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SWR-Sender Koblenz: Leichtflugzeug abgestürzt

Startbeitrag von ulionken am 13.12.2015 19:52

Die FAZ meldet:

Zitat

Beim Absturz eines Leichtflugzeugs sind am Sonntagnachmittag in der Nähe von Koblenz der 48 Jahre alte Pilot und seine neunjährige Tochter ums Leben gekommen. Die Maschine war bei schlechter Sicht und Nebel gegen den Rundfunk-Sendemast Nassheck in Dieblich (Kreis Mayen-Koblenz) geprallt und abgestürzt, teilte die Polizei in Koblenz am Abend mit.


Weiss jemand, ob der Sender noch in Betrieb ist?

73 de Uli

Nachtrag: Die Meldung gibt es auch beim SWR.

Antworten:

Zitat
ulionken
Weiss jemand, ob der Sender noch in Betrieb ist?


Ich habe gerade die 96,1 mal getestet und was höre ich direkt nach dem Einschalten in den Nachrichten? - Genau diese Meldung.

Auch die anderen SWR-Frequenzen funktionieren. Also auf UKW wird jedenfalls noch gesendet.

von Funkohr - am 13.12.2015 20:07
http://www.swr.de/landesschau-aktuell/rp/leichtflugzeug-prallt-gegen-sendemast-vater-und-tochter-sterben-bei-flugzeugabsturz/-/id=1682/did=16643598/nid=1682/1gid306/index.html
Zitat

Es könne nicht abgeschätzt werden, ob der Sendemast einsturzgefährdet ist, teilte die Polizei mit. Nötige Untersuchungen könnten erst bei Tageslicht im Laufe des Montags durchgeführt werden.
(...)
Der Sendemast aus Stahl ist 280 Meter hoch und gilt als zweithöchstes Bauwerk in Rheinland-Pfalz - nach dem Sender Eifel (302 Meter). Er steht in einer Höhe von rund 420 Metern und ist mit Stahlseilen im Boden verankert.


von Natrium - am 13.12.2015 20:23
Beim SWR erkennt man offenbar sein Eigentum nicht wieder. Das auf Bild 8 ist auf jeden Fall kein Flugzeugteil sondern ein Seilmarker und gehört auf eine der Pardunen und dient der Kennzeichnung.
Seinen Zweck hat er aber offenbar nicht erfüllt.

http://www.swr.de/landesschau-aktuell/rp/koblenz/vater-und-tochter-kommen-beim-absturz-eines-leichtlugzeuges-am-sender-nassheck-bei-dieblich-ums-lebe/-/id=1642/did=16647530/nid=1642/172rkal/index.html

von Marc_RE - am 14.12.2015 11:19
Und ein Hang zur Übertreibung....In Bild 8 "Ein Teil zerstörten Sendemastes" Der Mast steht und die Sender laufen noch.

von DJ Taifun - am 14.12.2015 12:03
Hängen an dem Seilmarker noch Stücke der Pardune raus ? Dann könnte zumindest ein Seil gekappt worden sein.

von Karl 3 - am 14.12.2015 12:26
Was kratzt es einen deutschen Sender, wenn ein Leichtflugzeug sich daran schabt. Um den Masten zu fällen, braucht es schon niederländische Senderbetreiber, die kriegen das zuverlässiger hin. :D

Bei allem Zynismus: Schreckliche Tragödie vor Weihnachten für die Betroffenen. Da sieht man, wie wichtig es ist, als Pilot vorher einen Wetterbericht für die gesamte Strecke zu konsultieren. Dann hätte der Familienvater, der im sonnigen Schwarzwald gestartet ist, gewusst, dass in Rheinland-Pfalz auf ihn Nebelnieselpampe wartet.

von Peter Schwarz - am 14.12.2015 12:27
Das ist bestimmt nur passiert, weil der SWR keinen Flugwetterbericht auf Mittelwelle ausstrahlt!

von iro - am 14.12.2015 12:41
Zitat
DJ Taifun
In Bild 8 "Ein Teil zerstörten Sendemastes"

Vorher stand da "Ein Teil des zerstörten Kleinflugzeugs". Daß das Teil zu den Pardunen gehört, hatte ich da auch gepostet. Der Text wurde korrigiert, der Kommentar entfernt.

von Marc_RE - am 14.12.2015 15:42
um mal auf das Thema zurück zukommen, ist jz eigentlich etwas über beschädigungen bekannt?

von Marcus. - am 14.12.2015 17:05
Im Autoradio gabe ich das Gefühl das die Feldstärke schlechter ist, RT und TP Bit kommen recht spät.
SWR Protect?
Zu Hause kann ich keine Sender aus der Ferne mehr testen.
Wie siehts aus bei euch?

von xxxxxxxxxxxxxx - am 14.12.2015 18:26
Also ich konnte jetzt keine Verschlechterungen feststellen. Die starken UKW-Sender kommen gleich stark, DASDING (hat ja nur 0,2 kW) kommt auch wie immer durch.
Laut Landesschau RP hat das Flugzeug eine Pardune berührt und nun werden morgen mit einer Drohne die Pardunen genau in Augenschein genommen...

von oli84 - am 14.12.2015 18:38
Traurig ist das ganze insofern, daß ein simples Tablet mit Kartenapp, die gibt es auch für Flugzeuge, davor gewarnt hätte.

Der SWR hatte sich übrigens bei mit gemeldet und sich für die Korrektur bedankt. Der Beitrag wurde also nicht einfach so gelöscht.

von Marc_RE - am 14.12.2015 20:45
Zitat
Marc_RE
Das auf Bild 8 ist auf jeden Fall kein Flugzeugteil sondern ein Seilmarker und gehört auf eine der Pardunen und dient der Kennzeichnung.


Das Flugzeug hat offensichtlich eine der drei Pardunenseile der oberen Abspannebene erwischt.

---> http://pixuria.com/?p=14501289750e22767dfb

Nur dort gibt es diese Seilmarker.


Der Empfang ist hier in 174 km Entfernung unverändert.

von Manager. - am 14.12.2015 21:40
Linz und Bad Marienberg haben Ballempfang von Koblenz als Reserve. Sind beide aber auch direkt mit "Mainz" verbunden.

von Languedoc - am 15.12.2015 07:15
Zitat
Marc_RE
Traurig ist das ganze insofern, daß ein simples Tablet mit Kartenapp, die gibt es auch für Flugzeuge, davor gewarnt hätte.

Der Flug erfolgte wohl nach den Sichtflugregeln. Gehen wir mal davon aus, daß der Pilot laut den hier verlinkten Schilderungen Profi (=> Bundeswehr) war. Er wird sicherlich bessere Kenntnisse als manch anderer Hobbypilot gehabt haben. Auch, und ich unterstelle jetzt einmal daß er schon öfter nach Trier geflogen ist, dürftem ihm sämtliche hohen Bauwerke bekannt gewesen sein. Es bleibt also die Frage nach dem Warum völlig offen, während hier Familien mit einem Schicksalsschalg vor Weihnachten hart geprüft werden :-( .

von Thomas (Metal) - am 15.12.2015 07:21
Zitat
Marc_RE
Beim SWR erkennt man offenbar sein Eigentum nicht wieder. Das auf Bild 8 ist auf jeden Fall kein Flugzeugteil


Das steht dort ja auch nicht?!?

von DigiAndi - am 15.12.2015 07:28
Stand da und wurde auf Hinweis geändert ;-)

von Japhi - am 15.12.2015 10:33
Tragisch...

Beim Sichtflug werden saemtliche markanten Bauwerke zur Orientierung genutzt. Dazu gehoert freilich auch ein solcher Antennenmast. Bei den Wetterbedingungen, die auf einigen der spaeter aufgenommenen Fotos erkennbar sind, haette das Flugzeug dort ueberhaupt nicht sein duerfen.

Aber gut, warten wir die weiteren Ermittlungsergebnisse ab! Ist inzwischen etwas ueber die Ergebnisse der Statikpruefung bekannt geworden?

von PowerAM - am 15.12.2015 10:55
Zitat
iro
Das ist bestimmt nur passiert, weil der SWR keinen Flugwetterbericht auf Mittelwelle ausstrahlt!


ganz genau ;-)

von DLR-Fan Sachsen-Anhalt - am 15.12.2015 10:56
Die Landesschau RP hat gestern Abend auch über das Unglück berichtet: http://swrmediathek.de/player.htm?show=d6a5e340-a299-11e5-80e0-0026b975f2e6

Der Mast spielt in dem Beitrag keine große Rolle. Also es wird nicht über eventuelle Einsturzproblematiken gesprochen, jedoch wird auch genau das Argument welches PAM schon erwähnte, genannt. Bei der Wetterlage hätte das Flugzeug nicht fliegen dürfen.

von Sebastian Dohrmann - am 15.12.2015 11:31
Dann waren es wohl nur schlechte Bedingungen für den Empfang.

von xxxxxxxxxxxxxx - am 15.12.2015 14:16
Sind die Antennen denn nicht beleuchtet? Oder ist das nicht Pflicht ? Meinte mal ab einer bestimmten Höhe gehört zu haben kann mich aber auch irren :confused:

von antennen freak - am 15.12.2015 16:44
BP beleuchtet hin und wieder Antennen.

von xxxxxxxxxxxxxx - am 15.12.2015 16:51
Natürlich ist der beleuchtet. Aber bei Sichtweiten unter 100 Meter ist es dann mal zu spät, wenn man mit dem Flugzeug drauf zu fliegt. Deshalb: Der hätte bei den Bedingungen dort gar nicht durchfliegen sollen, zumal Koblenz nicht auf dem Weg vom Schwarzwald nach Trier liegt.

von Peter Schwarz - am 15.12.2015 17:06
Der Sendemast ist offensichtlich nicht ernsthaft beschädigt, siehe hier.

von RN - am 15.12.2015 17:12
Ich habe immer gedacht von dort kommt nur RPR und Big FM? Und vom Fernsehturm kommen die SWR sender :confused:

von Rheinländer - am 16.12.2015 09:17
Nö, anders rum.

von xxxxxxxxxxxxxx - am 16.12.2015 09:36
Genau, vom SWR-Sender kommen nur RPR und big FM. Die SWR-Sender werden vom DFMG-Standort Kühkopf ausgestrahlt. Nur um uns zu verwirren.

(Ist logischerweise latürnich genau umgekehrt)

von Japhi - am 16.12.2015 09:48
Und um alles noch komplizierter zu machen ...

Der analoge terrestrische Grundnetzsender "Koblenz" für ZDF und SWR Fernsehen kam weder vom Kühkopf noch von Dieblich-Nassheck sondern von Bendorf-Vierwindenhöhe. Von dort kommen jetzt noch die UKW Programme DLF, DLR, Rockland, Antenne Koblenz und Radyo Metropol.

https://de.wikipedia.org/wiki/Sender_Bendorf-Vierwindenh%C3%B6he

von Rosenelf - am 16.12.2015 12:04
Keine Einsturzgefahr: SWR-Sender Koblenz wieder freigegeben
Experten haben keine sichtbaren Schäden an dem SWR-Sendemast Dieblich bei Koblenz festgestellt. Das teilt der öffentlich-rechtliche Sender auf seiner Website mit. Somit können UKW und DAB+ von diesem Standort ohne Einschränkungen weitersenden. Am Sonntag war dort ein Leichtflugzeug abgestürzt. Was genau zum Absturz führte, ist immer noch unklar.

Eine Spezialfirma hat den Sendemast am Dienstag mit einer Flugdrohne untersucht. dabei sollte geprüft werden, ob der Mast einsturzgefährdet ist. Der Motorsegler hatte am Sonntag offenbar eines der Stahlseile gestreift, mit denen der Mast im Erdboden verankert ist. Das Stahlseil ist bei dem Unfall aber nicht gerissen.

Die Experten stellten keine sichtbaren Schäden an den Stahlseilen, die den Mast halten, fest. Sicherheitshalber wird später ein Seil ausgetauscht und untersucht. Die Bewohner der Häuser in unmittelbarer Nähe des Sendemasts konnten wieder nach Hause.

Quelle: satnews.de

von RolfS - am 16.12.2015 15:56
Zitat
Eric Becker (Säbelzahnigel)
Dann waren es wohl nur schlechte Bedingungen für den Empfang.


Bei mir kommen die SWR-Programme aus Koblenz seltsamerweise seit zwei Tagen besser rein als zuvor. Das kann aber natürlich auch an angehobenen Bedingungen liegen.

von DX OberTShausen - am 16.12.2015 22:56
Zitat
Eric Becker (Säbelzahnigel)
BP beleuchtet hin und wieder Antennen.


Ab und zu auch die Pardunen, wie jetzt z.Z. in Lopik ! :rolleyes:

von Nelixx - am 17.12.2015 08:38
Naja das macht BP dann wieder nicht..

von Jassy - am 17.12.2015 08:59
Zitat
PowerAM
Tragisch...

Beim Sichtflug werden saemtliche markanten Bauwerke zur Orientierung genutzt. Dazu gehoert freilich auch ein solcher Antennenmast. Bei den Wetterbedingungen, die auf einigen der spaeter aufgenommenen Fotos erkennbar sind, haette das Flugzeug dort ueberhaupt nicht sein duerfen.

Aber gut, warten wir die weiteren Ermittlungsergebnisse ab! Ist inzwischen etwas ueber die Ergebnisse der Statikpruefung bekannt geworden?


Ganz richtig. Er hätte bei dem Wetter nicht dort sein dürfen. Sagt der Abschlußbericht der BFU:

https://www.bfu-web.de/DE/Publikationen/Untersuchungsberichte/2015/Bericht_15-1704-3X_RF5_Nassheck.pdf?__blob=publicationFile

von DH0GHU - am 20.06.2017 08:17
Zitat
DH0GHU
Zitat
PowerAM
Tragisch...

Beim Sichtflug werden saemtliche markanten Bauwerke zur Orientierung genutzt. Dazu gehoert freilich auch ein solcher Antennenmast. Bei den Wetterbedingungen, die auf einigen der spaeter aufgenommenen Fotos erkennbar sind, haette das Flugzeug dort ueberhaupt nicht sein duerfen.

Aber gut, warten wir die weiteren Ermittlungsergebnisse ab! Ist inzwischen etwas ueber die Ergebnisse der Statikpruefung bekannt geworden?


Ganz richtig. Er hätte bei dem Wetter nicht dort sein dürfen. Sagt der Abschlußbericht der BFU:

https://www.bfu-web.de/DE/Publikationen/Untersuchungsberichte/2015/Bericht_15-1704-3X_RF5_Nassheck.pdf?__blob=publicationFile


Mal interessant so einen Bericht zu lesen.
Haette er auch unser Hobby geteilt, haette er gewusst, dass an der Stelle ein mit Seilen abgespannter Sendeturm steht. Vermute er hat ihn auch rechtzeitig gesehen, nur eben nicht an die Abspannungen gedacht.

von Nordlicht2 - am 20.06.2017 10:09
Geht man nach dem Radar bezüglich der Flugroute war es möglicherweise schon am Grundnetzsender Boppard knapp. Allerdings gibt es genau dort keine Radar-Aufzeichnungen.

von Thomas (Metal) - am 20.06.2017 11:12
Normalerweise sind solche Masten ausreichend deutlich in den Luftfahrtkarten verzeichnet...

von DH0GHU - am 20.06.2017 18:33
...weshalb sie für Sichtflug verwendet werden.

von PowerAM - am 20.06.2017 19:51
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