft derart riesig sein, das dies von einem Privatmenschen ohne 5-stelliges Einkommen unerschwinglich bleibt. Vom Platz zur Aufstellung ganz zu schweigen.
Im C-Band sollte noch einiges aus Südamerika in Europa funktionieren, aber auch hier gilt: Antennen unter 2m dürften wohl kaum Aussicht auf Erfolg haben oder mehr schlecht als recht funktionieren.

Schlussendlich ist es aber auch beim amerikanischen Fernsehen so, dass das allermeiste verschlüsselt wird.

von HAL9000 - am 01.10.2015 07:56
Zitat
Westwind
Kann man TV-Programme aus den USA bei uns mit vertretbarem Antennenaufwand empfangen?


Interessante Frage, mit der ich mich auch schon sehr lange beschäftigt habe.

Hauptempfangsweg in den USA ist per Satellit über Dish bzw. DirectTV. Diese nutzen verschiedene Satelliten im Ku-Band, gesendet wird zirkular. Die Spiegelgrößen zum Empfang sind relativ klein, da die Satelliten auf Direktempfang ausgelegt sind.

Je nach Landesteil und gebuchten Paketen braucht man einen Spiegel mit mehreren LNB (wie unsere Monoblock-LNB), das kommt alles fix und fertig von dem Anbieter deiner Wahl. Ebenso stehen mehrere proprietäre Receiver zur Auswahl, die mehr oder weniger DVB-kompatibel sind.

An ein Abo inkl. Spiegel und Receiver zu kommen wäre da noch das aller kleinste Problem, da als Zahlungsmittel Kreditkarten etabliert sind. Man könnte man das ggf. sogar auf irgendeine Motel-Adresse laufen lassen, alles andere geht ja online. So lange die Kohle fließt, wäre das wohl alles irgendwie möglich (siehe Sky UK).

Aber - und nun kommt das große Aber - leider stehen alle deren Satelliten, z.B. 119°W "hinter dem Horizont" in Deutschland. Hier kann selbst mit einem 4-Meter Spiegel nichts mehr gehen, es ist physikalisch unmöglich.

Hier hilft nur umziehen, je mehr in Richtung USA, desto besser. So soll einer auf den Kanaren tatsächlich mit einem Riesenspiegel die Signal einlesen können, schauen kann er ohne deren Receiver und Abo natürlich nicht.

Wobei so ein Dish oder DirectTV-Receiver sicherlich nie und nimmer an einem normalen Universal-Standard-LNB laufen würde. Die stapeln die Frequenzbereiche der empfangenen Satelliten so übereinander, dass - mit der neuesten Generation - eine Art Einkabelsystem für 3 Sat-Positionen möglich ist (allerdings opfern sie dafür die Möglichkeit, Terrestrik mit auf die Ableitung zu geben - das Band ist rappelvoll mit Sat-ZF).

An was man hier noch kommen kann, sind Überspielungen, vorwiegend im C-Band. Das fällt für mich aber nicht mehr unter den "vertretbaren Antennenaufwand".

So viel negatives, es gibt natürlich aus positives!

In Zeiten von High-Speed Internet und dumping-Preisen für 100MBit/s-Anschlüsse sowohl hier als auch in den USA ist man nicht mehr auf geographische Limits angewiesen.

Man baut eine Anlage bei Bekannten auf, nutzt einen Zweitreceiver mit oder - wer keine Freunde/Bekannte in den USA hat, mietet sich bei einem SlingBox-Hoster ein.

Es ist kein DX, aber wer wirklich an US Fernsehen interessiert ist, wird diese Möglichkeit zu schätzen und zu lieben lernen.

Wolfgang

von Wolfgang R - am 01.10.2015 08:38
Sirius XM-Empfang auf den Azoren: http://radioforum.foren.mysnip.de/read.php?8773,1155792
Im 4. Beitrag des Thread ist ein Link, der zu einem Bericht bei xmfan.com zum Empfang auf den Azoren führte. Leider funktioniert dieser nicht mehr.
Als Alternative dazu kann dieser Link zum Google-Cache dienen: http://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:QqUxINsH7hAJ:https://xmfan.com/viewtopic.php%3Fp%3D616743+&cd=8&hl=de&ct=clnk&gl=de

von iro - am 01.10.2015 09:45
Die Frage ist leicht zu beantworten. Dazu braucht man nur auf www.lyngsat.com oder eine andere Sat-Frequenzliste zu gehen und dort die Verlinkungen zu den Ausleuchtzonen der Satelliten anzuklicken.

von delfi - am 01.10.2015 10:24
Ganz so leicht isses dann doch nicht. Der obige Empfang auf den Azoren geschah z.B. außerhalb der Ausleuchtzone über eine (inoffizielle, Antennenproduktionsbedingte) Nebenkeule.

von iro - am 01.10.2015 10:43
Ich empfehle mal noch http://satbeams.com/, Footprints at your fingertips :)

von CBS - am 01.10.2015 10:46
@iro
Ist schon klar. Wobei die Footprints generell einen Hinweis bieten, mit welchen Antennendurchmessern man erfolgreich sein kann.

von delfi - am 01.10.2015 10:55
Die Footprints geben das wieder, was sich Betreiber/Hersteller am Boden bei der Planung und Ausrichtung mal ausgedacht haben. Die Ausleuchtzonen auf 28,2°E für die UK-Spotbeams waren seit jeher gleich, in Wirklichkeit haben sie es erst jetzt (leider) geschafft, diese zu realisieren. So konnte ich 1N noch mit 80cm und etwas Regenreserve in München empfangen. Mit 2G kommt hier selbst bei 1m und freiem Himmel nurnoch Signalfetzen an.

Große Schüsseln und gute LNB sind nicht mehr teuer, der normale Balkonbesitzer scheitert bei den wirklich interessanten Positionen eher an bauliche Grenzen, also die Dimensionen des Balkons oder ein Nebenhaus, das im Weg steht, ab 50°E oder 20°W sind die Sats halt so tief, dass das zweistöckige Haus auf der anderen Straßenseite schon ausreicht.

von elchris - am 01.10.2015 11:15
Zitat
Westwind
..Kommen die Signale der stark östlich und westlich liegenden Satelliten in Mitteleuropa an? Kann man TV-Programme aus USA, Lateinamerika, Asien, Australien und Neuseeland bei uns mit vertretbarem Antennenaufwand empfangen?...


Hallo,

dazu muss man auch sagen, dass stark östlich oder westlich liegende Satelliten nicht automatisch schwächer in Deutschland ankommen. Klassisches Beispiel ist der Westbeam von Türksat 42°Ost oder ganz aktuell TurkmenAlem Monaco Sat auf 52°Ost. Den bekomme ich selbst bei Starkregen mit einer 30cm NoName Campingschüssel störungsfrei rein. (Turkmen Sport HD/1080i, viel Fußball !!!)

MfG

Studio Leipzig

von Studio Leipzig - am 01.10.2015 17:40
Als es bei SWF3 noch die Sendung "Weltweit" mit Norbert Diener gab, bei der Hörer anrufen und berichten konnten, wo sie das Programm gerade hören (entweder über Kurzwelle 7265 KHz oder über Astra), rief mal jemand aus Westafrika (Raum Nigeria / Ghana, genaues Land weiß ich nicht mehr) an, der das Programm über Astra mit einem 10 Meter Spiegel empfing.

Dann gab es den SAT-DXer in Brasilien, der mit einer ähnlich großen Schüssel einige Astra Programme auf seinen Fernseher zaubern konnte. Es gab mal einige Berichte über ihn in Satelliten-Fachzeitschriften.

Asiatische Programme bzw. Satelliten sind bei uns in Mitteleuropa durchaus zu empfangen, wenn man den Platz für eine C-Band Antenne hat. So zum Beispiel auf dem Dach der nordkoreanischen Botschaft in Berlin, ausgerichtet auf Thaicom 5 auf 78.5° Ost.

von Klaus Wegener - am 09.10.2015 09:54
Wobei die Antenne auf dem Dach steht um den Satelliten überhaupt zu sehen, der fällt schon ziemlich flach ein.

von Marc_RE - am 09.10.2015 10:08
Bei diesem Extrem- DX handelt es sich um sog. Nebenkeulen der Transponder, die zum Teil deutlichst (!) über den normalen Footprint hinausgehen; ich hab die Berichte aus Brasilien auch noch in Erinnerung.
Aber eben, die Signale sind dann so schwach, das es wirklich Antennenmonster benötigt, um sie sichtbar zu machen. Zu dem Stellproblem gesellen sich dann eben noch die immensen Kosten für solche Konstrukte.
Somit kann man die Eingangsfrage mit Radio Eriwan beantworten: Im Prinzip Ja, aber... :)

von HAL9000 - am 09.10.2015 10:28
Zitat
Klaus Wegener
...Dann gab es den SAT-DXer in Brasilien, der mit einer ähnlich großen Schüssel einige Astra Programme auf seinen Fernseher zaubern konnte. Es gab mal einige Berichte über ihn in Satelliten-Fachzeitschriften....


Hallo,

das war Klaus Schumacher, der hatte eine 8m Eigenbau Schüssel auf ASTRA gerichtet und konnte damit tagsüber deutsche Programme sehen. Im Süden Brasiliens, wohlgemerkt! Leider ist Klaus Schumacher am 03. Juli 2011 mit 85 Jahren gestorben.

MfG

Studio Leipzig

von Studio Leipzig - am 09.10.2015 12:14
Aus dem Norden von Brasilien gab es mal ein Interview von einem DXer, der mit einer 10-Meter - Antenne ( aus Militär-Beständen ) stets analogen Empfand von Astra hatte.
Einige Sender gingen nicht, andere um so besser. Schade, dass ich mir den Namen des DXers nicht notierte.
In Namibia gabes auch ensprechende Anlagen, war sogar Thema bei NJOY zum Sendestart.

von sup2 - am 09.10.2015 12:19
Das mit Afrika ist mir auch noch als Artikel in einer Zeitschrift in Erinnerung. Es war, so weit ich mich erinnere, ein sehr schmales Band, das sich von Nord nach Süd ersteckte und angeblich durch eine Reflexion am Sonnensegel oder Sat selbst zustande kam. Von einer Nebenkeule hatte man in diesem Bericht nicht gesprochen gehabt. Ging aber nur beim ersten Astra Satelliten. Von der brasilianischen Geschichte gibt es ja sogar Videos, war es vielleicht in einer DrDish Sendung, als diese noch eine richtige DXer Sendung war?

von CBS - am 09.10.2015 14:28
Zitat
CBS
Das mit Afrika ist mir auch noch als Artikel in einer Zeitschrift in Erinnerung. Es war, so weit ich mich erinnere, ein sehr schmales Band, das sich von Nord nach Süd ersteckte und angeblich durch eine Reflexion am Sonnensegel oder Sat selbst zustande kam. Von einer Nebenkeule hatte man in diesem Bericht nicht gesprochen gehabt. Ging aber nur beim ersten Astra Satelliten. Von der brasilianischen Geschichte gibt es ja sogar Videos, war es vielleicht in einer DrDish Sendung, als diese noch eine richtige DXer Sendung war?

Bei DrDish (noch über Kopernikus 28,5° Ost) wurde das definitiv damals erwähnt. Daran kann ich mich erinnern. Ich meine mich auch erinnerin zu können, dass Dr. Dish damals mit den Satellitenbetreibern sich austauschen wollte. SES hatte allerdings keinerlei Interesse an solchen Geschichten, da der "business"-case! in Europa für die zu finden ist. Wie es mit Eutelsat und Intelsat war weiß ich nicht mehr. Der Witz an der Sache war auch, dass nur eine Polarisation oder sowas ging. Ist halt klar, die Nebenkeulen sind auf alles anfällig. Mich würde interessieren, wie die Nachfürhung bei einer solchen Antenne ausgestaltet war. Denn bei 8m oder gar 10m steht der Satellit für die Antenne nicht mehr still.

von Jens1978 - am 09.10.2015 15:17
Hallo, ich betreibe auch Sat-DX, und zwar mit einer 150cm Gibertini für das Ku-Band und mit einer 185cm Mesh-Antenne für das C-Band. Der Empfangsbereich ist von 85,2°Ost bis 55°W. Als Receiver hab ich die VU+Duo2 und die Openbox SX6 HD im Einsatz. Anschließend paar Bilder ;) Die Bilder stammen vom C-Band-Empfang - eines vom Thaicom 78,5°O und das andere vom SES5 auf 5°Ost

Viele Grüße Sven
[attachment 6047 2015-09-2413.24.52.jpg]
[attachment 6048 screenshot_2015-10-11_18-22-01.jpg]
[attachment 6049 screenshot_2015-10-11_18-18-34.jpg]

von Sven2501 - am 11.10.2015 16:24
Von welchem Empfänger sind denn die Screenshots? VU+ oder von der Openbox? Mir gefällt es das sehr viele Informationen angezeigt werden.

von Spacelab - am 11.10.2015 17:03
von der VU+ - der Skin nennt sich Infinity-Mod, hab den auch nur durch Zufall gefunden, und hat mir sofort gefallen.:xcool:

Gruß Sven

von Sven2501 - am 11.10.2015 17:06
Danke für die Info. Genau so etwas suche ich nämlich. Dann weiß ich jetzt schon was mein nächster Receiver wird. :D

von Spacelab - am 11.10.2015 17:08
Gemäss meinen Erfahrungen und Experimenten sind entfernte Satelliten in Westeuropa durchaus empfangbar, von Hispansat 30 Grad West bis Türksat 42 Grad Ost auch mit kleineren Schüsseln (60-80 cm Durchmesser).

Allerdings würde ich Offset-Spiegel nur für Astra 19.2 Grad Ost und Eutelsat 13 Grad Ost sowie benachbarte Satelliten verwenden, bei stark östlich oder westlich positionierten Satelliten müssen sonst die Offset-Schüsseln gegen den Boden gerichtet werden - hier besser - runde, symmetrische Schüsseln mit LNB in der Mitte.

Viele exotische Satelliten übertragen fast ausschliesslich verschlüsselte Signale. Interessanter ist hier Eurobird/Astra auf 28.5/28.2 Grad mit den unverschlüsselten britischen BBC-Programmen. Allerdings ist eine Schüssel von 1 m oder mehr Durchmesser empfehlenswert, um genügend Schlechtwetterreserven zu haben.

von Westwind - am 11.10.2015 18:07
Damals vor etwa 20 jahren konnte man hier mit ner 5-10m Schüssel die SABC Süd Afrika empfangen, von meinem vater ein Arbeitskollege, der hier in Lohmar weit oben und komplett frei nach Süden Wohne ist ein stabiles Signal gelungen, allerdings war bei Regen zu dichter bewölkung, oder im sommer wenn die Luft Flimmert, ende. Der hatte auch nach Westen, tests gemacht gehabt, bis Amerika kam er allerdings nicht. Mittlerweile kenne ich den auch sehr gut, und er sagte mir vor einigen jahren, dass es heut zu tage wegen der Umwelteinflüsse, und vor allem wegen der neuen Ausleuchtungszonen kaum noch sinn macht. Aus fernost würde wie weiter oben schon jemand geschrieben hatte, bisschen was gehen, aber diese Sender machen wenig sinn, da man die Sprache zumindest bisschen lesen können muss. Er sagte, evtl kanada ginge noch am ehesten von der Westküste englands

von Rheinländer - am 11.10.2015 18:35
13 Grad Ost sowie benachbarte Satelliten verwenden, bei stark östlich oder westlich positionierten Satelliten müssen sonst die Offset-Schüsseln gegen den Boden gerichtet werden - hier besser - runde, s

Viele exotische Satelliten übertragen fast ausschliesslich verschlüsselte Signale.

Würde ich so nicht sagen, auf Exoten wie 7 w, 26 o gibts hunderte freier Prg., und wer USamerikan. Shows und Filme
im Original sucht wird auch schnell fündig, zB Dubai, MBC, Majestic, Fox, Fox Movies


SJ

von satjay - am 11.10.2015 18:49
Zitat
Rheinländer
Damals vor etwa 20 jahren konnte man hier mit ner 5-10m Schüssel die SABC Süd Afrika empfangen, von meinem vater ein Arbeitskollege, der hier in Lohmar weit oben und komplett frei nach Süden Wohne ist ein stabiles Signal gelungen, allerdings war bei Regen zu dichter bewölkung, oder im sommer wenn die Luft Flimmert, ende. Der hatte auch nach Westen, tests gemacht gehabt, bis Amerika kam er allerdings nicht. Mittlerweile kenne ich den auch sehr gut, und er sagte mir vor einigen jahren, dass es heut zu tage wegen der Umwelteinflüsse, und vor allem wegen der neuen Ausleuchtungszonen kaum noch sinn macht. Aus fernost würde wie weiter oben schon jemand geschrieben hatte, bisschen was gehen, aber diese Sender machen wenig sinn, da man die Sprache zumindest bisschen lesen können muss. Er sagte, evtl kanada ginge noch am ehesten von der Westküste englands

SABC konnte man sogar bis noch vor etwa 10 Jahren über 68,5° Ost auf 12722 MHz, FEC= 1/2 empfangen. Es waren eine ganze Menge Radioprogramme aus Südafrika zu hören. Empfangen konnte ich das mit einer normalen 80er Antenne, die Signalqualität war aber grenzwertig und der Spiegel guckte quasi parallel zur Erdoberfläche. Bei normalem Wetter, also auch Wolken bis leichtem Regen ging es, mehr war nicht drin. Die TV Programme waren aber verschlüsselt. Die Programme zogen irgendwann leider auf einen nur Südafrika-Beam (heute 11514 MHz).

von Jens1978 - am 11.10.2015 19:49
Zitat
Jens1978
Zitat
Rheinländer
Damals vor etwa 20 jahren konnte man hier mit ner 5-10m Schüssel die SABC Süd Afrika empfangen, von meinem vater ein Arbeitskollege, der hier in Lohmar weit oben und komplett frei nach Süden Wohne ist ein stabiles Signal gelungen, allerdings war bei Regen zu dichter bewölkung, oder im sommer wenn die Luft Flimmert, ende. Der hatte auch nach Westen, tests gemacht gehabt, bis Amerika kam er allerdings nicht. Mittlerweile kenne ich den auch sehr gut, und er sagte mir vor einigen jahren, dass es heut zu tage wegen der Umwelteinflüsse, und vor allem wegen der neuen Ausleuchtungszonen kaum noch sinn macht. Aus fernost würde wie weiter oben schon jemand geschrieben hatte, bisschen was gehen, aber diese Sender machen wenig sinn, da man die Sprache zumindest bisschen lesen können muss. Er sagte, evtl kanada ginge noch am ehesten von der Westküste englands

SABC konnte man sogar bis noch vor etwa 10 Jahren über 68,5° Ost auf 12722 MHz, FEC= 1/2 empfangen. Es waren eine ganze Menge Radioprogramme aus Südafrika zu hören. Empfangen konnte ich das mit einer normalen 80er Antenne, die Signalqualität war aber grenzwertig und der Spiegel guckte quasi parallel zur Erdoberfläche. Bei normalem Wetter, also auch Wolken bis leichtem Regen ging es, mehr war nicht drin. Die TV Programme waren aber verschlüsselt. Die Programme zogen irgendwann leider auf einen nur Südafrika-Beam (heute 11514 MHz).


Ja, leider ist da nun nichts mehr zu machen, auch mit einer sehr großen Schüssel nicht :-(

Livestreams gibts so gut wie keine, da das Internet dort kaum brauchbar ausgebaut ist, selbst die meisten Radios haben nur einen 32 oder 64kbps stream.

Den 68,5°ost beam konnte man aber auch nicht überall gucken, in den Alpen eh nicht, und an den Alpen, wenn man ihnen zu nahe kommt, auch nicht mehr. Irgendwo im netz hatte ich mal ne webseite gefunden, wo das jemand getestet hatte, demnach war schon 20km nördlich von München Schluss, da man wirklich nach Süden den Horizont sehen musste und keine Alpen oder was anderes. Der hatte sogar ein gerät, wo mit dem er bestimmen konnte wo es geht.

Die Nachbarn haben eine etwas größere Schüssel nach Südwest/Westsüdwest ausgerichtet für die Portugisischen Programme. Das scheint auch noch ganz gut zu klappen.

von Rheinländer - am 13.10.2015 07:08
Wird eigentlich noch auf irgend einen Satelitten Analog TV und Radio gesendet?

von _Yoshi_ - am 13.10.2015 15:16
Zitat
Rheinländer
Den 68,5°ost beam konnte man aber auch nicht überall gucken, in den Alpen eh nicht, und an den Alpen, wenn man ihnen zu nahe kommt, auch nicht mehr. Irgendwo im netz hatte ich mal ne webseite gefunden, wo das jemand getestet hatte, demnach war schon 20km nördlich von München Schluss, da man wirklich nach Süden den Horizont sehen musste und keine Alpen oder was anderes. Der hatte sogar ein gerät, wo mit dem er bestimmen konnte wo es geht.


Dass schon 20 km nördlich von München Schluss sein sollte, wundert mich etwas. Lt. http://www.dishpointer.com/ steht der Eutelsat 20 (68,5° Ost) in München auf 115,9°. Der erste Alpengipfel kommt aber erst bei 145° ganz zaghaft zum Vorschein (klick). Die Alpen dürften demnach in München dem Eutelsat 20 noch nicht im Weg stehen.

von DX-Fritz - am 13.10.2015 15:22
Zitat
_Yoshi_
Wird eigentlich noch auf irgend einen Satelitten Analog TV und Radio gesendet?


Hallo,

meines Wissens nur noch auf 70,0° West im C-Band in PAL. Dürfte allerding hier recht schwierig sein, den reinzukriegen.

MfG

Studio Leipzig

Footprint: http://www.starone.com.br/internas/satelite_c2/

von Studio Leipzig - am 13.10.2015 15:29
Sogar noch in größerer Anzahl. http://www.lyngsat.com/Star-One-C2.html

von Marc_RE - am 13.10.2015 15:53
Aktuell gibts noch einenSABÇ feed aus SA auf Telstar 15 west,
da kann man testen, wie gut der Rec. mit MPEG4 +Symbolr 1000 klarkommt.

Sj

von satjay - am 14.10.2015 08:17
Vor rund 10 Jahren gab es noch ein Programm aus Südafrika auf Astra 19,2 Grad Ost. Leider wurde das Programm dann irgendwann verschlüsselt.

von Bolivar diGriz - am 15.10.2015 06:37
Zitat
Bolivar diGriz
Vor rund 10 Jahren gab es noch ein Programm aus Südafrika auf Astra 19,2 Grad Ost. Leider wurde das Programm dann irgendwann verschlüsselt.


Ein unverschlüsseltes Programm aus Südafrika auf Astra? Welches Programm soll das gewesen sein?

Es gab mal einen mexikanischen Sender von Televisa, wo am Wochenende tagsüber der Musiksender "Telehit" übertragen wurde. Samstag abends lief die in ganz Lateinamerika sehr populäre Show "sabado gigante" aus Miami, Moderator war ein deutschstämmiger Chilene, und Sonntag abends lief die Show "siempre en domingo" aus Mexico City, die auch in ganz Lateinamerika ausgestrahlt wurde. Das verwechselst Du nicht zufällig hiermit?

von Klaus Wegener - am 15.10.2015 07:17
2010 gab es offene SABC Programme auf 23,5°, SD in DVB-S2, h.264 mit DTS-Ton, wenn ich mich richtig erinnere. Waren aber nur für ein paar Tage offen.
Dazu sollte es hier auch noch einen Thread geben.

von Marc_RE - am 15.10.2015 09:13
Das war im damaligen Top TV Paket, das heute StarSat heißt.
Erst wurde es auf Astra 1E im Ku-Band von Südafrika nach Europa übertragen, um dann auf Astra 4A auf 5° Ost im Ka-Band wieder hochgeschickt zu werden und in Afrika im Ku-Band für Endbenutzer im Ku-Band empfangbar zu sein.
Dann übernahm Astra 3B die Zuspielung, und ab da war das Paket in Europa im Ku-Band nicht mehr empfangbar.
Und heute wird es wohl direkt im Ku-Band auf dem Afrikabeam vom SES 5 rauf und runtergeschickt.

von Saarländer (aus Elm) - am 15.10.2015 09:29
DTS Ton auf Sat ist aber auch sehr sehr ungewöhnlich.

von Spacelab - am 15.10.2015 11:35
@ Wolfgang R

Zitat

Aber - und nun kommt das große Aber - leider stehen alle deren Satelliten, z.B. 119°W "hinter dem Horizont" in Deutschland. Hier kann selbst mit einem 4-Meter Spiegel nichts mehr gehen, es ist physikalisch unmöglich.


Doch. Das wurde auch mal in dr@dish-tv erklärt. Und zwar bricht der Einfallswinkel der HF am Übergang zur Atmosphäre. Dadurch soll der Empfang von Satelliten, die knapp unter dem Horizont stehen, möglich sein.

von Kay B - am 15.10.2015 15:17
@ Westwind

Empfangsspiegel gibt es bei E-Werk günstig. Die bieten bis 3,70 Meter an:
https://www.ewerk-onlineshop.de/sat-technik/antennen-spiegel/180-450-cm-spiegel/

von Kay B - am 15.10.2015 15:36
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