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Mittelwellen-Fänge im leereren Band

Startbeitrag von dxbruelhart am 26.07.2016 04:35

Ich meinte, es gab schon einen solchen Thread, habe ihn aber nicht gefunden auch nach intensiver Suche.
Zur Sache:
¨
1530 kHz: - Tropische Musik, vor allem afrikanische Klänge wie beim verblichenen Zürcher Radio Tropic; woher kommt dies?
Ein zweiter Sender auf 1530 sendete ein Hörspiel in einer mir zunächst unbekannten romanischen Sprache, wohl rumänisch, das sind zwei mittelstarke Sender in Rumänien drauf, R. Actualitati und R. Constanta

Auf 1350 hörte ich übrigens stark I AM Radio mit NPR-Nachrichten um 22h MESZ

Die 50 interessantesten Antworten:

Eigentlich alle. Dann schau auf die jeweiligen shoutcast-Zahlen. ( selten : icecast )
Diese Webrados krauchen wie in Deutschland hörerlos durch das Leben. Es freuen sich : Die Rechtverwerter und der Stromanbieter.
Die Webseiten in NL wie in Deutschland : "Ohne uns geht es gar nicht mehr".
Der Blick auf die Hörerzahl : "Listener 1" Wohl das im Serverraum vergessene Kontrollradio.

Was meinst du wohl, warum man den freiheitsliebenden Radiomachern empfohlen hat : "Macht doch Webradio, da gibt es soooooo viele Freiheiten, und jeder kann euch weltweit hören ..."

In NL gibt es nun wenigstens die Chance, dass die Webradios endlich mal einen Hörer erreichen.
Davon ist man im Exportweltmeisterland noch Lichtjahre entfernt.

von sup2 - am 15.08.2016 12:55
Zitat
hegi_ms
Im Exportweltmeisterland darf man alles exportieren - ausser

* Panzer in Krisengebiete - sofern man keine Genehmigung durch Sigmar Gabriel erhält (wird problemlos erteilt)
* Atomtechnologie in den Iran - außer man deklariert sie als Gummibärchen und lässt sich nicht erwischen
* Rundfunksendungen, sofern man nicht im Besitz einer Sendelizenz ist (kein Problem, solange man kein ARD-Sender ist). z.B. Kall
* TV-Sendungen, sofern man nicht im Besitz von Rechten ist (was bei der ARD aber der Fall ist)
* AM-Rundfunksendungen durch ARD-Anstalten, sofern man, genau, diesen "Versorgungsauftrag" hat, den man aber nicht erhält. Der Export per Satellitenabstrahlung ist aber wieder kein Problem, das ist ja nur unvermeidbarer Overspill.
* Geld - wenn es unversteuert ist. Außer, man heißt FB oder Amazon und siedelt sich in Irland an.

von iro - am 15.08.2016 16:54
Nicht zu vergessen die U-Boote, die man in Griechenland dringend benötigt, damit man dort die Ziegenmilch mit den Propellern verrühren kann, damit später Feta entsteht.
Und dann noch der lustige Milan, über den sich die Kanzlerin so freute.
Das alles nennt man Entwicklungshilfe.

Zurück zum Thema. Es ging um Middelwelle .....
Vor ca. 2 Jahren fand ich im www mal eine Seite, die ausschliesslich die MW-Piraten in Griechenland behandelte, mit zahlreichen Fotos und Mitschnitten.
Gibt es diese Piraten noch, und kann man diese irgendwie zu bestimmten Zeiten in DL empfangen ?
Ich meine nicht diese Jugo-Sender, die ab und an im 1600er-Bereich zu hören sind.

Auch von dieser Szene dort unten erfährt man recht wenig in Deutschland.

[edit ] warum lange suchen ....
http://www.liquisearch.com/list_of_radio_stations_in_greece/medium_wave_am_band

Und andere Seiten. Interessant, was da unten abgeht.

von sup2 - am 15.08.2016 17:06
Also RTL wie Europe 1 sind nach wie vor ganz normal aktiv auf der Langwelle. Wie sie allerdings noch in Nord- oder Ostdeutschland ankommen, kann ich an meinem Empfangsort nicht beurteilen, da ich in Luxemburg im "Overkill"-Bereich der beiden bin, besonders was Beidweiler mit Strahlrichtung Paris anbelangt (manchmal kommt sogar die 234x3-Oberwelle auf 702 kHz durch).
Womit wir wieder bei der Mittelwelle wären ;) Da gibt es dank dem leereren Band seit einigen Tagen - ab spät nachts wohlgemerkt - RCR Radio Caracas auf 750 kHz mit früher so nicht gekanntem Signal. Reicht mit Sangi+AN200 zwar nicht zum Verstehen, aber zum Erkennen von Sendungen in spanischer Sprache mit männlicher bzw. weiblicher Stimme. Es lohnt sich jedenfalls, die 750 mal auszuprobieren.

von Randfunker - am 22.09.2016 21:50
Ist schon eine Weile her, Logs vom 3. Oktober / 04-06 UTC
Rx: Sony ICF 2001 D + 600 m Beverage gen 335° (= Richtg. Vancouver / geerdet, leider nur in 1-2 m Höhe):

Riesenspaß auf Langwelle:
189 ISL RUV 1 (Tx Hellissandur), S=3
207 ISL RUV 1 (Tx Eiðar), SINPO 54444 !
Fast alle Programme auf LW waren mit S=5 hörbar, außer die beiden Sender auf 252 kHz. Die nullten sich gegenseitig aus.

Auf Mittelwelle herrschten offensichtlich im Binnenland weniger gute Bedingungen. Ich hörte zwar auf den meisten Freqs im 10 kHz-Raster schwache Trägersignale, aber es war wenig verwertbares dabei (und leider keine einzige Stationsansage!):
1660 GRC Pirat mit griech. Musik, S=3
1440 CAN/USA zwei Stationen in englischer Sprache, vermutlich CKJR Wetaskiwin (AB) und KODL The Dalles (OR)
1390 USA WRIG Schofield (WI) ?
1190 CAN CFSL Weyburn (SK) ?, Country-Balladen
1140 CAN CHRB Vancouver (BC) ?, religiöses Format
1140 CAN CBC 1 Sydney (NS) ?, englisch, unter der relig. Station hörbar
710 USA KIRO Seattle (WA) ?

Die Identifikationen sind nur Vermutungen. Ich hatte mir eigentlich bessere Signale erhofft, wo sich schon mal die Möglichkeit bot, so einen großen Draht. Leider bietet sich b.a.w. kene Möglichkeit, solch eine lange Beverage-Antenne zu errichten. Ich könnte es höchstens mit 200 m Draht versuchen. Man müsste ihn vielleicht höher hängen, oder?

73, Ingo

von Grenzwall DX - am 03.11.2016 08:13
Zitat
PowerAM
Ach so... Ich hatte mal mit ~160 m in etwa 2 m Hoehe bei Freunden gelauscht. Erstaunlich stoerarm, trotz Dorfrandlage. Allerdings brachte das Ding eher magere Pegel. Gehoert hatten wir trotzdem einiges, da die Signale guten Abstand vom Rauschen und von Stoerungen hatten. Wir hatten von der Mittelwelle mit X-Band bis etwa 75 m gehoert.


Ja sicher. 2m Höhe und 160m Länge ist vollkommen ok. Zumindest bei 1,8 MHz, wo ich sowas schon mehrfach nutzen konnte (bei etwas weniger Höhe und Länge). Ich hatte da dann aber auch immer kurze Tests auf MW gemacht. Geil fand ich z.B. die nahezu perfekte Trennung zwischen Antenne Saar und einem gleichfrequenten Rumänen mit zwei nur ca. 100m langen BOGs rund um einen Hügel (nicht wirklich ideal, schon garnicht für 11xx kHz). Großer Acker, 8-12 Beverages (oder 4-6 bidirektionale Beverages) und ein Antennenumschalter. Das wäre das perfekte Empfangssystem für MW- und 160m-DX.

Beverages liefern immer sehr niedrige Pegel. Für nicht darauf ausgelegte Empfänger (manche schalten unterhalb 1,6 MHz ein Dämpfungsglied in den Eingang), bzw auch so in fast allen Fällen hilft dann ein großsignalfester und rauscharmer Vorverstärker.
Beverages sind eigentlich sehr schlechte Antennen (zum Senden). Aber sie sind unempfindlich gegen lokale Störfelder, haben Richtwirkung und eine flache Abstrahlung für DX.

von DH0GHU - am 04.11.2016 07:35
Neues Spiel, neues Glück. Dieses mal mit einer 160 m Beverage in 4 m Höhe, Richtung 290° (US-Ostküste), geerdet. Sie funktioniert anscheinend auch in andere Richtungen...

10.Nov., gegen 16 h UTC: 1377 kHz IRIB R. Kermanshah, S=2
11.Nov., gegen 06 h UTC: 1510 kHz WMEX Boston (MA), S=2
11.Nov., gegen 06 h UTC: 1520 kHz WWKB Buffalo (NY), S=4, im Mix mit zwei weiteren Sendern

Auf 1290 kHz war wieder die Station mit den vielen Country-Balladen im Programm zu hören, leider ohne ID / S=2. Dazu meldete sich relativ konstant im Hintergrund ein Funkfeuer mit der Kennung "TU". Laut http://www.dxinfocentre.com/ndb.htm kommt das Signal aus RUS-Bely (Oblast Tver).

Auf 1470 fiel mir ein Sender auf, der Blues, Swing und solch "altes Zeug" spielte. Auf 750 kHz wechselten sich zwei Stationen in Spanisch und Englisch ab. Auf 1660 kHz war recht laut griechische Musik hörbar.

Es waren von Zeit zu Zeit auf vielen Frequenzen im 10 kHz-Raster Sender mit teils starken Signalen hörbar. Sie kamen mehrmals in der Stunde für ein paar Minuten aus dem Hintergrund hervor und erreichten erstaunliche Signalstärken. Dann verschwanden sie wieder. Allgemein waren die Stationen gegen 06:00 Uhr UTC am besten hörbar (05:15...06:15 UTC beobachtet).

73, Ingo

von Grenzwall DX - am 11.11.2016 09:12
Ich hab ein paar Logs von heute Abend (15:30...17:30 UTC). Die S-Werte sind Maximalwerte, die erreicht wurden. Eine Reihe von Stationen war lange Zeit hörbar:
738 CHN Xinjiang RGD, Hutubi (Xinjiang), 120 kW, // 3950-5060, S=2
745 RUS NDB "BG", Karmanovo (Oblast Smolensk), S=2
747 IND All India Radio, Lucknow, 300 kW, // 4810-4920-5010, S=2, ging gelegentlich auch im Autoradio mit S=1-2
819 IND All India Radio, New Delhi, 200 kW, // 4810-4920-5010, S=4, Sender war über 1 h durchgehend mit mind. S=2 hörbar, auch im Autoradio / dort stärker als Ägypten!
840 KAL NDB "R", Kaliningrad-Khrabovo, S=4
846 IRN IRIB R. Tabriz, Mianeh, 10 kW, S=2
846 IND All India Radio, Ahmedabad, 200 kW, // 4810-4920-5010, S=2
873 IND All India Radio, Jalandhar, 200/100 kW, // 4810-4920-5010, S=3 (Autoradio: S=1-2)
1080 RUS NDB "AR", Buzharovo, S=3
1377 CHN CNR 1, Xingyang (Hebei), 600 kW, // 4800 u.a., in Spitzen mit S=5 (!), auch im Autoradio mit S=2 empfangen
1377 CHN Xizang RGD, Lhasa (Tibet!!!), 100 kW, // 4820-5935-6050, S=3, meist nur unter CNR 1 hörbar
1422 CHN China R. Int., Kashi (Xinjiang), 600 kW, Hindi, // 5915-7395
1431 IRN IRIB 1 R. Iran, Habibabad, 200 kW, S=3
1539 CHN CNR 1, IRIB 1 R. Iran, Golmud (Qinghai), 300 kW, // 4800 u.a., S=2
1539 IRN IRIB 1 R. Iran, Standort?, S=3
... sowie diverse weitere asiatische Sender, indische Musik z.B. auf 657-990-1071...

Kennt sich jemand mit All India Radio aus? Die 60 m Band Frequenzen laufen streckenweise // zueinander und auch // zu den oben genannten Mittelwellen. Welches Programm ist das, eventuell der "National Channel"?

Empfangsort: Beesdau, im Süden von Brandenburg, etwas außerorts auf freiem Feld
Rx: SONY ICF 2001 D bzw. Autoradio in KIA Rio
Ant: "Beverage on ground" 170 m lang (Kupferdraht), Richtung 050 ° = Nordost, am Ende geerdet; MW-Loop AN200

73, Ingo

von Grenzwall DX - am 12.11.2016 21:30
Zitat
Grenzwall DX
Kennt sich jemand mit All India Radio aus?


National Channel:
Nagpur 1566 kHz, Kolkata 1134 kHz, Delhi 1215 kHz, Kurzwelle 9425 kHz & 9470 kHz

Regional Services:
Insgesamt 116 Stationen in 5 regionalen Gruppen (North: Delhi, East: Kolkata, Northeast: Guwahati, West: Mumbai, South: Chennai), in einigen großen Städten mit 2 Programmen (A, B), hauptsächlich über MW, bei einigen auch Kurzwelle.

Vividh Bharati:
Unterhaltungsprogramm über 27 FM- und 11 MW-Sender

Lokalstationen:
76 FM- und 10 MW-Standorte

Daneben gibt es noch FM Rainbow, FM Gold und in einigen größeren Städten Spezialprogramme, z.B. in Bengalore "Amrutavarshini ", das hauptsächlich klassische indische Musik spielt.

von Wasat - am 12.11.2016 23:11
@ Wasat / DJ Taifun: Danke für die Infos. Die indische Radioszene ist ein interessantes Areal. Mitunter läuft auf den Sendern herrliche Sitar-Musik (für die, die's mögen...)

Ich vermutete anfangs, dass die gehörten, parallel geschalteten Frequenzen einer Gruppe von Regionalsendern zuzuordnen sind. Geografisch gesehen passt es jedoch nicht zusammen. Daher kam mir dann der Gedanke, auf 747-819-846-873-4810-4920-5010 den National Channel erwischt zu haben. Was war das nun also für ein A.I.R.-Programm, das ich da empfing? Vielleicht ergibt sich das beim Studium der gut 200-seitigen Broschüre aus dem Link. Danke für das Dokument!

@ Randfunker: Stimmt, auf 840 kHz wird "KR" in CW ausgesendet. So steht es auch in meinem Logbuch. Mit den Baken kann man sich stundenlang befassen. Heute morgen hab ich bei Nebel und -4° nach Amerikanern auf MW Ausschau gehalten. Aber in der halben Stunde ab 6:30 UTC war nichts (mehr) zu hören. Stattdessen empfing ich diese Funkfeuer:
1285 RUS NDB "SW", QTH= Savelovo, S=1
1290 RUS NDB "BO", QTH= Bohdanivka, S=2, unter der Bake "TU" hörbar
Erstaunlich, dass es diese Dinger noch gibt. Bei der geringen Nutzung der Mittelwelle in Russland dürften sie ja nicht so im Wege sein :-)

Nachher hab ich noch etwas Zeit, um Richtung Asien zu lauschen. Danach baue ich die Antenne wieder ab, denn am Feldrand sind Pflug und Grubber in Position gegangen. Wär ja schade drum...

73, Ingo

von Grenzwall DX - am 13.11.2016 12:20
Zitat
Grenzwall DX
Daher kam mir dann der Gedanke, auf 747-819-846-873-4810-4920-5010 den National Channel erwischt zu haben. Was war das nun also für ein A.I.R.-Programm, das ich da empfing?


Das müsste das Hindi-Mantelprogramm gewesen sein. Das größte Problem des indischen Rundfunks ist die Sprachenvielfalt. So, wie ich die diversen Listen verstehe, werden bei den "Regional Services" für die Hauptsprachen Mantelprogramme produziert. Die einzelnen Stationen übernehmen diese teilweise und produzieren dazu in unterschiedlichem Ausmaß eigene Lokalprogramme. Es gibt damit über 150 regionale Programme.

Auf Kurzwelle wird man vermutlich nur die Mantelprogramme übertragen. Dass ein Kurzwellensender aus Chennai Programme in Hindi überträgt, hat eben den Zweck, Hindi sprechenden Menschen in Südindien, wo kaum Hindi gesprochen wird, zu versorgen.

von Wasat - am 13.11.2016 19:30
@ Wasat: Indien ist ein riesiges Land mit ungeheurer Vielfalt in allen Bereichen. An dieser Stelle noch den Durchblick zu behalten grenzt an ein Wunder. Das geht auch aus der oben verlinkten Broschüre hervor.

Wenn Mantelprogramme ausgestrahlt werden findet man sie nicht selten gleich mehrfach auf der Radioskala, meist von unterschiedlichen Senderstandorten abgestrahlt. Gestern half mir das nicht weiter, denn ich benutzte den 170 m Draht zu zeitig, als das ich hätte Indien auf MW hören können. Dafür bekam ich beim vorerst letzten Versuch u.a. Stationen aus Zentralasien und Fernost herein:

1020 RUS NDB: "DK", Tx: Glotaevo, S=2
1296 AFG R. Azadi=R. Free Afghanistan, Tx: Pol-e-Charkhi, // 12140 kHz, S=2
1323 CHN CRI Peking, Tx: Hutubi (Xinjiang), Russisch // 1521 kHz, S=4 (Autoradio: S=2)
1377 UKR UR R. Khvylia, Tx: Vinnitsa, S=3
1557 TWN RTI iLove Music, Tx: Kouhu, 14:00 UTC mit Jingle und ID "...RTI-ju...", S=3 (Autoradio: S=2)
1566 KOR FEBC / HLAZ, Tx: Jeju, mit chines. ID, Jingle, Kirchenlieder in Chinesisch, S=3

Danke an die "Alten Hasen" für Anleitung / Kritik / Unterstützung. Ich hatte mich inden letzten Jahren eher mit FM-DX Richtung Polen beschäfitgt und die Mittelwelle (und auch Indien) wenig beachtet. In den nächsten Tagen fehlt mir die Möglichkeit für Asien-DX am Nachmittag. Ich hab aber noch den "Amerika-Draht" herumhängen. Vielleicht ergibt sich morgens nochmal die Gelegenheit für eine Versuch, übernn Großen Teich zu lauschen.

Empfangsort: Beesdau, im Süden von Brandenburg, etwas außerorts auf freiem Feld
Rx: SONY ICF 2001 D bzw. werkseitig verbautes Autoradio in KIA Rio (2010er Baureihe)
Ant: "Beverage on ground" 170 m lang (Kupferdraht), Richtung 050 ° = Nordost, am Ende geerdet; MW-Loop AN200

von Grenzwall DX - am 14.11.2016 07:16
Hab in der Nacht zum 30. November zum ersten Mal auch was mit brauchbarem Pegel auf 760 kHz empfangen: Bestes Signal in südwestlicher Richtung, Programm mit viel Gesprochenem, kein Englisch, ziemlich sicher auch kein Spanisch, vom Klang her eher brasilianisches Portugiesisch, aber sehr dumpf von der Modulation her so, dass kaum Wörter deutlicher zu verstehen waren. Zwischendurch nur kurz Musik, dann wieder Gespräch - von der Betonung her evt. religiös. Nach kleiner Netzrecherche tippe ich mal auf Radio Uirapuru aus Fortaleza. Von Luxemburg aus Erstempfang über ca. 7.300 km - nicht ganz so weit wie Caracas, den ich schon öfters hier hatte. Auf der 750 diese Nacht übrigens mal wieder WSB Atlanta.
Allgemein ist dieser Frequenzabschnitt seit der Abschaltung von Holland (747), Deutschland (756) und der Schweiz (765, schon länger) ziemlich günstig geworden fürs DXen :xcool:

von Randfunker - am 01.12.2016 01:01
Heute morgen schien mir der Empfang überdurchschnittlich gut. Auf der 1440 hatte ich einen Mix aus dirversen Stationen, Spanisches war auch dabei. Im X-Band kamen diverse amerikanische Signale auf all jenen Frequenzen herein, die nicht griechisch belegt waren. Wirklich identifizieren konnte ich innerhalb von 45 Minuten ab 05:05 UTC diese Sender:

1540 USA WDCD Albany (NY), S=2
1610 AIA Caribbean Beacon, S=4
1640 USA WXBD via WTNI mit ESPN-Sports-Programm, Biloxi (MS), S=4
1700 USA KVNS mit Fox Sports R., Brownsville (TX)

Etwas rätselhaft ist mir der Empfang eines (katholischen) Senders auf 1390 kHz mit Bibelprogrammen und der Ansage einer Webseite "www.89.1.com". Die Seite scheints nicht zu geben. Bei S=3 war Zuhören problemlos möglich. Wie die meisten Signale war auch dieser Sender heute durchgehend hörbar ohne im Fading zu verschwinden.

Rx / Ant.: SONY ICF 2001 D mit 160 m isoliertem Kupferdraht, aufgespannt zwischen zwei Bäumen in ca. 4 m Höhe, am Ende gen 290° mit Eisenstab geerdet
Empfangsort: Schönwalde im Unterspreewald (LDS, 51N58 / 13E47)

von Grenzwall DX - am 15.12.2016 10:17
Ein paar Beobachtungen - nicht nur auf der 1449 - vom 4. Advent morgens ca. 06:00-07:15 UTC. Die Empfangsbedingungen schienen ganz gut zu sein:

189 ISL RÚV 1, Hellissandur, SINPO 44444, // 207
207 ISL RÚV 1, Eiðar, 55454
514,5 CZE Bake "LA", Náměšť nad Oslavou (VY), S=4
750 XXX Leerträger, seit ~ 1-2 Wochen auch tagsüber hörbar, S=2-3
1140 CAN CBC 1, Sydney (NS, 10), S=3, häufige ID's zur vollen u. halben Stunde
1190 USA WLIB, Lindhurst (NJ, 30), S=3, Gospelsongs
1290 USA WRNI "Latino Public R.", Providence (RI, 10), S=3, Oldie
1390 USA WEGP, Presque I. (ME, 10), S=4, "WEGP ... 98.7 FM" > steht nicht in der FMLIST USA, evtl. Re-Broadcasting über eine andere Station?
1430 USA WNSW "Relevant R.", Newark (NJ, 7), S=3, religiöses Programm
1449 G BBC 4, Redmoss (SC, 2), S=5+
1449 I RAI 1, La Costa (BL, 3), SINPO 42422
1470 USA WLAM, Lewiston (ME, 5), S=3, viele Oldies, Jingle + ID's zwischen den Liedern
1500 USA WFED, Washington (DC, 50)
1521 G R. Panj ?, Ryton o/D (0.04), S=3, ist hier seit Tagen von Nachmittag bis morgens mit südasiat. Liedern hörbar

Rx / Ant: SONY ICF 2001 D mit 330 m langer "Beverage on ground" aus isoliertem Kupferdraht, gerichtet nach 312° (= Mitte Nordamerika, Minneapolis), am Ende mit Eisenstab geerdet
Empfangsort: Beesdau (LDS, 51N47 / 13E45)

von Grenzwall DX - am 21.12.2016 08:34
Heute morgen hatte ich mich auch mal wieder seit langem von kurz vor 8 bis um 8:30 vor den SW77 und die Rahmenantenne gesetzt. Was mir auffiel, es ist ja auf nahezu jeder Amerikafrequenz ein Signal da und kann meistens auch gehört werden. Europäische Sender spielen ja kaum noch eine Rolle. Meine letzten Erinnerungen waren von ca. 2008 an den Amerikaempfang. Sehr schön :xcool:

Aber vllt. kann mir einer mal etwas weiterhelfen, denn mit den indentifizieren hatte ich es nicht so leicht. Hier mal kurz ein paar Empfänge:
1130 Bloomberg, den konnte ich erkennen, da er sich selbst identifiziert hatte. Empfang war O=3
1320 fast nur Musik, eher Pop/Country-mäßig. Hatte etwa 10 Minuten da reingehört aber keine ID gehört oder sie ging im kurzen Fading unter. Das Signal war richtig gut. Ich hatte sogar das für DRM gedachte breite Filter mit Sync.detektor einschalten können :hot: O=3-4
1570 Auch hier dauernd Musik, auch eher Pop/Country O=3

Weiß einer, was ich da empfangen haben mag? Die Standard-Stationen: 930, 950, 1390, 1470, 1510 kamen zwar auch, aber irgendwie schwächer.

Ach ja, noch ein Tipp in die andere Richtung, sozusagen: Abends, wenn Rai 1 auf 657 abgeschaltet wird, kann ich immer sehr gut Reshet Bet aus Israel auf der Frequenz hören. Letztens hatte ich mich über das Signal gewundert, da es so stark wie die Rai sonst war aber die Richtung ja überhaupt nicht passte :hot:

von Jens1978 - am 22.01.2017 15:28
Zitat
Jens1978
1320 fast nur Musik, eher Pop/Country-mäßig. Hatte etwa 10 Minuten da reingehört aber keine ID gehört oder sie ging im kurzen Fading unter. Das Signal war richtig gut. Ich hatte sogar das für DRM gedachte breite Filter mit Sync.detektor einschalten können :hot: O=3-4
1570 Auch hier dauernd Musik, auch eher Pop/Country O=3


Bei 1320 scheint es relativ schwierig zu sein. Speziell ein Countryformat hat WCVR aus Randolph, Vermont. Dann gibt es noch Lokalsender wie WARA (Attleboro, Massachusetts) und WATR (Waterbury, Connecticut) mit "Talk/Oldies"-Format (laut Wikipedia). Außerdem können auf 1320 auch immer wieder Sender aus Kuba, Venezuela und Mexiko empfangen werden. Ob von denen aber ein Programm non-stop Pop/Country spielt, kann ich nicht sagen.

Auf 1570 sendet WFLR aus Dundee, New York ein Countryprogramm. Vielleicht kann es dieser gewesen sein? Auch auf dieser Frequenz sind aber eigentlich besonders gerne Sender aus Lateinamerika zu hören (in letzter Zeit vor allem XERF-AM aus Mexiko).

von pg09 - am 22.01.2017 22:29
@ Jens1978:

Ich war zur gleichen Zeit am Empfänger und hörte ebenfalls diese (?) Station auf 1570. Ich habe gegen 6:35 UTC eine kurze französische Ansage gehört, weswegen ich auf Radio Mieux-être (CJLV) aus Laval in Quebec tippe. Ähnlich wie Dir sind auch mir die vielen starken Amerika-Signale aufgefallen, die im Einzelfall mit S=5 herein kamen. Sicher per Ansage oder Jingle identifizieren konnte ich nur:

930 CAN "KIXX Country 930", Saint John's (NL)
1130 USA "Bloomberg R." asu Carlstad (NJ)
1290 CAN CJBK, London (ON)
1400 CAN CBC1, Gander (NL) // 1140
1580 CAN CKDO, Oshawa (ON)
1820 USA W2NNN, Amateurfunk (5/7/9)

Ich hatte den Eindruck, Kanada kam ungewöhnlich stark herein. Die 1400 aus Gander hatte ich vorher noch nie empfangen. Aber ich beschäftige mich auch noch nicht so lange damit. Im X-Band war's auch sehr lebendig, obwohl ich da am Wochenende wegen der Piratenaktivitäten nicht mehr so gerne auf Senderjagd gehe.

Um den jahreswechsel herum habe ich eine meiner "Beverage-on-Ground"-Antennen eingebüst, nachdem sie eingeschneit ist. Jemand ist mit dem Auto + Kinderschlitten hinten dran kreuz und quer drüber gefahren! Sie lag auf einer Wiese. Jene Antenne, die ich jetzt noch hab, ist für Autofahrer zum Glück unerreichbar.

73, Ingo

Rx / Ant.: SONY ICF 2001 D mit 160 m isoliertem Kupferdraht, aufgespannt zwischen zwei Bäumen in ca. 4 m Höhe, am Ende gen 290° mit Eisenstab geerdet
Empfangsort: Schönwalde im Unterspreewald (LDS, 51N58 / 13E47)

von Grenzwall DX - am 24.01.2017 07:33
Der Web SDR Receiver in Twente empfängt z. Zt. (04.02.2017, 02:23h) eine unbekannte Station außerhalb der MW auf 1663.00 kHz.. Dort läuft Volksmusik, vermutlich vom Balkan. Die Gesänge hören sich slawisch an. habe bisher keine Info gefunden, die "MW List quick and easy" listet für die 1663 kHz nur ETC Assab Radio aus Eritrea.

EDIT 02:34h: ich dachte schon an Burgas Radio (BUL)? Der wird bei "MW List quick and easy" auf 1662 kHz gelistet. Vermutlich aber kein öffentlicher Funkdienst
Die Station wird vom Web SDR Receiver auf genau 1663,05 kHz angezeigt und dudelt die Volksmusik bisher ohne Unterbrechung, Zwischenansagen oder gar eine Senderkennung.

von Analog-Freak - am 04.02.2017 01:26
Diese Nacht sind die Bedingungen auch wieder mal günstig. St. John's (590) kommt besser als sonst, auf 670 stören sich zwei Amerikaner gegenseitig, da kam hier sonst nie was. 750 Caracas geht wie so oft bei mir, phasenweise recht stark, d.h. teils sogar ohne AN-200-Verstärkung zu vernehmen. Die New Yorker sind auch mal wieder zu hören, z.B. Bloomberg (1130) und auch WABC (770), die sich in letzter Zeit oft rar machten. WINS auf 1010 produziert auch wieder ordentliches Pfeifen, von den Spaniern auf 1008 lässt er sich in der Richtung halbwegs trennen, aber der Holländer macht einem das Leben schwer ...
Aus östlichen Richtungen sind die Iraner auf 1188 und 1278 recht gut zu hören, und wenn der Musiksender auf 1206 Haifa sein sollte (könnte durchaus israelisch sein), dann wär das ein Erstempfang. Das Signal ist nicht umwerfend, aber der Sender kommt weitgehend ungestört rein.

von Randfunker - am 05.02.2017 03:26
Zitat
pg09
Zitat
ardey.fm am 05.02.
Zitat
pg09
Auf 1690kHz ist derzeit beispielsweise auch ein Grieche zu hören, der in der MW List offenbar sogar schon gelistet ist.


Sicher, daß das nicht CHTO aus Toronto war? Habe den um Weihnachten mehrmals mit erstaunlicher Signalstärke gehört, dachte zuerst auch es wäre ein Grieche. ID einwandfrei // Webstream.


Ich hatte das vor einigen Tagen mal mit dem Webstream von CHTO abgeglichen, aber obwohl Musikfarbe und Programm recht identisch wirkten, stimmte es nicht mit dem auf 1690 überein. Von daher denke ich schon, dass es in dem Fall wohl ein Pirat aus Griechenland war. Aber ich werde definitiv auch mal nach CHTO Ausschau halten.


Der Griechensender aus Toronto. Das haette mich aber sehr ueberrascht.

von 102.1 - am 13.02.2017 07:56
Vor etwa einer Woche hatte ich immer abends, so um diese Uhrzeit rum oder auch etwas eher, ein sehr starkes Signal eines arabischen Senders auf der 585 kHz. Und nein, es war nicht Tunesien, denn der kam mit der Drehung der Antenne nach Süden und Abgleich mit 630 und 684. Die Antenne zeigte ziemlichj exakt nach Osten (bzw. auch Westen, aber dort kam er bestimmt nicht her). Weiß einer welches Signal das gewesen sein könnte? Saudi-Arabien sendet doch auf der 594, da war aber nix starkes zu empfangen. Und Iran klingt auch etwas anders, jedenfalls bilde ich mir das ein.

Noch ein anderer Tipp: Tagsüber kann ich recht ordentlich mit Rahmenantenne auf 549 kHz das slowenischsprachige Programm von Radio Koper empfangen. Das italienische Programm auf 1170 kHz ist tagsüber nicht empfangbar. Beide sollen bloß 10 kW haben. In der Dämmerung dominiert kurzzeitig die Ukraine mit dem ersten Programm (übrigens auch auf 837 kHz mit rund 2s Verzögerung recht frei zu empfangen) ehe später R. Koper wieder stärker wird.

von Jens1978 - am 22.02.2017 20:06
Vielleicht eine Sondersendung wegen irgendeinem "Event"?

Was mich aber irritiert ist, dass die 891 aus Algerien nicht dauerhaft anbleibt. Der Sender scheint ja zu funktionieren. Jedenfalls als er mal ein paar Tage an war, war das Signal recht gut. Sowohl von der Signalstärke her als auch von der Modulation, beides war gut. Auf was warten die Sendebetreiber eigentlich? Alles irgendwie komisch.

Gelegentlich höre ich übrigens abends mal I AM Radio auf 1530 aus Mailand(?). Der kommt recht ordentlich an, dafür das er nicht unbedingt ein Hochleistungssender ist. Mittlerweile erkennt man in meinen Augen durch die ganzen schwachen aber dennoch zu empfangenen Sender das eigentliche Potential dieser unteren Frequenzbänder.

von Jens1978 - am 13.04.2017 05:51
@radio56: keine Ahnung. Bis nach Lübz reichen die Niederländer nicht, aber auf dem WebDSR-Rx. in Enschede kann man Hot Radio Hits auf der 828 kHz deutlich vernehmen. Sonntags wurde da mehrfach die Musik unterbrochen für Mikrofontests ("One Two Three Four"), so dass ich zunächst an einen Piraten dachte. Auch momentan ist am WebDSR Rx eindeutig nur 1 Sender ohne Interferenz auf der 828 empfangbar.

EDIT 12:03 MESZ: Die 162 kHz aus Allouis war heute vormittag vorübergehend abgeschaltet. Um 10.46 Uhr auf 162 kHz nur Rauschen und auch das Wasserfall-Diagramm zeigte beim WebDSR-Rx in Enschede auf der QRG kein Signal, das kommt sonst auch bei Tag dort sehr stark an. Jetzt ist der Leerträger wieder da.

von Analog-Freak - am 25.04.2017 08:20
Diese Meldung habe ich bei legale zenders nederland auch gelesen.Mal ganz ehrlich,es bleibt eine Art Hobbyradio.Der Sender aus Huissen auf 828 kHz sendet hier seit Wochen schon das gleiche in verzerrter Modulation.Der ist da 30 km entfernt kommt aber auch abends und nachts ohne Störungen nennenswerter Art.Es sind eher Nostalgiefans die eine solche Station einschalten.Grosse Hörezahlen wird man damit nicht erreichen.Und es ist ja auch nicht umsonst.Der ein oder andere wird sich wohl überlegt haben ob sich der Aufwand lohnt.Die Sender die ihre Lizenz zurückgezogen haben kannte ich bis dato auch nicht.Mal sehen was in den nächsten Monaten noch geschieht.Die 1008 kHz soll ja zum ersten September auch abgeschaltet werden.Das wäre theoretisch eine neue LPAM Frequenz.

von Radio10 - am 30.05.2017 04:02
@ satjay: "Hier bislang nur Madrid auf 918, ganztägig" .............. Aktuell bei mir auch, aber nur während der Dunkelheit.

@ Jens + Randfunker:

ich hatte es leider nicht vermerkt: Rx: SONY ICF 2001D & Sangean ATS 909W, Ant.: 300 m Beverage-on-ground, dir to 042° (= Tokyo).

Ich habe Neujahr beide Empfänger parallel an der Beverage getestet. Sie schnitten beide fast gleich ab. Der Sangi klingt allerdings besser, so dass er demnächst anstelle des SONY mit in den Urlaub reist. Das spart Gewicht :-)

Es gab an jenem Tag noch mehr schöne Empfänge: Morgens kamen viele Amerikaner der Ostküste durch. Auf 1470 kHz wechselten sich nach 07.00 UTC drei Amerikaner untereinander ab. Auf der 918 kHz war abends zeitweise auch indische Musik hörbar. Auf 1377 kam ebenfalls China durch.

Wenn Zeit ist rolle ich den Draht wieder aus. Beste 73, Ingo

von Grenzwall DX - am 04.01.2018 16:42
Ein paar Logs vom 18.02.2018, 15.55-18.00 UTC:

325 S NDB "PG" Vänersborg S=2
358 S NDB "AS" Arvidsjaur S=2
514 EST NDB "GO" Anari S=2
525 RUS NDB "PL" St. Petersburg-Pulkowo S=4
672 UKR NDB "RS" Rashivka S=3
747 IND All India R. Lucknow A (300) S=3 17:30 engl. Nx
747 CHN ? ? S=3 Chinesisch, keine verständliche ID
819 IND All India R. ? S=3 Hindi, typ. Musik, leider keine verständliche ID
873 IND All India R. Jalandhar (300) S=3
918 IND All India R. Suratgarh (300) S=4
918 CHN Shantong RGD Jinan (200) S=3
945 CHN CNR-1 Jiaohe (400) S=3
945 IRN IRIB Kurdestan Dehgolan (100) S=2
1020 RUS NDB "DK" Glotayevo S=4
1305 X ? ? S=3 Chinesisch, keine verständliche ID
1377 CHN CNR-1 Xingyang (600) S=5 ging auch im Autoradio
1476 IRN IRIB Kurdestan Marivan (20) S=3 // 945 kHz
1557 TWN R. Taipei Int.? Kouhu (300) S=4 Chinesisch, ID unverständlich
1566 KOR FEBC ? Jeju (250) S=4 Koreanisch, keine ID!
1584 G Panjab R. London (2) S=3
1593 CHN CNR-1 Changzhou (600) S=3 hörbar, aber völlig von Rumänien überlagert

Rx, Ant.: Sangean ATS 909W, 300 m Beverage auf dem Rasen, dir to 044° (Harbin=NordostChina)

73, Ingo :-)

von Grenzwall DX - am 19.02.2018 10:01
@ Jens:
Ja, spann Dir so einen Draht und schließe ihn per Stecker an deinen Empfänger an. Ich vermute mal, 100 m müssten reichen. Ich hab "Wickeldraht" aus dem Gartenmarkt genommen. Es ist isolierter dünner Stahldraht. Am hinteren Ende der Antenne wickle ich ihn um einen Eisenstab, der im Rasen steckt. Eine bessere Erdung fällt mir momentan (noch) nicht ein.

Auf 1566 hab ich eindeutig was Koreanisches gehört. Den indischen National Channel auf gleicher Frequenz bekomme ich bei mir nur selten mal an die Antenne. Keine Ahnung, woran das liegt. Vielleicht müsste ich die Beverage dafür besser ausrichten? Werde es demnächst mal testen.

Mit 'ner größeren Rahmenantenne hörst Du bestimmt etwas aus Übersee. Ich hab mehrere Winter mit diesem kleinen Teil von TECSUN "AN-200" DXt. Das ging auch einigermaßen. Aber die Ergebnisse am langen Draht gefallen mir besser. Wenn deine Rahmenantenne nun größer ist... Versuch macht kluch! Für welchen Frequenzbereich ist sie denn entwickelt? Marke Eigenbau? Ich hab nur einmal Rahmen vs. Draht getestet. Damals gefiel mir die drahtige Variante besser.

Noch etwas zu den oben notierten S-Werten: Das sind Maximalwerte. Oft herrscht tiefes, langsames Fading, so dass die Stationen zeitweise völlig verschwinden, um dann langsam wieder hervor zu kommen. Das ist oft ein Geduldspiel :-)

73, ingo

von Grenzwall DX - am 19.02.2018 10:40
Eine bessere Erdung ..........

Die "bessere" Erdung wäre über einen Widerstand von ca 500 Ohm. Ohne Widerling geht sonst die Richtwirkung verloren.

Der Vorteil solcher Antennen ist ihre grosse Bandbreite. Eine Aperiodische Antenne wie die Beverage kommt nie in Resonanz mit der erregenden Betriebsfrequenz. Wie alle Langdraht Antennen ist ihr Speisepunkt hochohmig und verlangt je nach Empfängereingang ein Transformationsglied (1:10)

Eine Beverage" ist eine Antenne, welche länger als ihre Betriebswellenlänge ist, meist mehrere Lamda! Ab 5 Lamda besitzt sie eine extreme Richtwirkung.

Ich denke, wir dürfen somit unsere "Schwänze", welche wir auslegen, ruhig noch Langdrähte nennen, hihihi.

(Es soll tatsächlich schon Leute gegeben haben, welche "echte" Beverage Antennen aufgebaut haben, mehrere km lang.)

von DABit - am 19.02.2018 19:11
@Grenzwall
Tja, einfach mal eben auslegen ist leichter gesagt, als getan ;-) Meine Rahmenantenne hab ich selber gebaut, Frequenzbereich geht von ca. 145 kHz bis ca. 1710 kHz, nur Antenne und DrehKo ca. 520 bis ca. 1710 kHz, Durchmesser ca. 80cm. Und ja, Überseeempfang ist damit locker möglich, hab auch schon Indien auf 1566 damit gehört, deshalb ja auch meine Frage zu den anderen Indienempfängen bei dir auf der Mittelwelle, denn diese Frequenzen sind mir noch nie aufgefallen und S=4 finde ich schon beachtlich. Vermutlich sollte ich einfach mal bei Dämmerung wieder mal probieren was aus Richtung zu empfangen :-) Ach ja, vor ein paar Tagen hab ich quasi durch Zufall auch entdeckt, dass auf der 540 kHz nachts Kuwait mit dem Hauptprogramm hier locker damit zu empfangen ist, S=3-4 und das sogar sehr stabil.

von Jens1978 - am 19.02.2018 21:37
Ja, 1km oder mehr ist ein ganz spezielles Erlebnis. Ich konnte nur einmal in meinem Leben meinen guten, alten FRG7 (Yaesu) an einen 1200m langen Draht in 5m Höhe ausprobieren. Der war provisorisch an Telefon Leitungsmasten montiert, zickzack, wie die Masten halt aufgestellt waren.

Die Erdung war ein ungewendelter 470 Ohm Widerstand mit 1W Belastbarkeit an einem 1,5m langen Wasserrohr.

Als Widerling kannst Du nehmen, was Du findest, so um 500 Ohm herum. Das ist nicht soo kritisch. Wichtig ist, dass Du keinen Drahtwiderstand erwischst, die sind gewendelt und haben grosse Induktivitäten. Wenn Du nur ein provisorischer Aufbau verwendest, (wie ich's glaube gelesen zu haben), ist die Belastbarkeit auch egal, da Dein Draht offenbar ja am Boden liegt. Auf 5m Höhe werden bei Gewittern schon beachtliche Spannungen induziert, dass ein 1/4 Watt Widerling keine grosse Lebenserwartung geniesst.

Da der FRG7 einen hoch ohmigen Eingang besitzt, konnte ich ihn ohne Transformationsglied anschliessen. Eine gut geerdete Auto Zündkerze setzten wir als "Grobschutz" ein und eine kleine Glimmlampe (aus einem Schraubenzieher) als Feinschutz. Zwei antiparallele, schnelle Dioden direkt am Empfängereingang besorgten den Rest.

Wenn Du das offene Ende Deiner Antenne erdest, wird der Empfang deutlich ruhiger werden, da atmosphärische Störungen zum grössten Teil abgeleitet werden.

Nun hoffe ich, dass Du Deine Anlage noch etwas optimieren kannst und wünsche Dir viel Glück dabei!

von DABit - am 20.02.2018 10:37
Natürlich bekommst Du das hin! Ein Stück Eisen, welches Du in den Boden hauen kannst, findest Du sicher. Das bekommt ein Loch und eine passende Blechschraube. Dann benötigst Du noch zwei Lüsterklemmen und den Widerstand, 470 oder 560 Ohm, 1/4 Watt oder grösser. Dann ein Stückchen Draht unter die Schraube und in eine Lüsterklemme mit dem Widerling, dann auf der anderen Seite das Gleiche mit dem Antennendraht und der anderen Klemme. Falls Du das Ganze längere Zeit liegen lässt, wäre es gut, den Widerstand in etwas ein zu packen. (Schrumpfschlauch, kleine Kunststoffdose, damit die Verbindung nicht grad im Wasser zu liegen kommt, wenn es Regnet.)

Nimm doch für die ersten Versuche einen Zelt Hering, einen langen, ca 70-80cm. :)

https://de.wikipedia.org/wiki/Beverage-Antenne

von DABit - am 20.02.2018 17:05
Ja gerne, das können wir machen. Email ist unterwegs.

Wenn Du Deinen Draht nur provisorisch ausgelegt hast, nehme ich an, dass Du ihn bei Gewittern aus ziehst. Das aber ausserhalb des Hauses! Somit könntest Du auf die Schutzelemente verzichten.

Wenn die Antennenanlage aber fest installiert werden sollte, gibt es Vorschriften bei der Hauseinführung. (Potentialausgleich, Überspannungsableiter usw.)

Eine wichtige Sache wird bei so ausgedehnten Antennen immer wieder vergessen, nämlich die Sonne! Wenn das interplanetare Magnetfeld wieder einmal am Erdmagnetfeld "herum zupft", werden auch hohe Spannungen und Ströme in die Leiter induziert! Das führt im hohen Norden zwar zu schönen Polarlichtern, bei uns aber zu "leuchtenden" Widerständen. In Freileitungen können Spannungen induziert werden, welche die Schutzbeschaltung zum Auslösen bringen und Transformatoren beschädigen! Auch Totalausfälle auf Kurzwellen wurden schon beobachtet. (Mögel Dellinger Effekt.) Schiffs Funker glaubten sogar an einen Empfänger Defekt. Das ist zwar eher selten, aber wenn's vor kommt wohl schon noch so speziell, da man im ersten Moment noch nicht ahnt, was gerade ab geht, hihihi. Irgend einmal um 1880 herum, ich weis das genaue Datum grad nicht mehr, bekamen die Fräulein vom Telegraphenamt beim Umstöpseln der Verbindungen eine "gewischt", aus den Steckern sprühten Funken und bei den Fernschreibern entzündeten sich die Papierstreifen.

Nun ja, heute hätten geomagnetische Stürme dieser Stärke noch ganz andere Auswirkungen auf unsere hoch technisierte Welt. Stichwort "Satellitensterben". Was funktioniert alles nicht mehr ohne GPS? Ohne Internet via Satellit, ohne Telefon via Satellit, ööh Fernsehen?

von DABit - am 06.03.2018 12:36
Am vorigen Wochenende war mal wieder Zeit für Antennenbau und Mittelwellen-DX. Zur Verfügung stehen derzeit
1.) eine 1100 m lange Beverage-Antenne, gerichtet nach 088° (Ri. Kabul-Delhi-Jakarta), die in 2,5 m Höhe hängt und am Ende mit einem 520 Ohm Widerstand geerdet ist - für die Richtwirkung nicht unwichtig. Die Impedanzanpassung fehlt noch, aber funktionieren tut's trotzdem schon. Damit lausche ich abends ab ~15:30 UTC gen Asien.
Und 2.) für den morgendlichen Amerika-Empfang kommen 300 m Draht zum Einsatz, der einfach auf dem Feld ausgerollt wurde (Ri. 290° = Miami, ohne Erdung und all zu viel Richtwirkung).

Folgende Signale kamen mir an die Antenne:


397.5 ? NDB "TST" QTH ? S=3 05:00 UTC
585 IRN IRIB R. Farhang Teheran (600) S=4
594 IND ? A.I.R.-Gen. Overseas Sce. Magra (1000) S=3 typ. Musik, ID unverständlich
666 G BBC Radio 5 Fulford ? S=4 MWLIST: ungelistet
693 IRN IRIB R. Khalij-e Fars Bandar-e Lengeh (100) S=4
693 BGD Bangladesh Betar ? Dhamrai (1000) S=1-2 keine ID, vel zu sehr gestört, typ. Musik
747 IND All India R.-Zentralprogr. Lucknow (300) S=4 // 801-819-918 u.a.
774 IND All India R.-Zentralprogr. Shimla (100/50) S=2 // 801-819-918 u.a.
801 IND All India R.-Zentralprogr. ? Jabalpur (200) S=3 mehrere Tx möglich, // 819-918 u.a.
819 IND All India R.-Zentralprogr. ? Delhi (200) S=4 mehrere Tx möglich, 16:00 UTC Hindi News u. engl. ID,
846 IND All India R.-Zentralprogr. ? Ahmedabad (200) S=4 mehrere Tx möglich, // 801-819-918 u.a.
873 IND All India R.-Zentralprogr. Jalandhar S=3 // 801-819-918 u.a.
900 IRN IRIB R. Quran Teheran (600) S=4
918 IND All India R.-Zentralprogr. Suratgarh (300) S=5 // 801-819 u.a.
1140 USA WRVA Richmond (VA, 50) S=3
1180 CUB R. Rebelde Guanaboca I u.a. (50) S=3
1380 VEN Ondas del Mar Puerto Cabello (5) S=2 MWLIST: am Wochenende verlängertes Programm bis mind. 06:30 UTC
1440 USA WRED Westbrook (ME, 5) S=3 Werbung für WJAB 96.3 FM
1470 USA WLAM Lewiston (ME, 5) S=3
1566 IND ? A.I.R. Nat. Channel Nagpur-Buti Bori (1000) S=2 ID nur undeutlich!
1620 CUB R. Rebelde Guanaboca II (5) S=4
1660 PTR WGIT "Faro de Santidad" Canóvanas S=4
1690 USA WPTX Lexington Park (MD, 1) S=3
1690 GRC Samurai R. Kalamata S=4 s/on 4:00 UTC


Wenn nicht anders vermerkt sind die Sender eindeutig identifiziert worden! Die S-Werte sind Maximalwerte!

Bei den indischen Stationen, die jetzt Ende März ab ~15:30 UTC herein kommen, war es im Einzelfall manchmal schwierig, den exakten Senderstandort zu nennen / siehe MWLIST. Die beobachteten Frequenzen waren zuerst auseinander geschaltet (vermutlich regional) und dann bis gegen 16:30 UTC nach und nach alle parallel, erkennbar z. B. daran, dass plötzlich überall die gleiche Musik lief.

Die Signale waren alle sowohl abends (Asien) als auch morgens (Amerika) einem sehr langsamen tiefen Fading unterworfen. Interferenzen gab es auf fast jedem Kanal. Besonders am 25.3. schienen morgens gute Karibikbedingungen zu herrschen. Die letzten Amerikaner verschwanden erst ~90 Minuten nach Sonnenaufgang im Rauschen.

Weiter fiel mir auf, dass trotz der vielen Meter Draht viele Frequenzen von europäischen Signalen komplett blockiert waren. Die 873 kHz aus Indien konnte ich nur mit viel Geduld empfangen. Man(n) darf da also auch nicht zu viel erwarten. Der Bau so einer Antenne lohnt in meinen Augen trotzdem - falls die Möglichkeit besteht.

Abschließend sei "DABit" für das technische Lehrmaterial gedankt. Ich bin ja noch in Entwicklung :-)

73, Ingo

von Grenzwall DX - am 26.03.2018 10:39
Habe meine Beverage-Antenne noch etwas auf 1340 m verlängert und die Impedanzanpassung mit einem "9:1 Unun" vorgenommen, den mir ein befreundeter Amateurfunker bastelte. Die Signale klingen jetzt einen Tick ruhiger als vorher. Die Richtwirkung der Antenne ist wg. des 520 Ohm-Endwiderstandes unverkennbar. Leider kann ich sie mangels Platz nicht mal eben nach Hawaii (Norden) drehen. Dafür muss ich mir was anderes bauen ;-)

Ein erster Test brachte wieder Indien auf Mittelwelle, dazu IRIB-Regionalstationen und Afghanisten, Beispiele:


729 PAK PBC Holy Quran? Peshawar 23232 Koranmusik, keine ID gehört
747 IND All India R. Lucknow (300) S=3 // 819
774 IND All India R. Shimla (100) 22242 // 819
819 IND All India R. Delhi (200) 44433 Hindi
846 IND All India R. regional Ahmedabad (200) 33322
846 IRN IRIB R. Tabriz Mianeh (50) S=2
1296 AFG Ashna R. Pol-e Charkhi (400) 35333


Datum/Zeit: 2.4.2018, 16:15-16:35 UTC - also wenn die Sonne noch mind. 10° überm Horizont steht!
Hoffentlich hab ich bald wieder Zeit für's Hobby.
73, Ingo

von Grenzwall DX - am 03.04.2018 14:29
@ Chris'66:
Ja, es ist wirklich beeindruckend. Ich hätte es mir selbst nicht zugetraut so ein Ding zu bauen. Ich bin/war ja überhaupt nicht bewandert auf diesem Gebiet und hab bis vor kurzem nur Drähte verwendet, die ich meist auf der Wiese auslegte und direkt per Antennenstecker an den Antenneneingang des Sony oder den Sangean anschloss. Auch damit kann man viel empfangen!
Die 1.3 km lange Antenne besteht aus nur 0.35 mm dünnem Stahllackdraht, den ich mir bei Ebay besorgte (Meterpreis: 1 ct). Ich hab gleich 4 km davon gekauft. Man weiß ja nie :-)
Aufgehängt habe ich den Draht über Kopfhöhe von Baum zu Baum. Immer schön geradeaus. Das war ein Kompromiss, denn ich möchte das gute Stück eine Weile hängen lassen. Sehen soll sie möglichst keiner, Fahrzeuge müssen unten hindurchfahren können. Und Wolf und Wildschwein haben jetzt nicht mehr ihre Hufe drin ;-) Der Bau hat einige Tage in Anspruch genommen.

"Welche Richtungen..:"
Leider nur Ost-West. Möglich wäre es, den Empfangsplatz und den Antennen-Endpunkt samt Erdung gegeneinander zu tauschen. Dann zeigt sie eben nach ~270°, was in etwa Richtung Caracas / Venezuela entspricht.

Die Gedanken zur Nordrichtung ... Vielen Dank dafür! Daran hatte ich noch gar nicht gedacht. Das wär ja mal ein Traum, Hawaii auf Mittelwelle :-) Allerdings hab ich dafür noch keinen Empfangsplatz gefunden. Möglich wärs höchstens mit weniger Draht. Aber rund um den Nordpol beginnt nun der Polartag und damit eine lange Periode der Dämpfung aller LW/MW-Signale, die dort entlang gehen.

Gestern Abend hatte ich noch ein gutes Stündchen Zeit für die Senderjagd. Und was soll ich sagen - Es fängt an richtig Spaß zu machen:

kHz ITU Station QTH Tx (ERP) SINPO Info
1296 AFG Ashna Radio Pol-e Charki (400) 43322 Politik, über Afghanistan
1107 AFG R. Afghanistan Pol-e Charki (400) 32322 ID: "Radio Kaabool"
1107 CHN Xinjiang RGD Hutubi (120) 43322 Kasachisch-Dienst, // 4850-6015 kHz
963 CHN Xinjiang RGD Gulja + Qoqek (je 10) 43322 Kasachisch-Dienst, // 4850-6015 kHz
1143 CHN Xinjiang RGD Tashkurgan (nur 1 kW!) 43322 Kasachisch-Dienst, // 4850-6015 kHz
972 IRN IRIB R. Ilam Ilam (100) 43333 Farsi
1044 IRN IRIB R. Ilam Dehloran (50) 33322 // 972
747 IND All India R., regional Lucknow (300) 34333 Hindi, ind. Musik, vor 17:30 UTC nicht // zur 819 kHz aus Delhi
972 CHN Xinjiang RGD Altay (ERP ?) 22332 Kasachisch-Dienst, // 4850-6015 kHz
738 CHN Xinjiang RGD Hutubi (120) 32332 Chinesisch-Dienst, // 3950-5060; stark gestört durch WRN (Moskau)
675 CHN Xinjiang RGD Altay (nur 1 kW!) 23232 Chinesisch-Dienst, // 3950-5060
279 TKM TR 1 Watan Karatamak (150) 32442 sehr leise moduliert, starke Störungen durch NDB's
520 RUS NDB "OO" Shaykovka (...Watt) S=4 QTH: Oblast Kaluga
524 ??? NDB "OZ" UNID S=2 Herkunft ?
507 ??? NDB "BN" UNID S=2 Herkunft ?
507 RUS NDB "ND" Bolshevik S=3 QTH: Obl. Krasnodar
520 GEO NDB "DF" Mukhrani S=2

Die Signalstärken fand ich teils beachtlich, aber die Empfänge der 1 kW Sender finde ich nahezu unglaublich. Ob die da vor Ort die ERP inzwischen erhöht haben?
Sehr störend empfand ich das teils heftige Fading. Ich hatte ruhigere Signale erwartet.

Per mobilem Zugriff auf MWLIST lassen sich die empfangenen Sender besonders dann gut identifizieren, wenn man die dort notierten Parallelfrequenzen abgleicht. Mit etwas Geduld hat man aber auch eine Stationsansage gehört.

So viel für heute. Beste Grüße, Ingo

von Grenzwall DX - am 04.04.2018 07:53
Hallo Christian,

danke für die Hilfe bei den Baken. Ich finde in dem rumänischen Dokument auch Baken bei 75 MHz, wenngleich ohne Kennung. Da müssen wir mal bei Sporadic die Ohren spitzen :xcool:

Vielleicht ist ja die "OZ"-Kennung bei 524 kHz ein sog. "Miss-Keying", bei dem eine fehlerhafte Kennung ausgesendet wird? So etwas kann ich hier täglich auf 385 kHz hören, Kennung "NJ": Das Signal kommt vom zivilien Flughafen nahe Lodsch in Polen. Eigentlich ist dieses NDB aber mit "NWT" gelistet. Die beiden Kennungen ähneln sich im Morsecode sehr: NJ lautet -. .--- und NWT lautet -. .-- -

Ja, gerne mehr davon. Mir fehlt nur oft die Zeit fürs Hobby.

Viele Grüße, Ingpo

von Grenzwall DX - am 05.04.2018 06:10
Ich hab ein paar Logs vom So., dem 8.4.2018 / 18:50-20:00 UTC

kHz ITU Station QTH Tx (ERP) SINPO Info
1503 EGY ERTU Koran-Programm El Arish (25) 22332 // 864 kHz
1550 ALG Saharawi Arab DRNR.? Rabouni (100) 22442 Arabisch / keine verständliche Stationsansage!
1530 STP VOA-Relais Pinheira (600) 32422 Französisch
1431 DJI R. Sawa Doraleh (300) 43433 Arabisch
... sowie:
341 F NDB "IS" Campo del Oro/Ajaccio, Korsika S=2
432 MKD NDB "IZD" Izdeglavje S=2
1395 HOL 2 Kleinsender UNID S=3 holländ. DJ's / 1xSchlager, 1xPolka

Rx/Ant: Sony ICF 2001 D, 300 m geerdeter Draht auf der Wiese, dir to 169° (Libyen / Zentralafrika)

von Grenzwall DX - am 09.04.2018 06:55
Ich hab ein paar Logs vom vergangenen Wochenende. Empfangszeit war jeweils zu Sonnenuntergang +/- 90 Minuten.

kHz ITU Station QTH Tx (ERP) SINPO Info
531 IND AIR Delhi Jodhpur (300) 2---- nur 1x kurzzeitig hörbar, // 747-819
774 CHN Hubei RGD ? Wuhan-Da. (200) 2---- Chinesisch, keine ID gehört!
774 IND AIR Delhi Shimla (100) 2---- // 747-819 u.a.
990 IND AIR Delhi Jammu (300) 2---- // 747-819
1134 KWT R. Kuwait Sulaibiyah (100) 54333
1134 IRN IRIB 1 Bojnurd (10) 23222
1143 IRN IRIB 1 Yasuj (50) 24222
1242 IND AIR Delhi Varanasi (100) 2---- // 747-819
1431 DJI R. Sawa DJI-Doraleh (300) 43433 // 990 CYP

Rx/Ant.: Sony ICF 2001 D + 1340 m Draht

Beste Grüße, Ingo

von Grenzwall DX - am 17.04.2018 07:31
Ja, ein schönes "Experiment" und ein schöner Name für eine grossartige Arbeit! 1340 Meter Draht verlegt man nicht einfach mal so auf die Schnelle.

Neigungen und Knicke, also Ecken, leichte Bebauung (sofern keine "Störsender" wie Schaltnetzteile enthalten sind) spielen bei einer Beverage Antenne eine untergeordnete Rolle. Viel wichtiger ist eine gute Erdung des Widerstands am Ende des Drahts!

Ich habe bei mir ca 40 m Draht auf das Dach dem Giebel entlang montiert und empfange vor allem Schaltnetzteile und Elektronik aus der ganzen Umgebung.

Eine gute AM-Antenne gehört weg vom Haus und elektrischen Anlagen, je weiter um so besser! Geräte und Verstärker werden am Besten über 12 Volt Batterien gespiesen. (Kleine Solar-Anlage o h n e Regler, nur Relais für ein / aus!)

von DABit - am 18.04.2018 22:18
Hmm ja, dieses "Klick" wird man nur einmal hören, dann ist das Radio zu Tode gestorben! Ein gutes Weidezaun Gerät "zwackt" mit bis zu 10 kV und 10 A! Der Impuls ist zeitlich begrenzt, um die Energie im vorgeschriebenen Rahmen zu halten. Jawohl, für solche Geräte existieren Vorschriften zum Personen und Tier Schutz! (Obwohl die Kühe viel besser zu melken wären, wenn sie auf dem Rücken liegen!)

Grundsätzlich ist jeder solide Draht als Antenne nutzbar, mit Anpassung sogar zum Senden. Die Kunststoff-Bänder mit den feinen eingewobenen Drähten eignen sich nicht so gut. Da hatte ich Mühe, ein stabiles VSWR bei CB-Funk zu erhalten. Solide Drähte gehen aber gut. Mit Zäunen haben wir schon Rombus-Antennen und ähnliches (V-Ant.) gebaut!

Der grosse Vorteil solcher Zäune ist die hervorragende Isolation der Drähte, müssen sie doch einige kV auch bei Regen isolieren können!

von DABit - am 20.04.2018 08:30
Wie ich sehe hat mein 1,3 km langes Experiment so einiges an Aufmerksamkeit erregt - selbst bei Leuten, die hier nur mitlesen und lieber Emails schicken. Danke deshalb für alle hilfreichen Gedanken und Hinweise. Ich lern ja noch und bin in Sachen beverages noch längst nicht kompetent.

@ Rheinländer: "also 1340m lang? also 1,3Kilometer? ... Wie genau hast du die in den Bäumen befestigt?"
Ja, der Draht ist tatsächlich so lang. Platz wäre für bis zu 1,8 km. Aber ich möchte nicht länger bauen, da der Öffnungswinkel dann schrittweise abnimmt, wie ich gelernt hab. Meine Antenne schielt momentan mind. 20° nach links und rechts, was mich sehr erfreut.
Ich hab den Draht einfach über die Astgabeln gelegt, also locker von Baum zu Baum gezogen. Er hängt immer noch straff genug, wie ein Kontrollgang zeigte. Sturm darf es freilich nicht geben.
Während der Bauzeit nach Frühlingsanfang dominierte in mir die Idee, das das Provisorium maximal bis Ostern halten muss. Vielleicht ein paar wenige DX-Nächte! Der Gedanke war nicht etwas Bleibendes zu schaffen. Aus diesem Grunde wird die Beverage in den nächsten Tagen wieder verschwinden. Im Herbst baue ich mir vielleicht was Neues.

@ DABit: "1340 Meter Draht verlegt man nicht einfach mal so auf die Schnelle."
Draht besorgen: eine Woche (Ebay, lfd. Meter für 1 ct zzgl. Versand). Hab 4 km davon gekauft =gut 40 Euronen.
Draht aufhängen: zwei Stunden für DX-Platz-Suche, 3-4 Stunden Bauzeit, was wg. der örtlichen Gegebenheiten schwanken dürfte. Dazu ein paar Lötarbeiten usw..
Ging alles nicht von heut auf morgen. Am Anfang hab ich nur mit Endwiderstand getestet, ohne dieses gut geerdete Ballun-ähnliche Teil namens "9:1 Unun", der die Signale etwas ruhiger werden lässt.

@ DABit: "Viel wichtiger ist eine gute Erdung des Widerstands am Ende des Drahts!"
Widerling und dieser Unun sind geerdet, aber die Erdung steckt in lockerem Brandenburger Sand. Das ist sehr ungünstig! Ich müsste mal mit Wasser nachhelfen. In feuchter Erde funktioniert das besser. Sendeanlagen baut man nach Möglichkeit auch auf feuchtem Terrain.

@ DABit: "Eine gute AM-Antenne gehört weg vom Haus..."
Kann ich nicht anders empfehlen. Deshalb DXe ich meist draußen im Grünen. Ich hab von all den Störungen daheim genug.

@ Jens1978: Nein, keine Absprache (nächstes mal aber gern). Da werde ich nächstes mal dran denken müssen, denn es könnte durchaus sein, dass sich jemand dran stört. Abgeschnitten hat in der Zeit niemand was. Und demnächst ist das drahtige Objekt wieder Geschichte.

@ satjay: Mit diesen 200 Metern kannst Du bestimmt dienen Spaß haben. Da müsste doch was zu hören sein - selbst ohne Erdung! Bei mir blockieren die Spanier und Briten ebenfalls viele Frequenzen. Aber am lautesten sind die vielen Rumänen. Die 1071 kann ich wg. dem Tschechische Rundfunk kaum nutzen, der hier stark einfällt.

@ WiehengeBierge: "Hat Jemand sowas (also elektrischen Weidezaundraht als Beverage-Antenne) probiert?"
Ich hab im vergangenen Herbst so etwas ähnliches probiert. Ich hatte einen 1,80 m hohen und 800 m langen nahezu quadratsch verlegten Wildzaun als Antenne getestet. Ich war mäßig zufrieden, denn es gab deutliche Störsignale im AM Bereich! Allerdings hatte ich ohne Erdung und Anpassung gearbeitet. Vielleicht wär mehr drin gewesen.

Gestern habe ich morgens noch drei Logs mit einem kürzeren Draht eingesammelt:

kHz ITU Station QTH Tx (ERP) SINPO Info
750 VEN R. Caracas Caracas (100/50) 22332
750 USA WSB Atlanta (50) S=2
1620 CUB R. Rebelde Guanabacoa (5) 21331 unter griechischem (Piraten?)-Sender hörbar, // 5025 kHz

Vielleicht fühlt sich ja der eine oder andere eingeladen, selbst mal ein paar hundert Meter Draht - und sei es nur für ein paar Stunden - zu verlegen. Selbst ohne die Erdungen funktioniert das schon provisorisch brauchbar!

Viele Grüße, Ingo

von Grenzwall DX - am 20.04.2018 11:39
Ich wohnte mal am Rand eines Ausgedehnten Wiesengebietes mit vielen Weidezäunen, Kilometerlang....
Da machte Ich mal einen Test mit einem Tragbaren Mittelwellenempfänger.
Der wurde mit seiner Rückseite sehr Nahe an einen ( Stromlosen ) Weidezaun gehalten.
Es waren nun sehr Viele MW Stationen zu empfangen.
Im Prinzip hätte Ich vom Wohnhaus aus ca. 10- 20 m Draht verlegen können um ein Stationäres
AM Radio mit dem Zaun zu verbinden. Habe das aber Nie versucht.

An einem Anderen Wohnort war mehrere 100 m über ein Feld eine Telefonleitung zum Haus gespannt,
es handelte sich um eine Freilandleitung mit 2 Dicken Drähten..
Diese war aber Tot. Daran Klemmte Ich mit 5 m Draht den AM Eingang eines Röhrenradios und
konnte somit die Luxemburger Mittelwelle wesentlich Besser empfangen. Das Zuhören per MW
was dann angenehmer als das Zuhören via 6090 Khz.

von RADIO354 - am 20.04.2018 14:24
Hmm, aus der Speisespannung wird mittels Schaltregler eine Spannung von etwa 400 VDC erzeugt. Dieses Pfeifen kann man im Radio hören. Mit den 400 V wird ein Kondensator aufgeladen, welcher sich schlagartig über einen Thyristor (früher Glimmröhre) in die Primärwicklung eines Hochspannungstransformator entlädt. Die Sekundärseite des Hochspannungstrafo wird auf die Erdungs Klemme und die Zaun Klemme geführt. An diesen zwei Polen liegt die Nutzspannung, welche intern über eine Schutzfunkenstrecke geführt wird, an. Diese schützt den Trafo vor internen Durchschlägen.

Die Energie der Anlage wird über die Kapazität des genanten Kondensator definiert. Modernere Anlagen messen die Energie, welche von der Last (Tier) aufgenommen wird und bemessen darüber die Impulsdauer. Ganz teure Geräte verfügen über eine Schleifenstrom Messung. Da wird am Ende des Zauns der Impuls nochmal gemessen, was eine Aussage über die Funktion zu lässt (Kurzschluss, Unterbruch). Ganz seltene Geräte sind in der Lage, Alarm zu schlagen, z.B. aufs Handy, wenn eine Störung aufgetreten ist. (z.B. Zaun gerissen, Kühe ausgebüxt.)

Da bei solchen Geräten auch Prozessoren eingesetzt werden, ist deren Rauschen, Pfeifen auch im Radio zu hören.

Das kurze Knacken der Hochspannungspulse ist somit das kleinste Übel, es sei den, das Radio hängt direkt daran. Das bekommt augenblicklich Flugwetter, da sei Besitzer es beim ersten Zwack in hohem Bogen weg wirft! Was in solchem Fall auch zweckdienlich erscheint, falls er die Tonne schon beim ersten Mal trifft!

von DABit - am 20.04.2018 23:38
Am Sonntag war etwas Zeit fürs Hobby ***freu***

1.) morgens 4:20...5:10 UTC, Sony 2001 mit 370 m Draht, der auf der taunassen Wiese ausgerollt wurde (inkl. Erdung):

kHz ITU Station QTH Tx (ERP) SINPO Info
1660 PTR WGIT Canóvanas (10/1) 2---- Religiöses, Spanisch
750 VEN R. Caracas Caracas (100/50) 2---- Politik, Spanisch
720 CNR RNE 1 Las Mesas (25) 22332 // 738 u.a.
747 CNR RNE 1 Mesas de Galaz (25) 2-332 // 738 u.a.
747 E RNE 1 Puerto de Sta. María (10) 2-332 deutlich 2 Tx für R. Nacional hörbar
1440 USA? WPRD? Winter Park (5/1) 14231 Spanisch, no ID!

So ein Draht funktioniert auch auf höheren Frequenzen, wie z.B. den Amateurfunkbändern:

kHz ITU Station QTH Tx (ERP) SINPO Info
1831 RUS R3LA Smolensk 3----
3728 POL SQ4FDK/p x 3---- portable QTH
3799 NZL ZL1IU Okaihau 2----
3799 NZL ZL2OK Takapau 1----
7020 B ZW8T Teresina 4----
7161 AFS ZS6HA Ermelo 2----
14037 RUS UD8V Myski (Sibirien) 2----

2.) am Abend ca. 17:50...19:10 UTC, Sony 2001 mit 1340 m Beverage, dir to 088°, geerdet

kHz ITU Station QTH Tx (ERP) SINPO Info
1566 KOR FEBC Korea Jeju (250) 44333 Jingle zur vollen Stunde, Koreanisch
1005 RUS NDB "LO" Klimovsk 3----
819 IND AIR Delhi? Delhi (200) 33322 um 18:10 der einzige hörbare Inder, nonstop ind. Musik, no ID!
585 PAK PBC R. Pakistan? Faqirabad (500) 33322 no ID, unter Teheran hörbar
1305 PAK PBC R. Pakistan? Larkana (100) 22332 // 585 !

Infolge der vielen Gewitterstörungen sah es mit verständlichen ID's leider mau aus :-( Auf 585 / 1305 ist beispielsweise auch aus Indien AIR West gelistet! Empfangszeit war dort ~18:50 UTC.

Aus purem Interesse habe ich nochmal den Empfang von 1.3 km Beverage vs. Loopantenne AN-200 getestet. Die meisten mit der AN-200 gehörten Signale waren 2 S-Stufen schwächer - und damit oft schwer aufnehmbar. Die atmosphärischen Bedingungen waren vermutlich nicht ideal wegen nahender Gewitter.

Die 1300 m Beverage werde ich heute für längere Zeit abbauen. Die DX-Zeit für sie verschiebt sich immer weiter in den Abend. Viele Asiaten haben Sendeschluss, wenn bei mir noch die Sonne scheint (Dämpfung!). Das kommt mir zeitlich nicht so gelegen.

Viele Grüße, Ingo

von Grenzwall DX - am 23.04.2018 09:08
Trotz sommerlicher Empfangsbedingungen macht die Mittelwelle immer noch Spaß. Heute habe ich Logs, die ich in Polen sammelte sowie solche, die mir zu Hause an die Antenne kamen. Meist waren es die "üblichen Verdächtigen", die offenbar bei brauchbaren Bedingungen recht oft hörbar sind:

1.) Freitag, 27.04.2018, 03:40-05:00 UTC in POL-Iłowa (Lubuska, 51°30' N + 15°13' E), SONY ICF 2001 D mit 300 m Draht (dir. to 086°, im Wald in 2 m Höhe von Baum zu Baum, kein Endwiderstand oder Erdung)

kHz ITU Station QTH Tx (ERP) SINPO Info
1602 ROU ALT FM Arad (1) 43333
1584 G BBC 5 Live Woofferton (0.5) 22322
1584 CEU Radiolé Ceuta (5) 32322
1566 BEN Trans World R. Sérarou (100) 22332 03:25 Engl.
1476 I R. Briscola ? Lenta (0.02) 45333 Ital., keine ID gehört !
1449 ARS SBC R. Riyadh Jeddah (200) 43333
1449 I RAI Veneto La Costa BL (3) S=4 5:18 UTC regional
1278 G Pulse 2 Bradford (0.4) 34333
1242 G Smooth R. Hoo (0.3) S=2
1062 I RAI GR Marche Forte Montagnolo AN (6) S=2 5:18 UTC, unter RAI Sardegna hörbar
1035 G Lyca Dilse R. Crystal Palace (3) 22342
985 RUS NDB "FK" Gagarin 23342
828 G Smooth R. Luton (0.2) 33333
756 G BBC R. Cumbria Brisco (1) 32222
750 VEN R. Caracas Caracas (50) S=2
747 HOL? UNID ? 33343 Pop mx
720 CNR RNE 1 Las Mesas (25) 23232
985 RUS NDB "FK" Gagarin 23342
828 G Smooth R. Luton (0.2) S=2
603 G Smooth R. Littlebourne (0.4) 22432
595 MRC SNRT Watania Oujda (50) 35333 keine ID gehört !
517 ROU NDB "ARD" Arad S=2
413.5 D NDB "DLS" Berlin-Lübars S=4
303 AUT NDB "RTT" Rattenberg/Tirol S=2
207 ISL RÚV 1 Eiðar (100) S=3
189 ISL RÚV 1 Hellissandur (300) S=2


2.) Dienstag, 01.05.2018, 03:10-04:30 + 19:00-20:10 UTC nahe meinem Heimatort Beesdau (Brandenburg, 51°47' N + 13°44' E), SONY ICF 2001 D mit 370 m Draht (dir. to 250°, ebenfalls im Wald in ca. 2 m Höhe von Baum zu Baum aufgehangen, heute mit geerdetem Endwiderstand und Impedanz-Erdung)

kHz ITU Station QTH Tx (ERP) SINPO Info
1690 USA WPTX Lexington Park (10/1) 25332
1660 PTR WGIT "Faro de Santidad" Canóvanas (10/1) 33322
1620 CUB R. Rebelde Guanabacoa (5) 35322
1440 BEL? Paradise FM Hohes Venn? 54333
1380 VEN Ondas del Mar Puerto Cabello (5) 23332
1290.4 ? UNID, Lateinamerika ? S=2 Spanisch, Freq. driftet > heftiges Interferenzpfeifen!
1290 VEN? R. Puerto Cabello ? Puerto Cabello (10) 23332
852 RUS NDB "OB" Moskau-Wnukowo 23432
675 QAT QMC R. Qatar Al-Arish (600) 45333 ID's zur vollen und halben Stunde gehört: "Idha'at Qatar",
an Loopantenne AN-200 mit S=2

MW-DX ist oft eine Sache, die viel Geduld erfordert. Das orientalische Signal auf 675 kHz habe ich seit Ostern beobachtet! Der Sender war meist abends ab ca. 30 Minuten vor Sonnenuntergang hörbar - im Einzelfall mit S=5! Was mir leider fehlte war eine verständliche ID. Da fielen im Arabisch-Programm sogar manchmal Worte wie "Oman" oder "Irak",die aber keine ID ergaben. Erst am 1. Mai zahlte sich das Warten aus :-)

73, Ingo

von Grenzwall DX - am 02.05.2018 10:17
Ein paar Logs aus der Nacht vom 9. zum 10. Mai 2018 - Gewünscht war Mittelwellen DX Richtung Südamerika. Aber von den Brasilianern war nichts zu hören. Stattdessen...

kHz ITU Station QTH Tx (ERP) SINPO Info
279 TKM Türkmen R. 1 Karatamak (150) 43443 mit ungewohnt guter Modulation!
540 KWT R. Kuwait Kabd (600) 33333 // 1134 kHz
588 NDB "SN" Simferopol S=3 CW
639 OMA R. Oman ? Mahda (100) 33333 // 1242, Arabisch, keine verständliche ID empf.
675 QAT R. Qatar Al-Arish (600) 43333
675 ARS SBC R. Riyadh Afif (20) 22232
675 IRN IRIB R. Hamadan ? Hamadan (50) 22222 eindeutig Farsi, ID via WRTH 2014, MWLIST: kein Eintrag
682 RUS NDB "RD" Platow (Obl. Rostov n/D) S=3 CW
765 ARS SBC Quran Qurayyat (20) u.a. 24332
873 ARS SBC Quran Ar Rass (10) 32332
927 IRN IRIB R. Lorestan Dorud (10) 34333
927 ARS SBC R. Jeddah Al-Hufuf (20) S=2
936 ARS SBC Quran Mekka + Riyadh (je 50) S=2
981 ARS SBC Quran Medinah (20) S=2
1044 ARS SBC R. Riyadh Afif (20) 22232
1044 IRN IRIB 1 Dehloran ??? 32332 via IRIB R. Ilam ?
1071 ARS SBC R. Riyadh Bisha (50) 42332
1080 EGY ERTU General Pr. El Minya + Luxor (je 10) 23332
1116 ARS SBC R. Jeddah Medinah (20) 23322
1134 KWT R. Kuwait Kabd (100) 54433 // 540
1143 IRN IRIB 1 Yasuj (50) 32332
1242 OMA R. Oman ? As-Seeb (200) 33322 // 639, Arabisch, keine verständliche ID empf.
1404 ARS SBC R. Jeddah UNID S=2
1431 IRN IRIB 1 Habibabad (200) 22332 // 549-1143, fehlt in MWLIST, QTH gemäß WRTH 2014
1467 ARS SBC R. Riyadh Hafar Al-Batin (50) 35333

Rx: SONY ICF 2001 D mit 370 m ungeerdetem Draht auf der Wiese Richtung SW.

Beste Grüße, Ingo

von Grenzwall DX - am 15.05.2018 07:08
Urlaubszeit ist DX-Zeit :-) Obwohl der Sommer nicht als Mittelwellen-Saison angesehen wird habe ich mir den Spaß gemacht, zweimal zwischen 02 und 04 Uhr UTC auf MW nach amerikanischen Signalen zu suchen. Zum Einsatz kam jeweils mein SONY ICF 2001 D mit angeschlossenen 370 m Draht (geerdet). Ich fands ganz interessant: Sämtliche amerikanischen Stationen sendeten in Spanisch. Signale aus den USA (und erst recht aus Kanada) fehlten, was wegen der Wellenausbreitung auch nicht so verwundert.

Logs vom 09.07.2018:

kHz ITU Station Tx (kW) SINPO Info
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
1620 CUB R. Rebelde Guanabacoa (5) 2-3-2 //5025
1660 PTR WGIT Canóvanas(10/1) 2-2-2 "Faro de Santidad"
1660 GRC R. Aquarius? Athen (x) 3---- s/on: 02:45 UTC
1380 VEN Ondas del Mar ? Pto. Cabello (5) 2---- span., keine ID gehört!
1350 VEN R. Guanipa El Tigrito (5) 34322 03:00 UTC ID, Hymne, nx
1470 MEX R. Formuloa 3 ? Mexico City (50/5) 2---2 oft "...Capital..." Ansagen > R. Capital (Lima) ?


Logs vom 20.07.2018:

kHz ITU Station Tx (kW) max. S-Wert Info
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
1620 CUB R. Rebelde Guanabacoa (5) 2 //5025, ab 03:45 holländ. Pirat auf 1620 kHz
1660 PTR WGIT Canóvanas(10/1) 3 "Faro de Santidad"
1350 ? ? ? 3 2 span. Stationen
1440 VEN R. Estelar ? Guanare (5) 2 ID nur undeutlich empf.
1530 STP VOA-Relais Pinheira (600) 5 engl.


Es ist mir weiterhin nicht ganz klar, ob ich auf 1470 kHz nun eine Station aus Mexico oder Peru erwischt hatte. Die vielen "Capital"-Ansagen im Programm passen sicher zu beiden gelisteten Stationen. Sicher ein Grund, es nochmal mit dem Empfang zu versuchen.
Als definitiv störend erwiesen sich die unendlich vielen Gewitter-Splatter, die besonders heute morgen den Empfang sehr störten.

73, Ingo

von Grenzwall DX - am 20.07.2018 05:20
Logs vom 06.08.2018...

... morgens von 02:45-03:45 UTC

kHz ITU Station Tx (kW) SINPO Info
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
400 F NDB "AG" La Garenne (.) 43--- CW, LSB
1380 VEN Ondas del Mar ? Pto. Cabello (5) 24222 span., no ID / keine ID gehört!
1470 MEX R. Formula 3 ? Mexico City (50/5) 33333 "Capital..."-Ansagen, span. Wortprogramm
1620 CUB R. Rebelde ? Guanabacoa (5) 25222 span., no ID, 5025 kHz: OFF!
1660 PTR WGIT Faro d/S. Canóvanas (10/1) 33322 span. relig. Programm, Kirchenlieder

...und abends 18:50-19:41 UTC mit gleicher Empfangstechnik

kHz ITU Station Tx (kW) SINPO Info
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
747 HOL Radio 0511 ? Harlingen (0.1) 23222 Hit
783 SYR SRTV 1 Tartus-Besira (300) 32332 19:32 UTC: ID "Idha'atu Dimashq"


Mit Stationsansage sah es dieses Mal mau aus. Das Band war zeitweise ganz schön verrauscht. Interessant finde ich, dass trotz der Antennen-Ausrichtung nach 240° abends trotzdem recht viele orientalische Stationen einigermaßen stark herein kommen. Morgens waren aus Richtung Amerika ausnahmslos spanischsprachige Signale aufnehmbar. Auf 1350, 1440 und 1660 kHz waren es jeweils zwei im Mix, auf 1470 gar drei. Leider gingen fast alle Jingles und Identifikationen im QRM bzw. Rauschen unter. Wie man(n) sieht: Ein bischen Mittelwelle geht auch im Sommer :-)

Rx: SONY ICF 2001D
Ant: 370 m isol. Stahldraht (ca. 0,7 mm dick, geerdet, dir to 240°), geradeaus in Kopfhöhe zwischen mehreren Bäumen aufgehängt

73, Ingo

von Grenzwall DX - am 07.08.2018 08:32
Die Tage werden langsam kürzer. Ab ca. Sonnenuntergang macht die Mittelwelle Spaß - vorausgesetzt es gibt nicht, wie gestern, so viele Prasselgeräusche von den Gewittern.
Als Antenne kam wieder ein langer Draht zum Einsatz, der dieses Mal direkt am Empfänger in die Antennenbuchse eingestöpselt wurde. Da die Antenne nicht geerdet war hab ich keine Richtwirkung erwartet. Das besondere war lediglich, dass ich ihn fast in seiner gesamten Länge auf Asphalt ausgerollt hatte. Er verlief schnurgerade gen Osten. Vergleiche mit dem normalen Empfang an der eingebauten Ferritantenne des Empfängers brachten mit dem Draht erfreuliche Signalgewinne :-) Wie zu erwarten war wurden auch die Gewitterstörungen verstärkt (so mein Eindruck).

Logs vom Abend des 14. August 2018, Empfangszeit: 18:50-19:40 UTC.
Empfänger: SONY ICF 2001 D, Antenne: 303 m isolierter Stahldraht, ca. 0,75 mm stark

kHz ITU Station Tx (kW) SINPO Info
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
675 QAT R. Qatar Al-Arish (600) 43443 ohne Drahtantenne kaum hörbar
738 RUS WRN Moskau-Kurkino (5) 44333 RNE 1 kaum hörbar
783 SYR SRTV 1 Tartus (300) 53333 an Ferritantenne mit S=2-3
819 EGY ERTU General Batrah (1000) 43333 an Ferritant. kaum hörbar, wenig Modulation
825 UKR NDB "KB" Kiew-Boryspil (.) 33333 CW
1285 RUS NDB "SW" Savelovo (.) 23332 CW
1566 GRC R. Asteras ? Kilkis (.) 43322 no ID / nonstop GRC-Folklore, QRM: Vahon FM
1584 ROU Vocea Sperantei Sighetu M. + 3 Tx (1) 53333 real: nur 1 kW ?
1602 ROU Vocea Sperantei Piatra Neamt (1) 43422 // 1584
1611 GRC R. Anatolia ? Kilkis (.) 34232 griech. Schlager
1627 ? UNID ? 44331 komplett verzerrtes Signal, Techno mx
1629 ? UNID ? 32342 Musik

Viele Grüße, Ingo

von Grenzwall DX - am 15.08.2018 10:42
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