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DVB-T2 Scart-Reciever

Startbeitrag von 102.1 am 07.02.2017 14:53

Hinsichtlich DVB-T2 Scart Receiver scheint der Markt nur ein Produkt zu bieten, und zwar dieses:

https://www.aliexpress.com/item/Mini-scart-SAT-free-satellite-tv-channels-receiver-dvb-s2-dvb-s2-satellite-receiver-HD-DVB/32752085080.html?spm=2114.40010408.3.1.mWwPfq

Hat jemand dieses Geraet im Einsatz? Bzw. kann dieses Geraet wirklich DVB-T2 empfangen? - bzw ist man fuer die aktuelle Situation in Deutschland geruestet?

Ist das Geraet den terrestrischen Empfang? oder nur fuer den SAT Empfang? Die Screenshots wuerden nur SAT Empfang vermuten lassen?

Ich bin mir hier etwas unklar, und auch nicht ganz technisch mit der Sache vertraut. Vielleicht kann mir da jemand helfen?

Antworten:

Ohne mich weiter damit zu beschäftigen, da er keine HEVC/H.265 Codierung unterstützt, wäre er für deutsches T2 nicht geeignet.

von CBS - am 07.02.2017 15:03
Der Comaq kann T2 Hevc und hat auch einen Scart Anschluss.

von Funker1 - am 07.02.2017 15:42
Es gibt inzwischen einige H265 FTA-Receiver, mit Scart, schaut mal beim grossen A.

von DLR-Fan Sachsen-Anhalt - am 07.02.2017 16:03
Zitat
DLR-Fan Sachsen-Anhalt
Es gibt inzwischen einige H265 FTA-Receiver, mit Scart, schaut mal beim grossen A.


Nicht nur FTA, auch mit freenet-Kennzeichnung.
Wenn ich mir das Bild vom Link des Threaderstellers so ansehe, denke ich aber, gefragt war nach einem "verlängerten Scartstecker", der elegant hinter dem TV verschwinden soll.
So einen Fall hätte ich auch für einen wandhängenden Küchen-TV, dann aber über HDMI wegen der Auflösung.

von mittendrin - am 07.02.2017 16:29
Der TechniSat Digipal ISIO HD bietet einen Scart Anschluß. Ich sehe aber im Menü nichts ob es RGB oder FBAS ist, wahrscheinlich nur die einfache Variante.

Der TechniSat Digipal 2 HD einen Klinke Anschluß den man mit einem TechniSat Adapter oder etwas eigenwilligen Anschluß als Scart nutzen kann.

Beide Geräte wären Freenet tauglich und man kann die Privaten damit später wenn sie verschlüsseln freischalten.

von pomnitz26 - am 07.02.2017 19:17
Ich denke man sollte nicht nur auf analoge Ausgänge achten falls man einen neuen DVB-T2 Receiver an ein älteres TV-Gerät anschließen möchte sondern auch ob das Bildschimmenu auf dem alten Gerät überhaupt lesbar dargestellt wird.

von Winnie2 - am 07.02.2017 19:53
Danke erstmal fuer alle Antworten.

Zitat
CBS
Ohne mich weiter damit zu beschäftigen, da er keine HEVC/H.265 Codierung unterstützt, wäre er für deutsches T2 nicht geeignet.


Warum wird dann das Geraet als DVB-T2 vermarketet?

Gibt es eigentlich einen SCART-Receiver der in Deutschland fuer DVB-T2 geeignet sei? Ich habe da gar nichts gefunden. Alles andere sind irgendwelche Boxen, aber keine SCART-Receiver.

von 102.1 - am 07.02.2017 20:11
Zitat

Warum wird dann das Geraet als DVB-T2 vermarketet?

Weil im Ausland auch DVB-T2 mit MPEG-4 läuft.

von Zwölf - am 07.02.2017 20:28
Zitat
Zwölf
Zitat

Warum wird dann das Geraet als DVB-T2 vermarketet?

Weil im Ausland auch DVB-T2 mit MPEG-4 läuft.


Auch in Oesterreich und der Schweiz? Oder in UK?

von 102.1 - am 07.02.2017 20:31
Zitat

Warum wird dann das Geraet als DVB-T2 vermarketet?


1) Es gibt Länder, die MGEP4 / H.264 über den DVB-T2 Standort nutzen.
Dort wäre so ein Gerät ja nutzbar.
2) Das verlinkte Angebot befindet sich auf einer chinesischen Verkaufsplattform mit englischer Beschreibung. Es teht dort nirgendwo, dass es in Deutschland uneingeschränkt verwendungsfähig ist. Nur weil nach Deutschland geliefert werden kann, heisst das nicht, dass so ein Gerät in D uneingeschränkt nutzbar ist.

Ein Mini-DVB-T2-Receiver , der in Deutschland funktionieren würde ist mir nicht bekannt.
Wenn es darum geht, dass das Gerät hinter dem Fernseher verschwindet, ließe sich aber ein normaler Receiver wie der Strong SRT8540 umbauen (abgesetzter Infrarot-Empfänger für die Fernbedienung).

von carkiller08 - am 07.02.2017 20:34
Zitat
carkiller08
Zitat

Warum wird dann das Geraet als DVB-T2 vermarketet?


1) Es gibt Länder, die MGEP4 / H.264 über den DVB-T2 Standort nutzen.
Dort wäre so ein Gerät ja nutzbar.
2) Das verlinkte Angebot befindet sich auf einer chinesischen Verkaufsplattform mit englischer Beschreibung. Es teht dort nirgendwo, dass es in Deutschland uneingeschränkt verwendungsfähig ist. Nur weil nach Deutschland geliefert werden kann, heisst das nicht, dass so ein Gerät in D uneingeschränkt nutzbar ist.

Ein Mini-DVB-T2-Receiver , der in Deutschland funktionieren würde ist mir nicht bekannt.
Wenn es darum geht, dass das Gerät hinter dem Fernseher verschwindet, ließe sich aber ein normaler Receiver wie der Strong SRT8540 umbauen (abgesetzter Infrarot-Empfänger für die Fernbedienung).


Danke. In welchen Laendern wuerde dieses Geraet dann funktionieren? UK? Ireland?

von 102.1 - am 07.02.2017 20:38
Zitat
102.1
Zitat
Zwölf
Zitat

Warum wird dann das Geraet als DVB-T2 vermarketet?

Weil im Ausland auch DVB-T2 mit MPEG-4 läuft.


Auch in Oesterreich und der Schweiz? Oder in UK?

In der Schweiz gibt es kein T2. In Österreich würde es wohl funktionieren (sofern der Ton keine Probleme macht), allerdings sind dort die meisten Programme verschlüsselt. In UK müsste es denke ich auch funktionieren, aber da bin ich mir unsicher, da ich mich bislang nicht so intensiv mit T2 in UK beschäftigt habe.

von Zwölf - am 07.02.2017 20:41
Frankreich: DVB-T mit H.264 und DVB-T2-Test offenbar mit HECV und UHD (!)
http://en.digitalbitrate.com/dtv.php?liste=2&live=1&lang=en

Österreich: DVB-T2 mit H.264
http://en.digitalbitrate.com/dtv.php?liste=2&live=3&lang=en

Schweiz: DVB-T halbherzig mit MPEG2 und künftig ersatzlos wegfallend:
http://en.digitalbitrate.com/dtv.php?liste=2&live=5&lang=en

Italien: DVB-T mit MPEG2 und DVB-T mit H.264 - beides auch im Mix auf einen Mux
http://en.digitalbitrate.com/dtv.php?liste=2&live=7&lang=en

UK: DVB-T mit MPEG2 und DVB-T2 mit H.264
http://en.digitalbitrate.com/dtv.php?liste=2&live=9&lang=en

Spanien: DVB-T mit MPEG2, DVB-T mit H.264, beides auch im Mix auf einem Mux, DVB-T2 mit H.265 - und Radio mit teils bis zu 320 kbps MP2 (!), als "HQ" beworben
http://en.digitalbitrate.com/dtv.php?liste=2&live=10&lang=en

Belgien: DVB-T mit MPEG2
http://en.digitalbitrate.com/dtv.php?liste=2&live=12&lang=en

Estland: DVB-T mit H.264
http://en.digitalbitrate.com/dtv.php?liste=2&live=19&lang=en

Undsoweiter...

von Chris_BLN - am 07.02.2017 20:44
Kroatien ist komplett verschlüsselt, das wäre auf 2 Muxen in T2 und mpeg4
In Italien gibt's immer wieder Tests in T2. Hab ich aber selbst noch nicht gesehen.

von andimik - am 07.02.2017 23:13
Das UK mit DVB-T sendet und alles auf MPEG2 ist mir bekannt. Nur hatte ich es immer so verstanden, dass das ganze abwaerts-kompatibel sei. D.h. habe ich ein Geraet dass DVB-T2 und MPEG4 kann, habe ich die beste Loesung?

D.h. kann ich daraus ablesen, dass es in Europa keinen einheitlichen DVB-T2 Standard gibt?

von 102.1 - am 08.02.2017 08:01
Standard schon, aber manchmal werden Parameter genutzt, die manch ein Hersteller nicht implementiert hat.

Beispiel Slowenien: mpeg4 Boxen waren im Handel, die kein HD können! Folge: Unnötiger Simulcast im gleichen Mux von SD und HD
Beispiel Österreich: Die ORS nutzt nur die Schicht 1 ohne einer Schicht (PLP ID) 0. Die dachten, es wird bei 1 zu zählen angefangen. Folge: Manche Receiver finden nix, nur manuell auf PLP ID 1. Das weiß der Otto Normalkonsument aber nicht.

von andimik - am 08.02.2017 10:15
Zitat
andimik
Standard schon, aber manchmal werden Parameter genutzt, die manch ein Hersteller nicht implementiert hat.

Beispiel Slowenien: mpeg4 Boxen waren im Handel, die kein HD können! Folge: Unnötiger Simulcast im gleichen Mux von SD und HD
Beispiel Österreich: Die ORS nutzt nur die Schicht 1 ohne einer Schicht (PLP ID) 0. Die dachten, es wird bei 1 zu zählen angefangen. Folge: Manche Receiver finden nix, nur manuell auf PLP ID 1. Das weiß der Otto Normalkonsument aber nicht.


Was mir hier negativ auffaellt: Man schafft einen neuen Standard, eine neue Norm, die am Ende keine ist. Man wuerde meinen DVB-T2 ist der aktuelle Stand der alles kann, am ende liegt man falsch.

In NTSC Laendern, bei der Einfuehrung von ATSC scheint es zumindest in USA und Canada einheitliche Standards zu geben. D.h. ein Geraet dass in den USA gekauft wurde, funktioniert in Canada problemlos und umgekehrt. Zumal koennen neue ATSC Geraete auch analoge NTSC Signale empfangen. Da denke ich, das hat man in Amerika besser geloest.

von 102.1 - am 08.02.2017 11:52
Einspruch: DVB-T kann auch fast alles. IP, hbbTV, mpeg4, AAC, eAC3, HD
Einzig die 67 km waren nicht mehr auf Höhe der Zeit, um große SFNs zu verwenden.

Ist halt alles eine (firmen-)politische Entscheidung, welche Parameter und Codes eingesetzt werden.

von andimik - am 08.02.2017 13:13
Gerade bei den großen Versendern wie Amazon gibt es jede Menge DVB-T2 Geräte die kein deutsches T2 können. An den teilweise bösen Rezensionen kann man schon grob erahnen wie viele Käufer darauf hereingefallen sind. Die wenigsten verstehen den Unterschied zwischen DVB-T2 und DVB-T2 in Deutschland. "Aber auf dem Gerät steht doch ausdrücklich DVB-T2 drauf! Alles zu komplizierter Mist und verarsche!" Fast genau so, nur mit noch zünftigeren Worten, äußerte sich mein Nachbar als er entdeckte das er für seinen fast neuen Fernseher doch noch eine Zusatzbox benötigt obwohl "DVB-T2" auf dem Kasten drauf steht. Er hat dann auf DVB-T2 Empfang verzichtet.

von Spacelab - am 08.02.2017 13:41
Da hilft nur den Handel damit zu konfrontieren und nicht zu jammern.

von andimik - am 08.02.2017 14:12
Und dann soll was passieren?

von Spacelab - am 08.02.2017 14:13
Zitat
102.1
Man schafft einen neuen Standard, eine neue Norm, die am Ende keine ist. Man wuerde meinen DVB-T2 ist der aktuelle Stand der alles kann, am ende liegt man falsch.


Dafür kann DVB-T(2) nix. Der Audio- und Videocodec ist ja nicht Teil des DVB-T Standards. Das Problem gibt es auch bei DVB-S, dort werden manche Receiver in nicht allzu ferner Zeit nur noch Briefbeschwerer sein.

Zitat
102.1
In NTSC Laendern, bei der Einfuehrung von ATSC scheint es zumindest in USA und Canada einheitliche Standards zu geben. D.h. ein Geraet dass in den USA gekauft wurde, funktioniert in Canada problemlos und umgekehrt. Zumal koennen neue ATSC Geraete auch analoge NTSC Signale empfangen. Da denke ich, das hat man in Amerika besser geloest.


ATSC ist in meinen Augen der schlechtere Standard und kommt mir Mehrwegeempfang überhaupt nicht klar. Ob SFN überhaupt unterstützt werden, weiß ich nicht, würde aber sagen, nein. Passt so gar nicht in die US-Medienlandschaft (pro Station 1 Transmitter der 40-80 Meilen reicht).

Problematisch wird es zudem, wenn im Haushalt Kabel vorhanden ist. Analog wurde flächendeckend abgeschaltet, es gibt nur noch ein grundverschlüsseltes digitales Angebot. Mit dem ATSC-Tuner kommt man nicht weit, denn im Kabel kommt nämlich DVB-C zum Einsatz. Erst seit der "CableCARD"-Standard (=ähnlich CI+) eingeführt wurde, haben aktuelle Fernseher auch einen geeigneten Tuner an Board. Zuvor war es Glückssache und selbst dann gab es nur die paar lokalen Stationen, die gesetzlich in "Clear QUAM" verbreitet werden mussten. Mehrwert zur Antenne gab es dann keinen. Seit "CableCARD" ist auch das mehr und mehr vorbei.

Für Sat gehen die beiden einzigen Anbieter beide Ihre komplett proprietären Wege, was schon bei den Verteilsystemen (Frequenzbereiche von verschiedenen Satelliten werden wild übereinander gestapelt, damit das ganze ja als Einkabelsystem in Baumstruktur zu machen ist) anfängt und bei den Receivern aufhört. Richtig lustig wird es dann wenn der Hauptreceiver im Wohnzimmer steht und den Neben-TV im Schlafzimmer per NTSC auf Kanal 2/3 per "back-feed" bedient (Fernbedienung für Nebenfernseher läuft per Ultraschall oder mit UHF-Empänger per Weiche).

Ist es also so viel besser?


Wir Mitteleuropäer sind da echt verwöhnt, unsere Fernseher sind wahre Allesfresser. Meine in Deutschland gekauften LG und Panasonic (=VESTEL) LCD-TVs die können per HDMI von 480i - 1080p alles, egal ob 50Hz oder 60Hz, per Scart und RCA-Eingängen geht PAL und NTSC, beides in Farbe. DVB-S2, DVB-T und DVB-C.

Im krassen Gegensatz steht bei der Schwiegermutter ein original US-Samsung LED-TV von 2011, gekauft bei Wallmart. Der läuft, neben den obligatorischen 110V per HDMI nur mit 480i@60Hz/720p@60Hz/1080i@60Hz. Der Tuner kann analoges NTSC und ATSC. Mehr nicht.

Deutsches Fernsehen geht nur über einen Receiver, der auf HDMI 60Hz augeben kann. Die Xoro 30EUR-Receiver für DVB-S2 oder DVB-C können das im Modus "NTSC". Es geht so, bei langsamen Kameraschwenks ruckelt es. Aber das sind die Amis sowieso gewöhnt, da ruckelt es bei Spielfilmen im TV dank 3:2 NTSC pulldown grundsätzlich schon immer :)

Normenwirrwar pur und es geht trotzdem irgendwie. Mit DVB-T2 werden meine beiden "Allesfresser" nun zum ersten mal nicht mehr über den internen Tuner funktionieren, um zum Thema zurückzufinden :)

Wolfgang

von Wolfgang R - am 08.02.2017 14:21
Bei der DVB-T Einführung war ich auch happy, dass der nationale Normenwirrwarr beim Analogfernsehen in Europa endlich ein Ende hat. Und nun haben wir stattdessen alle paar Jahre eine neue Modulationsart, Codec-Wirrwarr und Entschlüsselungschaos.
Nun gut, mein DVB-T Fernseher wird noch einige Jahre für HDTV aus Frankreich nützlich sein und danach durch ein neues Modell ersetzt, bei dem man dann wahrscheinlich schon wieder darauf achten wird, dass auch DVB-S2X unterstützt wird.
Die Verwirrung von Otto Normalo ist da verständlich.

von Saarländer (aus Elm) - am 08.02.2017 15:36
Vor allem macht sich langsam aber sicher die Unlust breit sich alle Nase lang neue Geräte kaufen zu müssen und dabei vorher ein Studium absolvieren zu müssen weil Standard X nicht gleich Standard X ist.

von Spacelab - am 08.02.2017 15:41
Zitat
102.1
Was mir hier negativ auffaellt: Man schafft einen neuen Standard, eine neue Norm, die am Ende keine ist. Man wuerde meinen DVB-T2 ist der aktuelle Stand der alles kann, am ende liegt man falsch.


Das ist doch nichts neues, ist bei DVB-S (Sat) doch auch so: Ursprünglich arbeitete man in SD und mit MPEG-2 Video und Audio, die ersten HDTV-Sender arbeiteten auch noch mit MPEG-2-Video.
Dann kam h.264 und man einigte sich darauf die Tonspur weiterhin als MP2 auszustrahlen, woran sich mittlerweile aber auch nicht mehr alle halten - siehe z.B. Skandinavien, wo viele Programme mittlerweile AAC für Audio verwenden, was fast alle Receiver, welche in Deutschland verkauft wurden, nicht können. Für Radio wird offensichtlich sogar HE-AAC verwendet, welches nicht mal AAC-taugliche Sat-Receiver richtig können.
Nun sind wir bei UHD angekommen. Für die ersten Testsendungen wurde noch h.264 verwendet, aktuell nun h.265, was die ersten als UHD-fähig beworbenen TV-Geräte nicht können.
Wer sich vor ein paar Jahren einen neuen Fernseher kaufte erhielt in der Regel ein Gerät mit einem Analogtuner und einen Digitaltuner welcher DVB-T und DVB-C konnte - an einer Sat-Schüssel nicht zu gebrauchen. Und selbst wenn man das Gerät an einem Kabelanschluß verwenden wollte scheiterte das sehr oft an der Verschlüsselung des Kabelnetzbetreibers, was einem dazu zwang entweder den Zwangsreceiver des Kabelnetzbetreibers zu verwenden oder zu experimentieren: Welche Firmware-Version arbeitet im CI-Modul X zuverlässig im TV-Gerät Y bei Kabelanbieter Z....

Einfach nur irgend ein X-beliebiges Gerät anzustecken und läuft ist vorbei, seitdem Analog-Fernsehen Geschichte ist. Und es wird in Zukunft sicher nicht besser: Um den Streaming-Anbieter X zu sehen wird die App Y benötigt welche nur auf Geräten des Herstellers A und C zur verfügung steht, bei Geräten des Herstellers B gab es die App noch nie und bei Geräten des Herstellers D funktioniert die App seit dem letzten Update nicht mehr, etc...

Schöne neue Welt...

von Loger - am 08.02.2017 18:01
Naja das mit DVB-S2 ist aber hausgemacht. Da werden einfach von den Herstellern festgeschriebene Standards ignoriert weil nutzt ja eh keiner. Wenn es dann aber ein Sender nutzt steht der dumme Kunde da mit seinem womöglich noch teuer bezahlten Gerät.

Aber mal davon abgesehen ist nicht zuletzt wegen des Chaos bei den Standards mein Fernseher nichts anderes als ein großer Monitor. Ein externes Gerät kann ich schnell mal auswechseln und tut finanziell nicht so weh. Ich würde mir ein Muster in den Allerwertesten beißen wenn ich mir einen Mega-HighTech-SuperMultiTrullti Fernseher für zig tausend Euro kaufen würde und ein Jahr später funktioniert schon bestenfalls nur noch die Hälfte.

von Spacelab - am 08.02.2017 18:11
Um mal auf einige der Ausgangsfragen zurückzukommen:

"SCART"-Receiver (also welche mit SCART-Anschluss gibt es einige. In der aktuellen Stiftung Warentest sind DVB-T2-Kisten getestet. Gemäß Tabelle haben SCART: TechniSat DigiPAL Isio HD, Humax Nano T2, Schwaiger DTR700HE, Skymaster DTR5000, Vantage VT-94 T-HD IR, Strong SRT 8540 und bei den reinen FTA-geräten Comag SL30T2, Philips DTR3202, Megasat HD 640 T2.

Der Test lässt einige Fragen offen. Man hat z.B. die Tonqualität getestet und erhält unterschiedliche Ergebnisse. Der Test erfolgte offenbar über HDMI und SPDIF, steht auch so im Test. Wenn dabei unterschiedliche Tonqualität rauskommen sollte, wäre dies ein Indiz für unterschiedlich sauber arbeitende AAC- und e-AC3-Decoder. Das läßt tief blicken, welche Sorgfalt die Hersteller walten lassen. Es kann aber auch sein, daß die unterschiedliche Bewertung auf andere Dinge zurückzuführen ist (Ton-Bild-Synchronizität).

Falls mit "SCART-Receiver" ein Gerät für versteckte Aufstellung gemeint sein sollte - das gibt es: https://www.telestar.de/de_DE/TELEMINI-T2-IR/352-1451-11070/



Es hat die gleiche Firmware wie der in der aktuellen Warentest getesteten Telestar TT5 IR. Und der ist auf dem letzten Platz bei den Irdeto-Geräten, aber nicht wegen Bild + Ton (Bestnote), sondern wegen Ausstattung, Inbetriebnahme / Sendersortierung und Startdauer/Umschaltdauer. Bei der Startdauer sieht es grausam aus. Wie wird das dann mit dem Gerät für versteckte Montage sein?

Amazon hat beim Telestart TT5 IR vernichtende und lobende Kritiken - was ist da los?

von Chris_BLN - am 08.02.2017 18:26
Zitat
Wolfgang R
Dafür kann DVB-T(2) nix. Der Audio- und Videocodec ist ja nicht Teil des DVB-T Standards.


Das stimmt (leider). Deshalb wäre ich ja dafür dass auf die Geräte nicht nur das DVB-Logo gehört sondern auch die Video- und Audiocodecs die das Gerät unterstützt mit aufgrdruckt gehören.

Zitat
Wolfgang R
ATSC ist in meinen Augen der schlechtere Standard und kommt mir Mehrwegeempfang überhaupt nicht klar. Ob SFN überhaupt unterstützt werden, weiß ich nicht, würde aber sagen, nein.


Nein, der derzeitige ATSC 1.0 Standard unterstützt kein SFN, es sind allerdings Gleichkanal-Füllsender möglich in Gebieten in denen der Hauptsender nicht empfangbar ist.

In den USA ist eine Umstellung auf eine neue Version von ATSC geplant. Diese ist – jetzt nicht wundern – technisch betrachtet DVB-T2 verblüffend ähnlich, aber in Details doch wieder anders.

Das Problem mit dem Mehrwegeempfang soll behoben werden, ausserdem sollen modernere Videocodecs (H.264 & HEVC) verwendet sowie neue Dienste ermöglicht werden.

von Winnie2 - am 08.02.2017 18:26
Danke für die Info!

von andimik - am 08.02.2017 19:44
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