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UKW Antenne und passendes Radio gesucht

Startbeitrag von Eheimz am 24.08.2016 11:05

Hallo zusammen,

ich möchte mein DX Equipment im UKW Bereich verbessern.

Ich habe dazu diese Antennen vom Antennenland gefunden
http://www.antennenland.net/3H-FM-92-shorted-assembled

Ist diese für DX Empfang geeignet?

Und welches trennscharfe Radio würde sich für UKW anbieten, um auch die oben erwähnte Antenne nutzen zu können? Eventuell sogar mobil?

Ich danke für eure Einschätzungen!

Antworten:

Die Antenne ist richtig,.
Als Empfänger : DEGEN1103, und zwar die alte Version. ( nicht : DSP )
In diesem Gerät 110Khz-Filter einbauen lassen. Notfalls 130 KHz.

Wer eine bessere Kombination kennt, kann sie nennen.

von sup2 - am 24.08.2016 12:35
An den alten Degen kommt man nicht mehr ohne weiteres dran. Ausserdem macht er an solchen Antennen sehr schnell dicht.
Lieber einen alten Tuner mit Filtern modifizieren, ein DSP-Autoradio von Kia/Hyundai dranhängen oder nach einem Sony XDR-F1/S3/S10 HD Ausschau halten. Portabelgerät an Yagi haut nicht immer hin, in Flensburg oder Detmold schon gar nicht.

von Japhi - am 24.08.2016 12:39
Das heißt automatisch, dass ich in der Nähe jedes Grundnetzsenders >10kW eine solche Yagi mehr oder weniger schlecht einsetzen kann?

Verhindert nicht erst recht der schmalbandige Filter ein Übersteuern/dicht machen?

von Eheimz - am 24.08.2016 12:45
Ich sehe, Du, Eheimz, wohnst in Flensburg bzw. OWL? Bei Flensburg wäre ich wegen des Großsenders vorsichtig. Bei OWL weiß ich jetzt nicht, wie weit der Bielstein von Dir entfernt ist. Jedenfalls hat Japhi Recht, dass man schauen sollte, ob man sich mit dem neuen Equipment nicht auch zahlreiche Übersteuerungen ins Haus holt.

Der Degen ist auch ohne Yagi schon ein sehr brauchbares Gerät, allerdings in der Tat nicht mehr ohne weiteres zu bekommen. Die Antennen von Antennenland taugen recht gut, ich habe selbst eine auf meinem Balkon stehen (wohne glücklicherweise weit genug vom FMT Baumberge entfernt).

von NurzumSpassda - am 24.08.2016 12:46
Ich besitze den E5 mit 53er Filtern, er ist mit den genannten Degen verwandt. Ein reines Sportgeraet, denn schoen klingt das so nicht mehr. Eine vergleichbare Trennschaerfe erreichen heutige DSP-Autoradios ebenfalls, dafuer ist das Signal aber nicht so verzerrt und Sender mit hohem FM-Hub bleiben verstaendlich.

Fuer den Einsatz in der Botanik eignen sich Teleskop-Dipole, die man ggf. mit Antennenadaptern anschliesst. Adapter mit 3,5 mm-Klinkenstecker und Koax-Buchse gibt es problemlos, die waren oder sind bei Taschenfernsehern oft notwendig. Mit dem Teleskopdipol hat man eine handliche Antenne mit guter Richtwirkung, wenngleich ohne V/R-Verhaeltnis. Einen Stoerer kann man oft schon mit einem Antennenschwenk abschwaechen. Die Teleskopdipole waren Zubehoer zu Kofferfernsehern, oftmals sogar beigelegt. Einzeln erhaeltlich waren sie bis vor einiger Zeit bei Pollin, scheinen aber ausverkauft zu sein. Zur Not baut man sich sowas eben selbst!

von PowerAM - am 24.08.2016 12:46
Zitat

ch sehe, Du, Eheimz, wohnst in Flensburg bzw. OWL? Bei Flensburg wäre ich wegen des Großsenders vorsichtig. Bei OWL weiß ich jetzt nicht, wie weit der Bielstein von Dir entfernt ist.


Sowohl der Sender in FL als auch der Bielstein wären etwa 5km entfernt. Der Haupteinsatzort wäre allerdings FL.

FL Engelsby sendet ja mit bis zu 25kw rund dazu auch noch FL Freienwill mit ebenfalls 20kW rund.

Okay dann sagen wir mal ich verabschiede mich vom portablen hin zu einem festen Radio im Haus.

Macht das einen Unterschied?

von Eheimz - am 24.08.2016 13:52
Das macht definitiv einen Unterschied. Portable Empfänger sind auf die Teleskopantenne abgestimmt, Heimempfänger auf mehr Pegel einer Hausantenne. 5km sind sehr nah und machen viel Pegel.

von Japhi - am 24.08.2016 13:54
In der Nähe eines Grundnetzsenders sind solche Antennen wie die Körner 9.2 Gold wert - wenn man sie vom Sender abgewandt betreibt. Das Ding macht satte 30 dB Vor/Rückdämpfung, bessere Werte findest Du breitbandig über den vollen UKW-Bereich kaum anderswo, schon gar nicht handelsüblich. Der Vorwärts-Gewinn ist hingegen sogar "nur" moderat:

http://ham-radio.com/k6sti/korn92.htm

Gegenüber einem Dipol hat die Körner 9.2 "nur" 6,2 bis 7,5 dB Gewinn. Das ist auch top, weil breitbandig sehr ausgeglichen.

Lass also mal folgende Situation vor Ort bei Dir sein: an einem Schleifendipol ohne weitere Elemente (keine Direktoren, kein Reflektor) haben die Frequenzen vom Großsender-Standort nebenan meinetwegen 90 dBµV Pegel. Ein interessierender Standort weiter weg habe auf der gewünschten Frequenz meinetwegen 50 dBµV.

Mit der 9.2 von Antennenland bekommst Du dann auf den Großsender ausgerichtet nochmal 6-7 dB mehr, also um die 96 dBµV. Viel zuviel für jeden Tuner. Der rückwärtig einfallende weiter entfernte Sender kommt dann auf ca. 23 dB weniger als am Dipol (23 dB Rückdämpfung und 7 dB Vorwärtsgewinn machen zusammen 30 dB Vor/Rückdämpfung), also 50-23 = 27 dBµV Pegel. Das ist nun gar nichts mehr. So herum ist die Antenne unnütz, bis auf daß sie hervorragend Reflexionen vom Großsender, die von hinten reinknallen, eliminiert. Also ein Dämpfungsglied in die Zuleitung zum Empfänger und von 97 dBµV auf ca. 65 dBµV dämpfen (braucht ein 20er Festdämpfer und einen einstellbaren Dämpfe r0-20 dB, beides Kleinkram) und man kann den Großsender optimal empfangen.

Dreht man die Antenne vom Großsender weg und zeigt ihm die Rückseite, wird er 23 dB gedämpft. Statt 90 dBµV am Dipol sinds dann nur noch ca. 67 dBµV. Dafür wird der entfernte Standort um 7 dB aufgepäppelt: 50 + 7 = 57 dBµV. So haben wir den entfernten Standort zwar immer noch schwächer als den Ortssender, aber die Verhältnisse sind nicht mehr 40 dB, sondern nur noch 10 dB Unterschied. Und das ist viel, viel besser zum Empfang des weit entfernten Senders.

Und das funktioniert im gesamten rückwärtigen Halbraum, wie das animierte Diagramm zeigt:
http://ham-radio.com/k6sti/92c.gif

Also: Antenne kaufen und dann für ortsempfang Pegel absenken und beim Fenrempfang Dämpfung rausnehmen und freuen über die hohe Richtungs-Selektion.

von Chris_BLN - am 24.08.2016 13:58
Welches Gerät würde da in Betracht kommen?

Oder muss man erst die bestimmten Frequenzen dämpfen?

von Eheimz - am 24.08.2016 13:59
Zitat
Eheimz
Das heißt automatisch, dass ich in der Nähe jedes Grundnetzsenders >10kW eine solche Yagi mehr oder weniger schlecht einsetzen kann?

Verhindert nicht erst recht der schmalbandige Filter ein Übersteuern/dicht machen?

Das Problem ist, dass eine größere Anzahl an Intermodulationsprodukten im Band zu finden sein wird. Und das Filter läuft ja nicht auf der echten Frequenz mit, sondern erst später auf der ZF und da eben fest. Demzufolge würde es zwar schon Sinn machen die starken Ortssender mit externen Filtern schmalbandig "wegzufiltern", allerdings sind solche Filter nie so steil, als dass es keine Einflüsse auf den Nachbarfrequenzen gäbe. Selbst habe ich übrigens ein ähnliches Problem bei mir. Ideal wäre quasi ein mitlaufendes Filter bzw. ein Bandpass im echten UKW-Bereich ... Testen werde ich aber auch mal ein altes abstimmbares 5-fach UKW-Filter von Kathrein, bin da mal gespannt, erwarte aber nicht so viel.

Was die Empfänger angeht, da hat Japhi oben doch schon was interessantes zu geschrieben:
Zitat
Japhi
Lieber einen alten Tuner mit Filtern modifizieren, ein DSP-Autoradio von Kia/Hyundai dranhängen oder nach einem Sony XDR-F1/S3/S10 HD Ausschau halten. Portabelgerät an Yagi haut nicht immer hin, in Flensburg oder Detmold schon gar nicht.


von Jens1978 - am 24.08.2016 15:51
An so ein Gerät dran zu kommen scheint mir allerdings sehr schwierig.

Ist in FL wohl ein Signal aus Hamburg zu bekommen? Die Frequenzen sind allerdings nicht ganz frei.

Eventuell sogar die 89 0 RTL vom Brocken? (die ist allerdings schwach vom Sonder Hojrup belegt)

von Eheimz - am 24.08.2016 16:24
In Flensburg Hamburg zu empfangen ist keine Hexerei, geht ja schon mobil bis Schleswig und dort an einigen Ecken auch mit RDS, Brocken wird unter Normalbedingungen schwer, schätze dafür braucht es minimal leicht angehobene Bedingungen.

von Anonymer Teilnehmer - am 24.08.2016 16:27
Zitat
Jens1978
Selbst habe ich übrigens ein ähnliches Problem bei mir. Ideal wäre quasi ein mitlaufendes Filter bzw. ein Bandpass im echten UKW-Bereich ... Testen werde ich aber auch mal ein altes abstimmbares 5-fach UKW-Filter von Kathrein, bin da mal gespannt, erwarte aber nicht so viel.

Vernünftige, vorzugsweise alte, Radios und besonders HiFi-Tuner haben allerdings meist auf UKW mindestens einen, meist zwei, oft sogar drei und gelegentlich auch mal noch mehr mitlaufende Kreise auf UKW, die schon einiges an Vorselektion bringen können. Deshalb sind sie auch meist "schussfester"... Ich rede hier von den typischen 80er-Jahre Tunern oder auch von älteren (Marken-)Weltempfängern.
Einfache Radios wie z.B. der DE1103 oder auch DSP-Radios haben keine mitlaufenden Vorkreise auf UKW oder nur einen.. Genau das sind die Radios, die so schnell Geistersender einfangen.

von WiehengeBIERge - am 24.08.2016 16:43
Zitat
Japhi
An den alten Degen kommt man nicht mehr ohne weiteres dran. Ausserdem macht er an solchen Antennen sehr schnell dicht.
Lieber einen alten Tuner mit Filtern modifizieren, ein DSP-Autoradio von Kia/Hyundai dranhängen oder nach einem Sony XDR-F1/S3/S10 HD Ausschau halten. Portabelgerät an Yagi haut nicht immer hin, in Flensburg oder Detmold schon gar nicht.


Warum eigentlich ein Radio von Hyundai? Sind die so sonderlich gut? Ich finde die eigentlich nicht schlecht aber was besonderes sind die nicht...

von UKW vs. DAB+ - am 24.08.2016 19:20
Hab eines in meinem (noch im Besitz befindlichen) i20.

Einer meiner Grund-Tests hat es bestanden: Es trennt 102,1 (Mudau) sauber von 102,3 (S-Frauenkopf).

Zumindest im Vergleich zu einem Chrysler-Werksradio mit Ami-typischen Scheunentor-Filtern, bei welchem auf beiden Freuquenzen immer die andere Freqeuenz mit reinspratzt, sind das schon Welten.

Bei meinem Extrem-Test Ö3 gegen BigFM geht fast nichts, denn lieder hat der i20 keine Diversity. Daher klappt Ö3 (Pfänder) 89,6 gegen BigFM 86,5 (S-Frauenkopf) nur in Lagen, wo Frauenkopf deutlich abgeschattet ist (Lidl-Parkplatz Sindelfingen).

Es ist sicherlich besser, als so manches OEM-Radio aber Wunder sollte man sich dennoch nicht erwarten. Der beifahrertaugliche HR4-Empfang auf 101,6 (Hardberg) ist damit beispielsweise in meiner Lage nicht möglich, was ein MB-Werksradio im W212 (mit Diversity) problemloser schafft.

Wolfgang

von Wolfgang R - am 25.08.2016 11:31
Wenn man das Radio aus i10, i30 oder i40 nimmt, hat man eine DX-Maschine, denn verbaut ist der gleiche Chip wie in den HD-Sonys.

von Japhi - am 25.08.2016 11:55
Zitat
Japhi
Wenn man das Radio aus i10, i30 oder i40 nimmt, hat man eine DX-Maschine, denn verbaut ist der gleiche Chip wie in den HD-Sonys.


Welche Baujahre denn? i10 und i30 gibt's schließlich schon in 2 Generationen.

von Cha - am 25.08.2016 11:59
Hier jetzt von Kia, aber so gut wie alle, die dieses Display und RDS haben:

http://image.automotive.com/f/2012_kia_sorento/41995929/radio.jpg

von Japhi - am 25.08.2016 12:08
Bemerkenswert: Satempfang kann es auch :bruell:

von B.Zwo - am 25.08.2016 19:48
Durchsucht einfach mal das Forum, dann findet ihr Einträge wie diese hier:

Zitat
bikerbs
Es kamen Hyundai/KIA Autoradios ins Gespräch.

Mc Jack hatte schon Typen erwähnt.
Bei Hyundai wären das also i10, i30, ix35 und i40.
Sind alle gleichermaßen trennscharf und können mit dem Sony XDR F1 HD mithalten. Wurde ausgetestet
Das i10-Radio hat allerdings kleines Manko. RDS ist träge bei guten Fernempfängen,
Das haben die anderen 3 genannten Typen - und auch das KIA Sportage schneller drin.

Für daheim ist ein normales 12 Volt-Netzteil (2000 mA) verwendbar. Also keine 13,5 V - wie weiter oben geschrieben.
Für unterwegs ist die Mitnahme einer externen Autobatterie empfehlenswert. Wenn man nicht zu lange scannt, reicht auch der Anschluß an die Bordsteckdose.

Japhi hat's schon geschrieben: Die Dinger sind Großsignalfest.
Hier in 39/41 Km stehen übrigens zwei Grundnetzsender im Harz mit 12 Frequezen zwischen 50 und 100 KW. Letzere Leistung ist die Mehrheit.
Dazu 2 Frequenzen mit 15 + 20 KW in 9 Km und 2 x 15 KW aus 24 Km.

Zum Empfang benutze ich 9 El.-Antennen. Eigenbau nach P. Körner.

Mit so einem nackigen Autoradio mag niemand rumhantieren wollen. Mit etwas Geschick eine Holzkiste basteln, wobei man die Lautsprecher integrieren kann, oder eigene Gehäuse für selbige basteln.

[attachment 3718 SWR1-Waldenburg.jpg]
Mein Lieblingsempfang mit dem Hyundai i40 daheim an o.g. Antenne unterm Dach.
Waldenburg ist 338 Km entfernt und immer da. Meist allerdings ohne RDS. Jedoch ist die Anzeige keine Seltenheit.


von Japhi - am 25.08.2016 20:13
Zitat
B.Zwo
Bemerkenswert: Satempfang kann es auch :bruell:


Na, war ja schon klar, dass so eine blöde Antwort von dir kommt, kennen wir ja nicht anders von dir!!!!!!

von UlliBG - am 25.08.2016 21:00
Zitat
B.Zwo
Bemerkenswert: Satempfang kann es auch :bruell:


Ja kann es, aber nur in Nordamerika.

von Cha - am 26.08.2016 10:28
Zitat
UlliBG
Zitat
B.Zwo
Bemerkenswert: Satempfang kann es auch :bruell:


Na, war ja schon klar, dass so eine blöde Antwort von dir kommt, kennen wir ja nicht anders von dir!!!!!!
Da bin ich aber froh das die Beiträge aus Bad Grund immer so passend und zielführend sind:rolleyes:

von B.Zwo - am 28.08.2016 11:05
... moderne Autoradios laufen meist gar nicht mehr ohne CAN-Bus und/oder MOST Bus vom Fahrzeug. Aber es gibt das sehr gute trennschafe Modelle.

von raeuberhotzenplotz1 - am 29.08.2016 10:59
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