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Radioforum
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Erster Beitrag:
vor 1 Jahr, 2 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 1 Jahr, 2 Monaten
Beteiligte Autoren:
Stefan Heimers, Chris_BLN, DO1HBK, sup2, elchris, mor_, Winnie2, pomnitz26, DH0GHU, Zwölf, RADIO354

Neue Glasscheiben für Eisenbahnwagen

Startbeitrag von Stefan Heimers am 30.08.2016 08:47

In der Schweiz wurde eine Methode entwickelt um beschichtete Glasscheiben für Radiowellen durchlässiger zu machen. Angeblich funktioniert das für Mobilfunk genau so gut wie bei alten, unbeschichteten Gläsern. Es bleibt zu hoffen, dass das auch im Rundfunkband funktioniert.

Nach erfolgreichen Tests sollen noch diesen Herbst die Regionalzüge Bern-Thun der BLS auf die neuen Scheiben umgerüstet werden.

20 Minuten: ETH-Superglas macht Handy-Empfang besser

Antworten:

Ich dachte erst, die BLS wechselt "einfach so" deswegen Zugscheiben aus. Aber es gibt noch einen wichtigeren Grund: es betrifft alte Scheiben, die ohne Beschichtung und damit klimatisch ungünstig sind.

Interlaken - Thun - Bern werde ich übrigens morgen mittag oder übermorgen mittag fahren, aber nicht mit der BLS, sondern mit der SBB. Traurig werde ich sein - nicht, weil ich schlechten Handyempfang habe, sondern weil ich das schöne Berner Oberland wieder verlassen muß.

von Chris_BLN - am 30.08.2016 18:20
Sind Züge und Busse nicht selber riesige Störsender?

von pomnitz26 - am 30.08.2016 19:21
Irgendwo war das kürzlich schon mal verlinkt, und irgendwo wurde auch beschrieben, dass die Schlitze in der Bedampfung gerade so beschaffen sind, dass typische Mobilfunkfrequenzen oberhalb 700 MHz "durch gehen". Also nix mit Radio.

von DH0GHU - am 30.08.2016 19:45
Zitat
DH0GHU
Irgendwo war das kürzlich schon mal verlinkt, und irgendwo wurde auch beschrieben, dass die Schlitze in der Bedampfung gerade so beschaffen sind, dass typische Mobilfunkfrequenzen oberhalb 700 MHz "durch gehen". Also nix mit Radio.

Meinst du das hier?:
http://www.krone.at/digital/neue-scheibe-verbessert-mobilfunkempfang-in-zuegen-durchlaessig-story-516400

Das wurde aber in Wien entwickelt; das andere scheint dem Link nach in Lausanne entwickelt worden zu sein. Oder ist das das gleiche?

von Zwölf - am 30.08.2016 20:26
Mehr Details gibt's direkt bei der EPFL: Train windows that combine mobile reception and thermal insulation

Dem letzten Abschnitt entnehme ich, dass die Beschichtungen wohl doch sehr Frequenzselektiv sein können.

von Stefan Heimers - am 30.08.2016 21:21
Meine Hoffnung wäre dass solche Scheiben mal für Fenster in Gebäuden erhältlich sind.
Bislang ist es so dass Wärmeschutzverglasung auch den Radioempfang u. die Mobilfunkverbindungen innerhalb von Wohnungen verschlechtert.

von Winnie2 - am 30.08.2016 21:35
Ich hatte die Idee, diese Beschichtungen gitterförmig zu zerschneiden um die Leitfähigkeit zu eliminieren nämlich schon vor längerer Zeit, habe sie dann aber wieder verworfen, weil die einzelnen "Inseln" dann wegen ihrer Nähe über Kapazitäten verbunden sind und das deshalb, wie ich dachte, für Hochfrequenz nicht funktionieren könnte.

Doch jetzt wo ich die Artikel zu dem Thema lese fällt es mir wie Schuppen von den Augen: Die einzelnen Inseln werden zu Resonatoren, ähnlich wie die Direktoren einer Yagi-Antenne. Sie müssten dazu etwa die halbe Wellenlänge haben. Die Kapazität zwischen den Inseln wirkt dann wie eine Dachkapazität bei Antennenmasten: Sie behindert die Schwingung nicht, verstimmt sie aber etwas hin zu tieferen Frequenzen.

So hat man also auf der Scheibe viele Resonatoren, die auf ihrer Grundfrequenz und den Oberwellen schwingen können. Variiert man nun die Grössen der nebeneinander liegenden Inseln, kann man entweder den Frequenzbereich etwas spreizen. Oder man kann auf der Scheibe verschiedene Bereiche erzeugen, die jeweils andere Frequenzen durchlassen.

von Stefan Heimers - am 30.08.2016 21:37
Zum Besseren Radioempfang in Zügen wird wohl Nichts unternommen werden.
Dazu wird von zu Wenigen Reisenden im Zug Terrestrischer Rundfunk gehört. Falls diese
Neuen Scheiben ein klein Wenig mehr HF der Rundfunksender durchlassen sollten wäre das nur
ein Versehen.
Besonders in den Doppestöckigen RE Zügen ( Schweiz ) und auch in den Schweizer Regionalzügen
und S Bahnen ist der Rundfunkempfang stark abgeschwächt.
Ebenfalls in der S Bahn von Engen via Singen- Radolfzell nach Konstanz, dem " Seehas " .

von RADIO354 - am 31.08.2016 08:03
Das liegt nur teilweise an den Scheiben - so ein modernes Eisenbahnfahrzeug, vorallem elektrische sind Störer über einen großen Frequenzbereich. Ich hab auf meinem Fahrzeug etliche UKW-Leerträger die ich per Anfahren/Bremsen modulieren kann (da schlagen die Stromrichter durch).

von elchris - am 31.08.2016 16:06
Welche Baureihen fährst Du?

von Chris_BLN - am 31.08.2016 18:25
Wegen der extremen Abschirmung in unseren Bahnen nutze ich überwiegend meinen Kindle oder MP3 Player.
Die Züge der DB sind oft schon viele Jahre alt, glaube nicht daran das diese mal diese neuen Scheiben erhalten werden.In Kürze erscheint ja der neue ICE 4. Ob dieser schon diese Scheiben haben könnte ?

von DO1HBK - am 03.09.2016 16:28
:joke: :D
Bei der DB AG mangelt es im FV hinten und vorne an fahrbereitem Material*. Selbst wenn die ICE4 kommen, werden sie erstmal die Lücken füllen und nicht die ICE 1-3 ersetzen. Weder bei ICE 4 noch bei IC2 glaube ich an die neuen Scheiben.



* letzte Woche bin ich mit dem Ersatzzug eines Ersatzzuges gefahren. Also ICE wird ersatzweise [da kein Material vorhanden] mit einem IC [mit reduziertem Wagenmaterial (in etwa aus 5 IC mach 6), ausserdem längere Fahrzeit da vmax = 200 km/h] gefahren. Dieser Ersatz IC musste durch eine Ersatzgarnitur aus der Abstellung ersetzt werden (sah auch derartig gewürfelt aus. Da war der deutsche Wagonbau der letzten 50 Jahre im Querschnitt vertreten. ( Übrigens nochmals längere Fahrzeit da vmax

von mor_ - am 05.09.2016 16:09
Meinetwegen können da neue Scheiben eingebaut werden.
Vor 10 Jahren begann ich verstäkrt die Bahn zu nutzen. Stets die selben Strecken im Fernverkehr.
Die ersten Jahre war der Zug auch nach 5 Stunden fast auf die Minute pünktlich.
Mittlerweile sind 60 Minuten Verspätung die Regel, Anschlusszüge muss man schon so planen, dass man wenigstens 1 Stunde Puffer hat. Klos verstopft, "ausser Betrieb". Dem Personal kann ich da keinen Vorwurf machen, wirklich nicht.
Ich habe mich daher zum Fernbus umorierntiert. Dummerweise genau so viel Fahrzeit wie mit dem Zug plus Unpünktlichkeit, aber um die Hälfte billiger. Radioempfang klappt problemlos, und WLAN ist auch drin. Im entsporechenden Zug leider nicht.
Mögen die Gehälter des Bahnvorstandes weiterhin erwirtschaftet werden. Und ja : Ich gehöre zu denen, die die Straßen verstopfen. Mir aber egal, da ich im Bus tatsächlich noch keine Unpüntklichkeit erlebt habe.

von sup2 - am 05.09.2016 18:28
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