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Erster Beitrag:
vor 1 Jahr, 8 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 1 Jahr, 8 Monaten
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raeuberhotzenplotz1, Jens1978, DABM, ulionken, Loger, Marc_RE, B.Zwo, Studio Leipzig, WiehengeBIERge, lupus

Wer kann mir solche Antenne Bauen?

Startbeitrag von DABM am 24.08.2016 08:16

Wer kann mir solche Antenne für mich bauen?


Würde das dann auch bezahlen. Bitte nur melden wer das so bauen kann wie auf dem Bild.

marco@zuend-fm.de

Danke im Vorraus!

Antworten:

Muß es in dieser Optik sein?
Wenn es nur auf die Funktion ankommt und die Optik egal ist: Tut es nicht auch z.B. eine Tecsun AN-200?

von Loger - am 24.08.2016 15:12
Wenn es auf die Optik NICHT ankommt kann man so eine Rahmenantenne auch aus einem Schukarton bauen ;-).

von WiehengeBIERge - am 24.08.2016 16:06
... oder aus zwei in der Mitte verschraubten und um 90° gegeneinander verdrehten Besenstielen mit ein paar Metern Draht. So ein Teil habe ich mir als Schüler gebastelt, das Teuerste daran war der Drehkondensator. Es steht noch im Keller meines Elternhauses, würde aber einen Versand kaum überstehen.

73 de Uli

von ulionken - am 24.08.2016 17:34
Die Optik ist mir egal. Solte aber nicht zu groß sein. Ich denke da so an 50cm x 50cm.
Meine Vorstellung wie es Aussehen könnte geht aber in die richtung des Bildes.
Es wäre mir Wichtig das es für die Kurzwelle abgestimmt ist, da es für dem Empfang der sehr schwachen Sender auf der Kurzwelle gedacht ist.

Wenn ihr mir sowas bauen könntet wäre ich sehr Dankbar.
(wird natürlich bezahlt!)

marco@zuend-fm.de

von DABM - am 24.08.2016 17:36
@DABM:

selber bauen willste nicht?

http://www.fading.de/rahmenantenne.php

MfG

Studio Leipzig

von Studio Leipzig - am 24.08.2016 19:17
Wozu soll so eine Antenne gut sein?

von raeuberhotzenplotz1 - am 25.08.2016 05:46
Zitat
DABM
Es wäre mir Wichtig das es für die Kurzwelle abgestimmt ist, da es für dem Empfang der sehr schwachen Sender auf der Kurzwelle gedacht ist.

Vermutlich Tropenband oder sowas, denn ansonsten reicht für Kurzwelle ein Ring aus 80cm Durchmesser.

von Jens1978 - am 25.08.2016 06:24
das auf dem Bild ist eine Mittelwellen-Rahmenantenne!
siehe auch hier: https://www.mysnip.de/forum-archiv/thema-13738-276018/Mittelwellen-DX.html

von lupus - am 25.08.2016 06:49
Zitat
raeuberhotzenplotz1
Wozu soll so eine Antenne gut sein?
Damit kann man böse Räuber im Wald aufspüren und dann besser einfangen :D

von B.Zwo - am 25.08.2016 19:55
Für Kurzwelle reicht doch ein Stück Draht. Ich hatte jahrelang eine Behelfs-Langdrahtantenne (ca. 20m einfache Installationsleitung aus dem Fenster bis zum Apfelbaum im Garten), das ging wirklich hervorragend.

von Loger - am 26.08.2016 05:36
Jungs, hier geht es um eine Magnetantenne. Nur ein Stück Draht in den Raum geworfen entspricht dieser nicht.
Der TE möchte anscheinend eine dem Foto entsprechende Antenne für den Kurzwellenbereich. Wie er schreibt möchte er damit schwache Signale empfangen. Welche das genau sind, ob Tropenband oder generell z.B. darüber lässt sich der TE nicht aus.
Fakt ist: Eine Magnetantenne für den normalen Kurzwellenbereich, also von ca. 5-25MHz, lässt sich einfach mit einem Kupferrohr z.B. oder einfach Draht in einen Kreis mit einem Durchmesser von ca. 80 cm gebogen, gelegt mit den Enden an einen Drehkondensator mit bis 500pF leicht selbst bauen. Dann noch eine zweiten Schleife in die erste legen, Durchmesser ca. 20cm und beide Enden mit dem Empfänger verbinden. Das war's.

Und die Frage
Zitat

Wozu soll so eine Antenne gut sein?

Um demnächst überhaupt noch aus irgendeinem Erdteil Signale auf der Mittelwelle zu empfangen :D ;-)
Im Ernst, dürfte doch wohl klar ... jede Ferritantenne ist eine Antenne nach diesem Prinzip, nur das dort durch den Ferritkern die Felder gebündelt werden und so der Durchmesser geringer wird. Der virtuelle Durchmesser einer Ferritantenne auf eine Antenne in dem Foto des FE umgewandelt entspricht etwa der Länge des Ferritstabes. Demnach sind Antennen mit einem längeren Ferritstab meist auch besser. Das heißt aber auch, dass eine Antenne wie im Foto mit einem Durchmesser von 80cm z.B. einer Ferritantenne mit einem ca. 80cm langen Stab entspricht (in etwa jedenfalls). Demnach sind die Antennen deutlich besser als Ferritantennen.
Ich selbst habe mehrere selbstgebaute Rahmenantennen, auch schon dem ein oder anderen hier ausm Forum vorgeführt. Damit ist es bswp. hier im Norden im Sommer möglich auch tagsüber auf 252kHz Algier Chaine 3 oder auch auf 216kHz RMC zu hören. Ebenfalls war es mit einer solchen Antenne möglich zur sommerlichen Mittagszeit im Süden Deutschlands damals auf 972kHz leicht fadend den Sender Hamburg zu hören usw.

von Jens1978 - am 26.08.2016 05:55
Sorry für die blöde Frage. Habe früher selbst Antennen entwickelt aber ab 1GHz aufwärts. Dinge wie Ferrit- und Rahmenantennen sind für mich ein Buch mit 7 Siegeln...

Es gab früher ja durchaus Antennenkostruktionen mit zweifelhaftem physikalischen Prinzip (z.B. so manche TV-Zummerantenne usw.). Daher die Frage.

Hier ist die Antenne selbst gleich Teil des Schwingkreises am Eingang?

An einigen alten HIFI Tunern die ch hatte/habe waren kleinere Rahmenantennen dran (YAMAHA, SONY, GRUNDIG). Der Empfang war unter aller Kanone damit, bei allen Geräten. Habe diese dann alle weggeworfen...

von raeuberhotzenplotz1 - am 26.08.2016 11:00
Guck mal hier ;-)
https://de.wikipedia.org/wiki/Magnetantenne
https://de.wikipedia.org/wiki/Rahmenantenne

Zitat

Habe früher selbst Antennen entwickelt aber ab 1GHz aufwärts.
Das Prinzip geht auch im Frequenzbereich bis 200 MHz. Für UKW hab ich mir ein paar Magnetantennen fürs Radio/Anlage im Wohnzimmer gebaut, ist ja blöd, wenn da ein Dipol an der Wand hängt ;-) Aber auch im Frequenzbereich >1 GHz wird bei einigen Antennen nur die magnetische Feldkomponente bevorzugt verwendet.Schlitzantennen zum Beispiel. Bei Patchantennen bin ich mir gerade unsicher, müsste ich nochmal nachgucken ... ist aber dann eher schon OT hier.

Zitat

An einigen alten HIFI Tunern die ch hatte/habe waren kleinere Rahmenantennen dran (YAMAHA, SONY, GRUNDIG). Der Empfang war unter aller Kanone damit, bei allen Geräten. Habe diese dann alle weggeworfen...
Die Teile kenne ich auch, die waren in der Tat meist Schrott, da nur Kabel aufgewickelt wurde, ein Kondensator war da meist nicht dabei. => Müll. Nur das Kabel konnte man verwenden, hatte ich dann auch.

von Jens1978 - am 26.08.2016 12:25
Zitat
raeuberhotzenplotz1
Sorry für die blöde Frage. Habe früher selbst Antennen entwickelt aber ab 1GHz aufwärts. Dinge wie Ferrit- und Rahmenantennen sind für mich ein Buch mit 7 Siegeln...

Es gab früher ja durchaus Antennenkostruktionen mit zweifelhaftem physikalischen Prinzip (z.B. so manche TV-Zummerantenne usw.). Daher die Frage.

Hier ist die Antenne selbst gleich Teil des Schwingkreises am Eingang?


Es gibt einen abgestimmten L/C-Schwingkreis, an den der Empfängereingang induktiv angekoppelt wird. Bevor ich hier eine Abhandlung schreibe, verweise ich lieber mal auf Wikipedia.

Zitat

An einigen alten HIFI Tunern die ch hatte/habe waren kleinere Rahmenantennen dran (YAMAHA, SONY, GRUNDIG). Der Empfang war unter aller Kanone damit, bei allen Geräten. Habe diese dann alle weggeworfen...


Das sind keine Rahmenantennen mit abgestimmtem Schwingkreis, sondern es ist mehr oder weniger gut verpackter Schrott! Eine echte Rahmenantenne muss mit einem Drehkondensator auf die Empfangsfrequenz abgestimmt werden und hat dort bei guter (d.h. dämpfungsarmer) Ausführung eine ausgeprägte Resonanzstelle. Das Geniale an den Dingern ist, dass sie auf die magnetische Komponente des elektromagnetischen Felds ansprechen und daher auf lokale elektrische Störfelder weitgehend unempfindlich sind. Hinzu kommt die Richtwirkung, d.h. man kann Störer ausblenden. Und wegen des LC-Kreises kann man sogar Übersteuerungen durch Ortssender reduzieren - naja, das spielt heutzutage in D eh keine Rolle mehr.

Ich habe mit Rahmenantennen DX-Empfänge aus Afrika, Nahost, Süd- und Nordamerika gemacht, trotz lokalen elektrischen Störungen. Anfangs der 90er Jahre habe ich damit auf 153 kHz den Deutschlandfunk empfangen - damals hatte er hier noch keine UKW-Versorgung, und Ferritantennen o.ä. brachten nur ein verrauschtes Signal. Und ausserdem kann man mit dem gleichen Prinzip auch Sendebetrieb auf Kurzwelle machen ("Magnetantenne"). Aber dabei Vorsicht mit den hohen Spannungen, nicht dass bei 50 oder 100 W Input an der Antenne jemand in der Nähe ist...

73 de Uli, DK2GO

von ulionken - am 26.08.2016 17:37
@ Alle: Vielen Dank für eure Antworten und Tipp's

@Jens1978: Das Tropenband ist natürlich auch spannend. Keine frage ;) Es geht mir aber darum die Störsignale die ich ja leider habe "etwas" auszublenden. Zugleich (wenn es möglich ist ) wünsche ich mir das die Feldstärken der Sender auf 120m, 90m, 75m, 49m, 41m und das 31m Band erhöt werden.

Da ich selber nicht sowas bauen möchte (sowas endet immer bei mir in einer Katastrophe ;) ) wäre es schön wenn einer sowas basteln könnte.

von DABM - am 26.08.2016 19:28
o.k. es ist ein Prinzip so wie ich schon vermutet habe... Ich vermute mal, die Windungen sollten mit HF-Litze ausgeführt sein? (= keine umsponnenes Drahtgeflecht zur Optimierung des Skineffekts). Ein Kollege hat von 1-2 Jahren für Laborzwecke (Anfertigung eines speziellen Filters) sowas vergeblich versucht neu aufzutreiben :eek:

Frage: gab es nicht von einem Schweizer Hersteller AM-Antennen für die Mastmontage (außen) die nach einem ähnlichen Prinzip arbeiteten. Das war aber keine Fläche, sondern mehr stabförmig...

von raeuberhotzenplotz1 - am 29.08.2016 10:58
... ja das sind aber Firmen/Händler, bei denen eine DAX-Konzern nix kauft wiel ihm deren AGBs nicht gefallen. Bei Farnell, RS, Distrelec usw. wird's schon schwieriger :rolleyes:

Egal. Ist HF-Litze für eine solche Antenne geeignet?

von raeuberhotzenplotz1 - am 29.08.2016 11:48
So jetzt habe ich es gefunden: LMK-Reuse siehe in diesem Artikel:

https://www.mysnip.de/forum-archiv/thema-11947-1010581/Zuerich_+Eine+Antenne+als+Stoerenfried+im+Postkartenidyll.html

Ist das auch das Prinzip einer (langgestreckten richtungsunempfindlichen) Rahmenantenne oder was anderes?

von raeuberhotzenplotz1 - am 29.08.2016 12:13
Zitat
raeuberhotzenplotz1
Ist das auch das Prinzip einer (langgestreckten richtungsunempfindlichen) Rahmenantenne oder was anderes?


Nein, eine Reusenantenne ist etwas ganz anderes als eine Rahmenantenne: Kein abgestimmter LC-Kreis, und sie spricht auf die elektrische statt auf die magnetische Komponente an.

73 de Uli

von ulionken - am 29.08.2016 20:02
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