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Radioforum
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Erster Beitrag:
vor 1 Jahr, 5 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 1 Jahr, 5 Monaten
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RadioZombieCH, Cha, hegi_ms, Chief Wiggum, DX OberTShausen, Rolf, der Frequenzenfänger, Bruder_M, Ingo-GL, iro, Staumelder, ... und 6 weitere

Scatter auf DAB?

Startbeitrag von RadioZombieCH am 08.06.2016 11:49

Geht das?
Ich meine, das Signal wird reflektiert und dann wird der Mux eingelesen.

Antworten:

Na klar geht dem™. Der Signal™ wird reflektiert, aber ob das Empfänger etwas Verwertbares daraus lesen kann, weiß man nicht. Auf UKW hört man schneller ein Signal aus dem Rauschen, als dass ein DAB-Empfänger ein Ensemblelabel anzeigt.

von Japhi - am 08.06.2016 12:01
Troposcatter im VHF-Band III sind nicht ungewoehnlich. Die gab es bereits beim analogen Fernsehen in diesem Bereich. Vielen im "Tal der Ahnungslosen" brachte eine stabile Tropolage fuer ein paar Tage im Jahr dann z. B. mal "Erstes West" auf Kanal 7 aus Berlin oder von Harz-West auf Kanal 10 auf den Schirm. Von Funkamateuren weiss ich, dass im 2 m-Band auch Sporadic-E auftreten kann, diese Erscheinungen aber nicht ansatzweise so haeufig auftreten wie im 10 m- oder 6 m-Band. Analoger Sprechfunk im 2 m-Band hat aber noch den unschaetzbaren Vorteil der ausgesprochen geringen benoetigten Bandbreite. Schmalbandige Verbindungen gehen auch unter unguenstigen Umstaenden durchaus noch. DAB ist dagegen erschreckend breitbandig. Und ich vermute, dort wird es klemmen!

Mir ist kein DAB-Fernempfang ueber Sporadic-E bekannt. Trotzdem habe ich zeitgleich zu einem rappelvollen UKW-Band gelegentlich mal das VHF-Band III mit einem empfindlichen DAB-Radio absuchen lassen. Oft liess sich dabei der Effekt bemerken, dass zeitgleich zu Sporadic-E auch Tropobedingungen auftreten. Das habe ich sowohl im UKW-Bereich festgestellt, als auch beim DAB-Empfang. Zuletzt stolperte ich waehrend des Empfangs via Sporadic-E auf Tropoempfaenge mit Entfernungen von 300 bis 400 km, bei mir sind das haeufig Sender aus Daenemark. Erstaunlicherweise riss es dabei gern auch die DAB-Kanaele der auf UKW empfangenen Standorte mit hoch.

von PowerAM - am 08.06.2016 12:34
Hier geht es wohl um Überreichweiten bei Inversionswetterlagen, die vor allem im Sommer auftreten und mehrere Tage andauern können. Echtes "Troposcatter" ist eine ständig vorhandene schwache Streuung von Funksignalen in der Troposphäre, die für Überhorizont-Richtfunkverbindungen ausgenutzt wurde (z.B. Torfhaus - Berlin). Für Troposcatter-Systeme sind hohe Sendeleistungen und ein sender- wie empfängerseitig hoher Antennengewinn erforderlich (Parabolspiegel bis 30 m Durchmesser)..

von hegi_ms - am 08.06.2016 14:02
Vom notwendigen hohen Pegel und der langen Dauer der Empfangbarkeit abgesehen, sollte DAB eher für Scatter geeignet sein als Breitband-FM, da frequenzselektive Fadingerscheinungen dank OFDM weit weniger schwer wiegen als bei Breitband-FM.
Gleiches gilt für Reflektionsempfang, der natürlich einwandfrei bei DAB funktioniert - viel besser als bei FM.

von DH0GHU - am 08.06.2016 14:33
Scatter auf DAB habe Ich Hier des Öfteren. Wahrscheinlich von Flugzeugen. Das Signal ist dabei noch
Nie lange genug vorhanden gewesen um etwas einlesen zu können. Eigentlich Schade...

von RADIO354 - am 08.06.2016 14:51
Hier im Südosten Deutschland scattern ja immer wieder mal Signale aus Italien über die Alpen drüber (ob das nun Troposcatter oder Flugzeugscatter sind, egal). Die Signale sind manchmal mit etwas Fading durchaus eine Minute lang zu hören, bevor sie wieder im Rauschen verschwinden. Die Signale können hier durchaus an einer 5-El-Yagi in den Spitzen auch mal RDS-Niveau erreichen (ist mir bei der 102,8 Radio Bruno z.B. schon gelungen). Ich denke schon, dass es auf DAB dann prinzipiell auch möglich sein müsste, sofern man vergleichbare Sendeleistungen und Standorte einsetzt. Vermutlich reicht es aber hier nur für einen kurzzeitigen Ausschlag auf der Balkenanzeige (den man wohl dann kaum zuordnen kann) und wenn man Glück hat, zum Einlesen der Kennungen. Audio halte ich fast für unmöglich.

Aber gelungen ist mir bisher leider noch kein ungewöhnlicher Scatter-Empfang, allerdings habe ich mich im Gegensatz zu UKW auch noch nicht gezielt mit einer vertikal nach Süden ausgerichteten Yagi auf die Suche nach Scattersignalen gemacht. Mit einem Portabelgerät zufällig so einen Scatter zu erwischen, das wäre schon arges Glück.

von Habakukk - am 08.06.2016 16:42
Der Nachteil bei DAB-Scatter ist m.E., dass nur flatternde Balken sieht aber nichts hört. Flatternde Balken können auf einen "echten" Scatter hinweisen oder nur eine (Eigen-)Störung sein. Ist auf UKW nicht anders, da hört man jedoch ob es eine Störung oder ein Radiosignal ist.

von Staumelder - am 08.06.2016 17:13
Scatter sind meist nur kurz, deshalb reicht es meist nicht um etwas einzulesen. Hier geht es aber um sporadic E, was im VHF Band Oberhaupt nichts ungewöhnliches ist. DS gleiche hab ich im UHF Band sowohl analog als auch digital schon beobachten können.
Tip: immer schön Ausbreitung smarten im Netz im Auge behalten ;)

von Funker1 - am 08.06.2016 19:42
"Hier geht es aber um sporadic E"

:confused:

von hegi_ms - am 09.06.2016 06:45
Na klar!!!!
Man kann keine Threads von sich selber bearbeiten!!
:wall:
[attachment 7538 image.jpg]

von RadioZombieCH - am 09.06.2016 14:30
Zitat
RadioZombieCH
Na klar!!!!
Man kann keine Threads von sich selber bearbeiten!!
:wall:


Doch, kann man. Aber nur 24 Stunden nach der Eröffnung.
Gleiches gilt für Beiträge in Threads in diesem Forum: 24 Stunden.

Mal davon abgesehen ist die Thread™ auch noch in der falsches Forum™.

von iro - am 09.06.2016 14:34
Zitat
iro
Zitat
RadioZombieCH
Na klar!!!!
Man kann keine Threads von sich selber bearbeiten!!
:wall:

Mal davon abgesehen ist die Thread™.

Mal Mehrzahl gelernt?? Ich glaube nicht. :bruell:

von RadioZombieCH - am 09.06.2016 14:40
Zitat
RadioZombieCH
Zitat
iro
Zitat
RadioZombieCH
Na klar!!!!
Man kann keine Threads von sich selber bearbeiten!!
:wall:

Mal davon abgesehen ist die Thread™.

Mal Mehrzahl gelernt?? Ich glaube nicht. :bruell:


Du hast wohl Iro's Ironie nicht verstanden ;)

Zitat
Staumelder
Der Nachteil bei DAB-Scatter ist m.E., dass nur flatternde Balken sieht aber nichts hört. Flatternde Balken können auf einen "echten" Scatter hinweisen oder nur eine (Eigen-)Störung sein. Ist auf UKW nicht anders, da hört man jedoch ob es eine Störung oder ein Radiosignal ist.


Genau das ist das Problem. Diese Störungen kenne ich noch sehr gut vom Venice 7 Modul. Beim Verona-Modul gibt es das so gut wie garnicht.
Aber in jedem Fall dürften Scatter-Empfänge viel zu kurz sein, damit das Ensemble vom Gerät eingelesen werden kann.

von DX OberTShausen - am 09.06.2016 14:43
Im DX-Forum gibt's (zum Glück!) keine Beschränkung bei der Bearbeitung von Beiträgen.

von Cha - am 09.06.2016 14:52
Zitat
Cha
Im DX-Forum gibt's (zum Glück!) keine Beschränkung bei der Bearbeitung von Beiträgen.

Im Radioforum Schweiz auch nicht! Danke an Rolf ;)

von RadioZombieCH - am 09.06.2016 15:05
Warum sollte auch ein Beitrag noch so spät bearbeitet werden?
Ansonsten gibts hier immer noch ein paar Moderatoren die weiterhelfen.


Zurück zum eigentlichen Thema!

von Chief Wiggum - am 09.06.2016 15:07
Zitat
Chief Wiggum
Warum sollte auch ein Beitrag noch so spät bearbeitet werden?
Ansonsten gibts hier immer noch ein paar Moderatoren die weiterhelfen.


Zurück zum eigentlichen Thema!

Peinliche Rechtschreibfehler??

OK, dies alles wird mir zu OT
8 OT-Threads? oookay L3L

von RadioZombieCH - am 09.06.2016 15:08
Zitat
Chief Wiggum
Warum sollte auch ein Beitrag noch so spät bearbeitet werden?


Im DX-Forum finde ich das gerade gut. Hab vor ein paar Tagen erst meinen Heimat-Bandscan von letztes Jahr ein bisschen aktualisiert.

von Cha - am 09.06.2016 16:05
Das Rechtschreibproblem habe ich beseitigt. Nun kann im Thema weiterdiskutiert werden. ;)

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 09.06.2016 17:46
DAB-Scatter habe ich eventuell schon mehrfach beobachtet, ich war aber nie 'live' dabei.
Einfach morgens einen DAB-Empfänger manuell auf einen der in Frage kommenden Kanäle einstellen und abends auf neu gespeicherte Programme achten. Wenn die Liste der eingelesenen Dienste des Ensembles unvollständig ist, dann kann man sicher sein, dass der Empfang ein sehr kurzes Ereignis war. Für solche Beobachtungen kann man auch gut einen der alten DAB-Empfänger einsetzen.

von Ingo-GL - am 09.06.2016 22:21
Moin,

eigentlich müsste sich doch eigentlich ein DVB-T-Stick ideal eignen für so einen Empfang, da man so das IQ-Rohsignal abspeichern kann und dann das OFM-Spektrum mit leistungsfähigen Algorithmen z.B. unter Matlab beackern kann.

Beste Grüße, Marek

von Bruder_M - am 10.06.2016 05:49
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