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Radioforum
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Erster Beitrag:
vor 11 Monaten, 2 Wochen
Letzter Beitrag:
vor 11 Monaten, 2 Wochen
Beteiligte Autoren:
tommy_radiofan, _Christoph, Francesco210175, RTL 102.5 Fan

I: Radio Play Studio stellt Sendebetrieb ein

Startbeitrag von RTL 102.5 Fan am 30.12.2016 00:08

Leider war es zu erwarten, seit heute ist es ofifziell: Radio Play Studio sendet nicht mehr über UKW. Der Lokalsender in der Emilia/Romagna hat mit 30.12 seinen Sendebetrieb eingestellt. Man sendete 38 Jahre lang in der Region. Begonnen hat alles als kleines Prorgramm in Budrio (etwa 15 km nordöstlich von Bologna), dann folgten zahlreiche Frequenzen in der ganzen Region.

Noch vor einigen Jahren hatte man neben der weitreichenden Frequenz 99,20 vom Monte Grande (der Standort geht bis kurz vor Padova, versorgt also auch Teile des Venetos und darüberhinaus stellenweise in Slowenien und in Südösterreich) etwa eine 99,40 für die Romagna (rund um Rimini) sowie weitere Frequenzen für Ferrara, Modena, Parma sowie eine Stadtfrequenz für Bologna usw. Nach und nach haben sie leider alle Frequenzen verkauft, zuletzt vor einigen Jahren die 99,40 an Radio Bruno. Übrig geblieben ist die 99,20 vom Monte Grande, mit dem man leider Bologna nur mehr im Norden versorgen konnte (geografisch braucht man für Bologna einen eigenen Stadtsender). Damit endet eine Ära, auch ich hab das Programm oft gehört, auch wenn es vor einigen Jahren noch besser war. Es ist schade um einen weiteren Lokalsender, der seinen Sendebetrieb eingestellt hat! :-(

Auf 99,20 sendet nun Radio Birikina mit Sitz in Castelfranco Veneto, der eigentlich bislang mehr im Veneto und in FVG zu hören war. Nach einer Erweiterung in die Lombardei erfolgt nun eine Richtung Emilia/Romagna.

Neben den unzähligen Kommentaren, die das Aus bedauern, sticht vor allem hervor, dass nun etwa der Raum Bologna gar kein Programm für diese Zielgruppe (Dance/House/Electro) mal abhesehen von m20, hat. Im Vergleich zum Veneto und zur Lombardei fällt dieser Unterschied nun immer deutlicher auf. Dafür kommt mit Birikina ein neues Seniorenprogramm. Für viele Beobachter der Szene ein deutliches Signal: DIe Jugend hört auch in Italien mehr Streamingdienste und pfeift immer mehr auf UKW-Radio - übrig bleiben die Alten. Traurig aber wahr, auch ich greife daher selbst in Italien immer öfter zu Spotify..

Antworten:

In meiner Heimat geht das System "Radio" schon lange den Bach runter. Angefangen hat alles in den 1990er Jahren mit dem Mammi Gesetz, als die ganzen Networks sich massiv ausgebreitet haben, zum Nachteil der "kleinen" und lokalen Programme. In Taranto sind zuletzt einige weitreichende Frequenzen von Studio 100 Radio, Publiradio (Solo Musica Italiana) und Radio Taranto Stereo (diese Programme gab es bereits seit den 1970er Jahren!) an Radio Zeta - La Italiana (also an RTL 102.5) gegangen und wenn ich die aktuelle Frequenz- und Senderliste beim Catasto der AGCOM so sehe, kommt mir nur noch ein kalter Schauer dem Rücken runter. :sneg:

von Francesco210175 - am 30.12.2016 01:41
Was mir in letzter Zeit auch verstärkt aufgefallen ist, ist, daß es mittlerweile kaum mehr möglich ist, anhand der Inhalte, also der gespielten Musik, auf den Sender zu schließen. Es klingt inzwischen alles gleich, und wenn es nicht noch die typisch italienischen Moderationen gäbe, könnte das alles 1:1 auch in Deutschland laufen.

Birikina hatte ich jetzt gar nicht als "Seniorensender" auf dem Schirm, das war doch immer Radio Sorrriso?

von _Christoph - am 30.12.2016 10:47
Nur schon in den letzten Monaten sind sicher ein Dutzend lokale Sender geschlossen und die Frequenzen an die Networks und grosse Sender verkauft worden. Es waren mehreitlich Sender, welche seit 1975/76 existiert haben.

Traurig für die lokale Information und Kommunikation... :(

von tommy_radiofan - am 30.12.2016 22:49
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