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Radioforum
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Erster Beitrag:
vor 1 Jahr, 1 Monat
Letzter Beitrag:
vor 1 Jahr, 1 Monat
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raeuberhotzenplotz1, BadestadtFM, dlf-fan, mor_, Bolivar diGriz, Ingo-GL, WiehengeBIERge, 102.1, satjay, Felix II, Frankfurt, Saarländer (aus Elm)

"Feindsender" im Dritten Reich

Startbeitrag von BadestadtFM am 20.10.2016 14:51

Gerade entdeckt: Eine interessante Doku über alliierte Radiopropaganda im Dritten Reich bei Spiegel Online mit vielen O-Tönen:
Hitlers Albtraum aus dem Äther

Antworten:

Dazu fiel mir ein,
waren eigentlich auch getarnte Messwagen im Einsatz,
die bbc Hörer aufspürten?
Denn:
Jeder empfänger auch ein sender/

von satjay - am 21.10.2016 11:12
Ne da hat dich noch ganz klassisch der Nachbar denunziert.

von Felix II - am 21.10.2016 11:31
so was ähnliches wie die ReichsNetzA muss es doch auch schon gegeben haben. Hatte mal einen Bericht über riesige Kofferschleppgeräte gesehen. Bei Überlagerungsempfängern konnte man ein Radio doch deutlich einfacher anpeilen als heute. Viele Ältere Zeitgenossen erzählen mir viel von modifizierten Volksempfängern, die als Nachbarschatssender umgebaut wurden.

von Frankfurt - am 21.10.2016 11:37
Feindsender? Gibt es doch heute auch noch. Kommt aber über facebook. Herr Maas kümmert sich intensiv darum, um die Hörer zu enttarnen :wall:

von raeuberhotzenplotz1 - am 21.10.2016 12:02
Betrieb das NS Regime eigentlich Jamming gegen auslaendische Programme?

von 102.1 - am 21.10.2016 12:12
Haben nicht die Amerikaner über den Wäldern Lametta / Alufolienfäden abgeworfen, um Radar und Funk unmöglich zu machen?

von raeuberhotzenplotz1 - am 21.10.2016 12:31
Nur Radar. Es sollten die 'Funkmessgeräte' damit gestört werden, um einfliegende Bombergeschwader zu verschleiern.
Die Rundfunksender wurden dagegen von den Bombern als praktische Navigationshilfe genutzt, weshalb die deutschen Sender nach und nach auf Gleichwellenbetrieb umstellten.

von Saarländer (aus Elm) - am 21.10.2016 13:00
Zitat
Saarländer (aus Elm)
..., weshalb die deutschen Sender nach und nach auf Gleichwellenbetrieb umstellten.


Auf Tonqualität kam es da ja auch nicht mehr an ... :-( War eine schreckliche Zeit, wenn auch technisch interessant...

von raeuberhotzenplotz1 - am 21.10.2016 13:05
Zitat
Frankfurt
Viele Ältere Zeitgenossen erzählen mir viel von modifizierten Volksempfängern, die als Nachbarschatssender umgebaut wurden.


Die Volksempfänger musste man gar nicht nennenswert umbauen um zum Naschbarschaftssender zu werden, das waren sie nämlich alle von sich aus schon.
Das war ja ein Audion mit einstellbarer Rückkopllung, wenn diese zu weit aufgedreht wird, wir das Radio schon zum "Sender". Nur halt ohne Modulation, aber einen Modulationseingang daran zu basteln ist auch keine unlösbare Aufgabe ;-).

von WiehengeBIERge - am 21.10.2016 13:12
Vergessen Sie bitte nicht, die Antenne zu erden!
Die schöne Adrienne

von BadestadtFM - am 21.10.2016 13:38
@ BadestadtFM: Sag ich doch. :D
Übrigens schade, man hätte sich mal treffen können. Ich war im Sommer 4 Wochen in B.W.-Reinhardshausen zur Kur... Habe viel gescannt dort, fast 100 UKW- Frequenzen mit RDS. :spos:

von dlf-fan - am 21.10.2016 15:19
Zitat
satjay
Dazu fiel mir ein,
waren eigentlich auch getarnte Messwagen im Einsatz,
die bbc Hörer aufspürten?
Denn:
Jeder empfänger auch ein sender/


Das war nicht notwendig - ein gutthörender Nachbar, oder ein Zeiger auf der Scala bei BBC/Beromünster/usw. hat gereicht ;) Das war die Hauptursache für das Auffliegen dieer Radioverbrechen...
Es gab eine ausführliche Monografie (Dissertation) über diese "Radioverbrechen" als pdf im Netz. Habe es aber nicht mehr gefunden.

von mor_ - am 21.10.2016 17:16
Das Buch von Michael P. Hensle heißt "Rundfunkverbrechen...". Der Eintrag über den Volksempfänger in der deutschen Wikipedia führt es in der Literaturliste.

von Ingo-GL - am 21.10.2016 19:34
Interessanter Link, Danke.

von Bolivar diGriz - am 22.10.2016 05:18
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