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Mittelwellen-Sendeanlage Hamburg-Moorfleet gesprengt

Startbeitrag von RadioNORD am 02.12.2016 19:30

Hallo zusammen,

die Relikte aus der Mittelwellenzeit werden immer weniger. Am heutigen 2. Dezember 2016 wurde der Mittelwellen-Sender in Hamburg-Moorfleet "beseitigt".

Ein Video gibt es hier: http://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/Sendemasten-in-Moorfleet-gefallen,moorfleet124.html

Antworten:

Tja, dann noch mal ein Bild zum Abschied.

[attachment 8480 NDR0002.jpg]

...denn sie wissen nicht was sie tun :-(

von Marc_RE - am 03.12.2016 08:50
Ein Volk, das seine Vergangenheit nicht ehrt, hat keine Zukunft

Goethe

von hegi_ms - am 03.12.2016 10:15
na na na

In der Vergangenheit hängen bleiben bringt auch keinen weiter.

von Scrat - am 03.12.2016 10:49
Zitat
Scrat
na na na

In der Vergangenheit hängen bleiben bringt auch keinen weiter.


Naja, dann ist jeder Erhalt eines historischen Bauwerks "in der Vergangenheit hängen". Es hat schon seinen Sinn bestimmte Dinge zu erhalten, man sprengt auch nicht jede Zeche im Ruhrpott oder gar jedes historische Gebäude. Könnte man ja. Alle Altstädte sprengen, und neu bebauen. Wenn man nicht in der Vergangenheit "hängen" will...

von Terranus - am 03.12.2016 12:54
Nur findet der Erhalt eines Sendeturmes vermutlich weniger Unterstützung als der eines Denkmals oder einer Kirche. Das Geld muss ja auch irgendwoher kommen. In Zeiten, in denen jeder Cent des Rundfunkbeitrags dreimal hinterfragt wird, dürfte es schwer werden, einen solchen Sendemast zu erhalten. Dennoch: auch ich sehe den Abriss kritisch. Weniger wegen des Denkmalschutzes sondern vor allem, weil man sich im Notfall einer leicht empfangbaren und für jedermann zugänglichen Informationsquelle beraubt. Das Internet wird im Zweifelsfall schnell unterbrochen sein.

von RadioNORD - am 03.12.2016 14:18
Zitat
Marc_RE
...denn sie wissen nicht was sie tun :-(


Doch. Nutzlosen Müll beseitigen.

von Noch'n Saarländer - am 03.12.2016 14:51
Zitat
RadioNORD
weil man sich im Notfall einer leicht empfangbaren und für jedermann zugänglichen Informationsquelle beraubt. Das Internet wird im Zweifelsfall schnell unterbrochen sein.


Wenn es tatsächlich zu solch einem Notfall kommen sollte, wäre sicherlich trotzdem UKW die erste Wahl. Wer würde schon auf die Idee kommen, Mittelwelle einzuschalten (geschweige denn das man weiß, was das ist, oder das man einen Empfangsgerät dafür findet)?

Daher finde ich gut, dass die Masten wegkommen. Kosten eh nur Geld, egal ob sie senden, oder nur rumstehen.

von Cha - am 03.12.2016 15:05
Zitat
Noch'n Saarländer
Zitat
Marc_RE
...denn sie wissen nicht was sie tun :-(


Doch. Nutzlosen Müll beseitigen.


:spos:

von Dr. Antenne - am 03.12.2016 15:58
Der Unterhalt ungenutzter Sendeanlagen kostet Geld. Man muß die Anlage gegen Unbefugte sichern, an der Spitze muß eine entsprechende Beleuchtung brennen usw.

Da ist es billiger einmalig die Kosten für den Abriß zu bezahlen.

Daher erwarte ich, daß auch die Tage der LW Sender Donebach, Deggendorf usw. gezählt sind. Der kleine Sender in Ulm wurde von Funkanteuren gekauft und so vor dam Abriß bewaht. Aber es gibt auch hier Auflagen (Beleuchtung usw.)...

von raeuberhotzenplotz1 - am 03.12.2016 16:30
Zitat
Cha
Zitat
RadioNORD
weil man sich im Notfall einer leicht empfangbaren und für jedermann zugänglichen Informationsquelle beraubt. Das Internet wird im Zweifelsfall schnell unterbrochen sein.


Wenn es tatsächlich zu solch einem Notfall kommen sollte, wäre sicherlich trotzdem UKW die erste Wahl. Wer würde schon auf die Idee kommen, Mittelwelle einzuschalten (geschweige denn das man weiß, was das ist, oder das man einen Empfangsgerät dafür findet)?

Daher finde ich gut, dass die Masten wegkommen. Kosten eh nur Geld, egal ob sie senden, oder nur rumstehen.


Was nützt die Aufrichterhaltung eins Masten, wenn die Technik stillgelegt würde/teilweiße anders jetzt verwendet wird, teile verkauft würden usw... Kurzum, man zwar noch die (denkmalgeschützten) Masten hat, aber im Erstfall gar nicht mehr Sendefähig ist. Warscheinlich würde nicht mal die Notstromversorung an gehen, falls noch vorhanden ist.

Der Offizielle Bevölkerungswarnung findet seit jahren schon auf UKW statt. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe rät zu UKW Empfängern die mit Batterien betrieben werden können, ideal FM Batterie/Dynamogeräte.

Alles andere wäre auch nicht sinvoll. Warum sollte man über AM waren?, wenn man es doch über UKW viel besser kann und vorallem mit einen schlag mehr Leute erreicht. Meisten bekomme ich dann von AM Liebhabern die Aussage, das UKW im erstfall ausfallen kann, das kann aber ein AM-Sender genauso, auch dort kann der Generator nicht anlaufen oder die Modulation ausfallen und da ist der Ausfallradius größer.

von Kohlberger91 - am 03.12.2016 18:05
Ich glaube zwar auch nicht, dass Irgendwer im Ernstfall die Mittelwelle einschalten wird (oder dort gewarnt wird) und auch viele nicht oder nicht mehr wissen was das ist, dennoch:

Zitat
Cha
Wer würde schon auf die Idee kommen, Mittelwelle einzuschalten (geschweige denn das man weiß, was das ist, oder das man einen Empfangsgerät dafür findet)?

Ein Mittelwellenradio dürfte noch fast jeder haben. Brüllwürfel, Taschenradios, Autoradios, Kompaktanlagen usw. haben in den meisten Fällen ein Mittelwellenteil, auch modernere Geräte oft genug noch.

Zitat
Kohlberger91
Warum sollte man über AM waren?

AM auf Mittelwelle kann man mit den primitivsten Mitteln empfangen, notfalls sogar ohne Strom. Im Gegensatz zu FM.

von WiehengeBIERge - am 03.12.2016 22:02
Zitat
WiehengeBIERge
AM auf Mittelwelle kann man mit den primitivsten Mitteln empfangen

Wenn es wirklich mal so weit kommen sollte, daß nur noch das eine Option ist, dürften trotzdem nur sehr wenige überhaupt in der Lage sein, einen Detektorempfänger ohne Hilfe von google zu bauen. Falls das überhaupt jemand von den wenigen überlebt haben sollte...

von iro - am 04.12.2016 00:18
Zitat
WiehengeBIERge
Ich glaube zwar auch nicht, dass Irgendwer im Ernstfall die Mittelwelle einschalten wird (oder dort gewarnt wird) und auch viele nicht oder nicht mehr wissen was das ist, dennoch:

Zitat
Cha
Wer würde schon auf die Idee kommen, Mittelwelle einzuschalten (geschweige denn das man weiß, was das ist, oder das man einen Empfangsgerät dafür findet)?

Ein Mittelwellenradio dürfte noch fast jeder haben. Brüllwürfel, Taschenradios, Autoradios, Kompaktanlagen usw. haben in den meisten Fällen ein Mittelwellenteil, auch modernere Geräte oft genug noch.

Zitat
Kohlberger91
Warum sollte man über AM waren?

AM auf Mittelwelle kann man mit den primitivsten Mitteln empfangen, notfalls sogar ohne Strom. Im Gegensatz zu FM.


Bei den modernen Geräten ist der AM (wenn vorhanden) oft sehr Stiefmütterchlich verbaut!!! Ich hatte schon oft Empfänger in der Hand gehabt die auf MW eine taube Nuss sind. Auch trifft die Aussage das jedes Gerät MW habe nicht (mehr) zu. Ich kenne genug Radios, auch Autoradios, davon auch ältere (Blaupunkt der 90er jahre) die kein AM Wellenberreiche haben. DAB/UKW Radios haben den Wellenberreich auch nicht.

Dann zu die selbstgebauten MW Empfänger die ohne Strom laufen, bitte seit doch mal ehrlich, am Tag kann man mit diesen Geräten doch nur was Empfangen wenn man in der nähe einer Anlage wohnt und zudem dürfte die meisten Leute sochle Empfänger nicht haben geschweige denn im erstfall so begabt sein sie im Keller zu bauen.

Nächste Problem ist der Empfang am Tag, unter einer Brücke ist das Signal schlagartig weg und dann der Empfang an sich, je weiter weg man von MW Sendeanlagen ist/war, war auch mit DX Geräten der verständliche Empfang nicht gewährleistet. Ich kenne genung Orte in Bayern wo am Tag sowohl die BR Standorte noch die vom DLF ausreichend ankammen. Kam HF Störtungen hinzu, wars ganz aus!!

Ich bleibe dabei, UKW ist mittlerweile besser geeignet. Es gibt FM Empfänger mit eingebauten Dynamo mit dem man auch bei längeren Stromausfällen weiter hören konnte. Mich persönlich hat der Sangean MMR-88 sehr überzeugt. Diese Gerät kann man mit allem möglichen laden. Mit seiner Solarzelle, mit seinen eingebauten Dynamo und mit Akkupacks, dazu noch paar Ersatzbattere, Akkupacks die regelmäßig geladen werden und gedauscht werden.

Wer sich ernsthaft Gedanken macht, braucht nur das zu tun was das Bundesamt einen rät und ist für einen Ernstfall gut aufgestellt.

von Kohlberger91 - am 04.12.2016 08:48
Zitat
iro
...dürften trotzdem nur sehr wenige überhaupt in der Lage sein, einen Detektorempfänger ohne Hilfe von google zu bauen...


Ich hätte zwar das ganze dafür nötige Bastelzeug, wüsste aber nicht, wie ich auf die Schnelle die notwendigen Bauteile bekommen könnte.

Was würde es allerdings nützen, wenn in ganz Deutschland 1000 Leute einen Detektorempfänger haben?

Wenn schon, müsste der Staat jedem Bürger ein AM-Radio mit Dynamo schenken. Dieses würde allerdings ob seines geringen Nutzens entweder am Dachboden oder im Müll landen.

Daraus sieht man, wie sinnlos diese Diskussion ist.

An der modernen Smartphone-Generation geht dies außerdem völlig vorbei. Diese Leute wissen bald nicht einmal mehr, was UKW ist.

von Wasat - am 04.12.2016 15:21
Die 972 war Ende der 1980er einer der Frequenzen die auch tagsüber hier in der Gegend mit einfachen Mitteln zu empfangen waren (und das bei "nur" 300 kW). Unvergessen ist die Anekdote bei der Moorfleet-Führung vor zwei Jahren: "Wir haben mal 600 kW getestet. Es gab Beschwerden aus Russland weil wir dort Sender gestört haben."

von Staumelder - am 04.12.2016 15:23
Zitat
Wasat
Daraus sieht man, wie sinnlos diese Diskussion ist.


Richtig. Diese Diskussion ist müßig, weil sie an den Tatsachen vorbei geht.
Was bleibt ist die Erinnerung.




von Manager. - am 04.12.2016 16:05
Ich habe mal einige Bilder vom Spreng-Vorgang hochgeladen:

http://www.senderfotos.de/senderfotos-national/hamburg/hamburg-moorfleet/

von RadioNORD - am 04.12.2016 22:18
Tolle Fotos! Und gut, dass die ungenutzten Masten weg sind.

von ScheichManfred - am 04.12.2016 23:16
Ich halte die komplette MW-Abschaltung immer noch für einen Fehler. Als Notversorgung und für reine Wortprogramme reicht die Mittelwelle dicke aus. Daher war die Nutzung mit Infoprogrammen, wie vom NDR mit NDR Info oder WDR mit WDR2, WDR Event und den Verkehrshinweisen sinnvoll.
Zumindestens für die Verkehrshinweise vom WDR kann ich auch sagen, daß diese genutzt wurden, nicht nur von Radiofreaks sondern von Leuten, die die Mittelwelle das letzte mal genutzt haben um RTL zu hören.

Das Internet ist verwundbar, das hat man ja am letzten Wochenende gesehen. Lokal reicht oft ein simpler Stromausfall und die UKW-Lokaldudler schweigen, das Internet ist weg.
Mit 2 MW-Sendern (Bonn, Langenberg) hat der WDR ganz NRW flächendeckend versorgt, Moorfleet ging selbst hier im Ruhrgebiet noch. Wie viele UKW Sender laufen für ein Programm pro Bundesland? Wie viel Strom benötigen die im Ernstfall gegenüber einem MW-Sender?

Da sehe ich bei der ARD an anderen Stellen deutlich mehr Einsparpotential. So könnte man die Klassikwellen auf ein bundesweites Programm zusammenstreichen. Ein Brahms vom Band klingt in Hamburg nicht anders als in Köln, Frankfurt oder München, erst recht nicht, wenn ihn kaum jemand hört. Das alleine dürfte schon mehr bringen, als die paar hunderttausend Euro, die die Abschaltung der Mittelwelle gebracht hat.

von Marc_RE - am 05.12.2016 09:34
Zitat

als die paar hunderttausend Euro

Wenn's nur das gewesen wäre, dann wären das Peanuts gewesen.
Weißt Du, wie viel alleine der alle paar Jahre fällige rot/weiß-Anstrich eines Rohrmasten kostet?
Oder daß die MW/LW-Sender des DLF nach MB-Tarif 25 Mio. €/Jahr kosteten?

von iro - am 05.12.2016 09:57
Zitat
Marc_RE
Da sehe ich bei der ARD an anderen Stellen deutlich mehr Einsparpotential. So könnte man die Klassikwellen auf ein bundesweites Programm zusammenstreichen. Ein Brahms vom Band klingt in Hamburg nicht anders als in Köln, Frankfurt oder München, erst recht nicht, wenn ihn kaum jemand hört. Das alleine dürfte schon mehr bringen, als die paar hunderttausend Euro, die die Abschaltung der Mittelwelle gebracht hat.


Von welchen Klassikwellen sprichst du?

von Habakukk - am 05.12.2016 10:01
BR-Klassik, HR2, MDR-Kultur, NDR-Kultur, rbb Kulturradio, SR2 Kulturradio, SWR2, WDR3. Stattdessen ARD Klassik und fertig, oder gleich DR Kultur als Ersatz. Bei den wenigen Hörern ist das totale Verschwendung.
Man kann das ganze noch weiter treiben und auch die Jugendwellen zusammenlegen. Die haben zwar deutlich mehr Zuhörer, N-Joy spielt aber auch nichts anderes als 1live.

von Marc_RE - am 05.12.2016 11:00
Zitat
Marc_RE
BR-Klassik, HR2, MDR-Kultur, NDR-Kultur, rbb Kulturradio, SR2 Kulturradio, SWR2, WDR3. Stattdessen ARD Klassik und fertig,

Unter den von Dir genannten Programmen ist nur eine einzige wirkliche Klassikwelle (BR-Klassik)!
Bei allen anderen genannten Programmen findest Du nicht mehr sehr viel klassische Musik.
"Kultur" ist heutzutage viel mehr als nur Klassik.

von iro - am 05.12.2016 11:21
Zitat
Marc_RE
Ein Brahms vom Band klingt in Hamburg nicht anders als in Köln, Frankfurt oder München, erst recht nicht, wenn ihn kaum jemand hört.


Ein Brahms vom Band klingt schon unterschiedlich, wenn er z.B. vom NDR Elbphilharmonieorchester gespielt wurde oder doch vom Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks... Somit haben auch die regionalen Klassik- oder Kulturwellen ihre Daseinsberechtigung.

von kielrunner - am 05.12.2016 11:29
Und MDR Klassik bleibt wie es ist.

von pomnitz26 - am 05.12.2016 11:34
Zitat
Marc_RE

Das Internet ist verwundbar, das hat man ja am letzten Wochenende gesehen. Lokal reicht oft ein simpler Stromausfall und die UKW-Lokaldudler schweigen, das Internet ist weg.
Mit 2 MW-Sendern (Bonn, Langenberg) hat der WDR ganz NRW flächendeckend versorgt, Moorfleet ging selbst hier im Ruhrgebiet noch. Wie viele UKW Sender laufen für ein Programm pro Bundesland? Wie viel Strom benötigen die im Ernstfall gegenüber einem MW-Sender?


War klar das die Lokalfunker wieder herhalten mußen, die sind doch gar nicht verfichtet. Die großen brummer mit dem WDR,DLF liefen trotzdem weiter. Stimmst? So ganz stimmt das auch nicht das es in Deutschland keine AM Anlagen mehr gibt, der Kall ist noch im Betreib aber ob der eine Notstromversorung hat...

Das mit dem Stromverbrauch ist ein Affelbrinen vergleich. Wenn die Infrastruktur zusammen bricht und kein Diesel Nachschub mehr kommt, versagen auch MW Sender und die wohl eher als die UKW Sender oder gar DAB+ die nicht so stromhunig sind.

In Bayern schafte man es mit 2 Sendern vom BR und 2 vom DLF nicht das ganze Bundesland abzudecken. In Regensburg hast es vergessen können. Mag sein das man es in NRW reibungsloser Empfang mit die 2 MW dort überall mit richtigen MW Radios möglich war, nur erreichen wird man trotzdem im erstfall die wenigsten.Wie ich schon sagte, bei den modernen Geräten ist der AM oft sehr Stiefmütterchlich verbaut!!! Ich hatte schon oft Empfänger in der Hand gehabt die auf MW eine taube Nuss sind. Auch hat nicht jedes Gerät ein MW Empfamgsteil. Ich kenne genug Radios, auch Autoradios, davon auch ältere (Blaupunkt der 90er jahre) die kein AM Wellenberreiche haben. DAB/UKW Radios, Smartphone haben alle kein MW Empfangsteil mehr. Man muß da warnen wo die Masse ist und das ist heutzutage nunmal UKW.

von Kohlberger91 - am 05.12.2016 17:42
Zitat
Marc_RE
Bei den wenigen Hörern ist das totale Verschwendung.
Man kann das ganze noch weiter treiben und auch die Jugendwellen zusammenlegen.


Interessant aber MW soll man schon weiter laufen laßen obwohl man dort noch weniger hörer die letzten jahre gahabt haben dürfte als bei den Kultur/klassikwellen.

von Kohlberger91 - am 05.12.2016 17:47
In Wirklichkeit hat doch die KEF und damit die Politik gedrängt die AM-Wellen abzuschalten. Folgerichtig ist doch dann auch die Infrastruktur abzubauen wenn sie nicht mehr genutzt werden soll. Das hat mit einer Zusammenlegung von Programmen wie Jugend oder Klassikprogrammen erst einmal gar nichts zu tun.

von B.Zwo - am 11.12.2016 10:59
Ich höre gerne die Kultur Sender aus Deutschland, bin häufig in Prag. Jeder Sender bietet eine andere Stilrichtung, manchmal auch sehr gute Jazz Sendungen.Jeder soll hören was er mag.Mein bester Freund hört einen anderen Sender wie ich, trotzdem verstehen wir uns gut.

Zum Thema Notfall Sender. Angeblich sollen die DAB+ Sender auch bei einem Stromausfall weiter laufen können mit einer Notstrom Versorgung. Wie lange der Sendebetrieb so möglich wäre ist mir aber nicht bekannt.

von DO1HBK - am 11.12.2016 16:43
Zitat
DO1HBK
Ich höre gerne die Kultur Sender aus Deutschland, bin häufig in Prag. Jeder Sender bietet eine andere Stilrichtung, manchmal auch sehr gute Jazz Sendungen.Jeder soll hören was er mag.Mein bester Freund hört einen anderen Sender wie ich, trotzdem verstehen wir uns gut.


Ich bin wiederum froh, dass ich mit meinem SDR viele Programme aus Prag empfangen kann. Besonders gut gefällt mir Expres FM, aber auch bei Radio 1 höre ich gerne mal rein.

von Cha - am 12.12.2016 11:10
"Ich höre gerne die Kultur Sender aus Deutschland, bin häufig in Prag. Jeder Sender bietet eine andere Stilrichtung, manchmal auch sehr gute Jazz Sendungen.Jeder soll hören was er mag.Mein bester Freund hört einen anderen Sender wie ich, trotzdem verstehen wir uns gut."

"Ich bin wiederum froh, dass ich mit meinem SDR viele Programme aus Prag empfangen kann. Besonders gut gefällt mir Expres FM, aber auch bei Radio 1 höre ich gerne mal rein"

Ich verstehe nicht, was dies mit der Sprengung der Sendemasten zu tun hat.

:confused:

von hegi_ms - am 13.12.2016 09:38
Zitat
Marc_RE
Da sehe ich bei der ARD an anderen Stellen deutlich mehr Einsparpotential. So könnte man die Klassikwellen auf ein bundesweites Programm zusammenstreichen. Ein Brahms vom Band klingt in Hamburg nicht anders als in Köln, Frankfurt oder München, erst recht nicht, wenn ihn kaum jemand hört. Das alleine dürfte schon mehr bringen, als die paar hunderttausend Euro, die die Abschaltung der Mittelwelle gebracht hat.


Dann nimm Dir mal die Programmübersichten der ARD-Kulturwellen her und schau, was da alles so im Angebot ist. Klar, im Sommer wird bereits kooperiert im Rahmen des unsäglichen "ARD-Radiofestival", während dem die Vielfalt in den Kulturwellen abends entfällt. Auch manche Features werden teils gemeinsam produziert und parallel gesendet. Aber ansonsten sind das sehr wohl deutlich unterschiedbare Programme. Vom beinahe-Unterhaltungsfunk (MDR Figaro tagsüber) über Programme mit echtem Schwerpunkt auf ernster Musik bis hin zu teils skurriler akustischer Kunst, siehe [attachment 8516 WDR3open-StudioAkustischeKunst-25.12.2015-Musik-Kultur-WDR.pdf]. Das wäre in ein Einheits-Programm überhaupt nicht hineinzubekommen, ohne massive Abstriche am Umfang vornehmen zu müssen und entweder die einen oder die anderen Hörer zu verprellen.

Zitat
iro
Unter den von Dir genannten Programmen ist nur eine einzige wirkliche Klassikwelle (BR-Klassik)!


Nichtmal das. Auf BR Klassik läuft auch der Jazz beim BR. https://www.br-klassik.de/themen/jazz-und-weltmusik/jazztime-die-ganze-welt-des-jazz-100.html
Und auch Features finden auf BR Klassik statt, durchaus auch jenseits von Klassik. Ich erinnere mich z.B. an dieses: http://www.nightfrog.com/was-kann-denn-die-musik-dafur/

von Chris_BLN - am 13.12.2016 10:08
Zitat
Chris_BLN
Zitat
iro
Unter den von Dir genannten Programmen ist nur eine einzige wirkliche Klassikwelle (BR-Klassik)!


Nichtmal das. Auf BR Klassik läuft auch der Jazz beim BR. https://www.br-klassik.de/themen/jazz-und-weltmusik/jazztime-die-ganze-welt-des-jazz-100.html
Und auch Features finden auf BR Klassik statt, durchaus auch jenseits von Klassik. Ich erinnere mich z.B. an dieses: http://www.nightfrog.com/was-kann-denn-die-musik-dafur/


Ich empfehle mal dem mdr: mdr Klassik. Nach meiner Meinung wird dieses Programm massiv unterschätzt. BR-Klassik hingegen ist eher ein 4. Programm bei dem man den Klassik-Anteil gegenüber früher doch (leider) reduziert hat.

von Thomas (Metal) - am 13.12.2016 14:37

Sprengung eines Sendemastes führt zu Debatten über ARD-Kulturwellen

:confused:

von hegi_ms - am 13.12.2016 16:57

Re: Sprengung eines Sendemastes führt zu Debatten über ARD-Kulturwellen

Denkt doch mal an die Kinder: https://www.youtube.com/watch?v=HHDKmASkSrc

von Bruder_M - am 13.12.2016 18:26
"Sprengung eines Sendemastes führt zu Debatten über ARD-Kulturwellen" :joke:

von Felsberg - am 13.12.2016 18:36
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