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Wie alt schätzt ihr dieses Schild?

Startbeitrag von Denny am 18.08.2016 20:27

[attachment 7886 IMG_6935.JPG]

Sieht aus wie neu das Blatt. Gefunden in der Tür eines Sicherungskasten. Sollte man ins Museum bringen oder ;)

Antworten:

Ich tippe mal auf die Region Harz;)

von Sandy N - am 18.08.2016 20:50
Hannover
Bollnäser Straße ...

von Denny - am 18.08.2016 20:54
Warum wurde denn das zweite DDR-Fernsehen auf UHF "durchgereicht", während ZDF, NDR3 und WDR3 auf VHF umgesetzt wurden?

von Metthi - am 18.08.2016 21:42
Zitat
Metthi
Warum wurde denn das zweite DDR-Fernsehen auf UHF "durchgereicht", während ZDF, NDR3 und WDR3 auf VHF umgesetzt wurden?

Vermutlich mangelnder Platz. Man scheint damals Nachbarkanalbelegungen vermieden zu haben, und so blieben nur die Kanäle 2, 4, 6, 10 und 12. Auf Kanal 8 war der Sender Hemmingen, den konnte man im Kabel nicht belegen.

von RheinMain701 - am 18.08.2016 21:48
Terrestrisch empfangbare VHF-Sender hat man dann aber auch oft gefiltert und 1:1 ohne Umsetzung eingespeist. ARD hier von Kanal 8 auf 10 umzusetzen war auch nicht wirklich sinnvoll. DDR1 und 2 vom Brocken hat man ja offenbar auch direkt durchgereicht, das hätte man da ebenfalls machen können.
Sinnvoll wäre da eher eine Umsetzung von BFBS gewesen. Mit etwas Mehraufwand hätte man dann sogar den Tonträger umlegen können und aus PAL-I PAL B/G machen können um das Programm mit "normalen" deutschen Fernsehern empfangbar zu machen. So brauchte man ja ein Gerät mit umschaltbarer Tonnorm. (I 6MHz Abstand zum Bildträger, B/G 5,5MHz).

von Marc_RE - am 19.08.2016 08:11
Man hat mit ziemlicher Sicherheit auch ARD K.10 nur durchgereicht und nicht umgesetzt, denn so war nur eine VHF-Band 3 Antenne Richtung Harz nötig. Eigentlich wurden anscheinend lediglich die Band V Sender umgesetzt (NDR K.44, K.53 oder K.54, WDR K.57). Von daher vermute ich, dass der Zettel von Ende der 60er Jahre sein wird.
Warum das ZDF umgesetzt wurde, erschließt sich mir aber nicht.

von Jens1978 - am 19.08.2016 08:29
Bei uns hat man alles auf VHF umgesetzt. Praktisch waren ARD Kanal 10 und DDR auf Kanal 9. Der Rest wurde umgesetzt.

Auf VHF und UKW ging früher das ganze Kabelnetz. Später hat man dann bis in die Sonderkanäle hinein gearbeitet. Aktuell nutzt unser Kabel den unteren UHF Bereich mit den Kabeln der 80er Jahre. Verstärker und Weichen sind mittlerweile überall neu.

Also ich schätze die Mitteilung Anfang bis Mitte der 80er.

von pomnitz26 - am 19.08.2016 08:41
Schätze diesen Zettel auf 30 - 40 Jahre. Sieht echt aus wie neu so was hat Museumswert.

von 1978 - am 19.08.2016 08:48
Zitat
Jens1978
Man hat mit ziemlicher Sicherheit auch ARD K.10 nur durchgereicht und nicht umgesetzt, denn so war nur eine VHF-Band 3 Antenne Richtung Harz nötig. Eigentlich wurden anscheinend lediglich die Band V Sender umgesetzt (NDR K.44, K.53 oder K.54, WDR K.57). Von daher vermute ich, dass der Zettel von Ende der 60er Jahre sein wird.
Warum das ZDF umgesetzt wurde, erschließt sich mir aber nicht.


Wenn der Zettel aus Hannover ist, kann er nicht vor Juli 1979 sein - da erst hat BFBS TV seinen Sendebetrieb in H aufgenommen. Evtl auch nicht vor November 1981, siehe Klammer (1181) - ?

von T. M. - am 19.08.2016 10:46
BFBS sieht aber als nachträglich dazu geschrieben aus. Also könnte er vielleicht doch älter sein. Wenn ich nächstes mal in der Nähe bin werde ich mir den mal sichern :))))))

von Denny - am 19.08.2016 13:00
Ich vermute, daß das Teil von Anfang der 1980er Jahre stammt. Ab Ende der 80er Jahre kamen schon RTL plus und SAT 1 vom Fernsehturm am Raschplatz, die sind noch nicht verzeichnet. Man hätte damals noch ARD/WDR 1 auf K11 vom Teutoburger Wald übernehmen sollen, dann wäre das damalige terrestrische Fernsehangebot komplett gewesen. Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich die oben aufgeführten TV-Programme mit meiner Zimmerantenne empfangen konnte.

von Radiologe - am 19.08.2016 13:58
War in Hannover eigentlich nicht Hessen3 möglich?
Ich erinnere mich, dass es in Braunschweig über Zimmerantenne mit verrauschtem Farbbild empfangbar war.

von Mike_KA - am 19.08.2016 14:17
Nicht das ich wüsste, West 3 war schon schwierig.

von Radiologe - am 19.08.2016 14:42
> War in Hannover eigentlich nicht Hessen3 möglich?

In Peine empfingen wir damals auch das 1. Programm auf Kanal 7
vom Hohen Meißner.
Das 3. Programm war schwächer und zeigte oft Gleichkanalstörungen.

bis denn, BEN

von Resistor - am 19.08.2016 14:52
Ähnliche Zettel mit fast identischem Inhalt gab es auch von Hirschmann.

Ich kenne mindestens einen EFH-Dachboden in Sindelfingen, wo so ein Teil in ähnlichem Zustand noch rumliegt. Wahrscheinlich seit es der Erreichter der Antennenanlage dort hingelegt hat.

War wohl eigentlich für diese Info-Aushangkästen von größeren MFH/Wohnblocks gedacht.

Die Anlage wurde in den späten 70ern / frühen 80ern errichtet (mit der alten Antenne kam S3 nur vergrieselt und nicht sauber rein).

Wolfgang

von Wolfgang R - am 19.08.2016 14:55
Zitat
Marc_RE
Terrestrisch empfangbare VHF-Sender hat man dann aber auch oft gefiltert und 1:1 ohne Umsetzung eingespeist. ARD hier von Kanal 8 auf 10 umzusetzen war auch nicht wirklich sinnvoll. DDR1 und 2 vom Brocken hat man ja offenbar auch direkt durchgereicht, das hätte man da ebenfalls machen können.
Sinnvoll wäre da eher eine Umsetzung von BFBS gewesen. Mit etwas Mehraufwand hätte man dann sogar den Tonträger umlegen können und aus PAL-I PAL B/G machen können um das Programm mit "normalen" deutschen Fernsehern empfangbar zu machen. So brauchte man ja ein Gerät mit umschaltbarer Tonnorm. (I 6MHz Abstand zum Bildträger, B/G 5,5MHz).
Ich denke auch das man die ARD von Kanal 10 Harz-West genommen hat. Ob man die DDR-Programme von Secam in Pal gewandelt hat? Wohl eher nicht.

von B.Zwo - am 19.08.2016 15:56
> Ob man die DDR-Programme von Secam in Pal gewandelt hat? Wohl eher nicht.

War weder nötig noch üblich, da fast alle Geräte, die in West-Berlin
und im Zonenrandgebiet in den Läden standen "Ost-Farbe konnten.

bis denn, BEN

von Resistor - am 19.08.2016 16:42
Ich glaube auch, dass der Aushang gar nicht mal so alt ist,also aus den 80ern. Die typischen Bosch / später EWT Telekolumbus-NE4-Netze, die ich so antreffe, sind auch allen aus den 80ern und waren meist zunächst Gemeinschaftsantennenanlagen...

von WiehengeBIERge - am 19.08.2016 21:59
Zitat
B.Zwo
Ob man die DDR-Programme von Secam in Pal gewandelt hat? Wohl eher nicht.

Die Frage kann man sich eigentlich problemlos selbst beantworten, denn wie soll das beim bloßen durchreichen realisiert werden? Dazu hätten meiner Ansicht nach die Programme zuerst dekodiert und anschließend neu moduliert werden müssen, also eine echte Signalverarbeitung stattgefunden haben. Das war ja anscheinend nicht der Fall.

von Jens1978 - am 20.08.2016 06:33
Vom Schriftstil her könnte das Schild aus einem Zeitraum von 60ern bis 90ern stammen. Ich tippe aber auch eher auf Mitte 80er, rein vom optischen Gefühl her. BFBS würde dann auch passen. Die Schreibmaschinenzettel gab es noch bis weit in die 90er.

von Japhi - am 20.08.2016 06:54
Ich gehe mal davon aus, daß der Zettel in11/81 angefertigt und vervielfältigt worden ist, um nicht jedesmal neu zu schreiben. Hat man sicher in der gesamten BRD verwendet.

Der Aushang selbst dürfte etwas jünger sein.

von bikerbs - am 20.08.2016 12:21
Ab ca. 1988 wurde der BFBS-Kanal 40 für Sat1 zum Fernsehturm am hannoverschen Hauptbahnhof (Telemoritz) verlegt. RTL war auf K36. Daher musste der Sender am britischen Militärkrankenhaus (nähe heutiger Telemax) auf K50 wechseln und war seit dem etwas schlechter empfangbar (Sendeantenne auf K40 optimiert?).
Der Zettel muß also von vor 1988 sein.

K6 und K10 (DDR1, ARD) wurden oft mit einer Antenne Richtung Harz empfangen. K8 ARD-Hemmingen war oft schlechter empfangbar. Möglicherweise wurden ZDF/NDR3 wegen Geisterbildern (500kW, Telemoritz) aus Harz, Uelzen oder Minden (gemeinsam mit WDR) empfangen und auf VHF umgesetzt.

stefsch

von stefsch - am 20.08.2016 17:14
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