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Erster Beitrag:
vor 4 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 3 Monaten, 3 Wochen
Beteiligte Autoren:
andimik, Studio Leipzig, Wolfgang R, w_weinmann, Chris_BLN, Zintus, DLR-Fan Sachsen-Anhalt, Kay B

Höhere LOF als 10,6 GHz - Unicable als Alternative?

Startbeitrag von andimik am 19.04.2017 13:12

Nachdem mein E4000 rtl_sdr Stick ab 2 GHz nicht mehr das schafft, wollte ich fragen, ob es LNBs gibt, die eine höhere LOF als 10,6 GHz haben? Bzw. ob jemanden bekannt ist, ob sich ein LNB modifizieren lässt.

Als Alternative scheint Unicable zu sein, damit wäre die ZF viel tiefer. Aber ich möchte nur die schmalbandigen Transponder zum Stick weiterleiten, geht das dann überhaupt, wenn der Receiver eigentlich nichts locken kann?

Antworten:

Vielleicht sind noch ältere LNBs mit 10,75 LOF GHz irgendwo erhältlich.

von DLR-Fan Sachsen-Anhalt - am 19.04.2017 13:46
Alte LNBs für Kopernikus und Télécom hatten eine LOF von 11,45 GHz.

LNBs, die noch ohne PLL arbeiten, haben einen Keramikschwinger in einem Resonanzraum als Oszillator. Über eine Schraube, die in den Resonanzraum rein- bzw. rausgedreht wird, kann man die Oszillatorfrequenz etwas verändern.

von Kay B - am 19.04.2017 13:56
Hallo,

da gab es doch mal diese "Astra 1D Extender"...+/- 250 MHz wenn ich mich recht entsinne..

MfG

Studio Leipzig

von Studio Leipzig - am 19.04.2017 15:43
Bei den alten LNBs mit "Keramikpille" kann man vorsichtig etwas von dem Keramikmaterial abschleifen, um den Oszillator auf einer höheren Frequenz schwingen zu lassen. Versuch macht kluch.

von Zintus - am 19.04.2017 21:15
Tja, ich brauch aber ein aktuelles LNB mit geringem Rauschmaß.

Kann denn niemand was zu Unicable sagen, ob das so funktioniert, dass 36 MHz (egal, ob ein Träger oder mehrere vorhanden sind) einfach auf die einzelnen Ports umgesetzt werden?

von andimik - am 19.04.2017 23:31
Unicable sollte, so korrekt angesteuert, jeden 36 MHz breiten Bereich auf das gewählte Userband umsetzen können. Zumindest, wenn ich das korrekt verstanden habe. Falls Du im Digitalfernsehen-Forum zugegen sein solltest (ich schaue da jetzt nicht nach), der User "Klaus am See" kennt sich bestens mit Unicable aus. Allerbestens. Vielleicht mal direkt fragen.

Es muss halt eine entsprechende Ansteuerung her, die das LNB zum entsprechenden Routen veranlasst.

Was es auch noch gibt: LNBs mit statischer Ausgangsbelegung: man wählt 32 Transponder aus und setzt sie statisch auf Frequenzen für den Receiver um. Braucht halt leider bloß noch das Programmiergerät dazu. Damit sollte man sowas auch hinbekommen, zumal sich zumindest bei den Indoor-Lösungen (Kästchen mit 4 LNB-Zuleitungen, Kästchen setzt dann 32 Transponder auf programmierbare Festfrequenzen um, also Minikopfstelle für Sat-ZF) auch die Bandbreite der Transponder einstellen läßt. Siehe z.B. http://durasat.de/unicable/programmierbarer-unicable-i-ii-schalter-dpc-32-k.html

Gebastelt habe ich mit so etwas aber nie, ich kann also nur theoretischen Input geben.

von Chris_BLN - am 20.04.2017 12:04
Zitat
andimik
Als Alternative scheint Unicable zu sein, damit wäre die ZF viel tiefer. Aber ich möchte nur die schmalbandigen Transponder zum Stick weiterleiten, geht das dann überhaupt, wenn der Receiver eigentlich nichts locken kann?


Lock wird nicht dein Problem sein.

Die Problematik sehe ich darin, einem handelsueblichen Receiver mit SatSCR-Implementierung erst mal Settings unterzujubeln, dass er auf diese Frequenz auch abstimmen moechte.Geht vielleicht aber ganz normal ueber den manuellen Suchlauf des "Steuerreceivers" - Daten eingeben, Suchlauf starten - Schwupp, ist der Transponder im UB des Receivers.

Bei Linux-Boxen sehe ich da weniger ein Problem, setzt aber Kentnisse in Bearbeitung diverser XML-Dateien voraus - meine sind bei DboxII Neutrino stehen geblieben.


Ansonsten ist SatSCR / Unicable einfach nur Diseqc mit ein paar mehr Befehlsrunden. Receiver fordert fuer sein UB was an, LNB setzt um. Ist ein uni-direktionales Protokoll, deshalb ist Doppelvergabe des UB bei normalen Dosen ohne Schutz auch so fatal - ein Receiver schnappt dem anderen das Band weg. Und das, wenn der Tatort Sonntags um 20:15 laeuft...

CHESS ist der Nachfolger und sogar Open Source...da sollte man ggf. sogar was fuer die direkte Ansteuerung per PC "bauen" koennen. Wir hier schon erwaehnt bist du bei KlausAmSee an der richtigen Adresse fuer Detailfragen.

Wolfgang

von Wolfgang R - am 21.04.2017 11:43
Naja, das was der Receiver (in meinem Fall ein Kathrein UFS910) bekommt, brauch ich auch am Antennenausgang, damit der Stick damit was anfangen kann

von andimik - am 21.04.2017 13:11
Darf man Fragen was du eigentlich mit dem rtl_stick vorhast?

von w_weinmann - am 22.04.2017 20:00
Ich kann jetzt schon Antenne Bayern und Deutschlandfunk mit dem Stick dekodieren, aber nur deswegen, weil das noch in FEC 1/2 ist. Für Radio Osttirol ist es leider zu schwach, ich vermute, wegen der ZF von 2040 MHz.

Daher will ich die Eingangsfrequenz nach unten bringen, damit der Rtl_sdr Stick sich leichter tut.

Mein Ziel sind die beiden DAB Pakete auf 23,5 Grad.

von andimik - am 23.04.2017 01:08
In Australien gab es 11,3 GHz LNBs

http://goughlui.com/2013/11/10/rtl-sdr-a-tool-for-visualizing-broadcast-satellite-signals/

von andimik - am 26.04.2017 05:26
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