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Radioforum
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Zwölf, sup2, ulionken, Anonymer Teilnehmer, Kohlberger91, DH0GHU

Grünten und Wendelstein in FMSCAN

Startbeitrag von sup2 am 01.02.2016 12:57

Beide Sender habe ich mal abgescannt.
Die Sendr Grünten sind im Bereich Ulm oder Wendelstein im Bereich Ingolstadt mit dem feuchten Finger hörbar, auch rauschfrei in Stereo.
Gemäß FMSCAN haben diese Sender jedoch kaum Reichweite. Der Wendelstein hört irgendwo bei München auf.
Woran liegt das bei FMSCAN ? Ganze Gegenden von Bayern sind nicht mit 54 dB versorgt, obwohl ich den Gegenden war und niemals ein Problem mit dem BR hatte.
Vom Säntis mal ganz zu schweigen : Angeblich müsste Stereo 3 Meter hinter Grenze abbrechen. Das Gegenteil war der Falll, als ich die A7 befuhr. Seltsam

Antworten:

FMSCAN berechnet doch nur stur Flachland und keine Topografie mit ein. Oder? Meisten ist doch anders herum. Lauf FMSCAN kann ein Sender z.B auch weiter zu empfangen sein als er das durch die reale Topografie wie Berge, die höre usw.. überhaupt möglich ist bzw. der Fall ist.
Laut FMSCAN wäre in Bayern in Sachen DAB+, 11D so gut wie komplett versorgt. In Wirklichkeit braucht es aber noch paar Sender um eine Lückenlose Versorgung zu haben. FMSCAN ist nur ein grober Richtwert

von Kohlberger91 - am 01.02.2016 13:27
Gem FMSCAN wäre der Kreuzberg via DAB nur noch bis an die Landesgrenzen von BY zu hören, bezogen auf Kreuzberg. Stimmt das wirklich ? ( bezogen auf PKW, hörbar heisst : ohne Blubbern )
Übrigens ist FMSCAN total klasse, die Reichweiten stimmen eigentlich immmer. Nur bei den benannten 3 Standorten bin ich etwas skeptisch. Ab Memmingen müsste der Br Füllsender setzen, und das ist in der Realität nicht so.

von sup2 - am 01.02.2016 13:34
Im Bayerischen Wald ist Umgekehrt , lauf FMSCAN ist dort 11D komplett versorgt, in der Wirklichkeit aber nicht. FMSCAN ist ein grober Richtwert.
Man sieht das auch sehr schön auf dem Bild. Zwiesel im Bayerischen Wald unversorgt, lauf FMSCAN versorgt... :rolleyes: Wie gesagt FMSCAN ist und bleibt ein schätzeisen.
[attachment 6882 vergleich.JPG]

von Kohlberger91 - am 01.02.2016 14:02
Um mal von anderen Gebieten zu sprechen, hier in Niedersachsen hat laut FM Scan Steinkimmen (91.1, 100kW) eine höhere Reichweite als Torfhaus (98.0, 100kW). Ich hab mal NDR1 als Beispiel genommen: http://puu.sh/mRYKN/1c66a70e6c.jpg

Nur dass Torfhaus in Warheit ~800m über NN ist und Steinkimmen nur ~30. FMScan ist nur ein grober Wert.

von Anonymer Teilnehmer - am 01.02.2016 17:11
Zitat
Oldenburger
Um mal von anderen Gebieten zu sprechen, hier in Niedersachsen hat laut FM Scan Steinkimmen (91.1, 100kW) eine höhere Reichweite als Torfhaus (98.0, 100kW). Ich hab mal NDR1 als Beispiel genommen: http://puu.sh/mRYKN/1c66a70e6c.jpg

Nur dass Torfhaus in Warheit ~800m über NN ist und Steinkimmen nur ~30. FMScan ist nur ein grober Wert.

Wie wird das denn eigentlich überhaupt berechnet? Macht ein 6m höherer Mast wirklich so einen Unterschied?

Ich finde für einen schnellen Überblick ist FMScan ganz brauchbar. Man bedenke, wie lange RM rechnen würde, um eine entsprechende Abdeckung anzeigen zu können. Andererseits ist es schon etwas schade, dass die Standorthöhe nicht einfließen kann, wenn ich auch verstehe, dass sowas nur im Verhältnis zum Umland sinnvoll wäre. Hier in Südbayern gibt es beispielsweise keine Gebiete unter 300m ü. N.N. - würde man die Standorthöhe in die Antennenhöhe mit einbeziehen würden viel zu große Reichweiten berechnet. Aber auch dieses Umland (großräumig gedacht) lässt sich ja nicht so leicht bestimmen; in Sendernähe mag dieses eine ganz andere Höhe haben als 100km weiter.

von Zwölf - am 01.02.2016 18:32
Nehmt Euch einfach mal fünf Minuten und lest den Hilfetext von FMSCAN:

http://www.fmscan.org/index.php?la=de# (Button rechts oben: Hilfe / Help / Aiuto)

Dort ist im Abschnitt "Wie funktioniert die Signalstärken-Berechnung (SCAN)?" beschrieben, wie Feldstärken und Reichweiten abgeschätzt werden. Das Geländeprofil geht durchaus in die Berechnungen ein, aber nur insoweit es durch die effektive Antennenhöhe (HAAT) in 10°-Schritten grob angenähert werden kann. Eine Berechnung mit genauen Geländeprofilen à la Radiomobile wäre technisch möglich, aber wer bezahlt die dafür nötige Rechenkapazität?

Ansonsten bleibt es bei den Schätzeisen-Angaben. Besser als gar nichts ist das allemal, aber wie schon oft hier im Forum diskutiert: Die Feldstärke-Angaben sind im hügeligen oder bergigen Gelände zwangsläufig und erwartungsgemäss oft ziemlich daneben.

73 de Uli

von ulionken - am 01.02.2016 20:06
... wobei ich im Moment auch nicht verstehe, wieso z.B. die HAAT von Torfhaus (um die 700 m) bei der Reichweitenberechnung nicht deutlich mehr zu Buche schlägt als die nur 274 m von Steinkimmen. Wenn niemand dafür eine plausible Erklärung hat, dann leite ich das gern an Peer-Axel weiter.

73 de Uli

von ulionken - am 01.02.2016 20:18
Ich könnte mir das so erklären dass dort eben bei Rundstrahlung auch nur diese angezeigt wird mit dann in diesem Fall eben der kleineren Reichweite die nach Süd-/Südost ja eben durch die Topographie geringer ausfällt.

Würde man die tatsächliche Reichweite mit der HAAT einzeichnen würde dann der Eindruck entstehen es würde nicht rund gesendet?

Dies ist aber rein spekulativ meinerseits.

von Anonymer Teilnehmer - am 01.02.2016 22:01
Zitat

Eine Berechnung mit genauen Geländeprofilen à la Radiomobile wäre technisch möglich, aber wer bezahlt die dafür nötige Rechenkapazität?

Über was für Beträge reden wir denn da? Vlt. könnte man sowas als Zusatzoption gegen einen kleinen Jahresbeitrag anbieten. Ich könnte mir schon vorstellen, dass einige User Interesse daran hätten, wenn sich die Kosten im Rahmen hielten.

von Zwölf - am 01.02.2016 23:57
Bis auf die erwähnten zwei Standorte bin ich mit FS sehr zufrieden !
Derweil habe ich mal einen RM-Plot von Torfhaus gemacht. So schlecht sind die Vergleiche nicht.
Bei den DXer-Einstellungen 45 dB kommt das schon hin. Es dürften topographische Dinge sein, die die vermeintlich geringe Reichweite Torfhaus erbringen. Stellt man auf 60dB, so werden die Gebiete gezeigt, wo wirklich jedes Radio einen guten Empfang bieten sollte.

von sup2 - am 02.02.2016 06:50
In der Ebene oder leicht hügeligem Gebiet funktioniert FMSCAN ganz gut. In Alpennähe kommen naturgemäß absolute Luftnummern raus, da viele der gelisteten Sender hinter Bergen stehen und oft garnicht ankommen (selbst der wenige zig km entfernte Patscherkofel geht hier nicht...dafür die fast gleich weit entfernte Pfronten-Funzel mit ihren 50W...), oder aber es kommen Weitempfänge über Reflektionen an, mit denen man auf Basis von FMSCAN nie und nimmer rechnen würde...
Allerdings würde Radiomobile das Problem auch nicht lösen, da es Reflektionen auch nicht berücksichtigt. Wie auch, Geodaten sagen nichts über die Reflektivität von Geländeoberflächen aus.

von DH0GHU - am 02.02.2016 08:32
Zitat

Allerdings würde Radiomobile das Problem auch nicht lösen, da es Reflektionen auch nicht berücksichtigt. Wie auch, Geodaten sagen nichts über die Reflektivität von Geländeoberflächen aus.

Ein Ähnliches Problem gibt es bei Tropo. In FMScan wurde das so gelöst, dass man selbst einstellen kann ob bzw. wie starkes Tropo bei der Berechnung der Tabelle berücksichtigt werden soll. Eine ähnliche Funktion könnte ich mir für Reflektionen auch vorstellen; da müsste der Nutzer dann halt noch selbst durchprobieren, welche Einstellung bei ihm am besten passt. Aber wenn man ein bisschen Erfahrung gesammelt hat, genügt vlt. ein Blick in Google-Maps um den jeweils passenden Wert auszuwählen. (Klar, es wird immernoch Abweichungen geben weil für einen Standort mehrere Reflektionspunkte auf unterschiedlichen Oberflächen relevant sein werden, aber man käme der Sache schon deutlich näher)

von Zwölf - am 02.02.2016 08:49
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