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Störpegel zuhause - kein DX mehr möglich

Startbeitrag von Peter Schwarz am 13.01.2016 06:46

Nachdem die Störungen im bebauten Gebiet in den letzten Jahren allgemein zugenommen haben, musste ich gestern feststellen, dass bei mir mittlerweile kein echtes DX mehr möglich ist. Selbst an der Dachantenne habe ich auf fast allen UKW-Frequenzen einen zwar nur leichten Rauschpegel, der aber reicht, schwache Stationen und Scatter zu überdecken. Fadende Signale wie Wendelstein 93.7 gehören der Vergangenheit an. Auf einigen Frequenzen habe ich ein lautes Brummen, am stärksten auf 89.3. Auf der 90.0 ein starker Leerträger.
Alle Sender, die vorher fadend oder mit O=2 gelistet waren in meinem Scan, sind nicht mehr hörbar. Ein Sender muss jetzt mindestens S=3 erreichen, um den Störpegel zu durchbrechen.
Woher diese Störungen sogar an der Dachantenne kommen, weiß ich nicht. Selbstverschuldet können sie nicht sein, da sich an meiner Elektronik in den letzten Wochen nichts verändert hat. Vielleicht nützt einer der Nachbarn mittlerweile PLC oder LED-Lampen. Unter letzteren soll es auch üble Störer geben.

Wie sind Eure Erfahrungen bezüglich des Störpegels zuhause? Und wie behelft Ihr Euch? Gibt es Möglichkeiten, etwas gegen massive HF-Schleudern zu unternehmen? Am Heim-QTH hat sich das Thema DX jedenfalls bei mir bis auf weiteres weitgehend erledigt.

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Zitat
Peter Schwarz
Selbstverschuldet können sie nicht sein, da sich an meiner Elektronik in den letzten Wochen nichts verändert hat. Vielleicht nützt einer der Nachbarn mittlerweile PLC oder LED-Lampen. Unter letzteren soll es auch üble Störer geben.

Dort würde ich zunächst ansetzen. D. h. sämtliche Verbraucher abschalten, Sicherungen herausnehmen. Ist dann auch im Batteriebetrieb der Störer noch da ist er mit größter Sicherheit nicht von dir, bzw. in deiner Hoheit. Dann würde ich de BNetzA einschalten.
Alternativ könnte man sich selbst noch auf die Suche machen und mit einem tragbaren UKW-Empfänger mittels Richtpeilung der Teleskopantenne ein Eingrenzen versuchen.
Man sollte nicht vergessen: Wer so stört, stört auch andere Dienste.

Nachtrag:
2x hatte ich einen solchen Fall bisher. Einerseits hat am QTH1 vor etwa 5 Jahren wohl ein Nachbar mit seiner Photovoltaik-Anlage massive Störungen produziert. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich die Yagi allerdings noch unter Dach und damit keinen Anspruch die Dienste der BNetzA damit zu beauftragen. Je nach Helligkeit waren so massive Träger drauf daß sogar 25kW-Sender aus ca. 30km Entfernung bei Sichtverbindung gestört wurden und das wohl frequenzabhängig je nach Helligkeit. Bevor ich weitermachen konnte verschwand das Problem von einem Tag auf dem anderen. Allerdings hat das Haus daneben ein Funkamateur gekauf. Angeblich hatte er, später von mir drauf angesprochen, nie Störungen gehabt. Nunja, lassen wir das weitere sacken im Sinne einer guten Nachbarschaft ;-) .
1993 hatte ich das am QTH2. Dort legte sich ein Träger zunächst auf die 90,4. Dies war mir egal da zu diesem Zeitpunkt darüber Charivari Würzburg mit einem Schlagerprogramm verbreitet wurde. Wenig später legte sich der Träger allerdings auf die 89,3. Meine Reaktion war gefühlt ähnlich die des Rockers bei Werner mit "Anna naß" :D . Damals hatte ich die Störung mit einem Walkman recht genau eingegrenzt und auch die Post informiert. Obwohl die Antenne unter Dach war hat man einen Einsatz gestartet. Details habe ich nicht erfahren, jedoch war am Abend nach dem Einsatz die Störung weg und wurde nie mehr angetroffen.

von Thomas (Metal) - am 13.01.2016 06:59
Vor Urzeiten hatte ich starke Störungen im Band III, die sogar den Empfang des ARD-Programms beeinträchtigten. Dessen Signalstärke entsprach den Kriterien des Funkstörmessdienstes, also sind die Leute mit ihrem Messwagen herumgefahren. Die Störquelle war ein schwingender Verstärker in einer Zimmerantenne rund 100m entfernt.

Heute würde ich auch eher PLC (dLAN) oder LED-Leuchten denken. So einen LED-Störer habe ich selbst im Haus entdeckt, muss sie noch verdrosseln und werde künftig bei der Auswahl von Leuchten einen Empfänger mitnehmen.

73 de Uli

von ulionken - am 13.01.2016 07:11
Hier sind es oftmals LED-Lampen, die den UKW-Bereich zurauschen. Ein WLAN-Repeater in der Wohnung hat mir auch schon alles unter O=4 weggestört. Nicht zu verachten: Ladegeräte/Schaltnetzteile und Rundfunkgeräte. So stören sowohl Pure Siesta Mi als auch Panasonic RF-D10 im Standby-Betrieb tierisch! Meine Sony-Anlage stört auch kräftig im Betrieb. Die meisten Störungen kommen aber von den Nachbarn.

Also: Freistehendes Haus auf dem Land, Glühlampen und nur batteriebetriebe Geräte an Dachantenne. DX wird zunehmend schwerer.

Nachtrag: Bei meinen Eltern ist es mittlerweile ganz schlimm. Früher gab es mal vereinzelt Störungen durch die analoge Telefonanlage, mittlerweile liegt ein Rauschteppich auf dem Band, dass Reichweiten über 100km fast nicht mehr möglich sind. Woher? Ich kann nur mutmaßen: LED-Beleuchtung, Solaranlage, Wlan, neue Geräte im Standby? Schnurlose Telefone sind es definitiv.

von Japhi - am 13.01.2016 07:11
Indoor mit Stabantenne nehme ich Störungen mittlerweile hin. Aber an der Antenne 2 Meter über Dachfirst finde ich es arg! Und bei mir hat sich definitiv nichts geändert bzw. ist nichts neues hinzugekommen.

von Peter Schwarz - am 13.01.2016 07:24
Versuche zumindest das Bauwerk einzugrenzen, von dem die Stoerungen ausgehen! Mit diesem Hinweis wendest du dich an die BNetzA.

Ich hatte zuletzt einen Torantrieb mit Funkfernbedienung ausfindig gemacht, der im Umkreis einiger 100 m den UKW-Empfang zuprasselte und DAB-Empfang vollstaendig verhindern konnte. Der LMK-Bereich war im doppelten Umkreis unbrauchbar geworden. Mir wurde allerdings mitgeteilt, dass in diesen Bereichen mehr oder weniger starke Stoerungen inzwischen Realitiaet geworden sind und mit der Aufgabe der Lang- und Mittelwelle in diesen Bereichen nicht mehr primaer nach Stoerern gesucht wird. Nur wenn von ihnen auch Stoerungen aktuell noch genutzte Funkdienste beeintraechtigt werden, wuerde man die Quelle abstellen.

Momentan fahre ich arbeitstaeglich an einem vermutlich schwingenden Antennenverstaerker vorbei. Er unterbindet auf ca. 250 m den DAB-Empfang der Berliner Kanaele 7B und 7D. Im vergangenen Oktober wurde dort bereits "entstoert", d. h. abgeschaltet. Der Empfang riss fuer etwa zwei Wochen nicht mehr ab. Danach wurde die Anlage offenbar wieder in Betrieb genommen. Mit einem analogen Funkscanner habe ich einen Brummtraeger ausmachen koennen, der die 7er Kanaele zudeckt. 5C liegt darunter und ist nicht betroffen.

von PowerAM - am 13.01.2016 07:35
Zitat
PowerAM
Mir wurde allerdings mitgeteilt, dass in diesen Bereichen mehr oder weniger starke Stoerungen inzwischen Realitiaet geworden sind und mit der Aufgabe der Lang- und Mittelwelle in diesen Bereichen nicht mehr primaer nach Stoerern gesucht wird. Nur wenn von ihnen auch Stoerungen aktuell noch genutzte Funkdienste beeintraechtigt werden, wuerde man die Quelle abstellen.

Beschaffe Dir einen Empfänger, der auch die Amateurbänder empfängt, und melde die Störungen, falls sie auch dort auftreten. Das IST ein aktuell genutzter Funkdienst. Insbesondere ist die Behörde notfalls darauf hinzuweisen, dass es im Amateurfunkdienst keine Mindestnutzsignalfeldstärken gibt, d.h. ein nicht konformer Störer ist auf jeden Fall ein Grund, aktiv zu werden, auch wenn der Störpegel für Rundfunkempfang aus Behördensicht nicht problematich wäre.

Zitat

Im vergangenen Oktober wurde dort bereits "entstoert", d. h. abgeschaltet. Der Empfang riss fuer etwa zwei Wochen nicht mehr ab. Danach wurde die Anlage offenbar wieder in Betrieb genommen.

Das wäre ein Grund für eine erneute Störmeldung. Sollte der Betreiber tatsächlich gegen Auflagen verstoßen haben, wird er den neuerlichen Denkzettel vermutlich im Geldbeutel deutlich spüren.

Bei so massiven Störungen hilft eigentlich nur ein massives Auftreten des durch unerwünschte Abstrahlungen Gestörten und notfalls auch der Einsatz von Rechtsmitteln.

von DH0GHU - am 13.01.2016 08:17
Inzwischen ist es nahezu aussichtlos, wirklich genau herauszufinden, woher die Störungen kommen. So mein Eindruck in "dicht" (damit meine ich schon Dörfer wo die Häuser 50 m auseinander stehen) bebautem Gebiet.
Bei mir zuhause betrifft es nur "LMK", besonders die Mittelwelle ist unglaublich zugeprasselt. Dennoch sind auch schwächere Sender meist empfangbar (!), nur eben mit Dauerprasseln im Hintergund...

Das ist schon seit Jahren so und immer mehr geworden. Auf UKW ist zum Glück noch Ruhe, abgesehen von einem (oder mehreren) Kabellecks die interessanterweise aber nur sporadisch auftauchen. Ich hatte sogar schon mal offizielle Aufträge, diese Abstrahlungen zu finden und zu beseitigen. In einem Haus bin ich auch fündig geworden (dort lagen 20 m Kabel auf dem Dachboden ohne angeschlossene Abschirmung...), danach war auch eine Zeit Ruhe, aber gelegentlich tauchen immer wieder Lecks unbekannter Herkunft auf.

Zurück zum Prasseln auf LMK.
Da ich ja vielfach bei Kunden auch den Router und Netzwerk"verkabelung" zu sehen bekomme kann ich sagen: Gefühlt jeder zweite (!) nutzt heute PLC!
Selbst in meiner Nachbarschaft habe ich alleine mindestens 4 PLC-Adapter "gefunden". Es gibt also ganz sicher nicht "die" eine Störquelle, sondern die Summe machts. Man würde es wahrscheinlich nicht mal merken, wenn man nur eine der Störquellen abschalten würde.
Anfangs dachte ich auch noch, dass es vielleicht nur an einem Nachbarn liegt der das nutzt. Aber Pustekuchen. Ich bin mir sehr sicher, dass der Hauptgrund für das Prasseln bei mir PLC ist.
Dazu kommen noch die inzwischen weit verbeitetebn LED-Lampen, Solaranlagen mit fetten Wechselrichtern (so eine steht in Sichtweite meiner Antennen leider auch auf einem Dach)...

Es gibt hier im Dorf nur einen Funkamateur, der davon betroffen wäre. Aber den Interessiert es nicht, der macht nur noch UKW und höher...

von WiehengeBIERge - am 13.01.2016 08:38
Solaranlagen: Da ist mir mindestens ein Fall bekannt, in dem ein Hersteller bei den Laborprüfungen fürs CE-Bapperl zwar Filter eingebaut, auf diese in der Serie dann aber "verzichtet" hat. Schon deshalb muss man solchen Typen eigentlich die BNetzA auf den Hals hetzen.

Achja: und was das Argument der BNetzA betrifft, LMK-Rundfunk nciht mehr so zu beachten: Bitte was? Das sind immernoch Rundfunkbereiche. Das Hören von Auslandssendern ist seit ca. 70 Jahren nicht mehr verboten.

von DH0GHU - am 13.01.2016 09:11
Es ist aber (leider) nun mal so, dass die Mehrheit Internet in allen Räumen will ohne Kabel zu verlegen (auch wenn PLC technisch gesehen ein absoluter Behelf und eigentlich nur als "Notlösung" gedacht war, genau wie WLAN - beides wird heutzutage aber im privaten Bereich definitiv mehr genutzt als das klassische Netzwerkkabel!).
LMK-Hörer und Funkamateure dagegen sind eine (extrem kleine) Minderheit. Auch wenn die LMK-Hörer im Recht sind haben die Internetnutzer die keine Löcher bohren wollen oft Vorrang :-(.

von WiehengeBIERge - am 13.01.2016 09:20
Wie ich hier konkret mit mobilem Transistor feststellen konnte,
verursachen auch Kabel und Internetprovider schwere Störg. der AMbereiche,
sj

von satjay - am 13.01.2016 10:11
Ich wohne im Hochhaus - mit meiner UKW- Antenne zwar auf dem Dach - aber gleichzeitig mit zig div. Handynetz- Umsetzern und Richtfunkstrecken drauf... noch Fragen.......?

Der Störgehalt auf UKW hält sich zum Glück in Grenzen - oder mir fehlt der Vergleich, wie es mit nem "sauberen" Dach wäre. Sprich, direkte Störungen habe ich dort nicht, aber durchaus einen erhöhten Grundrauschpegel.
Deutlich schlimmer siehts im LMK- Band aus. Aber hier kommen zahlreiche Störungen aus dem Haus selber. Immer wieder knallt über Tag irgendein Gerät mit nem Knattern über das gesamte Band mit zT deutlich über S9. Und dann wieder gibt es Phasen, da ist Ruhe und man kann sich wenigstens in Teilbereichen über halbwegs saubere Signale freuen.

von HAL9000 - am 13.01.2016 10:50
Auch defekte Gasentladungs-Leuchtmittel stören sehr stark, eine Laden-Außenbeleuchtung hat sogar den UHF-Bereich total zugestört und normaler Fernsehempfang war nicht möglich da starke Pixelstörungen.

von martin2 - am 13.01.2016 11:07
Zitat
DH0GHU
...und notfalls auch der Einsatz von Rechtsmitteln.


Wenn du dein Geld mit Anwälten und Gutachtern durchbringen die Zeit bei Gerichten verbringen möchtest. Es ist meines Erachtens sinnlos. Ich habe selbst viele Geräte, die speziell auf niedrigen Frequenzen Störungen verursachen. Auch wenn ich das alles beseitige, von den Nachbarn kann ich es nicht verlangen.

von Wasat - am 13.01.2016 15:59
Bei mir ist der Langwellen-Empfang ziemlich schlecht. Ich wohne in der Innenstadt von Frankfurt am Main, mit Straßenbahn vor der Haustür. Bislang ging ich davon aus, dass der Empfang, so wie ich ihn erlebe, "normal" sei und dass BBC Radio 4, France Inter oder das frz. RTL einfach nicht besser reinkommen.

Wenn ich dann aber den WebSDR aus Twente höre, bin ich erstaut, was für ein klares Signal der besagten LW-Stationen dort mit der Mini Whip Antenne empfangen werden kann. Von daher denke ich, dass es bei mir an den HF-Störungen der Umgebung liegen wird.

Ähnliches gilt übrigens auch für Mittel- und Kurzwelle. Mit UKW habe ich keine Probleme.

von Klaus Wegener - am 13.01.2016 16:26
Am besten in der Tat mit einer kleineren Antenne versuchen die Richtung zu identifizieren. Wenn du Möglichkeiten hast in die Nähe von Anschlusskästen zu kommen mal dort gucken aus welchem Kreis es rauskommt. Denn meistens pflanzen sich die Störungen auch über die Stromkabel fort. Auch mal versuchen die Zeiten zu identifizieren, in denen das Signal entweder da ist oder auch nur eine Änderung erfährt. Daraus kann man auch schon Rückschlüsse z.B. auf Lampen oder Geräte mit Standby-Funktionen, zu denen Lampen ja m.A. nach nicht zählen, schließen.
Möglichweise ist auch eines dieser IP-Teile fürs ganz "normale" Telefon die Ursache, denn die analogen Anschlüsse sollen ja alle auf IP umgestellt werden. Bei mir daheim hab ich auch so ein Teil. Das stört hauptsächlich auf UKW, komischerweise.

Ich hatte mal extreme Störungen im Mittelwellenband in QTH2, da war selbst WDR2 über die 720 gestört (war damals absoluter Ortssender). Im Keller am Stromverteiler gewesen mit einer extrem unempfindlichen Antenne und den Stromkreis ausfindig gemacht. Beim Nachbarn geklingelt und nachgefragt. Es war ein simples Handylagegerät vom Flohmarkt wie er meinte. Er hat es gleich in den Müll geworfen als ich es demonstrierte. Problem war beseitigt. Bis vor kurzem war seitdem nie irgendwas. Nur letztens habe ich einen extremen Störer entdeckt, der mir leider quasi nur das 60m Band (also um die 5MHz) zumacht. Könnte das auch PLC sein? Dachte PLC ist viel breitbandiger. Die anderen Bänder sind denke ich frei. Ich hab auch einen Unterschied zwischen Betrieb und Standby entdeckt. Im Betrieb kommt es mir so vor, als kann man verschiedene Amplituden hören, ähnlich als wenn es ein Monitor wäre ... sehr komisch das ganze. Wenn da vllt. auch einer mehr weiß: Bin ganz Ohr :-)

von Jens1978 - am 13.01.2016 16:28
Mit mobilem Radio auf den Leertraeger konzentrieren und dessen Quelle finden. Mit Glueck kommt alles von dort. Wenn's ein Nachbar ist, ihm anbieten ein HF stoerungsfreies Ersatzgeraet bereitzustellen, so denn das DX Hobby die Kosten rechtfertigt. Mein Nachbar muellt mit seinem TV das VHF Band zu. Da schwankt die Pegelanzeige im Sekundentakt um 5 Balken. Einen neuen LCD TV kaufe ich ihm aber nicht, hoffe nur, dass der alte TV bald den Geist aufgibt, immerhin kam der HF Muell erst spaeter. Am digitalen DX Empfang aendert es zum Glueck kaum was. Auf UKW hatte ich ne Zeit lang einen Traeger mit uebersteuerter NF, vom anderen Nachbarn und dessen eingestelltem Programm. Das Geraet gibt es aber nicht mehr.

von Nordlicht2 - am 13.01.2016 16:45
UKW Störpegel hab ich hier eigentlich kaum, nur Leerträger auf 98,3 und 96MHz und nervige Geisterfrequenzen bei den Steinkimmer 100kW-Brummern 300-400 KHz neben der Frequenz im 390er (auffallend bei 94,7 und 100,1 MHz).
DAB+ wird indoor massiv durch meinen PC o.ä. gestört.

EDIT: DVB-T geht auch problemlos.
EDIT2: MW geht, LW ist plötzlich taub seit ein paar Jahren und KW geht auch einigermaßen.

von Anonymer Teilnehmer - am 13.01.2016 18:36
Das Problem mit dem Leerträger als intern produz. Signal auf 98,3 haben so manche DABRadios.
Nicht so aber der hier schon gelobte Albrecht DR70, der liefert m Innenant. ein sauberes Signal
vom BR1 Kreuzberg 98.3, ca. 160 km entfernt.

von satjay - am 13.01.2016 18:52
Ich hab hier über das ganze UKW Band ganz Leicht so eine Art Klingeln.
Auch ist der Grundrauschpegel angehoben so das sogar Bremen 1, 4 und auch die EVW massiv gestört werden.

Auch das Kabelnetz Stört mit seinen Ausdünstungen im UKW Bereich.
Ich müsste mal testen in wie weit das Kabelnetz den DAB Empfang beeinflusst.

LW, MW und KW wird durch Brummen, Prasseln und Rauschen fast unbrauchbar.

von _Yoshi_ - am 13.01.2016 18:56
Zitat

Das Problem mit dem Leerträger als intern produz. Signal auf 98,3 haben so manche DABRadios.


Nur hatte ich den Leerträger schon vor Jahren im Degen.

von Anonymer Teilnehmer - am 13.01.2016 19:12
LMK ist bei mir quasi unbrauchbar, Störpegel S9, aber nie überall gleichzeitig, dennoch schade, dass ich wenig von den schönen Geräten habe. Übersee auf MW wird wohl am QTH ewig ein "To Do" bleiben.

UKW ist weitestgehend ok, hab aber ein interessantes Phänomen: Mit der 9.2 Yagi Richtung Süd alles ok - mit der 5 Ele Yagi, die ein paar Meter entfernt auf dem anderen Balkon steht massive Störungen im oberen Bereich, so ab 102 MHz, alles was vom nur 4km entfernten Fernmeldeturm mit 15KW ausgestrahlt ist, ist da quasi überall. Kabel / RX (Elad FDM S2) sind auch gleich, find ich etwas komisch, weil die 9.2 ja deutlich größer ist.

Weiterhin ist da Kenwood KT-6040 gefühlt völlig immun dagegen - betreibe den immer an der 5er Yagi.

von hg - am 13.01.2016 21:21
Die Störungen nehmen auf allen Frequenzbändern zu. Die Gründe dafür sind sehr unterschiedlich. Bei einem Freund ist es der Samsung Plasma TV mit seinem billigst Netzteil. Dann die in jedem Haushalt oftmals zigfach vorhandenen Steckernetzteile von denen ich mich manchmal echt frage wie die eine Zulassung bekommen haben. Das können Ladegeräte von Handys sein, aber auch die Netzteile von Laptops, (WLAN) Routern, Druckern, Monitoren und so weiter... Ironischerweise stören aber auch manche Netzteile von Radios selbst den Empfang ganz massiv. Spielt das Radio ist alles in Ordnung. Schaltet man das Gerät in den Stand-By gehen die Störungen los. Das ist halt das blöde bei Schaltnetzteilen. Je nach Belastung stören sie mal mehr mal weniger. Eine Störquellensuche wird dadurch zur Sisyphus Arbeit. :rolleyes:

von Spacelab - am 14.01.2016 10:59
Zitat
Spacelab
Steckernetzteile von denen ich mich manchmal echt frage wie die eine Zulassung bekommen haben.

Welche Zulassung? Der Hersteller klebt ein CE-Bapperl drauf und schreibt eine Erklärung, welche Normen er einhält und gut ist. Eine Benannte Stelle kommt nur bei Funkgeräten ins Spiel.
So funktioniert das Spiel "Inverkehrbringung" auch ganz ohne jede seriöse Prüfung.
Außerdem wärs nicht das erste mal, dass in der Serie Entstördrosseln etc. "wegoptimiert" werden.

von DH0GHU - am 14.01.2016 14:53
Rauschen und Brummen im UKW-Band auf freien Frequenzen kenne ich auch. Störungen gibt es auf den unteren Frequenzen außerdem durch Mischprodukte, da ich nur 6 km Luftlinie vom 80 kW-Sender Moorfleet entfernt wohne. Trotzdem ist mit dem E5 je nach Bedingungen mindestens eine Frequenz vom Brocken empfangbar. Weiter entfernte Scatterempfänge hatte ich hier im dicht bebauten Stadtteil noch nie. Insofern bin ich es gewohnt, dass zu Hause Fernempfänge nur bei Tropo möglich sind. Als Ausgleich fahre ich an den Wochenenden an den Stadtrand oder ins Umland, um dort zu DXen.

AM-Empfang ist bei mir völlig unmöglich. Da ist nur ein Brummen über dem gesamten Band.

von Lorenz Palm - am 14.01.2016 20:17
AM kann ich bei mir auch total vergessen seit die Gemeinde im ganzen Ort Straßenlaternen mit Solarpanelen drauf aufgestellt hat. Tagsüber je nach Heiligkeit und Sonneneinstrahlung mal lauteres mal leiseres Rauschen das erst verschwindet wenn die Laternen sich einschalten. Dann brummt es. :rolleyes:

von Spacelab - am 14.01.2016 20:29
Das ist bestimmt alles so gewollt, dass wir in ein paar Jahren keine ausländischen "Feindsender" mehr hören können. Gehört alles zum großen Gesamtplan. :eek:

von PhanTomAs - am 14.01.2016 23:24
Irgendwie stimmt diese Vermutung sogar. Zumindest ist es doch so, dass man in diesem Staat ein "Publikum" heranbilden will, welches sich durch den Dudelfunk verblöden lässt.
In einer nahen Stadt hatte man vor Jahren übrigens einen Mieter schikaniert, weil dieser einen dünnen Draht (also kein Koax-Kabel) für AM-Empfang in seine Wohnung hineinführte.

Zu technischen Problemen: Ich musste einmal einen Sat-Receiver aussortieren, nachdem ich ermittelt hatte, dass das Netzteil auf AM einen Brummton verursachte, der noch bis auf den Hof ausstrahlte.

Das NT des Sangean WR-1 stört auch, aber nur in unmittelbarer Umgebung. Ich hatte das festgestellt, als BBC Radio 4 auf LW 198 von einem Brummton überlagert wurde. Wenn ich den Sony ICF-SW 7600 ca. 1 m davon entfernt benutze, gibt es keine Beeinträchtigungen.

von hetietz - am 15.01.2016 05:27
Zitat
Spacelab
AM kann ich bei mir auch total vergessen seit die Gemeinde im ganzen Ort Straßenlaternen mit Solarpanelen drauf aufgestellt hat. Tagsüber je nach Heiligkeit und Sonneneinstrahlung mal lauteres mal leiseres Rauschen das erst verschwindet wenn die Laternen sich einschalten. Dann brummt es. :rolleyes:

Naja, da kann man doch aber gut die BNetzA drauf loslassen, würde ich meinen. Normal kann das ja wohl nicht sein.

von Jens1978 - am 15.01.2016 07:58
Hab ich schon versucht. Ergebnis: der Störpegel ist zu schwach. Ortsübliche Sender würden nicht beeinträchtigt. Was sogar stimmt. Die 1179kHz (10kW in 25km Luftlinie Entfernung) und die 1422kHz (400kW bei gleicher Entfernung) spielten Störungsfrei. :rolleyes:

von Spacelab - am 15.01.2016 08:54
Keine Verschwörungstheorien. Eher ist es so, dass die Elektronikindustrie ihren Billigschrott an den Mann bringen will und tlw. sogar die CE-Prüfungen ummogelt (ganz nach VW-Abgas-Manier...).

Alle Funk- und DX-interessierten sollten sich zusammentun und einen Überwachungsverein (eine Art Funk-TÜV) gründen, so viel Geräte wie möglich testen und dann eine Blacklist erstellen, letztendlich Einfluss gewinnen und dann dafür sorgen, dass solche HF-Pestilenzen nicht mehr auf den Markt kommen dürfen.

Gestern beim Radiostammtisch in Aachen war kein einziger, der (egal ob in Deutschland, Niederlande oder Belgien wohnend) noch ungestörte Rundfunkbänder bei sich zuhause hat. Allerdings bringt es nichts, dies immer nur zu beweinen und zu beklagen. Wir müssen aufstehen und etwas dagegen unternehmen. Gemeinsam.

von Peter Schwarz - am 15.01.2016 12:51
Du glaubst garned, was für Störer eine Milchpumpe im Kuhstall sein kann...

Mir stellt sich bei dem Thema eine Frage - was wäre gewesen, wenn DMB ein Erfolg geworden, damit Fernempfang also heute weiterhin ein Thema bei mehr als den hier Versammelten wäre.

von elchris - am 16.01.2016 00:38
In dem Stadtrandviertel, wo ich wohne, hat im Laufe der Jahre der Störnebel diversester Art zugenommen, so wie die meisten von euch das auch berichten. Wenn ich aber so höre, was weiter stadteinwärts so alles im AM-Bereich das Autoradio zubrummt, geht es bei uns fast noch. UKW ist im städtischen Umfeld ohnehin etwas schwierig mit Fernempfang, da man mit empfindlichem Gerät meist auch örtliche Mischprodukte auffängt. Zu Hause hat der Hintergrund-Rauschpegel auf UKW jedenfalls zugenommen, für Richtempfänge in bestimmten Zimmern langt es aber noch. Möchte ich auf UKW bestimmte Tropo-Empfänge reinkriegen, ist es am besten, mit dem Autoradio in günstigen Lagen außerhalb zu checken.
Der AM-Bereich ist natürlich am anfälligsten. Hatte vor zwei Jahren während drei Monaten ein höllisches knatterndes Brummen über die ganze Langwelle und die untere Mittelwelle. Auf der LW gingen nur die "Ortsbrüller" RTL und Europe 1 in Antennenrichtung, der ganze Rest war zu. Das ist schon ein quälendes Gefühl, fast so was wie Freiheitsberaubung. Hatte selbst den Ort der Störquelle ausfindig gemacht - ein Haus ca. 120 Meter weiter im Häuserblock - und bestellte den Störungsdienst vom ILR Luxemburg. Grund war in besagtem Haus ... ein elektrisch defekter (neu installierter) TV/Radio-Hausverstärker. Der Kabelbetreiber musste nen neuen dranmachen, und schwupps war die Monster-Störung weg.
Andere Brummer, die gelegentlich nervten, waren billige Schaltnetz-LED-Strahler bei einem Nachbarn, der aber sehr entgegenkommend war und inzwischen andere montiert hat. Wären mal alle Leute so!
Aktuell ist die MW einigermaßen hörbar, wenngleich immer mal wieder neue Störungen auftreten, wie z.B. eine Mischung aus Knattern und Zirpen, die quasi periodisch in gewissen Abständen einzelne Frequenzen verhunzt. Kommt nicht aus der direkten Nachbarschaft und ist nicht immer gleich stark. Dann ein anderes Knattern (im ganzen Band), das immer nur während ein paar Sekunden auftritt, wenn in der Nebenstraße eine Straßenlaterne ausfällt - bis sie wieder an ist.
DXen geht auf der MW noch so gerade, wenn z.B. das "Transatlantikwetter" günstig ist. Mit der AN-200 geht der Caribbean Beacon sehr oft, aber es wird doch immer auch Hintergrund-Störnebel mitverstärkt.
Unbrauchbar ist bei mir inzwischen die Kurzwelle, die integral von irgendeinem digitalen Kram aus der Nachbarschaft zugepiept und zugezwitschert wird. Das wird wohl das nächste "Untersuchungsobjekt".
Generell stelle ich mir folgende rechtliche Frage: Darf der KW-MW-LW-Bereich heute ungestraft zugemüllt werden, weil "das ja sowieso keiner mehr hört"? Ich behaupte, dass wir eigentlich Anspruch darauf haben, uns auch in Wellenbereichen Information zu beschaffen, in denen noch Aktivität herrscht. Auch wenn unsere Länder diese Übertragungswege selbst nicht mehr nutzen, haben sie m.E. dafür zu sorgen, dass das dort Gesendete von uns konsumiert werden kann.

von Randfunker - am 16.01.2016 01:11
Ich möchte gerne einmal das Thema VDSL 50 der Telekom mit in diese Thematik einbeziehen.
Frequenzband VDSL
An Hand diesem Frequezschema erkennt man sehr schnell das Störungen vorprogammiert sind und das (bis auf die AFU-Bänder) unausweichlich.

Ich habe herausgefunden, das bis zu 99% aller VDSL-Modems (auch die guten Fritz! sowie die T-Speedports) sich quasi als Frequenzmüllschleudern entpuppten.
Ihr Störnebel reicht bis zu 300m und manchmal weiter im Umkreis.
Kein DX-Empfang möglich zwischen Langwelle und obere Kurzwelle

Wohlgemerkt nicht das W-Lan (W-Lan wurde abgeschaltet zum Test) in diesen Boxen stört sondern die Box selber, wenn sie ihre "Arbeit verrichtet".

von Nelixx - am 16.01.2016 08:49
Da bin ich mal gespannt.
Meine Fritz! Box wird heute geliefert und demnächst beauftrage ich dann die VDSL-Schaltung.
Bislang ist der AM Bereich bei mir recht ungestört. Nur auf UKW gibt's (abgesehen von PC-Technik) die eine oder andere Störung durch einen LAN-Hub oder den PVR-Sat-Receiver mit USB.

Zur Not habe ich aber noch 2 Gartenhäuschen auf dem Grundstück wo man auf Abstand von Störungen aus dem eigenen Haus oder der Nachbarschaft gehen kann.
Allerdings macht sich in einem davon noch der Laderegler der kleinen Solar-Inselanlage negativ bemerkbar.

von Saarländer (aus Elm) - am 16.01.2016 09:22
Zitat
Rundfunker
Darf der KW-MW-LW-Bereich heute ungestraft zugemüllt werden, weil "das ja sowieso keiner mehr hört"?


Vermutlich nicht, aber die Verantwortung liegt hier bei den Herstellern der Geräte, denn der Verbraucher muss darauf vertrauen können, dass das gekaufte Gerät den einschlägigen Vorschriften entspricht. Wenn nun der Staat nicht dafür sorgt, dass die Störungen minimiert werden, ist es praktisch unmöglich, etwas dagegen zu unternehmen. Oder führe einmal einen Prozess gegen einen chinesischen Staatskonzern. Du hättest dann ganz andere - existenzielle - Sorgen.

von Wasat - am 16.01.2016 11:45
Wenn ich das hier alles lese. Ich kann die Ostseewelle kurz vor Thüringen dauerhaft auf UKW empfangen. Auch hier gibt es Störer wie Heizung oder Abwasseranlage aber die reichen nicht aufs Dach. Wahrscheinlich hat das eigentlich reichweitenschwächere VHF sogar den Vorteil weniger von den Störungen des UKW Bandes betroffen zu sein. DAB hat UKW schon lange Indoor überholt und dann gleich noch mehr als nur 2-10 Lokalfrequenzen zu bieten.

von pomnitz26 - am 16.01.2016 20:24
Ach - fast vergessen hab ich, dass mein Rechner auch massiv die UKW-Sender vom Waller Fernsehturm stört, die kleinen Funzeln aus Steinkimmen auch. Wenn ich den Dual auf meinen Schreibtisch stelle, kommen 92.9, 101.2, 93.8, 88.3 und 107.1 nur Abends bzw bei leichter Tropo mit RDS und sauberem Stereo an (98.6 und 96.7 nicht getestet).

von Anonymer Teilnehmer - am 19.01.2016 18:27
Auch Telefonleitungen können Funkstörungen verursachen, v. a. im Mittelwellenbereich. Hier könnte eigentlich ein Ferritkern Abhilfe schaffen.

Aus Wikipedia:

Zitat

Mantelwellenfilter werden meistens aus den Materialien wie Eisen-Nickel-Zink hergestellt aber es gibt sie auch aus Eisen-Mangan-Zink. Erstere sind für Störungen zwischen 10 MHz bis zu 2 GHz geeignet, zweitere sind eher für Störungen im unteren Frequenzbereich im Bereich von 500 kHz bis 20 MHz als Filter anzuwenden.


Nun weiß ich leider nicht, welchen Ferritkern ich auswählen soll, zumal die Angabe des Materials offenbar nicht immer vorhanden ist: https://www.conrad.de/de/Search.html?search=ferrit

Über eine Kaufempfehlung wäre ich überaus dankbar! :)

von Felsberg - am 20.01.2016 22:30
Egal - Internet wird überbewertet; MW ist wichtiger! ;)

Da am betroffenen Ort keine Internetnutzung über das Festnetz stattfindet, ist eine Dämpfung des ADSL-Signals ausdrücklich erwünscht - sofern sich der MW-Empfang dadurch verbessert. :)

von Felsberg - am 20.01.2016 22:42
Ich hatte in den 90 er Jahren intensiv CB Funk DX betrieben. Dann gingen die Störungen auf einmal los, im Sommer. Über Wochen hatte ich im gesamten 27Mhz Bereich einen Rauschpegel bis S5. 6 Wochen später waren die Störungen weg. Als ich lange Zeit danach mal mit meinem Nachbarn sprach, sagte Er mir, das die Störungen auch in seinem Gitarrenverstärker waren, er den Fehler tagelang gesucht hat und fündig geworden ist. Es war die Gegenstromanlage seines Gartenteichs!

von kampfkater - am 22.01.2016 19:21
Ich nehm mal den Thread um über ein seltsames Phänomen zu sprechen. Und zwar habe ich bei allen DSP-Radios die ich besitze enorme Spiegelfrequenzen, 200-250KHz über der normalen Sendefrequenz. Besonders auffallend auf 91,35 (NDR 1 aus Steinkimmen auf 91.1), 94,65 (NDR Kultur auf 94,4), 100,15 (NDR2 99.8) und 106.75 (Oldenburg eins auf 106.5 vom 6km entferntem Fernmeldeturm Wahnbek).

Nun zu meiner Frage, ist das normal? Steinkimmen und Wahnbek bomben hier so extrem rein, dass der DSP "Überfordert" ist? Bei denen fehlt mir das Fachwissen.

von Anonymer Teilnehmer - am 05.02.2016 23:09
Was auch ein Störfaktor ist, ist in UKW Bereich zu finden, der Mobilfunk in näherer Umgebung. z.B. wo ich wohne ist in ca 200m Entfernung ein Mobilfunkmast, beim ATS 909 ist ein größer Rauschteppich bis zu 2 Doppelbalken. Aber bei dem Tecsun DSP Empfänger zum Glück nicht. Aber im Urlaub im Hotel hatte ich auch bei dem Tecsun ein Rauschteppich bis ca10-15dBµ. Ursache wahrscheinlich der W-Lan Router da im Hotel (hat 6Etagen) diverse Kanäle belegt waren und an den "Wäschekammerntüren" war der Rauschteppich am höchsten bis 20dBµ.

von DJ Taifun - am 05.02.2016 23:48
Spiegelfrequenzen duerften nichts mit dem DSP an sich zu tun haben, sondern mit der Sperrdaempfung des digitalen Filters, welche in diesem Fall zu gering ist. Gute DSPTuner haben das Problem nicht, da kannst dich untern Sender stellen und schon 100kHz daneben ist es sauber bereit zum DX.

Der Stoernebel bei Mobilfunk Stationen ist mir auch oft aufgefallen. Bin noch dabei das mittels Sperrfiltern zu untersuchen, also ob die tatsaechlich ausgesendet werden oder es nur Mischprodukte durch Uebersteuerung im Empfaenger sind. Immerhin senden die auch im kW Bereich.

von Nordlicht2 - am 06.02.2016 11:11
Mobilunkmast in der Nähe :eek:
Hatte letzte Woche das Vergnügen in einem Büro zu arbeiten, auf dessen Dach ein Mobilfunkmast steht. Die Aktivlautsprecher waren dort sehr aktiv, auch ohne Audiosignal. Kann man schon Angst bekommen :eek:

von Frankfurt - am 06.02.2016 11:16
Insbesondere LTE Stationen scheinen zu Stoeren aber natuerlich aich die zur Station sendenden Smartphones im Buero, die ja noch dichter bei dir sind. Viele, wenn nicht die meisten Besitzer dieser lassen ja den Datenmodus durchweg angeschaltet.

von Nordlicht2 - am 06.02.2016 11:22
Muss man denn im Buero auf dem Smartphone alles in Echtzeit bekommen, wenn der PC an ist?Ich nicht, schalte daher erst auf Datenmodus, wenn ich das Buero und dessen WLAN verlasse.

von Nordlicht2 - am 06.02.2016 12:27
Für WhatsApp beispielsweise schon. Denn da nützt es dir nichts wenn der Büro PC an ist. Aber auch meine E-Mail Benachrichtigungen möchte ich aus diversen gründen per Push in Echtzeit bekommen. Bei uns in der Firma sind bestimmte Abteilungen sogar auf das Smartphone angewiesen weil Arbeitsaufträge per iOS bzw. Android App verteilt werden.

Ich stell mir gerade vor wie ich hier durch die Abteilungen rase und jedem erkläre er soll mal sein Smartphone ausschalten weil sonst der Störnebel zu hoch ist. :D Die lassen mich umgehend in die Klappsmühle einweisen. :joke:

von Spacelab - am 06.02.2016 12:47
Na gut, dass ich kein Smartphone brauche um im Buero arbeiten zu koennen. Wuerde mir auf den Senkel gehen, immer verschiedene Geraete verwenden zu muessen. Habt ihr eure Smartphones denn auch am grossen Monitor angeschlossen? Nicht, dass die Berufsgenossenschaft da bald reinmischt in Sachen Arebitsschutz.:-)

von Nordlicht2 - am 06.02.2016 12:52
Ich habe bei einem Bekannten ein USB Aux In Adapter für ein 10 Jahre altes Auto als massiven Störer ausgemacht. Der hat wirklich das komplette Frequenzband total platt gemacht. UKW und DAB waren absolut mies. Von Vollausschlag runter auf keinen Empfang. Ich glaube ich müsste mindestens 5 Power Bank nebeneinander legen und so einen Störpegel zu bekommen. Das Ding war von neben dem Radio und die Antennen hinten auf dem Dach.

von pomnitz26 - am 07.02.2016 07:48
Kann mir jemand sagen, was sich hier auf Mittelwelle herumtreibt? PLC hört sich meiner Meinung anders an? Diese Störungen war vor ein paar Monaten mit dem selben Gerät nicht vorgekommen.


https://youtu.be/RHEvcZ-UpRU

von Mike - am 29.01.2018 18:44
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