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Radio10, B.Zwo, Optimierer, raeuberhotzenplotz1, rolling_stone, Zintus, Frankfurt, Thomas (Metal), Alqaszar

Exator-Programm von fuba

Startbeitrag von B.Zwo am 15.01.2017 10:07

Kennt jemand das Exator-Programm von fuba? Das Programm wurde offenbar Ende der Siebziger eingeführt und war auch in den Achtzigern noch aktuell. Warum hatte fuba seinerzeit zwei vollständig verschiedene Produktlinien? Auffällig an den EXA-Antennen sind die zusammen gedengelten Enden der Elemente wie man sie aus DDR-Produktion kennt. Daher frage ich mich ob diese eventuell gar nicht selbst hergestellt wurden sondern von fuba aus der DDR z.B aus Bad Blankenburg importiert wurden und im Westen vertrieben wurden. Denkbar wäre in diesem Zusammenhang natürlich auch Lohnveredelung.

Antworten:

Die Exator Antennen habe ich 1982 in einem Praktikum mit einem Gesellen bei einem Fernsehtechniker verbaut.Als er mich fragte ob ich wisse woher die Antennen kommen,sagte ich nein.Die kommen aus der DDR meinte er.Denn billig sahen die Antenne aus und fielen auch nach einigen Jahren schon auseinander.

von Radio10 - am 15.01.2017 11:04
Eine solche für VHF hatte ich bei der Verwandtschaft von 1982 - 2006 für den örtlichen Umsetzer (E7, 5W) unter Dach in Betrieb. Probleme gab es nie, das Bild war immer einwandfrei. Zweck vollkommen erfüllt.
Dort zwischenzeitlich demontiert habe ich sie am QTH2, auch wiederum unter Dach verbaut, empfängt sie DAB. Allerdings ist der Zugewinn gegegenüber einer Teleskopantenne eher bescheiden. Dies liegt nach meiner Meinung an der vertikalen Polarisation. Einerseits wird so ein homogenes Feld kaum erreicht, andererseits ist die Montage, alles senkrecht, kaum so möglich wie es bei einer horizontalen Montage. Man bleibt also immer etwas von der Dachschräge weg, während horizontal man direkt mit dem Element daran lang kann.
Aber "Denn billig sahen die Antenne aus und fielen auch nach einigen Jahren schon auseinander." zeigt mir, daß ich sie besser nicht auf dem Dach am bestehenden Mast montieren sollte.

von Thomas (Metal) - am 15.01.2017 11:15
Zitat
Radio10
Die kommen aus der DDR meinte er. Denn billig sahen die Antennen aus und fielen auch nach einigen Jahren schon auseinander.
Alles klar, Danke! Komisch das fuba das nötig hatte. Wann waren die Salzdetfurther das erste Mal pleite?

von B.Zwo - am 15.01.2017 14:52
Hat vermutlich weniger mit der Pleite des Herstellers zu tun, sondern dass man auch eine Linie mit günstigen Preisen anbieten wollte.

In diesem Zusammenhang: Bei Versandhäusern wie Quelle gab es ja unter Eigenmarken ("Universum") durchaus auch DDR-Produkte zu kaufen. Hatten die eigentlich auch terr. Antennen im Angebot?

von Alqaszar - am 15.01.2017 23:07
Ja,hatten mehrere Versandhäuser.Da gab es zB Komplettpakete mit einer VHF und einer UHF Antenne mit Mast und Zubehör für ein oder zwei Teilnehmer,ich meine es war Quelle.Sogar die UKS 14 war da zu haben mit der Überschrift: "Für die Wellenjäger".Es waren wohl Ankaro Antennen oder sowas.Die Versandhäser boten sogar einen Montageservice an um Antennen zu errichten.Das stand hinten in den Katalogen bei den Kontaktadressen.Auch in Kaufhäusern gab es in den 70 ern Antennen zu kaufen.Das weiß ich noch von Karstadt weil wir da mal eine UHF Antenne für "Holland 2" gekauft haben.Das war die Zeit wo es noch Testbilder gab.

von Radio10 - am 16.01.2017 05:00
Bei uns in Langenhagen bei Hannover lagen in den 1980er Jahren beim örtlichen "Allkauf" (später Real) auch Ankaro (Antenne-Kabel-Rotor) -Antennen im Regal der Unterhaltungselektronikabteilung. Ich kann mich an 3- und 5-Element-UKW-, 7- und 12-Element-VHF- und kurze sowie mittellange UHF-Yagis erinnern. Die kamen alle aus DDR-Produktion (wie mir später klar wurde), erkennbar an dem charakteristischen Anschlußkasten mit den zwei "Einschnappklammern".

von Optimierer - am 16.01.2017 11:39
Und wenn der nicht richtig eingeschnappt war fiel der wieder ab.Die UKW Antennen hatten vielfach Probleme die langen Elemente dauerhaft festzuhalten.Die rappelten sich los,so das am Schluss nur noch der Dipol übrig blieb.Diese Antennen gab es auch unter dem Produktnamen Sound 2000 bei allkauf.

von Radio10 - am 16.01.2017 12:56
Stimmt. Die Stäbe der Yagis hatten in der Mitte lediglich eine Einkerbung (und die auch nur auf einer Seite), die man unter eine Nut in der Halteklammer drehen und diese dann auf dem "Boom" festziehen mußte. War die Einkerbung nicht genau unter der Nut (leicht versetzt oder verdreht), haben sich die Stäbe im Wind irgendwann zur Seite hinausbewegt...

von Optimierer - am 16.01.2017 21:32
Schon erstaunlich was alles aus DDR-Produktion stammt.

von B.Zwo - am 17.01.2017 21:49
Der größte Teil des Quellekataloges kam von drüben. Die haben wie die blöden exportiert. Den Rest gabs dann für viel Geld in Ostmark an Landsleute :rolleyes:
Bevor China ein Thema wurde war das echt wichtig für unsere Möbelhäser, Textilläden, etc. Nur Autos kamen nicht recht aus der DDR-es sollten aber einige Wartburgs auch in Belgien gesichtet worden sein :joke:

von Frankfurt - am 19.01.2017 11:56
In Dänemark fuhren auch einige Wartburgs.

von Zintus - am 19.01.2017 13:02
Ja vor der Wende gab es auch gute und günstige Musikinstrumente. z.B. gabe gute Kontrabässe, so einen hatte ich in der Musikschule. Später als ich mir einen kaufen wollte gab es noch noch Ware aus Mittenwald, zum ca. 5 bis 10 - fachen Preis, was aber auch daran lag daß dort nur Premium hergestellt wird.

Auch gut waren die DDR Verstärker Marke "Regent". Gut und bezahlbar für die Schuldisco :drink:

von raeuberhotzenplotz1 - am 25.01.2017 07:40
Wie war das eigentlich bei anderen Antennenherstellern? Haben die auch importiert? Ich kann mich erinnern das zum Beispiel Hirschmann auch ein zweites Programm hatte. Ich glaube sie nannten es "hit".Die Antennen waren wohl preisgünstiger.

von B.Zwo - am 05.02.2017 09:54
Mein Kinderakkordeon, was ich im zarten Alter von acht Jahren geschenkt bekommen hatte, stammte meines Wissens nach ebenfalls aus DDR-Produktion.

von rolling_stone - am 05.02.2017 11:15
Die Hit Serie von Hirschmann habe ich auch verbaut.Die UHF Antennen waren recht stabil gebaut.Die VHF Antennen waren nicht so haltbar.Die Elemente,außer dem Dipol,wurden mit einer Nagelschelle ähnlich aussehendem Halter fixiert.Diese hielten aber nicht so lange.Am Ende blieb nur der Dipol sitzen,weil der durch den Holm festgeschraubt war.Ähnliches galt auch für UKW Antennen dieser Bauart."Echte"Hirschmann und Astro sowie Kathrein Antennen hielten viele Jahre in Wind und Wetter oder im Schornsteinrauch aus.

von Radio10 - am 05.02.2017 18:09
Einige WISI waren auch immer sehr robust. In einer Auktion hat jetzt jemand eine WISI Antenne angeboten. Elemente und Anschlusskasten sahen aber exakt so aus wie bei den Antennen aus der DDR. Offensichtlich hatten wohl fast alle Westfirmen billige Ostimporte im Programm die sie unter ihrem Namen vertrieben haben.

von B.Zwo - am 08.02.2017 21:45
Robuste und für die Ewigkeit gebaute Antennen stammten vorwiegend aus der Anfangszeit des Fernsehens.Da waren die Elemente noch aus vollem Alu,keine hohlen Stäbe.Diese Antennen waren aber zum Teil sehr gewichtig.So eine Antenne mit 20 Elementen habe ich mal gehabt,mit Unterzug für VHF.Da benötigte man schon einen stabilen Mast plus Halter.Die Ringdipolantennen für UKW waren anfangs auch aus vollem Material?Später wurde alles leichter,aber auch instabiler.

von Radio10 - am 09.02.2017 04:31
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