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Radio Bremen stampft Nord-West-Radio ein, Bremen 2-Kulturell vor Come-Back!

Startbeitrag von MICHAELKRAUS am 17.03.2017 19:16

Rolle Rückwärts bei der Kleinsten ARD Landesanstalt.
Nur vier Jahre nach dem Komplett-Umbau des Nord-West-Radios kehrt Radio Bremen 2 auf die UKW Skala zurück!
Das Kultur-Programm Radio Bremen 2 wurde nach der Jahrtausendwende eingestellt zugunsten der Zusammenarbeit mit dem NDR aus Hamburg.
Nachdem dieser sich zurückgezogen hatte wurde 2013 aus dem Nord-West-Radio eine anspruchsvolle Pop-Welle.
Allein das was Radio 1 in Berlin zum Marktführer macht, fehlt im ländlichen Raum: Indie Hörer, die Ihr Kreuz bei Rotgrün machen.
RadioBremen zieht jetzt die Reissleine - noch diesen Sommer ist Schluss!

http://www.weser-kurier.de/startseite_artikel,-aus-nordwestradio-wird-bremen-zwei-_arid,1568431.html


Gruß aus der Prignitz!

M.Kraus

Antworten:

Gibt es schon einen genauenTermin?

von satjay - am 17.03.2017 20:21
Da bin ich ja mal gespannt, ob dann ein unverwässertes Kulturprogramm zurückkommt oder ob man das Programm weiter kaputtsparen wird.

von Chris_BLN - am 17.03.2017 22:05
https://soundcloud.com/tags/radiobremen2

von Harald Z - am 18.03.2017 07:08
Und ich hoffe, dass das Programm einfach bleibt, wie es ist, und man sich nur von dem Namen aus jener Zeit trennt, als der NDR den Sender weitestgehend finanziert hat.

von Noch'n Saarländer - am 18.03.2017 13:41
Zitat
MKRAUS
Allein das was Radio 1 in Berlin zum Marktführer macht, fehlt im ländlichen Raum: Indie Hörer, die Ihr Kreuz bei Rotgrün machen.

Da liegst Du etwas daneben. Indie-Mucke feiert im ländlichen Raum fröhliche Urständ ;)
Was meinst Du denn, wo ein Großteil der Berliner Indie-Bands herkommt?
Genau. Hier vom Land!
Und warum sind die jetzt in Berlin (oder Hamburg)?
Weil man hier zwar Konzerte vollbekommt, aber null Chance hat(te), eine Karriere zu machen.
Man musste dorthin gehen, wo Labels auf einen aufmerksam wurden (was sich heute dank Internet und Eigenlabels geändert hat). Ich kenne einiges an Bands, die eigentlich aus der (ländlichen) Region kamen, und es genau so gemacht haben. Und auch heute gibt es hier keinen Mangel an Indie-Konzerten!
Wir sind zwar von knapp hinterm Deich, aber musikalisch war die hinterm-Deich-Region schon immer weit vorne mit dabei! Prozentual gesehen haben wir wahrscheinlich mehr Indie-Hörer hier, als die Berliner ;)

Es könnte aber sein, daß hier noch gar keiner bemerkt hat, daß sich das NWR inDie Richtung geändert hat...

von iro - am 18.03.2017 14:32
Zitat
iro
Es könnte aber sein, daß hier noch gar keiner bemerkt hat, daß sich das NWR inDie Richtung geändert hat...


War mir bis vor wenigen Stunden auch nicht bekannt.

von Cha - am 18.03.2017 14:54
Zitat
MICHAELKRAUS
Rolle Rückwärts bei der Kleinsten ARD Landesanstalt.
Nur vier Jahre nach dem Komplett-Umbau des Nord-West-Radios kehrt Radio Bremen 2 auf die UKW Skala zurück!
Das Kultur-Programm Radio Bremen 2 wurde nach der Jahrtausendwende eingestellt zugunsten der Zusammenarbeit mit dem NDR aus Hamburg.
Nachdem dieser sich zurückgezogen hatte wurde 2013 aus dem Nord-West-Radio eine anspruchsvolle Pop-Welle.
Allein das was Radio 1 in Berlin zum Marktführer macht, fehlt im ländlichen Raum: Indie Hörer, die Ihr Kreuz bei Rotgrün machen.
RadioBremen zieht jetzt die Reissleine - noch diesen Sommer ist Schluss!

http://www.weser-kurier.de/startseite_artikel,-aus-nordwestradio-wird-bremen-zwei-_arid,1568431.html


Dort wird die bevorstehende Umbenennung gemeldet. Aber was hat die mit den im ländlichen Raum fehlenden oder doch nicht fehlenden Indie-Hörern zu tun?

von dab_4 - am 18.03.2017 15:20
Hallo, Sie waren offenbar nicht auf der Sitzung anwesend? Mehr dazu steht in der Printausgabe.
Die Zeitung am Kiosk kaufen können Sie sich entweder, oder alternativ (für die die außerhalb der Freien Hansestadt wohnen) das E-Paper Abo abschließen.

Fakt ist die Hörerzahlen sind unbefriedigend, dies schon seit dem Start vor etwas mehr als 15 Jahren.
Da keine Entwicklung zu sehen ist will man nun reagieren.
Herr W. ist nicht zufrieden mit den Hörerzahlen / der Nutzung des Programms.
Und das trotz Total-Umstrukturierung zum Jahreswechsel 2013 / 2014.
Auch der Ausstieg des NDR vor einiger Zeit hat hierfür eine ausschlaggebende Rolle gespielt.
Intern hat man wohl auch Angst dass RB Next den anderen Programmen den Rang ablaufen könnte.
Next ist das neue Zugpferd und greift auch viele RB 4 Hörer ab.

Nord-West-Radio wird Geschichte sein noch vor dem Herbst. Das ist absolut sicher.

Gruß aus der Prignitz.

von MICHAELKRAUS - am 18.03.2017 16:16
Hier noch mehr Input

http://www.weser-kurier.de/startseite_artikel,-radio-bremen-und-der-Aerger-mit-dem-internet-_arid,1568457.html

Zitat
WESER KURIER
Cosmo und Bremen Next

Eine weitere Klage droht Radio Bremen auch wegen des Frequenzentauschs seit Februar bei den Sendern Cosmo (das frühere Funkhaus Europa) und Bremen Next. Dadurch läuft Next, das Radio- und Internetprogramm für 15- bis 25-Jährige, auf der wesentlich sendestärkeren UKW-Frequenz 96,7. Das Multikulti-Radio Cosmo muss sich dagegen nun mit der UKW-Frequenz 95,6 begnügen, die nur im Stadtgebiet empfangbar ist. Ein Privatsender erwägt wegen des Tauschs Klage, weil er dadurch einen Nachteil sieht. Dem sieht Intendant Metzger gelassen entgegen: „Wir haben uns rechtskonform verhalten.“ Doch gerade zu diesem Frequenzentausch gab es im Rundfunkrat Gesprächsbedarf, zumal dies in der Öffentlichkeit nicht groß angekündigt wurde. Entsprechend fühlten sich die Ratsmitglieder auch nicht ausreichend informiert. Metzger sagte, dies sei absichtlich erst kurz vorher bekannt gegeben worden: „So wollten wir verhindern, dass ein öffentlicher Druck erzeugt wird.“

Auf der anderen Seite reiche es nicht, die junge Welle Next nur über Digitalradio oder live im Internet zu verbreiten. „Denn 71 Prozent der unter 30-Jährigen hören täglich per UKW Radio.“ Cosmo habe dagegen seine Hörer eher im urbanen Umfeld, also in der Stadt. Daher sei eine Verbreitung im niedersächsischen Umland zu vernachlässigen.

Von einer weiteren Gewohnheit müssen sich die Hörer auch verabschieden. Im Sommer wird das Nordwestradio umbenannt zurück in den alten Namen „Bremen Zwei“. So hieß der kulturbetonte Sender bereits bis 2001 – also vor der Zusammenarbeit von Radio Bremen und dem NDR. Die Umbenennung begründete RB-Programmdirektor Jan Weyrauch: „Was die Hörerzahlen angeht, kommt das Nordwestradio nicht aus dem Saft.“ Zusammen mit dem alten neuen Namen soll das Programm auch umstrukturiert werden.


Zitat aus dem Interview des Weser Kuriers nach der Rundfunkratsitzung.

von MICHAELKRAUS - am 18.03.2017 16:23
Hmm, da ist ja richtig was in Bewegung bei radio bremen. Bin mal gespannt, wie das neue/alte Bremen Zwei dann klingt.

Zitat
iro
Es könnte aber sein, daß hier noch gar keiner bemerkt hat, daß sich das NWR inDie Richtung geändert hat...

Mir war das auch nicht so bekannt. Höre zwar immer mal dort rein und meist finde ich recht ansprechende Musik, aber das das quasi das Hauptprogramm ist war mir nicht bewusst.

Zitat

Ein Privatsender erwägt wegen des Tauschs Klage, weil er dadurch einen Nachteil sieht.

Könnte an sich ja fast nur Energy sein, ffn denke ich nicht. Aber gerade Energy muss sich ja nun gar nicht aufregen, das Bremer Energy-Programm wird über eine Oldenburger Frequenz (103,5) ja sogar direkt im Nachbarbundesland ausgestrahlt.

von Jens1978 - am 18.03.2017 16:38
Zitat
MICHAELKRAUS
Allein das was Radio 1 in Berlin zum Marktführer macht, fehlt im ländlichen Raum: Indie Hörer, die Ihr Kreuz bei Rotgrün machen.
RadioBremen zieht jetzt die Reissleine - noch diesen Sommer ist Schluss!


Siehe ganz unten.

Zitat
MICHAELKRAUS
Hallo, Sie waren offenbar nicht auf der Sitzung anwesend?


Zutreffend, falls mit "Sie" ich gemeint bin.

Zitat
MICHAELKRAUS
Die Zeitung am Kiosk kaufen können Sie sich entweder, oder alternativ (für die die außerhalb der Freien Hansestadt wohnen) das E-Paper Abo abschließen.


Nö.

Zitat
MICHAELKRAUS
Fakt ist die Hörerzahlen sind unbefriedigend, dies schon seit dem Start vor etwas mehr als 15 Jahren.
Da keine Entwicklung zu sehen ist will man nun reagieren.
Herr W. ist nicht zufrieden mit den Hörerzahlen / der Nutzung des Programms.
Und das trotz Total-Umstrukturierung zum Jahreswechsel 2013 / 2014.
Auch der Ausstieg des NDR vor einiger Zeit hat hierfür eine ausschlaggebende Rolle gespielt.
Intern hat man wohl auch Angst dass RB Next den anderen Programmen den Rang ablaufen könnte.
Next ist das neue Zugpferd und greift auch viele RB 4 Hörer ab.


Und wie kommen jetzt die ominösen Indie-Hörer im ländlichen Raum ins Spiel?

von dab_4 - am 18.03.2017 17:27
Der Zusammenhang dürfte deutlich sein:
Herr W, seit einigen Jahren verantwortliche für die inhaltliche und musikalische Programm Entwicklung bei Radio Bremen war früher beim Radio Fritz in Berlin und kennt natürlich auch Radio1 sehr gut. Radio 1 ist ein durchweg linkes IndieProgramm. Nichts anders hat man in Bremen versucht mit den Änderungen 2013 / 2014 auf die Beine zu stellen. Aber Bremen ist nicht Berlin! Einwohnerzahlen mässig nicht, Szene mässig nicht. Dass die Zahlen nicht erfreulich sind ist bekannt, wurde sogar selbst von Seiten RadioBremen bestätigt. Man hat es trotz großer Umstellungen nicht geschafft das Programm (trotz starker Frequenzen) auf die Beine zu bekommen. Nun ist der NDR seit geraumer Zeit ausgestiegen. Jetzt kramt man also den alten Namen wieder aus dem Archiv.

Gruß aus der Prignitz!

von MICHAELKRAUS - am 18.03.2017 18:42
Und in der Prignitz hat man die Weisheit wohl mit Löffeln gefuttert....

von Noch'n Saarländer - am 18.03.2017 19:41
Na soll im durchweg linken Indiebremen mit Indieumland durchweg rechtes oder konservatives Mainstreamprogramm auf der Kulturwelle veranstaltet werden? Ob das die Quote steigern würde?
Sollte ich an dieser Stelle überhaupt antworten?

von Japhi - am 18.03.2017 20:51
Und Bremen next in Bremen 3 next umbenennen. Dann hätte man wieder Bremen 1-4 und halt Cosmo.

von PrismaPlayer - am 18.03.2017 21:27
Zitat
MICHAELKRAUS
Der Zusammenhang dürfte deutlich sein:
Herr W, seit einigen Jahren verantwortliche für die inhaltliche und musikalische Programm Entwicklung bei Radio Bremen war früher beim Radio Fritz in Berlin und kennt natürlich auch Radio1 sehr gut. Radio 1 ist ein durchweg linkes IndieProgramm. Nichts anders hat man in Bremen versucht mit den Änderungen 2013 / 2014 auf die Beine zu stellen. Aber Bremen ist nicht Berlin! Einwohnerzahlen mässig nicht, Szene mässig nicht. Dass die Zahlen nicht erfreulich sind ist bekannt, wurde sogar selbst von Seiten RadioBremen bestätigt. Man hat es trotz großer Umstellungen nicht geschafft das Programm (trotz starker Frequenzen) auf die Beine zu bekommen. Nun ist der NDR seit geraumer Zeit ausgestiegen. Jetzt kramt man also den alten Namen wieder aus dem Archiv.


Danke für die Erklärung. Allerdings hat die Sache bezüglich der Musik einen Haken: Im Nordwestradio gibt's doch kaum Indie*). Oder versäume ich die? Im nordwestlichen Teil Deutschlands ist doch NDR Blue unter den terrestrisch verbreiteten Programmen dasjenige mit dem größten Anteil an Indie (wobei der Anteil leider immer noch zu gering ist).

*) Darunter verstehe ich - im weitesten Sinne - Musik von z. B. Placebo, Wanda, Wolf Alice, Alt-J, The Breeders, Band of Horses, The Velvet Underground, Sonic Youth, The Smashing Pumpkins, MGMT, Menace Beach, French Films, Death Cab for Cutie, Tocotronic, Mobina Galore, Philip Boa & Voodooclub, LNZNDRF, DIIV, Chorusgirl, Wildhoney, The Prodigy, Eels, Interpol, The Jesus and Mary Chain, Iggy Pop, The B52s, Pavement, Beck, Pearl Jam, Faith No More, Broncho, Dexters, Coves, Black Rebel Motorcycle Club, Kid Wave, Erregung Öffentlicher Erregung, The Frank & Walters, James, The Pains of Being Pure at Heart, Maximo Park, PJ Harvey, The Limañanas, Tomte, Die Nerven, Suede, Die Sterne, Yeah Yeah Yeahs, Fugazi, Kaiser Chiefs, Die Höchste Eisenbahn, Blur, Blumfeld, Beach House, Nirvana, Hinds, Bilderbuch, Editors, M.I.A, Florence + the Machine - oder zusammengefasst: gute Musik, die in einem nennenswerten Umfang von noch keinem der zzt. deutschlandweit auf DAB+ ausgestrahlten Programme gebracht wird.

von dab_4 - am 18.03.2017 21:53
Zitat
Japhi
Sollte ich an dieser Stelle überhaupt antworten?

Wenn ich's mir schon nicht verkneifen kann... ;)

An der Prignitz (ich musste auch erstmal googlen) scheint Bremen offenbar recht unbekannt zu sein. Und das Nordwestradio auch. Das Umland sowieso...
Ähnlichkeiten jedweger Art zwischen RadioEins und dem NWR vermochte ich bislang nicht zu erkennen, auch nicht seit der Umstellung auf "Strecke".
Ein Mangel an linkslinken rotgrünindiehörern ist ebenfalls nicht festzustellen, dagegen liegen die rechtsrechten Schlagerkulturhörer deutlich weiter hinten als im gesamten Rest der Republik (mit 2 bekannten Ausnahmen im Sendegebiet - das sind aber auch Städte, das will wirklich keiner freiwillig hin). Die mittigen NachrichtenRockhörer können auch ganz zufrieden sein mit der Versorgung.
Und was ist mit den Hiphoppern? Gehören die jetzt wegen/trotz ihrer Frauenfeindlichkeit in die rechte oder linke Schublade hinein? Was wählen die überhaupt? Dürfen die das?

Du kannst heutzutage nicht mehr von der Musik auf Gesinnung und Wahlverhalten rückschließen, das funktioniert vielleicht noch bei Punk (auch den gibt's noch... zumindest im Nordwesten). Aber nicht bei Schlager, Indie, Rock und Mainstreampop. Und bei den langhaarigen Bombenlegern würdest Du Dich auch ziemlich wundern, was die so alles wählen...
Die Welt ist nicht mehr so einfach schwarz - braun - rot, wie sie mal war. Ziemlich bunt ist es geworden.

von iro - am 18.03.2017 22:22
Zitat
MICHAELKRAUS
Radio 1 ist ein durchweg linkes IndieProgramm.


Was ist denn an Radio Eins "links"? Der ganze Kommerz? Der Yuppie-Lifestyle? Die doppeltverdienenden vegan-ayurvedischen Prenzlauerbergbewohner mit Schreibtisch im Vorzimmer eines südwestdeutschen CDU-Bundestagsabgeordneten, für die man da zu senden glaubt? Die Autosendung?

Also sorry, "linkes Radio" habe ich seit Jahren nicht mehr gehört. Das letzte mal war eine bornierte, unfreiwillig an Comedy grenzende Sendung in einem Offenen Kanal, die mir ein ex-Mitschüler, der dort dereinst mitarbeitete, mal mit "mußt du dir mal geben" empfahl - war tatsächlich großes Kino, angeblich hätte immerhin die Freundin des Sendungsmachers zugehört.

Aber selbst falls Sie "humanistisches Radio" oder "ethisches Radio" oder "intelligentes Radio" oder "Radio von und für Menschen, die dem Planeten und der Menschheit eine gute Zukunft wünschen" mit "linkes Radio" verwechseln sollten, wären Sie bei Radio Eins weitgehend an der falschen Adresse - und zwar schon, seitdem dieses Programm auf den Frequenzen von einst Radio Brandenburg aufgeschaltet wurde. Und das war 1997. Die Verachtung dann bitte besser gegen mein Lieblingsprogramm richten: Bayern 2. Sonst wird der Versuch, ahnungsvoll wirken zu wollen, vollends unglaubwürdig.

Schöne Grüße in die Prignitz.

von Chris_BLN - am 18.03.2017 22:22
Zitat
MICHAELKRAUS
Radio 1 ist ein durchweg linkes IndieProgramm. Nichts anders hat man in Bremen versucht mit den Änderungen 2013 / 2014 auf die Beine zu stellen. Aber Bremen ist nicht Berlin! Einwohnerzahlen mässig nicht, Szene mässig nicht. Dass die Zahlen nicht erfreulich sind ist bekannt, wurde sogar selbst von Seiten RadioBremen bestätigt. Man hat es trotz großer Umstellungen nicht geschafft das Programm (trotz starker Frequenzen) auf die Beine zu bekommen.


Es lag wohl eher an der fehlenden Vermarktung. Wenn selbst hier im Radioforum kaum etwas von der aktuellen Ausrichtung des Nordwestradios etwas wusste, dann spricht das wohl für sich.

Außerdem: Was hat das Nordwestradio überhaupt mit radioeins zu tun? Soweit ich das sehe läuft auf NWR hauptsächlich seichtes Chanson-Gedudel und entspricht daher eher MDR Kultur.

von Cha - am 19.03.2017 09:53
Zitat
Jens1978
Zitat

Ein Privatsender erwägt wegen des Tauschs Klage, weil er dadurch einen Nachteil sieht.

Könnte an sich ja fast nur Energy sein, ffn denke ich nicht. Aber gerade Energy muss sich ja nun gar nicht aufregen, das Bremer Energy-Programm wird über eine Oldenburger Frequenz (103,5) ja sogar direkt im Nachbarbundesland ausgestrahlt.


Wieso Energy? In dessen Versorgungsgebiet hat sich doch durch den Frequenzwechsel gar nichts geändert, dort ging Next vorher auch schon. Bei ffn in Niedersachsen sieht das ganz anders aus, da wildert nun ein RB Programm rum welches ganz anders als das vorherige Kulturprogramm, doch spuerbar Hoerer von ffn abziehen koennte.

von Nordlicht2 - am 19.03.2017 11:08
Am Aufbau vom Nordwestradio waren die gleichen Berater beteiligt, die auch rbb radioeins aufgebaut und/oder begleitet haben. Daher der Vergleich.

Es tut sich was im Norden, das finde ich gut. Mir gefällt nur nicht, dass das Thema "Quote" als Argument für einen Relaunch genutzt wird. Radio Bremen zeigt gegenüber dem NDR (der mittlerweile mit seinem 1., 2. und 5. Programm Musikprogramme mit großen Titelüberschneidungen in den Äther schickt) Kante und bringt nicht nur durchgestylte Angebote. Mal beschaulich (Bremen Eins), mal schnell (Bremen 4), mal experimentell (NWR, NEXT). Damit erreicht man natürlich nicht die Massen, dafür aber umso treuere Hörer. NDR1 NDS, NDR2 und N-JOY lassen sich in großen Teilen mühelos austauschen, bei Bremen NEXT fliegt dem geneigten NWR-Hörer der Draht aus der Mütze. Oder andersrum.

von Staumelder - am 19.03.2017 11:42
Das Geschwafel von 96,7 zur 95,6 ist überflüssig : Die Hörerzahlen sind bekannt.
Würde es ein Problem sein, dann gäbe es Protestaktionen. Gibt es aber nicht. Also gut so.
Das NWR ist in der Tat Murks. Hochgelobt von der Elite, aber sonst nicht weiter bekannt.
Es fehlt eben wie immer das, was der Hörer erwartet.
Das neue Bremen2 wird auch sicherlich nur ein "Theaterdirektor Müller übt Kritik an dem Schaffen der Posauenbläser" sein , garniert wir den Superhits der 1750er bis 1850er,. Mehr kann man nicht erwarten in Deutschland. Viel Vergnügen !

von sup2 - am 19.03.2017 14:24
Zitat

Das NWR ist in der Tat Murks. Hochgelobt von der Elite, aber sonst nicht weiter bekannt.
Es fehlt eben wie immer das, was der Hörer erwartet.
Das neue Bremen2 wird auch sicherlich nur ein "Theaterdirektor Müller übt Kritik an dem Schaffen der Posauenbläser" sein , garniert wir den Superhits der 1750er bis 1850er,. Mehr kann man nicht erwarten in Deutschland. Viel Vergnügen !


Was denn? Gibt doch genug Doofenradios mit Superhits für dich.

Hätte ich HIER wirklich antworten sollen?

von Japhi - am 19.03.2017 14:30
Zitat
sup2
Das NWR ist in der Tat Murks. Hochgelobt von der Elite, aber sonst nicht weiter bekannt.


Ich weiß jetzt zwar nicht, wer für Dich zur "Elite" zählt, aber ein junger Mann (um die 30, abgeschlossenes Studium irgendwo im Bereich Informatik/Elektronik/Physik, bekennender Dorfbewohner) aus meinem Umfeld, der sich ab und an noch der seltsamen Tätigkeit des Radiohörens hingibt, war kein bißchen begeistert, als man das Nordwestradio zum Edeldudler umgebaut hat. Er spottete dann "Wortrestradio", weil nicht mehr viel Inhalt drin ist.

Mir bleibt vom Nordwestradio ein wunderbarer Konzertmitschnitt von Jackie Leven, mitgeschnitten am 29.3.2004 im 2008 dann auch von Radio Bremen aufgegebenen Sendesaal an der Bürgermeister-Spitta-Allee. Ganz großartig, leider wurde später anlässlich des Todes von Jackie Leven nur der erste Teil wiederholt. An sowas kommt keiner der Blödmannsdudler heran, die senden halt nur das, "was der Hörer erwartet", aber nichts, was mich berührt.

von Chris_BLN - am 19.03.2017 18:35
Im Geiste schlicht?

von Thomas (Metal) - am 19.03.2017 19:36
Bei den Auslassungen eines gewissen Herrn im OT braucht man sich auch über solche Äußerungen hier nichtzu wundern.

von Noch'n Saarländer - am 19.03.2017 21:04
Zitat
Nordlicht2Wieso Energy? In dessen Versorgungsgebiet hat sich doch durch den Frequenzwechsel gar nichts geändert, dort ging Next vorher auch schon.[/quote
Nö, hatte ich ja schon geschrieben: In Oldenburg senden die alleine auf der 103,5 vor sich hin, quasi ohne Konkurrenz.

Zitat
sup2
Das NWR ist in der Tat Murks. Hochgelobt von der Elite, aber sonst nicht weiter bekannt.
Es fehlt eben wie immer das, was der Hörer erwartet.
Das neue Bremen2 wird auch sicherlich nur ein "Theaterdirektor Müller übt Kritik an dem Schaffen der Posauenbläser" sein , garniert wir den Superhits der 1750er bis 1850er,. Mehr kann man nicht erwarten in Deutschland. Viel Vergnügen !

Erstmal abwarten, was wirklich kommt. Bin da eigentlich recht flexibel, mir gefällt aber eher ein Programm wo jetzt nicht nur klassische Musik runtergespielt wird. Am besten auch Sendungen wie z.B. "Corso-Kultur nach 3" beim DLF bisher immer um 15 Uhr, was es ja jetzt auch seit Freitag so nicht mehr gibt ... Wie gesagt erstmal abwarten. Und was soll denn "Hochgelobt von der Elite" eigentlich heißen? Wenn die Mehrzahl der Leute Programme wie die ganzen Formatradios hören und DSDS im Fernsehen sehen wollen, na bitte, dann können die das auch gerne weiterhin tun. Damit (dis-)qualifizieren sie sich eben selbst zur "Nicht-Elite" in deinen Augen. Jeder das wie er mag.


von Jens1978 - am 19.03.2017 21:57
Interessante Neuigkeit.
Dann vielleicht eventuell auch ein Bremen Drei?

Radio Bremen darf über DAB+ ein Programm mehr ausstrahlen, als auf UKW. Das war bis zum Herbst 2016 Bremen Next, das ausschließlich über DAB+ sendete.
Aktuell sendet Radio Bremen 5 Programme über UKW und somit wäre dieses zusätzliche Programm auf DAB+ wieder frei.

Ich könnte mir vorstellen, dass Radio Bremen Drei über DAB+ als Schlager- und Oldiesender wiederkommt, ähnlich wie NDR Plus als Low-Budget-Projekt.
So könnte RB auch diese Zielgruppe mit abdecken und fördere gleichzeitig auch die Verbreitung über DAB+ (Der Radio Bremen Multiplex ist ja auch noch nicht voll).

Wenn RB schnell ist, hätten sie sogar den Vorteil, noch vor Radio Roland senden zu können.

von Silverarrow - am 20.03.2017 12:59
Zitat

Aktuell sendet Radio Bremen 5 Programme über UKW

Nein, vier! Bremen eins, vier, next und das NWR.
Cosmo zählt aus RB-Sicht ja nicht mehr mit und Bremen 5 ist kein Programm, welches überhaupt irgendeinen von RB produzierten Anteil enthält.
Zitat

Ich könnte mir vorstellen, dass Radio Bremen Drei über DAB+ als Schlager- und Oldiesender wiederkommt, ähnlich wie NDR Plus als Low-Budget-Projekt.

Ich kann mir das eher nicht vorstellen. Der NDR kann sich ein "Low-Budget-Projekt" leisten, RB ist insgesamt bereits ein Low-Budget-Projekt, dem das Wasser dazu noch bis zum Hals steht.
Wenn überhaupt, würde man wohl höchstens NDR Plus mit in sein DAB-Bouquet nehmen (was aber vollkommen überflüssige Doppelversorgung wäre).
Und die Schlager-Zielgruppe wird ja in Kürze dann auch von Radio Roland abgedeckt.

von iro - am 20.03.2017 13:53
Zitat
Silverarrow
Radio Bremen darf über DAB+ ein Programm mehr ausstrahlen, als auf UKW. Das war bis zum Herbst 2016 Bremen Next, das ausschließlich über DAB+ sendete.


Falls ich mich nicht irre, wurde Bremen Next schon seit seiner "Geburt" auch über das Internet verbreitet. Also kann Bremen Next nicht die Rolle desjenigen Programms gehabt haben, das Radio Bremen nach dem Radio-Bremen-Gesetz §4 (2) "ausschließlich terrestrisch in digitaler Technik", also über DAB+, verbreiten darf. Oder was übersehe ich?

von dab_4 - am 20.03.2017 16:17
Bremen Next war bei seiner Früh-Geburt noch kein eigenständiges Programm, sondern nur ein Bremen Vier zugeordneter webchannel namens "Bremen Vier Next". Dieser (immer noch) webchannel wurde dann im DAB-Testbetrieb auch dort aufgeschaltet und blieb im anschließenden Regelbetrieb auch drauf - war aber immer noch kein "Programm".
Bremen Next als Programm wurde erst am 17.8.2016 geboren. Am 16.8.2016 war Bremen Next immer noch nur ein Ableger von Bremen Vier (bis dahin war auch oben rechts auf der Next-Webseite das Bremen Vier-Logo zu sehen).

von iro - am 20.03.2017 17:15
Moin,

ich klinke mich mal kurz ein.

Das heißt, dass NEXT bereits schon höhere Sendeleistung bekommen hat? - Würde sich mit meinen Beobachtungen decken, da ich das jetzt öfters beim durchzappen im Auto ganz passabel reinbekomme im gesamten Stadtgebiet. Letzten Sommer fing es schon bei der Mülldeponie an, zu zischeln.

Weitere Beobachtung: FH-Europa wurde in COSMO umbenamst und die Sendeleistung wurde reduziert? Finde ich nämlich seltener beim Suchlauf und es zischelt mehr.

Nordwest-Radio scheint noch so zu laufen, wie bisher. Jedenfalls dudelt es noch bei meinem Kollegen durch, aber ich bemerkte hier auch einen etwas "moderneren" Musikstil und weniger Gelaber. Vor einiger Zeit ist mir aufgefallen, dass Britta Uphoff hier öfters modieriert, obwohl die eigentlich bei Bremen 1 ist und ich habe damals auch nichts auf der Nordwest-Radio-Seite dazu gefunden. Habe das weiter nicht mehr verfolgt.

Ich glaub, ich muss mal wieder nen systematischen Bandscan machen und nicht nur zappen, nächste Woche hab ich sturmfrei ;-)

Abschließende (und ernst gemeinte) Frage: In welchem Verhältnis stehen Nordwest-Radio, Nordwest-Bahn und Nordwest-Zeitung zueinander?

Beste Grüße, Marek

von Bruder_M - am 21.03.2017 07:47
Zitat
Bruder_M
Moin,

ich klinke mich mal kurz ein.

Das heißt, dass NEXT bereits schon höhere Sendeleistung bekommen hat? - Würde sich mit meinen Beobachtungen decken, da ich das jetzt öfters beim durchzappen im Auto ganz passabel reinbekomme im gesamten Stadtgebiet. Letzten Sommer fing es schon bei der Mülldeponie an, zu zischeln.

Weitere Beobachtung: FH-Europa wurde in COSMO umbenamst und die Sendeleistung wurde reduziert? Finde ich nämlich seltener beim Suchlauf und es zischelt mehr.

Nordwest-Radio scheint noch so zu laufen, wie bisher. Jedenfalls dudelt es noch bei meinem Kollegen durch, aber ich bemerkte hier auch einen etwas "moderneren" Musikstil und weniger Gelaber. Vor einiger Zeit ist mir aufgefallen, dass Britta Uphoff hier öfters modieriert, obwohl die eigentlich bei Bremen 1 ist und ich habe damals auch nichts auf der Nordwest-Radio-Seite dazu gefunden. Habe das weiter nicht mehr verfolgt.

Ich glaub, ich muss mal wieder nen systematischen Bandscan machen und nicht nur zappen, nächste Woche hab ich sturmfrei ;-)

Abschließende (und ernst gemeinte) Frage: In welchem Verhältnis stehen Nordwest-Radio, Nordwest-Bahn und Nordwest-Zeitung zueinander?

Beste Grüße, Marek


Du solltest mehr Forum lesen ;-) In aller Kürze:

Funkhaus Europa wurde am 1.1. zu Cosmo
96.7/92.1 Cosmo -> Bremen Next
In Bremerhaven 98.2 NDR 2 -> 98.3 NDR Info, 98.9 NDR Info -> Cosmo
95.6 Bremen Next -> Cosmo

Nordwestradio hat mit Nordwestzeitung und Nordwestbahn die Angabe "Nordwest" gemein. Mehr nicht.

von Japhi - am 21.03.2017 08:12
Zitat
Bruder_M
Abschließende (und ernst gemeinte) Frage: In welchem Verhältnis stehen Nordwest-Radio, Nordwest-Bahn und Nordwest-Zeitung zueinander?
In der Nordwest-Bahn fahrend und die Nordwest-Zeitung lesend hört man das Nordwest-Radio, ganz einfach.

Zitat
iro
Cosmo zählt aus RB-Sicht ja nicht mehr mit und Bremen 5 ist kein Programm, welches überhaupt irgendeinen von RB produzierten Anteil enthält.

In NRW - also über Langenberg 103,3 - wird das auch mittlerweile als "WDRcosmo" im RDS Namen ausgestrahlt. Würde also passen, dass es der WDR als sein Programm ansieht und sich Radio Bremen dafür nicht mehr zuständig sieht.

von Jens1978 - am 21.03.2017 16:12
Das hieß auch früher schon “WDR_____“ Funkhaus“ “Europa__“
So lange ich denken kann.

von Noch'n Saarländer - am 21.03.2017 18:56
Aber nicht auf 96,7 soweit ich weiss. Allerdings habe ich den Sender auch nie wirklich gehört.

von Staumelder - am 21.03.2017 19:40
radiobremen hatte als RDS-PS statisch "FhEuropa" soweit ich weiß.

von Sebastian Dohrmann - am 21.03.2017 19:41
So war es hier zumindest im Kabel und Radio Bremen wurde hier lange aus Walle abgegriffen.

von Staumelder - am 21.03.2017 20:08
Als RDS PS habe ich bei Funkhaus Europa beobachtet:

Langenberg 103,3 => __WDR___ | FUNKHAUS | _EUROPA_
Bremen-Walle 96,7 => FhEuropa
BHV/Schiffdorf 92,1 => FhEuropa
Berlin-Scholzplatz 96,3 => Funkhaus | _Europa_

von Manager. - am 21.03.2017 21:16
Korinthenkackerergänzung zur 103,3, chronologisch geordnet:

_RADIO_5 (19-22 Uhr, sonst _WDR_2__)
_RADIO_5 _EUROPA_
__WDR___ FUNKHAUS _EUROPA_ (mit der Umbenennung von Radio 5 in WDR 5)
__WDR___ Funkhaus _Europa_ (plus bis vor etlichen Jahren alle paar Durchläufe FHEuropa)

von Japhi - am 21.03.2017 21:26
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