Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
Radioforum
Beiträge im Thema:
113
Erster Beitrag:
vor 1 Jahr, 5 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 1 Jahr
Beteiligte Autoren:
Chris_BLN, Kohlberger91, WiehengeBIERge, Winnie2, _Yoshi_, Nordlicht2, GLS, Klaus Wegener, Wolfgang R, delfi, ... und 36 weitere

DOCSIS 3.1: UKW Kabelradio Ade

Startbeitrag von Kohlberger91 am 17.03.2016 17:16

Auf http://www.satellifax.de/mlesen.php?id=0cc579a607162d9bb1c6b0bf89fa419e
heute zu lesen:

Zitat

UKW im Kabel steht vor dem Aus in Deutschland
Während es über Antenne noch länger dauert, könnte das Ende der analogen Kabel-UKW-Übertragung schon in naher Zukunft Realität werden. Das berichtet das Telekommunikationsportal teltarif.de. Hintergrund: Mit der Technik DOCSIS 3.1 könnten beim Kabel-Internet Datenraten bis hin zum zweistelligen Gigabit-Bereich erreicht werden. Doch sowohl für den höheren Down-, als auch für den Upstream brauchen die Kabelnetzbetreiber zusätzliche Frequenzen für die Internetdaten.

Zitat

Derzeit verwenden die Kabelnetzbetreiber bei DOCSIS 3 den Frequenzbereich zwischen 5 und 85 MHz. DOCSIS 3.1 sehe laut teltarif.de vor, dass der Frequenzbereich zwischen 5 und 204 MHz für den Upstream genutzt werden kann. Das bedeutet, dass die UKW-Frequenzen mitten in diesem Bereich liegen. Die einfachste Möglichkeit, das Problem zu lösen, sei laut Dipl.-Ing. Ulrich Freyer, Analyst für Medientechnik, der zwischen 1988 und 2007 technischer Leiter der Landesmedienanstalt in Nordrhein-Westfalen war, die Abschaltung der UKW-Radios im Kabel. Als Alternative könne die Industrie DVB-C-Radios fürs Kabel entwickeln, alternativ könne auch der Digitalfunk DAB+ im Kabel übertragen werden, aber nur wenn die Kabelnetzbetreiber auf die oberen DOCSIS 3.1-Frequenzen verzichten. Denn aufgrund der Filterflanken würde nach Einführung des gesamten vorgesehenen DOCSIS 3.1-Spektrums nur der halbe Kanal 13 für DAB+ zur Verfügung stehen, was maximal für knapp 30 Hörfunkprogramme ausreichen würde.

Zitat

Der neue Standard DOCSIS 3.1 könnte aber auch erhebliche Störungen bei der analogen UKW-Übertragung verursachen, denn viele Kabelnetze sind undicht. Das äußerst sich heutzutage dadurch, dass analoge Kabel-UKW-Programme aufgrund von Lecks auch terrestrisch übertragen werden und beispielsweise auf bis zu 100 Metern Länge im Autoradio zu hören sind. Durch DOCSIS 3.1 könnte künftig im Bereich von Kabellecks ein Rauschbrei im UKW-Band das Resultat sein, auch Ortssender könnten nicht mehr empfangbar sein.

Die 50 interessantesten Antworten:

Die Frage ist doch, "tut das not?"
Denn, den Aufwand treiben in der NE4, nur um die potentielle Zellengröße für DOCSIS3.1 zu erhöhen? Ist es da nicht günstiger, die Glasfaser näher an die NE4 heran zu bringen?

Letztlich reißen es die 20,5 MHz zu dem Preis doch auch nicht raus. Wir reden hier vom potentiellen Upload.

Das ist doch der gleiche Quatsch wie mit der digitalen Dividende. Besonders, wenn der Bereich im Band V für die 4/5G Geschichte nur eine untergeordnete Rolle spielt. Bzw. oft gar nicht nötig ist.

Aber Hauptsache der nicht regulierbare Rundfunk ist aus dem Bereich fort und potentiell abrechnungsfähige / kostenpflichtige Systeme halten Einzug. :sneg:

von w_weinmann - am 17.03.2016 18:37
Zitat
w_weinmann
Wir reden hier vom potentiellen Upload


Und genau da haben die Kabelanbieter ja massive Probleme. Hohe Uploadraten sind immer mehr Leuten wichtig.
Das maximale was UM da z.B. bietet sind 20MBits, in Verbindung mit 400MBits Downstream für satte 70€ im Monat. Was davon wirklich ankommt ist dann die nächste Frage.
Die Telekom bietet mit VDSL100 schon 40MBits und wenn die Glasfaser irgendwann im Haus liegt, reden wir da von ganz anderen Geschwindigkeiten.

In den anderen Kabeltarifen ist es noch deutlich weniger. Um vergleichbar zu bleiben, bei 120MBits gibt es nur 6 im Upstream.

von Marc_RE - am 18.03.2016 07:04
Zitat
Noch ein Hannoveraner
Ich sehe eher ein rechtliches bzw. auch ein tatsächliches Problem mit der Wohnungswirtschaft, die zu den großen Kunden von Kabel Deutschland zählt und jetzt ihren Mietern kein UKW-Radio mehr bieten kann. Und möchte der normale Mieter einen gesonderten Receiver kaufen, um Radio zu hören? Die neuesten Fernseher haben DVB-C eingebaut. Also muss ein neuer Empfänger für Radio her.

Wirklich ein rechtliches Problem? Es wird ja ein alternativer Empfangsweg bereitgestellt, bzw. ist längst parallel vorhanden.
Was ist denn am DVB-C-Receiver so furchtbar? Deutlich billiger als ein UKW-Tuner ist er jedenfalls. Und wer wirklich im Jahr 2016 eine gute Tonqualität will, wird auch schon heute am Kabel UKW für DVB-C hinten anstellen.
Ansonsten: Welche Relevanz hat UKW-Radio im Kabel? Technisches Spielzeug für uns Freaks, oder sprechen wir über von über 50% der Kabelhaushalte die ein Radio daran angeschlossen haben?

von Thomas (Metal) - am 19.03.2016 18:57
Analog-TV wird auf Dauer abgeschaltet werden.
Aber selbst wenn das irgendwann soweit ist, wird dann das UKW-Band noch längst nicht für den Upstream für DOCSIS genutzt werden. Dazu muss einfach viel zu viel umgebaut / getauscht werden, wie ich auf der ersten Seite schon schrieb.
Und wenn nur schrittweise umgebaut würde, also nur da, wo wirklich DOCSIS 3.1 Endgeräte betrieben werden, würde das ein völliges Chaos geben, besonders wenn der KNB Geräte zuschickt.
inzwischen wird ja fast alles als "POA-tauglich" oder "Express-Upgrade" (Installation ohne Techniker) angesehen, was es in den seltensten Fällen wirklich ist)...

von WiehengeBIERge - am 19.03.2016 19:20
Ich gehe mal davon aus dass die Kabelnetzbetreiber nur noch die laufenden Verträge mit den Wohnungsgesellschaften erfüllen, in denen die Versorgung mit analogen Radio- und Fernsehprogrammen gewährleistet wird.
Bei den neuen Verträgen wird dann analoge Übertragung von Hörfunk u. Fernsehen seitens der KNB nicht mehr angeboten.
Ansonsten könnte das analoge Angebot im Kabelnetz wohl relativ bald abgeschaltet werden, da das weder von Seiten der ÖR, noch von den meisten Landesmedienanstalten gefordert wird; und die normalen Zuschauer werden da ohnehin nicht gefragt ob diese weiterhin TV in analoger Form haben möchten.
Die meisten in den Haushalten vorhandenen TV-Geräte stellen ohnehin mit digitalen Signalen ein besseres Bild dar. HDTV gibt es nunmal in digitaler Form.
Einige KNB sollten sich dann allerdings vom Transrating verabschieden, weil nach einer Analogabschaltung min. 200 MHz Bandbreite im Kabel frei werden für digitale Angebote.

von Winnie2 - am 19.03.2016 19:56
Bis vor ca. drei Jahren konnten wir im Wohnzimmer, wo der Fernseher und eine klassische Stereoanlage steht, parallel der eine fernsehen und der andere Radio hören, wir hatten ein grosses UKW-Kabelangebot. Dann hat man mit der Erklärung, es würden mehr Digitalfrequenzen benötigt, stückweise das UKW-Angebot auf ein knappes Drittel zurückgeschraubt; die meisten verschwundenen Programme findet man zwar noch auf der Set-top-Box, man kann sie aber nicht mehr bei gleichzeitig laufendem TV (gleiche Box) hören. Und selbst wenn ich nur Radio hören will und TV ist ausgeschaltet, muss ich extra über die Digitalbox die Programme wählen, mit denen ich dann die Stereoanlage füttere. Das nervt tierisch, ist höchst unpraktisch und führt den eigentlichen Sinn einer Hifi-Anlage (Radio-Tuner/CD/Plattenspieler in einem) ad absurdum.
Erwartet hätte ich eigentlich, dass man eines Tages wenigstens DAB+ direkt über Kabel auf die Anlage kriegt ...

von Randfunker - am 20.03.2016 13:01
Zitat
Thomas (Metal)
Was ist denn am DVB-C-Receiver so furchtbar?


Er steht oft nicht dort, wo - wenn überhaupt - bewußt Radio gehört wird.

Er braucht i.d.R. einen Bildschirm zur Bedienung, zumindest zur Ersteinrichtung.

Er sieht fast immer scheiße aus und paßt absolut nicht in Wohnzimmer, in denen keine Freaks wohnen, bei denen es sowieso wie Werkstatt aussieht.

Er sieht nie so aus wie der Rest der Stereoanlage.

Er braucht zusätzlichen Platz im Bereich der Stereoanlage.

Er braucht einen Line-Eingang an der Stereoanlage.

Er will meist über eine separate Fernbedienung bedient werden.

Er bootet sekunden- bis teils minutenlang.

Er hat keine 10 oder 12 Speichertasten, auf denen die gewünschten Radioprogramme liegen.

Er zeigt oft keine Sendernamen an.

Ja, wir Freaks haben dafür Lösungen und wenn nicht, dann haben wir Verständnis für manche Einschränkung. Von ganz "normalen" Menschen kann man das nicht erwarten. Ich kenne aus aktuellem Anlaß sehr wohl Verweigerungshaltungen, Radio via DVB-C zu hören statt via UKW. Man nimmt sogar UKW-Rauschen in Kauf, weil der Komfort dafür stimmt.

Zitat
Thomas (Metal)
Ansonsten: Welche Relevanz hat UKW-Radio im Kabel? Technisches Spielzeug für uns Freaks, oder sprechen wir über von über 50% der Kabelhaushalte die ein Radio daran angeschlossen haben?


Angeblich (Digitalisierungsbericht 2015) erfolgt etwas über 15% der Radionutzung via "Kabel". Blöd, daß mans nicht aufgeschlüsselt hat in DVB-C und UKW. Nach dem gleichen Bericht erfolgen auch etwa 15% der Radionutzung via Satellit, wären also zwingend DVB-S. Macht die Sache nicht klarer...

Ich kenne mehrere Leute mit UKW-Radio am Kabelanschluß. Einige davon, weil ich das eingerichtet habe, um das übliche Elend (MDR Info, DKultur und Figaro als einzige Programme rauschend an nem Stück Draht hinter dem Schrank) zu beenden. Andere hatten das von sich aus schon so. Alle haben halbwegs anständige Stereoanlagen (was Yamaha Pianicraft im Mini-/Midi-Format mal mit einschließen soll). Die Monteure unseres kleinen Netzbetreibers kennen Beschwerden, wenn der DLF ausfällt (war Oktober 2014, nachdem eine Kopfstellenantenne nach Jahren wieder "richtig" ausgerichtet wurde und damit weg von der Empfangsrichtung des herangezogenen DLF) oder wenn - wie jetzt nach meinem Komplettumbau des UKW-Bereichs - Paloma auf 108,0 liegt und nicht mehr auf 103,75 - da sind noch alte Radios im Einsatz, die bei 104 MHz enden.

Auf die Masse mag ich aber nicht schließen wollen daraus.

Zitat
Randfunker
Dann hat man mit der Erklärung, es würden mehr Digitalfrequenzen benötigt, stückweise das UKW-Angebot auf ein knappes Drittel zurückgeschraubt


Sehr geile "Begründung". Ein volles UKW-Band, anständig gepegelt, geht in die Gesamtpegelung einer BK-Anlage wie ein, maximal wie eineinhal analoge TV-Kanäle ein. Niemand kann mir erzählen, daß es hier eine Notwendigkeit zur Reduzierung gäbe. Die UKW-Frequenzen sind eh nicht anders nutzbar.

Zitat
Randfunker
muss ich extra über die Digitalbox die Programme wählen, mit denen ich dann die Stereoanlage füttere. Das nervt tierisch, ist höchst unpraktisch und führt den eigentlichen Sinn einer Hifi-Anlage (Radio-Tuner/CD/Plattenspieler in einem) ad absurdum.


Genau das sind die Punkte, bei denen UKW für Normalnutzer haushoch überlegen ist - solange der Anschluß leidlich brauchbare Qualität liefert.

Zitat
Randfunker
Erwartet hätte ich eigentlich, dass man eines Tages wenigstens DAB+ direkt über Kabel auf die Anlage kriegt ...


Ist von der Bandbreiten-Effizient her ein Desaster verglichen mit DVB-C, würde aber wenigstens den Anschluß der zunehmend üblichen UKW/DAB-Kombigeräte mit einem gemeinsamen Antenneneingang ermöglichen. Man müßte dazu aber extra fürs Kabel erstellte DAB-Pakete verwenden, um das ganze qualitativ UKW vergleichbar zu machen.

Also: es wäre gut, wenn es eine Kiste gäbe, 19", meinetwegen 2 HE, mit der ich 4 DAB-Blöcke in einen BK-Kanal setzen kann und die ihre Programme meinetwegen aus 4 oder 8 eingebauten DVB-S/S2-Tunern bezieht. Dann könnte man den Fehlerschutz erstmal radikal runtersetzen und damit dann z.B. je Block 9 MP2-Programme je 192 kbps (zur Kompatibilität mit den zahlreich vorhandenen alten DAB-Tunern teils hochwertigster Bauart) unterbringen - oder halt bei Verzicht auf die Kompatibilität entsprechend mehr Programme in 144 kbps LC-AAC. Dazu bräuchte diese Kiste noch eine große Zahl an Audio-Transcodern. Daß das Transcoding von den ARD-üblichen 320 kbps MP2 herab auf 192 kbps MP2 halbwegs gut funktioniert, zeigt die Vodafone/KDG.

Aber das ist alles irrelevante Spinnerei. Wenn UKW im Kabel stirbt, passiert bei den vermutlich in der Gesamtbilanz wenigen, die es benutzen, das gleiche, was in der Masse passieren wird, wenn "Luft-UKW" abgeschaltet wird: das wars dann mit Radio bekannter "klassischer" Art.

Man müßte mal bei der WilhelmTel in Hamburg fragen, wohin deren Planungen gehen. Die haben 53 (!) UKW-Programme drin und sind generell sehr modern aufgestellt. Internet laut Angebot bis 100.000 Downstream / 20.000 Upstream. Paßt nicht zusammen, dann soviel UKW vorzuhalten. Oder doch?

von Chris_BLN - am 21.03.2016 10:08
Damit haben wir aber das Problem, daß kein für Kabel-Belange optimiertes Hörfunk-Digitalsystem existiert. Es müßte DVB-C-Radios geben als Bestandteil von Stereoanlagen - autark bedienbar, auch in integrierten Systemen. Da findet man aber bis heute nur DAB - wenn überhaupt. Meine Erfahrung im Umfeld: selbst Internetradio wird in HiFi-Systemen nicht genutzt, wenn die Bedienung nur mittels Bildschirm möglich ist (Yamaha Pianocraft). Zu aufwendig - oder gar kein TV im Haus.

Einziges halbwegs autarkes DVB-C-"Radio" bislang ist dieses: http://www.wisi.ch/fileadmin/files/PDF/Flyer_Wisi_SoundEmotionBox.pdf - und auch das hat nur rudimentäre Bedienunbarkeit über das Display. Man muß die Menüs schon kennen, um darin ohne Bildschirm navigieren zu können.

von Chris_BLN - am 21.03.2016 10:26
Hier wieder einmal ein Beispiel von Citycable Lausanne, welche auf ihrer Website für Radio 50 UKW Programme und 80 DAB+ Programme anbietet. Zusätzlich noch DVB-C Radio. Citycable dürfte etwa 500.000 Kabelkunden haben.

Die 80 DAB+ Programme sind auf den Kanälen 5A/5B/5C/5D und verbreiten folgende Radios:

[attachment 7142 Citycable_Lausanne_DAB_S.1.jpg]
[attachment 7143 Citycable_Lausanne_DAB_S.2.jpg]
[attachment 7144 Citycable_Lausanne_DAB_S.3.jpg]

Die Programm-Auswahl ist zumindest schon recht International. (Beispiel Kanada und Schweden)

Ich glaube DAB+ hätte auch auf dem Kabel eine Zukunft, wenn man es denn machen würde. HIFI-Stereo Anlagen und etwas besser ausgerüstete Portabel-DAB-Empfänger haben meistens die dafür notwendigen Antennen-Anschlüsse. Entsprechende Empfänger sind in zahlreichen Ausführungen zu kaufen. Wie weit SLS bereits im Kabel-DAB bereits angeboten wird, werde ich bei der nächsten Gelegenheit überprüfen.

von drahtlos - am 21.03.2016 15:44
Zitat
maggus
Intressant sind bei diesem Verstärker der hat sogar einen eingebauten cabelsim bis 9db in Worms hab ich immer soviel Schräglage auf 826 MHz das ich da immer 12db oder mehr cabelsim verbaut werden.

Vorsicht, die im Verstärker eingebauten Kabelsimulationen arbeiten "über alles", während die Kabelsimulatoren, die man auf den Verstärkereingang (BEQ irgendwas, ERZ irgendwas usw.) schraubt (bzw. bei UMKBW auch im ÜP stecken kann) erst oberhalb von 450 MHz einsetzen (UHF-Entzerrung).
Bei UMKBW haben seit Jahren alle für Kaskadenbetrieb in Linienanlagen zugelassenen Verstärker den eingebauten Kabelsimulator.
Bei KDG ist ja alles recht chaotisch und unklar geregelt und auch technisch muss ich sagen, sind zumindest die Installationsfirmen dort nicht gerade fit (wie ich selbst fast ein Jahr lang mitbekommen habe), keine Ahnung ob es da auch Kaskadenverstärker den Kabelsimulator haben müssen (KDG hat ja generell ein recht merkwürdiges System mit den Verstärkerklassen und meiner Erinnerung nach darf man bei KDG generell alle Verstärkertypen kaskadieren (!?), bei UMKBW gibt es das nicht)

von WiehengeBIERge - am 21.03.2016 18:19
Zitat
Nordlicht2
Also nicht nur terrestrisch empfangbare DAB+ Muxe in's Kabel uebernehmen, sondern wie bei DVB-C eine eigene Programmzusammenstellung in Kabelprovider eigenen DAB+ Muxen einspeisen. Das koennte in der Tat ein vollwertiger Ersatz fuer UKW und DVB-C Kabelradio werden und loest das Problem der nicht vorhandenen DVB-C Radios und auch das Problem der fuer mobilen DAB+ Einsatz zumeist niedrigen Bitraten. Am Kabelanschluss koennte es dann die fuer die Heimanlage erforderliche bessere Klangqualitaet geben.


https://www.youtube.com/watch?v=1JuKWFiF60Q
Die Realität sieht dann so aus. Mini Datenraten und keine Zusatzinfos. So wie bei UKW auch was nicht 1:1 eingespeißt bzw umgesetzt wird. Auch UKW war und ist oft auch nicht Top. Mal fehlt RDS ganz, dann ist RDS oft unvollständig, der PS-Code besteht nur aus Leerzeichenm und/oder der PI-Code ist falsch und lauter so Sachen. z.B GongFM im Kabelnetz Weiden hat seit der Gasfasserumstellung nur noch PS:_______ und PI: FFFF. DKultur hat jetzt als PI: 0000 und ich glaube das sich das bei DAB auch so ähnlich wäre bzw werden wird. Nicht mal aus Bosheit, sondern einfach aus Unwissenheit! Man sieht es ja schon im Video. Außer das Tonsignal in 56kbps und die Sendekennung ist da gar nix an Zusatz Infos bei die Programme vorhanden.

von Kohlberger91 - am 21.03.2016 18:47
Zitat
Nordlicht2
Also nicht nur terrestrisch empfangbare DAB+ Muxe in's Kabel uebernehmen, sondern wie bei DVB-C eine eigene Programmzusammenstellung in Kabelprovider eigenen DAB+ Muxen einspeisen. Das koennte in der Tat ein vollwertiger Ersatz fuer UKW und DVB-C Kabelradio werden


Selbst 144 kbps LC-AAC klingen weitaus schlechter als 320 kbps MP2 und gut gemachte 192 kbps MP2 konkurrieren damit auch gewaltig. Damit wäre DAB selbst bei solchen Bitraten kein Ersatz für DVB-C, sondern bestenfalls für UKW. Wäre ja auch schonmal was. Würde dennoch das Problem nicht lösen, daß viele Stereoanlagen komplett entwertet würden.

Diese schweizer Projekte mit ihren Magerbitraten dürften doch unanhörbar sein, wenn man noch halbwegs intaktes Verständnis vom Hören hat?

von Chris_BLN - am 21.03.2016 20:23
Zitat
Boombastic
...vor allen Dingen: wie darf man sich das praktisch vorstellen? Jedes Kabelnetz dürfte eine abweichende UKW-Radiobelegung haben. Dann muss - insbesondere bei Vodafone Kabel - das Netz wieder dezentralisiert werden. Mal angenommen, es würde ein VHF Kanal großzügigerweise für dieses "Kabel-Abfallprodukt" Radio verwendet werden, so Bedarf es an jedem Kabelnetz einen neuen Multiplexer für - meinetwegen - 80 Programme. Das wäre eine riesen Investition.

CU BB


Haben sie, das Regensburger Netz hat eine andere Radio/TV Belegung als das Weiderner.
Wie wird es denn bei DVB-C gemacht? Dort müßten doch pro Kabelnetz auch DVB-C Multiplexer stehen oder? Nur sind mit diese Multiplexer schon Radio in DVB-C drine.

Spannend wird es auch in so manchen Krankenhäuser und Altenheimen werden. In Klinikum Weiden haben die Patenten alle einen Kleinen TV- Bildschirm mit Telefon der Analog, TV und Radioprogramme empfangt(Sehe Bild). [attachment 7145 Patientenentertainment.jpg] Der Witz das habe ich zur meiner Lehrzeit (ca. 2006) mit aufbauen dürfen. Das ganze ist also noch nicht alt. Dort werden die zuständliche Programme wie Sky (DVB-C), Klinik-TV (OTV IP) und Kapelle (RGB) (Gottesdienst) auf Analog PAL gewandelt (Kassetten). Wenn man nicht wieder die ganzen Apparate austauschen möchte. Müßte man die ganzen Radio/TV Programme, die jetzt noch Analog sind, später selber Analogseren. Also müßte dann das UKW-Band frei bleiben. Wird schweig werden, gerade bei TV. Weil der Kabelnetzbetreiber ja dann sicher auf seine ex Analogen Kanäle darauf dann DVB-C betreiben werden. Ach man, man hätte damals schon auf DVB-C oder auf eine eigne Kabel-Anlage Lösung setzten müßen. Hab ich damals schon zu meinen Meister gesagt. Also gleich Satellit und dann ber DVB-S/Analog Kassetten umsetzten. Alleine wenn sich die Kabelbelegungen ändern, darf jedes Gerät umprogrammiert werden. :rolleyes: Aber als Lehrling hast nichts zu sagen ;) Vielleicht setzten die ja später, wenn Analog auch im Kabel abgeschaltet ist, meine Ratschläge doch noch um und baut doch noch eine einge Kabelkopfstation :D

von Kohlberger91 - am 21.03.2016 22:09
Zitat
Kohlberger91
Zitat
Boombastic
...vor allen Dingen: wie darf man sich das praktisch vorstellen? Jedes Kabelnetz dürfte eine abweichende UKW-Radiobelegung haben. Dann muss - insbesondere bei Vodafone Kabel - das Netz wieder dezentralisiert werden. Mal angenommen, es würde ein VHF Kanal großzügigerweise für dieses "Kabel-Abfallprodukt" Radio verwendet werden, so Bedarf es an jedem Kabelnetz einen neuen Multiplexer für - meinetwegen - 80 Programme. Das wäre eine riesen Investition.

CU BB


Haben sie, das Regensburger Netz hat eine andere Radio/TV Belegung als das Weiderner.
Wie wird es denn bei DVB-C gemacht? Dort müßten doch pro Kabelnetz auch DVB-C Multiplexer stehen oder?


Bei DVB-C stehen im Vodafone-Netz die Multiplexer nicht in den lokalen Kopfstationen, sondern in den beiden POCs (Frankfurt am Main und Kirchheim bei München). Die fertigen Multiplexe werden per IP-Stream zu den örtlichen Kopfstationen gebracht, wo sie dann ins Kabel eingespeist werden. Dort stehen also keine Multiplexer, sondern Modulatoren, genannt EdgeQAM. Das ist so ähnlich wie die Senderzuführung bei DAB-Netzen: Die Muxe werden auch nicht erst an den einzelnen Sendern erstellt, sondern einheitlich zugeführt, aber erst an den Sendern auf die DAB-Frequenz gelegt.

Ob ein EdgeQAM auch ein theoretisches Kabel-DAB modulieren kann, weiß ich nicht. Ich glaube, das kann es nicht. Dann wäre tatsächlich die zusätzliche Investition in neue Geräte nur für C-DAB nötig. An anderer Stelle habe ich bereits geschrieben, dass ich für beide Standards (DAB und DVB-C) für Digitalradio im Kabel bin. Wenn es mit DAB aber technisch kompliziert ist, wird es wohl leider nicht so schnell kommen. Der einzige, aber große Vorteil wäre ja die höhere Verbreitung an DAB-Radios in den Haushalten. Dennoch sollte man auf jeden Fall DVB-C-Radio ausbauen, denn die Qualität ist unschlagbar, wenn Sender und Anbieter es wollen (bspw. ARD-Radios bei den meisten Kabelanbietern wie DVB-S). Klar gibt es praktisch keine reinen DVB-C-Radios, aber bei vielen ist doch eh der PC die meiste Zeit an. Was hindert einen daran, Digitalradio über Kabel oder Sat mit einer PC-TV-Karte zu hören? Ich nutze das schon seit Jahren und es war mit das beste, was ich machen konnte.:-)

von GLS - am 22.03.2016 16:56
Super Idee! :D Dann könnten einige ihre uralten, sündhaft teuren 1999er/2000er DAB-Receiver vom Müll/Keller/Dachboden holen und als gute alte MP2-Decoder weiterverwenden.

Trotzdem hat DVB-C weit mehr Luft nach oben, weil es erheblich (nicht nur etwas) effizienter ist. Vergleichen kann man das, indem man die maximale Datenrate pro MHz ausrechnet. Bei DVB-C1 sind 51 Mbit/s pro 8-MHz-Kanal möglich (256QAM), macht 6,375 Mbit/s pro MHz (nach Herauskürzen würde das die Einheit "bit" ergeben - ergibt das physikalisch einen Sinn?). DAB würde bei PL5 wohl etwas mehr als 1,7 Mbit/s pro Block (= 1,75 MHz) übertragen können, also rund 1 "bit". Demnach kann DVB-C1 mehr als 6 mal soviele Daten, in der Praxis also Radioprogramme in identischer Qualität, wie DAB. (DVB-C2 hätte bei 4096QAM 83 Mbit/s pro 8 MHz, also 10,375 "bit". Es dürfte damit das effizienteste Modulationsverfahren von allen sein, ist aber noch nicht eingeführt.)

Aus diesem Grund könnte man bei DVB-C1/2 irgendwann wieder unkomprimiertes PCM (1,5 Mbit/s) übertragen und hätte dennoch eine gewisse Programmvielfalt, während bei PCM über DAB nur 1 einziges Programm in den Kanalblock passen würde.

Das ist natürlich alles blanke Theorie. Zu dem Punkt mit den Regionalprogrammen über DVB-C möchte ich anmerken, dass man da bei den beiden Großkablern VDF/KDG und UM nicht viel für sein Geld bekommt, stimmt. Aber schaut doch mal, was alternative Betreiber so machen. Spitzenreiter dürfte willy.tel aus Hamburg sein, da gibt es nämlich sogar die richtigen Regionalfenster von NDR 1/2 und sogar UnserDing aus dem Saarland wird extra eingespeist (fehlt ja im ARD-Radio-TP).:eek: Die lokalen Privatradios sind ebenfalls dabei. Bei M-net aus München gibt man sich auch Mühe, v.a. was die Lokalradios angeht. Besonders schön finde ich sowas wie ByteFM, den es ironischerweise nicht beim Hamburger, sondern beim Münchner Betreiber gibt.;)

von GLS - am 23.03.2016 17:36
Zitat
GLS
Bei DVB-C stehen im Vodafone-Netz die Multiplexer nicht in den lokalen Kopfstationen, sondern in den beiden POCs (Frankfurt am Main und Kirchheim bei München). Die fertigen Multiplexe werden per IP-Stream zu den örtlichen Kopfstationen gebracht, wo sie dann ins Kabel eingespeist werden. Dort stehen also keine Multiplexer, sondern Modulatoren, genannt EdgeQAM.


Fast vollständig. Es gibt aber bei Vodafone auch noch Regional-TV, in Berlin z.B. auf 122 MHz Parlamentsfernsehen, Alex, TV Berlin und Potsdam TV sowie Deutsche Welle, gemeinsam mit den SD-Versionen von RTL und Sat.1. In Ostthüringischen gibt es dort stattdessen Südthüringen TV, Rennsteig TV, Salve TV, Jena TV und tv Altenburg. Zusätzlich läuft auf 458 MHz noch der Offene Kanal Gera. Bei diesen Paketen weiß ich nicht, ob die vor Ort gemuxt werden oder ob man tatsächlich den Aufwand betreibt, sämtliche Programmsignale ins POC zu übertragen und von dort wieder bundesweit zu verbreiten (oder auch nur regional richtig zu verbreiten), entweder als kompletten Mux oder zum vor-ort-Reinmuxen. Weißt Du dazu etwas?

Zitat
GLS
Ob ein EdgeQAM auch ein theoretisches Kabel-DAB modulieren kann, weiß ich nicht. Ich glaube, das kann es nicht.


Zumindest nicht mit der Software, die auf den Maschinen läuft. Ob es prinzipiell möglich wäre... keine Ahnung. Immerhin sind hier 4 Blöcke sauber zu generieren und es gibt vermutlich nur ein abstimmbares 8-MHz-Ausgangsfilter für DVB-C-"Kästen" statt 4 Block-Filtern für DAB. Man könnte damit also nur den kompletten Kanal gegen sein Umfeld spektral abdichten, ob man es mit den Modulatoren (FPGA?) schaffen würde, 4 Blöcke sauber hinzubekommen - keine Ahnung.

Zitat
GLS
Der einzige, aber große Vorteil wäre ja die höhere Verbreitung an DAB-Radios in den Haushalten.


Der Vorteil ist tatsächlich nichtmal die höhere Verbreitung von DAB-Empfängern (es stehen viel, viel mehr DVB-C-Kisten herum, die zunehmend arbeitslos werden, da durch Triple-Tuner im TV ersetzt), sondern die Tatsache, daß man DAB-Radios wie "Radios" bedienen kann. Wobei selbst das oft eingeschränkt ist: UKW-Tuner hatten schon 1989 oft mindestens 20 oder 24 Speicherplätze. DAB-Radios haben heute noch oft nur eine handvoll Presets. Ok, der Rest halt übers Menü...

Zitat
GLS
Dennoch sollte man auf jeden Fall DVB-C-Radio ausbauen, denn die Qualität ist unschlagbar, wenn Sender und Anbieter es wollen (bspw. ARD-Radios bei den meisten Kabelanbietern wie DVB-S).


Das könnte tatsächlich passieren, wenn UKW gekillt werden sollte. Bislang ist das eher selten. Man generiert nur in wenigen Netzen ein Abbild des regionalen UKW-Angebotes (heißt: die "ortsüblichen" Privaten, die Öffis sind ja eh auf DVB-C, nur halt manche in der falschen Regionalisierung) auf DVB-C. Mir fällt Dessau ein, die Stadtwerke betreiben das Netz selbst. Sie nutzen soweit mir bekannt eine modulare Kopfstellentechnik von Appear TV, die standardmäßig alles bis auf Elementardatenströme zerlegen und neu muxen kann. Da sind die regional empfangbaren Privaten in DVB-C dabei, möglicherweise sogar als UKW-Rückempfang. Kann mir kaum vorstellen, daß hier Leitungen geschaltet wurden. https://www.datel-dessau.de/cms/wp-content/uploads/2016/03/Programmliste_BasisTV_03-2016.pdf - ganz hinten. Die sammeln von mehreren Astra-TP die Privatradios auf und reichern sie mit regionalem UKW an, sogar nochmal mit den regional richtigen Versionen. Somit also MDR Sachsen-Anhalt, Jump, PSR, Radio Brocken, Rockland und SAW auf DVB-C.

Ganz krass ists bei der Wilhelm.Tel in Hamburg/Norderstedt, die scheinen massiv auch Webstreams in DVB-C umzusetzen. Viel Vergnügen beim Studium der Liste (Tip: nach 666 MHz schauen, die Liste ist leider alphabetisch sortiert): https://www.wilhelm-tel.de/fileadmin/user_upload/Fernsehen/Senderlisten/2014-08-20_digitales_Radio_mit_Frequenzen.pdf

Aber zusätzliches DVB-C-Radio anderswo? Wäre mir nicht bekannt. Mit nem speziellen (teuren) UKW-Empfänger und einem ASI->DVB-C-Umsetzer muß man sowas heute nichtmal mehr basteln, sondern kann es schlüsselfertig bekommen:
http://www.qbit.de/Transcoders/Q565-FM-DVB-Transcoder::11.html

Sowas bekommt man auch für DAB-zu-DVB-C:
http://www.qbit.de/Transcoders/Q567-DAB-DVB-Transcoder::13.html


Zitat
GLS
Klar gibt es praktisch keine reinen DVB-C-Radios, aber bei vielen ist doch eh der PC die meiste Zeit an. Was hindert einen daran, Digitalradio über Kabel oder Sat mit einer PC-TV-Karte zu hören? Ich nutze das schon seit Jahren und es war mit das beste, was ich machen konnte.:-)


Wir tun das - nichtmal alle. Mir wäre es zu aufwendig. Ich nutze einen Hardware-Receiver (DVB-S) zum Radiohören. Einen PC habe ich doch nicht immer an, wenn ich Radio hören möchte. Ich kenne genug Haushalte, in denen gar kein PC existiert, aber massiv radio gehört wird, meist Kulturprogramme. Wer über 70 ist, behängt sich nicht in jedem Fall mit Computertechnik.

Zitat
Kohlberger91
Das einfach wäre wenn es DVB-C Radios geben würde die ähnlich wie DAB+ funktionieren würden. Also anstecken, das Radio macht einen Suchlauf und dann sucht man in der Sendeliste sein Programm.


Der Versuch wurde 2005 unternommen: ein Redakteur der (damals) Stereoplay klapperte wohl die in Frage kommenden Hersteller ab mit dem Wunsch nach einem DVB-S/C-Radio, das ohne Bildschirm bedienbar ist. Alle lehnten ab - kein Markt. Die HighEnd-Manufaktur Restek brachte dann erst DVB-S- und später DVB-C-Radios auf den Markt - zu Manufakturpreisen von ca. 1300 EUR. Soll sich tatsächlich gut verkauft haben in dieser Szene, es gab Wartezeiten. Der Mini-Sat basiert auf der Fujitsu-H60-Entwicklerplatine mit angeflanschtem HighEnd-DAC und Ringkerntrafo-Netzteil (zieht in Standby mehr als ein normaler Satreceiver im Betrieb).

Die Highend-Sekte war entzückt:
https://www.stereo.de/hifi-test/tuner/dvb-empfaenger-restek-minisat/


Zitat
Kohlberger91
Nur wie sieht es mit die Programmauswahl aus? Wenn da 500 Programme drin wird, wird’s wiederum unschön.


Man kann halt nicht alles haben. Dem einen sinds zu wenige, dem anderen also zuviele...

Zitat
Kohlberger91
Von die Freien wiederum die meisten ÖR. Die Lokalsender fehlen, ebenso Bayern 1 Niederbayern/Oberpfalz . Es ist nur die OBB Vision drin.


Siehste, mir würde Bayern 2 reichen. Regio egal. *fg*

Zitat
GLS
Super Idee! :D Dann könnten einige ihre uralten, sündhaft teuren 1999er/2000er DAB-Receiver vom Müll/Keller/Dachboden holen und als gute alte MP2-Decoder weiterverwenden.


Um diese Sonys (ES-Serie!), Denons, Pioneers, Harmans undsoweiter tuts mir eben auch leid. Man könnte z.B. von DVB-S die D-Radios 1:1 umsetzen (256 kbps), müßte aber vom ARD-Transponder unbedingt Recodings machen. Popwellen auf 192 kbps, Kulturwellen auf 256 kbps. Damit hätte man ein qualitativ gutes DAB-Angebot im Kabel, käme aber kaum auf über 30 Programme je 8-MHz-4er-Block.

Zitat
GLS
Aber schaut doch mal, was alternative Betreiber so machen. Spitzenreiter dürfte willy.tel aus Hamburg sein


Ah, Du kennst den also auch... :cheers:

Zitat
GLS
und sogar UnserDing aus dem Saarland wird extra eingespeist


Das (und Big FM) hat damit zu tun, daß man auch Signalzulieferer für ein dortiges Kabelnetz ist: VSE NET Saarbrücken hängt mit dran, man hat glaube ich auch eine redundante Kopfstelle dort, falls Norderstedt ausfallen sollte. Dann speist Saarbrücken den Norden. htp in Hannover wird auch beliefert - deshalb die dortigen Programme. Zuführung ist mir unbekannt.

Zitat
GLS
Bei M-net aus München gibt man sich auch Mühe, v.a. was die Lokalradios angeht. Besonders schön finde ich sowas wie ByteFM, den es ironischerweise nicht beim Hamburger, sondern beim Münchner Betreiber gibt.;)


Danke, kannte ich noch nicht. Kennst Du die Bitraten dieser Programme?

Ist das geil... Byte FM (sicher ein 192er MP3-Stream für Byte-FM-Förderer umgemodelt) ist nicht nur auf DVB-C, sondern sogar auf UKW. Da hat jemand Kompetenz und Geschmack! Ich hätte das auch gerne bei uns gemacht, aber es scheitert an der passenden Technik in der Kopfstelle. Und M-Net hat noch mehr unübliche Programme auf UKW drin: BR Heimat, DWissen, Swiss Jazz (mußte ich rausnehmen, unsere Transmodulatoren können kein DVB-S2 empfangen), SRF 1.

Meine selbstgebastelte UKW-Kabelbelegung aus einem ostthüringer Klein-Netz mit 1300 Wohnungen dran hatte ich ja im Dezember schonmal gepostet:

87,50 MDR Thüringen (Gera)
87,90 MDR 1 Radio Sachsen (Leipzig)
88,20 MDR Sachsen-Anhalt (Halle
88,65 MDR Jump
89,00 MDR Sputnik
89,50 MDR Info
90,05 MDR Figaro
90,65 MDR Klassik
91,40 D-Radio Kultur
91,80 Deutschlandfunk
92,25 D-Radio Wissen
92,60 Antenne Thüringen (Ost)
93,00 Landeswelle Thüringen (Ost)
93,30 Radio Top40
94,05 Klassik Radio
94,60 Radio B2
95,50 hr1
95,80 hr2
96,45 hr3
96,80 hr4
97,20 Bayern 1
97,50 Bayern 2
98,75 Bayern 3
99,20 BR Klassik
99,60 BR Heimat
100,25 BR Puls
100,60 Bayern+
101,45 Radio PSR (Leipzig)
101,90 Hitradio RTL Sachsen (Leipzig)
102,20 Radio SAW (Halle/Wittenberg)
102,75 Sunshine Live
103,10 NDR Info
103,50 Radio Eins
104,20 OE1
104,65 FM4
105,15 SWR 2
105,50 KiRaKa
105,95 WDR 2
106,25 WDR 3
106,65 Funkhaus Europa
107,35 Rock-Antenne
107,70 egoFM
108,00 Radio Paloma

Sind auch paar "exklusive" Programme drin. Ich wollte da auch Vielfalt reinbringen - und bekam Ärger, weil ich paar Programme entfernt hatte, u.a. WDR 2 (mußte ich wieder mit reinnehmen) und Inselradio Mallorca (!). Dank für die Vielfalt bekam ich freilich keinen. Ist aber normal so: wenns ok ist, meckert man halt nicht, dankt aber auch nicht. Wenn was nicht passt, beschwert man sich sofort.

Die nun 43 Programme sind aber wirklich im dortigen Netz Ende der Fahnenstange. Ein, zwei bekäme ich u.U. noch dazwischen, so daß es keine Intermodulationsstörungen gibt. Aber schon jetzt reagieren die Tuner empfindlich auf geringste HF-Pegel-Abweichungen. Kam heute nach 2 Wochen wieder zu meinen Eltern und habe erstmal Qualitätscheck gemacht. UKW rauschte übel. Zuviel Pegel - war wohl wieder am Linienverstärker gedreht worden. Mußte erstmal unter den Schrank kriechen und den Dämpfer weiter zudrehen. Dann lief es wieder. Das ist dann eben der Nachteil von soviel UKW. Wie das bei der Wilhelm Tel (53 UKW) oder bei der S+K Servicekabel Halle (57 UKW) klingt, weiß ich bislang nicht.

von Chris_BLN - am 23.03.2016 20:53
Zitat
Kohlberger91

Bei DAB(+) kommt noch hinzu, das man mit die Datenraten so oder so runder gehen müßte. 384 kbps mp2 1:1 vom Satelliten übernehmen ist leider nicht drin. DABalt ist max. mit 256kbps mp2 und DAB+ max. mit 192 AAC festgelegt würden. Die alten bzw. ersten DAB Geräte könnten teilweise sogar nur bis 192kbps mp2 vernünftig wiedergeben. Bei 256kbps waren die Geräte sehr Träge, Stotterten oder hingen sich ganz auf, machte machten beim Aufrufen von 256kbps Sender einen Reset und lauter so Sachen.




Da war die Rechenleistung eben nicht wirklich ausreichend. Ist bei 192 Kbps bei DAB+ wirklich sense? Man hätte ja zumindest das bis 320 Kbps laufen lassen können. Auch wenn On The Air niemand diese Bitrate Senden wird. Was würde den rein Theoretisch passieren wenn man die 192 Kbps überschreitet?

von UKW vs. DAB+ - am 23.03.2016 21:01
Zitat
UKW vs. DAB+
Ist bei 192 Kbps bei DAB+ wirklich sense? Man hätte ja zumindest das bis 320 Kbps laufen lassen können. Auch wenn On The Air niemand diese Bitrate Senden wird. Was würde den rein Theoretisch passieren wenn man die 192 Kbps überschreitet?


LC-AAC sollte bis 256 kbps per Channel können, also auch 512 kbps für Stereo - wenn das stimmt, was Fraunhofer schreibt.

Unabhängig davon, was passieren würde in den Empfangsgeräten, halte ich das ganze aber für sinnlos. AAC ist für niedrige Bitraten (verglichen mit MP2) optimiert und performt da unten auch wirklich besser als MP2. Aber nach meinen bescheidenen Erfahrungen sättigt sich der Qualitätszuwachs ab etwa 144 kbps. Selbst 192 kbps LC-AAC habe ich noch nicht besser gehört als MP2 in ähnlichen Bereichen. Sollte da wirklich mehr gehen?

von Chris_BLN - am 23.03.2016 21:21
Zitat
UKW vs. DAB+

Da war die Rechenleistung eben nicht wirklich ausreichend. Ist bei 192 Kbps bei DAB+ wirklich sense? Man hätte ja zumindest das bis 320 Kbps laufen lassen können. Auch wenn On The Air niemand diese Bitrate Senden wird. Was würde den rein Theoretisch passieren wenn man die 192 Kbps überschreitet?


bis 256kbps sind bei mp2 möglich und sollte heutigen Radios auch beherrschen. Radio C aus Spanien hat z.B 256kbps und es gibt bei aktuellen Geräten keine Probleme mehr. Alles was über 256kbps geht, ist reine Glück Sache dann. Weil vorgesehen ist das eben nicht das man über 256kbps sendet. Damals werden vielleicht mache Hersteller gesagt haben: "es gibt keine Programme über 192kbps, also machen wir aus Kostengründen unsere Rechenleistungen von unsern DAB Geräten nicht so hoch" Fakt ist ebenfalls das älte DAB alt Geräte mit mp2 Datenraten über 192kbps nicht zurecht kommen.

Genormt sind über DAB folge Datenraten:

mp2:
-> 32 / 48 / 64 / 80 / 96 / 112 / 128 / 144 / 160 / 192 / 224 / 256

AAC:
-> 8 / 16 / 24 / 32 / 40 / 48 / 56 / 64 / 72 / 80 / 88 / 96 / 104 / 112 / 120 / 128 / 136 / 144 / 152 / 160 / 168 / 176 / 184 / 192

Diese Datenraten müßen die heutigen Geräte beherschen. Alles andere wie 320kbps oder höher sowie Datenraten die nicht der Norm Entsprechen wie z.B mal angenommen 171kbps ist dann reine Glücksache ob der DAB Empfänger es pakt oder nicht.

Warum man bei AAC nicht höher geht, naja wo hört man auf? Je höher die Datenraten um so mehr brauch es an Rechenleistung. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit das es überhaupt AAC Programme geben wird, die überhaupt 192 kbps senden wollen? Gleich 0. Warum dann die Hersteller verpflichten das sie ihre Geräte so bauen, das diese auch bei AAC, Datenraten über 192 kbps verarbeiten können?. Übertreiben gesagt, das wäre so, als ob ich einen PC für aufwendige 3D Spiele und glump, mit rissen Kühlung und co. zusammenbauen würde und der dann nur für Internet surfen oder/und Büroarbeiten verwendet werden würde. ;)

von Kohlberger91 - am 23.03.2016 21:52
Zitat
pomnitz26
Über Sat wurden die Texte eingestellt weil zu teuer und die nur 128kBit/s sind auch nicht unbedingt gut:


Langfristig wird auch ueber Sat auf AAC umgestellt, da Sat eben sehr teuer ist. Einige auch deutsche Programme senden schon so. HD Receiver koennen es wohl auch alle abspielen, meiner zumindest.
MP2 mit 192kbp/s ist auch nicht toll, weshalb die ARD mit 320kbps auf ihrem Radiotransponder unterwegs sind. Im Vergleich 144kbps AAC zu 192kbps MP2 gewinnt MP2 nur solange keinerlei Soundprocessing im Signalweg ist. 99% aller Programme haben dies aber und daher klingt AAC bei hohen Datenraten dann auch besser als MP2 mit 192kbps, wo selbst der Laie die unsauberen Schlieren und das Saeuseln ueber das ganze NF Frequenzspektrum heraushoert.

von Nordlicht2 - am 24.03.2016 08:54
MP2 mit 192 kbps ist teils völlig reguläre Zuführung zu den UKW-Standorten. Bei den Privaten (u.a. Top40 in Thüringen) mag man sich das ja noch vorstellen, aber es ist auch bei DKultur (noch) so. Das sind nur 192 kbps, was da auf UKW ankommt - störts wen?

AAC haben manche Billigheimer als Audio via DVB wieder aufgegeben - viele Receiver für den deutschen Markt spielen es nicht oder nur fehlerhaft. Das wäre noch ein weiter Weg, bis das als "läuft" vorausgesetzt werden kann. Man muß sich doch nur anschauen, wie vermackt AAC beim "AACigsten" aller Übertragungswege, also bei DAB+ ist. Stichpunkt LC-Bug. Da hat Sat noch nen weiten Weg vor sich.

Soweit mir in Erinnerung, experimentierte einst Antenne Bayern mit einer AAC-Zuführung zu UKW. Man hat das ganz schnell wieder aufgegeben und ist zu feten 384 kbps MP2 gewechselt. Welche Bitrate man bei AAC probiert hattem weiß ich nicht.

Noch immer ist MP2 der kompatibelste und zuverlässigste Weg - und liefert bei 192 kbps schon brauchbare Qualität sogar für Zuführungsstrecken, solange nicht kaskadiert wird.

von Chris_BLN - am 24.03.2016 12:27
Fuer DKultur gebe ich dir Recht. Ein Hoertest der auf Sat sendenden 192kbps MP2 Hitdudler mit Soundprocessing, macht mich allerdings immer froh, dass der NDR stattdessen mit 96kbps AAC auf DAB sendet. 160kbps waren beispielsweise bei Radio Galaxy im Bayernmux nicht zu ertragen und bei 192kbps hoere ich bei solchen POP Dudlern ganz deutlich die MP2 typischen Artefakte. Bei 144kbps AAC LC dagegen ueberhaupt nicht, selbst bei 96kbps V1 kaum. Davon abgesehen ist es meiner Meinung nach sowieso ueberfluessig ueber MP2 vs. AAC zu diskutieren wenn es um die vielen soundprocessed Programme geht oder wie gut klingen fuer dich die 320kbps MP2 der rbb Programme? Ein echtes Klangerlebnis?:-)

von Nordlicht2 - am 25.03.2016 11:13
Zitat
Nordlicht2
Fuer DKultur gebe ich dir Recht. Ein Hoertest der auf Sat sendenden 192kbps MP2 Hitdudler mit Soundprocessing, macht mich allerdings immer froh, dass der NDR stattdessen mit 96kbps AAC auf DAB sendet. 160kbps waren beispielsweise bei Radio Galaxy im Bayernmux nicht zu ertragen und bei 192kbps hoere ich bei solchen POP Dudlern ganz deutlich die MP2 typischen Artefakte


Ich fand die RockAntenne mit 192kbps mp2 damals Kraftvoller und Dynamischer als jetzt mit ihren 80kbps AAC.
DLF DAB mit ihren 128Kbps mp2 hört sich auch besser an als die 48kbps von DOK&DEB.
Man vergleiche mal mit guten Kopfhörern unsere National- und Europahymne kurz vor Mitternacht. DLF mit seine nur 128kbps in mp2 klingt Kraftvoll, Dynamische, besser als über DOK&DEB mit ihren 48kbps AAC.Bei Dok&Deb klingt es nicht so Kraftvoll, da fehlen schon die Ecken und Kanten und es klingt anders. Artefakte hört man bei der National- und Europahymne kaum bei Dok&Deb, dieser Frequenzbereiche sind ja auch kompellt weg geschnitten bei 48kbps. Womit es sich ingesammt dumpfer anhört. Bei Sparche hört man aber sehr wohl Artefakte und ich find diese schlimmer als die von die 128 mp2.

Zwischen BR Klassik DAB+ (144AAC) und BR Klassik DVB-S (320mp2) höre ich keine Unterschiede raus. Auch kann ich mit die 128 kbps AAC von BR Heimat gut leben.

von Kohlberger91 - am 25.03.2016 12:19
Zitat
Nordlicht2
160kbps waren beispielsweise bei Radio Galaxy im Bayernmux nicht zu ertragen


An 160 MP2 erinnere ich mich auch noch - ausm Autoradio von DigiAndi. War kein Genuß, stimmt. Andererseits zeigten DLF und DKultur (und zeigt der DLF immer noch), wie überraschend brauchbar magere 128 kbps MP2 klingen können. Das überrascht mich immer wieder. Gleichen Effekt hatte ich allerdings auch auf BBC Radio 1 @DAB, als cybertorte den Mux mal auf seinen DABmon gelegt hatte. Und BBC R1 ist ja nicht gerade unprozessiert.

Wir müßten vermutlich nochmal genauer schauen, was in den einzelnen Fällen da als Kaskadierung verwendet wird. Wer erinnert sich noch an FFH @ 256 kbps mit schauderhaftem Sound auf dem Usinger Porno-Transponder, der von anständigen 128 kbps lässig getopp wurde?

Zitat
Nordlicht2
bei 192kbps hoere ich bei solchen POP Dudlern ganz deutlich die MP2 typischen Artefakte. Bei 144kbps AAC LC dagegen ueberhaupt nicht, selbst bei 96kbps V1 kaum.


Wie auch, wenns bei AAC keine MP2-Artefakte gibt? :D (SCNR)

Im Ernst: 144 kbps LC-AAC kenne ich bislang nur einem Kulturprogramm, namentlich von BR Klassik. Aussagen darüber, wie eine derbe prozessierte Popwelle mit 114 LC-AAC klingt, kann ich nicht treffen. Aber 96 HE-AAC fallen mir durch schauderhafte Kratzigkeit auf (dieses "Schaben") - geht gar nicht, klingt wie kaputtes Radio. Zumindest für mich. Die 112 HE-AAC von DKultur finde ich trotz fake-Höhen ab 11,5 kHz gut. Schaut man sich das NF-Spektrum an, sieht man auch etwas merkwürdiges: die SBR-Höhen sind ein paar dB gedimmt. War zumindest so, als ich das mal angeschaut habe. Ob das das Coder-Preset von selbst macht oder ob da nachgeholfen wurde, weiß ich nicht. Nimmt den SBR-Höhen aber offenbar diese penetrante schneidende Lästigkeit, die vor allem bei älteren Aufnahmen und "handgemachter" Musik auffiel. Müßte man mal jemanden von der DKultur-Technik befragen.


Zitat
Nordlicht2
oder wie gut klingen fuer dich die 320kbps MP2 der rbb Programme? Ein echtes Klangerlebnis?:-)


Für eine einstige Hörfunk-Führungskraft des RBB gelte ich als psychisch auffällig, weil ich ein Problem mit etwas habe, womit "hunderttausend Hörer" kein Problem haben. Ich gebe aber dennoch weiterhin zu Protokoll, fast nirgendwo in der ARD eine widerlichere Scheiße gehört zu haben. :kotz: Hatte vor 2 Wochen beim Sortieren von Aufnahmen eine von Radio Eins erwischt von 2012 oder so - unanhörbar. Damals schon nicht durchgehört, nun in der Mülltonne entsorgt. Nur klebriger, dröhender, zerrender Brei.

Wenn ich in Streitlaune wäre, müßte ich denen eigentlich mal meine Gebühren verweigern. Geld zu Müll verarbeiten kann ich auch mitm Aktenshreder - der klingt gewiss besser.

von Chris_BLN - am 25.03.2016 16:53
Zitat
Chris_BLN
Zitat
Nordlicht2
160kbps waren beispielsweise bei Radio Galaxy im Bayernmux nicht zu ertragen


An 160 MP2 erinnere ich mich auch noch - ausm Autoradio von DigiAndi. War kein Genuß, stimmt. Andererseits zeigten DLF und DKultur (und zeigt der DLF immer noch), wie überraschend brauchbar magere 128 kbps MP2 klingen können. Das überrascht mich immer wieder. Gleichen Effekt hatte ich allerdings auch auf BBC Radio 1 @DAB, als cybertorte den Mux mal auf seinen DABmon gelegt hatte. Und BBC R1 ist ja nicht gerade unprozessiert.


Galaxy klingt doch immer noch sch... Das liegt an ihren Soundprozessor! Sie klingen über UKW auch nicht besser und würden auch mit 320mp2 nicht besser klingen. Bayern 3 hatte auch mal 160kbps und klang bei weiten besser als Galaxy.

von Kohlberger91 - am 25.03.2016 17:05
Zitat
Chris_BLN
Fast vollständig. Es gibt aber bei Vodafone auch noch Regional-TV, in Berlin z.B. auf 122 MHz Parlamentsfernsehen, Alex, TV Berlin und Potsdam TV sowie Deutsche Welle, gemeinsam mit den SD-Versionen von RTL und Sat.1. In Ostthüringischen gibt es dort stattdessen Südthüringen TV, Rennsteig TV, Salve TV, Jena TV und tv Altenburg. Zusätzlich läuft auf 458 MHz noch der Offene Kanal Gera. Bei diesen Paketen weiß ich nicht, ob die vor Ort gemuxt werden oder ob man tatsächlich den Aufwand betreibt, sämtliche Programmsignale ins POC zu übertragen und von dort wieder bundesweit zu verbreiten (oder auch nur regional richtig zu verbreiten), entweder als kompletten Mux oder zum vor-ort-Reinmuxen. Weißt Du dazu etwas?


Also der letzte Stand, den ich kenne, spricht dafür, dass die Variante des "Vor-Ort-Reinmuxen" wohl stimmt. Die beiden Regionalkanäle werden wohl, wenn nicht im POC, in einem regionalen Breitband-PoP erstellt. Die Regionalsender laufen auch darüber, aber noch nicht im Mux, sondern als SPTS. Erst am TV-PoP (KDG-Sprech für "Kopfstation") werden sie eingefügt, war zumindest der Stand von vor einiger Zeit. Ob das geändert wurde, weiß ich nicht. Jedenfalls betrifft es nicht nur die vielen Regionalsender, sondern auch die Fenster von RTL und Sat.1, dort auch in HD.

Zitat

Mir fällt Dessau ein, die Stadtwerke betreiben das Netz selbst. Sie nutzen soweit mir bekannt eine modulare Kopfstellentechnik von Appear TV, die standardmäßig alles bis auf Elementardatenströme zerlegen und neu muxen kann. Da sind die regional empfangbaren Privaten in DVB-C dabei, möglicherweise sogar als UKW-Rückempfang. Kann mir kaum vorstellen, daß hier Leitungen geschaltet wurden. https://www.datel-dessau.de/cms/wp-content/uploads/2016/03/Programmliste_BasisTV_03-2016.pdf - ganz hinten. Die sammeln von mehreren Astra-TP die Privatradios auf und reichern sie mit regionalem UKW an, sogar nochmal mit den regional richtigen Versionen. Somit also MDR Sachsen-Anhalt, Jump, PSR, Radio Brocken, Rockland und SAW auf DVB-C.


Aha. Wieso eigentlich nochmal MDR Jump? Gibt es da auch Regionalversionen?

Die PÜK der Datel erinnert an Darstellung und Farben (grau/weiß und magenta!!) doch sehr an einen großen bundesweiten Netzbetreiber aus den 90ern.;-)

Zitat

Zitat
GLS
Klar gibt es praktisch keine reinen DVB-C-Radios, aber bei vielen ist doch eh der PC die meiste Zeit an. Was hindert einen daran, Digitalradio über Kabel oder Sat mit einer PC-TV-Karte zu hören? Ich nutze das schon seit Jahren und es war mit das beste, was ich machen konnte.:-)


Wir tun das - nichtmal alle. Mir wäre es zu aufwendig. Ich nutze einen Hardware-Receiver (DVB-S) zum Radiohören. Einen PC habe ich doch nicht immer an, wenn ich Radio hören möchte. Ich kenne genug Haushalte, in denen gar kein PC existiert, aber massiv radio gehört wird, meist Kulturprogramme. Wer über 70 ist, behängt sich nicht in jedem Fall mit Computertechnik.


Schon richtig. Ich habe das nur deswegen geschrieben, weil einige glauben, man müsse einen TV einschalten, um DVB-C-Radio zu hören. Muss man nämlich nicht.

Zitat

Zitat
GLS
Aber schaut doch mal, was alternative Betreiber so machen. Spitzenreiter dürfte willy.tel aus Hamburg sein


Ah, Du kennst den also auch... :cheers:

Zitat
GLS
und sogar UnserDing aus dem Saarland wird extra eingespeist


Das (und Big FM) hat damit zu tun, daß man auch Signalzulieferer für ein dortiges Kabelnetz ist: VSE NET Saarbrücken hängt mit dran, man hat glaube ich auch eine redundante Kopfstelle dort, falls Norderstedt ausfallen sollte. Dann speist Saarbrücken den Norden. htp in Hannover wird auch beliefert - deshalb die dortigen Programme. Zuführung ist mir unbekannt.


Ja, willy.tel/wilhelm.tel kenne ich natürlich als einen der besten Netzbetreiber, was das Angebot betrifft. Hängt inzwischen schon halb Schleswig-Holstein mit dran. Das mit Hannover und dem Saarland ist natürlich ne super Sache, da sieht man, was mit Glasfaser möglich ist. Theoretisch kann das komplette Programmspektrum im ganzen Land angeboten werden, wenn die lokalen Netzbetreiber entsprechende Zulieferverträge unterschreiben. VSE NET war sehr schlau, sich willy.tel ins Boot zu holen. Das mit der zusätzlichen, redundanten Kopfstation in Saarbrücken wusste ich nicht, aber das ist nur logisch! Danke für die Info.

Zitat

Zitat
GLS
Bei M-net aus München gibt man sich auch Mühe, v.a. was die Lokalradios angeht. Besonders schön finde ich sowas wie ByteFM, den es ironischerweise nicht beim Hamburger, sondern beim Münchner Betreiber gibt.;)


Danke, kannte ich noch nicht. Kennst Du die Bitraten dieser Programme?


Leider nein. M-net gibt's zwar inzwischen auch in meiner Stadt Würzburg, aber noch in viel zu wenigen Haushalten. Es soll aber ausgebaut werden, hört man. M-net macht's im Prinzip bayernweit so wie willy.tel und VSE NET: Das ganze digitale Spektrum ist in allen angeschlossenen Städten identisch, weshalb die Münchner auch die Erlangener (Nürnberger), Augsburger und Würzburger Programme sehen und hören können bzw. umgekehrt.

Zitat
Kohlberger91
Ich fand die RockAntenne mit 192kbps mp2 damals Kraftvoller und Dynamischer als jetzt mit ihren 80kbps AAC.


Da kann ich voll zustimmen! Den 192 kbit/s trauere ich heute noch hinterher. Die 80 kbit/s klingen schon seit der Umstellung auf AAC ziemlich blechern. Leider sind viel mehr wohl dauerhaft nicht bezahlbar für die Privaten.:(

von GLS - am 25.03.2016 17:45
Zitat
GLS
Jedenfalls betrifft es nicht nur die vielen Regionalsender, sondern auch die Fenster von RTL und Sat.1, dort auch in HD.


Da wäre auch zu fragen, wie die regional richtigen HD-Öffis reinkommen. Es gibt ja von jeder Anstalt einen "netzweiten Konsens" und wenns die falsche Regio ist, kommt die richtige noch mit dazu - z.B. MDR Thüringen HD in Thüringen. Wird vermutlich bundesweit mit verteilt, aber aus Trotz nicht reingemuxt außer dort, wo es nötig ist.

Zitat
GLS
Aha. Wieso eigentlich nochmal MDR Jump? Gibt es da auch Regionalversionen?


Wunderte mich auch. Meines Wissens nach nicht. Man erzählt sich, die hätten vor Jahren mal zur Werbung gesplittet, dafür aber eins auf die Mütze bekommen. Kann aber nicht sagen, ob das stimmt.

Zitat
GLS
Schon richtig. Ich habe das nur deswegen geschrieben, weil einige glauben, man müsse einen TV einschalten, um DVB-C-Radio zu hören. Muss man nämlich nicht.


Gerade in SRF-Thread geschrieben: die DVB-C-Variante der LaSAT-Soundbox ist inzwischen direkt ab Hersteller auch in Deutschland verfügbar und nicht nur via Wisi in der Schweiz: http://www.ebay.de/itm/181888600690

Damit gehts nach Ersteinrichtung (besser doch an einen Bildschirm damit, Programmsuch-Menü ist nicht so einfach mit dem 12-stelligen VFD zu bezwingen) noch viel einfacher. Nämlich ohne jegliche Peripherie.

Zitat
GLS
Das mit der zusätzlichen, redundanten Kopfstation in Saarbrücken wusste ich nicht, aber das ist nur logisch! Danke für die Info.


Vgl. http://www.astro-kom.de/de/referenzen.html?file=files/medien/pdf/referenzen/wilhelm_tel.pdf - liest sich doch irgendwie so, oder?

von Chris_BLN - am 25.03.2016 22:19
Ich würde mich gerne mit dem Thema "Radio über DVB-C" beschäftigen, da Kabel-UKW nicht sonderlich interessant ist (größtenteils nur die Programme, die man ohnehin über Antenne empfangen kann), der Kabelanschluss seit Jahren aber vorhanden ist (wird über die Nebenkosten der Wohnung gezahlt). Das Angebot hatte ich bisher aber noch nie genutzt, weder TV noch Radio über Kabel.

Man liest beim Thema "Radio über DVB-C" von Grundverschlüsselung - daher die Frage: kann man über einen ganz normalen Kabelanschluss (Unitymedia, Hessen) ohne Mehrkosten digitale Radioprogramme empfangen oder fallen hierfür bereits erhöhte Kosten an?

Würde der DVB-C Empfänger an die Antennen TV-Buchse oder an die Antennen Radio-Buchse, oder noch an etwas ganz anderes angeschlossen?

Gibt es DVB-C Empfänger speziell für Radiohörer, die man empfehlen kann?

von Klaus Wegener - am 12.07.2016 07:30
Beim digitalen Kabelradio ist es genau wie beim digitalen Kabelfernsehen. Wenn Du keinen Kabelanschluss hast, den Du über die Nebenkosten bezahlst, kannst Du diesen auch nutzen. Einen handelsüblichen DVB-C-Empfänger über ein Koax-Kabel anschließen und scannen was frei empfangbar ist.

Bei Unitymedia in NRW bekommt man den ARD-Hörfunktransponder, die Deutschlandradios, ein paar bundesweite Programme (sunshine live, RTL, Radio Paloma, etc.), Radio BOB (wie auch immer zugeführt), ein paar Kirchensender und NPO Radio 1 und NPO Radio 5.
Interessant: Im digitalen Kabel gibt es NPO Radio 1 und 5, analog NPO Radio 2, 3FM und Radio 4.

Der Mehrwert des analogen Kabelradios gegenüber Antenne und DVB-C hier besteht in den drei genannten NPO-Programmen, BFBS und dass noch das ortsübliche Lokalradio eingespeist wird. Ebenfalls RPR1. und bigFM, welche nicht im digitalen Kabel vertreten sind.

von Sebastian Dohrmann - am 12.07.2016 08:36
Zitat
Sebastian Dohrmann
Beim digitalen Kabelradio ist es genau wie beim digitalen Kabelfernsehen. Wenn Du keinen Kabelanschluss hast, den Du über die Nebenkosten bezahlst, kannst Du diesen auch nutzen. Einen handelsüblichen DVB-C-Empfänger über ein Koax-Kabel anschließen und scannen was frei empfangbar ist.

Bei Unitymedia in NRW bekommt man den ARD-Hörfunktransponder, die Deutschlandradios, ein paar bundesweite Programme (sunshine live, RTL, Radio Paloma, etc.), Radio BOB (wie auch immer zugeführt), ein paar Kirchensender und NPO Radio 1 und NPO Radio 5.
Interessant: Im digitalen Kabel gibt es NPO Radio 1 und 5, analog NPO Radio 2, 3FM und Radio 4.

Der Mehrwert des analogen Kabelradios gegenüber Antenne und DVB-C hier besteht in den drei genannten NPO-Programmen, BFBS und dass noch das ortsübliche Lokalradio eingespeist wird. Ebenfalls RPR1. und bigFM, welche nicht im digitalen Kabel vertreten sind.


Danke für die Infos. Das sind dann vermutlich diese Programme (letzte Seite ist Radio). Was ist denn Stingray Music für ein Anbieter? Laut Wikipedia ein kanadischer Anbieter? Ist das ein Bezahlangebot, Pay-Radio?

Spannend wird es, wie es sich verhält, wenn UKW tatsächlich abgeschaltet wird. Im hessischen Hanau wird es wohl zum 20. September 2016 abgeschaltet (Pilot für die Abschaltung). Der Rest der Republik folgt im Sommer 2017. ´

Spätestens dann müssten die Programme, die aktuell analog aber nicht digital verfügbar sind, digital ausgestrahlt werden. Ob dieses bei 3FM dann auch der Fall sein wird? Teilweise sind doch auch noch Belgier im Kabel (Köln, Düsseldorf), z.B. BRF1?

von Klaus Wegener - am 12.07.2016 11:53
@HAL9000 Ja sicher, nur so oft höre ich nicht da rein. Und theoretisch kann BOB das Signal auch direkt an Unitymedia zuspielen. Tun WDR und RTL meines Wissens (zumindest bei den TV-Programmen) auch.

@Klaus Wegener Stingray ist ein Bezahldienst. Die gibt's nur gegen Gebühr. Man sollte auch dazu bemerken, dass bei den ARD-Radios nicht immer die korrekte Regional-Variante eingespeist wird, wie beim analogen Kabel. Unitymedia greift hier ja den ARD-Hörfunktransponder ab, also gibt es z. B. WDR 2 nur mit dem Regionalfenster aus Köln, egal ob man das DVB-C Angebot nun in Köln, Dortmund oder Münster nutzt.

Welche Programme verfügbar sein müssen, legt die Landesmedienanstalt fest. Diese müsste dann entsprechende Regeln für das digitale Kabelradioangebot festlegen. Sender wie BFBS, Radio 2, 3FM und Radio 4 dürften dann vmtl. weg fallen, da sie nicht zwingend notwendig sind.

von Sebastian Dohrmann - am 12.07.2016 12:19
Zitat
Klaus Wegener
Man liest beim Thema "Radio über DVB-C" von Grundverschlüsselung - daher die Frage: kann man über einen ganz normalen Kabelanschluss (Unitymedia, Hessen) ohne Mehrkosten digitale Radioprogramme empfangen oder fallen hierfür bereits erhöhte Kosten an?


Die öffentlich-rechtlichen Programme sind unverschlüsselt und bei Vorhandensein des Kabelsignals an der Dose mit jedem DVB-C-Empfänger zu empfangen, der mit der Programmbelegung in diesem Netz klarkommt.

Ob einige private Programme unverschlüsselt / verschlüsselt sind, erschließt sich mir nichtmal aus der Liste im unabhängigen Unitymedia-Helpdesk.

Zitat
Klaus Wegener
Würde der DVB-C Empfänger an die Antennen TV-Buchse oder an die Antennen Radio-Buchse, oder noch an etwas ganz anderes angeschlossen?


Der DVB-C-Empfänger wird dort angeschlossen, wo der TV-Signalbereich (109 ... 862 MHz) anliegt. Das ist natürlich die "TV"-Buchse der Dose, das kann aber auch die "Radio"-Buchse der Dose sein, wenns eine entsprechend doppel-breitbandige Dose ist. Mit einem handelsüblichen Kabel paßt immer die Verbindung DVB-C-Receiver-TV-Buchse. Für die Nutzung der Radio-Buchse muß ein Steckadapter IEC männlich-mänlich drauf. Pfennigkram.

Dosen-Ärger mit Alt-Dosen, die im Bereich um 110 - 120 MHz zicken und Signal nicht bei TV, sondern nur bei "Radio" ausgeben, hat man bei der Unitymedia nicht mit Radio, sondern höchstens mit Fernsehprogrammen. Radioprogramme liegen nicht in diesem Bereich.

NICHT angeschlossen werden darf der Empfänger ohne weitere Maßnahmen am dritten (Schraub)anschluß "Modem" einer Multimediadose. Dieser Anschluß mag verlockend sein, wenn er frei ist (UKW-Radio und TV stecken in den anderen beiden Anschlüssen, Modem ist nicht an dieser Dose angeschlossen), er hat aber Zugang zum Rückkanalbereich und man kann Störungen ins Netz schieben. Deshalb dort nur das Kabelmodem anschließen oder mit anständigem F-Winkeladapter eine Rückkanalsperre (Hochpaß bei 85-87 MHz) anschließen und dort dann den DVB-C-Receiver.

So geht das also technisch sauber:

[attachment 7689 ModemanschlussmitHPF.jpg]

(hier: Doppel-Breitbanddose, links DVB-C-Receiver für Aufnahmen, rechts TV mit integriertem DVB-C-Tuner, an der Modembuchse via Rückkanalsperre der UKW-Tuner, könnte auch problemlos ein DVB-C-Gerät sein)

Zitat
Klaus Wegener
Gibt es DVB-C Empfänger speziell für Radiohörer, die man empfehlen kann?


Mir sind nur 2 Geräte bekannt, die letztlich Spezialfälle sind.

1.
Restek M-CAB. Highendgerät aus Manufaktur in Fuldabrück, ca. 1300 EUR, sieht schön aus, fasst sich wertig an, dürfte klanglich makellos sein (viel makelloser als das, was bei den Rundfunkanstalten ins Netz eingespeist wird). Kann nicht aufnehmen auf USB (großer Makel!), kann vermutlich auch die klanglich teils höherwertigen AC3-Spuren einiger ARD-Kulturwellen nicht als Stereo analog ausgeben, sondern nur als AC3-Bitstream durchreichen. Da bin ich mir aber nicht sicher.

http://www.restek.de/mcab-dvb-c-tuner/
http://www.restek-service.de/imagebrowser/ib_p025_1_2.jpg

Letztlich ist das ein stinknormaler Fujitsu H60-basierter DVB-C-Receiver, dem man die Fähigkeit, TV auszugeben und Datenströme auf USB aufzunehmen, genommen hat, angeschlossen an einen anständigen Wandler, ausgestattet mit einem verschwenderischem Trafo-Netzteil (Standby!!!), das für nen kleinen Stereoverstärker auch gereicht hätte, hochwertiger Spannungsstabilisierung, gut lesbarem Display und Metallgehäuse. Wird natürlich komplett ohne angeschlossenen Bildschirm bedient - es läßt sich gar kein Bildschirm anschließen.


2.
LaSAT /Bemondis DVB-C-Sound-Emotion-Box

Oh Ironie: das Teil basiert ebenfalls auf dem Fujitsu H60, genau wie der Restek. Es nutzt ihn halt nur auch aus:

- DVB-C-Radio und TV, natürlich auch HDTV

- Aufnahme von TV und Radio auf USB möglich, Aufnahmen lassen sich mit Freeware auf PC übertragen und weiterverarbeiten, sind nicht verschlüsselt oder an den Receiver gebunden

- Internetradio drin (kann man glaube ich aber nicht aufnehmen auf USB), man kann glaube ich Internetradio und DVB-C-Radio in einer Liste mixen

- spielt Bluetooth und Audio via USB

- hat eingebauten Stereo-Verstärker / Lautsprecher + aktiv-Subwoofer

- kann mit etwas Menükenntnis fast durchgängig ohne angeschlossenen TV bedient werden, also auch Aufnahmeprogrammierung


http://www.ebay.de/itm/Vistron-VT8500-Soundbox-HDTV-Kabelreceiver-DVB-C-Radio-Bluetooth-Internetradio-/182079856417?


Für alle anderen Zwecke: ein normaler DVB-C-Receiver mit alphanumerischem Display, bevorzugt doch am TV angeschlossen (zur Systempflege via OSD), idealerweise an hochwertigem externen D/A-Wandler, ansonsten halt über seinen Audio-Ausgang (Cinch) an einen Line-in des Verstärkers.

Zitat
Klaus Wegener
Was ist denn Stingray Music für ein Anbieter? Laut Wikipedia ein kanadischer Anbieter? Ist das ein Bezahlangebot, Pay-Radio?


Das ist Pay-Radio. Das läuft dann halt nur über eine Hardware, die mit der Unitymedia-Smartcard spielt. Damit sind z.B. o.g. Restek und auch die Vistron-Box (nur CI-Slot) raus. Sollte aber kein Drama sein, soweit mir bekannt, läuft das ohnehin nur in 128 kbps MP2. Dann kann mans auch gleich bleibenlassen.

Zitat
Klaus Wegener
Spannend wird es, wie es sich verhält, wenn UKW tatsächlich abgeschaltet wird. Im hessischen Hanau wird es wohl zum 20. September 2016 abgeschaltet (Pilot für die Abschaltung). Der Rest der Republik folgt im Sommer 2017.


Ich bezweifle immer noch, ob die Analogabschaltung auch UKW betreffen wird. Es geht da vermutlich nur ums analoge TV. Wird ja auch Zeit, daß das rauskommt.

Vgl. https://www.unitymedia.de/digital-verbindet/hanau/ unten:

"Ist auch das Radioangebot von der geplanten Analogabschaltung betroffen?

Das analoge Radioangebot bleibt zunächst unberührt und wird voraussichtlich erst im Verlauf der nächsten Jahre abgeschaltet."

UKW rauszunehmen brächte Unitymedia derzeit nichts. Den Rückkanalbereich können sie nicht automatisch bis übers UKW-Band hinweg ziehen, es müßten dazu alle Diplexer in den Verstärkern bzw. die Verstärker generell gewechselt werden. Und die Dosen gleich mit dazu (sonst wieder Ingress-Gefahr).

von Chris_BLN - am 12.07.2016 15:12
Zitat
Francesco210175
Der "Rest der Republik" folgt nicht im Sommer 2017, denn NUR Unitymedia wird das analoge Kabelfernsehen in NRW, Hessen und BW abschalten. Vodafone Kabel Deutschland hat noch keine Peilung bzw. Plan wann abgeschaltet werden soll, vor 2018 wird es da sicher nichts werden, vielleicht wird es sogar noch später werden... :rolleyes:


Laufzeitverträge mit der Wohnungswirtschaft, in denen analog noch Bestandteil ist, teilweise aus DBP-Zeiten könnten ein Grund sein.

Ein anderer jener, dass Vodafone das KDG-Kabel nur als Internet-Backbone betrachtet.

Macht UM zwar auch, aber nicht ganz so extrem.

Und die Tatsache, dass KDG von allen Kabelnetzbetreibern schon immer der größte Saftladen war - vergleicht man beispielsweise mal mit dem alten, echten KabelBW (das mit landesweit ORF+SRF und die dt. Privaten von Anfang an ohne Grundlosverschlüsselung!!!)

Man hat wohl Angst, die Laufzeitverträge von sich aus zu kündigen, da die Telekom *) schon mit den Hufen scharrt.

Bei der Telekom gibt es weiterhin analog, und zwar in einem Ausbaustand, wie vor der "digitalen Abschmelzung"...ist in BW ist der Wechsel schon bei einigen größeren Wohnungsbauunternehmen passiert, UM raus, Telekom rein.

Und man hat Angst vor DVB-T2!



*) die Rede ist hier nicht von Entertain/Entertain 2.0, sondern von richtigem Kabelfernsehen, da per Glasfaser zugeführt wird und im Keller wieder auf Koax gewandelt wird. Incl. Docsis Kabelinternet!



Wolfgang

von Wolfgang R - am 13.07.2016 08:12
Zitat
Wolfgang R
Laufzeitverträge mit der Wohnungswirtschaft, in denen analog noch Bestandteil ist, teilweise aus DBP-Zeiten könnten ein Grund sein.


Oh ja! Bei TeleColumbus geht das so weit, daß heute noch Sturkturfilter im Einsatz sind, die in der "Grundversorgung" 5 (oder 7?) analoge TV-Programme durchlassen und den Rest sperren. Die Netzbelegung ist darauf ausgelegt. Der Kunde mit einem entsprechend kastrierten Signal zahlt dann einen zwischen Hauseigentümer (!) und TC ausgehandelten Betrag über die Mietnebenkosten und hat davon heute effektiv gar nichts. Will er das volle Signal, muß er auf die "Regelleistung" upgraden und zahlt dafür wiederum einen "Willkür-Betrag". Mir ist ein Fall aus Berlin bekannt, wo die Dame je Monat in Summe inzwischen über 20 EUR zahlt, um das zu bekommen, was in der Werbung, die ihr monatlich ins Haus flattert, 15 EUR kostet - nur ohne Smartcard. Es fand sich kein Weg, das irgendwie zu klären, man beißt auf Granit.

Zitat
Wolfgang R
Und die Tatsache, dass KDG von allen Kabelnetzbetreibern schon immer der größte Saftladen war


Ich hielt vor Jahren TC für den größten Saftladen (Zwangsreceiver, Digital-TV weitgehend verschlüsselt). Heute ist TC eine Wohltat hinsichtlich Signalqualität, Paket-Struktur/Systematik und Angebot verglichen mit KDG. Hier im Nachbarhaus gegenüber liegt TC (aus RKS entstanden), bei uns hat die Genossenschaft grandioserweise 2005 auf KDG umgestellt. Nichtmal Internet läuft da brauchbar: der Nachbar hat nen alten 32.000er, ich ziehe da regelmäßig mal was raus und komme selten über 8.000 kbps.

Zitat
Wolfgang R
vergleicht man beispielsweise mal mit dem alten, echten KabelBW (das mit landesweit ORF+SRF und die dt. Privaten von Anfang an ohne Grundlosverschlüsselung!!!)


...entsprechend hoch war die Digitalisierungsrate schon vor Jahren. Wenn heute die KNB herumeiern beim Erklären, warums im Kabel so lange dauert mit der Digitalisierung: nun, deshalb. Lange Zeit kaum Öffis digital und die Privaten verschlüsselt und nur mit Zwangshardware zu empfangen. Dazu die daraus erwachsenden Kuriositäten (bei "Deutschland" in der Ersteinrichtung versteckte DVB-C-Tuner in Fernsehern), ...

Zitat
Wolfgang R
Man hat wohl Angst, die Laufzeitverträge von sich aus zu kündigen, da die Telekom *) schon mit den Hufen scharrt.
*) die Rede ist hier nicht von Entertain/Entertain 2.0, sondern von richtigem Kabelfernsehen, da per Glasfaser zugeführt wird und im Keller wieder auf Koax gewandelt wird. Incl. Docsis Kabelinternet!


Wo wird das denn angeboten? Würde ja Neuverkabelung durch die Telekom bedeuten.

Bei meinen Eltern ists noch so: Glasfaser (Telekom hats gelegt) bis an die Straßenecke, OPAL-Abschluß, analog-Telefon (Zweidraht) ins Haus, KDG hat die "BK-Abteilung" übernommen, ebenfalls OPAL-Abschluss (Kathrein-Kiste) auf Koax. Geht nur bis 470 MHz und ohne RK. Also bei der KDG auch kein Internet, aber gepfefferte Preise für "halbes" TV-Angebot inkl. matschigem "Plattformstandard" und auf 192 kbps recodierten ARD-Radios. Huaaahhhh...

Zitat
Wolfgang R
Und man hat Angst vor DVB-T2!


Das kann ich inzwischen durchaus nachvollziehen.

von Chris_BLN - am 13.07.2016 09:38
Zitat
Chris_BLN
Zitat
Wolfgang R
Man hat wohl Angst, die Laufzeitverträge von sich aus zu kündigen, da die Telekom *) schon mit den Hufen scharrt.
*) die Rede ist hier nicht von Entertain/Entertain 2.0, sondern von richtigem Kabelfernsehen, da per Glasfaser zugeführt wird und im Keller wieder auf Koax gewandelt wird. Incl. Docsis Kabelinternet!


Wo wird das denn angeboten? Würde ja Neuverkabelung durch die Telekom bedeuten.

Bei meinen Eltern ists noch so: Glasfaser (Telekom hats gelegt) bis an die Straßenecke, OPAL-Abschluß, analog-Telefon (Zweidraht) ins Haus, KDG hat die "BK-Abteilung" übernommen, ebenfalls OPAL-Abschluss (Kathrein-Kiste) auf Koax. Geht nur bis 470 MHz und ohne RK. Also bei der KDG auch kein Internet, aber gepfefferte Preise für "halbes" TV-Angebot inkl. matschigem "Plattformstandard" und auf 192 kbps recodierten ARD-Radios. Huaaahhhh...


Telekom-Kabel kann sich jeder ins Haus holen, wenn die Telekom dann will: https://ebs08.telekom.de/wohnungswirtschaft/produkte

Es wird dann ein Glasfaseranschluss zum nächsten Verzweiger gelegt, der per Glasfaser angebunden ist.

Hier in unserer Siedlung (Misch-Bebauung: EFH und umliegend Wohnblocks) hat Herr Schwarz-Schilling mit Steuergeldern sehr gut ausbauen lassen: Alles ist zu 100% mit BK-Kabel erschlossen, dabei wurde Strom+Telefon (teilweise noch Dachständer) auch mit reingelegt. Schon recht früh bekamen wir unseren eigenen Anschlussbereich mit abgesetzter Vermittlungsstelle (da steht im Übrigen mein ADSL indoor DSLAM, auf dem ich noch hänge). Von OPAL blieben wir daher verschont.


Parallel dazu hat die Telekom in letzter Zeit massiv VDSL ausgebaut und überall per Glasfaser angebunden.

Wenn jetzt die Stadtwerke irgendwas erneuern (Abwasser, Zuwasser, Strom, Fernwärme) wird immer ein Leerrohr zu den Telekom-Trassen gezogen.

Da war es für die umliegenden Wohnblocks der Genossenschaften ein Leichtes UMKBW zu sagen: Es reicht! Jedes Jahr eine Erhöhung für die gleiche Leistung?!?

Die haben nun alle Telekom-Kabel. Es musste nicht mal gebuddelt werden.

Mehr oder weniger OT:
Weil du auch ein Kabler mir Herzblut bist: Der Empfang über das originäre Telekom-Kabel war immer hervorragend. So lange die Privaten von Kopernikus kamen und was terrestrisch abgegriffen wurde unschlagbar gut, später bei der Astra-Umstellung dank Riesen-Spiegeln und Profi-Equipment besser als mit jeder 80cm-Sat-Anlage. Die Kopfstelle war in unserer Haupt-Vermittlungsstelle untergebracht, Teile kamen wohl per AMTV. Alles gestochen scharf.

KabelBW hat nach der Übernahme recht schnell alles in S-Wangen zentralisiert und kaputt gemacht. Schweiz analog rausgeworfen, analoges weich gezeichnetes Matsch-Bild, ungenießbar. Die DVB-S -> analog Umsetzerkasetten hatten sich regelmäßig aufgehängt. DVB-C war damals noch nicht sonderlich verbreitet, ich hatte noch eine DBox. Ein Jammer und eine Schande. Ein Trost war nur dass dann, ein paar Jahre später, ein hervorragende DVB-C Angebot kam, das wiederum UM kaputt gemacht hat. Ich mache das schon seit Jahren nicht mehr mit, habe meinen HÜP schon lange ausser Betrieb gesetzt.

Ab und an informiert mit UM mit Wurfsendungen, dass ich doch so super tolles Internet haben könnte (was abends bis zu einem Node-Split total überlastet ist, Anmerkung der Redaktion...). Von Fernsehen KEINE Rede. Die wissen, wieso :)

Über meine Dach-Antenne bekomme ich auf UKW mehr rein, als UMKBW in dumpfem re-encodierten zentral aufbereitetem UKW ausliefert. Ich höre es sofort, wenn ein Tuner am Kabel-UKW hängt. Die Höhen sind weg, alles matschig und dumpf.

Wolfgang

von Wolfgang R - am 13.07.2016 10:56
Zitat
Wolfgang R
Telekom-Kabel kann sich jeder ins Haus holen, wenn die Telekom dann will: https://ebs08.telekom.de/wohnungswirtschaft/produkte

Es wird dann ein Glasfaseranschluss zum nächsten Verzweiger gelegt, der per Glasfaser angebunden ist.


Oh, das kannte ich gar nicht. Besten Dank!

Diese Zusatzpakete https://ebs08.telekom.de/wohnungswirtschaft/documents/downloads/programmvielfalt-fuer-zuhause-kabel-kunden_80b3.pdf sehen auf den ersten Blick so nach Kabelkiosk aus, scheinen es aber nicht zu sein. Stellt das die telekom selbst zusammen?

Findet man irgendwo die Free-Programmbelegung davon? Ist da auch UKW dabei? TV geht via DVB-C-Tuner?

Zitat
Wolfgang R
Da war es für die umliegenden Wohnblocks der Genossenschaften ein Leichtes UMKBW zu sagen: Es reicht! Jedes Jahr eine Erhöhung für die gleiche Leistung?!?

Die haben nun alle Telekom-Kabel. Es musste nicht mal gebuddelt werden.


UMKBW lief über die alte Schwarzschilling-Leitung?


Zitat
Wolfgang R
Die DVB-S -> analog Umsetzerkasetten hatten sich regelmäßig aufgehängt.


...das tun die Wisi-DVB-C-Umsetzer bei uns auch, wenn ich sie als Remuxer laufen lasse. Hängen sich ständig auf. Immerhin laufen die 1:1 durchgeleiteten Pakete i.d.R. ausfallfrei. Meinen "Polen-Remux" (Radio + TV von 2 Hotbird-TP) und mein Schweiz-Paket (Radio + SRF Info HD, also kein Remux) sind gerne mal tot. Es ist lästig.

Zitat
Wolfgang R
Über meine Dach-Antenne bekomme ich auf UKW mehr rein, als UMKBW in dumpfem re-encodierten zentral aufbereitetem UKW ausliefert. Ich höre es sofort, wenn ein Tuner am Kabel-UKW hängt. Die Höhen sind weg, alles matschig und dumpf.


So übel ist deren Empfangs- und Verteilsystem? Läuft ja glaube ich über Astro-Technik, aber was als Empfangsgerät genutzt wird, weiß ich nicht. Könnte was von QBit sein.

Hast Du eine gewisse Ahnung, welche Bitrate die für die UKW-Verschiebereien verwenden?

von Chris_BLN - am 13.07.2016 12:17
Zwecks Telekom-Kabel: Die analog TV Belegung entspricht der alten von UMKBW, die diese von der DBP übernommen hat. Also vor der Angleichung Hessen/NRW/BW und der analogen Abschmelzung.

Das UKW-Angebot hat jemand gemacht, der KEINE Ahnung hat. Es fehlen die großen lokalen Hitdudler wie "Antenne 1" oder "Radio Regenbogen". Dafür ortsfremde Hitdudler und den hier absolut nicht ortsüblichen SR. Komisch. Naja, ich würde das so eher bevorzugen, zumal ich Hitdudler meide.

DVB-C-Radio gibt es NUR den ARD-Radiotransponder.

Das PayTV sollte KabelKiosk sein. Es ist Conax und es gibt ein CI+-Modul oder den Humax HD Fox C.

Also insgesamt recht lieblos, alles was fern ab des geliebten analog TV Angebotes ist.

Programmbelegung für meine Region: https://www.fluewo.de/fileadmin/user_upload/documents/senderliste_bb_sifi_leo_gae.pdf

Kabelinternet gibt es auch, seit Ende März vermarktet die Telekom das selbst, davor aus (Angst vor?) Kartellrechtlichen Auflagen unter der Tochter "congstar".

UMKBW: Klar läuft das über die alten Leitungen von Schwarz-Schilling. Von den Steuerzahlern finanziert, mittlerweile in den Besitz von UM übergegangen...

Wolfgang

von Wolfgang R - am 13.07.2016 13:51
Ich bin über die Forensuche auf dieses Thema gestoßen. Ich wollte wissen ob jemand diesen Kabelanschluss von der Telekom kennt.

Ich bin ja ehrenamtlich in der Tagesklinik des örtlichen Krankenhauses tätig und bisher hatten die immer ein eigenes Kabelnetz. Also Schüssel auf dem Dach und das ganze dann in analog TV umgewandelt. Die Programmauswahl war sehr überschaubar und wenn mal was mit der Anlage nicht stimmte fühlte sich keiner verantwortlich. Da man schon vor geraumer Zeit die alten Röhrenglotzen in den Zimmern durch DVB-C fähige Flachmänner ersetzt hat, hat man jetzt auch das eigene Hauskabelnetz abgeschafft und dieses Kabel von der Telekom angeschafft. Laut dem Hausmeister sei deren Angebot um Welten besser gewesen als das was die KDG haben wollte. Vor allem weil am alten Hauskabelnetz noch einiges gemacht werden musste.

Jedenfalls ist die DVB-C Belegung Durchschnitt. Nix aufregendes. Aber es fehlt auch nichts. Die UKW Belegung ist hingegen merkwürdig und sehr lieblos. Es gibt RPR1 und Regenbogen, aber kein SWR 1, 2, 4, oder Info. Nur SWR3 in einer ziemlich matschigen Klangqualität. Wie einfach vom Livestream abgegriffen. Französische Programme gibt es kein einziges. Dafür gleich 3 Leerträger und Radio Horeb das schlechter klingt als die Ausstrahlung über DAB+. Merkwürdig und sehr auffällig auch das der SR über das Telekom Kabel deutlich klirrt. Genauso wie deren schlecht encodierter 128kb/s Livestream. Die Telekom scheint bei ihrem Kabelnetz in erster Linie auf die Livestreams der Radiosender zurück zu greifen.

von Spacelab - am 13.07.2016 14:45
Zitat
Wolfgang R
Zwecks Telekom-Kabel: Die analog TV Belegung entspricht der alten von UMKBW, die diese von der DBP übernommen hat
Abgesehen von zdf_neo. Nicht ganz unintressant, denn dieses Programm darf de jure nur digital verbreitet werden. Die Telekom speist es aber überall analog ein, auch hier in Hessen.

Zitat
Spacelab
Jedenfalls ist die DVB-C Belegung Durchschnitt. Nix aufregendes. Aber es fehlt auch nichts.
France 2, France 3, Rai Uno und weitere Fremdsprachensender sind bei der Telekom FTA, bei Unitymedia dagegen Bestandteil von Pay-Paketen. Also klarer Pluspunkt.

Zitat
Spacelab
Die UKW Belegung ist hingegen merkwürdig und sehr lieblos. Es gibt RPR1 und Regenbogen, aber kein SWR 1, 2, 4, oder Info. Nur SWR3 in einer ziemlich matschigen Klangqualität. Wie einfach vom Livestream abgegriffen

Haben die UKW-Radiosender bei euch RDS und wenn ja, sind PS und RT identisch mit dem terrestrischen Empfang?

von MainMan - am 13.07.2016 15:45
Zitat
Chris_BLN
Da dürfte doch UMKBW noch besser sein auf UKW, oder?

Nicht wirklich. Die Audioqualität ist bei UM okay, RDS dagegen sehr oft fehlerhaft oder unsinnig (RAREMA für Radio Regenbogen Mannheim usw.). Die Zuführung erfolgt bei UM übers Backbone, daher auch der erhebliche zeitl. Versatz gegenüber dem terrestrischen Empfang.
Wie bei der Telekom zugeführt wird, weiß ich nicht. Das Anzapfen von Internetstreams bei ortsfremden Sendern erscheint jedenfalls nicht unplausibel.
Wer Spaß am Stöbern in Programmbelegungslisten hat, wird hier fündig: http://www.fluewo.de/aktuelles/telekom/

von MainMan - am 13.07.2016 17:17
Ah, danke, sehr interessante UKW-Liste für "Coswig und Dresden".

Rockland, SAW, Radio Brocken und Radio Corax aus der Region Halle/Saale. In Dresden.

NDR außer NDR Info komplett und NDR 2 offenbar 2 mal. In Dresden.

Etliches regionales aus Leipzig. In Dresden.

Kein Energy Dresden in Dresden.

Kein ColoRadio in Dresden.

Vermutung: "Kopfstelle" für die Terrestrik im Raum Halle / Leipzig. Muß mich mal kundig machen, wo das herkommen könnte.


Offenbar keine UKW-Frequenzen unterhalb 96,3 MHz belegt. Nehmen die das als erweiterten RK-Bereich? Müßten sie sich ja eine Extrawurst braten bei den Nodes, kann ich mir kaum vorstellen.

UKW-Belegung durchgängig in 300-kHz-Schritten. Kann in Empfangsgeräten zu fiesesten Intermodulationsstörungen führen, man hat immer mehrere Frequenzen auf dem Mischer, die Störprodukte auf der momentanen Empfangsfrequenz machen.

Ist in den Süddeutschen Netzinseln, zu denen dort die Belegung liegt, alles nicht so.

Und im HDTV fehlen etliche Regionalversionen.

von Chris_BLN - am 13.07.2016 17:59
Eben...
Das ist so unrealistisch mit dem Rückkanal auf UKW, es muss einfach viel zu viel getauscht werden und es muss vor allem auch erst mal die passenden Bauteile geben.

Und ein "Mischbetrieb" würde erst recht schiefgehen.
UMKBW erweitert übrigens gerade den Rückkanalbereich nach unten. Und das, obwohl diverse 18, 20, 25 MHz o.ä. Sperrfilter verbaut sind (weil in dem Bereich oft starke Störsignale aus NE4-Netzen einstahlen wuden oftmals diese Sperren verbaut anstatt die Ursache zu suchen). Und niemand weiß genau, in welchem Gebäude nun solche Filter sitzen und wo nicht, da der Einbau nirgendwo dokumentiert wurde. Heißt im Klartext: Chaos.
Würde es Bauteile mit UKW-Rückkanal geben, und diese würden nur teilweise eingebaut (halt bei Neuinstallationen), würde des ein noch viel gigantischeres Chaos geben und man würde noch mehr Störungen haben, weil Modems einfach neu starten (Modem versucht auf einer Frequenz zu senden die nicht durchgelassen wird > Modem startet wegen Channelbonding komplett neu, auch wenn seine anderen Rückkanäle noch im Bereich liegen der durchgelassen wird)...

von WiehengeBIERge - am 13.07.2016 20:23
www.satnews.de meldet folgendes: "
Unitymedia will weiter analoges Radio anbieten
Der Netzbetreiber Unitymedia will auch über 2017 hinaus weiter analoges Radio anbieten. Ursprünglich war geplant, Kabel-UKW zusammen mit dem analogen Fernsehen abzuschalten. Dagegen liefen jedoch Hörfunkanbieter und Privatradioverbände Sturm, denn anders als die TV-Kollegen wollen sie mehrheitlich keine Digitalisierung des Mediums. "Das analoge Radioangebot bleibt zunächst unberührt und wird voraussichtlich erst im Verlauf der nächsten Jahre abgeschaltet", teilt der Netzbetreiber nun mit. Spätestens mit Einführung des neuen Kabel-Internet-Standards DOCSIS 3.1, der den Frequenzbereich zwischen 5 und 204 MHz vorsehen soll, käme dann aber doch das Aus für das Kabel-UKW- Obwohl technisch möglich soll das Digitalradio DAB+ im Vergleich etwa zur Schweiz nicht im deutschen Kabel eingeführt werden. Hörfunk wird es mittelfristig im Kabel also nur noch über den heutigen Diogital-Standard DVB-C geben. www.unitymedia.de"

von pfennigfuchser - am 14.07.2016 04:45
Zitat
Sebastian Dohrmann
Welche Programme verfügbar sein müssen, legt die Landesmedienanstalt fest. Diese müsste dann entsprechende Regeln für das digitale Kabelradioangebot festlegen. Sender wie BFBS, Radio 2, 3FM und Radio 4 dürften dann vmtl. weg fallen, da sie nicht zwingend notwendig sind.


Ich verstehe nicht, weshalb die Kabelnetzbetreiber nicht versuchen, ein attraktives Angebot zusammenzustellen, attraktiv in dem Sinne, dass sie die Quantität erhöhen und möglichst viele Programme anbieten. Auch um in Konkurrenz mit dem Satellitenempfang zu treten. Aber so stellt das Kabel keine Konkurrenz zum Satelliten-Empfang dar, wenn nur die "zwingend notwendigen" Programme eingespeist werden.

Ich war in den 90er Jahren längere Zeit in Südamerika, ist zwar schon etwas her, erinnere mich da aber noch sehr gut an das Kabel-Fernsehen bei uns im Haus: es wurden im Bereich VHF I, VHF III und UHF, also auf den Kanälen 2 - 4, 5 - 13 und 21 bis 69 auf jedem Kanal ein analoges Programm eingespeist. Das waren insgesamt 60 Programme. Da es damals auch dort noch nicht eine so hohe lokale Programmvielfalt gab (terrestrisch empfangbar waren ca. 4 Programme), handelte es sich bei den meisten Programmen um aus den Nachbarländern (aus dem ganzen Kontinent, inkl. Mittelamerika, also nicht nur "Nachbarländer") zugeführte Programme. Da die Landessprache überall Spanisch war (außer Brasilien, aber das verstand man auch), waren diese Programme durchaus eine Bereicherung. Teilweise war die Qualität nicht so toll, es war halt analog, manchmal auch etwas verschneit (marginal), weiß nicht wie es zugeführt wurde, aber man hat offensichtlich auf Quantität gesetzt.

Ich hatte mich damals immer gefragt, wieso man diesen Weg nicht auch bei uns in Deutschland gehen kann, weshalb man bei uns "Sonderkanäle" braucht (auf den UHF Kanälen wurden und werden ja keine TV-Programme eingespeist, obwohl es scheinbar offensichtlich technisch machbar ist), und wieso hier nur ein Minimum der Programmen eingespeist wird, die technisch möglich wären und zugeführt werden könnten.

Ich würde mir wünschen, wenn z.B. neben dem ARD Radio Transponder auch der Canalsat Radio Transponder aus Frankreich eingespeist werden könnte. Der ist frei verfügbar und beinhaltet alle wichtigen frz. Radioprogramme. Aber auf diese Idee kommt man wohl nicht, oder es ist wirklich so, dass man nur die Programme einspeist, die "zwingend notwendig" sind. Das spricht aber nicht für's Medium Kabel.

von Klaus Wegener - am 14.07.2016 07:30
@ Klaus Wegener

Zitat

Ich verstehe nicht, weshalb die Kabelnetzbetreiber nicht versuchen, ein attraktives Angebot zusammenzustellen, attraktiv in dem Sinne, dass sie die Quantität erhöhen und möglichst viele Programme anbieten.


Die Haupteinnahmequellen für die Kabelanbieter dürften der Internetanschlüsse und die Zwangsverkabelten (über Mietverträge usw.) sein. Da man bei den Zwangsverkabelten quasi eine Monopolstellung hat, ist es letztlich egal, was man anbietet.


Zitat

Ich hatte mich damals immer gefragt, wieso man diesen Weg nicht auch bei uns in Deutschland gehen kann, weshalb man bei uns "Sonderkanäle" braucht (auf den UHF Kanälen wurden und werden ja keine TV-Programme eingespeist, obwohl es scheinbar offensichtlich technisch machbar ist) (...)


Die Dämpfungen sind in den VHF-Bereichen einfach niedriger, sodaß man damals darauf setzte.


Zitat

(...) und wieso hier nur ein Minimum der Programmen eingespeist wird, die technisch möglich wären und zugeführt werden könnten.


Weil wir in Europa nunmal die TV-Märkte voneinander abgeschottet werden sollen. Wir Deutschen machen da mit unserer Free-TV-Ausstrahlung fast den Alleingang.



@ DH0GHU

Zitat

Mehr als 5 € / Monat für TV? Niemals!


Wie jetzt? Das sagt unser Haushaltsabgabenverfechter? :bruell:

von Kay B - am 14.07.2016 13:55
Zitat
DH0GHU
Die Cashcow ist heutzutage nun mal Internet und nicht Kabel-TV.
Für schnelles Internet gibt der Kunde gerne einen zweistelligen Betrag pro Monat aus. Für TV würde mir persönlich z.B. Entertain vollkommen reichen. Mehr als 5 € / Monat für TV? Niemals!


Mit Zattoo HiQ + gutem PN-Tunnel in die Schweiz bekommt man, wenn auch für zusammengerechnet etwa 12 € im Monat, bekommt man deutlich mehr geboten als bei jedem Kabelanbieter. Die üblichen Privaten gibt es dort ja sogar in HD, während man bei uns über HD+ zahlen muss bzw. dito bei DVB-T2. Und in Zattoo+ ist ja in der Schweiz nach wie vor Kinowelt TV dabei, das ja in Deutschland meines Wissens nach über Entertain und einige wenige Kabelanbieter gegen Aufpreis zu bekommen ist. Und: Französische Sender trotz happiger Monatsgebühren dafür bei KDG nur in Kanalteilung. Die englischen bieten meist nur den üblichen Serienschrott - auch da ist das Zattoo-Angebot in der Schweiz für mich mit den originalen englischen TV-Programmen deutlch interessanter.

von rolling_stone - am 14.07.2016 14:06
Naja, französische Sender sind bei VKDG nicht mehr in Kanalteilung. Die fliegen einfach ganz raus. So ist es mit der Abschaltung von France 5 Ende April auch geschehen. Und in einigen Kabelnetzen wird France 3 gar nicht eingespeist.
Aktuell sind bei mir nur noch France 2 und France 3 (herunterskaliert in SD), France 24 auf Französisch und TV5 Monde verfügbar.

Aber eine Sache stimmt ganz sicher: Das Schweizer Zattooangebot ist sehr attraktiv. Da kommt VKDG bei weitem nicht mit.

Wenn es im Kabelnetz schon Aufschaltungen gibt - so wie heute - dann ist es oft nur Mist, den eh kaum einer schaut. Im Free TV laufen seit heute dort RTLplus, Toggo Plus und Zee.One SD (bislang aber nur eine Tafel die auf den Sendebeginn am 28.7. hinweist).

Und für das Basis HD Paket (3,99 € monatlich) wurde Deluxe Music HD aufgeschalten.

Mehr würde ich aber für zusätzliche Pakete im Kabel auch nicht ausgeben. Als Bestandskunde zahle ich 3 € im Monat, und damit muss es auch gut sein. Der Kabelanschluss wird bei uns über die Mietnebenkosten abgerechnet (50 € pro Jahr), und zudem können einige der Fremdsprachenpakete - auch wenn sie den Namen oft gar nicht verdienen - kostenlos dazugebucht werden. So habe ich halt noch Rai 1-3, TVEi, Canal 24 Horas und RTP International kostenlos dazu. Aber auch nur, weils wie gesagt für die Mieter hier nix kostet.

Ein richtiges PayTV-Paket würde ich aber ganz sicher nicht buchen. Dafür sind die Pakete in meinen Augen bei weitem nicht attraktiv genug.

von Bengelbenny - am 14.07.2016 14:26
Zitat
mittendrin
..und MDR Jump in englischer Sprache - Wahnsinn!!!:gruebel:


:D Das hatte ich gar nicht gesehen. Ist halt die UK-Variante von MDR Hüpf.

Zitat
Klaus Wegener
Ich verstehe nicht, weshalb die Kabelnetzbetreiber nicht versuchen, ein attraktives Angebot zusammenzustellen, attraktiv in dem Sinne, dass sie die Quantität erhöhen und möglichst viele Programme anbieten. Auch um in Konkurrenz mit dem Satellitenempfang zu treten.


Weil die meisten, die am Kabel hängen, lange Zeit einfach keine andere Wahl hatten. Das waren und sind großteils Zwangsverkabelte, denen Sat-TV nicht möglich war, weil der Balkon nach Süden fehlte, die Etage zu niedrig war, der Vermieter zu rigoros war, ... In einem solchen Fall muß man nicht in Wettbewerb treten, es gibt keinen Wettbewerb.

Kabel-TV könnte nun Konkurrenz durch DVB-T2 drohen, aber inzwischen dürfte das Internet das Thema "TV" weitgehend verdrängt haben, was den Wettbewerb betrifft. Und da steht Kabel i.d.R. ganz gut da.

Zitat
Klaus Wegener
Ich würde mir wünschen, wenn z.B. neben dem ARD Radio Transponder auch der Canalsat Radio Transponder aus Frankreich eingespeist werden könnte. Der ist frei verfügbar und beinhaltet alle wichtigen frz. Radioprogramme. Aber auf diese Idee kommt man wohl nicht


Naja... wir haben ihn drin. Keine Ahnung, ob jemand der ca. 1200-1300 angeschlossenen Haushalte diese Programme nutzt. Müßte mich doch wirklich mal erkundigen, ob der Generalmusikdirektor unserer Philharmonie, der irgendwo im Stadtteil wohnt und aus Frankreich ist, Kunde der Anlage ist und weiß, was er da finden könnte.

Wir haben auch die ORF-Radios und die SRF-Radios + SRF Info HD. Durch die "kleinen" deutschen Privaten haben wir auch die auf deren Transpondern mitgesendeten Radioprogramme (Antenne Bayern, Rock Antenne, Sunshine Live, ERF, egoFM, Klassik Radio, Jam FM, domradio, Inselradio Malle, FFN, FFH, Planet, Harmony FM, Paloma, B2, Schlagerparadies, Regenbogen). Und weil wir den Transponder mit CNN, DW und TVE auskabeln, sind die spanischen RNE-Radios auch mit dabei. Der RAI-Transponder bringt einige RAI-Radios in mono und einen polnischen Remux mit Radio habe ich auch gebastelt, der hängt sich aber ständig auf. Irgendwie sind auch die Tschechen von 23,5°Ost mit reingeraten (aber die Slovaken nicht) - ich befürchte, wir haben keinen einzigen Tschechen im Einzugsbereich der Anlage. Da 28,5° Ost bei uns nun sinnlos ist (wir liegen in der Nullstelle), hatte ich angeregt, diese Antenne auf 16° Ost zu drehen und uns noch die volle Kanne ex-Jugoslavien zu geben.Viel Radio und paar TV-Programme frei. Dürfte nützlicher sein, ist aber noch nicht realisiert.

Auf UKW habe ich ja 43 Programme drin, demnächst wohl 44, da regional noch was terr. dazukommt, was freilich noch mit reingepresst werden muß. Und die Kunden meckern, weil ihnen immer irgendwas fehlt, weils zuviele MDR- oder BR-Programme sind, weil Paloma auf 108 MHz liegt und das eigene Radio nur bis 104 MHz geht, weil ich zu viele Kulturprogramme reingenommen habe, weil Inselradio Malle nicht mehr auf UKW (!) ausgekabelt wird, ...

von Chris_BLN - am 14.07.2016 15:27
Zitat

Ich hatte mich damals immer gefragt, wieso man diesen Weg nicht auch bei uns in Deutschland gehen kann, weshalb man bei uns "Sonderkanäle" braucht (auf den UHF Kanälen wurden und werden ja keine TV-Programme eingespeist, obwohl es scheinbar offensichtlich technisch machbar ist)

Wurden damals nicht, werden aber schon seit über 10 Jahren...
Das passive Kabelnetz war damals (und ist es auch noch heute!) nur für VHF ausgelegt. Das gleiche, nicht UHF-"taugliche" Netz wird heute auch nur mit "Tricks" für UHF verwendet (sarke Preemphasis / Vorverzerrung ab 450 MHz aufwärts um die hohen Kabel und Bauteildämpfungen auszugleichen).

von WiehengeBIERge - am 14.07.2016 16:57
Habe übrigens den Tschechen-Kanal inzwischen umgestellt und die NIT nicht aktualisiert. Gibt es halt paar Empfänger, die den Tschechen-TS nicht mehr empfangen können. Dieser Prozentsatz multipliziert mit vermutlich ohnehin null Interessenten ergibt null Probleme. :D

Hier noch eine Fundstelle aus Österreich vom vergangenen Herbst: der Abteilungsleiter Produkte & Dienste von Liwest zum Thema Radio im Kabel.

https://www.wko.at/Content.Node/cable-days/Vortrag-Riedl.pdf

Bemerkenswert ist die Seite "Lösungsansatz – DVB-C Radio (3)", denn sie ist 100% auf die Kabel-Box von LaSAT/Bemondis zugeschnitten. Und tatsächlich kooperiert Liwest offenbar beim Anbieten von Alternativen zum abgeschalteten UKW mit dem deutschen Hersteller https://www.liwest.at/radio und bietet einen einfachen DVB-C-Receiver mit VFD und eine Version der SoundEmotion Box an. Das Problem der zusätzlichen Geräte, der Bedienung und der Haptik bleibt und im Liwest-Forum ist man auch teils alles andere als erfreut über die UKW-Abschaltung.

Ich hätte auch keine Lust, eine optisch und haptisch anständige Stereoanlage durch sowas zu ersetzen.

UPC tut das gleiche, auch hier gibt es 2 LaSAT-Receiver. Schaut man sich die Bedienungsanleitungen an, kann man zu der Vermutung kommen, daß diese Geräte tatsächlich kastriert sind und nur Radio, aber kein TV empfangen können:

https://www.liwest.at/fileadmin/templates/main/liwest/media/pdf_content/Anleitung_Radiobox_Premium.pdf

http://www.upc.at/pdf/fernsehen/DVB-CRadioSoundbox_OR_153_UPC.pdf?123

Man umgeht damit die nur rudimentäre (aber immerhin vorhandene!) Menübedienung der LaSAT-Geräte im Display und die Notwendigkeit, einen TV anschließen zu müssen. Senderliste und Updates kommen im Standby automatisch.

von Chris_BLN - am 13.08.2016 22:02
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.