Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
Radioforum
Beiträge im Thema:
32
Erster Beitrag:
vor 7 Monaten, 1 Woche
Letzter Beitrag:
vor 2 Tagen, 16 Stunden
Beteiligte Autoren:
jkr 2, DigiAndi, Wasat, Daniel28-55-59, BadestadtFM, b025, raeuberhotzenplotz1, Funkerberg, carkiller08, Optimierer, ... und 11 weitere

BNetzA erteilt Lizenz für MW 801 kHz in Cham

Startbeitrag von BadestadtFM am 16.11.2016 15:27

Das Rundfunkmuseum darf auf 801 kHz senden:

Presseartikel

Antworten:

mit 1 Watt Sendeleistung

von pomnitz26 - am 16.11.2016 17:51
Über welche Antenne wird denn da in Cham gesendet?

von Optimierer - am 16.11.2016 18:40
Die 801 kann im Umkreis von etwa 30 km um Cham gehört werden, das schreibt einer der Initianten, der hat es im Autoradio gehört und dokumentiert (siehe auch Whatsapp-Kanal von FMKompakt)

von dxbruelhart - am 17.11.2016 05:18
Zitat
dxbruelhart
Die 801 kann im Umkreis von etwa 30 km um Cham gehört werden, das schreibt einer der Initianten, der hat es im Autoradio gehört und dokumentiert (siehe auch Whatsapp-Kanal von FMKompakt)

30km? Bei einem Watt Sendeleistung? Hm, eher wohl 30 Meter :D

von Harald P. - am 17.11.2016 07:17
30 km scheinen mir doch sehr hoch gegriffen. Die "Welle 370" gibt für ihren 9 Watt-Sender in Königswusterhausen auf 810 kHz eine Reichweite von 10 km an.

von BadestadtFM - am 17.11.2016 07:27
Beim Tag der Offenen Tür in Ismaning gab es doch auch immer einen Minisender auf Mittelwelle, der glaube ich mit 1W oder so sendete. Der war auf alle Fälle in 20-30km noch nachweisbar. Guter Empfang war das aber dann schon nicht mehr, nur dass man halt noch etwas murmeln hörte. Da man ja bei Mittelwelle üblicherweise nicht die ERP angibt, hängt es zudem noch von der jeweiligen Sendeantenne ab, wie weit das geht.

von Habakukk - am 17.11.2016 08:22
In Wertingen (nordöstlich von Augsburg) gibt es doch auch schon Museumsbetrieb auf der 801 kHz mit 1 Watt.
Sind in diesem Falle schon Erfahrungen mit der erzielten Reichweite getroffen worden?

von jkr 2 - am 17.11.2016 10:32
Was wollen die denn senden?

Die Lizenz ist das eine, aber das andere sind Inhalte, bei denen niemand die Hand aufhält (GEMA usw.). Schellackplatten von 1920?

Oder wäre es eventuell erlaubt im Ballempfang z.B. ein Programm des BR umzusetzen?

von raeuberhotzenplotz1 - am 17.11.2016 10:45
Hörtauglich ist es tatsächlich nur im näheren Umkreis. Erahnen kann man es natürlich schon weiter, daß hier eine Modulation drauf ist.

Uralte Musik, Museumsfunk halt. Ein bestehendes Hörfunkprogramm umsetzen ist natürlich nicht erlaubt und wird auch nicht gemacht. Wir halten uns an die Vorschriften.

Der Sender ist auch nur wenige Stunden in Betrieb´, wenn z. B. ein Anlaß hinsichtlich einer Veranstaltung im Museum besteht.

Mit Wertingen sind wir in Kontakt.

Sobald die Dämmerung eintritt, ist das natürlich auch schlecht, dann überwiegen schon nach einigen km andere verzerrte Hörfunkprogramme aus weiter Ferne.

von Daniel28-55-59 - am 17.11.2016 11:33
Zitat
Habakukk
Beim Tag der Offenen Tür in Ismaning gab es doch auch immer einen Minisender auf Mittelwelle...


Das habe ich mit dem Autoradio (VW) beim vorletzten Mal mit folgenden Resultaten getestet:
bis 3 km guter Empfang
bis 8 km brauchbarer Empfang (deutliches Rauschen)
bis 18 km Richtung Südosten (Forstinning) gerade noch hörbar
bis 23 km Richtung Nordwesten (Allershausen) gerade noch hörbar

Das Erdinger Moos hat gegenüber dem Bayerischen Wald eine deutlich bessere Bodenleitfähigkeit.

von Wasat - am 17.11.2016 16:30
@ wasat

Erlaube, dass ich ein wenig widerspreche. Du darfst hier nicht Cham mit der typischen Bodenbeschaffenheit (Granit; Gneis) des Bayerischen Waldes gleichsetzen. Das Rundfunkmuseum im Stadtteil Janahof liegt am Rande einer umfassenden Flussaue. Hier wird man zwar nicht gerade an die Werte des Erdinger Mooses herankommen, aber viel wird nicht fehlen.

Google mal die beiden Naturschutzgebiete Regentalaue und Rötelseeweiher (beide gehören zu den artenreichsten Biotopen Süddeutschlands) - selbst ein zeitweises Befahrungsverbot des Regenflusses in der Vogelbrutzeit gibt es hier). Für Tier- und Naturliebhaber ein unbedingtes Muß, sowohl eine Paddeltour auf dem Regen wie auch der Besuch der Beobachtungstürme in der Aue.

Übrigens: im Vordergrund des folgenden verlinkten Bildes mit dem Ortspanorama von Cham sieht man das Industriegebiet von Janahof (wo auch das Museum sich befindet) und am linken Bildrand beginnt dann das Naturschutzgebiet flußabwärts.
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f/fb/Panorama_der_Stadt_Cham.jpg

Nebenbei: Auf der Anhöhe im Hintergrund: der Sender auf der Luitpoldhöhe für das DRadio.

von jkr 2 - am 18.11.2016 07:04
Zitat
Daniel28-55-59
...Ein bestehendes Hörfunkprogramm umsetzen ist natürlich nicht erlaubt und wird auch nicht gemacht...


Ich kenne mich rechtlich nicht damit aus. Aber rein aus Urhebersicht gedacht könnte man damit nichts falsches senden. Die Information / das Programm wäre im Umklreis des MW-Senders ohnehin mehrfach alternativ (UKW DAB) parallel empfangbar. Also könnte sich niemand darüber beschweren. Vorausgesetzt der Programmveranstalter gäbe dafür seine Genehmigung...

von raeuberhotzenplotz1 - am 18.11.2016 11:43
Herzlich willkommen an das Rundfunkmuseum Cham im Kreis der Mittelwellensenderbetreiber.
Langsam sollten wir einen Dachverband gründen. Vielleicht mit dem Ziel der Freigabe der Mittelwelle ....

Hier mal aus unserer welle370 Erfahrung:

- welches Programm gesendet wird, hängt maßgeblich von der medienrechtlichen Zulassung der zuständigen Landesmedienanstalt ab. Es kann also durchaus auch sein, das in Cham Programm gesendet werden kann, vielleicht kann Daniel28-55-59 hier Licht ins Dunkel bringen

- Reichweite 30 km wird wahrnehmbare Modulation kurz über der Grasnarbe sein.
Wir haben mit 9 W maximale Reichweiten bis ca. 25 km gehabt, bei denen der Inhalt noch verständlich war, allerdings mit erheblichem Antennenaufwand auf der Empfängerseite

- solange keine Gema Inhalte gesendet werden, werden auch keine Entgelte fällig

- zu den Anfangszeiten von welle370 haben wir das Programm unseres örtlichen UKW Senders übernommen. Dieser hatte das damals prüfen lassen mit dem Ergebnis, das keine zusätzliche Gema auflaufen wird. Allerdings hatten wir auch das ok der Landesmedienanstalt

Ich glaube ich muss mal nach Cham .....

Viele Grüße vom Funkerberg, Rainer

von Funkerberg - am 23.11.2016 16:38
[attachment 8438 2016-11-24_ChamerZeitung_jetztFuehrungen.jpg]

Unbedingt, jederzeit herzlich willkommen! Einfach bei uns melden.
Heute ist dazu eh ein Aufruf in unserer Zeitung abgedruckt.

von Daniel28-55-59 - am 24.11.2016 04:44
Mein Auge entdeckt da einen E1. Nachbau oder ein bisher unbekanntes Original?

von Marc_RE - am 24.11.2016 06:47
Neues vom Rundfunkmuseum in Cham

http://www.mittelbayerische.de/region/cham/gemeinden/cham/rundfunkmuseum-will-hoch-hinaus-22798-art1516831.html

Der Clou: Man hat jetzt auch den seinerzeit ersten UKW-Sender aus Frankfurt bekommen können und ihn betriebsfähig gemacht. Gibts da auch schon eine Grundstücksfrequenz für gelegentliche Einsätze?

Weiter so:spos:

von jkr 2 - am 09.05.2017 11:45
das Rundfunkmuseum wär doch in indealer Treffpunkt für ein Forumstreffen oder sehe ich das falsch?
Wer hätte da Interesse? :spos::rp:

von forza_viola - am 09.05.2017 12:05
Zitat
forza_viola
das Rundfunkmuseum wär doch in indealer Treffpunkt für ein Forumstreffen oder sehe ich das falsch?
Wer hätte da Interesse? :spos::rp:


Solange Cham noch im Bau ist gilt das gerne auch für das Funktechnikmuseum Königs Wusterhausen. Wir können aus diesem Anlass gerne einige Sonderaktionen machen.

Angefangen vom Anlassen des 1000 PS Dieselmotors über das live Senden auf welle370 bis hin zu Sattelitenfunk und Digitalradio. Und für die ganz Harten schmeissen wir auch unseren neuen Lichtbogensender an - in unserem faradayschen Käfig natürlich :-)

Ergänzung: Für das Treffen können wir gerne auch Kultursaal und Maschinensaal benutzen - Nutzungskapazitäten allerdings max 400 Leute :-)

von Funkerberg - am 09.05.2017 15:34
Zitat
Funkerberg
Zitat
forza_viola
das Rundfunkmuseum wär doch in indealer Treffpunkt für ein Forumstreffen oder sehe ich das falsch?
Wer hätte da Interesse? :spos::rp:


Solange Cham noch im Bau ist gilt das gerne auch für das Funktechnikmuseum Königs Wusterhausen. Wir können aus diesem Anlass gerne einige Sonderaktionen machen.

Angefangen vom Anlassen des 1000 PS Dieselmotors über das live Senden auf welle370 bis hin zu Sattelitenfunk und Digitalradio. Und für die ganz Harten schmeissen wir auch unseren neuen Lichtbogensender an - in unserem faradayschen Käfig natürlich :-)

Ergänzung: Für das Treffen können wir gerne auch Kultursaal und Maschinensaal benutzen - Nutzungskapazitäten allerdings max 400 Leute :-)


Klingt ganz nach einem sehr interessanten Rahmen auf geschichtsträchtigem Boden...:spos:

von Mc Jack - am 10.05.2017 08:14
Das Funktechnikmuseum KWH ist immer ein Besuch Wert, ich war schon mehrmals dort vor Ort.:spos:
Der Diesel ist schon mächtig gewaltig, Egon. ;-)

von DLR-Fan Sachsen-Anhalt - am 11.05.2017 18:38
Was zur Überschrift und dem Museum nun fast untergeht:
Das Rundfunkmuseum Cham ist eine sagenhafte und sehr beeindruckende Sammlung. Forums- und FM Kompakt Leser konnten sich am vergangenen Wochenende in einer imposanten Führung durch Herrn Heller davon überzeugen. Wir haben schon diverse Museen und Sammlungen besucht, doch Cham stellt alles Gesehene in den Schatten. Herr Heller und sein Team haben hier mit Leidenschaft, Herzblut und unglaublich viel Engagement Schätze zusammengetragen, welche einzigartig sind. Großes Lob an die Macher.
Nur schade, dass ein Schweizer Kräuterbonbon etwas Unruhe reingebracht hat. Doch mittlerweile ist auch dieser Drops gelutscht. :rp:

von Thomas Kircher - am 21.06.2017 13:05
Läuft die 801 kHz aus Cham tatsächlich mit dem alten 100kW-Nautel-Sender vom BR? Wie bekommt man den auf 1 Watt runtergeregelt?

Hätte man noch den Rohrmast mitnehmen können, wäre das der Clou gewesen :P

von b025 - am 24.06.2017 09:27
Soweit ich weiss, ist der Sender modular aufgebaut. D.h. die 100kW kamen durch Zusammenschaltung mehrerer Endstufen-Module im 1-stelligen kW-Bereich zusammen.

Die müssen aber nicht alle installiert sein.
Und wenn der Sender z.B. noch 1kW abgibt, lässt sich eine Kunstantenne anschließen und ein
Teil dieser Leistung "abzweigen" .

von carkiller08 - am 24.06.2017 10:02
Zitat
b025
Hätte man noch den Rohrmast mitnehmen können, wäre das der Clou gewesen :P


Man hätte jetzt die Teile einsammeln können... ;)
http://www.br.de/unternehmen/inhalt/technik/sprengung-mittelwellenmast-ismaning-100.html

von DigiAndi - am 25.06.2017 09:21
Zitat
carkiller08
Soweit ich weiss, ist der Sender modular aufgebaut.

So wird es sein. Und außerdem reicht ja in diesem Fall schon die Vorstufe, da muss das Signal ja gar nicht mehr direkt auf die Endstufen gegeben werden.

Zitat
DigiAndi
Man hätte jetzt die Teile einsammeln können... ;)
http://www.br.de/unternehmen/inhalt/technik/sprengung-mittelwellenmast-ismaning-100.html

Na Klasse :-( Was steht denn jetzt eigentlich in Ismaning noch so auf den Feldern rum? Ist der geknickte Dipol von der Kurzwelle noch da? Und die Reserveantenne, steht die denn noch? Mittlerweile müsste es recht übersichtlich dort aussehen.

von Jens1978 - am 25.06.2017 09:58
Nein, es gibt dort nur noch den "neuen" Masten für UKW und DAB+.

Ich wäre bei der Sprengung dabei gewesen, aber da sie wegen des Baggers auf den Nachmittag verschoben werden musste, ging es bei mir zeitlich leider nicht mehr. :-(

Ein letztes Foto vom 21.06.2017, ca. 10:00 Uhr:
(links der letzte verbleibende, "neue" Mast)



von DigiAndi - am 25.06.2017 10:07
Zitat
carkiller08
Soweit ich weiss, ist der Sender modular aufgebaut.


Es sind 48 Endstufeneinschübe zu je 8 kW PEP, wobei jeder 5 Verstärkermodule enthält. Hier ist manches beschrieben: http://www.chamer-rundfunkmuseum.de/abteilungen-museum/impressionen-mittelwellensender-nautel-801-khz/

Zitat
DigiAndi
Nein, es gibt dort nur noch den "neuen" Masten für UKW und DAB+.


Der auf 70m gekürzte AFN-Mast von 1947 steht auch noch als Träger für Richtfunk.

von Wasat - am 25.06.2017 10:41
Es müsste auch noch ein 94m hoher Mast der ehemaligen Richtantenne von AFN stehen, wobei einer der beiden Masten 2010 abgebaut wurde.

von b025 - am 25.06.2017 11:43
Was ist mit dem Mast, an dem früher die UKW Antennen hingen ? Der dürfte doch ca. 100m hoch gewesen sein ? Wurde der auch abgerissen ?

Nachtrag: ja, der wurde wohl schon 2010 abgerissen.

von Terranus - am 25.06.2017 11:45
Man hat ja nicht umsonst den neuen Mast gebaut. ;)

von DigiAndi - am 25.06.2017 16:52
Zitat
b025
Es müsste auch noch ein 94m hoher Mast der ehemaligen Richtantenne von AFN stehen, wobei einer der beiden Masten 2010 abgebaut wurde.


Google Earth zeigt den Mast am 22.06.2014 noch, am 20.03.2015 ist er schon verschwunden.

von Wasat - am 25.06.2017 19:49
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.