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iso30, manfredp, raeuberhotzenplotz1, Dipol, Thomas (Metal), DO1HBK, Rheinländer

Kathrein Schiebemast

Startbeitrag von iso30 am 06.01.2017 19:45

Ich könnte jetzt günstig einen gebrauchten Kathrein Schiebemast bekommen, allerdings fehlt die Dichtung. Weiß jemand wie diese Dichtung aussieht und wo man so was als Ersatz bekommt?

Antworten:

Ja ich hab auch schon Google bemüht aber keine solche Dichtung gefunden, wenn man wenigstens mal sehen könnte wie sie aussieht, dann kann man sich nach Alternativen umschauen.

von iso30 - am 07.01.2017 16:35
Du meinst die Gummisicke an der Dachdurchführung?

Einfach mal bei Kathrein anrufen, das geht bestimmt...

Allerdings habe ich mich schon gefragt, wie man das Teil wechselt sollte es an einer bestenenden Anlage mal kaputt gehen... Komplettabbau?

von raeuberhotzenplotz1 - am 07.01.2017 19:06
Meinst Du die Dichtung zwischen den beiden Masthälften unter dem Flansch? Welchen Durchmesser haben die Masthälften, bzw. wie lautet die Bezeichnung?

von manfredp - am 08.01.2017 08:24
Ja genau die Dichtung zwischen den beiden Rohren unter der Schelle, Mast ist ein ZSH 59.

von iso30 - am 08.01.2017 08:57
Da kann ich Dir helfen. Ich habe so eine Dichtung von einem Rückbau. Wenn Du mir Deine Adresse über PN nennst, schicke ich sie Dir zu.

von manfredp - am 08.01.2017 09:03
Super, das wäre ja nicht schlecht, kannst du vielleicht mal ein Foto davon machen.

von iso30 - am 08.01.2017 09:10
Wo ist an der Klemmstelle eine Dichtung?

von raeuberhotzenplotz1 - am 09.01.2017 09:16
Die muss unter der Schelle sein???

von iso30 - am 09.01.2017 09:24
In der Mitte der Schelle (Flansch) befindet sich eine kleine Verdickung. Darunter ist die Kunststoffdichtung. Normalerweise ist diese Dichtung nicht zusehen, weil man die beiden unteren Schrauben beim Herausziehen des inneren Mastes nicht lösen darf. Diese sind mit einem roten Lack überzogen. Wenn man an der Schelle seitlich reinschaut ist die Dichtung zu sehen. Sie besteht nur aus dünnem Kunststoff.

von manfredp - am 09.01.2017 10:42
Danke für die Info. Habe vor einem Jahr einen solchen Mast neu montiert. Aber diese Schelle habe ich auch nicht geöffnet, nur leicht gelockert zum herausziehen. Wird schon passen :-)

von raeuberhotzenplotz1 - am 09.01.2017 11:34
weiß jemand wieweit das obere dünne Rohr bei einem Kathrein Schiebemast ZSH 59 im unteren dicken Rohr stecken muß bei voll ausgezogenen Mast?

von iso30 - am 13.02.2017 11:27
Der innere Mast hat normalerweise eine rote Markierung (ca. 5 cm breiter Ring), die nicht über die Schelle hinausragen darf.

von manfredp - am 13.02.2017 12:24
Ja mag sein, aber bei mir ist nichts mehr zu sehen...

von iso30 - am 13.02.2017 12:35
Zitat
iso30
Ja mag sein, aber bei mir ist nichts mehr zu sehen...


Um das Motto "Für jede Lösung gibt es ein Problem" zu vermeiden:

ZSH 59 ist für eine max. Gesamtlänge von 6 m zugelassen, mach dir einfach vor der Montage eine neue Marke. ;)

von Dipol - am 13.02.2017 17:27
Ich habe mal so einen Schiebemast auf meinem Dach gehabt und war anfangs sehr glücklich darüber. Die Installation wie die Abdichtung übernahm ein Sat Antennen Installateur.

Mit der Zeit löste sich aber die Isolierung , am Mast hinab bis auf den Dachboden lief später das Wasser.

Beim lösen vom oberen Element ,um eine Antenne besser montieren zu können, rutschte mir das recht schwere Element durch die Hände und entschwand nach innen...Der Aufschlag auf dem Beton Boden war gewaltig, Zum Glück war niemand dort als es passierte. Nur eine Gips Deckenplatte wurde durchschlagen.

Mir kommt kein Teleskopmast mehr auf das Dach, lieber alternativ ein längeres Antennenrohr wählen welches man nach der Montage noch gut erreichen kann. Dann entfällt die Abdichtung und kein Element kann mehr durch rutschen und Schaden anrichten.

von DO1HBK - am 14.02.2017 12:09
Zitat
DO1HBK
Beim lösen vom oberen Element ,um eine Antenne besser montieren zu können, rutschte mir das recht schwere Element durch die Hände und entschwand nach innen...Der Aufschlag auf dem Beton Boden war gewaltig, Zum Glück war niemand dort als es passierte. Nur eine Gips Deckenplatte wurde durchschlagen.


Auch Innenrohre von Schiebemasten unterliegen wenig überraschend der Schwerkraft. :p

Zitat
DO1HBK
Mir kommt kein Teleskopmast mehr auf das Dach, lieber alternativ ein längeres Antennenrohr wählen welches man nach der Montage noch gut erreichen kann. Dann entfällt die Abdichtung und kein Element kann mehr durch rutschen und Schaden anrichten.


Jeder macht Fehler, aber so eine Dussligkeit sollte auch einem berufsfremden OM nur einmal im Leben unterlaufen.

Antennenmasten sind bei EnEV-gedämmten Dächern off limits. Stand der Technik sind bei Neubauten Dachsparrenhalter aber die können weder Schiebemasten mit bis zu 6 m Länge, noch Standrohre mit 3 m Länge ersetzen. KATHREIN gibt für steckbare Masten bewusst keine Biegemomente an, weil zusammengesteckte Antennenrohre nach alten VDE-Normen als nicht normkonform eingestuft waren.

von Dipol - am 20.02.2017 00:07
Zitat
Dipol
Antennenmasten sind bei EnEV-gedämmten Dächern off limits. Stand der Technik sind bei Neubauten Dachsparrenhalter aber die können weder Schiebemasten mit bis zu 6 m Länge, noch Standrohre mit 3 m Länge ersetzen.

D. h. Antennenverbot durch die Hintertür mittels EnEV? Die Einhaltung der EnEV, also der Energieverbrauch wird später nach meiner Ansicht nach nicht geprüft, man muß "nur" den Energieverbrauch zahlen. Mit eigenem Wald sollte es allerdings vollkommen wurscht sein ob man 30 Ster pro Jahr durch den Ofen schiebt :rp: 28-30°C im Wohnzimmer? Kein Problem :bruell: . Blöd nur, wenn der Wald am anderen QTH ist und man so doch wieder auf Gas zurückgreifen muß :-( .

von Thomas (Metal) - am 20.02.2017 06:28
Zitat
DO1HBK
Mir kommt kein Teleskopmast mehr auf das Dach, lieber alternativ ein längeres Antennenrohr wählen welches man nach der Montage noch gut erreichen kann. Dann entfällt die Abdichtung und kein Element kann mehr durch rutschen und Schaden anrichten.


Ich glaube es gibt immernoch auch sog. Steckmasten.

Einen solchen habe ich mal demontiert, obendrauf war eine FESA 800 und eine UK8 mit Rotor. Da kam man nicht ran, also dachte ich, ich könne das obere Teil herausnehmen und die Antennen dann bequem demontieren. Da habe ich die Rechnung ohne die entsprechende Hebelwirkung gemacht. Am Ende konnte ich es zwar noch irgendwie abfangen, aber der Rotor war am Gelenk gebrochen. Ich dachte mir: nur noch Schiebemasten :D

von raeuberhotzenplotz1 - am 20.02.2017 06:44
Zitat
Thomas (Metal)
D. h. Antennenverbot durch die Hintertür mittels EnEV? Die Einhaltung der EnEV, also der Energieverbrauch wird später nach meiner Ansicht nach nicht geprüft, man muß "nur" den Energieverbrauch zahlen.


Der EnEV geht es selbstverständlich nicht um ein Antennenverbot sondern um Bauphysik mit den Stichworten Wärmebrücken, Kondenswasserbildung etc..

Ich habe einmal bei einem hochwärmegedämmten EnEV-Dach mit > 20 cm eingeblasener Zellulosefüllung der besseren Statik größere Priorität als der Bauphysik eingeräumt und geglaubt, dass wenn der Mast im Dachraum außenseitig mit Armaflex isoliert und innen gegen Luftzug absolut zugdicht gemacht wird, kein Schwitzwasser entstehen kann.

Das hat sich beim ersten stärkeren Kälteeinbruch als Irrtum herausgestellt, es trat ein technisch nicht beherrschbarer Schwitzwasseranfall auf. Das Ende vom Lied nachdem alles nix brachte: Mast gegen einen Herkules-Dachsparrehalter gewechselt.

von Dipol - am 20.02.2017 20:32
Ja, das mit dem Schwitzwasser hatte ich hier auch schon. Ich habe den Mast dann unten abgedichtet, ansonsten sollte er von Haus aus zu gewesen sein. Seither ist Ruhe. Ich habe also zumindest hier offensichtlch Glück.
Angeblich könnte, so der einbauende Dachdecker, man den Mast auch noch in Höhe der Dachhautdurchführung mit Bauschaum ausschäumen. Auf die Frage wie ich den bei Bedarf (Antennenwechsel) einfahren könnte meinte er trocken: Diesel! Das frißt angeblich den Bauschaum wieder zusammen. Probliert habe ich weder das eine noch das andere und würde davon ganz gerne weiterhin Abstand nehmen.

von Thomas (Metal) - am 20.02.2017 20:50
Zitat
Dipol
Zitat
Thomas (Metal)
D. h. Antennenverbot durch die Hintertür mittels EnEV? Die Einhaltung der EnEV, also der Energieverbrauch wird später nach meiner Ansicht nach nicht geprüft, man muß "nur" den Energieverbrauch zahlen.


Der EnEV geht es selbstverständlich nicht um ein Antennenverbot sondern um Bauphysik mit den Stichworten Wärmebrücken, Kondenswasserbildung etc..

Schon klar :-) . Im Städtebau scheint diese aber noch wenig Einzug gehalten haben. Noch immer wird mit Satteldächern und kleinen Gauben gegängelt. Dabei sollte klar sein daß eine große Außenhaut, und die gibt es wenn man jedes Fenster in eine extra Gaube bau, auch ein größerer Energieverlust ergbit. Daher: Komplett durchgehende Gabuen bitte, sowie Flach- und Pultdächer. Vollgeschosse möglichst ohne Schräge ist das Zauberwort. Und dann funktioniert es auch wieder mit einem Antennenmast :-) .

von Thomas (Metal) - am 21.02.2017 07:59
Zitat
Thomas (Metal)
Ja, das mit dem Schwitzwasser hatte ich hier auch schon. ...


Dann muß der Mast zukünftig nicht nur an die Blitzschutzanlage, sondern auch noch an die Dachrinne / Drainage angeschlossen werden... :cheers:

von raeuberhotzenplotz1 - am 21.02.2017 14:09
Muss jetzt nochmal nerven, der Schiebemast ZSH 59 soll bei voll ausgezogener Länge 6m lang sein, also muss ein Rohr ja länger als 3m sein. an meinem gebrauchtem Exemplar sind aber beide Rohre 3m, also muss schon jemand mal ein Rohr ausgetauscht haben.
Weiß jemand die genaue Länge der einzelnen Rohre?

von iso30 - am 03.03.2017 10:14
Nachdem heute angenehme Temperaturen herrschen, habe ich mir die Mühe gemacht, meinen originalen, in der Garage gelagerten, ZSH 59 zu vermessen.
Der äußere Mast hat eine Länge von ca. 2860 mm, der innere ca. 3070 mm. Die Wandstärke beträgt jeweils ca. 2,5 mm.
Im eingefahrenen Zustand sind die beiden Rohre am unteren Ende plan, am oberen schaut der innere Mast ca. 60 mm über den Flansch hinaus.
Wenn man den inneren Mast nach unten herausschiebt, kann man die Markierungen erkennen, die verhindern sollen, daß man ihn beim Aufbau zu weit herauszieht. Die Maße sind wie folgt:
Nach ca. 145 mm ist ein ca. 30 mm breiter roter Ring zu sehen. Ca. 45 mm oberhalb des roten Ringes ist ein ca. 60 mm langer, ca. 10 mm breiter schwarzer Pfeil angebracht, der, wenn er beim herausziehen sichtbar wird, anzeigt, daß demnächst der rote Ring erscheint.
Ich habe bei meinen Aufbauten den inneren Mast immer soweit herausgezogen, daß der rote Ring gerade noch in der Dichtung am Flansch verschwindet (seitlich am Flansch zu sehen).
Nachdem Deine beiden Rohre ziemlich genau 3 m lang sind, werden es vermutlich bis auf den Flansch keine Originale sein.

von manfredp - am 04.03.2017 15:27
Danke manfredp, aber nach den Rohrlängen kommt man doch nicht auf 6m ????
Die geklemmte Länge des inneren Rohres ist somit 14,5cm, ganz schön wenig wenn man bedenkt was manche da so oben ran schrauben.

von iso30 - am 04.03.2017 18:57
Zitat
manfredp
Der äußere Mast hat eine Länge von ca. 286 mm, der innere ca. 307 mm. Die Wandstärke beträgt jeweils ca. 2,5 mm.
Im eingefahrenen Zustand sind die beiden Rohre am unteren Ende plan, am oberen schaut der innere Mast ca. 60 mm über den Flansch hinaus.


Bitte noch mal nachmessen und die Centi- und Milli-Meter auf die Reihe bringen, es hapert um eine Zehnerpotenz. ;)

3070 mm - 2860 mm = 210 mm

Demnach steht der Flansch um 210 mm - 60 mm = 150 mm über das äußere Rohr? Das entspricht in etwa auch dem was bei Steckmasten üblich sein dürfte.

Zitat
manfredp
Nachdem Deine beiden Rohre ziemlich genau 3 m lang sind, werden es vermutlich bis auf den Flansch keine Originale sein.


KATHREIN produziert nicht einmal die ausgezeichneten CAS-Antennen selbst und die von Dachsparrenhaltern verdrängten Schiebe- und Steckmasten werden bestimmt auch zugekauft. Daher sind Längenänderungen durchaus möglich.

Wegen unpassender Biegemomentangaben diverser Masten hatte ich schon in Rosenheim reklamiert. Wenn die Prospektangabe von 6 m Gesamtlänge nicht stimmt, ergibt das einen völlig neuen Erklärungsansatz.

von Dipol - am 04.03.2017 23:29
Stimmt. Habe die Längenangaben berichtigt.

von manfredp - am 05.03.2017 01:10
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