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Informationen zum Thema:
Forum:
Radioforum
Beiträge im Thema:
8
Erster Beitrag:
vor 2 Jahren, 1 Monat
Letzter Beitrag:
vor 2 Jahren, 1 Monat
Beteiligte Autoren:
DX OberTShausen, ScheichManfred, Stefan Heimers, _Yoshi_, Rolf, der Frequenzenfänger

Radioreparatur - Frage an die Experten

Startbeitrag von DX OberTShausen am 04.05.2016 16:50

Hallo liebe Forengemeinde :)

Mal eine Frage an die Experten unter euch.

Es geht um eine kleine Stereoanlage, die sich seit kurzem nicht mehr einschalten lässt. Normalerweise brennt eine LED, wenn das Gerät im Standby ist. Die LED ist nun aber aus, obwohl Strom anliegt. Ich vermute, dass entweder die Sicherung defekt ist oder es liegt an einem der Kondensatoren. Ich habe das Gerät noch nicht geöffnet, denn das ist ein ziemliches Gefummel.

Ich habe durch Googeln leider nicht viel zum Thema Radioreparatur gefunden. Wenn die Sicherung defekt ist, dann dürfte das Austauschen ja recht simpel sein, da die nur gesteckt sind und nichts gelötet werden muss. Liege ich da richtig?

Wenn Kondensatoren defekt sind, muss ich dann exakt die gleiche Sorte wieder verwenden oder kann man auch andere nehmen? Wieviel Zeitaufwand ist nötig, um neue Kondensatoren einzulöten?

Wo bekommt man Ersatzteile am günstigsten her? Reichen die billigen Teile von eBay?

Was würde es kosten, das Gerät von einem Fachmann reparieren zu lassen?

Vielen Dank vorab! :) :spos:

Antworten:

Scherzkeks. Die Fehlereingrenzung und die Kostenschätzung kann dir kein Internetforum abnehmen. Also selber Hand anlegen, sofern die entsprechenden Kenntnisse vorhanden sind (was ich anhand der Fragestellung bezweifle) oder das Gerät zum Fachmann bringen. Oder gleich zum Wertstoffhof.

Nur soviel: Sicherungen können durchaus auch gelötet sein und lösen selten grundlos aus.

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 04.05.2016 17:42
Erfahrungsgemäß macht bei billigen Geräten der letzten 10-15 Jahre oftmals das unterdimensionierte Schaltnetzteil schlapp, insbesondere die Kondensatoren. Allerdings würde ich auch dringend davon abzuraten, mal auf gut Glück rumzuprobieren, wenn entsprechende Kenntnisse bzw. die notwendige Ausrüstung nicht vorhanden sind.
Eine Reparatur beim Fachmann - sofern du überaupt einen findest, der das macht - übersteigt kostenmäßig sicherlich den Wert der Anlage. Also entweder einem befreundeten Bastler geben und hoffen, dass er es wieder hinkriegt. Ansonsten wegschmeißen und neu kaufen. So ist das nunmal heutzutage, leider!

von ScheichManfred - am 04.05.2016 18:19
Ich bin halt absoluter Laie auf dem Gebiet. Zum Wegwerfen ist mir das Gerät zu schade, zumal die benötigten Ersatzteile vermutlich nur wenige Cent kosten.

von DX OberTShausen - am 04.05.2016 18:22
Mach mal ein paar Bilder von der Innenansicht der Anlage.
Dann kann man mehr dazu sagen.

Wenn da ein normaler Eisentrafo verbaut ist dann könnte die Temperatursicherung in der Primärwicklung im Trafo durch sein.
Dann braucht man auf jeden fall einen neuen Trafo.

Ansonsten mal am Gleichrichter die Spannung messen ob überhaupt noch was aus dem Trafo kommt.

von _Yoshi_ - am 04.05.2016 19:34
Zitat
_Yoshi_
Wenn da ein normaler Eisentrafo verbaut ist[...]

Ansonsten mal am Gleichrichter die Spannung messen ob überhaupt noch was aus dem Trafo kommt.


Ich wette einen 10er gegen den Eisentrafo und warne ausdrücklich vor der Spannungsmessung! Ohne entsprechende Ausrüstung (vor Allem Trenntrafo) sollte nicht an einem Gerät herumhantiert werden, das an 230 Volt Netzspannung angeschlossen ist!

von ScheichManfred - am 04.05.2016 19:40
Ich werde es morgen mal öffnen und Fotos machen, wenn es die Zeit zulässt ;)

von DX OberTShausen - am 04.05.2016 20:04
Wenn Schaltnetzteile nicht mehr anlaufen ist oft ein kleiner Kondensator auf der Primärseite defekt, der nur beim Start gebraucht wird. Mit einem guten LCR Meter lässt sich das recht einfach nachmessen.

Mit Amateurmitteln muss man einfach mal auf gut Glück diesen kleinen Elko austauschen. Bei den grösseren schaut man ob der Deckel aufgebrochen ist. Wenn ja auch wechseln.

Die Kondensatoren müssen nicht genau die gleichen sein. Die Spannung muss mindestens gleich hoch sein wie beim Original, kann aber auch höher sein. Die Kapazität sollte gleich sein. Die grossen Elkos auf der Sekundärseite sollten sogenannte Low-ESR typen sein. Das ist nichts spezielles, es sind einfach etwas bessere Elkos mit weniger Widerstand die sich bei harter Beanspruchung weniger erwärmen.

von Stefan Heimers - am 04.05.2016 21:26
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