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[DVB-T2] im Südwesten (BW, RP, Saar)

Startbeitrag von mor_ am 22.01.2016 14:37

Wie der heutige Mannheimer Morgen in seiner Printausgabe (Stadtausgabe Süd 22.01.2016,S.18) meldet wurden gestern erfolgreich die neuen Antennenteile für DVB-T2 am Fernmeldeturm Mannheim per Hubschrauber montiert.

Zitat
MM
...
Gestern konnten die teams den Einsatz abschliessen: Eine Aussenantennenanlage für den terrestrischen Empfang von hochauflösenden Fernsehbildern wurde an der Turmspitze installiert.
Dafür waren drei Helikopter-Flüge notwendig. Mit der neuen Antenne von Media Broadcast an der Spitze ist der Turm jetzt auf 209 Meter Höhe gewachsen.
Die Deutsche Telekom will damit im Frühsommer die Einführungsphase von DVB-T2 HD starten, ab 2017 soll dadurch ein deutlich grösseres Programmangebot möglich sein.
...


MM Print 22.01.206 S.18
siehe auch http://www.morgenweb.de/newsticker/rhein-neckar/mannheim-arbeiten-am-fernmeldeturm-beendet-1.2608191


_ den Hubschrauber habe ich gesehen - habe ihn aber mit dem Ersatz der Glasscheibe im Restaurant in Verbindung gebracht.

Die 50 interessantesten Antworten:

DVB-T2 Baden Württemberg Basics (Stand 02.Feb. 2016)

Lichtmess´ist´s – an sich sollte es ab jetzt heller werden. Da aber 4 Monate vor Start des Pilotbetriebes, bei den offiziellen Infoquellen* Stockdunkelheit herrscht, müssen wir unser enlightenment selbst in die Hand nehmen.
Deshalb kurz eine kurze Zusammenfassung was bisher an Infos gesickert ist.

Phase 1 ab dem 28. Mai 2016 - 24. Oktober 2017 und Mitte 2018

_Im Mai 2016 (vor der Fussball EM) startet ein „Pilot-Kanal“ in bestimmten Regionen mit dem DVB-T2 HD bekannt gemacht werden soll. Als Startdaten sind der 28.05 oder der 30.05.2016 im Umlauf. **

_In diesen „ ausgewiesenen Pilotregionen“ soll ein öffentl. Rechtl /privates Mischbouquet mit DVB-T2HD ausgestrahlt werden. In diesem Bouquet werden bis zu 8 Programme gesendet (6 in HD, 2 in SD). [spekulativ] Der Pilotkanal sendet wahrscheinlich Das Erste und das ZDF in HD; sowie bis zu sechs private Programme ( RTL, Sat 1, Pro7, Vox, Kabel 1, RTL II davon 4 in HD und 2 in SD) [/spekulativ]

Die Privatsender auf der Pilotplattform der Media Broadcast werden mit einem Signalschutz versehen ausgestrahlt ... Dieser ist ab Beginn der Ausstrahlung aktiv, also auch in der Einführungsphase. Öffentlich rechtliche Programme sind frei empfangbar. (Edit 03.02.2016)

_In Baden Württemberg sind folgende Regionen als „Pilotregionen“ ausgewiesen:

„Rhein-Neckar****“ (Heidelberg) 58***
Pforzheim 58***

Edit 03.02.16

Baden-Baden 58***
Stuttgart 35 ***

Als Overspill könnte für Ba Wue ggf die Region Rhein/Main Kanal 59 interessant sein.

Die Phase 1 wird als Simulcast bezeichnet, es ist mit der schrittweisen Aufschaltung der Privat-Plattform in weiteren Mittelzentren (s.u) ab dem Frühjahr 2017 für Phase 2a und 2b zu rechnen.


Phase 2a, ab 24. Oktober 2017 bis Mitte 2018

In Phase 2a zwischen dem 24. Oktober 2017 und Mitte 2018 beginnt die Umstellung der Privatprogramme. Deren DVB-T Multiplexe werden in den genannten Regionen durch die neuen grundverschlüsselten DVB-T2 Multiplexe ersetzt. Gleichzeitig wird deren Verbreitung auf weitere Mittelzentren ausgedehnt.

_ Für Baden Württemberg ist eine Ausweitung in folgenden Mittelzentren geplant

Freiburg 52


ARD und ZDF beginnen mit der Umstellung ihrer Multiplexe auf die DVB-T2 Technik.

Dank Manfred Z post http://radioforum.foren.mysnip.de/read.php?8773,1317079,page=4
ist die Zusammensetzung des ARD Muxes bekannt:
Zitat

ARD Multiplex:
- Das Erste
- Phoenix
- Arte
- Eins Extra
- Tagesschau 24


Die ARD Mux 3 scheint nach og. Post von den einzelnen Sendeanstalten individuell bestückt zu werden. Beim SWR sind sicher die regionalisierungen RP und BW zu erwarten, Zusätzlich die Programme der "umgebenden" Sendeanstalten WDR, HR, BR.


Phase 2b, ab dem 13. März 2018 bis Ende 2018

Phase 2b ist etwas zeitversetzt - ab dem 13. März 2018 bis Ende 2018 - terminiert und betrifft, wie Phase 2a, neben ARD und ZDF, die privaten Programme . Für Baden Württemberg ist eventuell das Gebiet Augsburg (K36) als overspill Region interessant.

Phase 3, ab dem vierten Quartal 2018
Phase 3 bringt die Umstellung in der Fläche. Als neue Sendegebiete der Privaten werden für Baden Württemberg Heilbronn und Ulm angekündigt. Bis ins erste Quartal 2019 hinein steigen die Multiplexe von ARD, ZDF und den Landesrundfunkanstalten um. Zugleich werden öffentlich-rechtliche wie private Programme ihre bisherigen, von den Mobilfunkbetreibern beanspruchten, Sendekanäle verlassen.

Für Baden Württemberg, sind im Gegensatz zu anderen Bundesländern, über die normalerweise maximal sechs Sendekanäle (in Regionen mit privater Beteiligung) hinaus, keine weitere Resourcen geplant.

Sachstand 03.02.2016 beruhend auf Planungsstand Standorte und Kanäle 06.2015
t.b.c
Ergänzungen willkommen.





* offizielle Infoseite: http://www.dvb-t2hd.de/
http://www.tv-plattform.de/de/dvb-t2-hd-einfuehrung

** wobei der Start an einem Samstag (28.05) imho weniger wahrscheinlich als der 30.05 (Montag) ist.
*** vorläufige Frequenzplanung Stand 06.2015
**** in den Planungspapieren als Heidelberg bezeichnet., nach dem umbau des FMT Mannheim
ist ein Start der Pilotmux aus Mannheim anzunehmen.

Edit 03.02.2016:
Das Pilotbouquet wird frei empfangbar in DVB-T2 HD ausgestrahlt.
durch Die Privatsender auf der Pilotplattform der Media Broadcast werden mit einem Signalschutz versehen ausgestrahlt ... Dieser ist ab Beginn der Ausstrahlung aktiv, also auch in der Einführungsphase. ersetzt Quelle Dehnmedia 02.02.2016 Hinweis MainMan

von mor_ - am 02.02.2016 17:21

Re: [DVB-T2] DVB-T2 in Baden Württemberg

Zitat

Was aber noch seltsam erscheint ist, dass es jetzt bis zu 4 Umstellungsphasen gibt. Bei der ersten DVB-T Umstellung hat man generell einfach nur zack zack von heut auf morgen umgestellt, da sowieso keiner mehr analoge Terrestrik nutzt. Simulcast, was ist das? Tja und 2017-19 braucht es mind. 4 akribisch geplante Phasen.

Wenn man bundesweit schaut ergibt sich ein anderes Bild. Bis 2005 gab es an nahezu allen Sendern Silmulcast-Phasen. BW hatte einfach das Pech zu spät dran gewesen zu sein - (erstmal) keine Privatsender, kein Simulcast. Schuld war wohl auch, dass sich die Umstellung (bundesweit gesehen) ca. 6 Jahre hingezogen hat und von Region zu Region. Da verloren manche Privatsender mit der Zeit das Interesse an weitere Investitionen in die Terrestrik. Jetzt gibt es eine Umstellung innerhalb von ca. 2-3 Jahren von Groß nach klein. Man startet gleich mit ca. 70 Standorten - bei DVB-T hat man für so viele Standorte mehrere Jahre gebraucht. An Standorten ohne Beteiligung von Privatsendern und an Phase-3-Standorten wird es wohl auch dieses Mal überwiegend keinen Simulcast geben.

von Zwölf - am 02.02.2016 23:42

Re: [DVB-T2] DVB-T2 in Baden Württemberg

Zitat

[spekulativ] Der Pilotkanal sendet wahrscheinlich Das Erste und das ZDF in HD; sowie bis zu sechs private Programme ( RTL, Sat 1, Pro7, Vox, Kabel 1, RTL II davon 4 in HD und 2 in SD) [/spekulativ]

Wird interessant sein, ob der Pilotmux deutschlandweit einheitlich sein wird, oder regional zusammengstellt werden wird. In den alten Kernregionen wären verschlüsselte private SD-Programme wohl eher eine Anti-Werbung mit wenig Mehrwert, sodass hier das jeweilige Dritte in HD einen größeren Mehrwert darstellen würde, was in den "neuen" Regionen aber anders aussehen kann.
Auf der MB-Seite zu DVB-T2 werden zwar auch keine konkreten Sender genannt, neben dem Absatz zur Einführungsphase sind allerdings die Logos von Das Erste HD, ZDF HD, RTL HD, VOX HD, Pro7HD und Sat.1 HD abgebildet. Ich denke mal, dass wir davon ausgehen können, dass mindestens diese 6 Programme enthalten sein werden.

von Zwölf - am 03.02.2016 10:52

Re: [DVB-T2] DVB-T2 in Baden Württemberg

Bei den gestern genannten Terminen geht einiges durcheinander. Aus der Excel-Tabelle mit der Migrationsplanung ergibt sich:

Phase 1 in Kerngebieten:
Mai 2016 - Start der Pilotphase mit vorlaufendem T2-Simulcast mit nur einem gemischten Mux
28.03.2017 - Umstellung auf T2 (6 Muxe) / Nachlaufender T-Simulcast mit einem ÖR-Mux bis zum 31.12.2017

Phase 2a in Mittelzentren:
24.10.2017 - Umstellung auf T2 (6 Muxe) / Nachlaufender T-Simulcast mit einem ÖR-Mux bis Mitte 2018

Phase 2b in Mittelzentren:
13.03.2018 - Umstellung auf T2 (6 Muxe) / Nachlaufender T-Simulcast mit einem ÖR-Mux bis Ende 2018

Phase 3 in der Fläche:
Q4/2018 bis Q1/2019 - Umstellung auf T2 (3 oder 6 Muxe) / Kein nachlaufender T-Simulcast

Bis zum 01.07.2019 soll überall auf die endgültigen Kanäle ohne 49 bis 60 umgestellt sein.

Die private Plattform soll ca. 80% der Bevölkerung abdecken.

von Manfred Z - am 03.02.2016 13:16

[DVB-T2] DVB-T2 in Rheinland-Pfalz

[DVB-T2] DVB-T2 in Rheinland-Pfalz

In Phase 1 startet in Rheinland-Pfalz kein Sendernetz.
Rheinland-Pfalz dürfte in Phase 1 aber vom Overspill Rhein-Main und Rhein-Neckar ("Heidelberg") betroffen sein.

In Phase 2a (ab 24.10.2017) ist der Start des Netzes "Koblenz" vorgesehen

Standorte

Koblenz (ö.r.)
Koblenz (priv.)
Ahrweiler (ö.r.)
Bad Marienb. (ö.r.)
Linz (ö.r.)




Mux DVB-T2 temp DVB-T2 final
ARD 47 47
ZDF 23 23
ARD reg. 33 33
P1 25 25
P2 28 28
P3 31 31
P4 39 39
Simulcast 56



In Phase 2b (ab 23.03.2018) ist der Start des Netzes "Kaiserslautern" vorgesehen

Standorte

Kaiserslautern
Donnersberg (ö.r.)
Kettrichhof (ö.r.)
Weinbiet (SWR)




Mux DVB-T2 temp DVB-T2 final
ARD 57 37
ZDF 55 30
ARD reg. 44 46
P1 35 35
P2 42 44
P3 31 40
Simulcast 53(nur KL)


von mor_ - am 16.02.2016 18:29
Zu Mannheim/Heidelberg:
Neben den von Manfred erwähnten Gründen dürfte eine (allerdings sehr geringe) Rolle , der "erhöhte Diskussionsbedarf" (ich möchte das Wort Streit vermeiden) zwischen RTL, RNF, eine Produktionsfirma aus Stuttgart und den beiden Landesmedienanstalten gespielt haben. Grund ist das Regionalfenster, das bisher von RNF produziert wird. Ein Lösung der diskursiven Auseinandersetzung sollte am 31.03. in Sicht sein.


Nur zur Dokumentation:
MB hat am Gründonnerstag eine Presseaussendung veröffentlicht:
http://www.media-broadcast.com/enabling-media-innovation/aktuelles/presse/artikel/article/startschuss-fuer-dvb-t2-hd-faellt-ende-mai/

darin für uns sind zwei Mitteilungen wichtig:

_ Der Start der Pilotmux ist am 31.05.2016

_ und die Bestätigung der Sendeanlagen für den Pilotbetrieb:

Saarbrücken Saarland 35 50 kW

Baden-Baden Baden Württ. 35 50 kW

Stuttgart B. Württemberg 28 50 kW



von mor_ - am 25.03.2016 09:20
Also finde es auch komisch das auf dem FMT Mannheim schon jetzt die DVT-T2 Antenne montiert wurde und dann die Aufschaltung abgeblasen wird.

Schade. Also hier zwischen Mannheim und Karlsruhe kommt der ProsiebenSat1 Mux Kanal 54 aus Rhein-Main im 1. OG mit Digitenne tt2 auf der Fensterbank und DVB-T2 Tuner in der Vu+ Duo2 mit 99 % SNRdb und 94 % AGC recht sauber und störungsfrei.

Denk dann habe ich auch gute Chancen den 59 zu bekommen oder ?

Wird RTL Hessen eigentlich auch über DVB-T2 ausgestrahlt ? Wobei ich nicht glaub dass im Nordbaden Mux RTL mit RNF Fenster sendet. Da dieser ja auch über Baden-Baden ausgestrahlt wird. RTL terrestrisch früher vom Grünwettersbach hatte ja auch kein RNF Fenster. War ja nur Kanal 36 Königstuhl und Kanal ? Bruchsal (warum auch immer Bruchsal gehört auch nicht mehr in den RNF Bereich, kam aber wohl per Ballempfang aus Heidelberg)

von SAT-Dish - am 27.03.2016 08:38
Zitat

Wird RTL Hessen eigentlich auch über DVB-T2 ausgestrahlt ? Wobei ich nicht glaub dass im Nordbaden Mux RTL mit RNF Fenster sendet. Da dieser ja auch über Baden-Baden ausgestrahlt wird. RTL terrestrisch früher vom Grünwettersbach hatte ja auch kein RNF Fenster. War ja nur Kanal 36 Königstuhl und Kanal ?

Im Pilotmux wird wahrscheinlich die Sat-Variante zu sehen sein. Wie es im Regelbetrieb aussieht wird man sehen. RTL wird wahrscheinlich in den regionalisierten Mux (P3) kommen. Für die Region sind 3 unterschiedliche Kanäle für P3 vorgesehen (laut Excel-Datei):

Region Rhein/Main: K52
Region Heidelberg: K24
Region Pforzheim: K29
Region Baden-Baden: K29

Von daher wäre RTL mit RNF-Fenster durchaus realistisch. Außerdem gäbe es über DVB-T2 im Gegensatz zu Analog-TV ja auch einfach die Möglichkeit während der Regionalzeit zusätzliche Streams aufzuschalten und zu verlinken, sodass RTL auch in mehreren Regionalversionen gezeigt werden könnte.

Zitat

Angeblich wäre das technisch möglich, denn im Zillertal sendete zu Weihnachten alles uncodiert, auch wenn es im SFN mit Innsbruck war (es gab aber praktisch keine Überschneidungen, daher war beides möglich).

Wobei man aber aus Zuschauer-Sicht sagen muss, dass das wahrscheinlich ein schlechter Tausch wäre, denn über SimpliTV werden derzeit 2 ör. HD-Programme aus DE angeboten, das deutsche Angebot würde aber ca. 15 HD-Programme umfassen. Höchstens im Zimmerantennengebiet des Pfänders (BR 10kW) wäre es interessant, wenn man so dann auch die ZDF-Programme mit geringem Aufwand sehen könnte.

von Zwölf - am 27.03.2016 23:10
@ ulionken
Die Daten in der Sender-Tabelle zum Test-Mux in München sind übrigens arg veraltet. Aktuellere Informationen gibt es hier: http://dvb-t2hd.de/testprojekte/muenchen

Zitat
PEQsche
Der Gedanke kam mir auch schon... andererseits könnte man damit potentielle Neukunden "anfüttern" wie bei den ersten kostenlosen 12 Monaten bei HD+ wenn man einen neuen Receiver gekauft hat.

Vlt. denkt man auch, dass man die Leute eher für das Abo begeistern kann, wenn sie sich gleich am Anfang entscheiden müssen/sollen, und nicht aus eigenem Antrieb später aktiv werden müssen. Außerdem kommt man so vlt. schon mal an die Adressen und kann Erinnerungsschreiben verschicken.
Abgesehen davon, dass es der Argumentation von dem angeblich ach so wertvollen HD-Signal, das unbedingt geschützt werden müsse, nicht so gut bekommt, wenn die Programme Wochen oder Monate lang unverschlüsselt empfangbar sind.

von Zwölf - am 30.03.2016 22:40
So, ich hab das mittlerweile nochmal mit dem Technisat Digitmod T1 geprüft.
Der hat nun einen dicken fetten grünen Signalstärkebalken auf K35, aber auch auf K34 und K36.
Da scheint irgendwie auch irgendeine AGC/AFC nachzuregeln.

Egal, der Samsung TV empfängt zumindest den K36 momentan noch. Der Terratec Cinergy XS FM Stick hat auch noch gerade so Empfang und der Samsung PC-Monitor sowie der Noxon Stick sind eh nochmal unempfindlicher und im Moment für K34 und K36 nicht zu gebrauchen.
Muss also nur noch das fehlende dB während der Sommerhitze rausholen.
Entweder durch eine nochmal etwas höher abgestimmte Doppelquad (ohne dass der Kanal 22 schlechter wird), etwas fertig konfektioniertes, wie die Kjaerulff Maximum UHF4, oder einen rauschärmeren Mehrbereichsverstärker, als das 80er Jahre Teil von Wisi, das da im Moment den Job macht.

von Saarländer (aus Elm) - am 21.05.2016 15:26
Zitat
andimik
Dieser Screenshot ist völlig unbrauchbar. Der Empfang sollte schon 100 Prozent richtig sein, bevor man uns diesen versetzt.


Der DVB-T2 Empfang war laut Anzeige etwas besser (ca. 15 %) als der DVB-T Stream.

Ab 68 ~ 72 % Qualität kam beim Astrometa Stick Bild mit Klötzchen , ab 88 % am Stück, nach Baden-Baden (ab dort habe ich den Test gemacht) Richtung Bühl ging es auf 96 % tlw auch 100 % Qualität; das ist dort aber eine Sichtverbindung zum Fremersberg.

Tlw. war der Empfang auch reflexionsbedingt unterbrochen, aber auch lange Strecken möglich.
Bei Lahr / Friesenheim war jedenfalls dann solangsam Schluss.

Ggf. macht sich auch das SFN mit Saarland (Schoksberg) bemerkbar. Der Schoksberg schafft es jedenfalls bis zum (auf den) Kaiserstuhl ohne Mühe.

Bedenke der Test war im fahrenden Zug [Fenster Richtung Ost-Seite Richtung Schwarzwald]; mit der nicht immer idealen horizontalen Polarisation musste man manchmal auch spielen.



[klicken vergrößert]

von uhf - am 31.05.2016 05:43
Die ARD hat heute die Zusammensetzung der Dritten in den entsprechenden Multiplexe ab 29.03.2017 veröffentlicht.

Für das Berichtsgebiet gilt folgende Regionalisierungen - zusätzlich zum bundesweiten Angebot - für die Sendegebiete der ARD-Anstalten :
Südwestrundfunk:
SWR BW/RP HD, BR HD, hr HD und WDR HD

Saarländischer Rundfunk:
SWR BW/RP HD, BR HD, hr HD, WDR HD und SR HD (über ARD-Mux)


Als angrenzende Nachbargebiete könnten noch
Hessischer Rundfunk: hr HD, BR HD, SWR HD, rbb HD und NDR HD (Hessen Süd)
und
Bayerischer Rundfunk: BR Fernsehen Nord/Süd HD, ARD alpha HD, hr HD, MDR HD, rbb HD und SWR HD
von Interesse für das Berichtsgebiet sein.

Quelle: Presseaussendung der ARD vom 01.09.2016
http://www.presseportal.de/pm/29876/3418371

von mor_ - am 01.09.2016 18:51
In der gestrigen BNetz Datei sind die Einträge für den halberg und Kerlingen aufgetaucht. Allerdings mit falschem Fußpunkt.

Am Halberg soll die Antenne auf 54m hängen also unterhalb der jetztigen UKW ANtenne auf 66m.

In Kerlingen sind 80m angegeben, was für einen neuen Mast spricht und auch Spielraum für DAB lässt.

Habe mal das aktuelle DVB-T Netz mit dem neuen DVB-T2 Netz verglichen. (Die geringere Dämpfung des K32 ist berücksichtigt).
Es gibt auch Rückschlüsse auf DAB, insbesondere der Raum VK und das Köllertal.

alt:
https://www.dropbox.com/s/2ht8fou3ib6mxd0/0_SR_DVB-T.jpeg?dl=0

neu ohne Schoksberg:
https://www.dropbox.com/s/n0jna2ada8urpas/1_SR-DVBT2.jpeg?dl=0

Noch als Ergänzung, die Variante mit Schoksberg zusätzlich bzw nicht abgeschaltet (er steht ja noch in der liste drin):

https://www.dropbox.com/s/wiumrmmg51fjwni/2_Sr_DVB-T2_ohne%20Schopkbsberg.jpeg?dl=0


Ich denke die Bilder sprechen für sich. Ohne Schoksberg habe ich zu Hause einen schlechteren Empfang als aktuell, da der Halberg abgeschottet liegt und nur 54m Antennenhöhe hat.

Noch schlimmer trifft es aber die Leute in VK und im Köllertal, die beim ZDF und den Privaten Vollausschlag haben werden.

von DAB_Saar - am 22.11.2016 23:03
Zitat
Dipol
Schon bedauerlich genug, dass sich lt. der Liste vom 1.09.2016 ARD und ZDF nicht über alle Standorte einig sind, gibt es im Saarland mit Kerlingen und Spiesen sogar ARD-Sender ohne die Dritten.

Warum das wohl?


Hierzu muss mann, dass im Saarland, wie in Bremen, im 1.ARD-Mux, sowohl "Das Erste" als auch "Das Dritte" SR-Fernsehen verbreitet wird. Der 2.ARD Mux kommt vom SWR und wird aktuell nur von der Göttelborner Höhe ausgestrahlt.

An sich finde ich das konzept nciht schlecht, da man den ersten Mux besser ausbauen könnte.

Bei den aktuellen Standorten ist so, dass Spiesen durch Kettrichshof und KL nicht zwingend notwendig ist und man den Schoksberg, als nicht SR-Standort ausspart.

Natürlich könnte man Kerlingen oder SB-Halberg als SR-Standorte mitnutzen, hier hilft zur Zeit kein SWR Standort aus. Im übrigen gibt es zum Start im Saarland noch gar keinen SWR2 RP Mux oder? MZ läuft über Hessen, die Vorderpfalz über Heidelberg.

Das generelle Problem ist aber meiner Meinung, dass das ZDF auf die Göttelborner Höhe verzichtet und der SR-Mux auf den Schoksberg. Kerlingen und SB-Halberg können Schoksberg nicht 1:1 zu ersetzten. Der Halberg ist niedrig und die UHF-Antenne soll wohl auf nur 54m montiert werden.
Gerade im Raum Köllertal und Völklingen wird es beschwerden geben.

Wäre es möglich, dass nach dem Ende des Simulcasts auf K40, die Sender fürs ZDF und den SR genutzt werden?

von DAB_Saar - am 06.12.2016 18:13
Zitat
uhf
Hallo, weiß jemand von Euch näheres ?
Warum kann unser SWR kein einziges Programm mehr ausstrahlen als mit DVB-T ?
Es sind weiterhin die gleichen 4 Programme.

Der rbb packt alle 7 elementaren Dritten Programme in seinen Mux, das wäre super..

(siehe auch im bundesweiten DVB-T2 Thread: http://radioforum.foren.mysnip.de/read.php?8773,1024814,page=85)

Hat jemand Infos, was bei unserem SWR da komplett schiefgeht ?


Es ist noch nicht bekannt, ob der SWR einen länderübergreifenden Mux plant, in dem sowohl die Regionalversion RP als auch BW enthalten sind.

Es gibt beispielsweise in meiner BW-Region etliche Haushalte, die mit normalem Antennenaufwand den Donnersberg in Rheinland-Pfalz bei Kirchheimbolanden empfangen und wegen der Ausläufer des Odenwaldes nicht den Königstuhl in Heidelberg. Diese Konsumenten haben die falsche Regionalversion, da von Donnersberg nur SWR-RP abgestrahlt wird.

Der SWR könnte bei DVB-T2 beide Regionalversionen (SWR-BW und SWR-RP) länderübergreifend von allen SWR-Standorten in einen Mux packen. Damit würde man doch - nach SWR-Lesart - auf fünf Programme kommen.

Als kleiner Nebenaspekt könnte der SWR zwischen RP und BW ein länderübergreifendes SFN aufbauen wollen, da nach dem ARD-Mux dann auch der SWR-Mux in der Belegung identisch wäre. Vielleicht ist dies sogar der Hauptaspekt für den Sender.

So innovative Belegungen der Muxe wie beim MDR, braucht man vom SWR nicht zu erwarten. Dies hängt mit unterschiedlichen Philosophien zusammen.

Sollte es nicht so kommen, kann man zumindest hoffen, dass bei vier Programmen pro Mux mit den üblichen Parametern eine bessere Bildqualität einhergeht. Grundsätzlich hält der SWR nicht viel von TV via Terrestrik. Bei der seinerzeitigen DVB-T Umstellung hat man gebremst bis es nicht mehr ging.

von transponder - am 23.01.2017 15:50
Die Antwort des SWR lautet leider, dass Sie sich nicht an den 7 möglichen Dritten Regionalprogrammen - wie es der rbb problemlos kann - orientieren wollen.
Stattdessen will der SWR dass alle Bürger neue Hardware für DVB-T2/HEVC kaufen - aber keine neue Programmvielfalt. Es soll kein NDR, MDR, RBB im SWR Mux geben.

Ein Armutszeugnis für das Landeskönigreich SWR und eine Perversion für alle Gebührenzahler.
Der SWR ist unfähig alle 7 regionalen Dritte in den Mux zu bekommen.
Der rbb dagegen kann das problemlos, der rbb will seine Kunden angemessen versorgen - der SWR sieht keine Notwendigkeit.

SWR - Wir können alles - außer Technik !

Der SWR ist ausserstande zu begreifen, dass allein ein HD Bild nicht ausreicht für die Modernisierung, es müssen auch alle öff.-rechtl. Programme terrestrisch da sein.

Das lineare Fernsehen lebt vom Programmvielfalt.
Bei den Überschusseinnahmen durch die neue Rundfunkabgabe ist dies eine den Bürgern / Gebührenzahlern bewusst unterschlagene Möglichkeit alle öff.-rechtl. Fernsehprogramme via Terrestrik zu schauen. Stattdessen muss man sich einen kostenpflichtigen Kabelanschluss oder ein IPTV-Abo zulegen. Nicht alle können einfach eine Sat-Schüssel aufstellen.

Unfassbar - diese Ignoranz (oder Arroganz) gegenüber dem Gebührenzahler bei gleichzeitiger Abzocke mit den horrenden Sondergebühren.

Schade, weil UKW + DAB-seitig finde ich den SWR super.
DVB-T seitig versagt der SWR m.E. hingegen vollständig.

Ausgerechnet im Technikland Baden-Württemberg wird die Terrestrik mit Füßen getreten,
pfui !

Zitat
transponder
Zitat
uhf
Hallo, weiß jemand von Euch näheres ?
Warum kann unser SWR kein einziges Programm mehr ausstrahlen als mit DVB-T ?
Es sind weiterhin die gleichen 4 Programme.

Der rbb packt alle 7 elementaren Dritten Programme in seinen Mux, das wäre super..

(siehe auch im bundesweiten DVB-T2 Thread: http://radioforum.foren.mysnip.de/read.php?8773,1024814,page=85)

Hat jemand Infos, was bei unserem SWR da komplett schiefgeht ?


Es ist noch nicht bekannt, ob der SWR einen länderübergreifenden Mux plant, in dem sowohl die Regionalversion RP als auch BW enthalten sind.

Es gibt beispielsweise in meiner BW-Region etliche Haushalte, die mit normalem Antennenaufwand den Donnersberg in Rheinland-Pfalz bei Kirchheimbolanden empfangen und wegen der Ausläufer des Odenwaldes nicht den Königstuhl in Heidelberg. Diese Konsumenten haben die falsche Regionalversion, da von Donnersberg nur SWR-RP abgestrahlt wird.

Der SWR könnte bei DVB-T2 beide Regionalversionen (SWR-BW und SWR-RP) länderübergreifend von allen SWR-Standorten in einen Mux packen. Damit würde man doch - nach SWR-Lesart - auf fünf Programme kommen.

Als kleiner Nebenaspekt könnte der SWR zwischen RP und BW ein länderübergreifendes SFN aufbauen wollen, da nach dem ARD-Mux dann auch der SWR-Mux in der Belegung identisch wäre. Vielleicht ist dies sogar der Hauptaspekt für den Sender.

So innovative Belegungen der Muxe wie beim MDR, braucht man vom SWR nicht zu erwarten. Dies hängt mit unterschiedlichen Philosophien zusammen.

Sollte es nicht so kommen, kann man zumindest hoffen, dass bei vier Programmen pro Mux mit den üblichen Parametern eine bessere Bildqualität einhergeht. Grundsätzlich hält der SWR nicht viel von TV via Terrestrik. Bei der seinerzeitigen DVB-T Umstellung hat man gebremst bis es nicht mehr ging.


von uhf - am 05.03.2017 13:07
Anbei noch erste Termine zu den Vorarbeiten:

http://www.swr.de/empfang/wartungen-im-sendernetz/-/id=3786/did=12068828/nid=3786/1tqc0kw/index.html

Fernsehen
Am 6.3.2017 ist von 11:00 bis 17:00 Uhr in der Region Baden-Baden wegen Umbau der Senderanlage auf DVB-T2 am Standort Fremersberg der Empfang folgender Programme nicht möglich:
DAS Erste
arte
one
PHOENIX

Am 7.3.2017 ist von 11:00 bis 17:00 Uhr in der Region Baden-Baden wegen Umbau der Sendeanlage auf DVB-T2 am Standort Fremersberg der Empfang folgender Programme nicht möglich:
SWR Fernsehen BW
br Fernsehen
hr Fernsehen
WDR Fernsehen

Am 8.3.2017 ist von 11:00 bis 17:00 Uhr in der Region Pforzheim wegen Umbau der Senderanlage auf DVB-T2 am Standort Langenbrand der Empfang folgender Programme nicht möglich:
DAS Erste
arte
one
PHOENIX

Am 9.3.2017 ist von 09:05 bis 13:00 Uhr in der Region Baden-Baden wegen Test der umgebauten Anlagen auf DVB-T2 am Standort Fremersberg der Empfang folgender Programme nicht möglich:
DAS Erste
arte
one
PHOENIX
ZDF
ZDF InfoKanal
ZDF_neo/KIKA
3sat
SWR Fernsehen BW
br Fernsehen
hr Fernsehen
WDR Fernsehen

Am 9.3.2017 ist von 13:00 bis 17:00 Uhr in der Region Pforzheim wegen Umbau der Sendeanlage auf DVB-T2 am Standort Langenbrand der Empfang folgender Programme nicht möglich:
SWR Fernsehen BW
br Fernsehen
hr Fernsehen
WDR Fernsehen

Am 14.3.2017 ist von 09:05 bis 12:00 Uhr in der Region Pforzheim wegen Test der umgebauten Anlagen auf DVB-T2 am Standort Langenbrand der Empfang folgender Programme nicht möglich:
DAS Erste
arte
one
PHOENIX
ZDF
ZDF InfoKanal
ZDF_neo/KIKA
3sat
SWR Fernsehen BW
br Fernsehen
hr Fernsehen
WDR Fernsehen


Hörfunk
Am 3.3.17 kommt es zwischen 11:05 und 12:00 Uhr zu einer Unterbrechung der Digitalradio-Ausstrahlung des SWR-Multiplex im Raum Bad Säckingen wegen Arbeiten an der Senderanlage am Standort Eggberg.

von uhf - am 05.03.2017 13:07
Zitat
uhf
Die Antwort des SWR lautet leider, dass Sie sich nicht an den 7 möglichen Dritten Regionalprogrammen - wie es der rbb problemlos kann - orientieren wollen.
Stattdessen will der SWR dass alle Bürger neue Hardware für DVB-T2/HEVC kaufen - aber keine neue Programmvielfalt. Es soll kein NDR, MDR, RBB im SWR Mux geben.

Ein Armutszeugnis für das Landeskönigreich SWR und eine Perversion für alle Gebührenzahler.
Der SWR ist unfähig alle 7 regionalen Dritte in den Mux zu bekommen.
Der rbb dagegen kann das problemlos, der rbb will seine Kunden angemessen versorgen - der SWR sieht keine Notwendigkeit.

SWR - Wir können alles - außer Technik !

Der SWR ist ausserstande zu begreifen, dass allein ein HD Bild nicht ausreicht für die Modernisierung, es müssen auch alle öff.-rechtl. Programme terrestrisch da sein.

Das lineare Fernsehen lebt vom Programmvielfalt.
Bei den Überschusseinnahmen durch die neue Rundfunkabgabe ist dies eine den Bürgern / Gebührenzahlern bewusst unterschlagene Möglichkeit alle öff.-rechtl. Fernsehprogramme via Terrestrik zu schauen. Stattdessen muss man sich einen kostenpflichtigen Kabelanschluss oder ein IPTV-Abo zulegen. Nicht alle können einfach eine Sat-Schüssel aufstellen.

Unfassbar - diese Ignoranz (oder Arroganz) gegenüber dem Gebührenzahler bei gleichzeitiger Abzocke mit den horrenden Sondergebühren.

Schade, weil UKW + DAB-seitig finde ich den SWR super.
DVB-T seitig versagt der SWR m.E. hingegen vollständig.

Ausgerechnet im Technikland Baden-Württemberg wird die Terrestrik mit Füßen getreten,
pfui !


WOW!!!
Hätte ich nicht besser schreiben können. Kompliment.

Genau so ist es. Die Arroganz des SWR stinkt gewaltig zum Himmel.

Leider lässt sich dagegen kaum was machen. Der hr war halt schon immer terrestrikfreundlicher als der SWR. Das war schon damals bei der Einführung von DVB-T so, und setzt sich nun bei DVB-T2 nahtlos fort. Der hr schafft immerhin fünf Dritte in seinen Regionalmux.

Der damalige Kabelnetzbetreiber Kabel-BW, der zwischenzeitlich in Unitymedia aufgegangen ist, soll sehr gute Verbindungen zum SWR gehabt haben. Eine gut ausgebaute Terrestrik freut ja nicht gerade die Kabelnetzbetreiber. Evtl. liegt hier die Ursache der Terrestrik-Arroganz des SWR.

von transponder - am 05.03.2017 13:44
BW = Das Land der Strippenzieher und Schüsselausrichter. Das war schon immer so, und wird auch immer so sein.
Und wenn der SWR könnte, würde er am liebsten DVB-T ganz abschalten. Ohne T2 als Nachfolger. Am Besten (Südwesten:rolleyes: ) zurück zu dem 3-Programme Schema analog. (Mit hunderten von Füllsendern).
Über dieses Trauma sind die Nachfolger von SDR/SWF bis heute nicht hinaus.
Lokalfunk platt, BTV pleite, Vielfaltsreduzierung nach der Fusion, Terrestrikbashing...
Nach dem WDR gibt es wahrscheinlich keine arrogantere Anstalt als den Südwestrundfunk.
Und das Betreiben der SWR Aktuell Plattform soll noch einmal den uneingeschränkten Monopolisten in der Regionalberichterstattung unterstreichen.
Mal davon abgesehen, dass Berichterstattung aus Verlegerhand nicht unbedingt das non plus ultra als Gegenantwort ist (siehe Regionalsender...) . Es fehlt im Südwesten einfach die Ausgewogenheit in der lokalen Berichterstattung. Das ist es was die Leute mögen, wenn sie sich mit der Heimat identifizieren wollen. Nicht das Wetter und Verkehr von der Kölner Bucht bis zum Bodensee. Da könnte ich jedesmal :kotz:
Das Modell mit den vielen kleinen Lokalsendern hat den Leuten, Vereinen, der Lokalpolitik und letztlich dem Heimatgefühl in vielen Regionen eine Plattform, ein Zugehörigkeitsgefühl vermittelt. Die LfK hat dieses Modell ja zu beginn diese Jahrtausends erfolgreich unter Rückendeckung des SWR beseitigt.... Achja, auch ich habe die jahrelange Blockade der 105,7 in Stuttgart und die letztliche Vergabe wie selbstverständlich an den SWR nicht vergessen.... Ich empfinde selbst die Konkurrenz aus Bayern als aufgeschlossener und Vielfaltsfreudiger als den SWR und das mag schon was heißen....

von w_weinmann - am 05.03.2017 17:56
Nur Vorsicht im ORF Sendegebiet gibt es auch ein "Ländle" -> Verwechselungsgefahr :-) .

Aber wenn wir gerade so SWR kritisch unterwegs sind. Ich kenne auch keine Anstalt, die sich so eine Vielfalt an Dependancen gönnt wie der SWR:

Da gibt es das ehemalige Stammhaus des SDR in Stuttgart, den ehemaligen SWF Mainz, jetzt Landesfunkhaus für RLP, aber halt was ist das? Im schönen Baden-Baden, ein Rundfunkdorf unbeugsamer SWF Patrioten, die sich als Nachfolger des ehrwürdigen SWF3 verstehen und mit ihrem unhörbaren geclaime und "Morningschow Gelaber" sich als Rundfunkinstitution Nr.1 verstehen. ( Der SWF3 Schwarzwaldelch rotiert seit 1998 in Gedenken an seinen Nachfolger im Grab ..)
Auch die Konkurrenz aus Stuttgart haben sie ja gleich nach der "Fusion" mundtot gemacht, selbst das letze Aufgebahren als SWR3-Metro bekannt wurde ja letztendlich sang und klaglos einer Totenweihe zugeführt..... Für mich ist das 3.Programm seitdem unhörbar und quasi nichtig.

Aber soll eine Fusion nicht den Hauptzweck von Kostenreduzierung beinhalten? Die Standort-Streuung und Breitschultrigkeit hat sich seit der Fusion mit nichten reduziert.
Für mich hat der SWF den SDR als unliebsammen Konkurrent beseitigt und ist seit dem unter "gemeinsammer" Dachmarke SWR unterwegs. Unter geglückter Fusion verstehe ich was anderes.

:sneg:

von w_weinmann - am 05.03.2017 19:25
Zitat
transponder
Der damalige Kabelnetzbetreiber Kabel-BW, der zwischenzeitlich in Unitymedia aufgegangen ist, soll sehr gute Verbindungen zum SWR gehabt haben. Eine gut ausgebaute Terrestrik freut ja nicht gerade die Kabelnetzbetreiber. Evtl. liegt hier die Ursache der Terrestrik-Arroganz des SWR.


Und wie gut, dass man für DVB-T2 neue Geräte braucht, wäre ja zu einfach, nach der analog-Abschaltung bei KabelBW UM (Kommt im Juni/Juli) den Fernseher einfach an die Zimmerantenne/alte Hausantenne anzuschließen und über den DVB-T-Tuner weiterzukucken.

Für diejenigen, die es dann trotzdem wagen, hält der SWR das Angebot bewusst stark reduziert bereit (ich erwähnte das schon in einem anderen Faden). Die alten Seilschaften scheinen also noch zu funktionieren - Inklusive nicht vorhandener privater Radiovielfalt. Nur in NRW ist man noch schlechter dran...

Mit der analog-Abschaltung im Kabel wird übrigens erst mal noch ein Aufschrei losgehen. Ich kenne viele Haushalte, welche die Röhrenglotze (oder uralt-LCD Fernseher gänzlich ohne DVB-C oder nur über Skandinavien-Trick) als Zweitfernseher analog weiternutzen.

Wie oft höre ich die Aussage: Ha, da kommt ja faschd nix mehr rei am Kabel.

Und schuld ist dann die Terrestrik, denn die "kosta fast gar nix"-Spots mit analogem Rauschbild bei DVB-T1 Zuschauern kommen doch nun ziemlich regelmäßig.

Aber Fernsehen ist die "im Ländle" gerade das kleinste Problem. Diesel PKW sind nachweislich mit nur 6% am Feinstaub-Ausstoß beteiligt, der Rest stammt vom unvermeidbaren Reifen-/Bremsenabrieb, Kleinfeueranlagen, Industrie und vor allem diesen verfluchten Großbaustellen. Aber irgendwas muss man ja im blinden Aktionismus machen. Also verbietet man mal alle Diesel mit weniger als Euro6. Dass dies die Bürger einfach so mitmachen und sich ihre Autos entwerten lassen - so was gibt es NUR im Ländle! Alles brav schlucken und mitmachen.

Wie "gscheid" unsere Bürger sind, sieht man auch an der Landesregierung. Da wurde der liebe, grüne Onkel im Amt bestätigt, obwohl er nachweislich nichts bewegt hat uns sein Verkehrsminister lang überfällige und genehmigte(!) Maßnahmen (vor allem Ortsumfahrungen) erst mal alle gestoppt hat. S21 löst ja bekanntlich alle Probleme. Aha. Da geht noch mal eine richtige Kostenexplosion los, wenn die DB das Verfahren gewinnt. Man könnte sich einfach nur noch aufregen, aber man resigniert irgendwann.

Wolfgang

von Wolfgang R - am 06.03.2017 09:00
Weshalb sollte das SWR-Gebiet anspruchsvoller als etwa Bayern sein? Außerdem werden selbst die in Bayern verwendeten Paramter robuster als DVB-T sein.
Davon abgesehen könnte man weniger robuste Parameter auch durch höhere Sendeleistungen ausgleichen.
Und wenn der SWR robustere Parameter als das ZDF verwendet werden das ohnehin die wenigsten Leute als Vorteil ansehen.

In den ländlichen SWR-Gebieten liegt der Mehrwert von T2 inhaltlich lediglich im News-Dudler tagesschau24 und ein paar zustäzlichen Stunden zdf_neo. Ich bin auch der Meinung, dass das einfach viel zu wenig ist. HD (und möglicher Weise höhere Datenraten als in anderen Bundesländern) sind ja schön und gut, aber es gibt auch viele Leute die an ihren Geräten (es sind ja auch zweit- und drittgeräte betroffen) keinen/kaum einen Unterschied zu SD sehen oder keinen Wert auf Bildqualität legen. Die müssen sich neue Geräte kaufen und haben nichts davon.

von Zwölf - am 06.03.2017 23:26
Zitat
Terranus
Brandenkopf soll angeblich ersatzlos gestrichen werden, genau wie Hochrhein und Raichberg.... aber nix genaues weiß man nicht vom SWR; man rückt ja keine Infos raus.


Aus technischer Sicht: Das könnte aber wiederum an den größeren SFN in Verbindung mit den robusteren Parametern liegen.

Ohne nun genau vor Ort überall Empfangstests gemacht zu haben und ohne irgendwelche Berechnungen durchgeführt zu haben, könne ich mir beispielsweise den Raichberg tatsächlich als entbehrlich vorstellen. Denn Reflexionen und Mehrwegeempfang sind ja heute kein Thema mehr. Das mag aber bitte jemand fundiert beurteilen, der mehr davon versteht.

Obwohl der Kanal 4 damals bei mir glasklar angekommen ist, wäre der Wegfall kein Verlust, gibt genug empfangsstarke Alternativen. Aber in BB wurde Raichberg nur dort genommen, wo der Kanal 11 vergeistert war und Pforzheim nicht so recht ging. Oder in Ergänzung zu Pforzheim (ARD auf UHF mochten viele Antennenbauer nicht).

Dank Weinbiet könnte ich theoretisch sogar erst mal in DVB-T1 weitergucken :)

Aus inhaltlicher Sicht: Wie ich schon ausführlich erwähnte, hat die Politik in BW grade andere Sorgen als Fernsehen, eine solche Anfrage wird mit Sicherheit untergehen.

Der SWR hält wohl am Status quo fest, traurig aber wahr.

Wolfgang

von Wolfgang R - am 07.03.2017 08:30
Der SWR hat auf seiner Homepage nun die Programme via DVB-T2 veröffentlicht. Und siehe da: Im SWR-Mux kommt von allen Standorten nach diesen Angaben sowohl SWR-BW HD als auch SWR-RP HD gleichzeitig.

Dies würde bedeuten, dass zu den Regionalzeiten von täglich 18 - 20 Uhr, donnerstags auch von 20:15 - 21 Uhr und anderen Zeiten FÜNF Programme ausgestrahlt werden. Man wird also vom Königstuhl in Heidelberg auch SWR-RP HD empfangen können, was vorher nur via Donnersberg in Kirchheimbolanden empfangbar war.

Zitat
Welche Programme sind künftig über Antenne zu empfangen?
Öffentlich-rechtliche Programme:
ARD Bouquet: Das Erste HD, Arte HD, Phoenix HD, One HD, tagesschau24 HD
Bouquet der Dritten Programme: SWR Fernsehen BW HD, SWR Fernsehen RP HD, BR HD, HR HD, WDR HD
ZDF Bouquet: ZDF HD, ZDFinfo HD, ZDFneo HD, 3SAT HD, KiKa HD
Private Programme*: RTL HD, VOX HD, Pro7 HD, SAT1 HD, RTL2 HD, Kabel1 HD, RTL Nitro HD, Super RTL HD, Pro7MAXX HD, SIXX HD, ntv HD, SAT1 Gold HD, Sport1 HD, Eurosport1 HD, DMAX HD *Verfügbarkeit je nach Region, sowie verschlüsselt.

http://www.swr.de/dvbt2hd


von transponder - am 17.03.2017 12:55
Zitat
Zwölf
In der Technik-Abteilung würde das bestimmt sofort bemerkt, aber der wird der Flyer wahrscheinlich gar nicht erst vorgelegt. Wobei ich mir sogar vorstellen könnte, dass man das Motiv wissentlich so gewählt hat - hauptsache es sieht nach was aus, was die meisten Leute mit terrestrischem TV verbinden.

Das mit dem Fernsehturm in dem Flyer sehe ich absolut nicht als Problem.Zumindest symbolisch steht der Fernsehturm noch immer mehr für terrestrischen Empfang als alle anderen Sendemasten im Land,egal ob von denen noch Fernsehprogramme abgestrahlt werden oder nicht.

Enttäuschend ist aber das Programmangebot das der SWR da anbieten will.Was bitte soll man in BW mit dem RP-Landesprogramm ? Das interessiert da niemanden.Umgekehrt genau so.
Anstatt diesen Unsinn zu fabrizieren,hätte man MDR HD und/oder NDR HD aufschalten können.

Da arbeitet der SWR tatsächlich an seinen Zuschauern vorbei.Das wirkt wie eine rein bürokratische Fehlplanung,bei der der Zuschauer keine Rolle spielt...Ärgerlich.

von UM74 - am 23.03.2017 00:10
Zitat
Wolfgang R
Passend zur Informationspolitik des SWR: https://www.youtube.com/watch?v=Z32AYk0fas0

Ab 2:25

SD-Receiver mit Scart an die moderne Flachglotze (die wahrscheinlich sogar einen DVB-C Tuner hat!). In 2017. Geht zwar um analoges Kabel, aber sowas in der Landesschau zu zeigen.....Bravo! Angeschlossen vom Fernsehtechnik-Meister.

Wolfgang


Ob Kollege Hentschel einen Meisterbrief hat geht aus dem Landesschaubeitrag nicht hervor. Gleichwohl steht er exemplarisch für unsere aussterbende RFT-Gilde. Dass er mit Scart- und auch Modulator-Anschlüssen bestens vertraut ist, darf man annehmen. ;)

Verblüffend nur wie auch hier wieder ohne Einschränkung behauptet wird, dass bestehende Dachantennen DVB-T2-tauglich wären. Da ist in Vergessenheit geraten, dass nicht jede Antenne auch die erforderliche Bandbreite hat. Wo schon jetzt in Stuttgart SWR auf K50 stärker über nur einfach geschirmte Altkoabel als über die GA-Antenne einfällt, wird der DVB-T2-Empfang des ZDF auf dem Übergangskanal 56 gewiss nicht stabiler werden.

von Dipol - am 26.03.2017 09:50
Zitat
Dipol
Verblüffend nur wie auch hier wieder ohne Einschränkung behauptet wird, dass bestehende Dachantennen DVB-T2-tauglich wären. Da ist in Vergessenheit geraten, dass nicht jede Antenne auch die erforderliche Bandbreite hat. Wo schon jetzt in Stuttgart SWR auf K50 stärker über nur einfach geschirmte Altkoabel als über die GA-Antenne einfällt, wird der DVB-T2-Empfang des ZDF auf dem Übergangskanal 56 gewiss nicht stabiler werden.


Zusammengefasst, sehe ich im Grossraum Stgt. zwei "Schwierigkeiten" weshalb es zu Komplikationen kommen kann:
- Die Antennen (ZDF war früher analog of K. 26, SW 3 auf K 39 - also beide im "unteren" Bereich von Band IV/V)
- Die Verstärker (bei mir ging mit dem Uraltverstärker DVB-T ohne Schwierigkeiten, später dann noch mir einer der "digitalen Dividende" geschulten LTE-Sperre - aber DVB-T2 ging trotzdem nicht).

Bis Mittwoch habe ich jetzt die DVB-T/T2 Programme vom Frauenkopf und K. 45&46 vom Grünten. Mal sehen was dann kommt. Immerhin werde ich garantiert bis Oktober 2018 weiter DVB-T sehen können - vom Raichberg.

von Schlips - am 26.03.2017 19:25
Die Bandbreite ist das eine. Wenn die Antenne denn wirklich in die richtige Richtung schaut. Denn erschwerend kommt hinzu, dass in der topographisch schwierigen Region rund um Stuttgart noch heute viele Antennen auf TVU ausgerichtet sind, von denen schon lange kein Signal mehr kommt.

Erst gestern war ich am Fusse des Frauenkopfs, Auffahrt aus Hedelfingen in Richtung Waldebene Ost. Kleine Stummel-UHF-Vormastantennen schauen vertikal auf irgendeinen TVU.

Offenbar muss der Frauenkopf dort massive Reflexionen/Verzerrungen produziert haben.

Gut, in direkter Nähe zum Frauenkopf werden diese Antennen irgendwelche Reste trotz falscher Polarisation und Richtung empfangen.

Weiters weg wird es aber durchaus kritisch. Fast jede kleine Kommune hatte einen TVU, zumindest kenne ich noch einige.

Die elterliche Antenne habe ich vom (abgeschalteten) TVU schon mal vorsorglich auf den Frauenkopf gedreht. Der ging analog nie wirklich sauber auf UHF (daher auch der TVU).

PS.: Das Problem mit der Bandbreite kennen wir übrigens von Langenbrand (Pforzheim) schon aus analogen Zeiten. ZDF kam auf E34. S3 war im höheren UHF-Bereich auf E59, ARD kam jedoch über E21. Richtig optimal gingen alle drei nie, bei "Geizanlagen" (nur eine UHF nach Pforzheim) war S3 meist ein wenig angegrieselt. Man behalf sich deshalb oft mit ARD-Empfang über Stuttgart oder Raichberg und empfing ZDF und S3 "auf Kompromiss". Da das ZDF etwas stärker war, also am besten eine, die das Maximum im oberen UHF-Bereich hatte.

Wolfgang

von Wolfgang R - am 27.03.2017 08:39
Zitat
Schlips
Bis Mittwoch habe ich jetzt die DVB-T/T2 Programme vom Frauenkopf und K. 45&46 vom Grünten. Mal sehen was dann kommt. Immerhin werde ich garantiert bis Oktober 2018 weiter DVB-T sehen können - vom Raichberg.


Ich drücke dir die Daumen, dass der Raichberg wirklich bis Oktober 2018 auf Sendung bleibt und nicht schon vorher ein Opfer der größeren DVB-T2-Reichweite wird.

Heute habe ich einem Stuttgarter Hotel die Einspeisung der vier DVB-T-Muxe gekillt und durch "Opferung" von Fremdsprachen-Kassetten teilweise wieder empfangbar gemacht. Das Konzept Kassetten durch DVB-T-Einspeisung zu sparen erweist sich jetzt als Boomerang. Aus heutiger Sicht wäre die Programmergänzung durch Sat.-Umsetzung in DVB-C vorzuziehen gewesen.

Bei Inbetriebnahme vom DVB-T2-Pilot-Mux gab es prompt eine Gleichkanalbelegung und heute musste im ARD-Multiplex ein Drittes und im ZDF-Multiplex der Kika wegen Datenüberlauf in COFDM ausgeblendet werden.

von Dipol - am 27.03.2017 16:06
Zitat
Terranus
Das SWR Gebiet wird wohl die größten Lücken überhaupt bekommen bei der terr. Versorgung... schon ein drastischer Unterschied, in Bayern wird ein Sender abgeschaltet (Hesselberg) in BW bald ein halbes Dutzend...


Nicht zu vergessen Rheinland-Pfalz. Dort sollen vom SWR auch Senderstandorte gestrichen werden.

So ist zum Beispiel die Zukunft vom Donnersberg bei Kirchheimbolanden alles andere als klar. Entweder wird dieser für DVB-T2 komplett gestrichen, oder es gibt ein SFN mit Königstuhl und Mannheim.

Die Voraussetzungen sind ja geschaffen. Dafür lässt man SWR RP und SWR BW parallel in einem Mux laufen. Damit kann man länderübergreifende SFN schaffen oder die Pfälzer auf Baden-Württemberg verweisen, um ihr regionales Dritte via Terrestrik zu empfangen, wenn man Pfälzer Standorte abschaltet.

Das allerschlimmste ist jedoch die Informationspolitik des SWR. Lust auf Terrestrik hatte der SWR noch nie. Die mussten damals auch zu DVB-T getrieben werden und hätten doch liebende gerne ihre Sendeanlagen für TV via Terrestrik ganz eingemottet.

von transponder - am 06.04.2017 16:20
Es ist eine Schande, wie im Technikländle Baden-Württemberg der SWR die Terrestrik in Form DVB-T2 mit Füßen tritt.
SWR - wir können alles außer Technik.

Bei den Mehreinnahmen durch die pauschale Rundfunkabgabe ist genug Geld da, das will man offensichtlich lieber anderweitig verplempern.

Ich hätte vom SWR erwartet:
- alle regionalen Dritten im SWR Mux (swr bw, swr rp, sr, hr, wdr, br, mdr; rbb, ndr, radio bremen)
- br alpha zusätzlich im ARD Mux (was für ein Blödsinn ist denn die Saarland Variante mit SR statt tagesschau24 ?)
- kein Wegfall von Sendestandorten

Vermutlich ist an der Aussage im Forum, dass KabelBW/Unitymedia Lobbyisten dem SWR nahe stehen doch was dran, sonst hätte man die o.g. drei Dinge souverän umgesetzt.
Der SWR weiß überhaupt nicht, dass das Geld nicht vom Himmel regnet, sondern von den Bürgern abgeführt wird. Jetzt kommt´s und diese Bürger wollen in 2017 doch tatsächlich angemessene Terrestrik dafür: ALLE Programme, alle bestehenden Sendestandorte.

Vielleicht sollte man über ganz andere Sparmaßnahmen mal ernsthaft öffentlich diskutieren und den SWR einfach komplett abschaffen. Seine Zuschauer und Finanzierer sind ihm ja schließlich vollkommen gleichgültig.

Ich bin vom SWR maßlos enttäuscht und fühle mich als Kunde vollkommen im Stich gelassen.
Die Geheimnisstuerei dazu um die tatsächliche Programmbelegung bis zum Schluss verrät die Arglist.

Man kann als Betreiber des linearen Fernsehens sich auch selbst abschaffen - durch solch eine vollkommene Ignoranz und Arroganz.

Bitte mal kurz zum rbb schauen: alle 7 regionale Dritte sind im Mux drin !
(http://www.dvb-t2hd.de/files/Programmbelegung_Dritte_Programme.pdf)

Wow, der rbb, der kann es !
Wow, dem rbb sind seine Zuschauer, seine Kunden richtig wichtig !
Respekt, rbb !
- Der SWR sollte sich schämen.

von uhf - am 06.04.2017 17:33
Der RBB ist ein schlechtes beispiel. Hier kam die Kürzung schon bei der DVB-T1 Umstellung in Brandenburg.
Eine weitere Kürzung ist schlicht nicht mehr möglich.

und ob man wirklich alle Dritten Programme braucht, möchte ich auch anzweifeln.

Im Saarland betreibt meines Wissens der SR nur einen Mux, der zweite wird vom SWR übernommen, deshalb gibt es auch die faktische Doppelbelegung.

Durch die Struktur des SWR ist natürlich ein Modell, wie beim NDR nicht möglich. Es müssen beide Programme 24h ausgestrahlt werden und mit dem angestrebten Sendernetz macht es natürlich Sinn keine Regionalisierung mehr zu machen, sondern nur noch 2 Muxe anzubieten.

Natürlich hätte sich der SWR beim SR was abschauen können, nämlich in einen Mux ARD, SWR BW, SWR RP, One und arte zu packen und diesen besser auszubauen und in den zweiten die anderen Programme.

Im DF Forum in der Sendertabelle sind noch mehr Standorte aufgeführt, die vermutlich abgeschaltet werden und das betrifft auch noch RLP.

Ist der DAB Ausbau schon nicht berauschend, so scheint es bei DVB-T2 wirklich nur noch Inseln zu geben. Hier wird sich auch der SR bedanken.

von H_Deutsch - am 06.04.2017 18:10
Zitat
H_Deutsch
und ob man wirklich alle Dritten Programme braucht, möchte ich auch anzweifeln.

Im Saarland betreibt meines Wissens der SR nur einen Mux, der zweite wird vom SWR übernommen, deshalb gibt es auch die faktische Doppelbelegung.

Durch die Struktur des SWR ist natürlich ein Modell, wie beim NDR nicht möglich. Es müssen beide Programme 24h ausgestrahlt werden und mit dem angestrebten Sendernetz macht es natürlich Sinn keine Regionalisierung mehr zu machen, sondern nur noch 2 Muxe anzubieten.

Jedes Dritte mehr, ist eine kleine Entschädigung für die Umstellungskosten die sich für die Leute ergeben.

Zum SR: Das stimmt, aber dennoch ist dem SR anzulasten, dass er den SWR-Mux übernimmt und nicht z.B. den MDR-Mux.

Weshalb soll das NDR-Modell denn beim SWR nicht funktionieren?

von Zwölf - am 06.04.2017 18:22
Es laufen bei weitem nicht alle Filme, Serien, Dokus, Sport usw. auf allen Dritten! Und zur selben Zeit laufen fast nie die selben Inhalte auf mehreren Dritten gleichzeitig. Von daher haben mehr Dritte schon einen gewissen Mehrwert beim Durchzappen.
Klar, wenn z.B. FreenetTV eine Art "Best of"-Kanal mit ausgewählten Inhalten der Privaten (inkl. deren Werbung) wie Connect über den ZDF- oder die ARD-Muxe in qHD für 30Cent oder so ausstrahlen würde, wäre das natürlich ein größerer Mehrwert. Aber unter dem was die ARD zur Auswahl hat, sind zusätzliche Dritte schon mal mehr als nichts.

Man könnte den Platz des 2. SWR-Programms zumindest zur Primetime (außer am Do.) für ein anderes Programm verwenden das man in der restlichen Zeit in SD oder qHD anbieten könnte. Daneben wäre im SWR-Mux bei den gewählten Parametern ja immernoch Platz für 1-2 weitere HD-Programme.

Zum SR: Wobei die Frage ist, ob der SR überhaupt mal darüber nachgedacht hat sich einen anderen Partner zu suchen. Ich würde mal wagen zu behaupten, dass es für einen Einzelsender nicht sooo unmöglich gewesen wäre einen Kanal zu finden auf dem man senden könnte. Evtl. hätte man auch in einem quasi-SFN mit Hessen senden können. Aber dass dem SR auch nicht so viel an Vielfalt über T2 liegt sieht man ja auch daran, dass trotz üppiger Datenrate in seinen Mux auch keine 6-HD-Programme unterbringt sondern stattdessen lieber als einzige ARD-Anstalt nicht tagesschau24 ausstrahlt.

von Zwölf - am 06.04.2017 19:19
Ich glaube nicht, dass der Sender Ahrweiler relevante Gebiete versorgt, die nicht über Koblenz oder Linz versorgt wären oder?

Overspil nach NRW ist ja kein Thema, da das SWR Fernsehen ja auch in NRW zu empfangen ist.

Die Eifel ist ja auch nicht dicht besiedelt und ich sags mal auch wenn es hart klingt, wenn ich eine Dachantenne brauche, kann ich mir auch ne Schüssel aufs Dach stellen.

Es war ja meines auch die Argumentation des MDR, warum man Schöneck abschaltet. Er versorgt die größeren Städte des Vogtlands nicht Indoor bzw light Outdoor.

Den Weinbiet kann sich der SWR im Prinzip auch sparen. Wenn er auch Indoor in Neustadt und Landau was bringt, aber nur mit dem 2.ten SWR Mux macht es wenig Sinn.
Ich denke an SWR Sendern in RLP wird am Ende übrig bleibe:

- Koblenz
- Kaiserslautern
- Trier

sind ja klar wegen den Privaten.

- Donnersberg
- Eifel, wegen einer Firma in Daun

Saarburg denke ich eher nicht, bei Kettrichshof bin ich gespannt, er versorgt immerhin Primasens und hilft bei Zweibrücken aus.

Bad Marienberg ist ja ein Zwitterstandort, ist auch eher kontra. Dann eher Linz. Wenn man ihn auf Rundstrahlung umstellt könnte man auch Fläche versorgen.

Der Haardtkopf senden ja auch für die Pampa. Bad Kreuznach und Idar-Oberstein werden nicht erreicht und für Wittlich gibts den Sender Eifel.

und zu KL. Die UHF Kästchen hängen meines Wissens immer noch unterhalb der Kanzel am Betonschaft auf rund 50m. Neue vertikale Antenne auf die Spitze (ca 130m) und Rundstrahlung würde auch was bringen. Sowohl für die Stadt KL als auch das Umland.

von H_Deutsch - am 07.04.2017 23:30
Ich kann es leider nicht testen, da Koblenz noch nicht an der Reihe ist, aber im DF Forum wurde berichtet, dass der Block 0 in den SR und SWR Muxen nur 22,90 Mbit/s ist.

Den Sinn dahinter kann ich mir nicht erklären, sofern die Parameter die kommuniziert wurden (24,88 Mbit/s) stimmen.

Das würde aber auch erklären, warum nur 5 Programme ausstrahlt werden bzw der SR nicht noch Tagesschau 24 in seinen Mux packt. RBB und MDR packen bei 23,6 Mbit/s auch 6 Programme rein, dann würde dies im Südwesten ja auch locker gehen.

Es wurde folgende Option in den Raum geworfen:
32k anstatt 32k-ext und PP2 anstatt PP4
Datenrate: 23.09 MBit/s

Außerdem wurde berichtet, dass sich auf den Seiten des SWR kurzfristig vor der Umstellung die Versorgungskarten zum besseren geändert haben, was auf eine kurzfristige Änderungen der Parameter hindeuten könnte.

Hier im Forum wurde berichtet, dass bei k anstatt k-ext viele Komponenten weiter benutzt werden können, was ja ins Bild der Wertigkeit der Terrestrik des SWR passen würde.

Ich habe mir beim SR, der ja ausgebaut hat, mal die Situation vor und nach der Umstellung bei den eigenen Sendern angeschaut:

Spiesen K42 25kW --> K32 25kW
Göttelborn K42 50 kW --> K32 50kW
Göttelborn K 44 20-50kW -->K42 50kW
Göttelborn K30 (ZDF) 20 kW ---> eventuell für Kerlingen K32 20 kW ???
SB-Halberg neu 10kW

unter diesem Gesichtspunkt würde das ebenfalls Sinn ergeben. Man könnte alle Sender weiterverwenden und es wäre nur eine neuanschaffung nötig.

von H_Deutsch - am 15.04.2017 23:56
Auch hier noch mal die Übersicht. Der SWR plant den Kahlschlag in Sachen DVB-T2:

Sichere Abschaltungen:

Linz
Ahrweiler
Bad Marienberg
Brandenkopf
Geislingen
Bad Mergentheim
Weinbiet (SWR RP)

Aktuell keine Umstellung auf DVB-T2 geplant:

Hochrhein
Haardtkopf
Saarburg
Kettrichhof
Raichberg

Bisher war ja die Versorgung in RLP schon nicht sehr Umfangreich. Man hat keine neuen Standorte in Betrieb genommen und auf die bestehenden Antennenanlagen gesetzt. Wenn wir die Füller in Linz und Geislingen mal ausklammern.
Dank Freenet gibt es neue DVB-T2 Sender in Karlsruhe, Mannheim und Freiburg.

Ein Gedankenspiel für RLP (BW kann ja jmd anderes übernehmen), welche Standorte hätte man in Betrieb nehmen müssen, dass es eine gute Versorgung gegeben hätte, neben den aktuellen DVB-T1 und neuen DVB-T2 Standorte:

- Idar-Oberstein ca 80m 10 kW
- Schneeifel ca 150m 20 kW
- Bad Kreunznach 5 kW
- KL-Dansenberg 20 kW ND auf 133m
- Weinbiet in den anderen Muxen ??

Fürs Saarland sicherlich Moseltal 1-2kW, Mettlach 5-10kW auf 80m und eventuell Tholey 5-10 kW.

von H_Deutsch - am 28.04.2017 20:24
Die Aussage "Öffis" trifft natürlich nicht pauschal zu. Der NDR ist ein positives Beispiel oder auch der BR. Auch der kleine SR mit seinem Hauptmux hat einen guten Ausbaugrad. Der Zweite Mux wird natürlich nur von Göttelborn abgestrahlt und hier wird die Unterstützung der Standorte aus RLP fehlen.

Es ist schon auffällig, dass der SWR laut aktuellen Planungen nur an Freenet Standorten on air geht. Ich kann jz nicht beurteilen, wie das ZDF hierzu steht. Aber zumindest an einigen Standorten soll das ZDF abgewunken haben und hier kann ich dann schon verstehen, dass der SWR dann nicht ausbaut.

Natürlich sollte man das ganze hinterfragen, gerade von der ÖR Anstalt des ZDF. Auch vor dem Hintergrund der Kabelgebühren ohne eine DVB-T2 Abdeckung als Ergänzung um Sat, kann man nicht mehr argumentieren, dass es sich beim Kabel um keinen primär Weg handelt.

Ich hatte es an anderer Stelle schonmal geschrieben, dass ich den Weg des SR eigentlich sehr gut finde. Ein Mux sehr gut auszubauen für die Grundversorgungen, den zweiten Landesmux eine Basisversorgung und dann noch einen Bundesweiten Mux der ÖR.

Der Fehler im System ist aber, dass das ZDF auf Freenet als Dienstleister gesetzt hat und nicht auf die LRA der ARD. Das ZDF zeigt ja in dem eigenen Mux, dass man mit PL ist glaube ich der Fachbegriff, 2 politisch getrennte Muxe fahren kann.

unter dem Strich hätte das ZDF nicht mehr bezahlen müssen, aber das Hauptprogramm gehört einfach in den ersten Mux, um für die Zuschauer ein attraktives Angebot zu haben.

Haupt Regionalmux:

1.) Das Erste
2.) ZDF
3.) Drittes Programm
4.) Tagesschau 24 / Drittes Programm II
5.) One / Drittes Programm III


Zweite Landesmux:
1.) Phoenix
2.) Arte
3.) Fremdes Drittes I
4.) Fremdes Drittes II
5.) Fremdes Drittes III

Bundesweiter Mux;
1.) ZDF Info
2.) ZDF Neo
3.) 3Sat
4.) KIKA
5.) ARD Alpha
6.) Freenet

Alternativ arte anstatt ARD Alpha in Mux 3 und ein weiteres fremdes Drittes.

Das Beispiel war jz für 5 Programme. Mit der Konfiguration von 24,58 wäre natürlich noch ein 6tes Programm möglich. Aber es geht ja um das Modell was für die Nutzer und auch die Rundfunkanstalten am sinnvollsten wäre.

von Göttelborn - am 29.10.2017 12:54
Ob sich gewisse ARD-Anstalten (SWR) und das ZDF mit den geplanten Empfangslücken auf DVB-T2 einen Gefallen tun, das bezweifele ich. Das Konzept eines "Überall-Fernsehens", unter dem DVB-T mal vermarktet wurde, ist damit zu den Akten gelegt. DVB-T2 ist dann höchstens noch zur stationären Versorgung in den Ballungsräumen interessant, wenn man dort Kosten für eine Sat-Schüssel oder fürs TV-Kabel einsparen will. Zur mobilen Versorgung taugt es wegen der Lücken nicht mehr.

Mit dem Wegfall von DVB-T Hochrhein werde ich künftig im Haus und im Garten (dort wo DVB-S nicht zur Verfügung steht) bei Bedarf stattdessen die Livestreams im Internet nutzen. Ich betreibe hier einen Freifunk-Router, der auch die engere Nachbarschaft mit WLAN abdeckt. Die Livestreams von ARD und ZDF laufen trotz eingeschränkter Bandbreite auch über den Freifunk-Router ruckelfrei. Und dort, wo ich sonst mal übernachte, habe ich auch WLAN in ausreichender Qualität. Einen DVB-T2-Stick für unterwegs? Unter diesen Bedingungen ist das wohl kaum mehr sinnvoll.

Wenn sich kostenlose WLAN-Hotspots weiter verbreiten und womöglich noch die Datenpakete im Mobilfunk billiger werden, dann dürfte DVB-T2 nicht sehr lange überleben.

73 de Uli

von ulionken - am 29.10.2017 16:37
Keiner anderen ARD Anstalt ist die Terrestrik aber derart egal wie dem SWR. Das sieht man schon an der Programmbelegung und Parameterwahl.
Alle anderen haben sich da ihre Gedanken gemacht:

-BR, NDR und WDR setzen auf gute mobile Empfangbarkeit und haben deswegen auf ein Programm mehr verzichtet.

-MDR und RBB setzen auf mehr Programme und verzichtet dafür auf bessere mobile Empfangbarkeit.

Und der SWR ? Setzt denselben mobilfeindlichen Modus wie der MDR/RBB ein, und bietet trotzdem am wenigsten Programmvielfalt. Die klar schlechteste Kombination aller ARD Anstalten.

Die beste hat meiner Meinung nach das ZDF und BR gewählt: mobiler Empfang, gleichzeitig brauchbare Datenraten.

Ehrlich wäre es vom SWR zu sagen, wir schalten alles ab, nur wo Freenet weitersendet bleiben wird dabei. Der Rest ist uns ehh egal.
Ich als SWR Beitragszahler würde vom SWR aber mal gerne wissen, wie der NDR oder BR eine gute Mobilversorgung rechtfertigen und anbieten können, der SWR aber nicht ? Und das in beitragsstarken Bundesländern.
Konkret: der NDR kann nen 40kW Mux auf Rügen vertreten, der SWR aber keine 50kW in Südwest Baden-Württemberg ?

von Terranus - am 29.10.2017 19:47
Es ist und bleibt eine Sauerei, wie man mit unseren Beitragsgebühren umgeht.
Es wäre technisch problemlos möglich ausnahmslos A L L E öff.-rechtl. Programme per DVB-T2 zu verbreiten.

Entweder ist der SWR durch Lobyismus von KabelBW / Unitymedia beeinflusst

oder politisch vollkommen falsch orientiert

oder technisch nicht in der Lage (letzteres glaube ich nicht).

Es ist ein Unding, dass die Bürger neue DVB-T2 / HEVC fähige Geräte kaufen müssen, und der SWR es immer noch nicht schafft A L L E öff.-rechtl. Sender zu verbreiten.

Die steigenden Gebühren wurden mit den DVB-T2 Umstellungskosten argumentiert.
Das ist doch die Gebührenzahler für dumm verkauft.

Die Grundversorgung der heutigen Zeit besteht in der Verbreitung A L L E R öff.-rechtl. Programme terrestrisch.Es ist technisch problemlos möglich.

Aber: Der SWR will es nicht. Der SWR will nicht, dass der teure Gebühren zahlende Bürger ALLE Programme terrestrisch sehen kann.

Es wird Zeit für eine Reform mit der Abschaffung der Landeskönigreiche. Die Beteiligten führen den Gebührenzahler wissentlich an der Nase rum.

von uhf - am 30.10.2017 08:14
Zitat
uhf
Es ist eine Schande, wie der SWR am Gebührenzahler vollkommen vorbei agiert.


Dieser verbale Paukenschlag übersieht völlig, dass sich die Gebührenzahler in dieser Region mit überwiegender Mehrheit längst für andere Verbreitungswege entschieden haben.

Wo terrestrisches TV nur noch mit marginaler 3,x%-Quote nachgefragt wird, ist die Senderabschaltung objektiv ein Gebot der Wirtschaftlichkeit, unabhängig davon welchen Stellenwert der SWR diesem Verbreitungsweg noch einräumt.

Dass man nicht den Mut hatte die Abschaltung rechtzeitig zu kommunizieren und dabei bewusst in Kauf genommen hat, dass sich uninformierte Gebührenzahler nicht nutzbare neue Empfänger zulegen, ist allerdings wirklich eine Schande. Der SWR war auch bei der DVB-T-Einführung unter Leitung von Manfred Königsberger keine Quelle überschäumender Vorankündigungen, aber ganz so feige wäre er m. E. nicht vorgegangen.

von Dipol - am 30.10.2017 09:07
Nun ja, die geringe Nutzung von DVB-T beruht auf früheren Entscheidungen, die bis heute tw. problematisch nachwirken. Ein Großteil nutzt Sat (Kabel ist längst nicht überall verfügbar), dies einfach der Programmvielfalt wegen. Auf Sat erhält man alles unverschlüsselt, ein Problem bei den Rechten von Spielfilmen und Sportereignissen. Kann man der Gewohnheit wegen und mangelnder Alternativen (fehlendes ausgebautes DVB-T2 Netz) auch nicht so einfach abschalten. Analog-TV zog man auch noch jahrelang für ein paar Leute mit, mit SD wird es genauso laufen. Würde man die Hauptprogramme allesamt via DVB-T2 HD empfangen können, würde Sat bei vielen überflüssig werden. Wahrscheinlich nur eine Minderheit würde wegen ausländischer Programme an diesem Empfangsweg festhalten.

Es wäre technisch auch kein Problem, alle 18 ÖR Hauptprogramme bundesweit in den drei Muxen in Full HD zu verbreiten. Das jeweilige Dritte bekommt eben immer den Vorzug. Das der SWR sein Drittes gleich zweimal(!) in den Mux packt und anderere draussenhält, ist Verschwendung der Kapazitäten. Man investiert eben nur in ein Playout Center, für RLP und BW zusammen (meine Vermutung, ist das so?). Eigentlich eine lächerliche Sparmaßnahme, das sind doch Peanuts, zeigt aber den Stellenwert von DVB-T2 HD beim SWR. Gerade im Grenzgebiet wären die nutzbaren Programme der Nachbarländer zusätzlichre Zugpferde. Leider bei der Schweiz nur in SD, dafür Champions Leage und recht viele neue Serien im Zweikanalton (insbesondere im RTR), auch die französischen Sender haben nun viele Spielfilme und Serien im Originalton in HD.

Ab dem 9. Nov. werden wir nun also DVB-T2 HD und Freenet empfangen können,.zusammen mit den Schweizern und Franzosen eine stattliche Auswahl an Programmen. Trotzdem werden auch wir Sat behalten, einfach, weil wir auch ausländische Programme schauen. Bei bundesweiter ÖR DVB-T2 Senderversorgung könnte man aber durchaus darüber nachdenken, diese Programme über Sat abzuschalten oder zu verschlüsseln. Rechtlich unbedenkliche Dritte kann man ja frei lassen. Würde die Terrestrik fördern und die Rechteproblematik beheben. Aber es ist schon klar, dass es so nicht kommen wird.

von CBS - am 30.10.2017 12:31
Es ist halt die grundsätzliche Frage, ob sich der ÖR in Deutschland so völlig auf die Satverbreitung verlassen sollte. Kabel ist sowieso keine Grundversorgung. Das ist ein kommerzielles optionales Angebot auf Empfängerseite. Man muss als Beitragszahler immer die Möglichkeit haben, ohne weitere Kosten das Angebot empfangen zu können. Das ist in Deutschland durch den Satempfang tatsächlich so gegeben, von daher sind die ÖR auf der rechtlich sicheren Seite.
Ob es strategisch klug ist, das ist eben eine andere Frage. Und dass sich die ARD Anstalten hierüber auch keineswegs einig sind, zeigen ja die unterschiedlichen Strategien in der Frage. Der BR zB. räumt der Terrestrik ein weit höhere Wichtigkeit ein, wie eben der SWR.
Der BR hätte mit dem Argument auch Standorte wie Gelbelsee, Pfaffenberg, Pfarrkirchen, Untersberg streichen können für DVB-T2. Man macht es nicht - und das ZDF zieht hier sonderbarerweise mit.

Das finanzielle Argument ist sicherlich immer eines - aber die Erfahrung und der Vergleich zeigt, dass man es auch anders angehen könnte, wenn man wollte. Vor allem der massive Kahlschlag in Rheinland-Pfalz fällt schon stark auf. Dass man den Brandenkopf streicht, kann man noch nachvollziehen. Aber Hardberg und gleichzeitig auch Saarburg ? Oder Linz und gleichzeitg auch Ahrweiler und Marienberg ?

Zumindest ist Deutschland mit einem riesigen Gebührenaufkommen das bald einzige Land dieser Größe, dass eine derart schlechte terr. TV Versorgung haben wird...

von Terranus - am 30.10.2017 13:38
Die Meinung, dass der SWR der terrestrischen Fernsehversorgung keinen hohen Stellenwert einräumt, teile ich.

Allerdings muss man zugunsten des SWR einräumen, dass die Bildqualität der Programme in den SWR-Muxen schon mit zum Besten gehört.

Ich empfange hier an der Bergstraße sowohl die Muxe vom hr als auch die des SWR von Rhein-Neckar. Dazu noch den DVB-T Mux vom Donnersberg bei Kirchheimbolanden und das Satsignal von Astra 1.

Ich ertappe mich immer wieder, wie ich automatisch beispielsweise beim "Ersten" vom hr zum SWR umschalte. Die 24,66 MBit/s im Gegensatz zu den 18,34 MBit/s beim hr machen sich doch bemerkbar. Das Bild ist schärfer. Beim hr wirkt alles etwas weichgezeichneter. Die Brillianz des SWR-Bildes ist wirklich sehenswert.

Man hat fast die freenet-Parameter aber zwei Programme weniger im Mux. Dies kommt der Qualität zugute.

Insbesondere bei Sportsendungen sind die Unterschiede teilweise frappierend. Das terrestrische SWR-Bild kann sogar mit dem Sat-HD-Bild konkurrieren. Diesbezüglich sind die nur fünf Programme im Mux bei fast 25 MBit/s Gesamtdatenrate unter Qualtiätsgesichtspunkten nicht ganz verkehrt.

Natürlich ist die Programmzusammenstellung vom SWR bei den "Dritten" kritikwürdig. Statt zweimal SWR hätte man ein weiteres Drittes mit in das Paket nehmen sollen.

Unter Vielfaltsgesichtspunkten sind die MDR- und RBB-Muxe mit je sechs Programmen pro Kanal sicher vorteilhaft. Allerdings hat beispielsweise der MDR nur 23,6 MBit/s Gesamtdatenrate und strahlt ein Programm mehr im Mux aus als der SWR. Dies müsste eigentlich auf Kosten der Bildqualität gehen.

Die Traumkonstellation wäre gewesen: Man nimmt die freenet-Parameter bei ARD und ZDF (Gesamtdatenrate 27,6 MBit/s) und bestückt jeden der drei Muxe mit jeweils sechs Programmen. Damit hätte man überall alle öffentlich-rechtlichen Angebote in hervorragender Bildqualität untergebracht.

von transponder - am 30.10.2017 14:54
Beim studieren der Daten ist mir in RLP aufgefallen, dass der Standort Kaiserslautern mit ND gelistet wird, das würde auf neue Antenne hindeuten. Auf der anderen Seite ist weiterhin H angegeben, was dem widersprechen würde, da neuen Antennenanlagen in der Regel V sind.

Bisher sind die UHF-Kästchen ja am Betonschaft in nur 44m Höhe angebracht und es wird nur gerichtet nach Norden gesendet.
An der Turmspitze mit 133m und rund würde sich der Empfang natürlich massiv verbessern.

Trotzdem darf man gespannt sein, wie es mit Saarburg, Kettrichhof und dem Haardtkopf weitergeht, da hiervon auch das Saarland in Sachen ZDF Versorgung und des 2.ten SR/SWR Muxes betroffen ist.
und hier nützt der schönste Ausbau des SR mit dem Hauptmux an den Standorten Spiesen und Kerlingen nichts, wenn einfach das Hauptprogramm ZDF fehlt.

Für mich ist es immer noch unverständlich, dass das ZDF den zweiten Standort im Saarland abgeschaltet hat, ob jz Göttelborn, wie bei DVB-T1 oder Spiesen die bessere Wahl wäre über diese könnte man diskutieren. Meiner Meinung in Sache Indoor Versorgung und Zusammen mit dem Schoksberg und der unsicheren Lage in der Pfalz ganz klar Spiesen.
Nur es gab hier massive Beschwerden. Hinzu kommt ja der hohe Kanal 55 im Gegensatz zu dem bisherigen Kanal 30.

Die Versorgungskarte bei DVB-T2 im Saarland sieht natürlich ganz schön aus, nur entspricht das ganze nicht der Realität.

von Göttelborn - am 31.10.2017 01:51
Ich möchte nochmal auf den Halberg zurück kommen. Ich habe heute das schöne Wetter genutzt und mir die Situation vor Ort angeschaut:

https://picload.org/view/drrigddl/img_0341.jpg.html

https://picload.org/view/drrigddi/img_0342.jpg.html

Was von weitem wie eine Reihe ausgeschaut sind, sind in Wirklichkeit 3 um 90° (rechter Winkel) versetzte Reihen a 4 Kästchen.

Man achte auf den UKW Dipol auf 66m. Dieser ist ca im 45° Winkel zwischen zwei Reihen angeordnet.

Wir wissen, dass dieser nach 325° zeigt (Hauptkeule Einträge 31 - 34). Somit zeigen die 3 UHF Kästchen nach 280° + 10° + 100° bei 45° Abstand bzw bis 300° + 30 + 120°.

Lässt sich halt schwer schätzen.


Dann bin ich auf dem Heimweg noch via Kerlingen gefahren. Nur habe ich dort keinen 80m hohen Mast oder ähnliches entdeckt.

von Göttelborn - am 31.10.2017 16:37
Das Lustige ist, das HD Projektbüro von ARD Digital mailte mir die Kanäle, die in Freiburg aktiv sein sollen (und meiner Beobachtung zufolge halt nicht so ganz stimmen) zu. Wollte dann wegen der Beobachtung telefonisch nachfragen aber das sei Sache von Freenet hieß es dann. Die Freenet Hotline interessierte das nicht, las irgendwelche Kanäle aus Bayern vor und legte dann auf.

Nun, dann muss ich wohl doch nochmal unters Dach. Wenn im Großraum Freiburg Sat1Pro7 nicht ginge, wäre das sicherlich jemanden dort aufgefallen. Digitalbitrate.com liest ja auch was ein. Wenn RTL auf einem anderen Kanal sendet, dürfte das vielen egal sein (auch der BNetzA?), Hauptsache es geht. Aber wenn noch jemand von näher dran sich meldet, wäre gut. Vermutete halt wegen dem anderen Kanal einen Fehler und in diesem Zusammenhang vielleicht eine schwächere Ausstrahlung von K42...

von CBS - am 09.11.2017 20:20
Zitat
CBS
Das Lustige ist, das HD Projektbüro von ARD Digital mailte mir die Kanäle, die in Freiburg aktiv sein sollen (und meiner Beobachtung zufolge halt nicht so ganz stimmen) zu. Wollte dann wegen der Beobachtung telefonisch nachfragen aber das sei Sache von Freenet hieß es dann. Die Freenet Hotline interessierte das nicht, las irgendwelche Kanäle aus Bayern vor und legte dann auf.

Nun, dann muss ich wohl doch nochmal unters Dach. Wenn im Großraum Freiburg Sat1Pro7 nicht ginge, wäre das sicherlich jemanden dort aufgefallen. Digitalbitrate.com liest ja auch was ein. Wenn RTL auf einem anderen Kanal sendet, dürfte das vielen egal sein (auch der BNetzA?), Hauptsache es geht. Aber wenn noch jemand von näher dran sich meldet, wäre gut. Vermutete halt wegen dem anderen Kanal einen Fehler und in diesem Zusammenhang vielleicht eine schwächere Ausstrahlung von K42...


Hallo CBS,

nördlich von Freiburg mit quasi Sichtverbindung zu Totenkopf + Schönberg und dem nassen Finger:

öff-rechtl. Sender
33 : Signal o.k. (ZDF)
36 : Signal o.k. (SWR 1 HD Das Erste usw)
39 : Signal o.k. (SWR 2 HD anteilig Dritte Programme)

private Sender:
28 : kein Signal
42 : Signal o.k. (freenet 2 - Pro7 Sat 1 usw)
56 : Signal o.k. (freenet 1 - RTL, Vox usw.)
58 : Signal o.k. (freenet 3 - Disney Channel, N24 usw.)

Gruß
uhf

P.S.: Mit den connect Programmen werden in Summe 78 Sender eingelesen (ohne Frankreich ohne Schweiz). Ev. hast Du laufzeitbedingte Auslöschung von Vogtsburg/Totenkopf (h) mit Freiburg/Schönberg (v) an Deinem Empfangsort ?

von uhf - am 09.11.2017 21:38
Neues, ja, ich habe unter Dach eine alte Antenne, die die Kanäle 21-42 nimmt angebracht und damit kommt K42 nun rein. Allerdings war das bessere Signal bei vertikaler Ausrichtung zu bekommen. Aber ob dies tatsächlich nur Schönberg ist glaube ich bei dessen vergleichsweise geringer Sendeleistung nicht. Das Problem war jedoch, dass diese Anbringung den Rauschpegel bei den anderen Kanälen erhöhte, was insbesondere die superschwach sendenden Schweizer beeinträchtigte. Mittels eines noch vorhandenen Filters konnte ich dann diesen Bereich aus der Unterdachantenne absenken. Da diese allerdings nicht für die Kanäle 56 und 58 geeigent ist, bringt sie dort ebenfalls zusätzliche Störungen rein. Der Filter hat vier Abstimmkreise, habe diesen dann auf die drei Kanäle aufgeteilt, die Abschwächung reicht gerade so, dass alles geht. Ein K42-Pass für diese Antennen wäre natürlich die bessere Variante, war aber nicht zur Hand. Ja, schon eine bisschen seltsame Empfangskonstellation. Ich habe an die MB eine Mail geschrieben und gefragt, ob der Totenkopf vielleicht noch nicht mit voller Leistung sendet (und was den K56 angeht). Mal schauen, ob sie antworten, jetzt geht ja erstmal alles.

von CBS - am 13.11.2017 06:40
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