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Radio hören während Gewitter?

Startbeitrag von RadioZombieCH am 28.05.2016 19:22

Sorry, ich bin unerfahren aber was passiert wenn man während eines Gewitters Radio hört?
(Funktechnisch, also kann ein Blitz Signal reflektieren?)
Ich freue mich auf eure Antworten.

Antworten:

Während ein Blitz kommt, gibt es Interferenzen. Diese können je nach Wellenbereich und Nähe des Blitzes unterschiedlich sein.

Ansonsten die Standardfrage ;-) Radio über Strom oder Batterie? Bei letzterer dürfte nix passieren. Es sei denn, Du hältst den Nippel (die Antenne) in die Luft und machst einen auf Freiheitsstatue...

von NurzumSpassda - am 28.05.2016 19:27
Bei AM erzeugen die Blitze Signalspitzen ("Amplitudenspitzen") und somit Knackser im Ton.
Bei FM kann man die Signalspitzen-Knackser nicht hören, da in der Amplidtude keine Information enthalten ist.
Aber ich glaube, danach war gar nicht gefragt ;-).

von WiehengeBIERge - am 28.05.2016 19:33
Ich wage zu behaupten, daß kurz nach einem Gewitter grundsätzlich ein besserer Empfang vorherrscht. Ich stütze mich da auf Beobachtungen am QTH2 mit der 101,3 (Radio Media). Normalerweise war die Stuttgarter 101,3 mit der damaligen einfachen Ausrüstung nicht empfangbar. Nach Gewittern, also mit reichlich feuchter Luft und Landschaft war der Empfang in störungsfreiem Mono möglich. Gleiches galt für die 100,6 aus, damals, Wolfsheim. Ansonsten war die 100,6 ein Tropo-Kandidat, die 101,3 brauchte noch mehr als eine durchschnittliche Herbst-Inversion um durchzukommen.
Welche Effekte allerdings da reinspielen kann ich bis heute nicht belegen. Einerseits wird es die Boden- und Luftfeuchte sein, aber es müßte noch weitere Komponenten geben.
Während eines Gewitters wird der Empfang allerdings häufig durch kurzes Zischen während eines Blitzniedergangs gestört. Verbesserungen oder Reichweitengewinne konnte ich da nicht feststellen.

von Thomas (Metal) - am 28.05.2016 23:26
vor oder nach einem Gewitter habe ich auch durchaus Reichweitenverbesserungen festgestellt, die Gewitterfront wirkt als Reflektor. Sender die sich hinter der Gewitterfront befinden, kommen aber oftmals deutlich schlechter rein als normal. Während des Gewitters ist der Empfang schon aufgrund des Starkregens eher schlechter als normal.

von Bolivar diGriz - am 29.05.2016 05:31
Blitze sind auf UKW schon hörbar (ähnlich wie andere elektrische Störungen wie z.B. Zündfunken). Allerdings nur wenn sich die Blitze in (unmittelbarer) Nähe entladen. Auf Mittel- und vor allem Langwelle ist die Reichweite solcher Störungen größer, ich nutze die MW gern um zu prüfen ob die dunklen Wolken gewittrig sind oder nicht.

von Staumelder - am 29.05.2016 06:26
Ich fuhr am Samstag mit einer Familie durch ein Gewitter. Da Mittelwelle keiner mehr kennt habe ich Absolut Radio auf 1215 eingestellt. Die Musik hat sogar gefallen. Während im Golf 6 die Mittelwelle nahezu unbrauchbar war läuft sie im Golf 7 sehr gut. Das eigentliche Ziel war auch die Blitze im Radio hörbar zu machen. Viel war da auch auf freien Frequenzen nicht zu hören. Selbst riesige Blitze lösten nur geringes Knacken aus. Es kam trotzdem ziemlich schnell die Forderung zurück zu DAB zu wechseln.

Das Auto hat ein sicheres Gefühl vermittelt. Haben sich über das schöne Unwetter gefreut.

Ansonsten habe ich vor allem vor Gewittern manchmal noch etwas besseren Empfang. Ob ein Blitz jetzt Programme hörbar macht die sonst nicht gehen möchte ich nicht beschwören glaube ich aber schon. Beispiel Ostseewelle 105.8 die auch bei besten Tropo noch nicht mit RDS hier eingelesen wurde. Diese Woche hat es schon mehrmals geklappt. Empfangen 50km südlich der Region Halle Leipzig. Es sind ja nur Sekundenbruchteile.

von pomnitz26 - am 29.05.2016 07:22
Ich habe mal im Altmühltal übernachtet, Kinding hies der Ort.
Es ging ein Gewitter runter. Ich stellte das Autoradio auf 99,0. Rauschen.
Auf dem Parkplatz kam der Gaisberg nicht rein. Jedoch immer dann, wenn ein Blitz aufzuckte, waren für ganz kurze Augenblicke der Ö3 deutlich zu hören (Mono ). Das brach nach dem Blitz allerdings sofort wieder auf Null zurück.
Daher sage ich : Ja, es geht. Sozusagen Blitz-DX.

von sup2 - am 29.05.2016 07:38
Zitat
Staumelder
Blitze sind auf UKW schon hörbar (ähnlich wie andere elektrische Störungen wie z.B. Zündfunken). Allerdings nur wenn sich die Blitze in (unmittelbarer) Nähe entladen.

Das sind dann aber eher keine Störungen des FM-Empfangs sondern die Spannungsspitzen durch den Blitz (="Amplitudenmodulation") werden von diversen Bauteilen im Radio "demoduliert". Hängt aber auch etwas vom Demodulatorprinzip ab.
Deswegen kann man Knackser durch Blitze im Nahbereich ja sogar z.B. im Telefon oder anderen Geräten mit NF-Verstärker und Lautsprecher hören. So gesehen ist das also auch eher AM-Empfang.

Dass Gewitter den (AM-)Radioempfang über weite Entfernungen stören nutzen ja auch die vielen "Gewitterwarner"-Baustätze die es gibt aus.

von WiehengeBIERge - am 29.05.2016 08:01
Mit einem SDR-Stick kann man auch auf UKW die Blitze hören, sowie im Spektrum sehen,

von Cha - am 29.05.2016 08:01
Ich höre mit zurzeit nur mit Handy.
Früher hab ich mals probiert (Radio 105, 93.0MHz, Züriberg). Immer wo der Blitz sich entladet hörte ich einen kurzen Rauscheinbruch.
Aber besteht Stromschlaggefahr?
Nur darüber mache ich mir Sorgen.
Könnten eigentlich Gewitterwolken Signale reflektieren? (So wie Sp-E)
Was ist aber mit DAB?

von RadioZombieCH - am 29.05.2016 08:19
@ WiehengeBIERge: also hörbar :p :eek:

von Staumelder - am 29.05.2016 08:31
Kann man so sagen^^

von WiehengeBIERge - am 29.05.2016 08:37
Zitat
WiehengeBIERge
Dass Gewitter den (AM-)Radioempfang über weite Entfernungen stören nutzen ja auch die vielen "Gewitterwarner"-Baustätze die es gibt aus.


Cool, dann ist das AM Empfangsteil in meinem DAB Autoradio doch noch für was zu gebrauchen :xcool:
(die 1215kHz geht hier leider nicht so prickelnd, bei Gewitter schon :bruell: )

@ RadioZombieCH :

Der DAB Empfang dürfte davon relativ unberührt bleiben genau so wie bei Analoger UKW. Bei einem nahe gelegenen Blitzeinschlag könnte es vielleicht möglich sein das der Empfang bei DAB wohl kurzzeitig weggbricht. Aber immer noch angenehmer als AM hören bei Gewitter ;)

von UKW vs. DAB+ - am 29.05.2016 11:40
Ist zwar etwas OT, aber DVB-T macht sich Gewitter auch bemerkbar. Bei schwächeren Signalen können Blitze einerseits Aussetzer verursachen, andererseits habe ich auch schon beobachtet, dass ein normaler Weise etwas zu schwacher Mux durch Gewitter empfangbar wurde bzw. die Signalbalken während eines Blitzes in die Höhe zuckten.

von Zwölf - am 29.05.2016 17:19
Bei mir ist auf die AM Bändern nur noch kistern zu vernehmen, bei mir selbst ist (Raum Weiden/Amberg) noch kein Gewiiter sondern schönes Wetter a (noch) aber ber bei Straubring, Ausburgsburger Raum, Ingolstädter Raum ist die hölle los, laut LightningMaps ein Biltz nach dem andern und das ist auch auf die AM Bänder zu vernehmen. Wahnsinn

von Kohlberger91 - am 29.05.2016 17:21
Zitat
pomnitz26
Viel war da auch auf freien Frequenzen nicht zu hören. Selbst riesige Blitze lösten nur geringes Knacken aus.

Dann stimmt aber irgendwas nicht, denn das Blitze ein Knacken generieren ist blanke Physik, das lässt sich nicht wegzaubern ... auch nicht durch einen Golf :rolleyes: Für mich ist gerade in der jetzigen Zeit ein guter Messstab für einen MW Empfänger, ob er Gewitterknackse deutlich hörbar macht. Wenn ich bei mir in diesen Tagen die MW oder auch LW egal wann am Tag einschalte, habe ich dauernd ein Knacken. Allerdings habe ich hier absolut noch kein Gewitter gehabt. Da auf LW z.B. auch Algier und Monaco gehört werden können, werden das dann wohl Gewitter ausm Süden sein. Schalt mal die unteren Kurzwellenbänder ein, z.B. Tropoband. Dort sind dauernd Gewitter zu hören, auch wenn in D gar keine sind. Wie gesagt, das ist Physik und dem AM System geschuldet. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Zitat

Während im Golf 6 die Mittelwelle nahezu unbrauchbar war läuft sie im Golf 7 sehr gut.
Warte mal ein paar Jahre, dann ist sie bestimmt auch im neuen Auto wieder weg aufgrund von Korrosion usw.

Zitat
Thomas (Metal)
Ich wage zu behaupten, daß kurz nach einem Gewitter grundsätzlich ein besserer Empfang vorherrscht.

Das kann ich aus jahrzehntelanger Erfahrungen bestätigen. Vor allem kurz nach einem Gewitter und um so stärker, wenn kurz danach wieder die Sonne rauskommt. Des Weiteren meist besonders stark im mittleren Nahfeld. An QTH2 konnte ich schon vor 20 Jahren die Erfahrung machen, das der 30W "starke" Sender der Belgier aus Werl nach einem Gewitter und anschließendem Sonnenschein für ca. 1h deutlich stärker war. Der Anstieg des Pegel war schnell, der Abfall hingegen langsam. Zu erklären versucht habe ich es damit, dass nach dem Gewitter gerade am Boden durch den Regen und Temperatursturz meist eine sehr feuchte, kühle Luftschicht sich bildet. In nur geringerer Höhe trocknet die Luft schneller wieder ab und durch die Sonne wird diese so auch wärmer. Dadurch ergibt sich das typische Tropo-Verhältnis, es bildet sich eine brechende Schicht aus. Und das erklärt auch den langsamen Abfall im Vergleich zum raschen Anstieg, denn die Abtrockung des Boden und der bodennahen Schicht erfolgt in einer deutlich langsameren Geschwindigkeit als das Gewitter.
Einen besonders starken Effekt hatte ich, auch an QTH2, mit dem DVB-T Sender Habichtswald nach einem Gewitter erlebt. Der Sender wurde ca. 1,5h nach dem Gewitter so stark, dass die freien Kanäle Vollausschlag hatten und K55 (an sich aus Dortmund als Ortssender belegt) in Richtung Osten nicht mehr eingelesen werden konnte. In diesem Fall war der Effekt sehr stark. Wie ich auch feststellen konnte, ist der Effekt bei höherer Frequenz stärker ausgeprägt, d.h. gerade im UHF- also DVB-T Bereich ist er stärker als auf UKW.

von Jens1978 - am 29.05.2016 18:07
In einer Fernsehdokumentation habe ich vor Jahren gesehen das sich Blitze nicht nur nach unten entladen sondern auch nach oben in höhere Schichten der Atmosphere. Möglich das hier auch eine Ionisierung stattfindet die für besseren Empfang sorgt.

von B.Zwo - am 29.05.2016 20:48
Zitat
B.Zwo
In einer Fernsehdokumentation habe ich vor Jahren gesehen das sich Blitze nicht nur nach unten entladen sondern auch nach oben in höhere Schichten der Atmosphere. Möglich das hier auch eine Ionisierung stattfindet die für besseren Empfang sorgt.

In diesem Thread steht etwas zum Thema: http://radioforum.foren.mysnip.de/read.php?12097,414710

von iro - am 29.05.2016 21:02
Zitat
sup2
Jedoch immer dann, wenn ein Blitz aufzuckte, waren für ganz kurze Augenblicke der Ö3 deutlich zu hören (Mono ). Das brach nach dem Blitz allerdings sofort wieder auf Null zurück.
Daher sage ich : Ja, es geht. Sozusagen Blitz-DX.


Reflektion am ionisierten Blitzkanal. Immerhin ist der leitfähig - und damit wie jeder andere leitfähige "Gegenstand" auch in der Lage, Signale zu reflektieren.

Zitat
WiehengeBIERge
Zitat
Staumelder
Blitze sind auf UKW schon hörbar (ähnlich wie andere elektrische Störungen wie z.B. Zündfunken). Allerdings nur wenn sich die Blitze in (unmittelbarer) Nähe entladen.

Das sind dann aber eher keine Störungen des FM-Empfangs sondern die Spannungsspitzen durch den Blitz (="Amplitudenmodulation") werden von diversen Bauteilen im Radio "demoduliert".


Wenn der Anteil des Blitzspektrums im Empfangskanal fast so stark ist ie das Empfangssignal, stört es dieses natürlich genauso wie bei AM, wenns stärker ist, ist das Nutzsignal ganz weg.
Es gibt nur drei wesentliche Unterschiede zu MW:

- Bei FM ist der Störeffekt nicht amplitudenlinear, d.h. das "Blitzsignal" muss schon sehr stark sein. Das ist eine der Grund-Eigenschaften von FM, dass schwache Störer nicht stören...
- Bei 100 MHz ist das Blitz-Pulsspektrum deutlich schwächer als bei 1 MHz
- Bei 100 MHz findet quasioptische Ausbreitung statt, bei 1 MHz Bodenwellenausbreitung.

von DH0GHU - am 30.05.2016 09:17
Als ich gestern Formel 1 auf ORF anschaute, und sich vom Süden her das riesige Unwetter anschlich, hatte ich bei jedem Blitz einen Ruckler, und der Empfangsbalken ging für eine Sekunde auf 0 runter. Das Gewitter war wohl direkt um den Pfänder herum.

von PhanTomAs - am 30.05.2016 11:42
Ähnliche DX- Erfahrungen hab ich auch schon machen dürfen: Ist zwar ein paar Jahre her, aber ich war bei Osnabrück auf der Autobahn unterwegs, als ein gigantischer Gewitter- Wolkenbruch runterging. Es hat so heftig geregnet, das man fast nur noch Schrittgeschwindigkeit fahren konnte, weil man nichts mehr gesehen hat. Ich bin dann direkt runter auf nen kleinen Parkplatz, und als das Gewitter dabei war abzuziehen, war das UKW- Band kurzzeitig voll mit Italienern.

von HAL9000 - am 30.05.2016 11:56
Gewitter und Sporadic-E. Ja, diese Theorie gibt es zumindest, wobei weniger das Gewitter am Ort des Empfängers, sondern Gewitterzellen zw. Sender und Empfänger verantwortlich sein dürften. Meine Theorie geht in Richtung dessen, was B.Zwo anspricht: Ionisierung durch die immer noch rätselhaften "Sprites", die nach oben aus der Gewitterwolke herausschießen. In der Athmosphäre gibt es noch viele "Geheimnisse", die Meteorologie hat noch eine Menge Forschungspotential. Leider wird hier aber in der Grundlagenforschung und Theorie kaum mehr etwas gemacht, wie MHM sicher bestätigen kann.

von Peter Schwarz - am 30.05.2016 14:00
Zitat
PhanTomAs
Als ich gestern Formel 1 auf ORF anschaute, und sich vom Süden her das riesige Unwetter anschlich, hatte ich bei jedem Blitz einen Ruckler, und der Empfangsbalken ging für eine Sekunde auf 0 runter. Das Gewitter war wohl direkt um den Pfänder herum.

Das deckt sich mit den Erfahrungen, die ich in der Vergangenheit gemacht habe. Entscheidend scheint weniger zu sein, wie nah das Gewitter ist, als das es im Signalweg liegt. So verursachen bei mir auch Gewitter im Bodenseeraum Störungen beim Pfänder-Empfang, obwohl ich das Gewitter gar nicht sehen kann, da es sich von mir aus hinterm Berg befindet.

von Zwölf - am 30.05.2016 14:53
Zitat
Peter Schwarz
Gewitter und Sporadic-E. (...). Meine Theorie geht in Richtung dessen, was B.Zwo anspricht: Ionisierung durch die immer noch rätselhaften "Sprites", die nach oben aus der Gewitterwolke herausschießen.

So auch meine... zumal diese "Sprites" ungefähr dieselbe Höhe erreichen, in der sich auch die "Es"-Wolken bilden.
Der entsprechende Thread ist nun seit 4 Jahren im Forum, mit der Bitte, diese Theorie zu widerlegen. Bisher ist das nicht geschehen... Bewiesen ist sie allerdings auch noch nicht.

Zitat

Leider wird hier aber in der Grundlagenforschung und Theorie kaum mehr etwas gemacht, wie MHM sicher bestätigen kann.

Man müsste jetzt irgendeinen wilden Zusammenhang mit "Klimawandel" konstruieren, vielleicht gibt's dann auch Forschungsgelder... :D

von iro - am 30.05.2016 15:26
Also ich höre gerade mit dem RTL SDR das UKW Band ab und bei jeder kleinster Entladung kommt das ganze spektrum hoch... Ist das eine Macke from RTL Stick?

Hier sieht man ganz gut die Horizontale Streifen, was das Gewitter ist..

Das Spectrum von Links nach rechts:

96,5 DKultur Langenberg
96,6 N-Joy Lingen
96,8 3FM Lopik
96,9 Unid Lärm, keine Ahnung was das ist.
97,0 WDR 3 Bielstein
97,1 DKultur Nordhorn
97,3 WDR 3 Ibbenbüren
97,4 DKultur Brocken
97,5 DKultur Münster
97,6 Radio WMW Borken
97,8 NDR 2 Lingen
97,9 NDR Info Bad Rothefelde
98,0 Radio Continu Hengelo
98,1 WDR 3 Nordhelle
98,2 Radio Osnabrück
[attachment 7493 Spectrum.png]

von Jassy - am 30.05.2016 16:42
Das ist normal. So sieht ein steilflankiger Puls im Spektrum nun mal aus...

von DH0GHU - am 30.05.2016 18:00
Zitat
iro
Zitat
Peter Schwarz
Gewitter und Sporadic-E. (...). Meine Theorie geht in Richtung dessen, was B.Zwo anspricht: Ionisierung durch die immer noch rätselhaften "Sprites", die nach oben aus der Gewitterwolke herausschießen.

So auch meine... zumal diese "Sprites" ungefähr dieselbe Höhe erreichen, in der sich auch die "Es"-Wolken bilden.
Der entsprechende Thread ist nun seit 4 Jahren im Forum, mit der Bitte, diese Theorie zu widerlegen. Bisher ist das nicht geschehen... Bewiesen ist sie allerdings auch noch nicht.

Zitat

Leider wird hier aber in der Grundlagenforschung und Theorie kaum mehr etwas gemacht, wie MHM sicher bestätigen kann.

Man müsste jetzt irgendeinen wilden Zusammenhang mit "Klimawandel" konstruieren, vielleicht gibt's dann auch Forschungsgelder... :D


Nach meiner Erinnerung wurde in der schon erwähnten Fernsehdokumentation damals auch die Frage aufgeworfen wie denn solch hohe Energie zu stande kommen kann die ein Blitz mit sich führt. Ein Erklärungsansatz war das Universum und der Urknall. Leider kann ich mich nicht mehr genau an die Doku erinnern und leider habe ich damals auch nicht alles verstanden.

von B.Zwo - am 01.06.2016 20:52
Wie groß ist eigentlich die Reichweite eines Blitzes? He?!? Seitdem ich denken kann haben meine Eltern die Mittelwelle genutzt um zu hören ob Gewitter unterwegs sind*. Das mache ich heute immer noch wenn ich nicht online recherchieren möchte. Gibt es eine Faustformel wie weit ein Blitz auf der Mittelwelle stört?


* Es gab ein 3-Stufen-System: Langwelle=weit weg, Mittelwelle=ja könnte bald bzw. ist in greifbarer Nähe, Kurzwelle=Beeilung.

von Staumelder - am 04.06.2016 12:52
...und wenn es bei UKW-Empfang krachte oder knisterte, dann ist das Gewitter nur noch wenige Kilometer entfernt. Meine beiden Roehrenradios, die Carmen von Nordmende und ein Intimo aus Sonneberg, scheinen das Krachen im NF-Zweig einzufangen. Der gewaehlte Tonbandeingang laesst es naemlich auch schon krachen.

von PowerAM - am 04.06.2016 13:00
Bin gerade bei Cham und habe gerade schwachen Empfang von DAB+ und bei jeden Blitzlicht gerrade setzt auch DAB+ aus, auf UKW bemerke ich leichtes aufbrasseln aber nur bei naheinschlägen.

von Kohlberger91 - am 05.06.2016 05:50
Wenn ich mich nicht irre kann man auf MW das knistern von Entladungen schon aus 100km und mehr Entfernung "empfangen". Auf Mallorca habe ich schon öfters knistern gehört und Abends auf dem Satbilder geschaut das über Spaniens Festland oder an der Cote Azur Gewitter waren.

von DJ Taifun - am 05.06.2016 09:58
Ja klar, weil eben bei AM die Blitze als eben ganz normal vom Demodulator "verarbeitet" werden, weil sie eben Amplitudenänderungen hervorrufen.
Wenn das MW-Band nicht zugestört ist, kann man Gewitter noch in 200 - 400 km Entfernung "empfangen".

von WiehengeBIERge - am 05.06.2016 10:08
Zitat
DJ Taifun
Wenn ich mich nicht irre kann man auf MW das knistern von Entladungen schon aus 100km und mehr Entfernung "empfangen". Auf Mallorca habe ich schon öfters knistern gehört und Abends auf dem Satbilder geschaut das über Spaniens Festland oder an der Cote Azur Gewitter waren.


Kann man. Ich hab die heftigen Endladungen (jede Sekunde ein Bilz) in Südbayern im Umkreis von guten 100 bis 200km hören können. Bei mir selbst war schönster Sonnenschein. Sehe dazu https://youtu.be/DGBlkw9SgxU.

Die Gewitter aus den Nordeuropa kann ich auch hören aber schwächer aber sie sind wahrnehmbar, so auch letzten in NRW, Benelux Länder.

von Kohlberger91 - am 05.06.2016 10:30
http://www.merkur.de/lokales/erding/taufkirchen-bei-muenchen-ort486320/unwetter-bilanz-kreis-erding-blitz-trifft-mann-fernseher-6461589.html

Hoffentlich kann das nicht auch beim Radio hören passieren.

von PhanTomAs - am 05.06.2016 18:30
Vor einigen Jahren stand mal in der Blitz-Illu (welch Zufall?), dass ein Mann beim Telefonieren mit dem Handy vom Blitz getroffen wurde, nachdem er es kurz zuvor mit seiner Alten getrieben hat.

von Bruder_M - am 05.06.2016 20:31
Zitat
WiehengeBIERge
Ja klar, weil eben bei AM die Blitze als eben ganz normal vom Demodulator "verarbeitet" werden, weil sie eben Amplitudenänderungen hervorrufen.


Das ist nicht falsch, aber nur die halbe Wahrheit: Gewitterstörungen sind auf Langwelle heftiger als auf Mittelwelle, und dort heftiger als auf Kurzwelle und so weiter. Es gibt also eine deutliche Frequenzabhängigkeit. Zum Vergleich: Das gute alte terrestrische Analogfernsehen war auch amplitudenmoduliert, aber nur wenig von Gewitterstörungen betroffen.

Catperson

von catperson - am 06.06.2016 10:40
Zitat
catperson
Zum Vergleich: Das gute alte terrestrische Analogfernsehen war auch amplitudenmoduliert, aber nur wenig von Gewitterstörungen betroffen.


Das kann ich aber gar nicht unterschreiben. Je tiefer der Kanal, desto stärker waren die Störungen.

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 06.06.2016 10:57
Also im VHF Band 3, wenn übern Harz Gewitter waren, hatte ich schon früher reichlich Störungen. Der UHF-Bereich ist weniger betroffen, das stimmt, dort sind aber auch meist Antennen mit größerer Richtwirkung im Einsatz, was schon allein dadurch etwas weniger an Blitzen einfängt, dann sind die Elemente kürzer, wird auch ein schwächeres Blitzsignal induziert, bei Naheinschlägen.

von DLR-Fan Sachsen-Anhalt - am 06.06.2016 11:45
Zitat
Rolf, der Frequenzenfänger
Zitat
catperson
Zum Vergleich: Das gute alte terrestrische Analogfernsehen war auch amplitudenmoduliert, aber nur wenig von Gewitterstörungen betroffen.


Das kann ich aber gar nicht unterschreiben. Je tiefer der Kanal, desto stärker waren die Störungen.


Das bestätigt aber letztlich nur meine Behauptung: Höhere Frequenzen sind weniger betroffen als niedrigere. Jetzt ist es leider endgültig zu spät dafür, sonst hätte ich vorgeschlagen bei Gewitter Langwelle und Grünten K2 zu vergleichen.

Beim Fernsehen kommt die Richtwirkung der Antennen dazu, aber den Effekt sollte man nicht überschätzen. Bei Gewitter ist der Empfang auf Lang- und Mittelwelle absolut und total unbrauchbar, aber Analogfernsehen vom Ortssender mit Teleskopantenne war noch ansehbar.

Catperson

von catperson - am 06.06.2016 20:13
Zitat
catperson
Jetzt ist es leider endgültig zu spät dafür, sonst hätte ich vorgeschlagen bei Gewitter Langwelle und Grünten K2 zu vergleichen.


Grünten E2 war bei mir Fernempfang aus 120km Distanz. Ging eigentlich ganz gut, mit nur leichtem Bildrauschen. Sobald aber irgendwo Gewitter unterwegs waren, konnte man sich das nicht mehr anschauen. Man sah, im wahrsten Sinn des Wortes, jeden einzelnen Blitz im Bild.

Zitat
catperson
Analogfernsehen vom Ortssender mit Teleskopantenne war noch ansehbar.


Das kann ich bestätigen. Die UHF-Ortssender waren kaum tangiert.

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 07.06.2016 04:07
Zitat
Rolf, der Frequenzenfänger
Zitat
catperson
Jetzt ist es leider endgültig zu spät dafür, sonst hätte ich vorgeschlagen bei Gewitter Langwelle und Grünten K2 zu vergleichen.


Grünten E2 war bei mir Fernempfang aus 120km Distanz. Ging eigentlich ganz gut, mit nur leichtem Bildrauschen. Sobald aber irgendwo Gewitter unterwegs waren, konnte man sich das nicht mehr anschauen. Man sah, im wahrsten Sinn des Wortes, jeden einzelnen Blitz im Bild.

Zitat
catperson
Analogfernsehen vom Ortssender mit Teleskopantenne war noch ansehbar.


Das kann ich bestätigen. Die UHF-Ortssender waren kaum tangiert.

Ob das dann auch der Grund war warum man für die Kabelnetze Gemünden und Hammelburg nicht mehr Kreuzberg als Bezugssender hatte und auf den Büttelberg (!) welchselte? Zum Kreuzberg besteht Sichtverbindung, dort ist man < 40km entfernt und damit kein Fernempfang. Büttelberg kommt hingegen auf etwa 80km.
Wechselte deshalb, weil früher der E5v-Umsetzer in Gemünden doch noch am Kreuzberg hing und wohl erst mit dem Bau des Fmt und Kabelkopf an gleichem Standort geändert wurde.

Damit wäre dann leicht OT die Frage, ob man ggf. für BK das Band-I als Bezugssender nur im Notfall verwendete. Allerdings waren gerade über den Kreuzberg viele TV-Umsetzer angebunden.

von Thomas (Metal) - am 07.06.2016 06:39
Band I war ganz allgemein recht anfällig für Störungen, weswegen man wohl gerne auf andere Bezugssender auswich, sofern möglich. Das DBP-Kabelnetz in Singen hatte bis 1993 die BR-Regionalvariante der ARD drin (der Kanal wurde dann für arte gebraucht). Empfangen wurde auf dem Fernmeldeturm mitten in der Stadt von Grünten E2 (ca. 110km Distanz). Das Bild war immer voller Störungen durch schlecht entstörte Fahrzeuge, Gewitter, Überreichweiten. Es gab halt keine Alternative. Es war das einzige VHF-Programm, das man dort für die Kabelverbreitung empfangen hat. Die ARD (SWF) holte man von Grünten E43, SF DRS kam via Schaffhausen-Cholfirst E47, nicht von Säntis E7. Pfänder E5 wurde in Konstanz empfangen und per Richtfunk zugeführt.

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 07.06.2016 07:32
Gewitterblitze sind an sich auch bloß Signale, halt kurzfristige Pulse. Demzufolge unterliegen sie aber denselben Ausbreitungsgrundlagen wie auch die der Hörfunksender. Demnach schwankt die Reichweite von Blitzen logischerweise auch sehr stark. Während z.B. auf der Langwelle mehr oder weniger konstante Reichweiten realisiert werden können, sieht es z.B. im Kurzwellen-Tropenband, also um die 5MHz ganz anders aus. Dort kann man abends/nachts sogar Gewitter aus mehr als 1000km Entfernung noch empfangen und wahrnehmen. Selbst im Winter knackst es dort ab und zu.

von Jens1978 - am 07.06.2016 08:46
Laien würden denken, das Radio sei kaputt :D
Auf DAB, wenn ich die Antenne gegen etwas metallisches reibe, flackert auch die Signalanzeige.
Also empfängt das Radio den Strom des Blitzes, sozusagen.
Reflektionen auf DAB via Blitz ist eher nicht möglich. (Ist meine Meinung)

von RadioZombieCH - am 08.06.2016 11:48
Zitat
RadioZombieCH
Auf DAB, wenn ich die Antenne gegen etwas metallisches reibe, flackert auch die Signalanzeige.
Also empfängt das Radio den Strom des Blitzes, sozusagen.


Eine gewagte Aussage. Durch die Berührung mit einem metallischen Gegenstand werden die Empfangseigenschaften der Antenne wesentlich verändert. Da muss nicht unbedingt eine Entladung im Spiel sein.

Zitat
RadioZombieCH
Reflektionen auf DAB via Blitz ist eher nicht möglich. (Ist meine Meinung)


Bis der Decoder im Radio sich synchronisiert hätte, wäre der Blitz eh' längst vorbei. ;)

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 08.06.2016 17:39
Zitat

Analogfernsehen vom Ortssender mit Teleskopantenne war noch ansehbar.

Hat das dann eher damit zu tun, dass der Blitz i.d.R. nicht in den Signalweg reicht (von der Entfernung her), oder liegt das daran, dass er zu schwach ist um das Ortssender-Signal zu überdecken? Mal angenommen, ich würde das analoge UHF-Ausgangssingal eines Videorekorders auf eine Dachantenne geben und mit einer Zimmerantenne so empfangen, dass es leicht angerauscht ist - würden Blitze Störungen hervorrufen oder wäre der Empfang trotz schwachen Signals aufgrund der geringen Entfernung zum Sender relativ robust?

von Zwölf - am 08.06.2016 18:05
Die Antwort kannst du dir doch eigentlich selbst geben. Blitze sind Signale, quasi Pulse. Warum sollten die nun plötzlich nur stören, wenn sie zwischen Sender und Antenne auftreten? Die Antenne empfängt das, was sie "sieht", also alle Signale die in ihrem Sichtfenster auftreten. Das könnten Blitze, Signale von Raumstationen, Satelliten oder auch militärische Signale oder sonstwas sein. Für deinen Test brauchst du nichtmal ein Signal anzulegen, selbst im Rauschen wirst du sehen, dass da Blitze sind. Und auch das ist völlig logisch, denn das analoge Fernsehen basierte auf der Bildmodulation AM (also Amplitudenmodulation). Genauso wie DVB-T auf der QAM Modulation und somit wiederum auf der Amplitudeninformation aufbaut. Demnach ist es klar, dass auch DVB-T von Gewittern gestört wird. Lediglich der UKW Hörfunk verwendet FM als Modulation und ist somit nur minimal gegenüber Störungen in der Amplitude anfällig. Vermutlich ist im Flugfunk, also oberhalb von 108 MHz, das Störpotential wieder größer, da dort m.W. auch wieder AM verwendet wird.

Demnach mal zusammenfassen: Die Hauptursache für Störungen durch Gewitter ist die verwendete Modulation. Sobald diese auf Informationen der Amplitude aufbaut, ist sie anfällig. Das zweite ist das verwendete Frequenzband. Die Ausbreitungsbedingungen bleiben logischerweise erhalten. Demnach sind vor allem jene Frequenzbereiche durch Störungen durch Gewitter anfällig, welche an sich schon große Reichweiten ermöglichen. Um das ganze nun wirklich wissenschaftlich zu analysieren müsste man auch mal das Breitbandspektrum von Blitzen analysieren, ist bestimmt auch schon gemacht worden.

Was der TE vermutlich auch wissen wollte ist, ob an der Entladung und damit kurzzeitigen reflektierenden(?), geladenen Schicht eine Reflektion des Signals auftritt. Das lässt sich aber schwer sagen, da gleichzeitig ja die Störungen in dem Bereich auch auftreten.

von Jens1978 - am 08.06.2016 19:44
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