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Säntis Reichweite - UKW 107,8 Rete Uno [Landau -> Freiburg A35]

Startbeitrag von uhf am 05.12.2015 14:15

Ich war letzte Woche von Landau nach Freiburg auf der französischen A35 unterwegs und stellte erstaunt fest, in welch guter UKW-Qualität inkl. RDS das Rete Uno Programm auf 107,8 MHz vom schweizer Säntis zu großen Teilen zu empfangen war.
Die 2500 Meter Säntishöhe scheinen in Verbindung mit den Nachbarbergen als Reflektor eine tolle Ausbreitung auch über den Schwarzwald hinweg zu ermöglichen.
Selbst in den Aussenbezirken von Freiburg ist der Säntis auf 107,8 MHz mit Rete Uno brauchbar zu empfangen.
Vor der Leistungsreduzierung unserer schweizer Nachbarn auf DVB-T war sogar deren K34 im Freiburger Raum empfangbar.
Schade, dass man über diesen exponierten Standort nicht mehr Radio- und Fernsehprogramme rund und mit hoher Leistung abstrahlt - die Reichweite scheint enorm zu sein.

Weiß jemand, wie weit der Säntis nord-westlich maximal kommt ?

Antworten:

Die 107.80 Rete Uno konnte ich im Autoradio immer bis Ludwigshafen empfangen, als ich von Uster via Basel und A5 nordwärts nach Ludwisgshafen fuhr.

von dxbruelhart - am 05.12.2015 14:49
Rete Uno geht in Königstein am Taunus ständig, in Wiesbaden macht leider ein neuer Füllsender in Wetzlar den Empfang am Kellerskopf kaputt. In Oppenheim geht Rete Uno auch, im Odenwald sowieso und sicher noch woanders. Der Brocken-Empfang bildet die natürliche Grenze nach Nordosten. Spätestens Hunsrück, Taunus und Spessart ist Schluss.

von Languedoc - am 05.12.2015 16:49
....da würde mich mal ein Mitschnitt von "geht ständig" interessieren.
80 % Rauschen, ein paar Sprachfetzen ...... oder doch besser ?

von sup2 - am 05.12.2015 18:47
Wie sieht das den mit der 107,8 von der Hohen Wurzel aus? Gibt es da keine Interferenzen mit dem Säntis :confused:

von DJ Taifun - am 05.12.2015 19:00
Es gibt keine 107,8 dort, nur eine 107,9. Die sorgt aber dafür, dass nur mit sehr trennscharfen Empfängern an einen Säntis-Empfang auch nur zu denken ist.

von RheinMain701 - am 05.12.2015 21:00
Zitat
sup2
....da würde mich mal ein Mitschnitt von "geht ständig" interessieren.
80 % Rauschen, ein paar Sprachfetzen ...... oder doch besser ?


Das würde mich auch mal Interessieren, ständig heißt für mich durchgehend mit paar kurzen einbrüchen.

Im Bezug auf Ständig oder nicht, da würden hier bei mir in Lohmar alle BR Programme Durchfallen, einige gehen zwar mit abbrüchen, nur können die auch mal 5 oder 10 minuten je nach wetter flugzeugen etc sein.

Beständig wäre demnach Vivacite FFH HR3 etc als beispiele

von Rheinländer - am 05.12.2015 23:08
Ich kann gerne mal ein Video hochladen, wenn ich mal wieder unterwegs. Ständig heißt für mich klar identifizierbar durch Hören des Programms (z.B. wenn Nachrichten laufen).

von Languedoc - am 06.12.2015 11:50
Ein ständiger rauschfreier Mono-Empfang ist auf dem "Rete Uno-Rastplatz" Theißtal (Niedernhausen-Idstein) an der A3 Richtung Limburg möglich. Bin dort in diesem Jahr etwa 5 Mal vorbeigekommen, einmal auch mit einem "Zeugen" ;-)

von WellenJäger - am 06.12.2015 19:59
Das werde ich heute gleich mal testen, sind ja nur 7 km von Eppstein entfernt. Hier unten im Tal geht die 107.8 vom Säntis nur bei Tropo.

von Erich Hoinicke - am 07.12.2015 02:25
Schaut man sich den Ausschnitt an, dann sollten sich noch mehr Chancen auf den Säntis im Bereich Taunus / Hunsrück ergeben.
Vielleicht nicht mit dem Autoradio, aber mit ner 3- oder 5-Element-Antenne. Die 95,4 könnte auch noch kommen ( trotz Hardtberg ), die 99,9 sicher nicht. 101,5 : wer weiß. Südlich am Hang könnte der Sender Koblenz ausgeblendet sein.

Vor gut 2 Jahren war ich in Waldenburg. Von dort aus ein paar Km südlich abwärts, die 101,5 von ABY zischelte verdächtig. Also zog ich schnell eine 3-Element auf dem Kofferraum. Und ja :
101,5 Säntis mit RDS. Etwas drehen gen Osten : ABY.
Säntis geht offenbar weiter, als man glaubt ! ( Vielleicht kann jemand ein Gelände-Relief unter die Grafik legen, damit man weiß, wohin man fahren sollte )
[attachment 6428 sntis.png]

von sup2 - am 07.12.2015 12:29
Echt witzig. Der eine grüne Strich schneidet sogar die A3. Das müsste genau diese besagte Stelle sein.

von WellenJäger - am 07.12.2015 18:50
Ich bin neulich am Kellerskopf hin und her mit dem Wagen gefahren, um Säntis klar reinzukriegen und hab mich über den neuen Störer aus Wetzlar geärgert UND etwas lächerlich kam ich mir schon vor, wenn Rete Uno wie jeder andere Sender gleichzeitig via LTE störungsfrei "reinkommt". Die Dx-er Zeiten sind einfach vorbei und das hat nur noch nostalgischen Wert.

von Languedoc - am 07.12.2015 19:54
Hat man dem Säntis nicht vor ein paar Jahren Einzüge gen Norden verpasst?

von HAL9000 - am 08.12.2015 11:19
Die Einzüge sind glaub ich eher richtung Nordosten, nicht nach Norden/Nordwesten. Richtung Ostnordost merkt man die Einzüge deutlich; 101,5 MHz ist hier (Landkreise WM-Süd) die einzige empfangbare Säntisfrequenz - sie ist als einzige nicht gerichtet

von DH0GHU - am 08.12.2015 11:36
Die 101,5 MHz hat Rundstrahlung, alle anderen sind gerichtet (160° - 330°) laut Wikipedia.

von tojo - am 08.12.2015 17:43
So sieht das im Querschnitt aus, habe als Standort Wiesbaden-Platte genommen liegt auf der Anhöhe am Taunus oberhalb von Wiesbaden.
[attachment 6449 FunkstreckeneigenschaftenSntis_WIPlatte.jpg]
Als Parameter habe ich folgendes genommen:
[attachment 6450 RadioMobilNetzwerk-EigenschaftenParameter.jpg]

Von dort oben gibt es theroretisch direkten Empfang vom Säntis.

von DJ Taifun - am 08.12.2015 20:04
Ich kann nur für DX-Empfang von Rete Uno sprechen, als ich noch in Marburg wohnte. Bevor die Funzel in Wetzlar aufgeschaltet wurde, war am Marburger Schloßberg im Blaupunkt Bremen MP74 häufig ein schwacher Empfang möglich, eingeklemmt zwischen FFH (107,7) und Bayern 4 (107,9). Bei angehobenen Bedingungen aus südlichen Richtungen kam Rete Uno schon "anhörbar" bis fast rauschfrei durch. Nach der Aufschaltung der Wetzlarer Funzel war aber Tropo nötig, damit er noch durchkam.

Ich vermute daher, wenn man oben am Marburger Schloßberg eine Yagi mit 5 Elementen oder mehr genau Richtung Säntis ausgerichtet und einen trennscharfern Empfänger benutzt hätte, wäre dort vielleicht ständiger Empfang in DX-Qualität möglich gewesen. Die Entfernung zum Sender beträgt von dort Luftlinie 399 km.

von Lahnwelle - am 08.12.2015 20:24
Hier müßte man sicher die B8 ein gutes stück richtung altenkirchen fahren, die 107,9 BN/SU stört zusammen mit Antenne AC auf selber Frequenz und Radio Leverkusen auf 107,6

von Rheinländer - am 08.12.2015 20:44
Die 107,8 vom Säntis ist am Südhang vom Erbeskopf im Hunsrück regelmäßig zu empfangen, etwas schwächer auch an manchen Südostlagen im Saarland - z.B. von Saarlouis zum Felsberg rauf oder in der Gegend Heusweiler-Göttelborn. In Lothringen geht der Empfang um Nancy rum passabel, immer natürlich an Südosthängen.
Schade, dass ausgerechnet RETE UNO dort ausgestrahlt wird und nicht z.B. SRF1 oder SRF3 ...

von Randfunker - am 10.12.2015 15:44
War damals in den 1980ern die Belegung nicht sowieso ganz anders ?
Ich habe ein altes Heft widegefunden, da hatte ich 1984 auf der A8 zw. N und ING den Empfang der 103,1 mit DRS 3 im Auto mit einem O3-4 verzeichnet. Daran erinnern kann ich mich leider nicht.
Wo damals DRS1 sendete, weiß ich nicht, ich hatte es wohl auch nicht ausprobiert.

von sup2 - am 10.12.2015 15:56
DRS1 war glaub ich mal auf der Frequenz, die heute RSR1 nutzt, 99,9 MHz. Kann mich aber täuschen, das ist schon lange her ;)

von DH0GHU - am 10.12.2015 16:11
So ist es. DRS1 war auf 99.9. DRS2 immer auf 95.4. DRS3 anfangs, meine ich, auf 103.1 und erst später auf 105.6, nach Erweiterung des UKW-Bandes. Da zeigte sich dann, wie weit der Säntis wirklich reicht, wenn die Frequenz frei ist, denn das war sie damals. Im Gegensatz zur 99.9, die schon auf der Alb mit Heidelberg zu kämpfen hatte.

von Peter Schwarz - am 10.12.2015 16:35
Damals ging das alles aber imho auch noch mit 60kW rund raus.

von Habakukk - am 10.12.2015 16:40
Zitat
Peter Schwarz
... Im Gegensatz zur 99.9, die schon auf der Alb mit Heidelberg zu kämpfen hatte.

Kann ich bestätigen. Ich war im September 2013 oben auf der Albhochfläche in Amstetten (das obere Ende der Geislinger Steige) und bin von dort aus zurück nach Geislingen gewandert. Am nordwestlichen Ortsrand von Amstetten brachte der Tecsun PL-390 auf der 99,9 MHz wahlweise den Säntis oder Heidelberg, da reichte schon ein kleiner Schwenk der Teleskopantenne.

von tojo - am 10.12.2015 18:01
Da oben gibts auch einen recht harten Übergang zwischen Pfänder und Mudau auf 102,1 MHz... (auf der A8 am Lämmerbuckeltunnel ist bei Fahrt gen Südosten die Grenze...)

von DH0GHU - am 10.12.2015 18:20
In den 80er Jahren konnte sich Säntis noch bis in die Rottweiler Gegend auf der A81 gegen SDR3 Heidelberg durchsetzen. Diese 99,9-Linie verläuft auch durchs nördliche Elsass.
Ich fand das immer recht krass mit dieser Interferenz.
Auf den anderen Frequenzen hatte es der Säntis auch immer mit "Widersachern" zu tun. Ganz zu Anfang, auf der 103,1, war nur kurze Zeit freie Bahn, bald schon kam SWF3 Donnersberg dahin, weil dort die 89,9 wegfiel. Später wechselten sinnigerweise sowohl Säntis als auch Donnersberg (SWR4) auf 105,6. - Fast so, als wollte man Säntis um jeden Preis abblocken.
Vielleicht ist es ja gerade dank der italienischen Sprache, dass man die 107,8 "durchlässt" - weil sie ja keine D-sprachige Konkurrenz darstellt.

von Randfunker - am 10.12.2015 20:11
Ich mag mich daran erinnern, dass ich zu meiner Berufsakademie Zeit in Stuttgart 1985/86 in Ludwigsburg neben dem Schloss wohnte und dort DRS3 vom Säntis empfangen konnte.

von szhxmy - am 13.12.2015 10:12
Hier mal die Radiomobilkarte für die 107,8 60KW
[attachment 6492 k800-Sntis107860km015999795400kmopenstrW7_page1_image1.jpg]
[attachment 6493 k800-Netzwerk-Eigenschaftenh.jpg]
Kartenquelle ist Openstreet
[attachment 6494 k800-Regenbogenfarben.jpg]

von DJ Taifun - am 13.12.2015 11:01
Interessant, das geht ja wirklich noch an verschiedenen Stellen im Hunsrück.

Früher in meinem Elternhaus war Richtung Südost schlechter Empfang und alle anderen Richtungen gingen top. Jetzt in Hanglage ist Südost die einzige noch brauchbare DX-Richtung.
Bei mir ist die 107,8 jedenfalls nun regelmäßiger Tropoindikator. :xcool:

von Saarländer (aus Elm) - am 13.12.2015 15:40
Ende der 80er Jahre war z.B. in Bad Soden Säntis DRS3 105,6 Dauergast-bis der Donnerberg alles geplättet hat. France Info 104,4 und 105,5 gleichermassen.

von Frankfurt - am 13.12.2015 16:47
Die Karte ist, zumindest in Nordwest-Richtung, eher konservativ gerechnet. Im ca. 430m hoch gelegenen Nachbarort von mir, mitten im Kreis WND, geht die 107,8 an etlichen Stellen im Autoradio ohne Klimmzüge.

Bei guten Empfangslagen, die aber keine freie Sicht nach Südosten haben, kommt dann auch mal die belgische 107,8 durch.

von Natrium - am 13.12.2015 20:20
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