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Versorger bemerkt Ausfall der Modulation nicht

Startbeitrag von radiotom am 18.11.2015 22:49

Hallo allerseits

Was haltet ihr davon oder wie erklärt ihr euch, dass der Versorger (in diesem Fall die Schweizer SRG) einen Ausfall der "Modulation" beim Radioprogramm SRF1 weder bemerkt noch nachvollziehen kann? Der Ausfall geschah am 26.10.15 um ca. 07:40 zeitgleich bei der analogen Verteilung via UKW sowie bei der analogen Signal auf dem Kabelnetz. Dies zumindest bei "meinem" lokalen UKW-Sender und in "meinem" lokalen Kabel-Teilnetz. Bei DAB konnte ich es nicht testen. In beiden Fällen war das Trägersignal natürlich dauernd vorhanden, nur der Ton eben nicht. Offenbar beziehen beide Distributionen den ASI-Stream "direkt" (oder via Swisscom o.ä,) ab Studio. Also: Darf es sein, dass der "Schweizer Nationalsender" - wohlgemerkt der Notfallkanal der Behörden ! - einen solchen Ausfall nicht bemerkt und keinerlei Erklärung dafür findet?

Antworten:

Zitat
radiotom
Was haltet ihr davon oder wie erklärt ihr euch, dass der Versorger (in diesem Fall die Schweizer SRG) einen Ausfall der "Modulation" beim Radioprogramm SRF1 weder bemerkt noch nachvollziehen kann? Der Ausfall geschah am 26.10.15 um ca. 07:40


Wie lange hat der Ausfall denn gedauert, welcher Senderstandort war betroffen und wer konnte es "nicht nachvollziehen"? Netzbetreiberin ist ja die Swisscom, nicht die SRG. Die zuständige Behörde ist das Bundesamt für Kommunikation BAKOM. Nur dort wirst du eine belastbare Aussage zu technischen Fragen bekommen.

Zitat
radiotom
Darf es sein, dass der "Schweizer Nationalsender" - wohlgemerkt der Notfallkanal der Behörden ! - einen solchen Ausfall nicht bemerkt und keinerlei Erklärung dafür findet?


"Darf es sein"? Grundsätzlich ja, denn Technik kann immer ausfallen. Wie lange sie das darf, kommt auf den Vertrag an, den Programmveranstalter und Netzbetreiber geschlossen haben. Ich kenne die Details nicht, aber ein lückenloses Monitoring der vielen hundert SRG-Standorte und eine nahezu hundertprozentige Verfügbarkeit kosten zweifellos richtig Geld. Ich gebe zu bedenken, dass eine garantierte Verfügbarkeit von 99,9% immer noch fast 9 Stunden Ausfallzeit pro Jahr bedeutet (oder knapp 44 Minuten im Monat).

Das Notfallnetz ("UKW77") ist eine ganz andere Geschichte und unabhängig vom normalen SRF1-Sendernetz. Solche Notsender gibt es auch nur an den Schlüsselstandorten.

Zitat
radiotom
[...] zeitgleich bei der analogen Verteilung via UKW sowie bei der analogen Signal auf dem Kabelnetz. [...] Offenbar beziehen beide Distributionen den ASI-Stream "direkt" (oder via Swisscom o.ä,) ab Studio.


Vielleicht macht das Kabelnetz auch einfach nur Ballempfang ab der lokalen UKW-Frequenz. Das ist nach wie vor gängige Praxis in vielen Netzen.

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 19.11.2015 04:02
Zitat
radiotom
Was haltet ihr davon oder wie erklärt ihr euch, dass der Versorger (in diesem Fall die Schweizer SRG) einen Ausfall der "Modulation" beim Radioprogramm SRF1 weder bemerkt noch nachvollziehen kann? Der Ausfall geschah am 26.10.15 um ca. 07:40

Zitat
Rolf, der Frequenzenfänger
Wie lange hat der Ausfall denn gedauert, welcher Senderstandort war betroffen und wer konnte es "nicht nachvollziehen"? Netzbetreiberin ist ja die Swisscom, nicht die SRG. Die zuständige Behörde ist das Bundesamt für Kommunikation BAKOM. Nur dort wirst du eine belastbare Aussage zu technischen Fragen bekommen.


Rund 3 Minuten. Senderstandort Bantiger 88.2MHz (ev. auch andere, das konnte ich aber nicht testen). Geantwortet hat mir ein techn. Mitarbeiter des Distribution Helpdesks der SRG/SSR.
Ich werde das sicher noch beim BAKOM deponieren.

Zitat
radiotom
Darf es sein, dass der "Schweizer Nationalsender" - wohlgemerkt der Notfallkanal der Behörden ! - einen solchen Ausfall nicht bemerkt und keinerlei Erklärung dafür findet?

Zitat
Rolf, der Frequenzenfänger
"Darf es sein"? Grundsätzlich ja, denn Technik kann immer ausfallen. Wie lange sie das darf, kommt auf den Vertrag an, den Programmveranstalter und Netzbetreiber geschlossen haben. Ich kenne die Details nicht, aber ein lückenloses Monitoring der vielen hundert SRG-Standorte und eine nahezu hundertprozentige Verfügbarkeit kosten zweifellos richtig Geld. Ich gebe zu bedenken, dass eine garantierte Verfügbarkeit von 99,9% immer noch fast 9 Stunden Ausfallzeit pro Jahr bedeutet (oder knapp 44 Minuten im Monat).

Das Notfallnetz ("UKW77") ist eine ganz andere Geschichte und unabhängig vom normalen SRF1-Sendernetz. Solche Notsender gibt es auch nur an den Schlüsselstandorten.


Das ist schon klar. Ich vermute, dass der Ausfall eben im digitalen Übetragungsbackbone lag. Falls der Notsender das gleiche Signal bezieht, ist er wirkungslos, aber vermutlich hätte man dafür noch den analogen Kanal. Sicher kann aber nicht kurzfristig reagiert werden. Ich postuliere, dass das System viel sabotageanfälliger ist als früher.

Zitat
radiotom
[...] zeitgleich bei der analogen Verteilung via UKW sowie bei der analogen Signal auf dem Kabelnetz. [...] Offenbar beziehen beide Distributionen den ASI-Stream "direkt" (oder via Swisscom o.ä,) ab Studio.

Zitat
Rolf, der Frequenzenfänger
Vielleicht macht das Kabelnetz auch einfach nur Ballempfang ab der lokalen UKW-Frequenz. Das ist nach wie vor gängige Praxis in vielen Netzen.


Ja, das WAR früher so (damals waren UKW und Analog-Kabel auch zeitlich noch angenehm synchron...), ist aber hier ausdrücklich nicht der Fall, das hat mir Cablecom bei anderer Gelegenheit bestätigt und auch das Helpdesk jetzt. Ich hatte sogar schon beobachtet, dass das Kabelnetzsignal VOR dem vermeintlich direkten UKW-Signal ankam! Der Decoder beim UKW-Sender war also langsamer...

von radiotom - am 19.11.2015 06:58
3 Minuten - das ist schon eine wahnsinnig lange Ausfallzeit, bei der es absolut unerklärlich ist, dass der Helpdeskmitarbeiter das weder selbst mitbekommen hat, noch wußte, woran es lag....


... die zuständige Technikabteilung hat es aber offenbar bemerkt und behoben?

von DH0GHU - am 19.11.2015 07:42
3 Minuten!? Und daher der Aufruhr?
Vor ein paar Monaten gab's hier mal ein Problem auf polnischer Seite mit der 90,6 MHz von PR4. Der Sender hat sich ständig an- und wieder ausgeschaltet und das hat anscheinend Tage lang keiner gemerkt. Das wäre dann vielleicht eine Meldung wert...

von Cha - am 19.11.2015 15:43
...halbes Jahr beim WDR3 Ibbenbüren ... ...wochenlang auf der 97,3 in Heilbronn ..... Tagelang bei einzelnen Lokalerscheinungen in NRW ..... Also - was sind dann 3 Minuten ?

von sup2 - am 19.11.2015 16:03
Kürzlich im Urlaub in Nordgriechenland. Sender Kavala/Mt Pangaion Frequenz 91,2 Mhz Programm ERA 2. 14 Tage lang stundenlanger Modulationsausfall, kein Stereo und RDS. Immerhin ein Großsender auf fast 2000 Meter Höhe. Ich glaube, die Griechen haben derzeit andere Sorgen!

von stereofon - am 19.11.2015 18:16
Wie hätte SRF deiner Meinung nach in den 3 Minuten reagieren sollen?

So hörte sich das dritte Programm des kroatischen Rundfunks mal nen ganzen Tag (nur an diesem Standort) an:
HRT-HR 3 Störung

von Scrat - am 19.11.2015 22:33
Drei Minuten. Drei.

Gab's einen Brennpunkt?

von Mc Jack - am 19.11.2015 23:13
Das ist schon echt ein genialer Thread :D Wie lange wollen wir uns noch auf diese unzuverlässige, fehleranfällige Technik verlassen?

von ScheichManfred - am 19.11.2015 23:38
Naja wer sagt uns denn, das der Ausfall nicht am Sender selbst innerhalb von Sekunden doch bemerkt würde und daraufhin die Mitarbeiter vor Ort das Problem dann innerhalb von 2 Minuten behoben haben? oder über Fernwartung behoben würde;)

Ich verstehe einerseits die Logik nicht, damit man was bemerken kann, das was ausgefallen ist, muss es ja erst mal ausgefallen sein oder nicht? ;) Ich würde ja verstehen wenn der Ausfall länger als eine Stunde dauern würde und selbst dann könnte man nicht ausschließen das man bereits an das Problem arbeitet.. Ich weiß nicht wie es in der Schweiz ist aber bei uns in Bayern gibt ja auch Sender die von alleine laufen ohne das ein Techniker vor Ort mehr ist (auch beim BR)... Wenn da ein größer Fehler auftreten sollte, musste der Arbeiter von der Zentrale ja auch erst zum Sender fahren, was ja auch zeit dauert.

Wenn jetzt das Programm bzw. der Sendestandort, z.B 3 Tage schon offline wäre, dann ja. Dann würde ich schon sagen, entweder fehlt es dann größer und man wartet aus Ersatzteile bzw. kann nicht ohne weites in Stand gesetzt werden... oder der Betreiber hat denn Ausfall eines seiner Analgen wirklich nicht bemerkt... ;)

Es gibt so viele Möglichkeiten wie die 3 Minuten Ausfall zustande kommen könnten.

Vielleicht war der kurze Ausfall ja auch Absicht? Könnte ja auch sein, weil man was austauschen oder ersetzten müßte, was man ohne Abschaltung nicht so ohne weiteres machen könnte. Das wird durchaus so gemacht, einerseits möchte man nicht für 3 Minuten Wartungsarbeit bzw. Komponenten Tausch in der Nacht extra arbeiten müssen, nur damit die Bevölkerung am Tag keine 3 Minuten Ausfall erleben... und zudem, warum die Mitarbeiter für eine 3 Minuten nicht Unterbrechung eines Hörfunkprogramms ein höeres Arbeitsunfall Risiko (Arbeiten unter Spannung) aussetzten? Mei dann hat man halt mal für 3 Minuten kein Empfang, meisten kann man eh auf anderen Frequenzen des Programmes ausweichen`;)

Wenn Größe Wartungsarbeiten anstehen, die man aber in der Regel in der Nacht durchführt, kann auch schon mal ein ganzer Sender für Stunden offline sein ;) Einerseits auch richtig so, es nützt keinen was, wenn man unter Spannung arbeiteten würde, nur damit man in für die paar wenigen in der Nacht, nicht unterbrechen muss. Das geht dann paar mal gut bis dann z.B aus versehen der Gabelschüssel eines Mitarbeiters auf die Sammelschienen fällt und wrummms macht und dann trotzdem der Sender lahm gelegt ist... So ähnlich ist das mal beim ZDF bei einens seiner Studios passiert, habe ich gehört oder gelesen, ich weiß nimmer genau ;)

von Kohlberger91 - am 20.11.2015 14:41
Zitat
Cha
3 Minuten!? Und daher der Aufruhr?


Es ging nicht so sehr um die drei Minuten sondern um das (angebliche) nicht-Bemerken der Störung. SRF 1 ist der Kanal, der in längeren Tunneln oft als einziger ausgestrahlt wird und allgemein in Notsituationen als Informationskanal gilt.

Zitat
Cha
Vor ein paar Monaten gab's hier mal ein Problem auf polnischer Seite mit der 90,6 MHz von PR4. Der Sender hat sich ständig an- und wieder ausgeschaltet und das hat anscheinend Tage lang keiner gemerkt. Das wäre dann vielleicht eine Meldung wert...


Klar kann man die Latte auch tiefer hängen und sich nach unten orientieren. Geht ja auch so.

von 2-0-8 - am 21.11.2015 15:52
Es bleibt auf jeden Fall ein Luxusproblem. ;)

Was die Notsituationen angeht, ist der Hörfunk sowieso nicht mehr Informationsquelle Nummer 1. Wieviele Leute haben sich wohl im Stade de France per Radio über die Ereignisse "draussen" schlau gemacht? Die kann man vermutlich an einer Hand abzählen. Selbst diejenigen, die noch eines der immer rarer werdenden Mobiltelefone mit UKW dabei hatten, werden die Infos ziemlich sicher erstmal auf News-Seiten und -Apps gesucht haben. Radio ist heute bestenfalls noch Backup bei einem Ausfall der Mobilfunknetze, aber längst nicht mehr die primäre Informationsquelle (ob Krise oder nicht).

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 21.11.2015 17:13
Aber Internet/Handy/App sind das erste, was bei so einem Ereignis nicht mehr (verlässlich) funktioniert, siehe http://www.teltarif.de/paris-terror-rundfunk-abschalten-information/news/61815.html
Die drei Minuten sind ein Luxusproblem aber Mobilinternet ist (noch) kein gleichwertiger Ersatz für größere Notsituationen. Zu normalen Zeiten redet man sich leicht ein, für was brauche ich noch simplen Rundfunk, wenn dann der Ernstfall eintritt merkt man wahrscheinlich, wie fahrlässig so eine Aussage zuvor war.

von CBS - am 21.11.2015 18:47
Mit genau so einer Reaktion habe ich gerechnet. :)

Dass Mobilfunk ein Ersatz ist, habe ich gar nicht behauptet. Aber solange er funktioniert, ist er erste Wahl, um in Notsituationen Informationen zu verbreiten.

Leicht OT: der zitierte Artikel unserer Wiesbadener Majestät ist tendenziös und entspricht nicht ganz der Realität. "In einigen Ländern wird derzeit über eine komplette Abschaltung der terrestrischen Rundfunknetzen [sic] diskutiert" ... welche Länder sollen das denn sein, die jegliche terrestrische Verbreitung (also auch DAB) einstellen wollen? Dass man in der Schweiz mittelfristig DVB-T abschalten will, ist für die Krisenversorgung nicht relevant.

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 21.11.2015 19:02
Zitat
Rolf, der Frequenzenfänger
Dass Mobilfunk ein Ersatz ist, habe ich gar nicht behauptet. Aber solange er funktioniert, ist er erste Wahl, um in Notsituationen Informationen zu verbreiten.


Wollte das auch nicht unterstellen (kam das so an?) sondern nur allgemein darstellen ;) . Es ging mir explizit darum, wenn Mobilfunk/internet wegen so einer Notsituation nicht mehr funktioniert. Da die Situation im Stade de France hier und im Artikel explizit erwähnt wurden war dies passend, (mit Klammern eingeschränkt) darauf hinzuweisen. (Mobil)internet wird noch zu leicht als Ersatz für alle Kommunikation gesehen, wie man auch beim Ausfall des Rechenzentrums heute in Gütersloh gesehen hat: Plötzlich geht nichts mehr.

von CBS - am 21.11.2015 19:52
In Österreich war eine Woche lang auf Mux F ein Radioprogramm nicht zu hören, auch die Kennung war weg. Der Sendernetzbetreiber hat das in diesem Fall auch bestritten...

von andimik - am 22.11.2015 19:52
Das ist eben die Frage, ob es "jemand" behoben hat, oder ob sich "das System" aus ebenso unerfindlichen Gründen selber wieder "gefunden" hat.
Es geht ja nicht um den Ausfall als solchen. Auch nicht um die Länge. Das kann passieren.
Sonder darum, dass sie davon nichts gemerkt haben wollen, wie sie auf Anfrage zugegeben haben. Inzwischen (Juni 2016) gab es einen zweiten, ähnlichen Vorfall (da kam plötzlich eine Übertragung aus einem Redaktionsstudio, mit saloppen Sprüchen und Regieanweisungen usw.). Diesmal gaben sie wenigstens zu, dass ich nicht der Einzige gewesen sei, der es bemerkt hatte. Aber sie konnten ebenowenig wie im Nov. 2015 "belegen", dass es passiert war und herausfinden, warum es passiert war.
Man stelle sich vor, das passiert während einer offiziellen Mitteilung, zum Beispiel nach einem Sirenen(fehl)alarm.
Ferner bedeutet das wohl, dass Dritte in diesem digitalen Wirrnetz unbemerkt Informationen einspeisen können...

von radiotom - am 30.07.2016 20:09
Normalerweise entschuldigt man sich... So, wie sie das sonst wegen jeder Lappalie tun (z.B. 3 Sekunden Kunstpause vor den Nachrichten, falsches Signet eingespielt, Mik nicht geschlossen bei Musik nach Interviewe o.ä.).

von radiotom - am 30.07.2016 20:16
Wie ich plausibel machen wollte, geht es nicht um den Ausfall als solchen. Auch nicht um die Länge. Das kann passieren. Aber dann merkt es jener, der das Programm verbreiten möchte.
Oder denkt ihr, die SRG würde auf Anfrage behaupten, den Ausfall nicht bemerkt zu haben, obwohl sie ihm bemerkt haben?

Ich stelle mir vor, das passiert nach einem Sirenen(fehl)alarm. Jeder weiss, dass man da DRS1 einschalten muss (jaja es heisst jetzt Radioessereffeins, weil SRF1 die TV-Staion ist).
Ferner bedeutet das wohl, dass Dritte in diesem digitalen Wirrnetz unbemerkt Informationen einspeisen können...

von radiotom - am 30.07.2016 20:29
Das dürften BAKOM und VBS anders sehen.
Was kommt denn z.B. nach einem Sirenenalarm übers Handy?
- Im Pannenfall (Fehlalarm) rein gar nichts
- Im Ernstfall allenfalls die ersten Panik-News, danach liegt das Netz flach

von radiotom - am 30.07.2016 20:32
Zitat
radiotom
...danach liegt das Netz flach...


Das hätte man sich eben früher überlegen müssen bzw. müssten in künftige Netze Notfallfunktionen implementiert werden. In 20 Jahren werden nämlich die meisten Leute kein Radio mehr besitzen. Somit werden dann Radiomeldungen ziemlich wirkungslos sein.

von Wasat - am 30.07.2016 21:54
In 20 Jahren wird es noch Radios geben. Dann in hybriden Netzen, die weder reine Verteilnetze sind (wie DAB+) noch ausschließlich bidirektional funktionieren (wie 4G).

Dann kann man sogar im Alarmfall Push-Nachrichten auf die Geräte senden, die diese dann automatisch wiedergeben oder mindestens einen Alarmton abslielen.

von Alqaszar - am 30.07.2016 22:55
Zitat
Alqaszar

Dann kann man sogar im Alarmfall Push-Nachrichten auf die Geräte senden, die diese dann automatisch wiedergeben oder mindestens einen Alarmton abslielen.
Das hat man mit DAB+ jetzt schon. Emergency Warning Functionality (EWF). Nach Auslösen des Ernstfalls durch die zuständige Einsatzzentrale wird die Warnmeldung direkt in das Rundfunknetz eingespeist. Ob zu Hause, im Auto oder unterwegs – Digitalradiogeräte schalten automatisch auf das Notfallprogramm um und informieren Anwohner über die Gefahrensituation. Geräte, die sich im Stand-by-Modus befinden, erwachen und schalten ebenfalls direkt die Notfallmeldung ein. Über die Radiodurchsage hinaus erfolgt die Warnung auch in Form verschiedensprachiger Anzeigen auf dem Radiogerät. Zusätzliche und ggf. auch mehrsprachige Informationen geben dank des textbasierten Informationsservice »Journaline®« zudem detailliert Auskunft über die aktuelle Lage, den zuständigen Ansprechpartner vor Ort, das betroffene Gebiet oder das richtige Verhalten im Notfall. Damit stellt EWF vor allem für Nichtmuttersprachler sowie für Menschen mit Hörbeeinträchtigungen ein hilfreiches und lebensrettendes Tool in Katastrophenfällen dar. Darüber hinaus kann durch die Bereitstellung der Journaline-basierten Detailinformationen die Notfall-Hotline von unnötigen Anrufen besorgter Bürger entlastet werden.

von Kohlberger91 - am 31.07.2016 13:26
Wenn der Versorger zu arm ist, seine eigenen Versorgungsbereiche zu überwachen, dann ist das eben so und sollte allenfalls nach frühestens 10 Jahren gemeldet werden.
Die Abschaltung oder der Mod-Ausfall geschieht schliesslich in voller Absicht ! ( Sonst gäbe es ihn ja nicht ) Also : Wenn der Drödelfunk in Heilbronn oder Ibbenbüren mal wieder 6 Monate schweigt, keine Meldung darüber. Bei 53 Euro GEZ im Vierteljahr ist auch eine Überwachung von wichtigen Sendern drin. Wenn sich keiner beschwert, ist der Nachweis erbrachtr, dass es eh keiner hört.
Bitte : Keine Sendeausfälle mehr melden ! Wenn sie wichtig wären, würden es die Eigner schon merken, oder es würde ihnen gemeldet. Wenn nichts passiert, ist es eben der Nachweis, dass es auch kein Hörer mitbekommen hat und dementsprechend auch niemand hört.

von sup2 - am 31.07.2016 13:54
Zitat
radiotom
Inzwischen (Juni 2016) gab es einen zweiten, ähnlichen Vorfall (da kam plötzlich eine Übertragung aus einem Redaktionsstudio, mit saloppen Sprüchen und Regieanweisungen usw.). Diesmal gaben sie wenigstens zu, dass ich nicht der Einzige gewesen sei, der es bemerkt hatte. Aber sie konnten ebenowenig wie im Nov. 2015 "belegen", dass es passiert war und herausfinden, warum es passiert war.


Das heisst, das war wieder nur über einen Senderstandort (Bantiger?) zu hören? Denn was aus dem Studio rausgeht, wird ja üblicherweise mitgeschnitten und sollte somit auch "belegbar" sein.

Dem "warum" müsste wohl das BAKOM als zuständige Behörde nachgehen. Was meinten die denn dazu? Da du offenbar eine Manipulation am Netz unter Ausnutzung einer Sicherheitslücke vermutest, hast du doch sicher eine detaillierte Meldung gemacht.

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 31.07.2016 15:12
Zitat
sup2
Wenn sich keiner beschwert, ist der Nachweis erbrachtr, dass es eh keiner hört.
Bitte : Keine Sendeausfälle mehr melden ! Wenn sie wichtig wären, würden es die Eigner schon merken, oder es würde ihnen gemeldet. Wenn nichts passiert, ist es eben der Nachweis, dass es auch kein Hörer mitbekommen hat und dementsprechend auch niemand hört.


Würde ich nicht sagen, nur weil keiner oder kaum jemand eine Störung meldet heißt das nicht das dass Programm im Normalfall nicht gehört werden würde. Ich melde keine einzige Meldung außer hier im Forum aber auch nicht alles, meisten nur wenn DAB+ mal wieder am Ochenskopf zu spinnen anfängt. Neulich hatte Dkultur auf UKW die Typischen DVBS ausetzter... Wo und an wenn soll der Höher sich da wenden?, die meisten wissen ja nicht mal wie und woher sie ihr Signal empfangen (Sendeanlage). Der Höher meldet doch nichts, er ärgert sich und hofft das es bald wieder funktionieren wird und hört bis dahin ein ähnlichen Sender.

von Kohlberger91 - am 31.07.2016 15:47
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