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Radioforum
Beiträge im Thema:
6
Erster Beitrag:
vor 1 Jahr, 2 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 1 Jahr, 2 Monaten
Beteiligte Autoren:
Spacelab, DH0GHU, _Yoshi_

Mehrere Endgeräte an einem Bluetooth-Tablet?

Startbeitrag von DH0GHU am 05.09.2016 15:09

... ist ja nicht so ganz "das" Thema hier, aber vielleicht weiß jemand wie's geht:
Ich habe eine Datenschnittstelle (RS-232) und eine Audioquelle. Beide möchte ich über Bluetooth an einen Tablet-Computer anbinden.
Können
(1) die Bluetooth-Devices in Tablets üblicherweise als Bluetooth-Piconet-Master agieren?
(2) gibt es fertige Module für die "andere" Seite?
Tablet-Seitig sollte das dann idealerweise so aussehen wie ein virtueller Soundkarteneingang und ein virtueller COM-Port...

Edit: Admin, bitte mal rüber schieben ins allgemein Radio-Technik-Forum, da hatte ich mich bem Vorum verklickt... sorry.

Antworten:

Zitat

(1) die Bluetooth-Devices in Tablets üblicherweise als Bluetooth-Piconet-Master agieren?

Theoretisch schon. Das ist aber abhängig vom im Tablet verbauten Bluetooth Chipsatz und vom installierten Stack ob diese sich als Master festnageln lassen. Normalerweise handeln die Devices untereinander aus wer der Master im Netzwerk ist und lassen sich da auch nicht reinpfuschen um eine Fehlbedienung durch unkundige User zu vermeiden. Also selbst wenn BT Modul und Stack es theoretisch zulassen würden kommst du ohne selbst zu programmieren nicht aus. Eine Schaltfläche um ein Device als Master oder Slave zu deklarieren wirst du nicht finden.

Zitat

(2) gibt es fertige Module für die "andere" Seite?

Danach hatte ich auch schon mal gesucht aber nichts gefunden. Da müsstest du schon mit zwei getrennten Modulen arbeiten. Oder halt mit der Software basteln. Denn zusätzlich zum Audiostream können jede Menge Metadaten noch mit übertragen werden. Das sind zum Beispiel reichlich Steuersignale, Statussignale, Metadaten wie TAGs oder Cover... Du müsstest also praktisch "nur" die Software des sendenden Gerätes dazu bewegen, statt die üblichen Daten, halt die RS232 Daten in diesen zusätzlichen Datenkanal zu packen. Natürlich muss die Software des Empfängers ebenfalls entsprechend modifiziert werden damit diese wieder einen brauchbaren seriellen Datenstrom gewinnt. Der Nachteil ist hier natürlich das du niemals wieder einen 100% Normkonformen RS232 Datenstrom bekommen wirst. Selbst reine RS232>Bluetoothadapter schaffen das nicht. Das ist das gleiche elendige Thema wie bei diesen ganzen RS232USB Adaptern.

von Spacelab - am 06.09.2016 10:21
Um so tiefe eingriffe vorzunehemen müsste das Tablett Gerootet werden um an die Treiberdateien und dem Stack heranzukommen.

Ich würde mal wenn auf dem Tablett Android läuft bei den XDA Devs vorbeischauen.
Da sitzen die richtigen Experten die so einiges aus der Hardware herausholen.

von _Yoshi_ - am 06.09.2016 11:19
Von einem Root bin ich einfach mal als selbstverständlich ausgegangen wenn man so etwas vor hat. Oder man nimmt ein Windows Tablet. Was solche Stackexperimente eh stark vereinfacht.

von Spacelab - am 06.09.2016 13:22
Danke. Es geht eh um ein Windows-Tablet, da eine Windows-Applikation auf ein RS-232 Device und ein Audio-Device zugreifen soll. Mir gings im Moment auch nur um die grundsätzliche Machbarkeit ... Mit den Detailproblemen dürfen sich Softis rumschlagen :p

von DH0GHU - am 06.09.2016 14:19
Also grundsätzlich kann man sagen das man über Bluetooth so ziemlich alles übertragen kann. Es muss nur in die zur Verfügung stehende Bandbreite passen. Außerdem müssen Sender und Empfänger natürlich den passenden Stack zur Verfügung haben. Hier bitte sauber programmieren denn Bluetooth kann zum üblen Stromfresser werden.

Wenn du jetzt aber nicht auf jedes mAh Stromverbrauch achten musst dann kannst du auch zweigleisig fahren. Also eine Audioverbindung aufbauen und gleichzeitig einen virtuellen Serialport aufmachen. Der Nachteil hier ist halt der höhere Stromverbrauch bei Sender und Empfänger denn es sind ja praktisch 2 Bluetooth Geräte verbunden. Außerdem bekommst du beide nie 100% synchron. Du hast einen Zeitversatz von bis zu 100ms. In der Praxis dürfte das zwar wesentlich weniger sein aber vor allem in Gebieten mit vielen HF Störungen im Bluetooth Bereich können es halt bis zu 100ms werden. Das also bei zeitkritischen Anwendungen beachten. Ebenfalls sollte man bei dieser Methode daran denken das man nur 7 Geräte direkt miteinander verbinden kann und hier schon 2 Geräte miteinander verbunden sind. Einmal Audio und einmal der Serialport. Also statt 6 hast du nur noch 5 Bluetooth Kanäle frei. Das dürfte zwar für die allermeisten Setups immer noch locker ausreichen. Aber ich wollte es zur Sicherheit mal erwähnen. ;-)

von Spacelab - am 06.09.2016 14:41
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