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Erlebnisse mit Störquellen

Startbeitrag von Zintus am 03.12.2016 18:46

Der Thread "Funkamateure bitten Bundespräsidenten um Hilfe", sowie zahlreiche eigene Erlebnisse mit unzureichend entstörten Geräten haben mich auf die Idee gebracht, hier einen Thread zu eröffnen, in dem jeder von seinen Erlebnissen mit Störquellen berichten kann. Die auf diese Weise hier gesammelten Informationen könnten dann anderen Nutzern dieses Forums bei der Störungssuche und -beseitigung von Nutzen sein.

Als jüngste Störquelle in meinem Haushalt stellte sich die Autorennbahn meiner Kinder heraus. Fabrikat "Fast Lane Racing", Modell "Long Bridge Challenge". Sobald ein Auto auf der Bahn fährt, hört man im AFU-Transceiver ein zischendes Geräusch, das fast genauso klingt wie das Zischen der Fahrzeuge auf der Bahn. Die Störsignale erreichen ca S 6 auf dem S-Meter im 20-Meterband, etwas schwächer auf 40 Meter und 17 Meter. die oberen Bänder 15 und höher sind nicht oder kaum betroffen, 80 Meter auch nur sehr wenig.

Eine andere Störquelle war im letzten Jahr das Steckernetzteil einer Android Mediabox, die für massive Störsignale auf 160 Meter und im Mittelwellen-Rundfunkband sorgte. Nachdem das Netzteil gegen einen alten Handylader von Nokia ausgetauscht wurde, war alles gut.

Meine Küche am zweiten QTH ist mit Spotstrahlern mit 12-V Halogenleuchten ausgestattet. Nach dem Einschalten dauert es ein paar Minuten, bis das Schaltnetzteil in der Frequenz soweit gewandert ist, dass es sich als Störgeräusch in meinem Röhrenradio bemerkbar macht, das für gewöhnlich auf BBC Radio 4 auf der LW 198 kHz eingestellt ist.

Antworten:

Vor einiger Zeit hatte ich Halogenlampen (Schienensysten) mit LEDs ausgetauscht. Der Trafo ist noch aus Draht und Eisen und ich war sehr überrascht, dass diese Lampen trotzdem den DAB+ Empfang im ganzen Haus erfolgreich verhindern. Eine andere LED-Lampe stört den UKW Empfang.
Gibts das CE-Zeichen als Quittung, das Geld gezahlt wurde, oder ist das ein Prüf-/Qualitätszeichen?

vy 73 Reinhold

von Lapidarius - am 03.12.2016 21:29
CE bedeutet "China-Export"

von hegi_ms - am 04.12.2016 10:29
Mein Kaffevollautomat stört den 7D zu. Aber nur, wenn das "Entsorgungsmodul" läuft (also nach dem Brühdurchgang, wenn der Kaffeesatz aus dem Brühteil in den Behälter befördert wird.)

In diesen paar Sekunden ist 7D tot. Andere Frequenzen auf DAB scheinen davon aber nicht gestört zu werden.

von PhanTomAs - am 04.12.2016 10:45
In der letzten Zeit erlebe ich meistens Abends/Nachts, das im Kurzwellenbänder 41 (unteren Bereich) bis in 49mB ein Leerträger mit 40dBµ auf allen Frequenzen erscheint,in den unteren Bänder wird der Träger immer schwächer, in der ganzen Wohnung:eek:
Dann gibt Tage dann ist alles normal.
Im Hotel (auf Mallorca) hatte ich Erfahrungen das im UKW Bereich durchgehend ein Rauschen bis 20dBµ zu empfangen war.

von DJ Taifun - am 04.12.2016 11:46
Seit einigen Wochen wird bei mir der gesamte KW Bereich mit ein Prasseln und Rauschen dichtgemacht.
Meine vermutung ist, das in der Nachbarschaft jemand PLC benutzt.:mad:
Die AFU Bänder sind alle ausgenotcht.
CB leider erst ab 27,920MHz

Merkwürdig ist das auf LW und MW keine Störungen sind.
Ich konnte bisher noch nicht herausfinden von welchen Nachbarn die Störungen kommen.

UKW und DAB+ sind unauffällig bis auf die üblichen Kabelstörer.

von _Yoshi_ - am 04.12.2016 12:04
Ich hatte mal Störnebel im 27Mhz Bereich. Durchgehend mit S6-7 . War immer nur tsgsüber......der Nachbar hatte die Störungen sogar in seinem Gitarren Verstärker. Fehler wurde dann irgendwann gefunden. Es war die Pumpe seines Gartenteiches...........

von kampfkater - am 04.12.2016 12:32
Bei meinen Eltern wohnte in den 90er Jahren im Nachbarhaus im Dachgeschoß ein Funkamateur. Was der genau getrieben hat weiß ich nicht, den Antennen nach war es aber 2m / 70cm die er am Balkon befestigt hatte.

Im TV Empfang gab es sporadisch immer wieder intermittierende durch das Bild wandernde Streifen, vor allem beim Bild vom Grünten K2, ORF 1 K5 und DRS K7. Im UHF Band war nichts zu sehen. Die Störungen waren weg, als der Typ nach ca. 4 Jahren wieder weggezogen ist.

Nichts genaues weiß man nicht...

von raeuberhotzenplotz1 - am 04.12.2016 20:15
Nach der Beschreibung hat der böse "Typ" wohl gelegentlich Inversionen produziert, die zu Gleichkanalstörungen durch troposphärische Überreichweiten führten. Was Funkamateure doch so alles treiben. Oberwellen von 144 bzw. 432 MHz können ja nicht in die angegebenen Kanäle fallen..

von hegi_ms - am 04.12.2016 21:28
Ich weiß nicht was er getrieben hat, böse war der auch nicht, nur unglaublich dick (150kg?).

Überreichweiten waren das nicht, die Störungen waren intermittierend, also hart ein und hart aus. Und auf den snteprechenden Kanälen gleichzeitig synchron! Als es an einem Samstag Abend mir immer wieder einen Spielfilm auf ORF 1 gestört hat, habe ich meinen kleinen porablen Fernseher uns andere Zimmer getragen und neben den großem gestellt, auf einem K5 auf dem anderen K7 eingestellt und siehe da es war synchron Störung schlagartig da / Störung weg usw....

Egal wird man nie klären. Verdächtig ist, daß es aufgehört hat, als besagte Person weggezogen ist. Man hat sich nie etwas getraut zu sagen, da die Nachbarin auf die Mieteinnahmen angweisen war (ihr Mann hatt sei betrogen und verlassen) und man wollte daher ihren Mieter nicht gergraulen. Daher wollten meine Eltern damals auch nicht, daß ich den Typ mal darauf anspreche. Ich verute mal, daß er sich sogar an der Fehlersuche beteiligt hätte. Naja egal ist lange her...

von raeuberhotzenplotz1 - am 05.12.2016 07:21
...der Fall sieht ganz nach übersteuertem Antennen(breitband)verstärker durch 2m-Aussendungen aus.
Da war wohl der Antennenverstärker nicht selektiv genug.

von RolfS - am 05.12.2016 09:00
Wo wir gerade bei damals ORF analog sind. Ich kann mich noch erinnern, dass, immer wenn ein Mofa oder Moped an unserem Haus vorbei fuhr (sonst fährt bei uns normal gar kein Fahrzeug vorbei), dann gabs ein paar Sekunden störende Perlenschnüre im Bild. Kann ein kleiner Vergasermotor wirklich so viel Störsignal aussenden? Wird wohl von der Lichtmaschine gekommen sein.

von PhanTomAs - am 05.12.2016 22:30
Kam von der Zündanlage. Meist schlecht entstörter oder defekter Kerzenstecker.

von Radio-DX - am 05.12.2016 23:24
Nach dem auswechseln der Leuchtstoffröhren in der Tiefgarage unserer Wohnanlage ist der UKW-Empfang dort nur noch schlecht möglich. Fahre ich mit meinem Auto in den hintersten Teil, sind bei mir sogar die stärksten Sender massiv gestört.

von Radiologe - am 06.12.2016 06:04
Dann wird der Austausch gegen schlecht mangelhaft entstörte LED-Röhren erfolgt sein. Es bleibt zu hoffen, dass die Störungen auf die Tiefgarage selbst begrenzt bleiben.

von PowerAM - am 06.12.2016 06:23
Zitat
RolfS
...der Fall sieht ganz nach übersteuertem Antennen(breitband)verstärker durch 2m-Aussendungen aus.
Da war wohl der Antennenverstärker nicht selektiv genug.


Das war ein Hirschmann SNS irgendwas mit einer KSW Steckweise K5/K7 davor. Also nicht unbedingt billiger Schrott. Die Antennen waren die üblichen FESA Magneta, die für die Schweiz zeigte direkt auf die Antennen gegenüber in ca. 50m Entfernung. Übersteuerung kann sein, aber vermutlich war bei dem Kollegen auch nicht alles i.O.

von raeuberhotzenplotz1 - am 06.12.2016 07:02
@Hotzenplotz:
Ja, ja. Immer draufhauen auf die Funkamateure. Das ist ganz normal, dass ein Antennenverstärker übersteuert ist, wenn in 50 Metern Entfernung auf 144 MHz gesendet wird. Der funkende Nachbar hat nichts falsch gemacht. Aber es ist ja auch das Einfachste, zu behaupten, dass "bei dem bestimmt auch etwas nicht in Ordnung ist".
Im gegenseitigen Einvernehmen hätte man dort bestimmt eine Lösung finden können. Aber wenn man den Mund nicht aufbekommt, um ihn darauf anzusprechen... Stattdessen hier im Schutze der Anonymität des Internets Pauschalverurteilungen von sich geben. :kotz:

Vielleicht sollte man bei dir mal das Trollfutter absetzen.

von Zintus - am 06.12.2016 07:14
:kotz:

mehr sage ich zu diesem Kommentar nicht :cool:

von raeuberhotzenplotz1 - am 06.12.2016 10:11
In vielen Fällen liegt die eigentliche Ursache für die Störung auf der Empfängerseite, und nicht beim Funkamateur, auch wenn der möglicherweise der Auslöser für diese Störung ist.
So auch in diesem Fall. So breitandig, daß 2 bzw. 3 Kanäle gestört werden, kann sein Signal nicht sein. Oberwellen fallen ebenfalls nicht in den Bereich. Ich vermute da auch eine Übersteuerung des Verstärkers. Trotz der Kanalweiche ist da zu viel Signal an den Verstärkereingang gelangt. Das wäre vermutlich mit einem simplen Sperrkreis zu beheben gewesen.

Ich kann dir Stellen nennen, da wurde der Empfang durch den BOS-Funk oder Rundfunksender gestört. War bei denen dann vielleicht auch nicht alles i.O?

von Marc_RE - am 06.12.2016 11:17
Naja 144MHz zu 170MHz, das ist ein hinrichender Abstand da macht der interne Filter eines Hirschmannverstärkers gute 20 bis 30dB zu, das habe ich schon selbst an einem VNWA gemessen (als ich mal das UKW Band von 104 MHz auf 108 MHz hochgestimmt habe). Und eine Magneta Kanalantenne hat bei diesem Frequenzabstand auch einen deutlich kleineren Gewinn (bzw. macht etwas undefiniertes). Daher tippe ich eher auf unerwünschte Oberwellen / Mischprodukte aus dem Sender (die nicht notwendigerweise nur geradzahlige vielfache der Sendefrequenz sein müssen. Wenn man genug übersteuert kann man alles mögliche an Dreck produzieren...). Ich kann mich natürlich auch irren.

Ist ja wurscht. Tatsache ist, daß das damals eine ordnungsgemäß installierte Empfangsanlage auf dem Stand der damaligen Technik war und daß diese durch eine andere Nutzung gestört wurde. Genau das war doch die Frage dieses Threads oder?

Klar gefällt einigen dieses Beispiel nicht, das ist mir schon klar :D

von raeuberhotzenplotz1 - am 06.12.2016 14:49
So schlecht ist das Beispiel doch gar nicht. Es ist doch alltägliche Praxis bei Unterhaltungselektronik der 15€-Klasse. Mir gefällt allerderdings die Schlussfolgerung auf Grund eines einzigen konkreten Messwertes (150 kg) nicht.

Dann ein anders Beispiel - ganz ohne Amateurfunk:

In Dortmund wurde durch einen ordnungsgemäßen DAB+-Sender (Kanal 5A) nach dem heutigen Stand der Technik der Polizeifunk unterhalb 174 MHz beeinflusst. Es handelt sich dabei um ordnungsgemäß nach BOS-Richtlinien hergestellte Geräte. Kurzfristige Abhilfe, aber keine Lösung des Problems war die Verlegung des DAB-Senders auf Kanal 5C (5A wurde nach Neukoordinationen inzwischen wohl bundesweit aufgegeben).

von hegi_ms - am 06.12.2016 17:06
Die übelste, weil unvermutete und schwer nachweisbare Störquelle, war ein Schwertransporter, der seinen Hebekran am Fahrzeug mit einer Funkfernsteuerung steuerte, die oberhalb von 111-113 MHz im Kabelnetz massive Störungen verursachte, etwa auf auf S2 liegt hier der ARD-Hörfunktransponder und der ging nicht, während der an der benachbarten Baustelle ablud. Und im Spektrumanalyzer hat man das starke Störfeld in dem genannten Frequenzbereich in Receivernähe gesehen. Nachdem der weg war, war alles wieder gut.
War ausländisches Fahrzeug (Tschechien oder Slovakei), keine Ahnung, wie das da mit der Betriebserlaubnis in D geregelt ist. Die Sendeleistung war aber extrem (Entfernung schätzungsweise 25-50 Meter).

[Edith: peinlicher Rechtscheibteufel]

von Hagen - am 06.12.2016 17:28
Zitat
hegi_ms
Mir gefällt allerderdings die Schlussfolgerung auf Grund eines einzigen konkreten Messwertes (150 kg) nicht.


Ich habe ihn nicht gewogen, das war ein Schätzwert, kein Meßwert :D. Tut auch nichts zur Sache. So war mir der Nachbar eben in Erinnerung. P.S. die anderen Nachbarn waren auch unglücklich über Ihn, nicht weil das Fernsehen flimmerte, sondern weil die Meinung herrschte, daß er mit dem "Gelerr auf dem Dach" das Wohngebiet verschandelte. Meine Eltern haben sich für die TV Störung nicht interessiert, aber die über die optische Beeinträchtigung wurde mehrfach diskutiert. Hat halt jeder andere Prioritäten.

Ja aber da fällt mir noch etwas ein. In der entfernten Verwandschaft hatte jemand ein elektrisches Garagentor von BOSCH. Dieses funktionierte irgendwann nicht mehr und konnte den Handsender nicht mehr empfangen. Der Mann hat dann erst das Gerät reklamiert, ohne Erfolg, dann hat er nach Anweisung des Händlers eine Antenne vor die Garage angeschlossen... Alles hat nichts geholfen. Dann war ich dort zu Besuch und wurde um Rat gefragt. Zunächst war ich ratlos. Nach einiger Analyse lieft das Garagentor in einem ISM-Band. Auf meine Frage, ob er noch irgendwelche andere Geräte wie z.B. Funkkopfhörer betriebt hat er große Augen gemacht, hat in seinem Wohnzimmer den Funkkopfhörer seines Epianos ausgesteckt und siehe das das Garagentor lief wieder ;)

Aber beim ISM Band kann sich wohl niemand beschweren...

von raeuberhotzenplotz1 - am 07.12.2016 06:59
Ja, bei einer ISM Band Frequenz musst Du die Störung hin nehmen.

Ich war zu Besuch bei einem Freund bei dem wir schon fast ein Jahr lang einen Rundfunkstörer suchen. UKW und DAB wurden gestört, aber selten zur genau gleichen Zeit. Bekannt war uns auch, dass auch tiefere Frequenzen gestört wurden. Letzte Woche beobachtete mein Freund einen jungen Nachbar, welcher im Garten eine Teslaspule aufbaute! Uns fiel ein Stein vom Herzen, den das musste ja die Lösung sein.
Mit DAB und Weltempfänger (Globetrotter) bewaffnet marschierten wir los um den Burschen zu besuchen. Er kam uns entgegen und genau in dem Moment verstummt der 8B im DAB Radio!

Die Teslaspule war also noch nicht im Betrieb! Freundlich interessierten wir uns für das Riesengebilde mit mehreren Hundert Metern Draht. Man kam ins Gespräch, über Störstrahlung und Grenzwerte. Da meinte der Bursche plötzlich, er habe auch Probleme im CB-Funk, aber es sei ja bekannt, das es der Begrenzungsdraht des Mähroboters von seinem Nachbar sei.

Wir horchten auf und liefen zum Grundstück seines Nachbarn. Der Robo war am mähen!
Mein Globetrotter röhrte und zwitscherte in allen Tonlagen. Als der Besitzer des Robo's dann den Stecker zog, spielte der Pure wieder den 8B, als wäre nie etwas anderes gewesen!

Nun wollen wir dem Mann helfen, seinen Begrenzungsdraht im Winter ein zu graben.
Dass Weidezaungeräte mit ihren langen Drähten Störungen verursachen war mir ja bekannt, aber ein Mähroboter ??? Das kann ich technisch noch nicht ganz verstehen. Möglicherweise könnten es steilflankige Datenpakete sein, welche durch den Draht geschickt werden, aber darüber muss ich mich erst schlau machen. Ev. liegt auch ein technischer Defekt vor. Meines Wissens liegt die Frequenz für die Robo's grob geschätzt zwischen 100 und 200kHz, also im Langwellenbereich.

Ehrlich gesagt, an dieser Störung hätten wir noch eine Weile gesucht, wenn nicht beim Nachbar beim CB-Funk Daten verloren gegangen wären!

von DABit - am 21.10.2017 20:12
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