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Radioforum
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Letzter Beitrag:
vor 1 Jahr, 5 Monaten
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Radiologe, Jasst, Sarstedter, sup2, Anonymer Teilnehmer, iro, _Yoshi_, NurzumSpassda, Staumelder, WiehengeBIERge

Reichweitenanalyse Lokalsender in Niedersachsen

Startbeitrag von Staumelder am 04.06.2016 16:11

In der vergangenen Woche hat die Niedersächsische Landesmedienanstalt (NLM) Zahlen zur Nutzung der Lokalsender in NDS veröffentlicht. Zum ersten Mal wurden bei dieser Umfrage (die alle fünf Jahre durchgeführt wird) auch die neuen kommerziellen Stationen berücksichtigt. Das landesweite Ranking sieht so aus:

Kommerziell (Hörer gestern)
1.) Radio Nordseewelle: 13,7 %
2.) Radio Nienburg-Mittelweser: 11,1%
3.) Radio 38: 7,2 %
4.) Radio Hannover: 5,7 %
5.) Radio Osnabrück: 2,6 %

Nichtkommerziell (Hörer gestern)
1.) Radio Aktiv: 13,9% (7,3%)
2.) Radio Ostfriesland: 9,5% (10,7%)
3.) Radio Jade: 7,4% (5,1%)
4.) OSradio 104,8: 4,5% (3,6%)
5.) Radio Tonkuhle: 3,4% (4,7%)
6.) Radio ZuSa: 2,7% (5,1%)
7.) StadtRadio Göttingen: 2,3% (2,7%)
8.) Oldenburg Eins: 2,1% (2,1%)
9.) Radio Leinehertz 106,5: 1,9% (1,2%)
10.) Ems-Vechte-Welle: 1,8% (2,5%)
11.) Radio Okerwelle: 1,1% (2,3%)
(Zahlen in Klammern sind die Werte von 2011)

Vollständige Zahlen gibt es wohl in etwa zwei Wochen. Man sieht hier schon sehr deutlich wer an der Zielgruppe vorbeisendet.

Antworten:

Erschreckend finde ich die Zahlen von der Ems-Vechte-Welle, obwohl der Sender aus meiner Sicht keinen schlechten Job macht. Nach der Okerwelle der am wenigsten genutzte NKL. Woran es jetzt allerdings genauer liegt, damit muss ich mich mal beschäftigen. Die niedersächsische Lokalradioszene ist mir jetzt nicht so vertraut.

Ob die 5,7% von Radio Hannover jetzt gut oder schlecht sind, das überlasse ich mal Euch. Ich denke nur an die miese Reichweite der 87,6, die für Mobilempfang außerhalb der Stadt nicht gerade empfehlenswert ist. In Osnabrück hingegen scheint die 98,2 niemanden zu interessieren. OS-Radio hat trotz einer veränderten musikalischen Ausrichtung gegenüber dem kommerziellen Anbieter eindeutig die Nase vorn.

Freuen tu ich mich für die Nordseewelle. Die Musikmischung erinnert vereinzelt an gute Ostseewelle-Zeiten. Schön, wenn der Sender dies in Einheit mit lokalen Inhalten auch an den Hörer bringen kann.

von NurzumSpassda - am 04.06.2016 16:40
Die Zahlen decken sich mit dem, wie ich die "Qualität" der Sender einschätze (wobei ich einige inhaltlich nicht kenne, wie Nordseewelle, Göttingen, Okerwelle, Tonkuhle, Radio Jade). Die EVW wundert mich allerdings auch, die hätte ich eher weit oben vermutet.

Viele der Sender der unteren Ränge klingen bein Anhören einfach schon amateurhaft, z.B. OSRadio oder ZuSa (da hören tlw. schon Laien wie meine Eltern raus, dass es sich um keine "Profis" handelt), während sich Sender wie Radio Aktiv durchaus wie ein "normaler Radiosender" anhören, zumindest in der Woche tagsüber.

von WiehengeBIERge - am 04.06.2016 17:13
Die bestplazierten Sender scheinen in ihren Regionen stark verankert zu sein. Der NDR und die großen Privatsender treten in diesen Gebieten wohl nicht besonders auf. In den größeren Städten unterhalten NDR und ffn/Antenne Studios und können so mal eben Reporter losschicken. Dagegen kommen die Bürgersender und die regionalen kommerziellen Sender nur schwer gegen an.
Zusammenfassend lässt sich sagen, daß auf dem flachen Land die lokalen Sender punkten, wenn NDR und ffn/Antenne weit genug weg sind. In den Städten herrscht mehr Konkurrenz, da muß man schon etwas professioneller sein.

von Radiologe - am 04.06.2016 17:48
Ich freue mich auch sehr für Radio Aktiv. Habe dort mal einige Zeit gearbeitet.
Man ist vor einiger Zeit mehr zum Mainstream gegangen um wieder Leute zu bekommen. Das haben sie geschafft.
Nun wird sich wieder auf Musik gespielt, die sonst so keiner Bringt, mit Erfolg. Hier im Weserbergland ist nun auch sonst auf UKW extrem tote Hose.
Was einem in Hameln auf jeden Fall auffällt ist, dass Radio Aktiv fast in allen Geschäften und Lokalen läuft. WEITER SO!
Schade ist allerdings, dass die 100,0 von Klüth echt eine schlechte Reichweite hat. Vielleicht ist es den lokalen irgendwann mal möglich mit aufs DAB+ Band zu gehen ;) Im Sender jedenfalls ist das Interesse da.

von Jasst - am 05.06.2016 11:33
So schlecht scheint die Reichweite gar nicht zu sein. Sowohl die 100.00 als auch die 94.80 kommen gelegentlich und brauchbar bis nach Langenhagen. Heute morgen ging in Gehrden die 100 MHz sogar mit RDS.

von Radiologe - am 05.06.2016 11:42
Du hast Recht. Richtung Hannover und NRW geht da ein bisschen was. Im Forum wurde auch schon einmal beschrieben, dass die 100,0 wohl immer gut bis Porta Westfalica gehen würde.
Problem. Hameln-Pyrmont geht nun auch Richtung Hildesheim weiter. Wenn man aus Hameln Richtung Hildesheim fährt ist irgendwann auf der B1 kein Spaß mehr beim hören vorhanden. Ohne ordentliches Radio geht in Coppenbrügge der Sender nur noch schwer rein. Das sind keine 20KM!
Also der Ostkreis ist sehr schlecht versorgt.

von Jasst - am 05.06.2016 11:50
Häftig das die NSW gleich nach 1 Jahr auf 13% kommt!:eek:
Nur Radio Ostfriesland muss seinen 1 Platz räumen und ist nur noch auf dem 2ten mit 9,5%.

von _Yoshi_ - am 05.06.2016 12:45
Allgemein kann man wohl sagen: je größer die Stadt, desto kleiner die Nutzung lokaler Angebote.
Oder je ländlicher, desto größer die Nutzung lokaler Angebote.

Und bei der Tendenz, scheint die EVW irgendetwas grundfalsch zu machen. Meine Erfahrung ist: schaltet man die 99.3 ein, weiß man nichtmals ansatzweise, was einen erwartet.
oeins liegt da schon eher im Rahmen des großstädtischen, aber auch da weiß man nie, was einen erwartet. Außer, daß es aller Voraussicht nach schlecht gemacht ist. Ich kenne auch keinen, der dort einschaltet.
osradio in einer nur minimal kleineren Großstadt als OL scheint jedoch einen richtig guten Job zu machen!

Ostfriesland scheint dagegen ein besonderer Fall zu sein. Ich hätte erwartet, daß Radio Nordseewelle mehr an den Quoten von Radio Ostfriesland "knabbert". Aber man scheint zu einem großen Teil ganz neue Hörerschichten für sich gewonnen zu haben. Beide Programme sind sehr professionell gestaltet. Von Ostfriesen..., die können auch das!

Zitat

Die Holländer haben den dünnsten Draht der Welt entwickelt, nun wollen sie wissen ob es wirklich der dünnste ist.
Also schicken sie ihn nach Österreich. Dauert es 4 Wochen, kommt er zurück, ein Schreiben mit dabei: "Draht ist zu Dünn, konnten ihn nicht Messen!!"
Ja schon ganz gut aber noch nicht sicher. Also schicken sie ihn nach Frankreich.
Nach 2 Wochen kommt er zurück, wieder ein Brief dabei: "Draht ist zu Dünn, konnten ihn nicht Messen!!"
Die Holländer wollen es jetzt aber ganz genau wissen und schicken den bis jetzt dünnsten Draht der Welt nach Ostfriesland!
Dauert es 1 Tag kommt ein Anruf aus Ostfriesland, ostfriesischer Ingenieur am Telefon mit 'ner einfachen Frage: "Sollen wir ein Gewinde draufschneiden oder ein Loch durchbohren?"


Ob da als Reaktion auf die Quoten wohl mal irgendwann ein richtiges "Studio Ostfriesland" von HRA/ffn kommen wird? Deren Regionalisierung per Studio in OL ist, auf Ostfriesland bezogen ein Witz. Ein schlechter Witz.

von iro - am 05.06.2016 12:53
Freue mich auch für die Nordseewelle... wird täglich von mir hier per Webstream gehört.

Schade nur, das bei meinen "Heimatbesuchen" oben zwischen Leer und dem Ammerland von der Nordseewelle nix mehr zu hören ist im Autoradio. Ich hoffe das irgendwann tatsächlich mal eine Frequenz in Leer kommt (Nüttermoor).. die würde dann ja auch bis an die Grenzen des Ammerlandes reichen.

von Sarstedter - am 05.06.2016 13:18
bei Osnabrück kommt noch etwas anderes zum Tragen : Einige Verwandte von mir leben im Speckgürtel der Stadt. Sie sagten mir schon vor einigen Jahren : "Wir haben hier Radio Osnabrück".
Gemeint war damit das NKL OS-Radio 104,8. Das Volk redet eben anders als der Insider.
Somit ist die Ähnlichkeit von OS-Radio und Radio-Osnabrück gegebenen. Und somit ist auch unbekannt, ob der Anrufer wirklich weiß, was er gehört hat.
Bei 78 % Bekanntheit nur 3,7 % Hörer : Damit sollte eigentlich klar sein, was zu tun ist.

von sup2 - am 05.06.2016 13:21
Das ist so! Keiner der Macher hat je begriffen daß sich komplizierte Eigennamen durchsetzen. Deshalb heißen auch Programme im Volksmund auch nach wie vor gern NDR 3 und NDR 4 sowie Bayern 4 etc.

von Anonymer Teilnehmer - am 05.06.2016 14:05
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