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vor 1 Jahr, 1 Monat
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tommy_radiofan, Alqaszar

[IT] Mediaset übernimmt Finelco-Sender

Startbeitrag von Alqaszar am 03.07.2016 14:44

Die Gruppe Finelco betreibt bisher die drei Programme von Radiomontecarlo (RMC), Virgin Radio Italy und Radio 105. Nach Angaben der ebenfalls zum Berlusconi-Medienimperium gehörenden Tageszeituing "Il Giornale" werden diese drei Sender nun von einern neuen Gruppe ügbernommen, de den Namen "RadioMediaset" tragen wird. Bereits im Herbst letzten Jahres hatte Mediaset die Kette von Eadio 101 übernommen. (Quelle: http://www.ilgiornale.it/news/economia/mediaset-crea-polo-delle-radio-1278355.html)

Kommentar:

Diese Nachricht ist in mehreren Belangen bemerkenswert. Zunächst wird derhier im Form bereits beobachtete Trend zur Konsolidierung des italienischen Radiomarktes fortgesetzt. Nach dem vom Verfassungsgericht abgeschafften Monopol der staatlichen Rai hat sich die Politik niehct auf gültige Mediengesetze einigen können, so dass zunächst ein bunter Wildwuchs von Sendern entstand. Diese waren sowohl politischer Natur, aber auch kommerziell.

Diese vielfältige Radiolandschaft aber ist nun seit einiger Zeit im Umburch begriffen. Kleiner Stationen werden von den größeren aufgekauft. Dabei geht es in Italien vor allem um den Zugang der Frequenzen. Diese werden dort -- wegen der immer noch nicht stattfindnene Regulierung des Zugangs wie in anderen Ländern -- ge- und verkauft. Hintergrund ist, dass spätestesn mit dem "legge Mammi" die Inbetriebnahme neuer Frequnezen nicht mehr erlaubt war -- zu einem Zeitpunkt, als das Band bereits dichter belegt war als irgendwo sonst in Europa.

Ews gibt zwar Ausnahmen, aber im wesneltichen geschiht das Wachstum durch den Aufkauf neuer Frequenzen. So werden also finanzkräfte Konrne bevorzugt, welche so langsam, aber sicher, kapiilare Frewuenzketten aufbauen können. Kleinere, unabhängige Stationen verschwinden dadurch mehr vom Markt. Dazu kommt, dass die goßen Sender die Werbung erheblich einfacher vermarkten können.

Im TV-Bereich zat diese Situation schon recht früh dazu geführt, dass Berlusconi die drei größten privaten Sender betreieb. Gleichzeitig aber baute Berlusconi seine politischen Machtansprüche auf, vor allem srgte er durch seine Präsenz in seinen Kanälen für Popularität. Im jahre 1994 wurde er zum Ministerpräsidenten gewählt und prägte die Politik des landes fast zwei Jahrzehnet lang.

Auffällig ist, dass er sich dabei vor allem auf das TV konzentrierte, dazu hatte er auch eine tageszeitung und ein Nachrichtenmagazin sowie großen Einfluss auf das Verlagswesen und auch auf die Filmwirtschaft. Das Radio aber stand in der ganzen Zait völlig außerhalb.

Der Grund dürfte sein, dass es als Quelle politisch relevanter Informationen keine Rolle spielt. Zwar gibt es in Italien zahreiche "linke" Lokalsender aber diese haben wohl kaum Einfluss auf eine politische Debatte gehbt haben, ebenso wie die relatziv große Zahl katholischer Stationen. Diese dürften jeweils vor allem inhre eigene Zielgruppe erreicht haben.

Inzwischen ist die Ära Berlusconi auch in Italien beendet. Dem "cavaliere" geht es gesundheitlich schlecht. Seine Partei, "Forza Italia", hat bei den letzten Kommunalwahlen unter 10 % der Stimmen geholt. Die Geschäfte seines Konzerns, auch bei Mediaset, führen längsrt seine Kinder.

Mediaset betreibt mit Mediaset Premium auch ein Pay-TV-Angebot, und zwar über DVB-T. Der größte Konkurrent ist Sky Italia. Vor allem geht es natürlich um die Rechte am Fußball. Mediaset Premium fährt allerings Verluste ein, auch die gewinne des Free-TV-Bereichs sind wegen der Wirtschaftskrise massiv eingebrochen.

Aufgrund dessen hat der Konzern Vivendi (Canal+) aus Frankreich mit ins Boot geholt.

Nun also ein erhebliches Engagemant im Radio. MediasetRadio wird so auf einen Schlag zur größten Radiogruppe in Italien. Das ist ein bedeutender Strategiewechsel, weg von der maximalen poluitischen Nutzbarket hin zu einem breuit aufgestellten, auf Gewinn orientierten Konzerns.

In Italien kann so etwas eine gute Nachricht sein...

Antworten:

UP Radio

Wieder ein regionales Radio weg, denn es hat seine Frequenzen an den nationalen Sender Radio Freccia bzw. RTL102.5 verkauft:
UP Radio in der Lombardei und im Piemont u.a. mit guten Frequenzen in Mailand und Turin gibt es seit 21.11.2016 zu Gunsten dieser Sender nicht mehr.

Immer mehr kaufen die nationalen Sender die noch verbliebenen lokalen und regionalen Sender auf beziehsweise übernehemen deren Frequenzen...

von tommy_radiofan - am 23.11.2016 09:00
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