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vor 10 Monaten, 2 Wochen
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vor 10 Monaten, 2 Wochen
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dxbruelhart, iro, Jens1978, Spacelab, DLR-Fan Sachsen-Anhalt, Alqaszar, mkey, Stefan Heimers, Marc_RE, Saarländer (aus Elm)

Irakisches Nachrichten/Infoprogramm auf Eutelsat 7° und 10° Ost

Startbeitrag von dxbruelhart am 07.12.2016 16:00

Ueber die obengenannten Eutelsat-Positionen sendet ein vielbeachtetes und geschätztes Nachrichten- und Informationprogramm, die sind aber nicht offiziell auf Eutelsat, sondern piratesk, also ohne etwas zu bezahlen an Eutelsat. Daher führen die bekannten Frequenzlisten wie Lyngasat, Kingofsat etc. diesen Sender nicht auf.
Bekannt sind folgende Fakten:
- Er sendet via SCPC auf Eutelsat 10° Ost
- Er sendet in einem Bouquet eines anderen Anbieters auf 7° Ost
- Er sendet in arabisch.

Gesucht sind:
- Name des Programms
- Frequenzen auf den beiden Satelliten

Wer kann diese Satelliten empfangen und dieses Programm finden?

Antworten:

Handelt es sich um einen Radio- oder TV Sender? Normales DVB-S oder DVB-S2? Oder analog?

Ich kann's am Abend mal versuchen, die Satelliten empfange ich, allerdings nur digital DVB-S/S2 mit der Dreambox. Da ich kein Arabisch verstehe und auch nicht weiss wie der Sender heisst, befürchte ich aber, dass ich ihn nicht finde oder falls ich ihn finde nicht erkenne.

von Stefan Heimers - am 08.12.2016 08:23
Es handelt sich um einen TV-Sender, ob DVB-S oder DVB-S2 weiss ich nicht, er kann aber auch im Ka-Band sein oder im Ku-Band. Er dürfte bei Lyngsat nicht gelistet sein, er sendet aber seit über einem Jahr.

von dxbruelhart - am 08.12.2016 08:37
Zitat

Er sendet in einem Bouquet eines anderen Anbieters auf 7° Ost

Wie soll das denn gehen, wenn er nicht offiziell sendet? Wird der Multiplex oben im Sat gebildet?
SCPC kann ich mal nachgucken, Blindscan. Aber wenn man nichtmal weiß, nach was man sucht, wird es schwierig ihn von einem Feed zu unterscheiden.

Warum willst du die Infos eigentlich haben? Und woher hast du dein Wissen, dass es sich um ein "vielbeachtetes und geschätztes Nachrichten- und Informationprogramm" handelt. Dann müsstest du doch auch den Namen kennen.:confused:

von Jens1978 - am 08.12.2016 10:59
Zitat

die sind aber nicht offiziell auf Eutelsat, sondern piratesk, also ohne etwas zu bezahlen an Eutelsat. Daher führen die bekannten Frequenzlisten wie Lyngasat, Kingofsat etc. diesen Sender nicht auf.

Wieso sollte nichtbezahlen an Eutelsat ein Grund dafür sein, daß ein Sender nicht bei lyngsat.com aufgeführt wird? Die lyngsat-Liste besteht doch nicht aus offiziellen Eutelsat-Angaben, sondern aus den Beobachtungen der diversen Nutzer (wie N. Schlammer).
Und wenn die etwas beobachten, tragen sie es dort ein, vollkommen egal, ob Eutelsat bezahlt wird oder nicht (woher sollten die das auch wissen?). Sogar temporäre feeds werden ja bei Lyngsat eingetragen.

von iro - am 08.12.2016 11:24
Wir waren bei Eutelsat in Rambouillet, Details zu diesem Sender wie den Namen konnten wir nicht in Erfahrung bringen.

von dxbruelhart - am 08.12.2016 11:38
Der Araber meines Vertrauens meint, dass Du wohl Beladi TV oder auch Beladi Satellite Channel suchst. Dieser sendet auf 10° und 7° Ost. Auf 10° auf einer krummen Frequenz und auf 7° in einem fremden Bouquet (ERTU). Somit dürfte es wohl dieser sein.

von mkey - am 08.12.2016 12:19
Das deckt sich dann mit der Antwort, die du gestern Abends auf der anderen Seite des Crosspostings bekommen hast.
https://forum.digitalfernsehen.de/threads/irakisches-nachrichten-infoprogramm-auf-eutelsat-7%C2%B0-und-10%C2%B0-ost.370585/page-2

von Marc_RE - am 08.12.2016 12:24
Die beiden Programme senden auf Nilesat (gemäss Lyngsat und Kingofsat), nicht auf Eutelsat (wie von fatal error drüben erwähnt); kennt Ihr diese Programme?
Das Progrmm, das wir suchen, sendet gemäss Eigendeklaration auf einem russischen Satelliten auf 9,8° Ost, der aber nicht existiert - das ist dann eben der Eutelsat auf 10° Ost-

von dxbruelhart - am 08.12.2016 12:44
@ mkey:
Danke, Beladi dürfte es wohl wirklich sein.

von dxbruelhart - am 08.12.2016 12:52
Ist also doch bei Lyngsat aufgeführt! Etwas anderes hätte ich mir auch nicht vorstellen können, den Freaks rutscht doch kein Sender durch...

>>> "Eutelsat will eben nicht, dass dieses Programm gelistet wir von den wichtigen Verzeichnissen, daher ist es bei Lyngsat & Co. nicht zu finden."

Welche Möglichkeiten hätte denn Eutelsat, einen derartigen Eintrag zu verhindern? Die einzige Möglichkeit wäre doch nur, mit dem Entzug von Werbeanzeigen zu drohen. Dafür müsste man allerding erstmal überhaupt welche geschaltet haben...

Das wäre ja ungefähr so, als wenn GEMA und BNetzA in den Logspalten des Radiokuriers alle Piratensender herauszensieren würden. Und Erdogan dann noch sämtliche kurdischen Clandestines...

von iro - am 08.12.2016 12:57
Da hab ich gestern also unnötigerweise auf 7° Ost gesucht. Der Transport Stream Analyzer von AltDVB zeigte auch keine versteckten Videostreams an.
Aber wenn jetzt 7° West gemeint war, und das Programm doch bekannt ist, ist da jetzt ja nichts geheimnisvolles mehr dabei.
Beladi und Al Forat waren auch mal auf Hotbird auf einem Media Broadcast Transponder. So unbekannt sind die nicht.

von Saarländer (aus Elm) - am 08.12.2016 13:20
@Mark_RE
Besten Dank für den Querlink! Da wurden ja auch schon meine Fragen gestellt, worauf brüli keine Antwort gibt/geben kann. Zum Beispiel, wie sich sich ein Pirat in einen Multiplex begeben kann, wenn dieser nicht im Satelliten generiert wird?
Die Antwort mit dem Huckepack im Multiplex ist doch völlig sinnentleert.

@brüli
Aber eines würde mich auch noch interessieren: Wozu brauchst du diese Info anscheinend so dringend?

Zitat
iro
Ist also doch bei Lyngsat aufgeführt! Etwas anderes hätte ich mir auch nicht vorstellen können, den Freaks rutscht doch kein Sender durch...

Sehe ich eigentlich auch so. Im Gegenteil, denn sogar Sender bei denen mal die Verschlüsselung ausfällt werden schnell eingetragen.

von Jens1978 - am 08.12.2016 14:06
Also, bei unserem Besuch in Rambouillet vor mittlerweile 3 Wochen blieb diese Frage offen; in der FMKompakt Whatsapp Gruppe haben wir wochenlang gewerweisst, welcher Sender das sein könnte, aber keiner sah sich im Stande, die Satelliten abzuscannen.
Daher habe ich die Frage für einmal in beiden Foren eingestellt.
Die Methoode, huckepack auf einnen anderen Multiplex zu senden, wurde uns vom Eutelsat-Mitarbeiter so erklärt.
Dass Lyngsat noch immer ein Freak-Projekt ist, war mir nicht bewusst. umso besser! Mir schien, sie seien eher kommerziell geworden, das war aber offensichtlich ein Trugschluss. Lyngsat hiess ja früher anders, wie hiessen sie nochmals?

von dxbruelhart - am 08.12.2016 14:14
Zitat

Dass Lyngsat noch immer ein Freak-Projekt ist, war mir nicht bewusst. umso besser! Mir schien, sie seien eher kommerziell geworden,

Ob sie "kommerziell" geworden sind, kann ich nicht wirklich beurteilen. Betreiber ist ja Lyngemark Satellite AB, eine Firma. Und man hat teure Werbung auf der Seite (den Besucherzahlen angemessen). Aber mit Empfangsbeobachtungen bestückt wird sie Seite weiterhin von den bekannten Sat-Freaks.
Vermutlich bleibt einem ab einer bestimmten Größe/Erfolg einer Seite gar nicht so viel anderes übrig, als eine Firma zu gründen, um diverse Dinge zu händeln, wie eben Werbeeträge und die offene Hand des schwedischen Finanzamts. Für eine "AB" muss man nur mindestens 5400€ Kapital auf den Tisch legen...

von iro - am 08.12.2016 14:38
Zitat

Die Methoode, huckepack auf einnen anderen Multiplex zu senden, wurde uns vom Eutelsat-Mitarbeiter so erklärt.

Das ist aber, um ehrlich zu sein, Blödsinn. Ein Multiplex ist ein Datenpaket, mit einer Fehlerrate, Encoding, Scrambling usw. usf. Es gab mal vor ein paar Jahren einen Sky-multiplex. Dabei wurde der Multiplex erst im Satelliten durch eine erste Generation OBP (=On-Board-Proezessor) generiert. Vorteil war, das verschiedene Up-Link Stationen ihr Signal zum Satelliten schicken konnten und erst dort das Paket "geschnürt" wurde. Wenn das immer im Hucke-Pack Verfahren ginge, wäre dieses System auch unnütz gewesen ;-) Was der Mitarbeiter wohl meinte, und deswegen auch der Hinweis "Wenn der Multiplex nicht voll ist": Die Datenrate steht in Verbindung mit der Bandbreite durch die Art der Modulation, FEC usw. Demnach meint er wohl, dass der Multiplex die Transponderbandbreite nicht ganz ausnutzt und sich daneben im gleichen Transponder ein weiteres SCPC Signal mit drauf mogeln könnte. Quasi so wie früher zu Analogzeiten der Halbtransponderbetrieb bei Eutelsat. Das wird er wohl gemeint haben. Aber dann ist, wie gesagt, das Signal nicht im Paket/Multiplex drinnen, sondern nur im Transponder mit drinnen. Das sind zwei völlig verschiedene Dinge. Wenn das SCPC Signal richtig reinknüppeln würde, könnte es signaltechnisch sogar das eigentliche Paket wegdrücken ;-) Soviel dazu.

Zitat

Dass Lyngsat noch immer ein Freak-Projekt ist, war mir nicht bewusst.

Sagen wir mal so: Mir ist keine Liste bekannt, die so umfassend wie die erwähnten ist die nicht als Freakprojekt bezeichnet werden können.

von Jens1978 - am 08.12.2016 16:12
Ich versteh da gerade was nicht. Wieso strahlt denn Eutelsat überhaupt so ein Programm gratis aus?

von Spacelab - am 08.12.2016 16:35
Wenn es ein SCPC-Signal ist, ist es vielleicht nicht von einem Eutelsat-Uplink :D.

von DLR-Fan Sachsen-Anhalt - am 08.12.2016 17:32
Und Eutelsat kann da nix dagegen tun? Iss klar.

von Spacelab - am 08.12.2016 17:33
Zitat
Spacelab
Und Eutelsat kann da nix dagegen tun? Iss klar.

Durchaus vorstellbar. Man konnte ja damals - ausser auf diplomatischen Wegen - auch nichts gegen das iranische Jamming der BBC auf Hotbird 6 machen.
Man verschob die BBC dann auf den W3A, der offenbar immun gegen Jamming ist. ("although the W3A satellite is apparently immune from jamming"

Und von Dr. Dish wissen wir ja auch, daß sich sogar frühere US-Militär-Satelliten auf einfachste Art "kapern" ließen.

von iro - am 08.12.2016 19:32
Jamming ist ja auch was anderes. Da wird ja "nur" ein bestehendes Programm gestört weil man auf der Uplink Frequenz gesendet hat. Aber einfach mal so ein Programm mitsenden und der Satbetreiber ist machtlos... Wenn das ja so einfach ist sollte sich Astra ganz warm anziehen. :D

von Spacelab - am 08.12.2016 20:46
Ist nicht unbedingt was anderes. Wenn das Signal tatsächlich im Transponder mit dem Nutzsignal aber halt daneben abgestrahlt wird ist es eine Art Jamming, nur halt nicht in der Bandbreite des Nutzsignals aber des Transponders. Wenn es wirklich ein SCPC Signal auf einem eigenen Trp. ist, dann könnte man allerdings bestimmt den Trp. abschalten.

von Jens1978 - am 08.12.2016 22:05
Inzwischen dürfte es aber nicht mehr so einfach sein, einen Satelliten zu kapern. Man kann natürlich von einem Ort einen Uplink starten, der mit dem offiziellen Uplink gleichzeitig ankommt. Also, wenn noch Bambreite auf dem Tp. frei ist, dort ein SCPV-Signal unterzubringen.

In diesem Fall müsste Eutelsat den Betreiber des Multiplex dazu veranlassen, die hrdamte Bandbreite des Tp. zu nutzen und mit Nullbits zu füllen?

von Alqaszar - am 10.12.2016 01:10
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