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Antennenumschalter für UKW

Startbeitrag von DX-Timo am 31.07.2016 12:27

hat jemand von euch Erfahrungen mit manuellen Antennenumschaltern für das 3m Band ? Gibt es sowas überhaupt, oder bleiben da nur die billigen T-Stücke ? Eine geringe Einfügedämpfung wäre natürlich wünschenswert. Ziel ist das Betrieb von einer Antenne an mind. 2 Empfängern.

Antworten:

Die Einfügedämpfung eines anständigen 2-fach-Verteilers von 3,5 dB ist zu groß? Der symmetrische 3-fach-Verteiler wäre mit 5,5 dB Dämpfung je Ausgang auch noch manierlich und an der physikalisch möglichen Grenze.

Hier wäre noch die "waffenscheinpflichtige" Massiv-Ausführung eines manuellen Schalters: https://www.amazon.de/Alan-Antennenumschalter-Albrecht-201-7401/dp/B000VBE144
Achtung, sind PL-Buchsen, man braucht Adapter an allen Anschlüssen.

von Chris_BLN - am 31.07.2016 13:14
Hallo DX-Timo

Wenn Du zwei Empfänger an einer gemeinsamen Antenne betreiben willst, benötigst Du keinen Antennenumschalter, sondern einen Antennensignal-Verteiler. Benötigst Du sowas? Wir haben Unmengen im Betrieb herumliegen, welche nicht mehr benötigt werden.

Viele Grüsse


Peter aus der Schweiz

von Radiomonitor - am 31.07.2016 13:16
Das könnte was sein und auch nicht so teuer:

http://www.ebay.de/itm/Antennen-Verteiler-Umschalter-Weiche-digital-Switch-UKW-SAT-KABEL-TV-DVBT-DVB-T-/120534748000

[Umschaltknopf leitet das ankommende Signal auf eines der beiden Ausgänge, einfach auf den gewünschten Button drücken: A oder B]

Die "billigen" T-Stücke tun's aber auch. Hab die im Einsatz. Bin damit sehr zufrieden.

von bikerbs - am 31.07.2016 13:20
Zitat
Chris_BLN
Achtung, sind PL-Buchsen, man braucht Adapter an allen Anschlüssen.


...und deswegen 50 Ohm!

MfG

Studio Leipzig

von Studio Leipzig - am 31.07.2016 14:15
Der eBay-Anbieter hava-shop scheint noch nicht einmal den Unterschied zwischen einem
VERTEILER und einem UMSCHALTER zu kennen. Zeugt nicht gerade von Kompetenz :bloed:
Zur Erklärung:
Ein VERTEILER verteilt das ankommende Signal gleichmäßig auf zwei (oder mehrere) Abnehmer, zB. einem Fernsehgerät und einem Videorecorder.
Die eingespeiste Leistung verteilt sich dabei auf die Abnehmer. Bei 2 Abnehmern bedeutet das eine grundsätzliche Einfügungsdämpfung von 3 dB in jedem Zweig.
Die Impedanz sollte bei dieser Aufsplittung natürlich auch angepasst werden. Ein Splitter mit 3,5 dB Einfügungsdämpfung ist wohl das Optimum, was machbar ist.
Ein einfaches T-Stück macht das leider nicht. Ist Bastlergemurkse, auch wenn es zufällig funktionieren sollte.
Ein UMSCHALTER leitet das Signal jeweils auf EINEN Abnehmer, die anderen Abnehmer bekommen nichts (außer etwas Übersprechen bei HF).
Theoretisch ist keine Dämpfung vorhanden, die Schalter, Buchsen und Stecker bringen die Einfügungsdämpfung aber schnell in Richtung 1 dB.
Frage: Willst Du 2 Empfänger gleichzeitig an einer Antenne betreiben?
Dann brauchtst Du einen VERTEILER.
Willst Du entweder Empfänger A oder Empfänger B an einer Antenne betreiben?
Dann brauchst Du einen UMSCHALTER.

von Jürgen Martens - am 31.07.2016 14:17
Zitat
Studio Leipzig
...und deswegen 50 Ohm!


Ha! Böse, voll drauf reingefallen. Danke für den Hinweis!

von Chris_BLN - am 31.07.2016 14:45
PL-Stecker haben aber auch nur in der Theorie 50 Ohm ;-), abgesehen davon, dass eine Fehlanpassung 50 / 75 Ohm nahezu keine Rolle spielt.

von WiehengeBIERge - am 31.07.2016 15:00
Erstmal Danke für eure Antworten.

@Jürgen:
Wie in meinem Eingangsposting geschrieben, bin ich auf der Suche nach einem "manuellen Umschalter", also das Signal soll wahlweise auf Leitung 1 oder Leitung 2 geschaltet werden können. Ein Parallelempfang auf zwei Empfängern gleichzeitig ist nicht vorgesehen (deshalb auch, so wie du schon geschrieben hast, möglichst geringe Einfügedämpfung).
Der massive Guss-Umschalter für den Afu-Bereich, den Chris_BLN gepostet hat, ist mir seit vielen Jahren bekannt, an genau so ewtas dachte ich für den 75 Ohm Bereich mit F oder IEC Buchsen.

Evtl. teste ich mal das Teil was bikerbs verlinkt hat, allerdings muss ich da wohl auf die Angabe der Einfügedämpfung verzichten, sie wird, wie bereits erwähnt, aber wohl bei nicht mehr als 1-1,5 dB liegen, dies sich dann eher innerhalb der Stecker/Adapter niederlassen.

von DX-Timo - am 01.08.2016 13:54
Ein massiver 50 Ohm- Afu-Antennenumschalter sollte bei 75 Ohm im 3-Meterband kaum merklich schlechter funktionieren, bei den Afu-Dingern ist wenigstens gute Schirmwirkung garantiert, das ist bei den manuellen Spielekonsolenumschaltern, die auch noch irgendwo gebraucht auf dem Markt sind, nicht gegeben.
Wenn noch irgendwo in der Bucht ein D-Box-Umschalter zu finden ist, mit F-Buchsen drann, für Sat-ZF ausgelegt, der wäre auch für UKW super geeignet, kann man dann kompfortabel mit 12V schalten, hat den Vorteil, dass man u.U. gleich auf dem Dachboden umschalten kann und nur ne kleine Steuerader legen muss, statt zwei Koaxkabel.

https://www.kab24.de/tv-sat/d-box-digital-analog-umschalter.html

von DLR-Fan Sachsen-Anhalt - am 01.08.2016 14:50
Ich habe eine ähnliche Situation . Ich habe mehrere Antennen mit 12 V Umschalter zusammengeschaltet . Die sind jeweils 220V/12V Trafo dranghängt . Und die werden mit Funksteckdosen betrieben . Ich hab damit äußerst gute Erfahrungen gemacht . Und das funzt
wirklich . Aber wenn du nur eine Antenne hast entweder einen 12 V Umschalter mit Trafo und Funksteckdose . Das denke wird am wirkvollsten sein .

von november62 - am 01.08.2016 16:39
Die D-Box Umschalter sind nichts weiter als umgelabelte 0/12V-Schalter.

Statt einem 220/12V Trafo sollte man allerdings ein 230V/12V Netzteil nehmen. Ein Trafo liefert Wechselspannung, die Relais brauchen aber Gleichspannung. Und die Netzspannung in Europa wurde vor ca. 25 Jahren auf 230V geändert.

von Marc_RE - am 01.08.2016 16:49
Die Trafo´s liefern selbstverständlich 12 V - Gleichstrom . Mit Wechselstrom hab ich keinen (hab ich vergessen ) . Und primär sind es 220-230 V . Zur Vervollständigung .

von november62 - am 02.08.2016 08:53
Dann sind es keine Trafos sondern Netzteile. Wenn du einen Gleichstromtrafo erfindest ist dir der Nobelpreis sicher.

von Marc_RE - am 02.08.2016 09:54
Ob 50 oder 75 Ohm, bei einem Schalter das macht nicht viel aus bei den niedrigen Frequenzen...

Die klassicshen Antennenstecker IEC haben gar keine vernünftige Impedanzanpassung ;)

Mach vor den Umschalter einen guten je UKW LNA und nimm einem Umschalter, der jeweils den anderen Pfad abschließt, damit es kein Übersprechen gibt. Du kannst Dir sowas auch selbst mit PIN-Dioden bauen :eek: wäre dann elektronisch steuerbar!

von raeuberhotzenplotz1 - am 02.08.2016 18:29
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