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Radio Bremen stampft Nord-West-Radio ein, Bremen 2-Kulturell vor Come-Back!

Startbeitrag von MICHAELKRAUS am 17.03.2017 19:16

Rolle Rückwärts bei der Kleinsten ARD Landesanstalt.
Nur vier Jahre nach dem Komplett-Umbau des Nord-West-Radios kehrt Radio Bremen 2 auf die UKW Skala zurück!
Das Kultur-Programm Radio Bremen 2 wurde nach der Jahrtausendwende eingestellt zugunsten der Zusammenarbeit mit dem NDR aus Hamburg.
Nachdem dieser sich zurückgezogen hatte wurde 2013 aus dem Nord-West-Radio eine anspruchsvolle Pop-Welle.
Allein das was Radio 1 in Berlin zum Marktführer macht, fehlt im ländlichen Raum: Indie Hörer, die Ihr Kreuz bei Rotgrün machen.
RadioBremen zieht jetzt die Reissleine - noch diesen Sommer ist Schluss!

http://www.weser-kurier.de/startseite_artikel,-aus-nordwestradio-wird-bremen-zwei-_arid,1568431.html


Gruß aus der Prignitz!

M.Kraus

Die 50 interessantesten Antworten:

Zitat
MKRAUS
Allein das was Radio 1 in Berlin zum Marktführer macht, fehlt im ländlichen Raum: Indie Hörer, die Ihr Kreuz bei Rotgrün machen.

Da liegst Du etwas daneben. Indie-Mucke feiert im ländlichen Raum fröhliche Urständ ;)
Was meinst Du denn, wo ein Großteil der Berliner Indie-Bands herkommt?
Genau. Hier vom Land!
Und warum sind die jetzt in Berlin (oder Hamburg)?
Weil man hier zwar Konzerte vollbekommt, aber null Chance hat(te), eine Karriere zu machen.
Man musste dorthin gehen, wo Labels auf einen aufmerksam wurden (was sich heute dank Internet und Eigenlabels geändert hat). Ich kenne einiges an Bands, die eigentlich aus der (ländlichen) Region kamen, und es genau so gemacht haben. Und auch heute gibt es hier keinen Mangel an Indie-Konzerten!
Wir sind zwar von knapp hinterm Deich, aber musikalisch war die hinterm-Deich-Region schon immer weit vorne mit dabei! Prozentual gesehen haben wir wahrscheinlich mehr Indie-Hörer hier, als die Berliner ;)

Es könnte aber sein, daß hier noch gar keiner bemerkt hat, daß sich das NWR inDie Richtung geändert hat...

von iro - am 18.03.2017 14:32
Zitat
MICHAELKRAUS
Rolle Rückwärts bei der Kleinsten ARD Landesanstalt.
Nur vier Jahre nach dem Komplett-Umbau des Nord-West-Radios kehrt Radio Bremen 2 auf die UKW Skala zurück!
Das Kultur-Programm Radio Bremen 2 wurde nach der Jahrtausendwende eingestellt zugunsten der Zusammenarbeit mit dem NDR aus Hamburg.
Nachdem dieser sich zurückgezogen hatte wurde 2013 aus dem Nord-West-Radio eine anspruchsvolle Pop-Welle.
Allein das was Radio 1 in Berlin zum Marktführer macht, fehlt im ländlichen Raum: Indie Hörer, die Ihr Kreuz bei Rotgrün machen.
RadioBremen zieht jetzt die Reissleine - noch diesen Sommer ist Schluss!

http://www.weser-kurier.de/startseite_artikel,-aus-nordwestradio-wird-bremen-zwei-_arid,1568431.html


Dort wird die bevorstehende Umbenennung gemeldet. Aber was hat die mit den im ländlichen Raum fehlenden oder doch nicht fehlenden Indie-Hörern zu tun?

von dab_4 - am 18.03.2017 15:20
Hallo, Sie waren offenbar nicht auf der Sitzung anwesend? Mehr dazu steht in der Printausgabe.
Die Zeitung am Kiosk kaufen können Sie sich entweder, oder alternativ (für die die außerhalb der Freien Hansestadt wohnen) das E-Paper Abo abschließen.

Fakt ist die Hörerzahlen sind unbefriedigend, dies schon seit dem Start vor etwas mehr als 15 Jahren.
Da keine Entwicklung zu sehen ist will man nun reagieren.
Herr W. ist nicht zufrieden mit den Hörerzahlen / der Nutzung des Programms.
Und das trotz Total-Umstrukturierung zum Jahreswechsel 2013 / 2014.
Auch der Ausstieg des NDR vor einiger Zeit hat hierfür eine ausschlaggebende Rolle gespielt.
Intern hat man wohl auch Angst dass RB Next den anderen Programmen den Rang ablaufen könnte.
Next ist das neue Zugpferd und greift auch viele RB 4 Hörer ab.

Nord-West-Radio wird Geschichte sein noch vor dem Herbst. Das ist absolut sicher.

Gruß aus der Prignitz.

von MICHAELKRAUS - am 18.03.2017 16:16
Hier noch mehr Input

http://www.weser-kurier.de/startseite_artikel,-radio-bremen-und-der-Aerger-mit-dem-internet-_arid,1568457.html

Zitat
WESER KURIER
Cosmo und Bremen Next

Eine weitere Klage droht Radio Bremen auch wegen des Frequenzentauschs seit Februar bei den Sendern Cosmo (das frühere Funkhaus Europa) und Bremen Next. Dadurch läuft Next, das Radio- und Internetprogramm für 15- bis 25-Jährige, auf der wesentlich sendestärkeren UKW-Frequenz 96,7. Das Multikulti-Radio Cosmo muss sich dagegen nun mit der UKW-Frequenz 95,6 begnügen, die nur im Stadtgebiet empfangbar ist. Ein Privatsender erwägt wegen des Tauschs Klage, weil er dadurch einen Nachteil sieht. Dem sieht Intendant Metzger gelassen entgegen: „Wir haben uns rechtskonform verhalten.“ Doch gerade zu diesem Frequenzentausch gab es im Rundfunkrat Gesprächsbedarf, zumal dies in der Öffentlichkeit nicht groß angekündigt wurde. Entsprechend fühlten sich die Ratsmitglieder auch nicht ausreichend informiert. Metzger sagte, dies sei absichtlich erst kurz vorher bekannt gegeben worden: „So wollten wir verhindern, dass ein öffentlicher Druck erzeugt wird.“

Auf der anderen Seite reiche es nicht, die junge Welle Next nur über Digitalradio oder live im Internet zu verbreiten. „Denn 71 Prozent der unter 30-Jährigen hören täglich per UKW Radio.“ Cosmo habe dagegen seine Hörer eher im urbanen Umfeld, also in der Stadt. Daher sei eine Verbreitung im niedersächsischen Umland zu vernachlässigen.

Von einer weiteren Gewohnheit müssen sich die Hörer auch verabschieden. Im Sommer wird das Nordwestradio umbenannt zurück in den alten Namen „Bremen Zwei“. So hieß der kulturbetonte Sender bereits bis 2001 – also vor der Zusammenarbeit von Radio Bremen und dem NDR. Die Umbenennung begründete RB-Programmdirektor Jan Weyrauch: „Was die Hörerzahlen angeht, kommt das Nordwestradio nicht aus dem Saft.“ Zusammen mit dem alten neuen Namen soll das Programm auch umstrukturiert werden.


Zitat aus dem Interview des Weser Kuriers nach der Rundfunkratsitzung.

von MICHAELKRAUS - am 18.03.2017 16:23
Hmm, da ist ja richtig was in Bewegung bei radio bremen. Bin mal gespannt, wie das neue/alte Bremen Zwei dann klingt.

Zitat
iro
Es könnte aber sein, daß hier noch gar keiner bemerkt hat, daß sich das NWR inDie Richtung geändert hat...

Mir war das auch nicht so bekannt. Höre zwar immer mal dort rein und meist finde ich recht ansprechende Musik, aber das das quasi das Hauptprogramm ist war mir nicht bewusst.

Zitat

Ein Privatsender erwägt wegen des Tauschs Klage, weil er dadurch einen Nachteil sieht.

Könnte an sich ja fast nur Energy sein, ffn denke ich nicht. Aber gerade Energy muss sich ja nun gar nicht aufregen, das Bremer Energy-Programm wird über eine Oldenburger Frequenz (103,5) ja sogar direkt im Nachbarbundesland ausgestrahlt.

von Jens1978 - am 18.03.2017 16:38
Zitat
MICHAELKRAUS
Allein das was Radio 1 in Berlin zum Marktführer macht, fehlt im ländlichen Raum: Indie Hörer, die Ihr Kreuz bei Rotgrün machen.
RadioBremen zieht jetzt die Reissleine - noch diesen Sommer ist Schluss!


Siehe ganz unten.

Zitat
MICHAELKRAUS
Hallo, Sie waren offenbar nicht auf der Sitzung anwesend?


Zutreffend, falls mit "Sie" ich gemeint bin.

Zitat
MICHAELKRAUS
Die Zeitung am Kiosk kaufen können Sie sich entweder, oder alternativ (für die die außerhalb der Freien Hansestadt wohnen) das E-Paper Abo abschließen.


Nö.

Zitat
MICHAELKRAUS
Fakt ist die Hörerzahlen sind unbefriedigend, dies schon seit dem Start vor etwas mehr als 15 Jahren.
Da keine Entwicklung zu sehen ist will man nun reagieren.
Herr W. ist nicht zufrieden mit den Hörerzahlen / der Nutzung des Programms.
Und das trotz Total-Umstrukturierung zum Jahreswechsel 2013 / 2014.
Auch der Ausstieg des NDR vor einiger Zeit hat hierfür eine ausschlaggebende Rolle gespielt.
Intern hat man wohl auch Angst dass RB Next den anderen Programmen den Rang ablaufen könnte.
Next ist das neue Zugpferd und greift auch viele RB 4 Hörer ab.


Und wie kommen jetzt die ominösen Indie-Hörer im ländlichen Raum ins Spiel?

von dab_4 - am 18.03.2017 17:27
Der Zusammenhang dürfte deutlich sein:
Herr W, seit einigen Jahren verantwortliche für die inhaltliche und musikalische Programm Entwicklung bei Radio Bremen war früher beim Radio Fritz in Berlin und kennt natürlich auch Radio1 sehr gut. Radio 1 ist ein durchweg linkes IndieProgramm. Nichts anders hat man in Bremen versucht mit den Änderungen 2013 / 2014 auf die Beine zu stellen. Aber Bremen ist nicht Berlin! Einwohnerzahlen mässig nicht, Szene mässig nicht. Dass die Zahlen nicht erfreulich sind ist bekannt, wurde sogar selbst von Seiten RadioBremen bestätigt. Man hat es trotz großer Umstellungen nicht geschafft das Programm (trotz starker Frequenzen) auf die Beine zu bekommen. Nun ist der NDR seit geraumer Zeit ausgestiegen. Jetzt kramt man also den alten Namen wieder aus dem Archiv.

Gruß aus der Prignitz!

von MICHAELKRAUS - am 18.03.2017 18:42
Zitat
MICHAELKRAUS
Der Zusammenhang dürfte deutlich sein:
Herr W, seit einigen Jahren verantwortliche für die inhaltliche und musikalische Programm Entwicklung bei Radio Bremen war früher beim Radio Fritz in Berlin und kennt natürlich auch Radio1 sehr gut. Radio 1 ist ein durchweg linkes IndieProgramm. Nichts anders hat man in Bremen versucht mit den Änderungen 2013 / 2014 auf die Beine zu stellen. Aber Bremen ist nicht Berlin! Einwohnerzahlen mässig nicht, Szene mässig nicht. Dass die Zahlen nicht erfreulich sind ist bekannt, wurde sogar selbst von Seiten RadioBremen bestätigt. Man hat es trotz großer Umstellungen nicht geschafft das Programm (trotz starker Frequenzen) auf die Beine zu bekommen. Nun ist der NDR seit geraumer Zeit ausgestiegen. Jetzt kramt man also den alten Namen wieder aus dem Archiv.


Danke für die Erklärung. Allerdings hat die Sache bezüglich der Musik einen Haken: Im Nordwestradio gibt's doch kaum Indie*). Oder versäume ich die? Im nordwestlichen Teil Deutschlands ist doch NDR Blue unter den terrestrisch verbreiteten Programmen dasjenige mit dem größten Anteil an Indie (wobei der Anteil leider immer noch zu gering ist).

*) Darunter verstehe ich - im weitesten Sinne - Musik von z. B. Placebo, Wanda, Wolf Alice, Alt-J, The Breeders, Band of Horses, The Velvet Underground, Sonic Youth, The Smashing Pumpkins, MGMT, Menace Beach, French Films, Death Cab for Cutie, Tocotronic, Mobina Galore, Philip Boa & Voodooclub, LNZNDRF, DIIV, Chorusgirl, Wildhoney, The Prodigy, Eels, Interpol, The Jesus and Mary Chain, Iggy Pop, The B52s, Pavement, Beck, Pearl Jam, Faith No More, Broncho, Dexters, Coves, Black Rebel Motorcycle Club, Kid Wave, Erregung Öffentlicher Erregung, The Frank & Walters, James, The Pains of Being Pure at Heart, Maximo Park, PJ Harvey, The Limañanas, Tomte, Die Nerven, Suede, Die Sterne, Yeah Yeah Yeahs, Fugazi, Kaiser Chiefs, Die Höchste Eisenbahn, Blur, Blumfeld, Beach House, Nirvana, Hinds, Bilderbuch, Editors, M.I.A, Florence + the Machine - oder zusammengefasst: gute Musik, die in einem nennenswerten Umfang von noch keinem der zzt. deutschlandweit auf DAB+ ausgestrahlten Programme gebracht wird.

von dab_4 - am 18.03.2017 21:53
Zitat
Japhi
Sollte ich an dieser Stelle überhaupt antworten?

Wenn ich's mir schon nicht verkneifen kann... ;)

An der Prignitz (ich musste auch erstmal googlen) scheint Bremen offenbar recht unbekannt zu sein. Und das Nordwestradio auch. Das Umland sowieso...
Ähnlichkeiten jedweger Art zwischen RadioEins und dem NWR vermochte ich bislang nicht zu erkennen, auch nicht seit der Umstellung auf "Strecke".
Ein Mangel an linkslinken rotgrünindiehörern ist ebenfalls nicht festzustellen, dagegen liegen die rechtsrechten Schlagerkulturhörer deutlich weiter hinten als im gesamten Rest der Republik (mit 2 bekannten Ausnahmen im Sendegebiet - das sind aber auch Städte, das will wirklich keiner freiwillig hin). Die mittigen NachrichtenRockhörer können auch ganz zufrieden sein mit der Versorgung.
Und was ist mit den Hiphoppern? Gehören die jetzt wegen/trotz ihrer Frauenfeindlichkeit in die rechte oder linke Schublade hinein? Was wählen die überhaupt? Dürfen die das?

Du kannst heutzutage nicht mehr von der Musik auf Gesinnung und Wahlverhalten rückschließen, das funktioniert vielleicht noch bei Punk (auch den gibt's noch... zumindest im Nordwesten). Aber nicht bei Schlager, Indie, Rock und Mainstreampop. Und bei den langhaarigen Bombenlegern würdest Du Dich auch ziemlich wundern, was die so alles wählen...
Die Welt ist nicht mehr so einfach schwarz - braun - rot, wie sie mal war. Ziemlich bunt ist es geworden.

von iro - am 18.03.2017 22:22
Zitat
MICHAELKRAUS
Radio 1 ist ein durchweg linkes IndieProgramm.


Was ist denn an Radio Eins "links"? Der ganze Kommerz? Der Yuppie-Lifestyle? Die doppeltverdienenden vegan-ayurvedischen Prenzlauerbergbewohner mit Schreibtisch im Vorzimmer eines südwestdeutschen CDU-Bundestagsabgeordneten, für die man da zu senden glaubt? Die Autosendung?

Also sorry, "linkes Radio" habe ich seit Jahren nicht mehr gehört. Das letzte mal war eine bornierte, unfreiwillig an Comedy grenzende Sendung in einem Offenen Kanal, die mir ein ex-Mitschüler, der dort dereinst mitarbeitete, mal mit "mußt du dir mal geben" empfahl - war tatsächlich großes Kino, angeblich hätte immerhin die Freundin des Sendungsmachers zugehört.

Aber selbst falls Sie "humanistisches Radio" oder "ethisches Radio" oder "intelligentes Radio" oder "Radio von und für Menschen, die dem Planeten und der Menschheit eine gute Zukunft wünschen" mit "linkes Radio" verwechseln sollten, wären Sie bei Radio Eins weitgehend an der falschen Adresse - und zwar schon, seitdem dieses Programm auf den Frequenzen von einst Radio Brandenburg aufgeschaltet wurde. Und das war 1997. Die Verachtung dann bitte besser gegen mein Lieblingsprogramm richten: Bayern 2. Sonst wird der Versuch, ahnungsvoll wirken zu wollen, vollends unglaubwürdig.

Schöne Grüße in die Prignitz.

von Chris_BLN - am 18.03.2017 22:22
Zitat
MICHAELKRAUS
Radio 1 ist ein durchweg linkes IndieProgramm. Nichts anders hat man in Bremen versucht mit den Änderungen 2013 / 2014 auf die Beine zu stellen. Aber Bremen ist nicht Berlin! Einwohnerzahlen mässig nicht, Szene mässig nicht. Dass die Zahlen nicht erfreulich sind ist bekannt, wurde sogar selbst von Seiten RadioBremen bestätigt. Man hat es trotz großer Umstellungen nicht geschafft das Programm (trotz starker Frequenzen) auf die Beine zu bekommen.


Es lag wohl eher an der fehlenden Vermarktung. Wenn selbst hier im Radioforum kaum etwas von der aktuellen Ausrichtung des Nordwestradios etwas wusste, dann spricht das wohl für sich.

Außerdem: Was hat das Nordwestradio überhaupt mit radioeins zu tun? Soweit ich das sehe läuft auf NWR hauptsächlich seichtes Chanson-Gedudel und entspricht daher eher MDR Kultur.

von Cha - am 19.03.2017 09:53
Zitat
Jens1978
Zitat

Ein Privatsender erwägt wegen des Tauschs Klage, weil er dadurch einen Nachteil sieht.

Könnte an sich ja fast nur Energy sein, ffn denke ich nicht. Aber gerade Energy muss sich ja nun gar nicht aufregen, das Bremer Energy-Programm wird über eine Oldenburger Frequenz (103,5) ja sogar direkt im Nachbarbundesland ausgestrahlt.


Wieso Energy? In dessen Versorgungsgebiet hat sich doch durch den Frequenzwechsel gar nichts geändert, dort ging Next vorher auch schon. Bei ffn in Niedersachsen sieht das ganz anders aus, da wildert nun ein RB Programm rum welches ganz anders als das vorherige Kulturprogramm, doch spuerbar Hoerer von ffn abziehen koennte.

von Nordlicht2 - am 19.03.2017 11:08
Am Aufbau vom Nordwestradio waren die gleichen Berater beteiligt, die auch rbb radioeins aufgebaut und/oder begleitet haben. Daher der Vergleich.

Es tut sich was im Norden, das finde ich gut. Mir gefällt nur nicht, dass das Thema "Quote" als Argument für einen Relaunch genutzt wird. Radio Bremen zeigt gegenüber dem NDR (der mittlerweile mit seinem 1., 2. und 5. Programm Musikprogramme mit großen Titelüberschneidungen in den Äther schickt) Kante und bringt nicht nur durchgestylte Angebote. Mal beschaulich (Bremen Eins), mal schnell (Bremen 4), mal experimentell (NWR, NEXT). Damit erreicht man natürlich nicht die Massen, dafür aber umso treuere Hörer. NDR1 NDS, NDR2 und N-JOY lassen sich in großen Teilen mühelos austauschen, bei Bremen NEXT fliegt dem geneigten NWR-Hörer der Draht aus der Mütze. Oder andersrum.

von Staumelder - am 19.03.2017 11:42
Das Geschwafel von 96,7 zur 95,6 ist überflüssig : Die Hörerzahlen sind bekannt.
Würde es ein Problem sein, dann gäbe es Protestaktionen. Gibt es aber nicht. Also gut so.
Das NWR ist in der Tat Murks. Hochgelobt von der Elite, aber sonst nicht weiter bekannt.
Es fehlt eben wie immer das, was der Hörer erwartet.
Das neue Bremen2 wird auch sicherlich nur ein "Theaterdirektor Müller übt Kritik an dem Schaffen der Posauenbläser" sein , garniert wir den Superhits der 1750er bis 1850er,. Mehr kann man nicht erwarten in Deutschland. Viel Vergnügen !

von sup2 - am 19.03.2017 14:24
Zitat
sup2
Das NWR ist in der Tat Murks. Hochgelobt von der Elite, aber sonst nicht weiter bekannt.


Ich weiß jetzt zwar nicht, wer für Dich zur "Elite" zählt, aber ein junger Mann (um die 30, abgeschlossenes Studium irgendwo im Bereich Informatik/Elektronik/Physik, bekennender Dorfbewohner) aus meinem Umfeld, der sich ab und an noch der seltsamen Tätigkeit des Radiohörens hingibt, war kein bißchen begeistert, als man das Nordwestradio zum Edeldudler umgebaut hat. Er spottete dann "Wortrestradio", weil nicht mehr viel Inhalt drin ist.

Mir bleibt vom Nordwestradio ein wunderbarer Konzertmitschnitt von Jackie Leven, mitgeschnitten am 29.3.2004 im 2008 dann auch von Radio Bremen aufgegebenen Sendesaal an der Bürgermeister-Spitta-Allee. Ganz großartig, leider wurde später anlässlich des Todes von Jackie Leven nur der erste Teil wiederholt. An sowas kommt keiner der Blödmannsdudler heran, die senden halt nur das, "was der Hörer erwartet", aber nichts, was mich berührt.

von Chris_BLN - am 19.03.2017 18:35
Zitat
Nordlicht2Wieso Energy? In dessen Versorgungsgebiet hat sich doch durch den Frequenzwechsel gar nichts geändert, dort ging Next vorher auch schon.[/quote
Nö, hatte ich ja schon geschrieben: In Oldenburg senden die alleine auf der 103,5 vor sich hin, quasi ohne Konkurrenz.

Zitat
sup2
Das NWR ist in der Tat Murks. Hochgelobt von der Elite, aber sonst nicht weiter bekannt.
Es fehlt eben wie immer das, was der Hörer erwartet.
Das neue Bremen2 wird auch sicherlich nur ein "Theaterdirektor Müller übt Kritik an dem Schaffen der Posauenbläser" sein , garniert wir den Superhits der 1750er bis 1850er,. Mehr kann man nicht erwarten in Deutschland. Viel Vergnügen !

Erstmal abwarten, was wirklich kommt. Bin da eigentlich recht flexibel, mir gefällt aber eher ein Programm wo jetzt nicht nur klassische Musik runtergespielt wird. Am besten auch Sendungen wie z.B. "Corso-Kultur nach 3" beim DLF bisher immer um 15 Uhr, was es ja jetzt auch seit Freitag so nicht mehr gibt ... Wie gesagt erstmal abwarten. Und was soll denn "Hochgelobt von der Elite" eigentlich heißen? Wenn die Mehrzahl der Leute Programme wie die ganzen Formatradios hören und DSDS im Fernsehen sehen wollen, na bitte, dann können die das auch gerne weiterhin tun. Damit (dis-)qualifizieren sie sich eben selbst zur "Nicht-Elite" in deinen Augen. Jeder das wie er mag.


von Jens1978 - am 19.03.2017 21:57
Interessante Neuigkeit.
Dann vielleicht eventuell auch ein Bremen Drei?

Radio Bremen darf über DAB+ ein Programm mehr ausstrahlen, als auf UKW. Das war bis zum Herbst 2016 Bremen Next, das ausschließlich über DAB+ sendete.
Aktuell sendet Radio Bremen 5 Programme über UKW und somit wäre dieses zusätzliche Programm auf DAB+ wieder frei.

Ich könnte mir vorstellen, dass Radio Bremen Drei über DAB+ als Schlager- und Oldiesender wiederkommt, ähnlich wie NDR Plus als Low-Budget-Projekt.
So könnte RB auch diese Zielgruppe mit abdecken und fördere gleichzeitig auch die Verbreitung über DAB+ (Der Radio Bremen Multiplex ist ja auch noch nicht voll).

Wenn RB schnell ist, hätten sie sogar den Vorteil, noch vor Radio Roland senden zu können.

von Silverarrow - am 20.03.2017 12:59
Zitat

Aktuell sendet Radio Bremen 5 Programme über UKW

Nein, vier! Bremen eins, vier, next und das NWR.
Cosmo zählt aus RB-Sicht ja nicht mehr mit und Bremen 5 ist kein Programm, welches überhaupt irgendeinen von RB produzierten Anteil enthält.
Zitat

Ich könnte mir vorstellen, dass Radio Bremen Drei über DAB+ als Schlager- und Oldiesender wiederkommt, ähnlich wie NDR Plus als Low-Budget-Projekt.

Ich kann mir das eher nicht vorstellen. Der NDR kann sich ein "Low-Budget-Projekt" leisten, RB ist insgesamt bereits ein Low-Budget-Projekt, dem das Wasser dazu noch bis zum Hals steht.
Wenn überhaupt, würde man wohl höchstens NDR Plus mit in sein DAB-Bouquet nehmen (was aber vollkommen überflüssige Doppelversorgung wäre).
Und die Schlager-Zielgruppe wird ja in Kürze dann auch von Radio Roland abgedeckt.

von iro - am 20.03.2017 13:53
Zitat
Silverarrow
Radio Bremen darf über DAB+ ein Programm mehr ausstrahlen, als auf UKW. Das war bis zum Herbst 2016 Bremen Next, das ausschließlich über DAB+ sendete.


Falls ich mich nicht irre, wurde Bremen Next schon seit seiner "Geburt" auch über das Internet verbreitet. Also kann Bremen Next nicht die Rolle desjenigen Programms gehabt haben, das Radio Bremen nach dem Radio-Bremen-Gesetz §4 (2) "ausschließlich terrestrisch in digitaler Technik", also über DAB+, verbreiten darf. Oder was übersehe ich?

von dab_4 - am 20.03.2017 16:17
Moin,

ich klinke mich mal kurz ein.

Das heißt, dass NEXT bereits schon höhere Sendeleistung bekommen hat? - Würde sich mit meinen Beobachtungen decken, da ich das jetzt öfters beim durchzappen im Auto ganz passabel reinbekomme im gesamten Stadtgebiet. Letzten Sommer fing es schon bei der Mülldeponie an, zu zischeln.

Weitere Beobachtung: FH-Europa wurde in COSMO umbenamst und die Sendeleistung wurde reduziert? Finde ich nämlich seltener beim Suchlauf und es zischelt mehr.

Nordwest-Radio scheint noch so zu laufen, wie bisher. Jedenfalls dudelt es noch bei meinem Kollegen durch, aber ich bemerkte hier auch einen etwas "moderneren" Musikstil und weniger Gelaber. Vor einiger Zeit ist mir aufgefallen, dass Britta Uphoff hier öfters modieriert, obwohl die eigentlich bei Bremen 1 ist und ich habe damals auch nichts auf der Nordwest-Radio-Seite dazu gefunden. Habe das weiter nicht mehr verfolgt.

Ich glaub, ich muss mal wieder nen systematischen Bandscan machen und nicht nur zappen, nächste Woche hab ich sturmfrei ;-)

Abschließende (und ernst gemeinte) Frage: In welchem Verhältnis stehen Nordwest-Radio, Nordwest-Bahn und Nordwest-Zeitung zueinander?

Beste Grüße, Marek

von Bruder_M - am 21.03.2017 07:47
Zitat
Bruder_M
Moin,

ich klinke mich mal kurz ein.

Das heißt, dass NEXT bereits schon höhere Sendeleistung bekommen hat? - Würde sich mit meinen Beobachtungen decken, da ich das jetzt öfters beim durchzappen im Auto ganz passabel reinbekomme im gesamten Stadtgebiet. Letzten Sommer fing es schon bei der Mülldeponie an, zu zischeln.

Weitere Beobachtung: FH-Europa wurde in COSMO umbenamst und die Sendeleistung wurde reduziert? Finde ich nämlich seltener beim Suchlauf und es zischelt mehr.

Nordwest-Radio scheint noch so zu laufen, wie bisher. Jedenfalls dudelt es noch bei meinem Kollegen durch, aber ich bemerkte hier auch einen etwas "moderneren" Musikstil und weniger Gelaber. Vor einiger Zeit ist mir aufgefallen, dass Britta Uphoff hier öfters modieriert, obwohl die eigentlich bei Bremen 1 ist und ich habe damals auch nichts auf der Nordwest-Radio-Seite dazu gefunden. Habe das weiter nicht mehr verfolgt.

Ich glaub, ich muss mal wieder nen systematischen Bandscan machen und nicht nur zappen, nächste Woche hab ich sturmfrei ;-)

Abschließende (und ernst gemeinte) Frage: In welchem Verhältnis stehen Nordwest-Radio, Nordwest-Bahn und Nordwest-Zeitung zueinander?

Beste Grüße, Marek


Du solltest mehr Forum lesen ;-) In aller Kürze:

Funkhaus Europa wurde am 1.1. zu Cosmo
96.7/92.1 Cosmo -> Bremen Next
In Bremerhaven 98.2 NDR 2 -> 98.3 NDR Info, 98.9 NDR Info -> Cosmo
95.6 Bremen Next -> Cosmo

Nordwestradio hat mit Nordwestzeitung und Nordwestbahn die Angabe "Nordwest" gemein. Mehr nicht.

von Japhi - am 21.03.2017 08:12
Zitat
Bruder_M
Abschließende (und ernst gemeinte) Frage: In welchem Verhältnis stehen Nordwest-Radio, Nordwest-Bahn und Nordwest-Zeitung zueinander?
In der Nordwest-Bahn fahrend und die Nordwest-Zeitung lesend hört man das Nordwest-Radio, ganz einfach.

Zitat
iro
Cosmo zählt aus RB-Sicht ja nicht mehr mit und Bremen 5 ist kein Programm, welches überhaupt irgendeinen von RB produzierten Anteil enthält.

In NRW - also über Langenberg 103,3 - wird das auch mittlerweile als "WDRcosmo" im RDS Namen ausgestrahlt. Würde also passen, dass es der WDR als sein Programm ansieht und sich Radio Bremen dafür nicht mehr zuständig sieht.

von Jens1978 - am 21.03.2017 16:12
Die 96,7 MHz kommt hier (ca. 100 km südlich von Bremen) zumindest stationär recht gut an, während es mit der 101,2 MHz doch arge Probleme gibt. Zum einen sendet HR3 auf der gleichen Frequenz, zum anderen liegt auf der 101,4 MHz Radio SAW (Brocken, 100 kW) und dann stört auch noch der nahegelegene Sender Barsinghausen (101,9 MHz). Alles Probleme, die bei 96,7 MHz nicht vorliegen, so dass sich die Frequenz hier ungestört ausbreiten kann. Insofern ist es mir egal, ob nun mit 50 kW oder mit 100 kW gesendet wird.

Ich dachte nur, es gäbe einen triftigen Grund für die 50 kW (ist ja auch nicht wenig...)!

von Attenuator - am 06.04.2017 18:18
Zu den Sendeleistungen finden sich im Internet einige interessante Dokumente.
Im Spätsommer / Herbst 1986 werden die Leistungen wie folgt angegeben:

93,8 HB - 100 kW - RB 1 Hansaw.
89,3 BHV - 25 kW - RB 1 Hansaw.
88,3 HB - 100 kW - RB 2 Kulturell
92,1 BHV - 25 kW - RB 2 Kulturell
96,7 HB - 25 kW - RB 3 Melodie
95,3 (!) BHV - 1 kW - RB 3 Melodie

Siehe:
http://qsl.philcobill.com/blog/wp-content/uploads/2015/08/Radio_Bremen_6190b-1024x724.jpg

Das sind vermutlich die Werte vor Gültigkeit des Wellenplans Genf-1984, da es 1986 ja bereits Radio Bremen 4 gab und die 100,8 bzw. 101,2 hier bei den Frequenzen noch nicht aufgeführt werden. In den späten 80er Jahren wurde der Wellenbereich ab 100 MHz, später ab 104 MHz geöffnet für den privaten Rundfunk und für Radio Bremen 4 sowie WDR 1 (Wechsel von WDR 5 auf alte WDR 1 Frequenzen). Das war auch die Zeit in der Radio 100 und 100,6 in Berlin starteten.

Im Januar 1987 (nach Sendestart von Radio Bremen 4) finden sich diese Zahlen:

93,8 HB - 100 kW - RB 1 Hansaw. (unverändert)
89,3 BHV - 25 kW - RB 1 Hansaw. (unverändert)
88,3 HB - 100 kW - RB 2 Kulturell (unverändert)
92,1 BHV - 25 kW - RB 2 Kulturell (unverändert)
96,7 HB - 50 kW - RB 3 Melodie (Leistung erhöht)
95,4 BHV - 25 kW - RB 3 Melodie (Leistung an 89,3 / 92,1 angepasst und jetzt auf ,4 statt ,3)
101,2 HB - 20 kW (!) - RB 4 Bremen Vier (neu)
100,8 HBV - 25 kW - RB 4 Bremen Vier (neu)

siehe:
http://qsl.philcobill.com/blog/wp-content/uploads/2015/08/Radio-Bremen-936b.jpg

Zum Start hatte RB 4 in Bremen also noch deutlich weniger Leistung und sogar BHV Schiffdorf war stärker. Hätte man es dabei belassen so gäbe es heute keine STörungen mit HR3 im südl. und südwestl. Niedersachsen bzw OWL und Radio Nora / B0b im Raum Hamburg

Letzte korrigierte ANgaben Anfang der 90er (vor 1993) finden sich hier:
93,8 HB - RB 1 - 100 kW (unverändert)
89,3 BHV - RB 1 - 25 kW (unverändert)
88,3 HB - RB 2 - 100 kW (unverändert)
92,1 BHV - RB 2 - 25 kW (unverändert)
96,7 HB - RB 3 - 50 kW ((unverändert)
95,4 BHV - RB 3 - 6,5 kW (deutlich reduziert)
101,2 HB - RB 4 - 20 KW (unverändert)
100,8 BHV - RB 4 - 6,5 kW (deutlich reduziert)
95,0 HB - NDR 4 / RB 5 - 1 kW (neu)
98,9 BHV - NDR 4 / RB 5 - 0,5 kW (neu)

siehe:
http://1.bp.blogspot.com/-bs9K_ROb_1U/Tz7HpKGWgTI/AAAAAAAABYE/miS6COF8oKA/s1600/936.RB.V.jpg

Es ist unsicher ob die letzten Daten von 1991 oder sogar schon aus den späten 80ern stammen. Auf jeden Fall anhand der 4 stelligen PLZ ("2800 Bremen 33") sind diese vor dem Frühjahr 1993.

Interessan hierbei, dass die 95,4 und die 100,8 die ja bereits mit 25 kW gefunkt haben so zurückgeschraubt wurden. Welchen Grund mag das gehabt haben? Und es bleibt die Frage, wann die 101,2 die zum Sendestart noch mit einem Viertel ihrer heutigen LEistung aktiv war auf 100 KW aufgebohrt wurde. Kann jemand hierzu Angaben machen? Auch wäre nützlich zu wissen wann 95,4 und 100,8 ihre bisherige und entgültige Leistung wieder zurückbeommen haben und welchen Grund die zwischenzeitliche Reduziertung auf 6,5 kW gehabt hat.

Gruß aus der Prignitz

Kraus

von MICHAELKRAUS - am 18.04.2017 09:23
Hierzu ein paar Anmerkungen:

Radio Bremen 4 ging am 01.12.1986 auf Sendung, daher sind in den Frequenzangaben von Spätsommer/Herbst 1986 auch noch keine Frequenzen für RB 4 aufgeführt. Ca. 4 Wochen vor dem offiziellen Sendestart lief auf der 101,2 MHz der "Bremen 4-Rap" in Dauerschleife, der auf auf den Sendestart am 01.12.1986 hinwies. Die Sendeleistung auf der 101,2 MHz betrug bei Sendestart nur 3 kW. Offensichtlich war dies ein Provisorium, denn zunächst war erwogen worden, RB 4 nur auf der Mittelwelle 936 kHz auszustrahlen, da noch keine betriebsbereite UKW-Frequenz zur Verfügung stand. Mit dem Sendestart am 01.12.1986 wollte man vermutlich unbedingt der privaten Konkurrenz von FFN zuvorkommen, die am 31.12.1986 um 12 Uhr auf Sendung ging, z.B. aus Steinkimmen auf 102,3 MHz mit 100 kW. Nach kurzer Zeit ( vermutlich Anfang 1987) wurde die Leistung der 101,2 MHz dann auf 20 kW erhöht. Die weitere Erhöhung der Leistung auf die heutigen 100 kW wurde ca. 1994 vorgenommen: In Buch "Rundfunk auf UKW" von Plachetka/Siebel Ausgabe 1995 ist die 101,2 MHz erstmalig mit 100 kW angegeben.
Die übrigen Frequenzen und Leistungen vom Spätsommer/Herbst 1986 sind identisch mit den Angaben im World Radio TV Handbook Ausgabe 1987, das auch noch keine RB 4-Frequenzen enthält.

Das World Radio TV Handbook 1989 gibt dann folgende Daten an:

93,8 MHz -HB -RB 1 100 kW
88,3 MHz -HB -RB 2 100 kW
96,7 MHz -HB -RB 3 50 kW
101,2 MHZ - HB -RB 4 20 kW

89,3 MHZ -BHV- RB 1 25 kW
92,1 MHZ -BHV- RB 2 25 kW
95,4 MHz- BHV- RB 3 6,5 kW ( mit falscher Frequenz "96,3 MHz")
100,8 MHz -BHV RB 4 6,5 kW

Ich gehe daher davon aus, dass es sich bei den genannten Daten von 1987 mit je 25 kW aus BHV für die 95,4 MHz und die 100,8 MHz um einen Fehler handelt und bis Anfang der 90iger Jahre diese beiden Frequenzen mit je 6,5 kW betrieben wurden, also keine zwischenzeitliche Leistungsreduzierung stattgefunden hat. Später erfolgte dann tatsächlich die Erhöhung auf 25 kW.

von Router - am 18.04.2017 12:48
Zitat
Router
Ich gehe daher davon aus, dass es sich bei den genannten Daten von 1987 mit je 25 kW aus BHV für die 95,4 MHz und die 100,8 MHz um einen Fehler handelt und bis Anfang der 90iger Jahre diese beiden Frequenzen mit je 6,5 kW betrieben wurden, also keine zwischenzeitliche Leistungsreduzierung stattgefunden hat. Später erfolgte dann tatsächlich die Erhöhung auf 25 kW.


Das sehe ich genauso. Da wurden die koordinierten Leistungen anstatt der tatsächlichen aufgeführt.


Zitat
Router
Mit dem Sendestart am 01.12.1986 wollte man vermutlich unbedingt der privaten Konkurrenz von FFN zuvorkommen, die am 31.12.1986 um 12 Uhr auf Sendung ging, z.B. aus Steinkimmen auf 102,3 MHz mit 100 kW. Nach kurzer Zeit ( vermutlich Anfang 1987) wurde die Leistung der 101,2 MHz dann auf 20 kW erhöht.


Mehr war anfangs nicht möglich, da nicht international (mit der DDR) koordiniert. Genf 84 galt erst ab 01.07.87.

Wobei die 102,3 von ffn anfangs auch nicht gleich in Betrieb war, wenn ich das noch richtig weiß.
Da kam ffn provisorisch aus Hambergen mit 1 kW auf 100,3.

von Manager. - am 18.04.2017 17:46
Zitat

Wobei die 102,3 von ffn anfangs auch nicht gleich in Betrieb war, wenn ich das noch richtig weiß.
Da kam ffn provisorisch aus Hambergen mit 1 kW auf 100,3.


Ja, das müsste so gewesen sein. ffn (Radio FFN) war bis 07/87 nur mit einer Rumpfkette on air. Da waren selbst die 102,4, die 102,8 und die 103,1 aus BS noch nicht dabei...Im Prinzip war der gesamte Regierungsbezirk Braunschweig unversorgt. Naja fast, die 101,9 hat schon einiges so halbwegs mitversorgt. Die kaufkraftstarke Region BS/WOB war jedoch außen vor. ;) Was ich aus dem Gedächtnis nicht mehr weiß: War Dannenberg 102,7 von Anfang an dabei?

von Mc Jack - am 18.04.2017 19:30
Das stimmt nicht so ganz.

Radio ffn startete am 31.12.1986 auf 3 Frequenzen:

100,6 Rosengarten
101,9 Barsinghausen
102,3 Steinkimmen

Es lief kurz vor dem Sendestart eine Schleife, die auf diese drei Frequenzen hingewiesen hat.

Am 31.12.1986 startete auch Radio HH auf 95,0 in Hamburg.

Die 100,3 aus Hambergen wurde ursprünglich von Antenne Niederdachsen genutzt, bevor man die 105,7 in Steinkimmen in Betrieb nahm.

Antenne Niedersachsen startete mit vier Frequenzen:

103,8 Barsinghausen
104,6 Otterndorf
104,9 Aurich
106,9 Braunschweig

Die 103,8 ging aber im Bremer Raum auch damals schon.

von Silverarrow - am 18.04.2017 19:46
Zitat
Mc Jack
Zitat

Wobei die 102,3 von ffn anfangs auch nicht gleich in Betrieb war, wenn ich das noch richtig weiß.
Da kam ffn provisorisch aus Hambergen mit 1 kW auf 100,3.


Ja, das müsste so gewesen sein. ffn (Radio FFN) war bis 07/87 nur mit einer Rumpfkette on air. Da waren selbst die 102,4, die 102,8 und die 103,1 aus BS noch nicht dabei...Im Prinzip war der gesamte Regierungsbezirk Braunschweig unversorgt. Naja fast, die 101,9 hat schon einiges so halbwegs mitversorgt. Die kaufkraftstarke Region BS/WOB war jedoch außen vor. ;) Was ich aus dem Gedächtnis nicht mehr weiß: War Dannenberg 102,7 von Anfang an dabei?


Da muss ich leider teilweise widersprechen, ich habe den Sendestart von FFN am 31.12.1986 über die 102,3 MHz aus Steinkimmen live mitverfolgt. Nach meiner Erinnerung waren alle FFN-Frequenzen im westlichen Niedersachsen ( Steinkimmen, Osnabrück, Lingen, Aurich, d.h. alle Frequenzen mit der alten Verkehrsfunk-Bereichskennung "E") von Beginn an dabei, nicht aber die Frequenzen im östlichen Niedersachsen ( Braunschweig, Torfhaus, Dannenberg, Göttingen usw.). mit Ausnahme der 101,9 MHz aus Barsinghausen ( die hatten die VF-Bereichskennung "D"), die auch in Braunschweig noch gut empfangbar war. Ich habe mal irgendwo gehört, dass der verspätete Start der Standorte im östlichen Niedersachsen mit Einsprüchen seitens der DDR begründet wurde. Kann das jemand bestätigen ?

von Router - am 18.04.2017 19:59
Zitat
Silverarrow
Das stimmt nicht so ganz.

Radio ffn startete am 31.12.1986 auf 3 Frequenzen:

100,6 Rosengarten
101,9 Barsinghausen
102,3 Steinkimmen

Es lief kurz vor dem Sendestart eine Schleife, die auf diese drei Frequenzen hingewiesen hat.

Am 31.12.1986 startete auch Radio HH auf 95,0 in Hamburg.

Die 100,3 aus Hambergen wurde ursprünglich von Antenne Niederdachsen genutzt, bevor man die 105,7 in Steinkimmen in Betrieb nahm.

Antenne Niedersachsen startete mit vier Frequenzen:

103,8 Barsinghausen
104,6 Otterndorf
104,9 Aurich
106,9 Braunschweig

Die 103,8 ging aber im Bremer Raum auch damals schon.


Danke Silverarrow für diese Infos, da hatten wir uns gerade überschnitten...

Auf jeden Fall war die 102,3 MHz aus Steinkimmen vom Start an mit dabei...

von Router - am 18.04.2017 20:07
Zitat
Silverarrow
Die 100,3 aus Hambergen wurde ursprünglich von Antenne Niederdachsen genutzt, bevor man die 105,7 in Steinkimmen in Betrieb nahm.


Ah, danke. Hab ich verwechselt.


Zitat
Mc Jack
Was ich aus dem Gedächtnis nicht mehr weiß: War Dannenberg 102,7 von Anfang an dabei?


Nein, mangels int. Koordinierung.
Rosengarten hatte aus gleichem Grund nur reduzierte Leistung.


Zitat
Silverarrow
Radio ffn startete am 31.12.1986 auf 3 Frequenzen:

100,6 Rosengarten
101,9 Barsinghausen
102,3 Steinkimmen


Und die 101,9 kam noch nicht aus Barsinghausen, sondern provisorisch von der Rodenberger Höhe.


Zitat
Router
Ich habe mal irgendwo gehört, dass der verspätete Start der Standorte im östlichen Niedersachsen mit Einsprüchen seitens der DDR begründet wurde. Kann das jemand bestätigen ?


So ähnlich...
Die neuen Genf 84 Frequenzen waren erst ab 01.07.87 int. koordiniert. Eine vorherige Inbetriebnahme wäre nur mit Zustimmung der betroffenen Nachbarn möglich gewesen. Dies scheiterte aber an der fehlenden Zustimmung seitens der DDR.
Daher fehlten bei ffn zunächst Dannenberg, Visselhövede, Braunschweig, Harz, Göttingen und Hann. Münden. Und Barsinghausen und Rosengarten sendeten nicht mit voller Leistung.
Ähnlich war es auch bei R.SH und Radio Hamburg.

von Manager. - am 18.04.2017 20:09
FFN war wenn ich richtig informiert bin ab dem 23.12.1986 auf 102,3 aus Steinkimmen zu empfangen (Quelle: UKW-Aufschaltungstabelle die ich mal vom Manager - ???? - erhalten habe) und ab dem Sendestart dabei (Quelle: Infobroschüre Tag der offenen Tür Sender Steinkimmen 2006). Irgendwo existieren noch alte Scans und Loglisten, die muss ich dringenst mal sichten. Von der Sendeleistung steht dort nichts.

Aus Hambergen sendete etwa ab Herbst 1990 Antenne Niedersachsen, ich habe ebenfalls 1 kW in Erinnerung. Im Sommer 1991 wurde dann in Steinkimmen Antenne Niedersachsen aufgeschaltet, die Leistung war gering, der Sender war schlecht zu empfangen. Irgendwann wurde die Sendeleistung dann die endgültigen 100 kW erhöht (Quelle: Erinnerungen). Die 100,3 wurde dann abgeschaltet und nach Bremen verlagert.

In der besagten Tabelle ist die Bremer 101,2 vom 6.10.86 bis 8/92 mit 30 kW aufgeführt. Im Herbst 1992 gab es dann auch den Relaunch zu Hitradio Bremen 4 (meiner Meinung nach das beste Format das Radio Bremen jemals auf 101,2 gefahren hat). Zur 100,8 ist vermerkt, dass sie aus dem "Bürgerpark" kam (bis 10.10.2000, über den Standort haben wir hier schon mal diskutiert). Wurde evtl. durch die Standortverlagerung auch die Sendeleistung angepasst? Das Gleiche gilt für die 95,4.

Und: ich sehe gerade einen Eintrag "96,7 Bremerhaven 2 (geplant)" ohne Angaben von Sendeleistungen. Gab es hier mal eine Gleichwelle oder war das nur ein Gedankenspiel)

von Staumelder - am 18.04.2017 20:18
Um letzte Zweifel auszuräumen - Laut diesem Tondokument waren von Beginn an folgende Frequenzen dabei, und man darf wohl davon ausgehen dass diese Testschleife der Realität entspricht (etwa ab der Mitte der Aufnahme):

http://radiovibrations.com/1980s/Radio%20ffn%20Testsendungen

Barsinghausen bei Hannover - 101,9
Rosengarten bei Hamburg - 100,6
Otterndorf bei Cuxhaven - 102,6
Steinkimmen bei Bremen - 102,3
Aurich in Ostfriesland - 103,1
Lingen im Emsland - 101,5
Osnabrück - 103,4

Die Aussage von Router ist also die einzige die tatsächlich zutrifft. Nur Cuxhaven hat er vergessen:


http://radiovibrations.com/1980s/


Der Sendestart von FFN war übrigens erst am 31. Dezember 1986, siehe auch dazu hier:

http://www.ffn-history.de/

Zitat
F.F.N.
ffn-Techniker Jürgen Wiesenhöfer sendet einen ausgedachten Verkehrsservice am 30.12.86 um 14.30 Uhr

...

Die ersten Sendestunden

Am 31. Dezember 1986 um 12 Uhr ging’s dann endlich los: Das Team versammelte sich, starrte auf die Uhr an der Wand, klammerte sich an Sektgläser, rauchte Kette (ja, das waren die 80er…) – Wir waren nervös!!!


Der Sender selbst wird es wohl am besten wissen. Aussagen wonach man bereits Anfang Dezember 86 gestartet ist sind falsch.


Hier in der Prignitz war FFN zunächst nur mit großem Aufwand zu empfangen. Anfang der 90er wurde es dann leichter.

Das hat aber nun alles nichts mehr mit Radio Bremen zu tun.

Gruß Kraus.

von MICHAELKRAUS - am 18.04.2017 20:25
Die Testschleife der DBP über den Sender Aurich (eigene Aufnahme der 103.1 vom 30.12.1986) nannte folgende Frequenzen:
101,9 Barsinghausen
100,6 Rosengarten
102,6 Otterndorf
102,3 Steinkimmen
103,1 Aurich
101,5 Lingen
103,4 Osnabrück

=> "Über diese Sender hören sie ab 31.12.1986 12 Uhr mittags Radio ffn. Während des Testbetriebes werden keine Verkehrsfunk-Signale ausgestrahlt!. Piiiiiiiiep"

Zitat
Jupita
Ich bin mir relativ sicher, den Sendestart von FFN über die 103,1 aus Aurich mitverfolgt zu haben. Ich weiß noch, daß wir kurz vor 12 wie die Wahnsinnigen gekurbelt haben, weil keiner die Frequenz kannte. Und dann gab es die Schleife - juchu - Signal! Und ab 12 dann Jörg-Christian Petershofen.


Ich habe ihn ebenfalls mitverfolgt und bestitzen auch noch einen eigenen Mitschnitt vom Start um 12 Uhr. Die erste Ansage kam aber von Torsten Römling (k.A., ob richtig geschrieben), der erste Titel dann von den Bangles.

Nochmal zum eigentlichen Thema: Vorsicht mit den Angaben aus WRTHs von vor 1994 zu Deutschland. Bis dahin hatten sich SEHR viele Fehler (u.a. diese 96.3) angesammelt, die Jahr für Jahr reproduziert wurden. Andy Sennitt hat mir damals daraufhin die Korrekturbögen zum Deutschlandteil des WRTH zugesandt, die Korrekturen sind dann in spätere Ausgaben eingeflossen. Den ersten Abgabetermin hatte ich, soweit ich mich erinnere, verpasst...
Die Ausgaben 1995 bis 1997 des WRTH sind sehr realitätsnah, die Ausgaben ab 1998 bis ??? dagegen waren im Grunde genommen nur ein Reprint der 1997er Ausgabe, so daß ich auch erst 2007 wieder ein neues WRTH erwarb...

von iro - am 19.04.2017 17:32
Hallo,
Ich weiss aus erster Hand (W-Verwandschaft 3. Grades arbeitet in der Diepenau), das die Umstellung noch in der ersten Augusthälfte (konkret noch vor dem 15.8.) von statten gehen wird. Das ist zumindest der aktuelle Stand der laufenden Planungen. Es gibt eine anvisierte Dead Line zum "Re-Launch". Den genauen Termin und die Infos zum neuen Programmablauf usw. wird zeitnah (spätestens Anfang August) von Radiobremen bekannt gegeben. Das Logo gibt es ja schon.

Das solche Programm-Änderungen gerne an einem Monatsersten oder gerne an einem Montag (am liebsten aber an einem Montag, dem 1. eines Monats) durchgeführt werden, hat die Erfahrung der letzten Jahre gezeigt. Die Aussage "Anfang August wissen wir mehr" bezog sich auf die Bekanntgabe des Termins mit allen Details, dieser wird etwa 2 Wochen danach sein.

Also entweder kann man mal beim Sender anrufen und nachfragen wie weit man ist oder überraschen lassen von den "Fakten" und bitte nicht hinterher erstaunt tun und sagen, man hätte ja vorher von nichts gewusst. Nach Mitte August wird es, wie bereits geschrieben kein NordWest Radio mehr geben!

Gruß aus der Prignitz

Kraus.

von MICHAELKRAUS - am 24.04.2017 19:52
Zitat
Nordlicht2
Zitat
Jens1978
Zitat

Ein Privatsender erwägt wegen des Tauschs Klage, weil er dadurch einen Nachteil sieht.

Könnte an sich ja fast nur Energy sein, ffn denke ich nicht. Aber gerade Energy muss sich ja nun gar nicht aufregen, das Bremer Energy-Programm wird über eine Oldenburger Frequenz (103,5) ja sogar direkt im Nachbarbundesland ausgestrahlt.


Wieso Energy? In dessen Versorgungsgebiet hat sich doch durch den Frequenzwechsel gar nichts geändert, dort ging Next vorher auch schon. Bei ffn in Niedersachsen sieht das ganz anders aus, da wildert nun ein RB Programm rum welches ganz anders als das vorherige Kulturprogramm, doch spuerbar Hoerer von ffn abziehen koennte.


Radio FFN prüft Klage wegen UKW-Frequenztausch bei Radio Bremen

Der niedersächsische Privatsender Radio FFN prüft eine Klage gegen Radio Bremen wegen dessen UKW-„Frequenztausch“ zwischen dem interkulturellen Hörfunkprogramm Cosmo und dem Jugendprogramm Bremen Next. Das erklärte eine Sprecherin von Radio FFN auf MK-Nachfrage, ohne sich aber näher zur laufenden Prüfung äußern zu wollen. Anscheinend stellt Radio FFN in Frage, ob der Frequenztausch auf Basis der Vorgaben des Radio-Bremen-Gesetzes und des Rundfunkstaatsvertrags zulässig ist. Radio FFN (Sitz: Hannover) ist über eine Vermarktungskooperation auch mit dem Privatradio Energy Bremen verbunden. Außerdem will das Unternehmen ‘Funk und Fernsehen Nordwestdeutschland’, das Radio FFN betreibt, in der näheren Zukunft in Bremen über UKW das Schlagerprogramm Radio Roland starten. Ende 2016 hatte Radio Roland von der Bremischen Landesmedienanstalt (Brema) die entsprechende Lizenz erhalten.

Der Frequenzwechsel von Cosmo und Bremen Next war von Radio Bremen erst am Tag der Umstellung am 3. Februar bekanntgegeben worden. Radio Bremen hatte an diesem Tag die bis dato von Cosmo genutzte reichweitenstarke UKW-Frequenz 96,7 MHz an Bremen Next gegeben. Seitdem ist Bremen Next nicht nur in Bremen, sondern auch Teilen Niedersachsens zu empfangen, in westlichen Landesteilen bis Cuxhaven und Wilhelmshaven und im Osten bis Soltau und Nienburg.

Programm für das Land Bremen

Das Jugendprogramm Bremen Next, das im August 2016 gestartet wurde (vgl. MK-Artikel), war bis Anfang Februar 2017 über die UKW-Frequenz 95,6 MHz nur im Bremer Stadtgebiet zu hören. Diese Frequenz erhielt dann das Programm Cosmo, das bis Ende 2016 unter dem Namen Funkhaus Europa ausgestrahlt wurde. Cosmo wird federführend vom Westdeutschen Rundfunk (WDR) in Kooperation mit Radio Bremen betrieben; der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) liefert Sendungen für Cosmo zu. Über UKW wird Cosmo in Nordrhein-Westfalen, Bremen, Berlin und Brandenburg ausgestrahlt.

Radio-Bremen-Intendant Jan Metzger erklärte, beim Frequenztausch zwischen Cosmo und Bremen Next habe man sich rechtskonform verhalten. Die Rundfunkanstalt sprach von „der Optimierung der UKW-Frequenzen“, um „eine möglichst optimale analoge Empfangbarkeit der Radio-Bremen-Programme zu gewährleisten“. Zur Begründung für den Frequenztausch verwies die Sendeanstalt darauf, dass deren gesetzgeberischer Auftrag laut dem Radio-Bremen-Gesetz in erster Linie darin bestehe, Programm für das Land Bremen zu machen. Radio-Bremen-Programmdirektor Jan Weyrauch erklärte, bei Cosmo könne man „schlecht Themen setzen, die nur für unsere Region relevant sind“ (vgl. MK-Meldung).

Der Frequenztausch ist Intendant Metzger zufolge absichtlich von Radio Bremen erst kurzfristig bekannt gegeben worden. „So wollten wir verhindern, dass ein öffentlicher Druck erzeugt wird“, erklärte Metzger am 16. März im Rundfunkrat des Senders, wie die Bremer Tageszeitung „Weser-Kurier“ berichtete. Beim Bremer Rat für Integration stießen der Frequenztausch und die damit einhergehende Verschlechterung des UKW-Empfangs von Cosmo auf deutliche Kritik. Der Rat forderte Radio Bremen auf, die Entscheidung zu revidieren.


Quelle: medienkorrespondenz.de

von Dr. Antenne - am 05.06.2017 12:39
Da werden sie kaum eine Chance haben, denn ich wüßte nicht, wo festgelegt wäre, welche UKW-Frequenzen mit welchen RB-Wellen zu bespielen wäre. Es sei denn, man fechtet generell die UKW-Verbreitung von Bremen next an, aber da hätte man eher aktiv werden müssen.

Witzig finde ich freilich aber auch, wenn man seitens RB von "Themen setzen, die nur für unsere Region relevant sind" spricht. Welche Themen meint man denn heute auf den weitgehend entworteten Jugendwellen? Da gibt es doch seit Jahren schon nichts mehr von Relevanz weil die, die von Berufs wegen "Jugendmedien" gestalten, offenbar davon ausgehen, daß alle jungen Leute Vollpfosten sind, die nur blöd herumblöken und sich möglichst auffällig benehmen.

von Chris_BLN - am 05.06.2017 13:24
Anstatt mit guter Qualität zu überzeugen und so die Hörer auf natürlichem Wege wieder dem Programm ffn zuzuführen, wird Energie mit der Bekämpfung der Konkurrenz verbraten. So ein Vorgehen ist doch krank und zeigt auf, wie es tatsächlich in vielen Dingen steht. Demnach hoffe ich auch, dass sich nix an dem Frequenzwechsel ändern wird.

Und der "Bremer Rat für Integration" soll sich mal lieber um Sachen kümmern, die seinem Namen gerecht werden, da hat er bestimmt genug zu tun.

Was das "Themen setzen, die nur für unsere Region relevant sind" angeht: Zum Beispiel Veranstaltungshinweise. Die dürften bei Comso ja eher auf NRW, Berlin und dann Bremen bezogen sein.

von Jens1978 - am 05.06.2017 14:23
Zitat
Jens 1978
auf natürlichem Wege wieder dem Programm ffn zuzuführen

Es geht gar nicht direkt um ffn, sondern vor allem um Energy HB als direkte Konkurrenz von next.
ffn ist an Energy HB beteiligt.
Zitat

Es sei denn, man fechtet generell die UKW-Verbreitung von Bremen next an, aber da hätte man eher aktiv werden müssen.
Da liegt der Hase im Pfeffer. Und verjährt ist das noch nicht. M.E. ist die Verbreitung von next auf UKW 95.6 bereits illegal gewesen gemäß RB-Gesetz. Das ist ein Rechenspiel mit Startzeitpunkten. RB sieht das anders. In dem Fall wäre dann allerdings die Verbreitung von FHE/Cosmo auf UKW ab dem Zeitpunkt illegal gewesen, wo man feststellte, daß man dieses Programm ja gar nicht "veranstaltet". Und die aktuelle Ausstrahlung con Cosmo über die schwächeren Frequenzen natürlich auch.

von iro - am 06.06.2017 07:47
Zitat
Dr. Antenne
Zur Begründung für den Frequenztausch verwies die Sendeanstalt darauf, dass deren gesetzgeberischer Auftrag laut dem Radio-Bremen-Gesetz in erster Linie darin bestehe, Programm für das Land Bremen zu machen. Radio-Bremen-Programmdirektor Jan Weyrauch erklärte, bei Cosmo könne man „schlecht Themen setzen, die nur für unsere Region relevant sind“ (vgl. MK-Meldung).
Quelle: medienkorrespondenz.de


Das ist ne Logik. Damit bekommt eine moegliche ffn Klage sogar Aussicht auf Erfolg. Man kann doch nicht die ueberregionale Aufschaltung des nur fuer Bremer Themen zustaendigen Programmes und die ueberregionale Abschaltung des nicht nur fuer Bremen zustaendigen Programmes, damit begruenden, dass der Gesetzgeber genau das Gegenteil fordert, von dem was man nun gemacht hat.

von Nordlicht2 - am 06.06.2017 10:51
Zitat
iro
Es wird vor allem darum gehen:
- ab wann gilt FHE nicht mehr als "veranstaltetes" Programm (wodurch ein erlaubtes UKW-Programm "frei" würde, in dessen Lücke dann next einspringen könnte)
- seit wann gilt "next" als Programm und nicht mehr als Webchannel von RB4, der auch auf DAB+ lief
- zählt diese Vorgeschichte von "next" mit und kann next als Digitalprogramm gezählt werden (dann dürfte es gemäß Gesetz nicht auf UKW wechseln) oder beginnt die Geschichte von next neu mit dem UKW-Start im August 2016.


Die Angelegenheit wurde vor ein Monaten in einem anderen Forumsbereich durchdekliniert, und hier steht eine Art Zusammenfassung ( hauptsächlich ab "Also könnte eine in Zukunft allgemein akzeptierte Theorie wie folgt formuliert werden:" ).

von pro_dabby - am 06.06.2017 11:35
Energy wird aus Hannover mit Playlisten und der Verpackung (Promos) versorgt. In Bremen wird "nur" gefahren und moderiert. Ich habe den Sender vor 2-3 Jahren regelmäßig gehört und fand ihn für norddeutsche Verhältnisse gar nicht mal schlecht. Jetzt höre ich nur noch selten und kurz rein, klingt aber dudeliger und braver. Was spricht gegen ffNEXT? Innovatives Zeug in die Playlist und rotzfrech moderieren (z.B. mal komplett ohne Claims, macht NEXT gefühlt auch) und fertig ist die Laube. Energy ist doch eh nur ein Abschreibe- und Prestigeobjekt für ffn. Ich wünsche mir, dass ffn ein dickes Eigentor kassiert. Im Gegenzug könnte ffn neben einem Energy-Relaunch noch junge Programme auf DAB aufschalten. Für Bremen wurde ja ein Mux ausgeschrieben. Aber erstmal klagen statt machen. Typisch Deutschland. Leider.

von Staumelder - am 07.06.2017 20:08
Zitat
iro
- seit wann gilt "next" als Programm und nicht mehr als Webchannel von RB4, der auch auf DAB+ lief


Durch Wiederholung wird es nicht besser. Wie sollte etwas, das auf DAB+ läuft, ein Webchannel sein?! Zumal es sogar vorher schon Rundfunk war (Rundfunkdefinition hatte sich 2009 um den Dreh geändert). Wobei natürlich für ausschließlich im Internet verbreitete Hörfunkprogramme teilweise die gleichen Bestimmungen wie für Telemedien gelten. Wenn es aber nicht mehr ausschließlich im Internet verbreitet wird, ist es nur noch ein Hörfunkprogramm, nicht wahr? Links zu den amtlich veröffentlichten Listen, in denen "Bremen Next" als zusätzlich beauftragtes digitales terrestrisches Hörfunkprogramm nach § 11 c Abs. 2 Satz 2 RStV bezeichnet wurde, hatte ich gepostet.

Zitat
iro
- zählt diese Vorgeschichte von "next" mit und kann next als Digitalprogramm gezählt werden (dann dürfte es gemäß Gesetz nicht auf UKW wechseln)


Das ist nicht korrekt. Im allgemeinen stimmt das, aber getauscht werden darf; das geht klar aus dem Rundfunkstaatsvertrag und den amtlichen Begründungen dazu hervor. Dafür ist es auch nicht erforderlich, daß das, was im Zuge des Austausches wegfallen würde, überhaupt noch besteht (sonst würde sich die Programmzahlobergrenze verringern, und das ist ausdrücklich nicht vorgesehen). Nach Radio-Bremen-Auffassung ist ja Bremen Next – das lineare Hörfunkangebot – an die Stelle eines Radio-Bremen-Funkhaus-Europa getreten, das es bereits nicht mehr gab, so daß Radio Bremen also nur noch drei statt vorher vier terrestrische Hörfunkprogramme hatte und das zusätzlich beauftragte digitale terrestrische. Im übrigen sind wir ja anscheinend einer Meinung.

Bei Funkhaus Europa, jetzt Cosmo, kommt das Tagesprogramm am Wochenende von Radio Bremen, aber die Musikauswahl wird vom WDR festgelegt, die Nachrichten kommen vom WDR, der WDR bezahlt auch, soweit ich weiß, so stand es jedenfalls mal in einem Entwicklungsbericht von Radio Bremen. Radio Bremen sagt also, man sei nur noch Auftragsproduzent, habe keine eigene inhaltliche Verantwortung mehr für das Programm (müßten sie zumindest sagen, wenn man anderes Gesagte ernst nimmt) und würde es lediglich weiterverbreiten (die Grundlagen dafür im Radio-Bremen-Gesetz muß man auch mit der Lupe suchen und großzügig interpretieren). An anderer Stelle sieht es aber so aus, als würde sich Radio Bremen das Programm sehr wohl zurechnen lassen wollen und das Wochenendprogramm in eigener Verantwortung abseits von Musik und Nachrichten zur Optimierung des eigenen Gesamtangebots veranstaltermäßig fortentwickeln. Nun denn, man wird sehen. Letztlich könnte Radio Bremen auch ein Programm mehr veranstalten, wenn bei einer anderen Landesrundfunkanstalt ein Programm weggefallen wäre. Beliebig abstruse Theorien dazu hatte ich aufgelistet. http://radioforum.foren.mysnip.de/read.php?15515,1373179,1400077#msg-1400077

Eine Klage könnte am Ende dazu führen, daß Cosmo die UKW-Frequenzen im Bundesland Bremen verlassen muß, mehr nicht. Next wird so oder so bleiben. Cosmo wäre dann das zusätzlich beauftragte digitale terrestrische Hörfunkprogramm, das im Radio-Bremen-Gesetz vorgesehen ist.

Ich warte übrigens auf die nächste Auflistung der Hörfunkprogramme. Die für dieses Jahr ist immer noch nicht veröffentlicht worden.

von Michel OS - am 30.06.2017 04:08
Zitat
MICHAELKRAUS
Richtig. Am 12. 8. erfolgt die Namensänderungen. Dass ist aber seit April bekannt.
Dieser Schritt wird auch mit einigen Programmänderungen verbunden sein.


Zumindest Nachrichten von Anfang Juni habe ich jetzt auch gefunden. Ich dachte, das hier sei noch letzter Stand: http://radioforum.foren.mysnip.de/read.php?8773,1413145,1418341#msg-1418341.


Zitat
MICHAELKRAUS
Viel interessanter ist doch aber dass RB Next, seitdem auf UKW, Werbung ausstrahlt!
Das ist wohl den meisten unbemerkt geblieben? Und ob das so rechtlich ganz einwandfrei ist?
Daher wird man dieses Programm sicher auf UKW belassen und nicht wieder auf DAB abschieben.


Ich hatte es vorsichtig einzuwerfen versucht. http://radioforum.foren.mysnip.de/read.php?8773,1406479,1407209#msg-1407209

Werbezeit ist auch 2016 schon vermarktet worden, Spots habe ich aber, vielleicht durch Zufall, nicht gehört. Der Landesgesetzgeber hat Radio Bremen anscheinend keinerlei Beschränkung bei der Hörfunkwerbung auferlegt, also wird wohl diesbezüglich alles "einwandfrei" sein. Es gelten die allgemeinen Beschränkungen des Rundfunkstaatsvertrages.

Den aktuellen Vermarktungsflyer gibt es hier: http://www.ndrb.de/fileadmin/user_upload/bremen-next/Bremen_Next_Flyer_A5_quer_02.17_WEB.pdf.

von Michel OS - am 30.06.2017 17:14
Zitat
MICHAELKRAUS
Irgendwie klar dass das den Privaten Mitbewerbern, die ja allein von der Werbung leben müssen nicht schmeckt, oder? Wenn sich der gebührengefütterte Vogelstrauß noch frech am Topf bedient und für die Spatzen weniger übrig bleibt. Wen kann man das verübeln ? Das der Kunde lieber auf dem besser empfangbaren Sender Werbung macht (größere Reichweite) liegt wohl auf der Hand. Auch wenn man bestimmte (Private) Programme nicht mag so gäbe ich zu bedenken: Es sind hiervon auch Arbeitsplätze betroffen!


Gruß a.d.Prignitz

Kraus


Bieten die armen Privaten denn ein Kulturpogramm oder eins mit Hiphop und Drum&Bass an? Warum nicht?

von Japhi - am 02.07.2017 18:04
An "Major Promo" Aktionen verdient der Sender aber nichts! Vielleicht sollte das auch mal erklärt werden:

Werbung: Unternehmen bucht Spots oder Image Kampagne, bezahlt dafür viel Geld an Sender.
Vorteil für das Unternehmen: Spots laufen zu möglichst guter Zeit (zb als erster im Block) und erreicht viele Leute innerhalb der Werbung.
Gegenleistung: Sender strahlt gebuchte Spots oder Image Kampagne zu vereinbarter Zeit aus. Mehr nicht.
Vorteil für Sender: Werbeblöck sind gut gefüllt, gute Außenwirkung für andere mögliche Kunden, Geldeinnahmen!!

PP oder "Schleichwerbung": Unternehmen bittet Sender Produkt Infos in Red. Inhalte einfliessen zu lassen.
Vorteil für Unternehmen: Produkt wird innerhalb redaktioneller Themen beworben, viele Leute hören das.
Gegenleistung: Für den Sender (Mitarbeiter und / oder Hörer) springen Aktionen oder Geschenke heraus.
Das Unternehmen "bezahlt" also nicht mit Geld sondern mit Sachleistung oder bietet Gegenleistung an.
Vorteil für Sender: Große Aktion, Hörerbindung, spricht sich herum, Füllmaterial für Facebook, Beiträge usw.

PR oder "Deals": Dritte machen Red. Inhalte (Beitrag, Interview, Tel. usw.) über Unternehmen.
Vorteil für Unternehmen: Produkt wird innerhalb redaktioneller Themen beworben, viele Leute hören das.
Gegenleistung: Keine! Das Unternehmen bezahlt diese Dienstleistung direkt beim Produzenten (Dritter).
Für den Sender springen vll. nette kleine Geschenke heraus oder eine Testfahrt mit einem neuen Auto usw.
Für den Sender ist das PR Angebot kostenlos, weil es damit seine Stunden füllen und Wortanteil erhöhen kann.
Vorteil für Sender: Man braucht weniger Pesonal was "echte" Red Beiträge machen muss, füllt damit das Programm.

An den Gewinnspielen verdient nur der Telefonanbieter. Teure kostenpflichtige NUmmern mit Abrechnung nach Minuten oder Einheiten sind längst verboten worden! Zb. die 01805 Nummern. Die meisten Sender haben längst 0800 (kostenfreie) Servicenummern für Gewinnspiele, Verkehrsmledungen, Stau Blitzer etc. Diese Gewinnspiele sind nur ein Mitmach-Instrument um die Hörer zu mobilisieren, damit diese darüber sprechen. Es wird kein Hörer gezwungen dort mitzumachen!

Wie gesagt entfernte West-Verwandtschaft arbeitet in diesem Sektor! Der Sender kann seine Leute (Personal) egal ob fest Angestellte oder auf Hornorarbasis aber nur mit Geld entlohnen und nicht mit Sachleistungen oder irgendwelchen Promo Aktionen. Die haben auch einen Vertrag und müssen davon Leben können und am Monatsende ihre Miete zahlen. Auch wenn vll. jeder einen Kasten Veltins mit nach Hause nehmen kann. Davon kann aber keiner Leben! Einzige Einnahmequelle beim Privaten Radio und TV sind daher die Werbegelder.

Der staatliche Rundfunk bekommt statt dessen Rundfunkgebühren, die jeder Mann / Frau zahlen muss - ob er nur Privat hört oder vll. gar nicht.
Diese werden von einer Art Behörde steuerähnlich eingetrieben, bei Nichtzahlung erfolgen straf- / zivielrechtliche Schritte!
Diese Beiträge (früher GEZ heute ARD-ZDF-DLR Geb Serbice) sind auf Sicht von 20 Jahren stetig und konstant angestiegen.
Und trotzdem meinen BR, SWR usw. noch zusätzlich Werbung schalten zu müssen die keinen Mehrwert für die Hörer bringt,
aber gleichzeitig dafür sorgt, dass diese Programme sich in einen (falschen) Wettbewerb zu privaten Anbietern stellen und
somit einem Quotendruck ausgesetzt sind. Die Privaten haben weniger einnahmen, das Programm wird flacher usw.

Dass ist eine logische Konsequenz. Ich möchte nicht den privaten Blödelfunk verteidigen,
aber Fakt ist: Ohne Werbung in den ARD / ZDF Programmen wären beide anspruchsvoller, sowohl
die Privaten Anbieter und vor allem müssten NDR; MDR usw. nicht nach der Quote schielen.

Dass vill. nur zur Erklärung weil manche offenbar nicht den Unterschied zwischen Werbeeinahmen (Bargeld, mit Rechnung)
und Sachspenden oder Freundschaftspreisen / Deals kennen!



L. G. aus Perleberg

M.- Kraus

von MICHAELKRAUS - am 03.07.2017 11:01
Zitat
sup2
Ich glaube nicht, das diese Kulturwellen auch nur einen einzigen Hörer generieren. Die MA zeigte das bislang eindeutig.


Dass Klassik- und Kultur-/Wortprogramme nicht so viele Hörer wie jeder Dudelfunk haben wird, ist klar. Das war schon immer so und liegt in der Natur der Sache. Die Blöd-Zeitung hat auch nach wie vor die größte Auflage der Tageszeitungen - was aber nicht für ihre Qualität spricht.
Das Nordwestradio ist aber auch schon lange kein "Kulturprogramm" mehr.

Zitat
sup2
Die 88,3 (95,4) gehört an einen RB-Schlager-Dudler oder so.
Nach Vorbild von NDR-Plus, nur eben richtig.


Dass deutscher Schlager bei Radio Bremen gar nicht mehr stattfindet, finde ich in der Tat nicht gut, aber eine weiteres Dudelprogramm wie es Bremen Eins oder Bremen Vier sind, ist das letzte, was der öffentlich-rechtliche Rundfunk braucht. Radio Bremen bietet mit dem Nordwestradio ein vielfältiges öffentlich-rechtliches Programm. Sicherlich nicht wie Bayern 2 oder WDR 5, aber Tages- und Abend-/Wochenendprogramm ergänzen sich ganz gut - vor allem mit dem wenigen Geld, das Radio Bremen zur Verfügung steht.

von DigiAndi - am 05.07.2017 13:47
Zitat
DigiAndi
Zitat
sup2
Ich glaube nicht, das diese Kulturwellen auch nur einen einzigen Hörer generieren. Die MA zeigte das bislang eindeutig.


Dass Klassik- und Kultur-/Wortprogramme nicht so viele Hörer wie jeder Dudelfunk haben wird, ist klar. Das war schon immer so und liegt in der Natur der Sache. Die Blöd-Zeitung hat auch nach wie vor die größte Auflage der Tageszeitungen - was aber nicht für ihre Qualität spricht.
Das Nordwestradio ist aber auch schon lange kein "Kulturprogramm" mehr.

Absolute Zustimmung. Die Klassik-, Kultur- und Wortprogramme sind, genau aus diesem Grund, ja auch Kernkompetenz des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, weil dieser auch Programme produzieren kann und soll, die sich privatwirtschaftlich nicht rechnen würden, aber trotzdem gesellschaftlich notwendig sind.

Das nordwestradio erinnert tagsüber sehr an radioeins vom rbb, aber mit leichter Tendenz zu Deutschlandfunk Kultur. So ein Mittelding, aber sehr gut hörbar. Sowohl als Einschalt- als auch Begleitprogramm. radio bremen schafft hier m. E. den Spagat ziemlich perfekt.
Zitat
sup2
Die 88,3 (95,4) gehört an einen RB-Schlager-Dudler oder so.
Nach Vorbild von NDR-Plus, nur eben richtig.

Schlagergedudel kann man auch in Bremen auf DAB+ vom NDR schon empfangen. radio bremen könnte - sofern die rechtlichen und technischen Gegebenheiten es zulassen - NDR Plus noch in seinen eigenen Muxx mit aufnehmen, wenn man den Schlagerhörern einen Gefallen tun will.

von Sebastian Dohrmann - am 05.07.2017 14:09
Ja, beim aktuellen mithören (läuft grad in der Küche) muss ich die Einschränkung auf deutschsprachig auflösen. Die englischsprachigen Singer/Songwriter sind genauso unerträglich!
Aber Joe Jackson kurz davor war schon ganz OK.
Und ein weiterer Vorteil gegenüber Nova: lokale Nachrichten, örtliches Wetter und ja, Verkehr kann man auch in manchen Fällen brauchen. Den gibt es bei Nova gar nicht - ich vermisse ihn dort aber auch nicht - wer braucht schon bundeweite Verkehrsmeldungen...

Zitat
rolling stone
Irgendwo muss der Sondermüll soch hin, oder?
In die Tonne? :rolleyes:

von iro - am 12.08.2017 14:32
So ganz ist die Umstellung wohl noch nicht abgeschlossen.
Gegen 11:30 lief heute ein Hinweis auf das ARD Radiofestival, bei dem es am Ende hieß "Nordwestradio...alles gute für die Ohren", direkt gefolgt vom "Bremen 2 Verkehr". Das ist schon ziemlich skuril.

Und auch im Web Radio stehen sich die Logos von Nordwestradio und Bremen 2 direkt gegenüber, nähmlich immer dann wenn gerade kein Bild eines Moderators angezeigt wird / werden kann.

[attachment 9754 RB2Nordwest.JPG]



Gruß aus der Prignitz

M.Kraus

von MICHAELKRAUS - am 16.08.2017 11:27
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