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[Aktuell] GEZ sinkt nicht!

Startbeitrag von Bruder_M am 28.10.2016 12:19

Wie die Chip aktuell mitteilt wird der Rundfunkbeitrag im kommenden Jahr nicht gesenkt und verbleibt bei 17,50 €: http://www.chip.de/news/Eilmeldung-GEZ-Schock-Rundfunkbeitrag-sinkt-nicht_102411644.html

Antworten:

Es heißt nicht GEZ, sondern Rundfunkbeitrag.

Aus der Pressemitteilung:

>> Weitere wichtige Themen der Konferenz waren die Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und die Flüchtlingspolitik. „Die Rundfunkanstalten müssen ab sofort effektiver werden und veraltete Mehrfachstrukturen der analogen Zeit abbauen. Zudem muss der Rundfunkbeitrag, wenn er schon nicht gesenkt wird, auch durch die Strukturanpassung langfristig stabil bleiben“, erklärte der sachsen-anhaltische Ministerpräsident Reiner Haseloff. [...]

Das sind die wichtigsten Beschlüsse der Konferenz:

1.) Rundfunk

-- Der monatliche Rundfunkbeitrag bleibt bei stabil 17,50 Euro. Dadurch entstehende Mehrerträge sind von ARD, ZDF und Deutschlandradio in eine Rücklage einzustellen und für etwaige Mehrbedarfe in der Beitragsperiode 2021 bis 2024 zu verwenden.
-- Dafür erwarten die Länder im Gegenzug strukturelle Anpassungen, um die Beitragsstabilität auch langfristig zu sichern.
-- Außerdem verständigten sich die Länder auf Änderungen am Deutschlandradio-Staatsvertrag. Dabei sollen die Vorgaben aus einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum ZDF-Staatsvertrag umgesetzt werden. So wird die Zahl der staatlichen und staatsnahen Mitglieder des Hörfunkrates auf ein Drittel der gesetzlichen Mitglieder begrenzt. Dieser Anteil soll auch im Verwaltungsrat gelten. Außerdem werden verbindliche Vorgaben für eine paritätische Besetzung der Gremien durch Männer und Frauen gemacht und die Zahl der möglichen Amtszeiten auf drei begrenzt.

von Manfred Z - am 28.10.2016 13:10
Sehr gut. Es gibt keinen guten Grund für eine Senkung (z.B. wirtschaftliche Not, Deflation, etc.).
Dass die Chip allerdings handwerklich derart schlampt und auch noch polarisierende Schlagzeilen unterhalb der BLÖD-Zeitungs-Ebene bringt, ist hochnotpeinlich.

von DH0GHU - am 28.10.2016 13:59
Zitat
Manfred Z
Es heißt nicht GEZ...


Ich sag' dazu: "The institution formerly known as GEZ", ist immer noch kürzer als der neue Name. ;)

von Winnie2 - am 28.10.2016 14:02
Zitat
DH0GHU
Dass die Chip allerdings handwerklich derart schlampt und auch noch polarisierende Schlagzeilen unterhalb der BLÖD-Zeitungs-Ebene bringt, ist hochnotpeinlich.


Nein, das hat System:
Chip = BURDA = Focus (Online) = RTL II = PrivatRadio

Bedeutet, hier wird, wie bei solchen Verlagen üblich (Springer macht das ja genauso) gerne Stimmung gegen den Rundfunkbeitrag gemacht, da nicht die Wahrheit zählt, sondern die wirtschaftlichen Eigeninteressen der jeweiligen Verlagsinhaber.

https://de.wikipedia.org/wiki/Hubert_Burda_Media
TV- und Radiosender
Burda Broadcast Beteiligungen:
BB Radio 50,0 %
Donau 3 FM 50,0 %
Ostseewelle 47,2 %
Studio Gong-Gruppe 41,7 %
Radio Teddy 17,5 %
München TV 16,0 %
Radio Arabella 20,6 %
Radio Karlsruhe, Karlsruhe 13,9 % (betreibt die Radioprogramme Die neue Welle und AlternativeFM)
Radio Galaxy 10,5 %
bigFM, B-W 10,1 %
Hit Radio FFH 4,3 % (gehört zur Radio Tele FFH-Untergruppe, die auch planet more music radio und harmony.fm betreibt)
RTL II 1,1 %
Antenne Bayern 16 %

Die Studio Gong-Gruppe wiederum hält folgende Beteiligungen:
BB Radio 50,0 %
Donau 3 FM 50,0 %
Funkhaus Würzburg 50,0 %
Radio Fantasy 50,0 %
egoFM 44 %
Funkhaus Aschaffenburg 35,0 %
Ostseewelle 30 %
Radio Gong 96,3 42 %
Radio 107,7 26,7 %
Funkhaus Regensburg 75,0 %
Franken Fernsehen 23,1 %
Hitradio RTL Sachsen 22,5 %
Radio Chemnitz 22,5 %
Radio Dresden 22,5 %
Radio Görlitz 22,5 %
Radio Leipzig 22,5 %
Radio Zwickau 22,5 %
Antenne Niedersachsen 19,0 %
Radio Teddy 45 %
München TV 16,0 %
Radio Galaxy 15,8 %
Funkhaus Nürnberg 100 %
augsburg.tv 12,6 %
Top FM (Radio FFB) 10,8 %
Radio Karlsruhe, Karlsruhe 8,6 % (betreibt die Radioprogramme Die neue Welle und die ROCKwelle)
Antenne Bayern 7 %
Radio Hitwelle 6,6 %
Hit Radio FFH 2,5 %
RPR1 1,0 %

Über die Focus TV Produktions GmbH werden folgende Fernsehformate produziert (in Klammern die Sender, auf denen die Formate laufen):
Faszination Leben (RTL)
Focus TV (ProSieben)
Focus TV spezial (VOX)
Focus TV Reportage (SAT.1)
future TREND (RTL)
GRIP – Das Motormagazin (RTL 2)
K1 Magazin (Kabel 1)

von vossi68 - am 28.10.2016 21:25
Es würde wohl auch keiner der klar bei Verstand ist auf die Idee kommen, Chip, Focus oder RTL II als seriöse oder auch nur brauchbare Nachrichtenquellen in Betracht ziehen.

von Bolivar diGriz - am 29.10.2016 06:15
Was für ein lächerlicher Aufstand der Verdummungsmedien wegen 30 Cent im Monat. :rolleyes:

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 29.10.2016 07:14
Wer zwischen den Zeilen lesen kann, hat verstanden, dass die KEF selbst der Meinung ist, dass die nach gesetzlichen Vorschriften ermittelte Senkung um 30 Cent besser nicht durchgeführt wird. Denn sonst hätte man die vorausschauenden Rechnungen für die Situation nach 2020 nicht anzustellen brauchen.

von Manfred Z - am 29.10.2016 08:13
... und wer mit diesem System nicht einverstanden ist kommt in Erzwingungshaft. :angry:

Langfristig kommt man nicht darum herum dem ÖR kräftig die Flügel zu stutzen, daber darüber ist ja hier schon viel diskutiert worden...

von raeuberhotzenplotz1 - am 29.10.2016 09:06
Och, in der Chip gibts schon tolle Video-Tutorials: Wie man sich die Schnürsenkel zubindet, wie man den Ölstand kontrolliert, wie man Hemden bügelt oder Chips-Tüten aufmacht. Nur über über Computer hab ich schon seit längerem nichts mehr gesehen. Da werde ich wohl auf die Auto-Bild, Kochen&Backen oder Leben&Wohnen ausweichen müssen ;-)

von Bruder_M - am 29.10.2016 09:08
Zitat
raeuberhotzenplotz1
... und wer mit diesem System nicht einverstanden ist kommt in Erzwingungshaft. :angry:

Langfristig kommt man nicht darum herum dem ÖR kräftig die Flügel zu stutzen, daber darüber ist ja hier schon viel diskutiert worden...


Wer mit dem System "Deutschland" nicht einverstanden ist, kann jederzeit das Land verlassen. Oder Steuerhinterziehung betreiben. Aber egal, das mündet nur wieder in einer Grundsatzdiskussion.

Ich bin jedenfalls froh, dass es keine Senkung gibt.

von DigiAndi - am 29.10.2016 10:59
@ vossi68

Zitat

Bedeutet, hier wird, wie bei solchen Verlagen üblich (Springer macht das ja genauso) gerne Stimmung gegen den Rundfunkbeitrag gemacht, da nicht die Wahrheit zählt, sondern die wirtschaftlichen Eigeninteressen der jeweiligen Verlagsinhaber.


Und das ist schlimmer als die Tatsache, daß bei den Öffentlich-Rechtlichen immer noch regierungsnahe Personen mitmischen und dort ihre Interessen vertreten?

von Kay B - am 29.10.2016 12:51
Rundfunkbeitrag sinkt nicht? Heißt das jetzt, dass TIDE TV & Radio sowie der OKSH doch nicht dichtmachen müssen? Die pfeiffen finanziell aus dem letzten Loch...

von Boombastic - am 29.10.2016 12:55
Zitat
Kay B
@ vossi68
Und das ist schlimmer als die Tatsache, daß bei den Öffentlich-Rechtlichen immer noch regierungsnahe Personen mitmischen und dort ihre Interessen vertreten?


..und auch das ist nichts als Propaganda, da der Einfluss von Parteien auf 1/3 der Sitze in den Rundfunkräten begrenzt ist, 2/3 also von Vertretern von Kirchen, Gewerkschaften, Verbänden etc besetzt werden.
Es besteht also die Möglichkeit der öffentlichen Kontrolle der Sender, sowie deren Entscheidungen.
Jeder kann zudem Eingaben an die Sender richten, wenn ihm etwas am Programm nicht passt.

Anders ist es bei den Verlagen:
Diese gehören privaten Eigentümern. In Wahrheit gehören alle wichtigen Zeitungen in Deutschland 5 Milliadärsfamilien, die auch keinerlei Kontrolle unterliegen.
Einige Verleger geben auch die Tendenz der Berichterstattung in ihren Zeitungen vor.
Bei Springer z.B. ist gesetzt, dass über den Staat Israel positiv berichtet werden soll.
Meinungsvielfalt? Fehlanzeige. Sowas wäre bei ARD & ZDF unmöglich.

Es gibt Gegenden in Deutschland, da kann man zwar verschiedene Zeitungen kaufen, alle gehören jedoch dem selben Verleger, teilweise sind sogar die Redaktionen zusammengelegt.
Also nur Pseudo-Vielfalt.

Im Privat-TV gibt es faktisch ein Duopol aus zwei Senderfamilien, auch keine Vielfalt.

Und genau deswegen gibt es ARD & ZDF.
Sieht die Politik so und auch das Verfassungsgericht.

von vossi68 - am 29.10.2016 15:29
Zitat
Kay B
@ vossi68

Zitat

Bedeutet, hier wird, wie bei solchen Verlagen üblich (Springer macht das ja genauso) gerne Stimmung gegen den Rundfunkbeitrag gemacht, da nicht die Wahrheit zählt, sondern die wirtschaftlichen Eigeninteressen der jeweiligen Verlagsinhaber.


Und das ist schlimmer als die Tatsache, daß bei den Öffentlich-Rechtlichen immer noch regierungsnahe Personen mitmischen und dort ihre Interessen vertreten?


Die Regierung und die ihnen nahen Personen wurden aber von uns gewählt. Die Verleger nicht!

von iro - am 29.10.2016 16:22
@ vossi68

Zitat

(...) da der Einfluss von Parteien auf 1/3 der Sitze in den Rundfunkräten begrenzt ist, 2/3 also von Vertretern von Kirchen, Gewerkschaften, Verbänden etc besetzt werden.


Und das soll besser sein, als ein Rundfunkrat, der sich von parteilosen, unabhängigen und neutralen Mitgliedern zusammen setzt?


Zitat

Im Privat-TV gibt es faktisch ein Duopol aus zwei Senderfamilien, auch keine Vielfalt.


Und wieso ziehst du hier die Privaten jetzt mit rein? Das sollte den meisten Leuten sein, daß bei denen Interessen dahinter stehen.

Es geht jetzt aber darum, daß bei den Öffentlich-Rechtlichen keine Beeinflussungen statt finden. Und da sind Vertreter von Parteien, Verbänden, Kirchen oder sonstwem gerade verkehrt. Sonst mögen diese Einrichtungen die Öffentlich-Rechtlichen bitte auch finanzieren, und nicht die privaten Haushalte.

von Kay B - am 29.10.2016 16:37
Zitat
Kay B
Vertreter von Parteien, Verbänden, Kirchen oder sonstwem

Und woraus bestehen Parteien, Verbände und die Kirche? Aus Bürgern! Sie sind Teil der Gesellschaft - und damit auch angemessen mit zu berücksichtigen (mehr allerdings auch nicht!).
Es ist doch keinem damit gedient, jetzt Stammtischprolet Heinz Meier aus Kleinkleckersdorf und den parteipolitisch ungebundenen verbandsfreien Atheisten Prof. Dr. Dr. Kurt Müller aus Groß-Wedelburg in den Rundfunkrat zu... ja, was denn... wählen? Wer stellt die beiden zur Wahl auf? Wer wählt sie? Wie soll überhaupt gewählt werden? Wollen und können das Heinz Meier und Kurt Müller überhaupt?

Gibt es überhaupt so etwas wie ein "neutrales" Mitglied? Jeder hat doch eine eigene Meinung. Ist er dann überhaupt als neutral zu werten? Darf er überhaupt wählen gehen oder ist er dann schon zu gewählten Partei zu zählen, obwohl er nicht Mitglied ist?

Irgendein Verfahren/Konzept zur Wahl von Rundfunkräten muss man ja schon haben, da ist die Berücksichtigung von "gesellschaftlich relevanten" Kräften mit existierenden Entsendestrukturen nicht ganz falsch.
Darüber, daß in der Vergangenheit bei dieser Angelegenheit Parteien als ebenfalls "gesellschaftlich relevanten" Kräfte zu starkt vertreten waren, können wir uns aber wohl einigen. Und ein Gerichtsurteil, daß dieses abzuändern ist, gibt es auch bereits.

von iro - am 29.10.2016 17:07
Die Rundfunkräte sind über die vertreter der Kirchen bzw. Handwerks und Wirtschaftsverbände, sowieso überdurchschnittlich Christlich-liberal ausgerichtet. Die Vertreter der Gewerkschaften sind da eher ein Feigenblatt

Bewusst hier einige OHNE Angabe des Parteibuches, jeder kann es sich denken:

http://www.br.de/unternehmen/inhalt/rundfunkrat/mitglieder100.htmlnblatt.

Und noch ein Beispiel:

http://www.mdr.de/mdr-rundfunkrat/mitglieder/index.html ( Die Entsprechenden Parteibücher darf jeder selber drauf kleben..)

von Starsailor001 - am 29.10.2016 17:35
http://www1.wdr.de/nachrichten/rundfunkrat-neumitglieder-100.html

http://www1.wdr.de/unternehmen/der-wdr/gremien/rundfunkrat/rundfunkrat-mitglieder-102.html

Da ist doch für alle was dabei.

Zitat
http://www1.wdr.de/unternehmen/der-wdr/gremien/rundfunkrat/rundfunkrat_zusammensetzung_anforderungen100.html
Im Rundfunkrat vertretene gesellschaftliche Gruppen, Vereine, Institutionen, Verbände, Parteien

Bis zur Neukonstituierung am 2. Dezember 2016 setzt sich der Rundfunkrat gemäß den Regelungen des WDR-Gesetzes in der Fassung vom 25. Juni 2015 zusammen. Danach wählt der Landtag 13 Mitglieder des Rundfunkrats, dabei soll jede Fraktion des Landtags mit mindestens einem Mitglied im Rundfunkrat vertreten sein. Wegen zweier weiterer Fraktionen entsendet der Landtag aktuell 15 Mitglieder. Bis zu neun Mitglieder dürfen dem Europäischen Parlament, dem Bundestag oder einem Landtag angehören.

Zudem entsenden folgende 21 relevanten Gruppen und Institutionen in NRW jeweils ein Mitglied des Rundfunkrats:

die Evangelischen Kirchen in Nordrhein-Westfalen
die Katholische Kirche
die Landesverbände der jüdischen Gemeinden von Nordrhein und Westfalen und Synagogen-Gemeinde Köln
der Deutsche Gewerkschaftsbund, Landesbezirk Nordrhein-Westfalen
der Deutsche Beamtenbund, DBB-Landesbund Nordrhein-Westfalen
die Landesvereinigung der Arbeitgeberverbände Nordrhein-Westfalen e.V.
der Nordrhein-Westfälische Handwerkstag e.V.
der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband e.V. und der Rheinische Landwirtschafts-Verband e.V.
der Städtetag Nordrhein-Westfalen, der Nordrhein-Westfälische Städte- und Gemeindebund und der Landkreistag Nordrhein-Westfalen
die Arbeitsgemeinschaft der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege des Landes Nordrhein-Westfalen
die Landesarbeitsgemeinschaft der Familienverbände in Nordrhein-Westfalen und der Frauenrat Nordrhein-Westfalen
der Landessportbund Nordrhein-Westfalen
die Verbraucher-Zentrale Nordrhein-Westfalen e.V.
die nach § 12 Landschaftsgesetz Nordrhein-Westfalen anerkannten Vereine
der Landesjugendring Nordrhein-Westfalen
der Lippische Heimatbund e.V., der Rheinische Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz e.V. und der Westfälische Heimatbund e.V.
der Sozialverband Deutschland, Landesverband Nordrhein-Westfalen, und der Sozialverband VdK, Landesverband Nordrhein-Westfalen
die Vereinigung der Industrie- und Handelskammern in Nordrhein-Westfalen e.V.
der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) und der Verband der deutschen Internetwirtschaft e.V. (eco)
der Verband Freier Berufe im Lande Nordrhein-Westfalen e.V.
die Familienunternehmer – ASU e.V. Landesbereich Nordrhein-Westfalen und Wirtschaftsjunioren Nordrhein-Westfalen e.V.
Zehn weitere Mitglieder aus den Bereichen Publizistik, Kultur, Kunst und Wissenschaft entsenden folgende Organisationen:

die Gewerkschaft ver.di, Landesbezirk Nordrhein-Westfalen, Fachgruppe Literatur-Verband Deutscher Schriftsteller (VS)
die Genossenschaft Deutscher Bühnenangehöriger, Landesverband Nordrhein-Westfalen
der Landesmusikrat Nordrhein-Westfalen e.V.
die Gewerkschaft ver.di, Landesbezirk Nordrhein-Westfalen, Fachgruppe Medien, Deutsche Journalistinnen- und Journalistenunion (dju)
der Deutsche Journalisten-Verband, Gewerkschaft der Journalisten, Landesverband Nordrhein-Westfalen e.V.
die Gewerkschaft ver.di, Landesbezirk Nordrhein-Westfalen, Fachgruppe Medien, Öffentlich-Rechtlicher Rundfunk, Betriebsverband Nordrhein-Westfalen
das Filmbüro Nordrhein-Westfalen e.V. und der Verband der Fernseh-, Film- und der Videowirtschaft Nordrhein-Westfalen e.V. und der Film- und Fernseh- Produzentenverband Nordrhein-Westfalen
der Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler e.V., Landesverband Nordrhein-Westfalen
der Landesverband der Volkshochschulen von Nordrhein-Westfalen
die Landesrektorenkonferenz Nordrhein-Westfalen und die Landesrektorenkonferenz der Fachhochschulen des Landes Nordrhein-Westfalen
Je ein weiteres Mitglied wird entsandt aus dem Kreis

der älteren Menschen durch die Landesseniorenvertretung Nordrhein-Westfalen,
der Menschen mit Behinderung durch den Landesbehindertenrat e.V.,
der Menschen mit Migrationshintergrund durch die Landesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Migrantenvertretungen (LAGA NRW).


Edit: Ein muslimischer Verband fehlt.

von Japhi - am 29.10.2016 18:10

Das kommt meinem "Stammtischproleten Heinz Meier aus Kleinkleckersdorf und den parteipolitisch ungebundenen verbandsfreien Atheisten Prof. Dr. Dr. Kurt Müller aus Groß-Wedelburg" ja schon mal sehr entgegen. Da können sie sich also bewerben.
Aber wer wählt dann diese beiden aus. Und warum? Und wer hat die auswählenden ausgewählt? Ist das denn dann irgendwie demokratisch legitimiert? Irgendwo muss vor diesem Wahlvorgang doch bereits eine ganze Kette von "jemandem Vertrauen schenken" stehen. Und eigentlich beißt sich die Katze dort auch schon wieder in den Schwanz, da das gleiche auch bei Vertretern von Parteien/Verbänden/Kirche steht... Denen hat auch zuvor jemand das Vertrauen "geschenkt", sei es per Wahl durch den Bürger, verbandsinterner Wahl o.ä.
Dieses "Vertrauen" gibt es sowieso immer erstmal "geschenkt" oder als "Vorschuss", das Vertrauen auch zu erfüllen ist dann Sache des Beschenkten und auch nicht immer der Fall. Ab da wird es eine Sache persönlicher Verantwortung des Beschenkten und Gewissenssache. Falls Parteien/Verbänden/Kirche "aus Gründen" charakterlose & dumme A...er entsenden würden, wäre das natürlich eher in deren Verantwortung. Auch hier könnte man die Kette weiterziehen... (falls sie selber bereits diese "charakterlose & dumme A...er" wären)

Wenn jetzt die Rundfunkräte direkt vom zahlenden Rundfunkvolk gewählt würden, könnte eigentlich keiner mehr meckern. Mal abgesehen von der Undurchführbarkeit dieser (oder zumindest sehr teuren) Angelegenheit, würden es auch bei einer solchen Wahl im Vorfeld parteipoltische, verbands- oder weltanschaulich getriebene Wählervereinigungen geben. Ob das dann wirklich sehr anders aussehen würde?

Hat jemand schonmal an diesen Sozialversicherungswahlen teilgenommen und hatte er dabei auch nur den Hauch einer Ahnung, wer da zur Wahl stand? Hat aber trotzdem gewählt?

von iro - am 29.10.2016 19:02
Zitat
Kay B
@ vossi68

Zitat

(...) da der Einfluss von Parteien auf 1/3 der Sitze in den Rundfunkräten begrenzt ist, 2/3 also von Vertretern von Kirchen, Gewerkschaften, Verbänden etc besetzt werden.


Und das soll besser sein, als ein Rundfunkrat, der sich von parteilosen, unabhängigen und neutralen Mitgliedern zusammen setzt?

Also Mitglieder ohne politische Meinung. Also Leute, die sich mit dem Hier&Jetzt nicht auseinandersetzen. Sonst könnten sie nicht neutral sein.
Unrealistische Tagträumerei, mehr nicht.


Die einzige Interessengruppe, die derzeit mit voller demokratischer Legitimation Bürgerinteressen in Rundfunkräten vertreten können, sind Parteien. Alles andere sind Vertreter von Verbänden, die Partikularinteressen vertreten. Gleichwohl lehrt uns die Geschichte, wie wichtig dieser Gegenpol zur Politik ist, Stichwort Populismus gefolgt von Totalitarismus.

von DH0GHU - am 31.10.2016 08:09
@ DH0GHU

Zitat

Also Mitglieder ohne politische Meinung. Also Leute, die sich mit dem Hier&Jetzt nicht auseinandersetzen.


Es sollten für die Mitglieder des Rundfunkrates die selben Maßstäbe gelten wie für einen Journalisten (objektiv, neutral und unvoreingenommen). Diese Kriterien schließen eine Beschäftigung mit dem "Hier & Jetzt" nicht aus.


Zitat

Die einzige Interessengruppe, die derzeit mit voller demokratischer Legitimation Bürgerinteressen in Rundfunkräten vertreten können, sind Parteien.


Wobei sich die Öffentlich-Rechtlichen in ihren journalistischen Tätigkeiten kritisch mit den Parteien auseinander setzen sollten. Quasi als außenstehende Instanz. Wie soll das uneingeschränkt möglich sein, wenn die Parteien selbst de fakto ein Teil der Öffentlich-Rechtlichen sind?

von Kay B - am 31.10.2016 16:21
Zitat
Kay B
Wobei sich die Öffentlich-Rechtlichen in ihren journalistischen Tätigkeiten kritisch mit den Parteien auseinander setzen sollten. Quasi als außenstehende Instanz. Wie soll das uneingeschränkt möglich sein, wenn die Parteien selbst de fakto ein Teil der Öffentlich-Rechtlichen sind?


Du nimmst es doch schon vorweg:
Zitat

Maßstäbe gelten wie für einen Journalisten (objektiv, neutral und unvoreingenommen).

Nicht der Rundfunkrat macht das Programm, es sind die Journalisten. Die sind als Nicht-Rundfunkratsmitglieder doch bereits wieder "außenstehende Instanz". Der Rundfunkrat hat ja keinen direkten Draht zu den Journalisten, um sie ggf. zu rüffeln. Nur den indirekten über deren Chefs/Intendanz.

von iro - am 31.10.2016 16:36
Ja genau, und Journalisten werden sich auch NIE von ihrer politischen Position beeinflussen lassen. Die haben nämlich garkeine. Weil die Welt eine Scheibe und damit alles ganz klar geradeaus ist.

von DH0GHU - am 31.10.2016 16:58
Zitat
DH0GHU
Ja genau, und Journalisten werden sich auch NIE von ihrer politischen Position beeinflussen lassen. Die haben nämlich garkeine. Weil die Welt eine Scheibe und damit alles ganz klar geradeaus ist.

:spos:
Tja, warum man, egal wo man ist, eigentlich auch ordentlich bezahlt nicht objektiv und überparteilich bleiben kann, die eigenen Präferenzen immer kritisch interfragt, auch wenn man eine Position hat, einer Partei nahe steht, ein Parteibuch hat...
Achso: Wir suchen ja auch noch einen Bundespräsi :sleep: :bruell:

von Thomas (Metal) - am 31.10.2016 19:02
Zitat
DH0GHU
Weil die Welt eine Scheibe und damit alles ganz klar geradeaus ist.


Wurde heute erst im Frühstücksfernsehen bestätigt. :bruell:

von Cha - am 01.11.2016 10:28
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