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Spacelab, janosch79 (Ex.w_weinmann), sn0, newspaperman, Wolfgang R, satip-user, Felix II, pomnitz26, DLR-Fan Sachsen-Anhalt, CBS, Thomas (Metal)

Hat von euch jemand Erfahrung mit Sat>IP?

Startbeitrag von Spacelab am 28.04.2016 10:36

Da hier eine größere Renovierung ansteht und die Wände mit neuen Schlitzen versehen werden müssen bin ich am überlegen von normalem Sat Anschluss auf Sat>IP umzurüsten. Das hätte den Vorteil das alle Geräte die hier im Netzwerk hängen (PCs, Laptops, Tablets, Smartphones, Media Boxen...) auch gleich Sat TV empfangen könnten. Bevor ich aber jetzt nen riesen Aufriss mache und meinen Eltern einen neuen Netzwerk fähigen Receiver andrehe nur damit die mich später jeden Abend zu sich in die Wohnung zitieren weil die Glotze nicht läuft, wollte ich lieber erstmal euch fragen was ihr so für Erfahrungen mit Sat>IP gemacht habt.

Bei uns im örtlichen MediaMarkt gibt es schon seit Wochen einen größeren Stand wo die einzelnen Komponenten angepriesen werden wie sauer Bier. Deshalb komme ich überhaupt erst auf diese Idee.

Antworten:

Wenn sowieso schon Schlänze gezogen werden, was spricht dagegen an jede Empfangstelle ZF-Kabel zu ziehen und gleichzeitig Netzwerkkabel, dann biste so flexibel, dass Du Dich immer noch für eins von beiden oder auch für beides parallel entscheiden kannst, auch wenn die Renovierung vorbei ist. :). Auf die paar € mehr für die Kabel und Dosen kommt es doch sicher nicht an ;).

von DLR-Fan Sachsen-Anhalt - am 28.04.2016 11:12
Das nicht. Aber ein Sat Kabel bis in die untere Wohnung ziehen ist ein Spaß den man sich nicht antun möchte wenn es vermeidbar ist. Denn dazu muss die obere Wohnung, die nicht renoviert werden soll, auch einmal quer durch geschlitzt werden.

von Spacelab - am 28.04.2016 11:38
SAT>IP funktioniert inzwischen eigentlich ganz gut. (Zumindest über LAN) Bei WLAN habe ich die Erfahrung gemacht, dass eine gewisse räumliche Nähe zum AP obligatorisch ist. (Am besten nur im selben Raum) Die Latenzzeiten einer gestörten WLAN Verbindung trüben das TV Vergnügen recht schnell ein. Unter 20Mbit brutto läuft da nix.
Die Tablets und Smartphones mit der für Android erhältlichen kostenpflichtigen Elgato App funktionieren nur bei entsprechender Rechenleistung und gutem WLAN Signal. Die Sache hat aber auch einen weiteren gravierenden Nachteil: Der Server frisst 24h Strom für sich selber und das/die LNB(s). Somit ist SAT>IP nix für Energiesparer. Ggf. kommt noch der Stromverbrauch für einen Multischalter dazu, wenn die Technologie mit einer Legacy Koaxial Verkabelung gapaart wird.

von janosch79 (Ex.w_weinmann) - am 28.04.2016 12:24
Meine Erfahrungen beruhen auf einem schon eingebauten Sat->IP System im Panasonic Viera. Dessen Doppeltuner lässt sich u.a. auch via App benutzen und somit auch ein TV Programm unabhängig vom dort geschauten ins Heimnetzwerk streamen. Zumindest funktioniert das ganz gut, andere Systeme kann ich leider nix zu beitragen.

von CBS - am 28.04.2016 12:34
Ich baue derzeit ein 5-Parteien Haus und habe mir die gleiche Frage gestellt.
Ergebnis ist (leider) doch wieder die altbekannte Koax-Sternverkabelung (+1x CAT6 als Backup).

Hauptproblem war bei mir das es mehrere Parteien sind. Denn die Anbindung des Servers müsste aus Sicherheitsgründen über einen managed switch laufen, damit die TV-Geräte/Receiver einerseits sich untereinander nicht kontaktieren (Mieter1 zu Mieter3) und andererseits trotzdem den Server erreichen können. Und dann ist da noch das Problem das die wenigsten Sat>IP Server eine Mehrbenutzer-Verwaltung integriert haben, so das (so vermute ich) ein Mieter alle Tuner blockieren könnte.

Positiv wäre anzumerken das reine Sat>IP Receiver/Clients ziemlich kostengünstig sind und das nur eine Leitung gelegt werden muss, dafür aber trotzdem 2 oder mehr Programme gleichzeitig angesehen/aufgezeichnet werden können, sowie die Möglichkeit das man über diese eine Leitung dann auch noch Internetzugriff hat.

Negativ würde ich auch die Erweiterbarkeit beurteilen. Die meisten Sat>IP Server haben nur 4 oder 8 Tuner-Eingänge, aber keinen Durchschleifausgang um evtl. einen weiteren Server anhängen zu können.
Downscaling für Mobilgeräte wäre noch so ne Sache die wünschenswert wäre. Um einen 1080i MPEG4-Stream ruckelfrei übers WLAN zu empfangen braucht es schon gute Signalstärke. ...und dann kommt man zu dem Fazit das man das ja doch nur für sich selber macht und dann tuts auch ne Box mit Enigma2 drauf die das Streaming übernimmt.

(Während der Bauphase war auch der Bürgermeister fleißig und hat die Telekom mit dem Stadweiten Ausbau von VDSL-Vecoring aus Steuergeldern beauftragt. Jetzt liegen 100Mbit/s an und IPTV ist ungeplant als weitere alternative zum Sat- bzw. Sat>IP-Empfang in frage gekommen.)

von sn0 - am 28.04.2016 19:52
Für mich reicht der TechniSat STC mit 6 Tunern der Kabel und Sat empfängt. 3 Geräte mit HD Streaming schafft er übers Wlan in unmittelbarer Nähe. Einfach IP in PC eingeben oder die App auf dem Handy starten.

Mein DVB-T2 Receiver von TechniSat wird auch Netzwerkfunktion haben. Damit kann ich dann mit dem Terrestrischen Anschluss auf die Vielfalt des anderen Gerätes zugreifen.

Ausserdem können die Geräte noch per App als Fernbedienung vom Nebenraum aus gesteuert werden.

Für uns kein Problem, für meine Eltern wäre das unzumutbar. Der Receiver muss den TV steuern können und zwar vollständig. Eine zweite Fernbedienung kommt nicht in Frage. Ich glaube die wissen kaum was der Receiver überhaupt da macht. Das wollen sie auch gar nicht.

von pomnitz26 - am 28.04.2016 20:12
Ich nutze TechniLAN. D. h. das Koax-Kabel ist gleichzeitig ein LAN. Eigentlich war dies ein Notbehelf, da sich kein LAN-Kabel über das bestehende Leerrohr zum Fernseher nachziehen ließ. Ich bin davon voll zufrieden.
Grundsätzlich würde ich aber, sofern möglich, bei einer Baumaßnahme überall ein Cat7-Kabel hin verlegen. Allerdings muß man auch sagen, daß die Anzahl der LAN-Ports der üblichen Router doch eher sehr eng bemessen sind. Gut, ich würde da jetzt vielleicht einen alten Catalyst dabeistellen :D . Da ist dann TechniLAN wiederum interessant: Man schafft einen Anschluß an den Router und alle Anschlüsse des Systems sind in einem LAN.

von Thomas (Metal) - am 28.04.2016 20:42
Ich bin heute mal dazu gekommen etwas herum zu testen. Als Server habe ich den Sat Receiver "Telestar TD 2530 HD" genommen. Es läuft zwar. Aber das ganze war doch arg Tricky. Ich habe mir nämlich zum Testen offenbar den zickigsten Server rausgesucht den man finden kann. :rolleyes:

Der Telestar Receiver unterstützt nur Sat>IP in der absoluten Basisversion. Also nur reines Sat>IP und kein DVB over IP. Das heißt also der Receiver hat keine Weboberfläche und ist auch dementsprechend nicht über eine .m3u Playlist ansprechbar. Dadurch fallen schon mal 90% aller verfügbaren Anzeigeprogramme weg. :rolleyes: Also kein VLC Player, kein XBMC und fast nichts für Android. Einziger Lichtblick: der DVBViewer auf dem PC hat anstandslos und ohne die geringsten Probleme funktioniert. Und das sogar so perfekt das ich absolut keinen Unterschied merke ob ich den Receiver per USB oder über Sat>IP verbunden habe. Sogar die Umschaltzeiten sind erfreulich kurz.

Auf meiner MediaBox im Wohnzimmer hatte ich aber ein Problem. Das Gerät läuft mit Android und XBMC. XBMC beherrscht kein Sat>IP direkt und ein passendes Add-On gibt es auch nicht. Man muss immer den Umweg über einen PC gehen. Vermeiden ließe sich das nur wenn der blöde Receiver DVB over IP beherrschen würde. Denn die .m3u Playlisten könnte ich problemlos einbinden. Aber der Telestar Kasten lässt sich ja noch nicht mal über UPnP ansprechen. Nur Sat>IP Protokoll und sonst gar nichts. :sneg: Jetzt habe ich den ganzen Nachmittag das Netz und den Playstore durchforstet und nur wenige Android Apps gefunden die Sat>IP unterstützen. Das Ergebnis war ernüchternd. 2 Apps funktionieren gar nicht erst. Eine App stürzt beim Sendersuchlauf irgendwann ab. Und zwei weitere sind nicht optimal aber laufen. Das ist zum einen die ELGATO App die auch von Telestar und noch einigen anderen Herstellern empfohlen wird. Leider hat diese App eine Bildqualität das es der Sau graust. An allen vier Enden des Bildschirms fehlt ein Stück. Und zwar so viel das man Laufbänder meistens gar nicht mehr lesen kann. Außerdem ist das Bild recht unscharf und hat Farbfehler (Banding) ohne Ende wie ein Bild mit 256 Farben. :rolleyes: Die zweite App ist "Aurora TV" und ist richtig gut. Man kann die Senderliste editieren, das EPG funktioniert wie es soll, und die Bedienung macht auch Spaß. Leider ist aber auch hier die Bildqualität nicht der Hit. Der De-Interlacer erzeugt unschärfen und lässt kräftige Farben ausbluten und der Scaler erzeugt, bei allem was nicht der nativen Auflösung entspricht die die MediaBox ausgibt, an allen schrägen Kanten Treppenstufen ohne Ende. Die App ist also gnadenlos auf niedrige Prozessorlast ausgelegt damit sie auch auf billigen Handys noch perfekt läuft. Wie es aussieht muss ich aber vorerst damit leben denn eine bessere App mit Sat>IP Unterstützung unter Android gibt es bis jetzt nicht. :-(

Sat>IP über WLAN funktioniert solala. Ich hab mal die passende App auf dem Smartphone installiert und bin in der Wohnung herumgetiegert. Im normalen 2,4GHz WLAN ist schnell Schluss mit Lustig. Im Raum direkt neben dem Router geht es noch, aber dann gibt es sehr schnell unschöne Aussetzer. Im 5GHz WLAN ist das schon wesentlich besser. Dort ist die Nettodatenrate erheblich höher und wenn diese durch Störungen absinkt bleibt dennoch genug für störungsfreies Fernsehen übrig. Die Reichweite ist aber dennoch nicht überragend. Für meine Anforderungen würde es aber reichen.

Der Hannspree TV meiner Eltern hat leider kein WLAN. Aber nachdem ich ein LAN Kabel durchs halbe Wohnzimmer geworfen habe funktionierte auf dem Kasten Sat>IP erschreckend schnell und problemlos. Im Setup die entsprechende Funktion aktiviert und nach noch nicht mal 5 Sekunden meldete der Fernseher das er einen Sat Server gefunden habe und nun einen Sendersuchlauf macht. Dieser dauerte zwar bei dem Teil ne halbe Ewigkeit (der ganze Fernseher ist nicht der schnellste) aber dann war die Bedienung und auch die Bildqualität nicht vom Topfield Receiver zu unterscheiden. Ganz im Gegenteil. Mein Vater meinte das die Bedienung sogar noch etwas einfach sei. Leider kann der Hannspree Fernseher nur das Programm aufnehmen was aktuell angezeigt wird was für meinen Vater ein NoGo ist. Denn für ihn ist es ja gerade der Sinn eines Festplattenreceivers ein Programm zu schauen und ein anderes aufzeichnen zu können. Wenn Sat>IP müsste er also sowieso einen neuen Receiver mit Festplatte und zwei Tunern haben.

Das Fazit dieses Tages ist das ich überrascht bin wie gut Sat>IP mit richtiger Hardware funktioniert. Da ist kein Unterschied zu einem normalen Sat Receiver zu spüren. Auch die Installation bei richtiger Hardware ist ein Kinderspiel. Sat>IP Server in den Switch gestöpselt, Fernseher dran und den Rest machen die Geräte schon unter sich aus. :spos: Weicht man aber davon ab wird es echt hakelig. Da braucht man dann schon den passenden Server der nicht nur ausschließlich Sat>IP, sondern auch "DVB over IP" und/oder UPnP beherrscht.

von Spacelab - am 01.05.2016 17:02
Danke für deinen tollen Test-/Erfahrungsbericht.

Zitat
Spacelab
Das heißt also der Receiver hat keine Weboberfläche und ist auch dementsprechend nicht über eine .m3u Playlist ansprechbar.


Fehlende bzw. nicht korrekt funktionierende Schnittstellen. Was gibts nervigeres.

Das ist mir beim durchsehen einiger Sat>IP Server Bedienungsanleitungen aufgefallen, das diese zwar alle via Browser administriert werden, die Bedienoberfläche aber häufig sehr bescheiden aussah. (Wenn man selber sowas ähnliches in der Richtung beruflich macht erkennt man schnell was nur so mal eben dahingeklatscht ist, nach dem Motto 'Hauptsache funktioniert irgendwie'.) Die Menüs einiger Geräte waren optisch exakt gleich aufgebaut (gebrandet), also nur das Logo und einige Farben wurden im Menü angepasst.

von sn0 - am 01.05.2016 18:32
Zitat

Fehlende bzw. nicht korrekt funktionierende Schnittstellen. Was gibts nervigeres.

In der Tat. Der Telestar hat wirklich nur das Sat>IP Protokoll. Weder eine Weboberfläche über die man eine Playliste für DVB over IP abrufen könnte noch ist er über UPnP erreichbar. Das ist schon sehr schwach und schränkt die Kompatibilität erheblich ein.

In einem Forum bin ich über ein paar Screenshots verschiedener Receiver bzw. Server gestolpert. Die sahen alle gleich aus. Ich hatte so die Vermutung das die Software einmal in irgendeiner fernost Programmiererklitsche geklöppelt worden ist und die Hardwarehersteller fügen nur noch ihr Logo ein. Das führt auch leider dazu das alle Geräte mit den gleichen Krankheiten zu kämpfen haben. :rolleyes:

von Spacelab - am 01.05.2016 21:29
käme auch sowas in Frage: https://www.youtube.com/watch?v=06ZfG9t_eDc ?

von Felix II - am 02.05.2016 05:52
Das System von Devolo bringt nichts da es ein selbstgebastelter Standard ist. Das bekomme ich erst recht nicht unter XBMC zum laufen. Und es wird wohl auch keinen Fernseher oder ähnliches geben der damit zurecht kommt. Dann halte ich mich doch lieber an einen offiziellen Standard.

Die alternative Firmware ist aber nur für den Telestar Digibit R1 (und dessen Clone) der ja von Haus aus eh schon neben dem Sat>IP Protokoll auch DVB over IP und UPnP unterstützt. Mit dieser alternativen Firmware wird wohl die Sat>IP Serversoftware auf dem Receiver ausgetauscht. Weshalb auch immer.

von Spacelab - am 02.05.2016 07:23
Zitat
Spacelab
Auch die Installation bei richtiger Hardware ist ein Kinderspiel. Sat>IP Server in den Switch gestöpselt, Fernseher dran und den Rest machen die Geräte schon unter sich aus. :spos: Weicht man aber davon ab wird es echt hakelig. Da braucht man dann schon den passenden Server der nicht nur ausschließlich Sat>IP, sondern auch "DVB over IP" und/oder UPnP beherrscht.


Mit "und den Rest machen die Geräte schon unter sich aus" sprichst du aber leider auch schon das größte Problem bei der Sache an: Wenn man zu Hause ein etwas komplexeres und aus IT-Sicht sauber aufgebautes Netzwerk mit VLANs (WLAN Vollzugriff, WLAN gast, TK/Server/IPTV) und dadurch bedingt mehrere Subnetze hat, finden die Receiver im EG den IPTV-Server im Serverrack schon mal nicht mehr :rolleyes:

Manuelle Konfiguration? Fehlanzeige.

Somit wirklich nur bei home-Network in der einfachsten Ausbaustufe machbar. Also Router mit DHCP, der nur als Bridge fungiert und keinesfalls WLAN und verkabelt in eigene IP-Ranges splittet, etc.

T-Entertain funktioniert in dieser Umgebung übrigens dennoch - wenn auch nicht offiziell supported.

Das läuft über 5Ghz-WLAN stockwerksübergreifend erstaunlich stabil - wohl auch, weil man nicht den kompletten DVB-S2-Transponder streamt, sondern wirklich nur den tatsächlich abgerufenen HD-Stream. Und die werden meines Wissens Telekom-technisch auf ca. 10Mbit/s begrenzt. Wegen ADSL16 und HD, was sonst nicht ginge.

Das kommt dem Streamen über WLAN dann zu gute.

Nette Spielerei, aber im Neubau würde ich immer Koax und parallel dazu CAT7 verlegen. Fällt bei den anderen großen Posten doch kaum ins Gewicht.

Und UKW wäre bei mir immer noch ein Muss - obwohl in Neubauten immer mehr darauf verzichtet wird...

Wolfgang

von Wolfgang R - am 02.05.2016 08:35
Wegen fehlender Schnittstellen: Der SAT>IP Standard ist nur ein "Koaxersatz" für die ZF. D.h. alles andere ist Ausstattungssache des Clients und nicht des SAT>IP Servers. Der stellt i.d.R. nur einen Tuner mit IP Schnittstelle bereit. Allenfalls noch UPnP wenns was gscheids is..

Auf Windows basierten Clients im Netz könnte vlt. das Thema DVBViewer Recording Service was sein. (Nix für technische Leien..) Der kann dafür mehrere Aufnahmen gleichzeitig, als Mediaserver alles bereitstellen und mit den entsprechenden Plugins laufen noch ganz andere Geschichten. Zusätzlich dient der DVBRS auch als eigener SAT>IP Server der die Tunerverwaltung übernehmen und ggf. die fehlende UPnP Unterstützung des SAT>IP Servers nachrüsten.

von janosch79 (Ex.w_weinmann) - am 03.05.2016 05:28
Ja, auch wenn es vielleicht nicht so ganz zur Eingangsaufgabenstellung passt.
Dann dient es vielleicht anderen als Anregung.

Die Ausgangslage war : Ablösung Kabel-Unitymedia, keine extra Verkabelung im Haus, 2 Satelliten,keine Bezahlsender und Aufnehmen unwichtig.
Umgesetzt wurde :
Ich nutze eine SAT-Schüssel mit 2 LNB (Astra+Hotbird), dahinter einfache 3er DiseqC zu einem Grundig DSI 400.

Die Anbindung von 2 Fernsehern erfolgt mit den Clients Telestar 2520 und Triax IP-100 per DLAN.
Als kostenlose Android-Clients dienen HD+ und Media Player for Android (von gorser.com) auf Smartphones per WLAN-Access-Point/Router am DLAN.
Die WLAN-Abdeckung ist auch eigentlich überall gegeben, da man einen (den vierten) DLAN/WLAN-Zugriffspunkt überall einstecken kann.
Das ganze klappt auch per 25m Verlängerungskabel im Garten, z.B. Fernsehen beim Rasenmähen.

Die Fernseher werden noch gleichzeitg mit Internet versorgt über die freien Gigabit--Ports.
Eine Dame mit knapp 80 Jahren schaut seit Monaten so problemlos fern in einem alten Haus, in dem seit den 60/70ern sich nichts Stromseitig geändert hat.

Anders ausgedrückt :
Im Grunde bräuchte man für SAT>IP gar keine Verkabelung durchs Haus legen.
Ebenso ist sogar nicht einmal ein Router,Switch,Lanverkabelung,etc. im Hause notwendig, bei DLAN-Nutzung.
Nur am Anfang braucht man einen DHCP-Server/Notebook, um den Geräten empfehlenswerter Weise feste IP-Nummern zuzuweisen.

Es ging mir hier darum eventuell zusätzliche Anregungen bezüglich der nicht überall notwendigen Verlegung von Schächten,Kablen,etc. zu geben.

Oder auch, dass die DLAN-Nutzung per devolo eigentlich zu teuer ist, bzw. eine Alternative dazu geben.
Zu den Preisen ist hier einmal eine Zusammenstellung (SAT-Anlage aussen vor) von konkreten Geräten :
- SAT>IP-Server, €170,- (z.B. Triax TSS 400, da man den Grundig kaum noch bekommt)
- DLAN 4x 3-Port-Gigabit, €180,- (z.B. 2x TL-PA8030PKIT) um zusätzlich flexibel bezüglich eventuell LAN-Kabel/Netzwerk-Einbindung,etc. zu sein
- SAT>IP Clients 2x Telestar 2520HD für 2 Fernseher , €170,- (von einem Kathrein 906 rate ich nach meiner persönlichen Erfahrung ab)
- WLAN-Router TP-Link TL-WR1043nd, €30,- oder viele andere für x mehr

So kommt man auf insgesamt etwa ab €550,- inklusive Versand bei 2 TV und WLAN-TV ohne Staub und Dreck.

von satip-user - am 04.05.2016 16:41
Also der Plan war das, wenn ich auf Sat>IP umstelle, unters Dach ein anderer Multiswitch kommt der den Server schon gleich eingebaut hat. Da gibt es ja 8fach Geräte von Kathrein, Selfsat und noch einigen anderen. Netzwerkkabel werde ich wohl oder übel verlegen müssen. Powerline funktioniert hier innerhalb der Wohnung schon nur mit um die 40MBit/s. Wenn dann darüber noch gesurft wird und gleichzeitig 2 TV Programme laufen kann das nur in die Hose gehen. Von einem Stockwerk ins andere geht Powerline hier eh nicht. Das habe ich schon mal ausprobiert. Also gezwungenermaßen Netzwerkkabel legen. Aber das ist nicht sooo schlimm da ich hier nur ein Loch in die Decke bohren muss. Wenn ich richtiges Antennenkabel legen muss, liegen gleich 2 komplette Wohnungen in Schutt und Asche. :rolleyes:

Ich habe bis jetzt auch noch keinen richtigen 100% empfehlenswerten Android oder KODI Client gefunden. Die Client App von HD+ produziert bei mir Interlaced Fehler ohne Ende. Da scheint der De-Interlacer komplett zu fehlen. :rolleyes: Und der "Media Player for Android" kann mit dem blöden Telestar 2530 als Server nichts anfangen da dieser kein UPnP unterstützt.

von Spacelab - am 05.05.2016 16:34
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