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60 Jahre Sender Dillberg - Bericht in der Mittelbayerischen Zeitung

Startbeitrag von Mani2 am 01.09.2016 14:42

Auf der Homepage der Mittelbayerischen Zeitung ist ein ausführlicher Bericht über "60 Jahre Sender Dillberg" (mit Fotostrecke) erschienen.
http://www.mittelbayerische.de/region/neumarkt/gemeinden/postbauerheng/dillberg-seit-60-jahren-wird-gesendet-21172-art1425789.html

LG Mani2

Antworten:

Wurde vom Moritzberg eigentlich auch Fernsehen ausgestrahlt ? Ich weiß zumindest, dass man bereits vor 1956 in Nürnberg TV empfangen konnte.

von Terranus - am 01.09.2016 16:14
Ja, siehe ---> https://de.wikipedia.org/wiki/Moritzberg_(R%C3%B6thenbach_an_der_Pegnitz)

von Manager. - am 01.09.2016 17:19
Ein zweifellos interessenter Standort. In Richtung Franken ein Riese, für die Oberpfalz eher Mittelmaß, was durch die Topographie zu erklären ist. Für die Oberpfalz kann man die Grenze des Hauptversorgers etwa an der Naab ziehen, etwa ab Weiden dann weiter westlich. Interessant ist allerdings dann Franken, ist man da mit Mast doch fast 500m über Grund. Somit spannt sich der Kreis dann weiter über (etwas südlich von) Forchheim - Neustadt - Ansbach und Weißenburg. Aber auch weit darüber hinaus sind noch heute auf den Dächern zahlreiche VHF-III-Antennen zu sehen. Dem E6 gab man offenbar, warum auch immer, sehr oft den Vorzug gegenüber den eigenen Grundnetzsendern im UHF-Bereich. So kann man auf der B8 mit dem Eintritt in den Steigerwald die dort typische Kombination vorfinden: UHF nach Würzburg und VHF-III zum Dillberg. Und das schon in Markt Bibart. Büttelberg?! Oder auch Fürth kurios: Die UHF-Yagi zeigt nach Bamberg für E24/E56, während man dann die ARD nicht über E52, sondern über E6 herangeholt hat. Für DDR-1 hat man dann lieber noch eine zusätzliche Yagi zum Bleßberg montiert. Bei Sichtverbindung zu beiden Bamberger Sender wohl gemerkt!
Merkwürdig finde ich allerdings, daß man nie über 25kW auf UKW mit der ERP hinausgegangen ist. E6 hatte ja satte 100kW.

von Thomas (Metal) - am 01.09.2016 18:10
Zitat
Thomas (Metal)
Dem E6 gab man offenbar, warum auch immer, sehr oft den Vorzug gegenüber den eigenen Grundnetzsendern im UHF-Bereich.


Das ist ganz einfach. In den 50er Jahren gab es nur die VHF Sender. Wer damals TV (also ARD) empfangen wollte, musste einen dieser VHF I oder VHF III Sender anpeilen. UHF kam von wenigen Ausnahmen abgesehen erst in den 60er Jahren (nach Stockholm 61).

Wozu dann später nochmals eine UHF-Antenne nur für das 1. Programm (z.B. Büttelberg) aufbauen, wenn man die ARD bereits über VHF empfing. Das 2. und 3. Programm kam ja oft von anderen Standorten (z.B. Hesselberg), so dass es meist nicht möglich war mit einer UHF-Antenne alle 3 Programme zu empfangen.

von Manager. - am 01.09.2016 18:32
@ Manager
Richtig, aber das ist nicht nur bei derart alten Anlagen zu sehen. Dabei sieht man z. B. auch viele Hirschmänner mit UHF-Antennen der 700er Beispiel für eine 715er und 800er-Serie (Beispiel für die Fesa 800er). Die sollte es erst ab den 70ern, bzw. ab Mitte der 80er gegeben haben. Oder auch bei den FUBAs: Die haben irgendwann, vermutlich um 1970 herum, auf die markanten flachen und länglichen Anschlußkasten gewechselt.

von Thomas (Metal) - am 01.09.2016 18:53
Zum Moritzberg findet man allgemein wenig, eben gerade über die TV Ausstrahlung, zB seit wann und auf welchem Kanal..

von Terranus - am 01.09.2016 19:45
Die Frage von Manager kann ich beantworten . Der Dillberg kam voll übersteuert bei uns an so
dass er nicht schaubar war somit war bei mir der Büttelberg das Erste . Ist auch tw. bei Ukw so .

von november62 - am 02.09.2016 14:30
Für dei frühen Jahre der BR-Fernsehtechnik habe ich (über die Bibliothek des Hans-Bredow-Institutes
diese Publikation ermitteln können

Titel : Fernsehtechnische Anlagen des Bayerischen Rundfunks
Hrsg. : Schneider, Reinhard
Mitarb: Burgsteiner, Karl
Organ.: Bayerischer Rundfunk, BR, München
Aufl. : Sonderdr.
O/V/J : Darmstadt: Darmstadt, [1955]. - 74 S. : Ill., graph. Darst.
Ersch. auch als: Archiv der elektrischen Übertragung,
Beih.

Das "Archiv der elektrischen Übertragung" gibt es in zahlreichen deutschen wissenschaftlichen Bibliotheken, unter anderem bei mir in der Arbeit an der Unibib Regensburg. Wenn ich in zwei Wochen wieder in der Arbeit bin, schaue ich mal, was die Quelle hergibt. Hoffentlich haben wir auch das Beiheft dieses Jahrgangs damals bekommen, schließlich gibt es unsere Einrichtung erst seit 1964.

von jkr 2 - am 02.09.2016 17:41
Ich bin Euch noch das Ergebnis meiner "Ermittlungen" schuldig.

Die oben angeführte Quelle (Schneider) ist leider im hiesigen Bibliotheksexemplar nicht mit beigebunden worden.

Als Ersatz bemühte ich "Rundfunk-Fernseh-Jahrbuch - vereinigt mit dem World Radio Handbook for Listeners" Ausgabe 1955 (hat danach das Erscheinen eingestellt), das ist vom Aufbau und Inhalt sozusagen für den deutschen Sektor der Vorgänger vom Internationalen Handbuch für Rundfunk und Fernsehen vom Hans-Bredow-Institut und für den internationalen Sektor der Vorgänger vom WRTH.

Für Fernsehen ist hier (1955) nur der Wendelstein verzeichnet, der Kanal 6 Dillberg ist als in Planung verzeichnet. Also hier keine Rede von einer TV-Ausstrahlung vom Moritzberg. Nachdem der Wendelstein November 1954 als erster TV-Sender in Betrieb ging und der Betrieb vom Dillberg bereits 1956 los ging, könnte auf dem Moritzberg höchstens sehr kurzfristig eine Lösung für Nürnberg verwirklicht worden sein.

Für UKW ist für den Moritzberg Kanal 23 verzeichnet, Antennenhöhe 40 m, Höhe über NN 599 m, Rundstrahler, Ausgangsleistung 3 kW, ERP 10 kW.
Zusätzlich der Sender Nürnberg-Wallensteinstraße: Kanal 15, Antennenhöhe 110m, Höhe über NN 315m, Rundstrahler, Ausgangsleistung 0,15 kW, ERP 0,5 kW.

Zusätzlich ist mir der BR-Sender-Übersicht noch aufgefallen:
Die bisher bei Heinz Schulz publizierten Senderleistungen betreffen die Senderausgangsleistung. Diese sind hier ebenfalls korrekt wie bei Heinz Schulz aufgeführt, zusätzlich aber auch noch die effektive Strahlungsleistung:
ERP 100 kW: Grünten, Wendelstein, Kreuzberg
ERP 60 kW: Ochsenkopf, Brotjacklriegel
ERP 30 kW: Burgstall (die seinerzeitige Bezeichnung frü den Hohen Bogen; rund mit Vorzugsrichtung SW)
ERP 17 kW: Pfaffenberg, Hohe Linie (rund mit Vorzugsrichtung WSW), Rotbühl (rund mit Vorzugsrichtung S)
ERP 15 kW: Büttelberg (rund mit Vorzugsrichtung SO), Hühnerberg
ERP 10 kW: Hohenpeißenberg, Moritzberg
ERP 9 kW: Gelbelsee
ERP 3 kW: Hochberg, Coburg, Bamberg, Würzburg
ERP 0,5 kW: München-Freimann (Mühlenstraße), Kreuzeck, Passau, Augsburg (Wasenmeisterweg), Lindau, Nürnberg-Wallensteinstr.
ERP 0,35 kW: Berchtesgaden, Bad Reichenhall
ERP 0,3 kW: Landshut
ERP 0,1 kW: Tegernseer Tal

Die Sender Landshut und Tegernseer Tal hatten damals einen anderen Standort: Landshut (UKW und Mittelwelle) vom Rennweg inmitten der Stadt, Antennenhöhe MW 50 m und UKW 33 m); Tegernseer Tal vom Ringberg (25 m Antennenhöhe)

Standorte aufgelassener Mittelwellennebensender: Alle aufgeführten Sender verbreiteten das gleiche Programm
520 kHz:
Bayreuth: Frankengut 4, 60 m Antennenhöhe, 0,25 kW (nur nachts)
Kempten: Engelhalde, 40 m, Antennenhöhe, 0,2 kW (nur nachts)
Passau: Kühberg, 50 m Antennenhöhe, 0,2 kW (nur nachts)
Würzburg: Frankenwarte, 60 m Antennenhöhe, 0,2 kW (nur nachts)
Nürnberg II (Kleinreuth), 125 m Antennenhöhe, 5 kW (nur tagsüber)

800 kHz:
München: Ismaning, 165 m Antennenhöhe

1484 kHz:
Augsburg: Wasenmeisterweg, 50 m Antennenhöhe, 2 kW (nur nachts)
Coburg: Eckartsberg, 49,1 m Antennenhöhe, 2 kW (UKW hatte 60 m Antennenhöhe) (nur nachts)
Landshut: Rennweg, 50 m Antennenhöhe, 2 kW (nur nachts)
Regensburg: Oberer Wöhrd, 50 m Antennenhöhe, 2 kW (nur nachts)
Weiden: Stockerhut, 40 m Antennenhöhe, 1 kW (nur nachts)

1602 KHz:
Hof (Hohe Sass), 50 m Antennenhöhe, 0,4 kW (tag und nacht)
Kirchheim/Schwaben: 108 m Antennehöhe, 20 kW (nur nachts)
Landau/Isar (bei Ganacker): 108 m Antennenhöhe, 20 kW (nur nachts)
Nürnberg: Kleinreuth: 100 m Antennenhöhe, 40 kW (nachts), 20 kW (tagsüber)

In Nürnberg konnte man also am Tag auf zwei Frequenzen das gleiche Programm hören. Grund dafür, dass man auf der 520 kW den Norden Bayerns trotz niedrigerer Leistung besser versorgen konnte als mit der 1602 kW mit der höheren Leistung.

Kurzwelle 6160 kHz, 10 kW, Horizontaldipol, 20 m Antennenhöhe

Betrifft zwar nicht den BR
Radio Free Europe 854 kHz, 50 kW, Cham (war nur kurz in Betrieb). Wurde wieder abgebaut.

von jkr 2 - am 28.09.2016 10:08
jkr2:
RFE: Danke für den Hinweis,bisher wusste ich die Frequenz nicht. Unten im Link steht mehr zu dem mobilen Transmitter "Barbara" (MB-50), der in der Nähe von Cham ein Program unter dem Namen "Voice of Free Czechoslovakia" ausstrahlte. Das war der erste Sender von Radio Free Europe.

https://coldwarradios.blogspot.de/2012/07/urgent-whisper-from-barbara-radio-free.html

von DF8NZ (MAK) - am 28.09.2016 13:32
Zitat
jkr 2
Für dei frühen Jahre der BR-Fernsehtechnik habe ich (über die Bibliothek des Hans-Bredow-Institutes
diese Publikation ermitteln können

Titel : Fernsehtechnische Anlagen des Bayerischen Rundfunks
Hrsg. : Schneider, Reinhard
Mitarb: Burgsteiner, Karl
Organ.: Bayerischer Rundfunk, BR, München
Aufl. : Sonderdr.
O/V/J : Darmstadt: Darmstadt, [1955]. - 74 S. : Ill., graph. Darst.
Ersch. auch als: Archiv der elektrischen Übertragung,
Beih.

Das "Archiv der elektrischen Übertragung" gibt es in zahlreichen deutschen wissenschaftlichen Bibliotheken, unter anderem bei mir in der Arbeit an der Unibib Regensburg. Wenn ich in zwei Wochen wieder in der Arbeit bin, schaue ich mal, was die Quelle hergibt. Hoffentlich haben wir auch das Beiheft dieses Jahrgangs damals bekommen, schließlich gibt es unsere Einrichtung erst seit 1964.


Um den Anschluß besser herzustellen, habe ich mir erlaubt, mich selbst zu zitieren. Ich hab mir das über Fernleihe besorgt. Zu bemerken ist, dass das Erscheinungsjahr erst 1956 war.

Also: Vom Moritzberg kam zu keinem Zeitpunkt Fernsehen.

Die Ur-Planungen gemäß Stockholm 1952 waren:

Wendelstein: Kanal 2, 100 kW, Rundstrahlantenne
Kreuzberg: Kanal 3, 100 kW
Nürnberg, Kanal 6, 100 kW (für Moritzberg)
Hohe Linie, Kanal 7, 100 kW, Richtantenne Südwest
Passau, Kanal 7, 1 kW
Bamberg, Kanal 8, 5 kW
Grünten, Kanal 10, 100 kW (150 - 270 Grad: 5 kW)
Würzburg, Kanal 10, 5 kW

Bei Stockholm 1952 konnten aufgrund Einspruch Tschechiens die vorgesehenen Standorte Brotjacklriegel und Coburg nicht koordiniert werden.

Realisierung des Sendernetzaufbaues:
Wendelstein Kanal 2 wurde gegen Grünten Kanal 10 getauscht. Inbetriebnahme Herbst 1954
Nürnberg Kanal 6 wurde zum Dillberg verlegt. Inbetriebnahme März 1956
Würzburg Kanal 10: Umsetzer zum 17.12.1955 für das Stadtgebiet auf der Frankenwarte
Kreuzberg Kanal 3: Zum 7. Januar 1956 2 kW rund, Antennenschwerpunkt 90 m
Grünten Kanal 10 wurde gegen Wendelstein Kanal 2 getauscht, Versuchsbetrieb wird im Herbst 1956 erwartet
Hohe Linie Kanal 7. Es ist vorgesehen, diesen Standort wegen der besseren Ausnutzung des vorgeschriebenen Richtdiagrammes zum Brotjacklriegel zu verelegen. Inbetriebnahme für 1957 vorgesehen
Bamberg/Geisberg: Inbetriebnahme für 1957 vorgesehen
Passau: Inbetriebnahme und technische Daten hängen davon ab, ob die Umkoordinierung von der Hohen Linie zum Brotjacklriegel erfolgreich sein wird

Bemerkung: Keine Rede vom Ochsenkopf!
Nachtrag dazu: An anderer Stelle wurde in den Text eine Fußnote eingefügt: Inzwischen genehmigte das Bundespostministerium zur vorläufigen Versorgung von Gebieten in Nordost-Oberfranken die Inbetriebnahme eines kleinen Fernsehsenders auf Kanal 5. Also am Ochsenkopf der Vorläufer vom Kanal 4.

Ebenfalls aus dem Text: Das Abkommen Stockholm 1952 sieht eine Revision für 1957 vor. Die zu diesem Zeitpunkt unversorgten Gebiete werden erst durch weitere Frequenzen in den neuen Bändern IV und V versorgt werden können.


Aufgrund einer Reichweitengrafik, die den Stand zum 1. März 1956 abbildet, kann definitiv gesagt werden, dass damals nur Wendelstein, Kreuzberg, Würzburg und das Gebiet Aschaffenburg (durch den Feldberg) versorgt wurden.

Sollte in Nürnberg dennoch Fernsehempfang vorhanden gewesen sein, könnte das evtl. vom Kreuzberg (mit entsprechendem Antennenaufwand gekommen sein.

von jkr 2 - am 12.10.2016 07:24
Danke für die umfangreichen Recherchen. :spos:

von Manager. - am 12.10.2016 16:46
Ich weiß von meinem Großvater, dass sie im Raum Fränkische Schweiz 1955 TV empfangen konnten, darüber hat er mir oft flammend erzählt... ich tippe da mittlerweile auf den Kleinsender auf dem Ochsenkopf als Quelle.
Würzburg wird man dann wohl vom Feldberg gespeist haben... aber schon komisch, dass Würzburg eher einen TV Sender bekam als Nürnberg.

von Terranus - am 13.10.2016 10:28
Zitat
Terranus
Ich weiß von meinem Großvater, dass sie im Raum Fränkische Schweiz 1955 TV empfangen konnten, darüber hat er mir oft flammend erzählt... ich tippe da mittlerweile auf den Kleinsender auf dem Ochsenkopf als Quelle.
Würzburg wird man dann wohl vom Feldberg gespeist haben... aber schon komisch, dass Würzburg eher einen TV Sender bekam als Nürnberg.



Mit der Speisung vom Feldberg aus dürftest Du durchaus Recht haben:
Im Text steht, dass in Würzburg vorerst nur das Gemeinschaftsprogramm verbreitet werden kann; das bayerische Regionalprogramm könne erst gesendet werden, wenn der Dillberg in Betrieb sei.

Man wollte wohl die größeren bayerischen Städte möglichst bald versorgen, was mit Augsburg und München durch den Wendelstein sofort und mit Würzburg durch den Umsetzer ermöglicht wurde.

Nürnberg und Regensburg blieben vorerst auf der Strecke: Nürnberg wegen des Vetos gegen einen höheren Masten auf dem Moritzberg und Regensburg wegen der bereits laufenden Umkoordinierung des Kanal 7 zum Brotjacklriegel.

In Regensburg wurde jedenfalls so ab 1957 herum auf Kanal 5 mit 100 Watt vertikal gesendet (über ein einzelnes Antennenfeld auf etwa 60 m Höhe, das in Richtung der Stadt abstrahlte). Der Gittermast selbst war damals 70m hoch, darauf befand sich noch eine aufgesetzte (ummantelte) Rundstrahlantenne für UKW.

Ich habe selbst Anfang der 70er Jahre an etlichen Stellen in Regensburg zweifach gestockte Antennen (mit Kopplungsglied) für den Dillberg, wie auch an einzelnen Stellen Antennen, die auf den Wendelstein gerichtet waren, gesehen. Ansonsten hielten sich damals die vertikalen Antennen für die Hohe Linie mit Kanal 5 wie auch horizontale für den Brotjacklriegel auf Kanal 7 die Waage.

Erst im Dezember 1972 wurde dann auf der Hohen Linie der neue 75 kW Sender für Kanal 53 in Betrieb genommen (erlaubt gewesen wären 400 kW). Es dauerte übrigens fast noch ein ganzes Jahr, bis der Kanal 5 abgeschaltet wurde, mit der Begründung, dem örtlichen Antennenbau genügend Zeit für die Umstellung der einzelnen Hausantennen zu geben.

von jkr 2 - am 13.10.2016 13:13
Bamberg, das ja auch an dem Einspruch gescheitert war, bekam den K52 als UHF Sender mit 100kW auch erst um 1973 herum... bis dahin musste der Kleinsender auf der Altenburg auf K11 reichen, bzw. eben Kreuzberg. Ochsenkopf war da eher unüblich...
Der K11 wurde allerdings nicht abgeschaltet als der K52 auf Sendung ging, sondern blieb bis 2008 in Betrieb (wurde sogar noch bei der Dillberg Digitalisierung 2005 auf Zuführung K52 umgebaut).

von Terranus - am 13.10.2016 14:21
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