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Neue Mittelwellenaktivitäten in Deutschland ab 2016

Startbeitrag von iro am 06.02.2016 22:52

http://www.radiomuseum-wertingen.de/aktuell-1.html
und:
http://www.darc.de/aktuelles/details/article/deutschland-rundspruch-52016-5-kw/
unter "Termine"

Der "Eigener Ortssender jetzt in Wertingen" sendet am 13.2.2016 ab 14 Uhr MEZ
mit 1 Watt auf der zugeteilten Frequenz 801 kHz.

---
Die Überschrift wurde mit Absicht und Hoffnung recht neutral gehalten, damit das hier mal ein "Sammelthread" zu neuen legalen Aktivitäten in den AM-Bereichen werden kann.

Die 50 interessantesten Antworten:

Zitat
BetacamSP
...wird man da froh sein können einige Kilometer weit zu kommen


Während der früheren Radioflohmärkte in der BR-Sendeanlage in Ismaning gab es ein Veranstaltungsradio mit 1 Watt auf 585 kHz. Ich habe das einmal ausgetestet.

Nur bis etwa 1 km vom Sender entfernt war der Empfang wirklich gut. Danach machte sich schon Rauschen bemerkbar. Dazu kam die zunehmende Empfindlichkeit gegenüber elektrischen Störungen. So war 3,5 km westlich an der B388 entlang der Schnellbahnlinie zum Flughafen kein brauchbarer Empfang mehr möglich. Jeder Zug brachte dann nur noch Rauschen.

Da die Sendestelle Ismaning in einem Moorgebiet mit sehr guter Bodenleitfähigkeit liegt, war z.B. in nördliche Richtung gut 10 km weit brauchbarer Empfang möglich. Nördlich von Freising, mehr als 20 km entfernt, war das Signal gerade noch verständlich. In östliche Richtung war dagegen schon nach etwa 15 km Schluss.

von Wasat - am 07.02.2016 22:58
Mit 1 Watt auf der MW kann man dafür nachts recht weit kommen (700 km kann ich bestätigen), aber bei den Museumssendern ist wohl eher reiner Tagbetrieb zu erwarten.
Obwohl es natürlich toll für DXer wäre, wenn die auch nachts laufen könnten... :)

Dann haben wir ja jetzt schon 3 aktuell aktive MW-Sender...
Wertingen 801 kHz 1 W
Friedersdorf 1250 kHz
Königswusterhausen 810 kHz 9,9 W

von iro - am 07.02.2016 23:55
Zitat
dxbruelhart
Ein kleiner aktiver Mittelwellensender in Deutschland ist Welle 370 auf 810 kHz mit 9,9 Watt vor den Toren Berlins in Königswusterhausen. Sendet der eigentlich ständig?


Steht doch ganz groß auf der Seite von welle370. ;)

Zitat
welle370
Von März bis Oktober jeweils am 3. Sonntag im Monat sendet welle370 von 14:00 bis 15:30 Uhr
90 Minuten Programm live aus dem Sender- und Funktechnikmuseum.


Link ---> http://welle370.funkerberg.de/


Die Beobachtungen von Wasat bezüglich des früheren Minisenders Ismaning 585 kann ich 1:1 bestätigen. Das hatte - mit Maßstab Normalhörer - schon was von Grundstücksfunk.

von Manager. - am 08.02.2016 08:43
Zitat
dxbruelhart
Ein kleiner aktiver Mittelwellensender in Deutschland ist Welle 370 auf 810 kHz mit 9,9 Watt vor den Toren Berlins in Königswusterhausen. Sendet der eigentlich ständig?


Wie schon geschrieben senden wir ab März einmal monatlich unseren Radiotag mit vollen 9,9 Watt :-)
Relativ sichere Reichweite ist 10 km. Richtungs- und Empfängerabhängig haben wir Bestätigungen bis knapp 20 km.

Wir planen ebenfalls ab März mit 1Watt immer zu den Öffnungszeiten des Museums ein monatliches Programm laufen zu lassen, um unseren Detektorempfänger und die ausgestellten Mittelwellenempfänger in Funktion zeigen zu können.

Wer gerne mal dabei sein möchte- ihr seid gerne eingeladen. Wir haben im letzten Jahr immer wieder interessante Gäste vor Ort gehabt und so manches Gespräch auch live in den Äther gesendet :-)

Viele Grüße vom Funkerberg
Rainer

von Funkerberg - am 08.02.2016 09:14
Vielleicht auch noch ein Grund:
http://www.radiomuseum.org/forum/welle_370_ist_wieder_auf_sendung.html
Zitat

An der richtigen Antenne mangelt es ja nicht, wie auf der Homepage zu sehen ist, nur an der nötigen Leistung.

Zitat: Im Sender wird das Signal für die Abstrahlung vorbereitet, auf Bandbreite gebracht und auf den Träger moduliert. Nach der Modulation wird das Signal auf eine Leistung von 9 Watt verstärkt. Die Begrenzung auf 9 Watt ist nötig, um Radio "zum Anfassen" wirklich zu ermöglichen. Alle höheren Leistungen hätten nach der Emissionsschutzverordnung eine Absperrung des gesamten Senders nötig gemacht.
... und das kann ja nicht im Sinne eines Museums sein.

von iro - am 08.02.2016 12:04
Zitat
iro
http://www.radiomuseum-wertingen.de/aktuell-1.html
und:
http://www.darc.de/aktuelles/details/article/deutschland-rundspruch-52016-5-kw/
unter "Termine"

Der "Eigener Ortssender jetzt in Wertingen" sendet am 13.2.2016 ab 14 Uhr MEZ
mit 1 Watt auf der zugeteilten Frequenz 801 kHz.

---
Die Überschrift wurde mit Absicht und Hoffnung recht neutral gehalten, damit das hier mal ein "Sammelthread" zu neuen legalen Aktivitäten in den AM-Bereichen werden kann.


Hihihi, und so wie ich Bernd kenne ist der Sender sicher zu 100% nur mit Röhren bestückt :joke:

von Loger - am 08.02.2016 15:45
Den BR-585-Sender konnte ich schon leicht rauschend
( leicht ! ) auf der Umfahrung München hören. Ab Kreuz Ascheim fast rauschfrei. Richtig gut war es gut 5 Kilometer vor dem "Grundstück". Hier musste ich aus blasentechnischen Gründen Rast machern, mein Taschenradio zauberte die 585 rauschfrei. Rauschfrei heisst : Rauschfrei. ( und nicht : ich kann da etwas hören )

von sup2 - am 08.02.2016 16:39
Zitat
Der Chef
Einen MW-Sender betreibt der Kunstspeicher Friedersdorf auf 1250 kHz.

https://www.antennebrandenburg.de/service/veranstaltungen/dauerveranstaltungen/maerkisch-oderland.html


Mit einer Frequenz von 1250 kHz arbeitet der Sender im Kunstspeicher Friedersdorf neben der Norm- Raster- Frequenz 1251 kHz und erzeugt somit einen schönen 1 kHz Interfrenzton frei nach albanischer Art.

Da dieser Sender sehr wahrscheinlich mit offizieller Genehmigung betreiben wird, beweist, dass der BnetzA offenbar alles egal ist, was auf Mittelwelle gesendet wird.

Wenn man zulässt, dass in immer mehr Wohnungen HF-Dreckschleudern in Form von Schaltnetzteilen, „Energiespar“-Lampen, PLC und ähnlichem Müll betreiben werden, welche die AM- Bereiche breitbandig zumüllen, dann kommt es auf einen neben der Normfrequenz betriebenen Sender natürlich auch nicht mehr an.

von RealRock - am 09.02.2016 08:12
Der Trick mit dem Frequenzversatz erzeugt Jaulen? Ja. Aber nur beim Sender auf 1250 kHz. Der wird mit 1W Leistung das Versorgungsgebiet anderer Sender auf dieser Frequenz nicht stören....
Wobei natürlich ein 1-kHz-Heterodyn weit nerviger sein kann als ein anderes Programm "Im hintergrund". Allerdings reden wir hier vermutlich von >60 dB Pegelunterschied im Zielgebiet anderer Sender, bzw in der NF von ca. 50 dB Absenkung... Das ist allenfalls in Modulationspausen noch wahrnehmbar.

von DH0GHU - am 09.02.2016 12:54
Zitat
iro
Das wird der Grund sein:
Zitat

Alle Funkstellen benötigen zwangsläufig eine Standortbescheinigung, wenn Sie eine Strahlungsleistung von 10 W EIRP erreichen oder überschreiten.

https://de.wikipedia.org/wiki/Standortbescheinigung


Genau das ist der entscheidende Grund - insbesondere mit den damit verbundenen Nachfolgekosten.

Zitat
Bolivar diGriz
Der "Trick" bei dieser Frequenzzuweisung ist, dass es sich nicht um Rundfunk handelt, weil nicht im Rundfunkraster gesendet wird. Damit entfällt die Zuständigkeit der Landesmedienanstalt und vermutlich auch der GEMA.


Landesmedienanstalt mag sein, die Begründung für die Gema kann ich nicht nachvollziehen.
Warum sollte eine Gemapflicht entfallen?

von Funkerberg - am 09.02.2016 13:15
Was bedeutet das nun konkret?
Jeder Bundesbürger ist dazu in der Lage ein Sendefrequenz im Mittelwellenfrequenzbereich bei der Bundesnetzagentur zu beantragen?

Für Austrahlungen wird doch sicherlich noch eine gültige Sendelizenz benötigt, oder? Schliesslich ist das doch ein Rundfunkfunkband und kein für alle Leute freigegebenes Band.

Wie sieht es mit anderen Parametern aus? Muss der Betreiber der Sendeanlage 9 kHz Bandbreite einhalten? Muss zwingend Amplitudenmodulation verwendet werden?

von Winnie2 - am 09.02.2016 15:49
Bei der GEMA entfällt vermutlich nie irgendwas. Aber es ist schon ein Unterschied, ob ein Rundfunkprogramm veranstaltet wird, oder eine "technische Versuchssendung" oder "Reportagefunk" außerhalb des Rundfunkrasters. Immerhin wird die GEMA diesen Funkdienst nicht als Rundfunk mit entsprechenden Fantastillionen an Hörern bezeichnen können. Im Tarif dürfte der Unterschied gravierend sein.

von Bolivar diGriz - am 09.02.2016 16:06
Zitat
Bolivar diGriz
Der "Trick" bei dieser Frequenzzuweisung ist, dass es sich nicht um Rundfunk handelt, weil nicht im Rundfunkraster gesendet wird. Damit entfällt die Zuständigkeit der Landesmedienanstalt und vermutlich auch der GEMA. Ein cleverer Trick, den auch gewisse "Zahlensender" im Südwesten von NRW ganz knapp außerhalb des UKW-Spektrums verwenden.


Ich wüsste mal gerne, wie groß die Zange war, mit der dieses Argument zurecht gebogen wurde ? :rolleyes:

Was macht es im realen Leben aus, ob ein normal mit NF modulierter AM-Sender innerhalb des MW- Rundfunkbereichs im 9 kHz- Rundfunkraster sendet oder auf einer Frequenz daneben ? :confused: (von Interfrenzstörungen am Randbereich mal abgesehen), (was z.B. Radio Tirana schon immer piepegal war).

Aber OK, wenn die BnetzA das so sieht, dann können ja alle Piraten auf off-chanel- Frequenzen munter drauf los senden – ist ja demnach kein Rundfunk ! :cheers:

Piraten und Rundfunk-Amateure, nehmt Euch die split- Frequenzen zwischen stillgelegten Kanälen, sendet auf 832,5 oder 841,5 kHz oder lasst Radio London auf 1138,5 kHz wieder aufleben ! :hot:

von RealRock - am 09.02.2016 16:38
Zitat
Bolivar diGriz
Der "Trick" bei dieser Frequenzzuweisung ist, dass es sich nicht um Rundfunk handelt, weil nicht im Rundfunkraster gesendet wird.


Das Problem ist jedoch, dass zwischen 526,5 kHz und 1606,5 kHz in Europa NUR Rundfunk möglich ist. Lediglich unter 600 kHz dürfen sekundär, also ohne Störungen des Rundfunks zu verursachen, drahtlose Abwendungen im Gesundheitsbereich sowie Induktionsanwendungen betrieben werden.

Zitat
RealRock
Was macht es im realen Leben aus, ob ein normal mit NF modulierter AM-Sender innerhalb des MW- Rundfunkbereichs im 9 kHz- Rundfunkraster sendet oder auf einer Frequenz daneben ?


Nach dem Genfer Wellenplan von 1975 darf zwischen 526,5 kHz und 1606,5 kHz nur im 9 kHz-Raster gesendet werden. Die entsprechenden Vereinbarungen haben Gesetzescharakter. Siehe Telekommunikationsgesetz § 55, Absatz 5.

von Wasat - am 09.02.2016 22:13
Zitat
Funkerberg
Zitat
dxbruelhart
Ein kleiner aktiver Mittelwellensender in Deutschland ist Welle 370 auf 810 kHz mit 9,9 Watt vor den Toren Berlins in Königswusterhausen. Sendet der eigentlich ständig?


Wie schon geschrieben senden wir ab März einmal monatlich unseren Radiotag mit vollen 9,9 Watt :-)
Relativ sichere Reichweite ist 10 km. Richtungs- und Empfängerabhängig haben wir Bestätigungen bis knapp 20 km.
Im letzten Sommer hatte ich auch einmal Gelegenheit das Programm in geschätzt 10km Entfernung vom Sender zu hören, und zwar mit einem Sangean 909 (unmodifiziert). Am späten Vormittag wurde bereits mit einem Pausensignal getestet... Solange ich (dann während der regulären Sendung) daneben stand und das Gerät optimal positionierte und persönlich sozusagen mit als Reflektor diente, war das hören (für mich) verständlich möglich, wenn ich mich entfernte wurde es schwieriger und für die (unfreiwilligen) Mithörer war der Rauschpegel unerträglich... Habe deshalb dann ein Tablet im Flugmodus neben den Empfänger (an einem weniger störenden Empfangsort) gestellt und versucht die Sendung über den Mikrofoneingang mitzuschneiden. Brauchbar ist die Aufnahme leider nicht wirklich (Sprache ist mehr zu erahnen, denn zu verstehen...).

von Hagen - am 10.02.2016 16:53
Zitat
Hagen
Solange ich (dann während der regulären Sendung) daneben stand und das Gerät optimal positionierte und persönlich sozusagen mit als Reflektor diente, war das hören (für mich) verständlich möglich...


Du warst nicht Reflektor, sondern "Masse". Masse bzw. Erde schafft guten Empfang auf Mittelwelle. Die großen Röhrenradios früher hatten nicht nur selbst einiges an Masse, sondern besaßen auch einen eigenen Erdungsanschluss, den man z.B. mit dem Heizkörper verband.

In den 1950ern galt daher noch ein Signalpegel von mind. 40 dB (1 mV/m) als ausreichend, um brauchbaren MW-Empfang zu ermöglichen. Die ITU definiert dagegen heute für urbane Gebiete einen Mindestpegel von 77 dB (7 mV/m) für guten Empfang.

Wenn man beide Pegel in Reichweite umrechnet, ergibt sich bei 1 Watt Sendeleistung 40 km bei 40 dB und 1,3 km bei 77 dB. Das ist also schon ein riesiger Unterschied. Bei 40 dB Signalstärke ist allerdings bei dem heutigen Störpegel oft gar kein Empfang mehr möglich.

von Wasat - am 10.02.2016 22:46
@Wasat: Das mit dem "Nur für Rundfunk" in Europa scheint auch nicht so ganz ohne Ausnahmen zu sein: Auf 840 kHz sendet ja z.B. das NDB-Funkfeuer "KR" aus Kaliningrad. Aber vielleicht zählt ja diese Nicht-9kHz-Raster-Frequenz auch nicht zum Rundfunkbereich.
Womit wir wieder bei der 1250 sind. Könnte einerseits wirklich ein "Umgehungstrick" sein - andererseits wäre es auch möglich, dass sie sich ihren Kleinsender in den "States" besorgt haben.
Das mit der offiziellen Zuteilung von Frequenzen für Kleinstsender ist eigentlich überflüssig: Die meisten vergebenen QRGs sind nicht gerade super, d.h. nur sehr eingeschränkt zu gebrauchen. Wenn die Leistung wenige Watt nicht übersteigt, sollte man freie Frequenzwahl haben. Es gibt mittlerweile einige Frequenzen im offiziellen Raster, die wenn überhaupt nur noch extrem dünn belegt sind: z.B. 675, 747, 765, 819, 927, 1206, 1278, 1350, 1377, 1476, 1494 kHz. Dort könnte mit Mini-Leistungen ungestört gesendet werden. Mit einer Flut von Anträgen wäre ohnehin heute wohl bei dieser "veralteten" Technik gar nicht zu rechnen! Die von vielen Ländern bewusst aufgegebenen Frequenzen müssten neu vergeben werden oder völlig freigegeben werden für Kleinstsender. Der Genfer Wellenplan ist überholt.

von Randfunker - am 12.02.2016 03:35
Die Frage ob das offizielle Frequenzraster im Mittelwellenbereich bei Sendeanlagen mit einer sehr begrenzten Reichweite überhaupt eine Rolle spielt.
Bei Sendeanlagen die 100 km Reichweite u. mehr haben ist das durchaus von Belang, aber bei Sendeanlagen deren Signal nicht mal 10 km weit reicht kann das durchaus flexibler gehandhabt werden, würde ich sagen.
Zudem könnte die Audio-Qualität der Ausstrahlungen verbessert werden wenn z.B. 18 kHz Bandbreite erlaubt würden.

von Winnie2 - am 12.02.2016 19:13
Zitat
Rundfunker
Auf 840 kHz sendet ja z.B. das NDB-Funkfeuer "KR" aus Kaliningrad.


Gewisse Staaten haben sich nie besonders um internationale Abmachungen gekümmert. In Westeuropa war es aber üblich, die Regeln einzuhalten.

Zitat
Rundfunker
Der Genfer Wellenplan ist überholt.


Der Genfer Wellenplan ist längst überholt. Er wurde auch nie gänzlich eingehalten. Der vorhergehende Kopenhagener Wellenplan war aber überhaupt reine Kosmetik. Mehr als die Hälfte der Sender waren rechtlich illegal.

Die Gesetze gelten aber trotzdem weiter. Daher kann ein Regelverstoß von jedem ohne weitere Begründung angezeigt werden und die zuständige Behörde muss dann entsprechend einschreiten. Deshalb braucht es im Interesse der Betreiber zur rechtlichen Absicherung eine Lizenz mit Vorgaben für Frequenz und maximaler Leistung. Die Frage ist daher, wie einfach man den Zugang zu einer solchen Lizenz gestaltet.

von Wasat - am 13.02.2016 11:57
Zitat
Wasat
Die Frage ist daher, wie einfach man den Zugang zu einer solchen Lizenz gestaltet.


Sagen wir es so: Rein Frequenzrechtlich ist der Zugang relativ einfach möglich. Die Bundesnetzagentur legt einem erst mal wenig Steine in den Weg und die zuständige Außenstelle ist da sehr kundenorientiert.

Jetzt das Aber:
- Bei mehr als 10 Watt EIRP wird eine Standortbescheinigung fällig. Diese kostet i.d.R. gegen 3000€ einmalig.

- Bei mehr als 10 Watt EIRP müssen jährliche Beiträge entrichtet werden. Diese haben eine extreme Schwankungsbandbreite, sind äußerst intransparent und gehen in bis zu 6000€ oder noch höher hoch. PRO JAHR. In Zukunft ist mit noch höheren Beiträgen zu rechnen, da die BNetzA alle Aufwände, die sie für eine bestimmte Zuteilungsart hat (z.B. Mittelwelle, Kurzwelle, Langwelle etc.), auf alle Frequenzzuteilungen umlegt. Also gibt es nur 1-2 Zuteilungen in ganz Deutschland, teilen sich diese armen Menschen die Behördenkosten (abzüglich 20% Eigenanteil der Behörde)

- Bei der Errichtung einer Mittelwellenantenne kommen ggf. noch baurechtliche Aspekte zutage, falls z.B. der Mast > 10m ist.

Von den Wehwehchen und den Pläsirchen der Medienanstalten reden wir an der Stelle erst mal nicht.

In dem Sinne: Good luck.

von Shortwaveservice - am 13.02.2016 15:48
Es würde wirklich niemanden kratzen, wenn man über so einen amerikanischen "Part 15"-Sender den DLF o.ä. mit 100 mW ausstrahlen würde. Die perfekte Simulation eines "alten" Zustands. In den USA sind diese Dinger ja nicht umsonst erlaubt. Sie werden dort auch als Info-Radios eingesetzt, wenn z.B. Häuser verkauft werden. Offiziell dürfen die zwar nicht weiter als 200 ft/61 m reichen, aber mit der richtigen Antenne lässt sich noch etwas mehr rauskitzeln. Wie gesagt: wen würde es stören?

von Randfunker - am 17.02.2016 02:05
Glaube gelesen zu haben, dass einzelne US-Hersteller auch 9-kHz-Raster anbieten; aber sei's drum. Dann nimmt man halt 1350, 1440, 1610 oder Frequenzen, die knapp daneben liegen, wie z.B. 1280; das funktioniert dann noch, weil auf 1278 fast nichts mehr ist.
Und falls man einen Empfänger benutzt, der stufenlos ist, kann man auch bei uns (inzwischen) ziemlich freie "amerikanische" QRGs benutzen - die ja zudem hier nicht als "Rundfunk" gelten ;)

von Randfunker - am 17.02.2016 15:45
Zitat
Shortwaveservice
Zitat
Wasat
Die Frage ist daher, wie einfach man den Zugang zu einer solchen Lizenz gestaltet.


Sagen wir es so: Rein Frequenzrechtlich ist der Zugang relativ einfach möglich. Die Bundesnetzagentur legt einem erst mal wenig Steine in den Weg und die zuständige Außenstelle ist da sehr kundenorientiert.

Jetzt das Aber:
- Bei mehr als 10 Watt EIRP wird eine Standortbescheinigung fällig. Diese kostet i.d.R. gegen 3000€ einmalig.

- Bei mehr als 10 Watt EIRP müssen jährliche Beiträge entrichtet werden. Diese haben eine extreme Schwankungsbandbreite, sind äußerst intransparent und gehen in bis zu 6000€ oder noch höher hoch. PRO JAHR. In Zukunft ist mit noch höheren Beiträgen zu rechnen, da die BNetzA alle Aufwände, die sie für eine bestimmte Zuteilungsart hat (z.B. Mittelwelle, Kurzwelle, Langwelle etc.), auf alle Frequenzzuteilungen umlegt. Also gibt es nur 1-2 Zuteilungen in ganz Deutschland, teilen sich diese armen Menschen die Behördenkosten (abzüglich 20% Eigenanteil der Behörde)

- Bei der Errichtung einer Mittelwellenantenne kommen ggf. noch baurechtliche Aspekte zutage, falls z.B. der Mast > 10m ist.

Von den Wehwehchen und den Pläsirchen der Medienanstalten reden wir an der Stelle erst mal nicht.

In dem Sinne: Good luck.


Bleibt die Frage was mann dann überhaupt senden darf, selbst wenn man von der BNetzA eine Genehmigung hätte?

Auf CB-Funk darf man ja auch kein rundfunkähnliches Programm veranstalten...

Wenn die Hürden nich hoch wären würde ich aus Spaß einen sunshine-live Umsetzer bauen :xcool:

von raeuberhotzenplotz1 - am 18.02.2016 07:25
Hallo,

hier mal ein paar Dinge generell zu dem Thema, von jemandem der es sich sehr wünschen würde, wenn sich die Gesetze mal ändern würden.

Zuerst natürlich Glückwunsch für diejenigen, die eine Frequenz zugeteilt bekommen haben.

Hier mal ein paar Informationen, die ich über die Jahre in intensiver Recherche zusammengetragen habe, da mir an "legalen Heimsenderlein" viel liegen würde.

Die lage in Deutschland:
- 13,56Mhz ist zwar die "Testfrequenz" allerdings trotz 10mW Leistung darf man nur induktiv senden, weiterhin ist die Bandbreite zu gering für "Radio machen".
- Lang/Mittel/Kurzwelle: Es gibt verschiedene Allgemeinzuteilungen, die es in der Praxis erlauben, das ein "Sender mit Ferritantenne" bzw. induktiv zumindestens von der BNETZA Seite aus gut 1m - ja sogar verrauscht bis zu 10m theoretisch weit Senden darf und man sich das ganze dann als "theoretisch legal" einreden kann. Hier liegt die Betonung aber auf induktiv, schliesst man eine Drahtantenne an müsste man´s schon wieder anmelden
- UKW die üblichen hier allen bekannten 50nW erlaubt.
- Es gibt höchstens noch einen "Bastelbereich" bei ca. 27Mhz (sog. SRD Band) dort darf man bis zu 10mW ERP und es gibt keine Bandbreitenbegrenzung / Modulationsartvorschrift (achtung ich meine nicht CB Funk da gibt´s einen ein paar hundert Khz breiten Bereich)
- Natürlich divierse ISM Bänder VHF bis SHF

Selber senden ist trotzdem immer kritisch, da es ja ggü der BNETZA "nachzuweisen" gilt das der Sender die Richtlinien einhält, und -15dbµA/10m kann man nicht so schön messen, wie die in den USA üblichen "< / = 100mW auf die Endstufe" die auch mit einem 5€ Multimeter eingehalten werden können.

Hier mal die Lage in den USA, zum Vergleich (eigene, intensive Recherchen)

-> UKW mit 10mW erlaubt (gibt geprüfte Sender und Bausätze)
-> Mittelwelle es gibt keine 200 Fuß Grenze, die Leistung, die der Endstufe des Senders zugeführt wird darf nicht größer als 100mW sein - und die Antenne und das Gegengewicht dürfen zusammen nur ca. 3m lang sein so wie ich das verstanden habe kann aber auch sein das die Antenne 3m lang sein darf (ein "Dipol" mit 2x 1,40m Draht wäre also ok)
- 13,56Mhz dort darf man mit bis zu 5mW ERP (an der Antenne) senden, die Bandbreite reicht aus, das "ein" Sender mit NF Begrenzung reinpasst
- Früher durfte man auf diversen Kanälen (ich glaube es waren 4) im VHF und UHF Tv Band mit ich glaube ebenfalls 10mW senden aber das haben sie aufgehoben "glaube ich" heute darf man nurnoch auf ein paar Kabel Sonderkanälen ohne Liz.

Noch krasser ist Neuseeland, dort geht das UKW Band von 88-105. Mittlerweile (seit 2010) darf man dort "Außerhalb" des UKW Rundfunkbandes mit 1W ERP senden. Man muss sich dafür nicht regestrieren, läuft ähnlich wie bei uns Drahtlose Kopfhörer. Außerhalb des UKW Bandes heist da "87,7Mhz" "87,9Mhz" und "107,7"Mhz (nur Beispiele).

Ich würd mir einfach so wünschen, das sich hier in der Richtung "Mittelwelle" mal was täte, im Sinne von eine "abgeschwächte" Zuteilung aller "50mW auf der Endstufe, 20dB Oberwellenunterdrückung, maximal 2m lange Antenne" aber es fehlt einfach die Lobby. In diversen Radioforen (Röhrenradio-Sammler) wird auch viel getextet, und gewünscht, aber keiner macht eine Petition in der Richtung, und ohne Petition ... is halt schlecht. Ich weis, das es auch Gegner gibt, wie es bei den 50nW UKW Sendern Leute gibt, die diese nicht wollen, aber "in meinem Sinne" gings mir bei der Freigabe der Mittelwelle (und am besten noch 49m mit 10mW auf einer 1m langen Antenne ;) ) darum eben das "eigene" Radioprogramm auf´s Radio zu übertragen - wirklichen Rundfunk wird man mit diesen Leistungen wohl kaum machen können, ausser vielleicht ein paar Wohnungen ggf verrauscht versorgen, in einem Mehrparteienhaus. Aber 50mW an besagter Antenne, da is nach spätestens 50m mit einem guten Radio schluss - mit Klang Genuss ;) Warum nimmt man zur übertragung nicht einfach viele andere, besser klingende, legale wege? Eben genau "darum" - es geht um´s selber Radiosenden das können 3. eventuell nicht so verstehen, wie Personen die Interesse daran haben, und wohl viele davon auch in der Jugend Erfahrungen in der Richtung gemacht haben mit dem "eigenen Sender" den man dann in der Nachbarschaft hören konnte - das war einfach cool - deswegen.

Man könnte doch kompromisse Machen, ich hab mir da schon so viele Gedanken dazu gemacht...

CB Funk, was haben wir da bekommen, von anfänglich nichtmal 1W sind wir mittlerweile bei 4W AM auf 40 Kanälen, 12W SSB - die Amateurfunkprüfungen werden auch immer leichter, kaum noch wert eien "Prüfung" genannt zu werden (zumindest vom tecnischen her) aber auf den UKW und MW Frequenzen scheinen die Verantwortlichen zu sitzen wie die Henne auf dem Ei.

Ich verstehe auch nicht, woher diese horrenden Leistungen kommen, dann auf einmal 1W erlauben um ein paar Radios "im Museum" zu bespielen, dafür reichen 30-40mW locker aus. Und - dann ists ein Verein o.ä. weils ja ein Museum ist. "Otto Normalverbraucher" macht sich vermutlich höchstens verdächtig wenn er / sie "da" anruft und sagt "ich hab hier´n Sender, würd gern bisschen Radio machen". Diese 2 Klassen Gesellschaft nervt. Hier Vorschläge, wie mans regeln könnte - sollte -

1. MW Frequenz "Mietbar" wie Funkmikrofon und Anerkennung USA ähnlicher Sender (die ja Part 15 geprüft wurden und idr. brauchbare Oberwellenfilter und co haben)
2. MW Freigabe für alle - aber - um Sender bauen und betreiben zu dürfen muss man mindestens AFU Klasse E machen für den Nachweis das man´s kann
3. Freigabe der MW mit geringer Leistung ähnlich wie in USA und Werten die man als "Normalo Bastler" einhalten kann aller 50mW "auf die Endstufe" Antenne darf nur 2m lang sein usw usv.

Ich könnte da noch sehr sehr viel drüber schreiben, aber ich habe mich über die Jahre immermalwieder "hier und da" drüber ausgelassen. Die Radiosammler bei denen "renne ich offene Türen ein" aber eine Petition macht keiner - und die Funkamateure haben kaum bis garkein interesse "Radio zu machen".

Die besagte CB "Kein Radiosender machen" Klausel gibt´s auch für Amateurfunk - es sollte sich einfach was tun in der Richtung. Man könnte "unter Amateurfunk" ja was machen, das man ähnlich wie die Mietbaren Sender mit vertretbarem Aufwand + einer 1maligen Gebühr (die kann gern 500€ sein) eine Kurzwellenfrequenz zugeteilt bekommt sowie eine Sendelimitierung. Beispiel man bekommt eine Frequenz im / außerhalb o.ä. des 49m Bandes mit 5W Sendeleistung zugeteilt und 12h im Monat Sendezeit. Wie man sich die dann einteilt bleibt einem selber überlassen und hier wird auch die "Einhaltung der Sendezeiten" in die Verantwortung des Nutzers gelegt (macht sinn, er kann ja auch einfach so senden, stört ja eh keinen mehr irgendwie). Ich rede hier vornehmlich von den HF Bändern, also unter 30Mhz UKW ist was ganz anderes. Wem´s wirklich darum geht, Radio zu machen, zu senden - der sollte sich um ein Webradio bemühen. Dort gibts meines Wissens nach auch genügend bezahlbare Lizenzen die man auch als "Normalverbraucher" bezahlen kann - bei L M K gehts einfach um den Spaß an der Technik, das Senden als "Erlebniss". Ich weis, das man Sender mieten kann - aber es geht um´s "Selbermachen" und es gibt genug technisch Versierte - mich eingeschlossen - die durchaus Wissen wie man einen brauchbaren Sender baut, und nicht nur den 1 - Transistor UKW Sender, der fast immer funktioniert, aber von Oberwellen und co haben viele dann noch nie was gehört.

Oftmals bekommt man dann das Argument zu hören "mach doch die Amateurfunkprüfung" aber dort darf ich ja genau das nicht, was mir am Herzen liegt "ein bisschen Radiosenden". Da bringt es mir nichts, wenn ich legal mit 3 - stelligen Watt Zahlen Senden darf - wenn ich doch am liebsten einfach ein bisschen Radiosenden würde.

Aber gefühlt gibts hier schon eine klare Richtung, denn ich meine es stand mal hier, das die BNETZA den "Mietbaren" Grundstücksfunk von 50 auf 10mW reduziert weil "Die Leute Privatradio machen" oder damals die freigabe der 50nW Sender, die auch soeine Sache für sich sind, seitens der Hersteller - damals in einem Elektronik Fachforum haben Leute ausgerechnet, das 50nW an 2 parallelen Teleskopantennen an einem durchschnittsradio 2m weit gehen. Doch meiner Meinung nach sind viele Sender nur teilslegal. Man kann sie so hinlegen, das sie so weit gehen, aber bsp. ein Modell von Vivanco, das ich habe - von Media Markt keine Importware - wird auf einmal zum reinsten "Sender Master" sobald man ein 6V Netzteil (Stabilisiert) am 6V Eingang einsteckt, dann geht das eher richtung 100m mit Degen und co, statt der angepriesenen 2. Auch ich hätte hier einfach was gesagt aller 0,5mW und dann halt nicht Antenne = Audioleitung sondern von mir aus 10cm Draht der am Sender "extra dafür" raussteht.

von Stefan02 - am 18.02.2016 10:08
Zitat
Stefan02
Hier mal ein paar Informationen, die ich über die Jahre in intensiver Recherche zusammengetragen habe, da mir an "legalen Heimsenderlein" viel liegen würde.

Die lage in Deutschland...

Hier mal die Lage in den USA, zum Vergleich (eigene, intensive Recherchen)

-> UKW mit 10mW erlaubt (gibt geprüfte Sender und Bausätze)...

Aber gefühlt gibts hier schon eine klare Richtung, denn ich meine es stand mal hier, das die BNETZA den "Mietbaren" Grundstücksfunk von 50 auf 10mW reduziert weil "Die Leute Privatradio machen" oder damals die freigabe der 50nW Sender, die auch soeine Sache für sich sind, seitens der Hersteller - damals in einem Elektronik Fachforum haben Leute ausgerechnet, das 50nW an 2 parallelen Teleskopantennen an einem durchschnittsradio 2m weit gehen.


Der Eintrag mit erlaubten 50 Milliwatt im UKW-Frequenzbereich – als Grundstücksfunk – ist im aktuellen deutschen Frequenznutzungsplan enthalten.

Ich finde es keine so schlechte Idee die Nutzung von Mittelwellenfreqenzen mit niedriger Sendeleistung freizugeben.
Besser als wenn diese komplett ungenutzt sind.

Gab es da nicht mal die Idee z.B. Gottesdienste per Rundfunk an Gläubige in der Umgebung zu übertragen welche aus Gründen der Behinderung nicht in der Lage sind selber ins Kirchengebäude zu kommen?

von Winnie2 - am 18.02.2016 12:40
Wenn dann ein Bus mit drehbaren Antennen auf dem Dach vor dem Gebäude steht dann hat der Senderbetreiber einen gravierenden Fehler gemacht, diesen nicht angemeldet.

Mangels frei nutzbarer Frequenzen war das in der Vergangenheit allerdings praktisch kaum möglich. Mit 50 mW auf UKW ist es fraglich ob wirklich alle Gemeindemitglieder erreicht werden können, aber mit 5 Watt auf Mittelwelle halte ich das durchaus für möglich.

von Winnie2 - am 18.02.2016 14:44
Zitat
raeuberhotzenplotz1
Wenn die Hürden nich hoch wären würde ich aus Spaß einen sunshine-live Umsetzer bauen


Und dann kommt in jedem Fall die GEMA und möchte Geld von dir.

Zitat
Winnie2
Gab es da nicht mal die Idee z.B. Gottesdienste per Rundfunk...


In den Niederlanden gibt es einen solchen Sender - Radio Bloemendaal - seit 1924, und das ganz legal, mit 500 Watt auf 1116 kHz. Gesendet wird aber nur an Sonntagen und wenn wochentags Gottesdienste sind.

von Wasat - am 18.02.2016 18:15
Zitat
Stefan02
Ich würd mir einfach so wünschen, das sich hier in der Richtung "Mittelwelle" mal was täte, im Sinne von eine "abgeschwächte" Zuteilung aller "50mW auf der Endstufe, 20dB Oberwellenunterdrückung, maximal 2m lange Antenne" aber es fehlt einfach die Lobby.


20 dB Oberwellenunterdrückung? Da bedanke ich mich dann aber, wenn die Oberwelle ins 160m-Band fällt und dummerweise mein Nachbar sowas macht.
Stand der Technik sind >60 dB. Es gibt keinen Grund, diesen nicht auch auf solche Sender anzuwenden.

von DH0GHU - am 18.02.2016 22:55
Mal ganz ehrlich: Wir sprechen hier von mageren 50 mW Hauptträgerleistung! Oberwellenunterdrückung schön und gut. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass ein Freak (wie wir z.B.) auf MW sendet, und gleichzeitig ein anderer Freak (...), der im 160m-Band unterwegs ist, in direkter Nachbarschaft wohnen, dürfte gegen null tendieren. Das steht in keinem Verhältnis zu all den anderen Störquellen, die es heute - anscheinend völlig legal - massiv in unseren Nachbarschaftsbereichen gibt.
Die Unverhältnismäßigkeit zwischen den vielen Digital-, Schaltnetzteil- und sonstigen breitbandigen Störquellen und dem bisschen Hobby-Funzelfunk (der wohlgemerkt nur auf präzisen Frequenzen tätig ist) sollte die Behörden mal dazu bewegen, einiges ins rechte Licht zu rücken und Regelwerke zu korrigieren. Würden die sich mal auch nur annähernd so um das Ausmerzen der Störquellen von Hinz und Kunz kümmern wie um die lächerlichen Restriktionen für Rundfunk im Milliwattbereich!

von Randfunker - am 19.02.2016 00:58
Wir sprechen hier von fetten -3 dBm Oberwellenleistung. Selbst wenn die Antenne nur 1% Wirkungsgrad hat, reden wir von -23 dBm abgestrahlter Leistung. Das stört an ruhigen Standorten, wie ich ihn z.B. auf 160m nutze, locker einige km weit.
Auf höheren Bändern noch weiter.
Und das, um für 1 € Bauteile im Sender zu sparen?


Aber wenn Du ansich sinnvolle Ideen schon durch technisch ausgesprochen zweifelhafte Vorschläge kaputt machen willst....


Edit:
Achja: Für 160m habe ich grad nix zu Milliwatting gefunden, wohl aber Beispiele dafür, wie weit ein paar mW auf 80m reichen. Zum Beispiel:
http://pe4bas.blogspot.de/2014/02/10mw-wspr-80m.html

Edit2:
Nehmen wir mal als Rechen-Beispiel ITU-R P-372-8 mit Werten für ruhige Umgebungen.
Da kommen wir bei 1,8 MHz auf Fa = 50 dB.
Die Feldstärke des Hintergrundrauschens, berechnet für einen Halbwellendipol, in einer 100-Hz-Bandbreite (b) beträgt dann schon
En in dBµV/m = Fa + 20 *log(f/Hz)+10*log(b/Hz)-99
= 50 + 20*log(1,8)+10*log(100)-99 = -24 dBµV/m

Wenn Dein Signal nun mit einer EIRP -23 dBm (17 dBm minus 20 dB Oberwellenunterdrückung minus 20 dB wegen 1% Wirkungsgrad) abgestrahlt wird, erreicht es den gleichen Pegel wie das Grundrauschen (verdoppelt also die Störleistung im 100-Hz-Kanal) bei Freiraumausbreitung in 190 km Entfernung(!).
Im städtischen Umfeld kannst Du natürlich locker 20-30 dB Noise hinzuschlagen, womit wir auf Werte um 10 km kommen. Allerdings ist da dann auch schon fast wieder Sicht gegeben.

Nun bedenke aber bitte, dass in rauschbegrenzten Empfangskanälen bereits Signale mit einem HF-SNR kleiner 0 dB decodierbar sind - d.h. frequenzdiskrete Störer können schon weit früher stören...

von DH0GHU - am 19.02.2016 09:26
Wäre es Sinn und Zweck des Amateurfunkdienstes, Rundfunksendungen auszustrahlen, wäre das automatisch kein Amateurfunk mehr, sondern Rundfunk, und die Aussendungen würden unter die telekommunikationsrechtlichen Regelungen des Rundfunkdiensts fallen. Insofern entbehren die Äußerungen von Stefan zu Rundfunkaussendungen durch Teilnehmer des Amateurfunkdiensts jeglicher Grundlage.
Es ist auch nicht die Intention von Funkamateuren, auf ihren Frequenzen Rundfunkaussendungen durchzuführen.

Rechtlich ist Radio DARC keine Aussendung des Amateurfunkdienstes, sondern des Rundfunkdiensts, mit einer inhaltlichen Ausrichtung auf Nutzers des Empfangs des Rundfunkdienstes, die ein Interesse am Amateurfunk haben. Für die Aussendungen von "BR Verkehr" oder "WDR VERA" gilt ja auch nicht die technische Regulierung von Rundfunkaussendungen gemäß Straßenverkehrsordnung (sowas gibts dort schlichtweg nicht)...

von DH0GHU - am 19.02.2016 10:44
Zitat
Max1
Die Idee mit den Gottesdiensten auf UKW/ MW über Kleinstsender dürfte aber auch überholt sein. Hier in Köln kommt jeden Tag ein Gottesdienst aus dem Dom auf KölnTV, Center TV u.a. und online gibt es noch mehr.

Warum? Es geht doch um den Gottesdienst der lokalen Gemeinde und nicht um "irgendeinen" Gottesdienst, z.B. aus dem Kölner Dom. Der Gottesdienst, in dem die Namen derer verlesen werden, die zukünftig wohl nicht mehr auf einen Kaffee vorbeischauen werden.

Überholt scheint das nicht zu sein, allein in Niedersachsen gibt es 7 entsprechende UKW-Sender mit Leistungen zwischen 6 und 10 Watt.
Und in Irland + Nordirland ist der Kirchenfunk im CB-Funk-Bereich (Irland: WPAS/ Nordirland: CADS) wohl ein echter Hit mit mittlerweile mehreren Hundert Stationen.
=> http://www.parishradio.harriku.com/mycollection.htm

von iro - am 19.02.2016 11:45
Zitat
iro
Zitat
hegi_ms
Es ist aber möglich, bei einem Rundfunkveranstalter Sendezeit für ein eigenes Programm zu mieten , z.B. Radio DARC auf 6070 kHz.
...der wiederum ein Funkamateur ist... ;)


Das ist nunmal durch die ÄHNLICHKEIT von Interessen bedingt. Unter Nachrichtentechnikingenieuren/technikern ist ja auch der Anteil der Funkamateure extrem hoch, und ein großer Teil der Funkamateure hat technische Berufe. Deshalb hat das eine mit dem anderen de jure doch noch lange nichts zu tun.

Ein Bänker hätte wahrscheinlich Probleme, einen Kurzwellensender in Eigenleistung aufzubauen und zu betreiben. Aber der würde die technische Dienstleistung einfach outsourcen ;-)

von DH0GHU - am 19.02.2016 11:48
Ich befürchte, daß wir ganz schnell unerwünschte Dinge auf Sendung hätten, wenn hier die Gesetze geändert werden würden, z.B.

- Die ANTIFA Welle, live von den Krawallen
- PEGIDA Radio Desden
- ATTAC, die Welle für alle Unzufriedenen
- Der Willkommensklatscher Sender, ein Gemeinschaftsprogramm von CDU und SPD
- IS MUSLIM Radio (bitte nur mit verschleiertem Lautsprecher zuhören)
- Radio Moskau Reloaded (Putin live)
- ...

beliebig fortsetzbar, ohne Anspruch auf vollständigkeit.

Aber, im Internet sie die oben genannten alle irgendwie auf Sendung, das ist die Kerhseite :angry: Da könnte man die MW glatt freigeben. Es wird wharscheinlich (fast) eh niemand zuhören...

von raeuberhotzenplotz1 - am 19.02.2016 18:31
Zitat
raeuberhotzenplotz1
Ich befürchte, daß wir ganz schnell unerwünschte Dinge auf Sendung hätten, wenn hier die Gesetze geändert werden würden, z.B.

- Die ANTIFA Welle, live von den Krawallen
- PEGIDA Radio Desden
- ATTAC, die Welle für alle Unzufriedenen
- Der Willkommensklatscher Sender, ein Gemeinschaftsprogramm von CDU und SPD
- IS MUSLIM Radio (bitte nur mit verschleiertem Lautsprecher zuhören)
- Radio Moskau Reloaded (Putin live)
- ...

beliebig fortsetzbar, ohne Anspruch auf vollständigkeit.

.


Dann versuche ich's mal:

- BUND-AM (Bund fuer Umwelt und Naturschutz Deutschland) Infos zu Demonstrationen
- Radio "Robin Wood" mit Regionalstudio aus Stuttgart
- Welle RRK, "Radio Renate Kuenast" die starke Stimme aus Berlin
- Wester-Welle, ihre Welle fuer gleichgeschlechtliches Verstaendnis in Deutschland
- Oezdemir AM Ihr schwaebisches Integrationsradio fuer die tuerkische Gemeinschaft Deutschlands

von 102.1 - am 19.02.2016 18:44
... ich habe mich ja um etwas vielfältige Beispiele bemüht.

o.k. einer fehlt noch:

Radio Köln - der Frauenrechte Sender :eek:

ich glaube das Thema entgleitet jetzt, hören wir damit auf. Entschuldigung, daß ich damit angefangen habe.

Auf jeden Fall brauchen wir nicht gleich unsere AM Radios entsorgen. Ich hoffe da läßt sich noch so einiges entdecken. Selber Radio zu machne wird durch die MW ABschlatung wahrscheinlich totzdem nicht einfacher, auch wenn entsprechende Frequenzressourcen frei wären.

Und MW könnte man auch mit einem Klempnerlötkolben bauen, da ist noch noch fast Gleichstrom :D

von raeuberhotzenplotz1 - am 19.02.2016 21:53
Eigentlich fände ich das prima, das wäre wirklich Vielfalt und im Interesse von wirklich freiem Radio. Warum auch nicht? Solange sich alles im Rahmen des Grundgesetzes hält, hätte ich kein Problem mit solchen Minderheitensendern. Hat es doch alles schon gegeben in den 1970ern: Radio Freies Wendland, Radio Dreyecksland, usw. Damals gab es eben noch kein Internet, und Freies Radio war eine damals gute Alternative. Heute würde das überhaupt kein Problem sein, da gar nicht so ein Interesse besteht. Für die meisten der weiter oben genannten Dinge ist das Internet heute das bessere Medium. Aber Radio für Minderheiten oder exotische Interessen (wie z.B. "Radio DARC" oder "Domradio") ist doch eine klasse Sache! Ich würde mir nie einen Gottesdienst im Radio anhören, andere müssen dann halt damit leben, wenn linke Aktivisten ein "DT16" starten. Es wird ja niemand gezwungen dies zu hören.

von Bolivar diGriz - am 22.02.2016 10:17
Zur Hotzenplotz'schen Auflistung darf ich darauf hinweisen, dass einiges davon (zwar nicht unbedingt in der polemisch zugespitzten Form) mit gutem Grund und durchaus im Rahmen der Gesetze nach wie vor in großstädtisch geprägten Gegenden einiger Bundesländer regional im Äther ist. Sicher kein Pegida oder IS Muslim, der Rest hat IMHO mehr Berechtigung als die Ausschüttung eines angeblich heiligen Geistes auf verschiedenen Kanälen.
Und Radio Moskau reloaded gibt es auch in einigen Bundesländern on Air (über DAB+ bei Megaradio), nur die BLM hat das für Bayern abgelehnt.

Wo die Grenzen des guten Geschmacks sind, hat jeder sicherlich unterschiedliche Koordinaten.Ich denke, da sollte jeder mal seine geistigen Tolleranzgrenzen erweitern und auch dem Lieblingshassobjekt seine mediale Nieschenpräsenz zubilligen. Man kann und muss ja nicht alles hören... Wer seinen Gottesdienst über Ätherwellen verbreitet, soll es tun, solange es keine Nutzungskonflikte der Frequenz gibt.

von Hagen - am 22.02.2016 16:20
Zitat
sup2
Gibt es davon Bilder ?
20 Meter ???? Warum eigentlich diese Meldung ?

Weil genau sowas in diesen Thread reingehört. Auch wenn es nur 20m sind...
Wir hatten auch schon eine Meldung zu einem UKW-Sender mit einem Sendegebiet von 1 m²...

Allerdings: Österreich gehört noch nicht wieder zu Deutschland... ;)

von iro - am 08.06.2016 15:40
Schöne Idee! :)
Leider werden für solche Sonderausstrahlungen Frequenzen genutzt, die offiziell für Deutschland eingetragen waren/sind. Wie man mittlerweile merkt, ist vieles davon nicht "clear", stattdessen wären andere QRGs aber inzwischen fast völlig frei. Warum ist es so kompliziert, in einer Wellenart, die von vielen sowieso als aussterbend bzw. vernachlässigbar betrachtet wird, für einen Monat Veranstaltungsfunk einfach eine unbelegte Frequenz zu nutzen, die zuletzt von einem "Großen" geräumt wurde? Mit 500 Watt würde man ja nicht viel "Schaden" anrichten können - allerdings auf ungestörter Frequenz so manchen Fan erfreuen. Die 1575 dürfte dagegen ziemlich zugedeckelt sein, um in der Ferne was rauszuhören.

von Randfunker - am 05.09.2016 20:44
Zitat
Randfunker
Schöne Idee! :)
Mit 500 Watt würde man ja nicht viel "Schaden" anrichten können - allerdings auf ungestörter Frequenz so manchen Fan erfreuen. Die 1575 dürfte dagegen ziemlich zugedeckelt sein, um in der Ferne was rauszuhören.


Wo hast Du das mit den 500W gelesen?
C-QUAM Stereo würde mich freuen.

von oldeurope - am 06.09.2016 07:45
Zitat
Radiologe
Mit 500 Watt auf MW von Halle in die Pfalz ? Da kommt doch kaum was an !


Iwo. Das ist mehr als genug. Damit bist Du (wenn die 500W auch abgestrahlt werden) in ganz Europa problemlos zu hören, falls die Frequenz frei ist. Die griechischen und niederländischen Radiopiraten werden auch nicht mehr haben und sind hier abends/nachts glasklar zu hören - allerdings auf ansonsten freien Frequenzen und außerorts.

von DH0GHU - am 06.09.2016 07:48
@ pomnitz26

Zitat

Macht es bei Mittelwelle eigentlich viel aus ob man von einem 100m oder 200m Turm sendet?


Die Länge des Mastes sollte so bemessen sein, daß möglichst die gesamte Leistung abgestrahlt wird (z.B. Lambda / 4). Und sehr wichtig ist die Bodenleitfähigkeit. Ein großes Erdnetz in sumpfigem Boden ist perfekt.

Der Sender hier
http://beachradio-nl.blogspot.de/2006/09/trintelhaven-comparison-june-2005-2006.html
hatte wegen seiner Lage am bzw. im Meer mit nur ein paar KW eine wahnsinnige Reichweite in Europa.

von Kay B - am 06.09.2016 19:33
Mal noch ein anderer Gedanke zum freien MW-Band: Ich weiß jetzt kommt gleich ein Shitstorm auf mich zugeflogen, aber ich wage es trotzdem mal zu provozieren. Bei uns in BW gibt es diese speziellen Sender:

Radio Dreyeckland, Freies Radio Freudenstadt, Radio fips, Querfunk, Bermudafunk, Radio StHörfunk, Freies Radio für Stuttgart, Wüste Welle, Radio free FM

Allein schon die Namensgebung der Stationen verrät teilweise was drinsteckt bzw. wer dahintersteckt. Könnte man diese Programme nicht auf die jetzt leere Mittelwelle abschieben und die UKW Frequenzen für etwas sinnvolleres nutzen? :eek: MW-Radios gibt's ja noch genug, wäre sozusagen ein Beitrag zur "Nachhaltigkeit". :joke:

von raeuberhotzenplotz1 - am 07.09.2016 07:34
Zitat
iro
Es wird wohl eher so sein: o.g. Sender werden auf UKW abgeschoben (d.h.: sie müssen als einzige dort bleiben, bekommen vielleicht noch Gesellschaft durch Hospital Radios), alle anderen werden über kurz oder lang ihre UKW abschalten und auf DAB wechseln.


Wobei sich in einem der DAB+ Multiplexe in BW (ich glaube es ist der in dem auch private Programme drin sind) auch schon solche "freien Stationen" tummeln. Habe vor ein paar Monaten dort eine Sendung gehört als ich auf einem Parkplatz warten mußte und am Radio rumgespielt habe, in der sich die Moderation über die jüngsten Wahlergebnisse ausgelassen hat - mit stark verzerrtem Ton und unprofessioneller Artikulation. Wie der Sender hieß kann ich aber nicht sagen...

Aber es macht wahrscheinlich Sinn das UKW-Band auch in der DAB+ Ära für derartige nichtkommerzielle Zwecke zu erhalten. DAB+ im UKW-Band ist ja kein Thema soweit ich informiert bin, oder doch? So langsam gibt es ja richtig Spektum: MW-Band, LW-Band, TV-I-Band alles leer und in vielleicht 10-15 auch das UKW Band :heul:

von raeuberhotzenplotz1 - am 07.09.2016 13:58
@ raeuberhotzenplotz1

Zitat

Radio Dreyeckland, Freies Radio Freudenstadt, Radio fips, Querfunk, Bermudafunk, Radio StHörfunk, Freies Radio für Stuttgart, Wüste Welle, Radio free FM

Allein schon die Namensgebung der Stationen verrät teilweise was drinsteckt bzw. wer dahintersteckt. Könnte man diese Programme nicht auf die jetzt leere Mittelwelle abschieben und die UKW Frequenzen für etwas sinnvolleres nutzen?


Und was wäre da dann sinnvoller als ein NKL? Da käme dann der nächste öffentlich-rechtliche oder private Hitdudler drauf. Oder bestenfalls ein Spartenprogramm, das irgendwann wegen fehlender Quoten auch zum Hitdudler wird.

Da soll die BNetzA bzw. die Organisationen dahinter die Mittelwelle doch lieber für Hobbyradioprojekte freigeben.

von Kay B - am 07.09.2016 16:52
Ja wäre ich auch dafür. NKL-Radios und Hobbyprojekte passen ja auch gut zusammen.

Wenn man mal ehrlich ist. Mit einer 100W Endstufe kann noch nicht so richtig viel schlimmes passieren :joke: Das könnte man doch freigeben. (Ok. die Fingerkann man sich da schon böse verbrennen :D)

Aber nutzen würde es nichts, weil was soll man dann senden? Es macht ja nur Spaß zu senden wenn jemand zuhört. Und wo hört jemand zu - richtig wenn gute Musik läuft. Und gute Musik zieht die GEMA & Co nach sich :o und aus ist der Spaß, selbst wenn das Band freigegeben würde...

Mir persönlich würde aber eher ein Hobby-TV Sender Spaß machen. Im Band I, z.B. ein Umsetzer für Ulm DVB-T Zugspitze in PAL K2 ORFeins und K4 ORF2V. Das würde wahrscheinlich sogar Zuschauer finden... Aber das ist jetzt hier Off-Topic, sorry.

von raeuberhotzenplotz1 - am 07.09.2016 20:32
Zitat
raeuberhotzenplotz1
Mal noch ein anderer Gedanke zum freien MW-Band: Ich weiß jetzt kommt gleich ein Shitstorm auf mich zugeflogen, aber ich wage es trotzdem mal zu provozieren. Bei uns in BW gibt es diese speziellen Sender:

Radio Dreyeckland, Freies Radio Freudenstadt, Radio fips, Querfunk, Bermudafunk, Radio StHörfunk, Freies Radio für Stuttgart, Wüste Welle, Radio free FM

Allein schon die Namensgebung der Stationen verrät teilweise was drinsteckt bzw. wer dahintersteckt. Könnte man diese Programme nicht auf die jetzt leere Mittelwelle abschieben und die UKW Frequenzen für etwas sinnvolleres nutzen? :eek: MW-Radios gibt's ja noch genug, wäre sozusagen ein Beitrag zur "Nachhaltigkeit". :joke:


DRM+? Wäre eine Option. Leider immer noch keine Radio's die das könnten... Im normalen Handel.

Aber machbar wäre es doch. Die neuen Radio's könnten statt FM und AM dann eben DAB, FM und DRM (+).

von UKW vs. DAB+ - am 12.09.2016 18:38
Zitat
UKW vs. DAB+

...DRM+? Wäre eine Option. Leider immer noch keine Radio's die das könnten... Im normalen Handel.

Aber machbar wäre es doch. Die neuen Radio's könnten statt FM und AM dann eben DAB, FM und DRM (+).


besser:

Aber machbar wäre es doch. Die neuen Radio's könnten statt außer FM und AM dann eben auch DAB, FM und DRM (+)

von Zintus - am 13.09.2016 06:28
In Halle ist mindestens seit heute nachmittag die 99,3 aktiv. Gesendet werden Töne, die an Morsetelegrafie erinnern. Der Sender arbeitet in Stereo mit RDS ("REVOLTEN"), RT ("RADIO REVOLTEN") und ist hier in etwa 3 km Entfernung mit S3-4 zu empfangen. Gelegentlich erfolgt eine Testdurchsage abwechselnd in deutsch und englisch. Dabei wird auch auf die Mittelwelle 1575 hingewiesen, obwohl diese noch nicht on air ist. Kann wohl nun aber jeden Tag losgehen...

von dlf-fan - am 19.09.2016 20:49
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