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SD-Abschaltung via Astra 19,2°Ost

Startbeitrag von transponder am 30.04.2017 12:03

Die Planungen für ein gemeinsames Abschaltdatum der öffentlich-rechtlichen und privaten SD-Sender via Astra haben laut ZDF-Produktionsdirektor begonnen.

Zu diesem Zweck wurde eine Arbeitsgruppe bei der Landesmedienanstalt Hamburg / Schleswig-Holstein eingerichtet, die den geordneten Wechsel und den geeigneten Zeitpunkt finden soll. Diese Gruppe arbeitet mit dem Segen des Bundeskartellamtes.

Die RTL-Mediengrupppe erkärte zu einer möglichen SD-Abschaltung ihrer Sender: "Nicht 2020 und auch nicht danach". Verständlich, da laut den Zahlen aktuell nur 17% aller HD Satelliten-Haushalte ein Abo bei HD+ abgeschlossen hätten, über 80% begnügen sich mit der SD-Version der privaten Programme. Da würden bei einer schnellen SD-Abschaltung die Werbeeinnahmen doch gewaltig zurückgehen.

Die KEF will bekanntlich eine Abschaltung der öffentlich-rechtlichen SD-Programme bis 2019. Der Produktionsdirektor des ZDF schätzt die Anzahl der SD-Haushalte 2019 auf 3,5 Millionen, was einen Anteil von 20 - 30 % an allen Sat-Haushalten entspricht. Er plädiert daher für ein Abschaltdatum 2021.

https://www.golem.de/news/sd-analogabschaltung-kommt-auch-bei-satellitenfernsehen-1704-127569.html

Die 50 interessantesten Antworten:

Die Aussagen sind doch interessant und heißen:

- die Vereinbarung zwischen Kartellamt und Sender ist praktisch hinfällig geworden. Die Privaten werden völlig freiwillig die SD Verbreitung noch sehr lange Zeit fortsetzen. Deutlich über 2023 hinaus.
Für sie ist der Zustand derzeit das beste aus beiden Welten: man hat die Zusatzeinnahmen via HD+, und kann sich mit SD die technische Reichweite, die für die Werbung nötig ist, erhalten. Es besteht für sie daher kein dringender Grund, am Status Quo etwas zu ändern. Die Transponder für SD zahlt man aus der Portokasse.

- es bahnt sich ein Konflikt zwischen ARD/ZDF und der KEF an. Das typische Geschwurbel von Bereczky zeigt das zu deutlich. Die KEF will bis 2019/2020 raus aus SD bei ARD/ZDF. ARD/ZDF wollen aber nicht SD einstellen, solange die Privaten in SD senden - aus Wettbewerbsgründen.
Also sucht Bereczky schon jetzt nach fadenscheinigen Ausreden, warum man SD nach 2019 weiter senden muss:
"Gegen eine SD-Abschaltung für Nutzer von Satellitenfernsehen im Jahr 2019 spreche zudem, dass im gleichen Jahr die DVB-T2-HD-Einführung abgeschlossen werde und die letzten DVB-T-Ausstrahlungen endeten. "Man muss nicht alles parallel machen", gab Bereczky zu bedenken.". Das ist der größte Quatsch seit langem von ihm: das wird keine Zehntausend Haushalte mehr betreffen, denn die letzten DVB-T2 Umstellungen sind alles totale Landsender, wo es jetzt schon kaum DVB-T Nutzer gibt. Eine reine Ausrede.

Und das andere Argument, dass es noch 3,5 Mio nur SD Satznutzer gibt.... warum kann man denen keinen Kauf eines HD Geräts zumuten, wenn man es bei 3 Mio DVB-T Nutzer bis Ende März zugemutet hat ?
Nein, man will der KEF die Kohle für eine viel längere SD Parallelverbreitung abtrotzen, nur darum gehts.

Letztlich ist HD+ das, als was es von anfang an galt: eine totale HD Bremse, die die SD Verbreitung auf viele Jahre verlängern wird.

von Terranus - am 30.04.2017 13:45
Es bleit dabei: Eine SD-Abschaltung vor 2020 (und damit auch die KEF-Träumereien) ist illusorisch. Es schauen einfach zu viele noch SD. 20-30% und damit 3,5 Mio. ist die Schätzung für 2019; heute sind es wesentlich mehr - irgendwo habe ich die Zahl 45% der Sat-Haushalte gelesen, die noch SD schauen.

Und warum ist das so? HD ist in seiner heutigen Form nicht attraktiv: Weder 720p (zu geringe Auflösung, dazu teilweise furchtbar umgesetzt bei den Sendern) noch 1080i (interlaced? ernsthaft in Zeiten von Flachbildschirmen noch ein Relikt aus Röhren-Tagen weiterzuführen?) sind doch nicht zukunftsfähig. Besser wären 1080p oder gleich 2160p und damit UHD.

Daher bin ich entschieden gegen Zwangs-720p bzw. -1080i und fordere, dass die Sender, allen voran die ÖR, klarstellen, ab wann sie UHD einführen wollen und in welchen Standards wie Modulationen (DVB-S2 oder DVB-S2X oder was anderes?), Codecs (HEVC oder was anderes?) usw., damit sich die Endverbraucher drauf einstellen können. Da das, fürchte ich, noch ein paar Jahre dauern wird, wird auch SD so lange bestehen bleiben.

Ich stimme aber zu, dass HD+ auch mit ein Grund ist, der die Verbraucher total verunsichert. Es ist sehr ähnlich zu der damaligen Grundverschlüsselung der SD-Privaten im Kabel, was dazu führte, dass wir heute noch Analog-TV im Kabel haben. Mit 17% von den ca. 55% HD-Sat-Haushalten, was nicht mal 10% der gesamten Sat-Haushalte ist, kann man HD+ 7 Jahre nach seiner Einführung getrost als Flop bezeichnen.

von GLS - am 30.04.2017 14:07
Zitat

Nein, man will der KEF die Kohle für eine viel längere SD Parallelverbreitung abtrotzen, nur darum gehts.

Ich hoffe das klappt, denn ich möchte nicht unbedingt >1000€ für einen neuen Rechner ausgeben müssen, der HD-fähig ist, und dann gleichzeitig auch noch auf das absolut instabile Windows 10 umsteigen müssen. HD bietet mir keinerlei Vorteile, nur vermeidbare Zusatzkosten.
Schön, daß die Privaten jetzt sogar freiwillig länger in SD senden wollen und ARD/ZDF damit in Zugzwang bringen.

von iro - am 30.04.2017 14:25
Für mich in SD mittlerweile unbrauchbar... ich halte das auf die Dauer für Geldverschwendung seitens ARD/ZDF. Sich einen HD Receiver zuzulegen, das kann man Satnutzern genauso zumuten wie DVB-T Zuschauern.
Klar, mit 720p hat man bei ARD/ZDF aufs falsche Pferd gesetzt, aber das ist immer noch weit besser als die SD Ausstrahlung.
Auf UHD wird man noch sehr lange warten müssen, sowohl bei ARD/ZDF wie auch bei den Privaten....

von Terranus - am 30.04.2017 14:33
Ich halte durchaus eine SD Abschaltung bei ARD/ZDF für vorstellbar.

Die ganzen Flachmänner können schon seit Jahren HDTV. Dazu die HD+ und Sky Receiver via Sat.

Gibt es denn verlässliche Zahlen wieviele Menschen noch einen SD only Receiver zu Hause rumstehen haben?

Ich kenne niemanden im meinem Umfeld, außer im Ferienhäuschen. Natürlich nutzt nicht jeder HD+ das ist auch klar. Also Private in SD aber die ÖR in HD.

Bei den Privaten muss man einfach abwarten, wie es mit der Einführung von QHD weitergeht.

Man könnte ja statt in SD unverschlüsselt in 720p50 senden. Aber das ist noch zukunftsmusik-.

von H_Deutsch - am 30.04.2017 14:46
Ich könnte mir vorstellen, dass es am Ende zu einem Kompromiss kommt: ARD/ZDF schalten SD ganz ab, die Privaten bleiben beim SD-Simulcast, aber stellen von DVB-S & MPEG-2 auf DVB-S2 & MPEG-4 um. So gut wie alle bisherigen SD-Receiver wären dann für die Tonne, die neuen Geräte, die dann nachgekauft würden, wären alle HD-tauglich. Dadurch kein Wettbewerbsnachteil für ARD/ZDF, beim Kauf der Ersatzgeräte würden einige die sich sonst kein neues Gerät gekauft hätten gleich ein HD+-Abo mitkaufen (niedrigere Hemmschwelle) und die Privatsender könnten durch MPEG-4 mit niedrigerer Datenrate senden und dadurch auch bei der SD-Ausstrahlung noch etwas Geld sparen.

von Zwölf - am 30.04.2017 15:05
Es gibt soviele denen RTLII SD als einziges Programm ausreicht.

Unser Kabelnetzbetreiber würde sich dann was einfallen lassen müssen wie man einen den zdf-Transponder mit 3sat ins HD Zeitalter bringt.

Auch bei uns sind noch einige SD Scart Receiver mit Röhren verbunden. Ein neuer Receiver muß es nicht sein, C Ware vom Hersteller aus 2010 tut es auch.

von pomnitz26 - am 30.04.2017 15:37
Die Drittwelt-Technologie "Satellitendirektempfang" muss ja auch nicht in HD sein. Wer im Jahre 2020 noch nicht auf IP umgestellt hat, wird auch keine besonderen Qualitätsansprüche haben -- weder inhaltlich noch technisch. Theoretisch könnten die Privaten ihre Sender alle auf einen Transponder packen, mit 144p oder so, und die Masse wäre noch damit zufrieden. Da in Deutschland auch noch "xDSL" als "Breitbandinternet" verkauft wird, passt das auch, wenn hier jeder noch eine Schüssel auf dem dach hat als wäre es noch 1993.

von Alqaszar - am 30.04.2017 16:12
Meiner Meinung nach sollten die ÖRs SD so schnell wie möglich abschalten, denn dann kämen die Privaten in Zugzwang. Wer will sich dann noch freiwillig die SD-Privaten ansehen (wer will sich die überhaupt ansehen?). Immer diese sinnlosen Doppelaustrahlungen, kosten nur Unnütz Gebühren = unser Geld. Im analogen Zeitalter war Deutschland quasi auch das letzte Land was analog abgeschaltet hat. Meine Güte, da fließt das Geld nur so raus und sonst wird immer nur gespart.

Und die Aussage von RTL könnte man auch anders verstehen:
Zitat

"Nicht 2020 und auch nicht danach"

=> < 2020 = 2017, 2018, 2019 :D ;-)

von Jens1978 - am 30.04.2017 16:39
Zitat

=> < 2020 = 2017, 2018, 2019 :D ;-)

Eher nicht... "Diese Gruppe arbeitet mit dem Segen des Bundeskartellamtes" heißt ja nicht, daß die Vereinbarung mit dem Kartellamt (bis 2022 via Sat in SD senden zu MÜSSEN) aufgehoben wurde.
Und RTL/Pro7Sat1 wären mit einer SD-Abschaltung auf einen Schlag fast alle ihre Zuschauer los.
Die Bereitschaft, für HD+ zu zahlen, ist ja nicht besonders hoch. Selbst die Gratismonate per Receivern beigelegter Karte werden vielfach nicht in Anspruch genommen, da man dann gezwungen ist, die Werbung anzuschauen.

von iro - am 30.04.2017 16:52
Zitat
Alqaszar
Die Drittwelt-Technologie "Satellitendirektempfang" muss ja auch nicht in HD sein. Wer im Jahre 2020 noch nicht auf IP umgestellt hat, wird auch keine besonderen Qualitätsansprüche haben -- weder inhaltlich noch technisch. Theoretisch könnten die Privaten ihre Sender alle auf einen Transponder packen, mit 144p oder so, und die Masse wäre noch damit zufrieden. Da in Deutschland auch noch "xDSL" als "Breitbandinternet" verkauft wird, passt das auch, wenn hier jeder noch eine Schüssel auf dem dach hat als wäre es noch 1993.


IP-Fernsehen besser als SAT? :confused:.

SAT wird aus meiner Sicht auf lange Zeit der hochwertigste, zuverlässigste und v.a. kostengünstigste Empfangsweg bleiben.

von wolfgangF - am 30.04.2017 17:03
Zitat
Jens1978
Meiner Meinung nach sollten die ÖRs SD so schnell wie möglich abschalten, denn dann kämen die Privaten in Zugzwang. Wer will sich dann noch freiwillig die SD-Privaten ansehen


Bei Leuten mit DVB-S-only Receiver ist es dann eher andersrum. ARD/ZDF verschwinden von der Bildfläche, aber dutzende Private sind ja noch da. Also ist das Gerät ja noch nutzbar - es muss ja nicht gleich ein neues her. Der Deutsche ist eher ein Geizkragen was solche Dinge anbelangt.

Meinen SD-Receiver + Mini-Röhre in der Küche nutze ich auch noch so lange es geht. Größtenteils dient der eh nur zum Frühstücksfernsehen schauen oder ein bisschen Galileo am Abend. Weil ARD/ZDF abschalten, kauf ich mir jedenfalls kein neues Gerät.

von Cha - am 30.04.2017 17:10
Zitat
Alqaszar
Da in Deutschland auch noch "xDSL" als "Breitbandinternet" verkauft wird, passt das auch, wenn hier jeder noch eine Schüssel auf dem dach hat als wäre es noch 1993.

Ich weiß ja nicht, wo du wohnst, aber hier in Bayern hatten 1993 nur 17% der Haushalte Sat-TV.

von Zwölf - am 30.04.2017 17:12
Zitat
Alqaszar
Die Drittwelt-Technologie "Satellitendirektempfang" muss ja auch nicht in HD sein. Wer im Jahre 2020 noch nicht auf IP umgestellt hat, wird auch keine besonderen Qualitätsansprüche haben -- weder inhaltlich noch technisch.


Wer in der digitalen Pampa wohnt oder sich aus Kostengründen nur einen Internetzugang mit geringer Bandbreite leisten kann, der dürfte solche Aussagen als ziemlich arrogant empfinden.

Ausserdem muss man nicht mal die Türkei oder China schauen, um festzustellen, wie anfällig die IP-Technik gegenüber staatlichen Zensurmassnahmen ist. Völlig immun sind wir dagegen auch in Europa nicht, da muss man nur mal nach "Zensursula" (aka von der Leyen) oder "Zugangserschwerungsgesetz" googeln...

73 de Uli

von ulionken - am 30.04.2017 18:00
Für die Ausstrahlung von TV-Programmen über Satellit gelten betriebswirtschaftlich-ökonomische
Regeln.
Ob SD oder HD ist egal. Sollte sich die Ausstrahlung über Satellit mangels Zuschauerzahlen finanziell nicht länger rechnen dann wird dieser Verbreitungsweg eingestellt.
Ich persönliche rechne damit dass die Verbreitung von TV-Programme zumindest für die nächsten 10 Jahre weiterhin erfolgen wird.
Was aber danach geschehen wird das lässt sich bei den raschen Änderungen in der Medienlandschaft schwierig vorhersehen.
Was ich jedenfalls bezweifle ist dass die Satellitenverbreitung für weniger als 5% der dt. Haushalte weiter aufrecht erhalten würde, falls angenommen 95% der Haushalte IPTV nutzen würden.

von Winnie2 - am 30.04.2017 21:09
Ganz übel könnte es fürs Radio werden. Ob der Inhalt des ARD-Hörfunktransponders nach der SD-Abschaltung rübergerettet werden kann, ist unklar. Es steht auch im Raum, evtl. auf mageres AAC zu gehen, dann kann mans auch gleich bleiben lassen. Dank perspektivischem UKW-Ende und oft schäbigen Bitraten auf DAB und Internetradio wäre dann gar kein qualitativ hochwertiger Zugang mehr möglich.

Alle (!) DVB->UKW-Umsetzer für Kabelnetze sind nur MP2-tauglich, mit AAC könnten sie nichts anfangen. Die meisten Umsetzer sind nichtmal tauglich für DVB-S2. Damit würde schon ein Umzug der MP2-Radioprogramme auf DVB-S2 massive Probleme verursachen.

Mein Vorschlag wäre ja immer noch: den Hörfunk-TP weiterhin in DVB-S nutzen, die Radioprogramme darauf in MP2 belassen, die Programme des Deutschlandradios mit dazupacken und dabei auf 320 kbps erhöhen. Und den Platz, der dann noch bleibt, für Das Erste und das ZDF verwenden, in SD natürlich, in shcäbiger Bitrate ebenso - aber das wäre dann wenigstens ein öffentlich-rechtliches Grundangebot, das noch in SD greifbar wäre.

von Chris_BLN - am 30.04.2017 22:45
Einige wenige ÖR Radios senden in Dolby D. Hier werden 448kBit/s verwendet. Ich persönlich hoffe der Radiotransponder bleibt wie er ist, warum auch was daran ändern? AAC soll bei höheren Bitraten sowieso gegenüber mp2 an Klang verlieren. Sinn würde eine Änderung nur machen wenn man den Radiotransponder völlig streicht und die Programme in die ARD Transponder mit hinein quetscht. Bei gewünschter Umstellung auf 1920x1080 wäre fehlende Bandbreite dann auch nicht förderlich für das Bilderlebnis. Auf Eutelsat sind mittlerweile soviele Programme in Full HD das man denkt wir sind in der dritten Welt.

von pomnitz26 - am 30.04.2017 23:22
Zitat
Alqaszar
Die Drittwelt-Technologie "Satellitendirektempfang" muss ja auch nicht in HD sein. Wer im Jahre 2020 noch nicht auf IP umgestellt hat, wird auch keine besonderen Qualitätsansprüche haben -- weder inhaltlich noch technisch. Theoretisch könnten die Privaten ihre Sender alle auf einen Transponder packen, mit 144p oder so, und die Masse wäre noch damit zufrieden. Da in Deutschland auch noch "xDSL" als "Breitbandinternet" verkauft wird, passt das auch, wenn hier jeder noch eine Schüssel auf dem dach hat als wäre es noch 1993.

Genau wegen diesem nicht vorhandenen Breitbandausbau sind lokale TV Programme über IP in der Datenrate massiv reduziert worden. Die Multithek für IP fähige Sat Receiver ist samt TecTime.tv abgeschaltet worden. HD+ hält sich zu meinem Bedauern wegen der hohen Qualitätsansprüche der Sat Zuschauer auch schon recht lange. Wenn das LTE Datenvolumen bezahlbar wäre könnte ich an dieser Welt teilhaben.

von pomnitz26 - am 01.05.2017 01:00
Auf schnelles Internet können wir hier im Ortsgebiet nicht zugreifen und in absehbarer Zeit wohl auch nicht hoffen. Dank guter Technik zu Hause lässt sich noch einiges auf den Bildschirm bringen, aber man stößt dann bald an die Grenzen.
Satelliten-Direktempfang ist hier also unerlässlich.
Um besonders inhaltlichen Ansprüchen gerecht zu werden, braucht man eine ganze Reihe von Mitteln (entsprechende VPN fürs Internet; bestimmte Receiver usw.).
Die Freiheit ist wahrlich begrenzt.
Die Gängelei in verkabelten Wohngebieten in Ballungszentren möchte ich mir auch nicht antun.
Kabelzuschauer gelten ohnehin mehrheitlich als träge (Foren-Mitglieder sind Ausnahmen).

Für das RTL-Publikum reicht es ja eigentlich immer; das entspricht wohl auch der "Leitkultur" - s. de Maizéres aktuelles Geschwafel.

Prozentual sind es nach wie vor wenige (auch in nahen Orten der Region mit besserer Internetversorgung), die ihren TV bzw. Receiver ans Internet angeschlossen haben.

von hetietz - am 01.05.2017 04:48
Zitat
pomnitz26
Sinn würde eine Änderung nur machen wenn man den Radiotransponder völlig streicht und die Programme in die ARD Transponder mit hinein quetscht.

Und genau das ist zumindest nicht ausgeschlossen. Entsprechende Äußerungen (als nicht auszuschließende Vorgehensweise) habe ich vor einiger Zeit schon aus ARD-Kreisen bekommen. Wie die aktuellen realen Planungen aussehen, entzieht sich meiner Kenntnis. Auch eine Menge professionelle Rückempfangsgeräte (der Hfk-TP ist für so manches UKW-Programm Backup und teils sogar regulärer Zuführungsweg) sind nicht DVB-S2-tauglich, AAC-Tauglichkeit lassen wir mal gleich draußen.

LC-AAC mit z.B. 192 kbps wäre schon erträglich, aber dennoch qualitativ schlechter als 320 kbps MP2. Weiterhin wäre es zumindest bislang kaum elegant schneidbar (ich kenne zumindest kein "AACdirectCut") und die Receiver-Unterstützung für AAC ist in Deutshcland katastrophal. Die einzige Geräteplattform, von der ich Exemplare in meinem Umfeld habe, die bei AAC Töne ausgibt, tut dies auch noch fehlerhaft.

Norwegen hat Radio von 192 MP2 auf 64 HE-AAC umgestellt - klingt schauderhaft.

Wir müssen wachsam bleiben.

von Chris_BLN - am 01.05.2017 08:01
Das es keine oder kaum Bereitschaft gibt bzw Interesse auf HD um zu steigen, kann man seit viele wochen auf der facebook seite von Freenet TV sehen, wobei hier sehr häufig auch Anwendungsfehler hinzu kommen.

Für die Zahlenden Kunden der Privaten, müßte man, um die masse überhaupt locken zu können, ein Programm ohne Werbung anbieten! Oder Maximal so wie man das auf sky macht, und bringt nur Zwischen den Filmen und Serien werbung. Möglich müßte sowas normalerweise sein.

Den meisten reicht SD sogar völlig aus, die brauchen HD überhaupt net.

IP TV kann man höchstens in den Städten Nutzen, weiter aufm land , kann man oft froh sein ne 6000er Leitung zu bekommen!

ich denke, dass Sat am Häufigsten nach Kabel genutzt wird. Wobei Unitymedia ja in Kürze, dass Analoge signal auch abschaltet, und selbst da gibt es Proteste!

von Rheinländer - am 01.05.2017 08:08
Zitat
Alqaszar
Die Drittwelt-Technologie "Satellitendirektempfang" muss ja auch nicht in HD sein. Wer im Jahre 2020 noch nicht auf IP umgestellt hat, wird auch keine besonderen Qualitätsansprüche haben -- weder inhaltlich noch technisch. Theoretisch könnten die Privaten ihre Sender alle auf einen Transponder packen, mit 144p oder so, und die Masse wäre noch damit zufrieden. Da in Deutschland auch noch "xDSL" als "Breitbandinternet" verkauft wird, passt das auch, wenn hier jeder noch eine Schüssel auf dem dach hat als wäre es noch 1993.


Dann solltest du mal schnell auf den Land und derern Bewohner schnelles Internet bereitstellen. Damit man auch dort nicht mehrt Museumsreife Schüsseln nutzen muss. :rolleyes:

Tut mir leid, so ein Blödsinn wie deinen Beitrag habe ich noch nie gelesen.

von Winterkönig - am 01.05.2017 08:36
Zitat
Chris_BLN
Mein Vorschlag wäre ja immer noch: den Hörfunk-TP weiterhin in DVB-S nutzen, die Radioprogramme darauf in MP2 belassen, die Programme des Deutschlandradios mit dazupacken und dabei auf 320 kbps erhöhen. Und den Platz, der dann noch bleibt, für Das Erste und das ZDF verwenden, in SD natürlich, in shcäbiger Bitrate ebenso - aber das wäre dann wenigstens ein öffentlich-rechtliches Grundangebot, das noch in SD greifbar wäre.


Die Franzosen haben die DVB-S2 Umstellung ja schon hinter sich. Für die Radiosender und einige Datenkanäle hat man einen Transponder in DVB-S gelassen und sendet diese gewohnt in MP2.

von Cha - am 01.05.2017 09:33
Wie schon hier diskutiert, sehe ich zwei wesentliche Probleme:
Bei weitem nicht überall ist schnelles Internet verfügbar und damit auch die Bandbreiten nicht vorhanden, um wirklich überall Fernsehen übers Internet nutzen zu können.

Und die Privatsender dürften schon allein deswegen ein Interesse daran haben, ihre Programme in SD-Qualität nicht so schnell abzuschalten, da die Reichweite und damit auch die Werbeeinnahmen deutlich einbrechen würden. Die Einnahmen über den Vertrieb ihrer HD-Produkte dürften das auch (bei weitem) noch nicht kompensieren.
Im Bereich der Kabelversorgung dürfte der Wunsch nach möglichst langer SD-Austrahlung sogar noch stärker wiegen, da sehr viele Wohnungsbaugesellschaften oder Großvermieter Verträge mit den Kabelprovidern haben. Und innerhalb dieser großen Organisationen leben auch oft Menschen, die finanziell nicht auf Rosen gebettet sind und schon aus finanziellen Gründen auf PayTV verzichten und sich mit dem Empfang in Standardauflösung begnügen..

Kein Privatsender dürfte ein Interesse haben, einen bedeutenden Teil dieser Kunden auf einen Schlag zu verlieren.
Wenn ich mal die WBG Augsburg als Beispiel nehme: Die haben hier rund 10.000 Wohnungen und eine Rahmenvereinbarung mit Vodafone, die unter anderem digitales Kabel in Standardauflösung ohne monatliche Zusatzkosten ermöglicht. 10.000 Wohnungen sind nicht gerade wenig für eine Stadt mit gut 300.000 Einwohnern.

Wenn die öffentlich-rechtlichen Programme allerdings ihr SD-Signal abschalten, dürfte sich der Aufschrei in Grenzen halten, da die HD-Versionen ohne Abokkosten verfügbar sind. Und ohne genaue Zahlen nennen zu können vermute ich, dass ein Großteil der Zuseher inzwischen über HD-fähiges Equipment verfügen sollte...

von Bengelbenny - am 01.05.2017 10:29
Bei mir wirds in absehbarer Zeit auch kein schnelles Internet geben, mein 6000RAM mit ISDN wird bald zwangsgekündigt und ich bekomme einen 5J Anschluss, also noch mal 1MBit weniger im Downstream. Wie soll ich damit 7 Empfangstellen in meinem Haus versorgen, absolut lächerlich, Sat-Empfang als veraltet darzustellen, im Gegeneil, nur Satellit biete genügend Kapazität für jede Technologie. Satellit ist Vorreiter.
Wo wurde Digitalfernsehen, HD und jetzt sogar UHD wohl immer zuerst übertragen?
Ich bin Digitalgucker und später HD-Gucker der ÖR der ersten Wochen nach Aufschaltung gewesen, und bin froh, dass ich daran teilhaben kann, auch wenn mein DSL mal ausfällt kann ich überall in HD gleichzeitg fernsehen und Aufzeichnen, komme an jede Datei ran, Dank Enigma2-Receiver überall. Kann in meinem lokalen Netzwerk alles streamen was ich empfange, auf jeden Handy und Tablett, PC. Private in HD brauche ich nicht, da mich der Inhalt nicht tangiert, wegen mir könnten die auch das SD via Sat sofort abschalten.
Ich würde niemals 7 IP-TV-Receiver mieten wollen, auch nicht mit 400MBit Bandbreite, wenn ich sie in 100 Jahren vielleicht mal bekommen würde... .
Deutschland ist in Sachen Breitbandinternetvollversorgung für Alle um Lichtjahre zurück.

von DLR-Fan Sachsen-Anhalt - am 01.05.2017 11:08
Freier Zugang über Satellit hat allerdings nicht nur Vorteile sondern auch Nachteile, v.a. wenn Rechteinhaber auf eine verschlüsselte Ausstrahlung bestehen, wie das im Falle von international bedeutenden Sportveranstaltungen ist. Und da wird es schwierig eine Lösung zu finden.
Bleibt die Wahl zwischen Verzichten und den Forderungen nach Verschlüsselung der Rechteinhaber nachgeben.
Aber eine verschlüsselte Ausstrahlung ist keine frei zugängliche Ausstrahlung mehr.
Ich bin echt gespannt wie die deutschen TV-Anbieter hier eine Lösung finden wollen.

Meine Meinung ist zum ursprünglichen Thema:
Weshalb sollten ARD und ZDF die Ausstrahlung in SD nicht beenden können oder dürfen? Die Ausstrahlung der TV-Programme in HD ist doch frei, im Gegensatz zu den Privaten.
Bei den Privaten ist eine Parallelausstrahlung SD und HD doch viel sinnhaftiger.
Da die Privaten offenbar weder kurzfristig die Verschlüsslung der HD-Programme noch die SD-Ausstrahlung aufgeben wollen müssen ARD und ZDF mit der SD-Abschaltung doch nicht auf die Privaten warten, oder?

von Winnie2 - am 01.05.2017 11:46
Zitat
Cha
Die Franzosen haben die DVB-S2 Umstellung ja schon hinter sich. Für die Radiosender und einige Datenkanäle hat man einen Transponder in DVB-S gelassen und sendet diese gewohnt in MP2.


Die Schweiz hat auf DVB-S2 umgestellt (nix mehr mit Swiss Pop und so in einigen kleineren Kabelnetzen, da die Umsetzer kein 8PSK können), aber immerhin MP2 behalten. Norwegen ist radikal auf 64 kbps HE-AAC in Diktiergerätequalität (von vorher meist 192 kbps MP2) und empfiehlt qualitätsbewussten Hörern den Livestream (192 kbpps MP3, man denkt tatsächlich über einen FLAC-Stream nach!). Tschechien hat uns auch "verlassen", ist nun auch AAC und 8PSK. Es wird also sehr unterschiedlich gehandhabt.

Zitat
andimik
Warum sollte man die Hörfunkprogramme abschalten?


Nicht abschalten, sondern - einer Abschaltung nahezu gleich kommend - in niedrigerer Bitrate in AAC mit auf die vorhandenen TP quetschen. Selbst wenn man das nicht wollte, die KEF wirds irgendwann schon so hinbiegen lassen.

von Chris_BLN - am 01.05.2017 19:35
Also ich habe selbst noch SD Receiver, davon aber nur 2 aktiv genutzt - 1er nur für Radio. Bei meinen Eltern sind es ALLE 6 Stück die SD Only sind ( 3 Standorte).

Trotzdem sage ich dass man die SAT SD Kunden auch zwingen kann in HD zu investieren sofern,
dadurch nennenswerte Vorteile für den Gebührenzahler entstehen ( sinkender Beitrag z.B:)

Hörfunktransponder in Mpeg2 belassen wäre natürlich ne feine Sache, dann wären die Receiver nicht alle sofort Elektroschrott.

Ja die Franzosen die hier angesprochen wurden .... Da werden Äpfel mit Birnen verglichen.
Klar sind die TNTSat SD Kisten obsolet geworden aber wieviele gucken darüber ? -In Frankreich
steht hinter dem Hauptweg DVB-T inzwischen IPTV ganz weit vor Sat das nur für PayTV genutzt wird oder in Gegenden wo keine DVB-T Versorgung gegeben ist.

IPTV ist keine Lösung - Ziehe demnächst um. aktuell 50 Mbit/s und werde mich dann mit schönen 6 Mbits begnügen müssen. Glaube mehr brauch ich dazu nicht zu schreiben...
Und nein ich ziehe nicht aufs öde Land !

von Felix 99 - am 02.05.2017 17:12
Zitat
Rheinländer
Wo wir schon bei Sat sind, ist das wirklich ne Alternative? Wie ist die Stabilität? Unabhängig vom Wetter ? Läuft da HD stabil?


Ich kann nur sagen, dass Videos usw. stabil laufen. Ob nun HD-Videos auch gut laufen kann ich so leider nicht sagen. Meine Schwester und Familie sind aber sehr zufrieden damit. Man kann es sogar auch testen (müsste noch gehen), aber eine Alternative ist es auf jeden Fall. In Borken, wo meine Schwester wohnt, bietet die Telekom gerade mal max. 1 MBit an und dies funktioniert auch noch nicht einmal.

von pfennigfuchser - am 02.05.2017 19:05
Zitat
pfennigfuchser
Zitat
Rheinländer
Wo wir schon bei Sat sind, ist das wirklich ne Alternative? Wie ist die Stabilität? Unabhängig vom Wetter ? Läuft da HD stabil?


Ich kann nur sagen, dass Videos usw. stabil laufen. Ob nun HD-Videos auch gut laufen kann ich so leider nicht sagen. Meine Schwester und Familie sind aber sehr zufrieden damit. Man kann es sogar auch testen (müsste noch gehen), aber eine Alternative ist es auf jeden Fall. In Borken, wo meine Schwester wohnt, bietet die Telekom gerade mal max. 1 MBit an und dies funktioniert auch noch nicht einmal.


Aber bei sat, gibt es ja eine Begrenzung, je nachdem was man für einen Tariv wählt, den hat man so ja nicht. Wenn man lange und viel bei youtube guckt, sind 20Gb fix aufgebraucht. Ich denke aber auch, abstriche macht man da gern, hauptsache überhaupt online

von Rheinländer - am 02.05.2017 19:46
Ich bleibe hier im oberfränkischen Outback herzlich gerne bei meiner Kombination aus zwei Schüsseln für Astra 19 & 28 Grad plus Hotbird sowie UHF-Gitter auf den Keilberg im böhmischen Erzgebirge, über das als Nebenkeulen neben den Tschechen auch MDR Schöneck und BR Ochsenkopf stabil zu empfangen sind. Außerdem 57 DAB+-Programme (ohne L-Band aus Nordböhmen) mit Stabantenne.
IP? Neben der Verfügbarkeit im hiesigen ländlichen Raum fehlt mir auch die Lust auf Geoblocking und selbsternannte Netzwächter à la Doktor Eisenbarth, die bei Bedarf sogar Wikipedia in allen Sprachversionen blockieren. Ich traue dem Fortbestand der Netzneutralität nicht weiter, als ich einen RegTP-Peilwagen werfen kann.

von FrankenWalder - am 02.05.2017 19:58
Zitat
Rheinländer
Aber bei sat, gibt es ja eine Begrenzung, je nachdem was man für einen Tariv wählt, den hat man so ja nicht. Wenn man lange und viel bei youtube guckt, sind 20Gb fix aufgebraucht.

Zitat
DLR-Fan Sachsen-Anhalt
Es gibt via Sat keine völlig unlimitierten Internet-Flatrates. Das lohnt nur wo kein LTE verfügbar ist, da wird auch limitiert.

Leute, wenn ich mir den Link anschaue

gibt es da keinerlei Begrenzung bzgl. des Datenverkehrs. Selbst eine FUP wird sogar explizit in den AGBs ausgeschlossen. Scheint eine interessante Alternative für unterversorgte Gebiete. B2T.

von CBS - am 02.05.2017 20:32
Bitte nicht vergessen, dass Internet via Satellit nicht über Astra abgewickelt wird, sondern über einen eigenen Satelliten (KA-SAT 9° Ost). Insofern ist diese Thematik etwas abseits des eigentlichen Themas und würde gut in einen eigenen Thread passen.

von DX-Fritz - am 02.05.2017 22:48
Das ZDF und SES-Astra haben nun in einer offiziellen Meldung mitgeteilt, dass alle ZDF-Sender bis mindestens 2020 via 19,2°E weiterhin in SD ausgestrahlt werden. Man hat den bestehenden Vertrag verlängert.

Damit dürfte eine vorzeitige SD-Abschaltung auch anderer Sender vom Tisch sein. Da kann die KEF nur noch zuschauen, da hier nun Fakten geschaffen wurden.

https://www.infosat.de/digital-tv/zdf-ausstrahlung-sd-qualit-t-ber-satellit-astra-bis-2020-gesichert

von transponder - am 29.05.2017 14:18
Zitat
transponder
Das ZDF und SES-Astra haben nun in einer offiziellen Meldung mitgeteilt, dass alle ZDF-Sender bis mindestens 2020 via 19,2°E weiterhin in SD ausgestrahlt werden. Man hat den bestehenden Vertrag verlängert.

Damit dürfte eine vorzeitige SD-Abschaltung auch anderer Sender vom Tisch sein. Da kann die KEF nur noch zuschauen, da hier nun Fakten geschaffen wurden.

https://www.infosat.de/digital-tv/zdf-ausstrahlung-sd-qualit-t-ber-satellit-astra-bis-2020-gesichert

Ja gut, ein Jahr hin oder her - für die KEF dürfte wichtig sein: ein potentielles Ende des SD-Simulcasts ist damit in Sicht. Davon abgesehen handelt es sich um einen Transponder-Mietvertrag; ob das ZDF darüber SD ausstrahlt oder die Kapazitäten später vlt. für UHD nutzen möchte, dürfte Astra relativ egal sein.

von Zwölf - am 29.05.2017 14:38
So isses. Ich freu mich dann mal an dieser Stelle statt bei Facebook. Und hoffe immer noch auf wenigstens 2022. Mein Fernseher läuft immer noch in SD und unter WinXP mit 2 GB RAM. Und das seit Jahren superstabil und zuverlässig 365/24/7. HD schafft der Rechner aber nicht mehr, meine Schnittsoftware auch nicht. Von daher bin ich über ein paar Jahre Schonfrist ganz froh. HD brauche ich nicht, zum einen geben meine Augen das sowieso nicht mehr her, zum anderen ist mir eine gute Story bei einem Film viel wichtiger.

Und mit Win10 kann ich mich bislang in Sachen Zuverlässigkeit überhaupt nicht anfreunden. Seit 6 Monaten hab ich das jetzt - und es läuft maximal 4 Tage am Stück fehlerfrei. Für einen Festplattenrekorder nicht brauchbar, für programmierte Radiomitschnitte ebenfalls nicht, es ist immer Glücksache. Ich hoffe, das bessert sich auch noch bis 2022...

von iro - am 29.05.2017 20:19
Zitat
Rheinländer
wie viele überhaupt kein Interesse an HD haben, denen SD völlig ausreicht, sind das höchstens 20% die die Öffentl Rechtlichen in HD gucken, wenn überhaupt.


Wirklich so wenig? Kann ich mir gar nicht vorstellen. Da würde ja bedeuten, dass 80% noch TV in SD gucken, obwohl in 90% der Haushalte mittlerweile HD-Glotzen stehen. Macht irgendwie wenig Sinn.

von zerobase now - am 30.05.2017 08:05
Zitat
DigiAndi
An Windows 10 wird's jedenfalls nicht liegen

Doch, der Fehler mit der immer wieder fehlenden "Internetkonnektivität" ist Windows (10) geschuldet, die Foren sind seit 1 Jahr voll von Berichten dazu, eine 100% funktionierende Lösung gibt es noch nicht und M$ bekommt es anscheinend nicht gebacken.

Mein Problem mit der alle 4 Tage zerschossenen bass.dll (TapinRadio) - man kann fast die Uhr danach stellen - scheint wirklich meins zu sein, dazu findet sich leider nichts im Netz.

Zitat

Wirklisch so wenig? Kann ich mir gar nicht vorstellen. Da würde ja bedeuten, dass 80% noch TV in SD gucken, obwohl in 90% der Haushalte mittlerweile HD-Glotzen stehen. Macht irgendwie wenig Sinn
Oder daß 80% kein ARD-ZDF gucken...

von iro - am 30.05.2017 08:09
Es gibt z.T. in kleinen Wohneigentumsgebieten Anlagen die Sat auf DVB-C umsetzten, dort ist häufig kein HD realisiert.
Für Sat-Direkt-Zuseher, machen reine SD-Receiver jetzt, meiner Meinung nach, keinen Sinn mehr. Rein theoretisch könnte man SD auch in H264 abstrahlen und so Kapazität einsparen. Ein SD-Bild in H264 sieht meistens deutlich besser aus als der SD- Pixelmatsch in MPEG2.

von DLR-Fan Sachsen-Anhalt - am 30.05.2017 08:19
Zitat
zerobase now
Zitat
Rheinländer
wie viele überhaupt kein Interesse an HD haben, denen SD völlig ausreicht, sind das höchstens 20% die die Öffentl Rechtlichen in HD gucken, wenn überhaupt.


Wirklisch so wenig? Kann ich mir gar nicht vorstellen. Da würde ja bedeuten, dass 80% noch TV in SD gucken, obwohl in 90% der Haushalte mittlerweile HD-Glotzen stehen. Macht irgendwie wenig Sinn.


Stimmt auch überhaupt nicht...

Zitat

Dem TV-Monitor 2016 im Auftrag von SES Astra zufolge liegt der Anteil der HDTV-Haushalte inzwischen bei 59 Prozent (22,5 Mio. Haushalte, Zuwachs gegenüber 2015: 12,5 %). Allein über Satellit empfangen 11,4 Millionen Haushalte (+3,6%) ihr TV-Programm primär in HD-Qualität. Hinzu kommen 9,4 Millionen Kabelhaushalte (+20,5%) und über eine 1,8 Millionen IPTV-Haushalte (+50%).

http://www.vprt.de/thema/verbreitung/standards/hd-technik/hdtv-technik/content/tv-monitor-2016-hdtv-empfang-nimmt-weite

Selbst wenn man konservativ rechnet, schauen per Satellit mindestens schon 50% der Haushalte in HD.

von Terranus - am 30.05.2017 08:54
Man kann ja darüber streiten, ob Sat-SD vollumfänglich bis ende 2022 erhalten sein muß. Es würde vielleicht reichen, wenn die "Hauptprogramme" noch im Simulcast bestehen bleiben. Also mindestens ARD, ZDF, 3Sat, Arte, Phoenix. Bei den "Dritten"-Fensterprogrammen könnte man dann irgendwann langsam Kapazität abschmelzen.

Ich sehe das Problem grundsätzlich so: bei jedem Technikwechsel gehen mehr Zuseher/Zuhörer für die linearen Medien verloren, als neue nachkommen. Außerdem gibt es in ganz Eurasien/Nordafrika/Nahost Millionen Zuseher/-hörer die nur alte Technik haben und keine neue wollen/brauchen/sich leisten können. Dazu kommen viele "Gemeinschaftsanlagen (Hotels, Krankenhäuser, Altenheime, Wohnanlagen mit Gemeinschaftsantennen) die in immer kürzeren Abständen immer teurere Infrastruktur anschaffen müssen.

Heutzutage sollte die Transpondermiete (gerade für einen Großmieter) auch nur noch ein geringer Kostenfaktor sein, gegenüber den Kosten für die Anschaffung (und Installation) von Millionen neuen Empfangsanlagen. Von Stromverbrauch und Resourcenverschwendung ganz zu schweigen. Leider denkt "der Kapitalismus" da anders.
Die meisten Leute können in ihrer konkreten Empfangsituation gar nicht zwischen HD/SD unterscheiden. Das ist so wie früher mit "HiFi-Stereo". Hauptsache das stand da drauf :xcool:.
Mit HD ist es nicht viel anders: ich behaupte 80-90% der Zuschauer würde es schon beruhigen wenn "HD" in der Bildecke eingeblendet wird...man darf nicht von Freaks hier im Forum auf "Omma Pipenbrink" schließen. Viele können aufgrund Bildschirmgröße, Betrachtungsabstand, Gerätequalität, Augenzustand, Bildausgangsmaterial keinen oder nur einen geringen Qualitätsunterschied erkennen. Einige interessiern sich sogar vorrangig für den Inhalt :eek:.
Die zusätzlichen Transponderkosten könnte man aber auch "wieder reinholen", wenn man eine "Sportevent" streichen würde. Ok,ok, spätesten jetzt begebe ich mich auf dünnes Eis....;)

stefsch

von stefsch - am 30.05.2017 08:59
Zitat
stefsch
Viele können aufgrund Bildschirmgröße, Betrachtungsabstand, Gerätequalität, Augenzustand, Bildausgangsmaterial keinen oder nur einen geringen Qualitätsunterschied erkennen.


Das sind dann wahrscheinlich die, die ZDF gucken. :bruell:

von zerobase now - am 30.05.2017 11:31
Das ZDF erscheint mir in letzter Zeit aber etwas jünger als die ARD, die Heute-Show hat immerhin die meisten Abrufe des ZDF in der Mediathek, das deutet auf jüngeres Puplikum hin.
Auch einige Formate von ZDF-Neo laufen teilweise auch im Hauptprogramm.
Inzwischen hat wohl die ARD den Kampf um die ältesten Rentner-Zuschauer in D gewonnen :D.

von DLR-Fan Sachsen-Anhalt - am 30.05.2017 11:46
Zitat
DLR-Fan Sachsen-Anhalt
Es gibt z.T. in kleinen Wohneigentumsgebieten Anlagen die Sat auf DVB-C umsetzten, dort ist häufig kein HD realisiert.
Für Sat-Direkt-Zuseher, machen reine SD-Receiver jetzt, meiner Meinung nach, keinen Sinn mehr. Rein theoretisch könnte man SD auch in H264 abstrahlen und so Kapazität einsparen. Ein SD-Bild in H264 sieht meistens deutlich besser aus als der SD- Pixelmatsch in MPEG2.


Dann kann man SD auch einfach abschalten und den Receiver oder Fernseher runterskalieren lassen.

von Japhi - am 30.05.2017 12:02
Zitat

Es würde vielleicht reichen, wenn die "Hauptprogramme" noch im Simulcast bestehen bleiben. Also mindestens ARD, ZDF, 3Sat, Arte, Phoenix. Bei den "Dritten"-Fensterprogrammen könnte man dann irgendwann langsam Kapazität abschmelzen.

Man könnte auch überlegen, einfach die Datenraten zu halbieren. Bei den meisten Programmen wären die dann immernoch höher als bei DVB-T.
Die Dritten "abschmelzen" ist halt schwierig weil sie sehr hohe Marktanteile (=sind sehr beliebt) haben. In Bayern steht das BR-Fernsehen beispielsweise bei den Marktanteilen auf Platz 4 zwischen RTL und Sat.1. Ich weiß nicht, wie hoch die Marktanteile von 3sat, arte und Phoenix in Bayern sind, aber wenn sie so hoch wie im Bundesschnitt sind, hat das BR-Fernsehen in Bayern einen mehr als doppelt so großen Marktanteil wie 3sat, Phoenix und arte zusammen.

von Zwölf - am 30.05.2017 12:19
Das Alter des Durchschnitts-TV-Zuschauers lag 2016 bei 53 Jahren (2010: 51 Jahre).
Den Kampf um den ältesten Zuschauer gewinnt der BR (Durchschnittsalter: 64 Jahre). Das ZDF konnte sogar vermehrt jüngere Zuschauer für sich gewinnen. Wohlgemerkt: Das ZDF-Hauptprogramm! ARD und ZDF lagen 2016 gleichauf mit einem Altersschnitt von 60 Jahren.
Das Durchschnittsalter der Gesamtbevölkerung liegt bei ca. 44 Jahren (2015)...

von iro - am 30.05.2017 12:21
Primär betroffen sind hier - wie bei der analog-Abschaltung - mal wieder nicht die Sat-Direktempfänger, sondern vorwiegend die Kopfstellen oder Mehrteilnehmeranlagen.

Ich kenne Seniorenheime und Krankenhäuser, da wurde nach der Ankündigung, dass UMKabelBW analog abschaltet eine DVB-S->PAL Umsetzeranlage installiert. Ob die HD-fähig ist? Oder damit die Privaten zukünftig zentral entschlüsselt werden können/dürfen?

Dann kenne ich Mehrteilnehmeranlagen, die bis heute nicht HD-fähig sind. Vielfach KathreinUFOmicro und statische Einkabelanlagen.

Es gibt - wie bei der analog-Abschaltung - für alles Lösungen, aber die Bereitschaft jener, die "gerade erst viel Geld ausgegeben hatten", weil analog abgeschaltet wurde, müssen nun schon wieder "richtig viel Geld investieren".

Genau diese Anlagen müssen nach einer Abschaltung der öR ohne diese Auskommen so lange die Privaten noch munter weitersenden.

Diesmal ist die Lage anders als bei der analog-Abschaltung, denn wenn sich die Privaten nicht von Ihrer HD+-Strategie trennen, sind diese in HD erst mal nicht mehr empfangbar. Entweder man gesteht sich bis dahin ein, dass der gemeine Deutsche für Fernsehen kein Geld ausgibt, oder man ist schneller weg vom Fenster, als so manchem lieb ist.

Wolfgang

von Wolfgang R - am 30.05.2017 13:21
Zitat
DLR-Fan Sachsen-Anhalt
Es gibt z.T. in kleinen Wohneigentumsgebieten Anlagen die Sat auf DVB-C umsetzten, dort ist häufig kein HD realisiert.

Dann kommt es darauf an, was die Umsetzer können und in welcher Darreichungsform "HD" geboten wird.

Bibel TV HD (ich weiß das aus eigener leidvoller Erfahrung mit unserem Kabelnetz, das wird tatsächlich massiv nachgefragt, also Bibel TV, ob HD oder nicht steht auf nem anderen Blatt) läuft z.B. auf einem DVB-S-Transponder in QPSK mit SR 22000 und FEC 5/6. Das setzen sogar steinalte Blankom MSD 405 oder ähnliche "dumme" Transmodulatoren ohne TS-Processing und ohne Stopfeinheit in DVB-C um, nur halt in 64QAM SR 6111. Der Inhalt des transparent remodulierten TS ist den Umsetzern völlig egal.

Was anderes wirds natürlich, wenn exotischere SR/FEC-Kombinationen am Start sind oder gar in DVB-S und ggf. 8PSK moduliert wird. Dann sind tatsächlich moderne Transmodulatoren nötig, um das auskabeln zu können. Im Falle hoher Bitraten auch welche mit Service-Filter.

Muß man von Fall zu Fall betrachten.

Zitat
DLR-Fan Sachsen-Anhalt
Für Sat-Direkt-Zuseher, machen reine SD-Receiver jetzt, meiner Meinung nach, keinen Sinn mehr.


Jetzt erst? Davon wäre seit Jahren dringend abzuraten.

Zitat
DLR-Fan Sachsen-Anhalt
Rein theoretisch könnte man SD auch in H264 abstrahlen und so Kapazität einsparen. Ein SD-Bild in H264 sieht meistens deutlich besser aus als der SD- Pixelmatsch in MPEG2.


Ja, aber eben wegen der vielen MPEG2-only-Geräte in den Haushalten käme das auch fast einer Abschaltung gleich, da man dennoch neue Empfangsgeräte bräuchte. Abschaltung ist aber billiger. ;)

Zitat
stefsch
Man kann ja darüber streiten, ob Sat-SD vollumfänglich bis ende 2022 erhalten sein muß. Es würde vielleicht reichen, wenn die "Hauptprogramme" noch im Simulcast bestehen bleiben. Also mindestens ARD, ZDF, 3Sat, Arte, Phoenix.stefsch


Ich hatte ja mal vorgeschlagen, Das Erste und das ZDF zusammen mit den Radioprogrammen auf dem derzeitigen Hörfunktransponder noch jahrelang weiter zu betreiben. Mit dem Thema "ZDF und 3sat" ists ja nun durch.

Wichtig wären die Radioprogramme, und zwar sowohl daß sie in MP2-Audio weiterlaufen statt z.B. in AAC und daß sie auf einem QPSK-TP bleiben, wegen der Kabelumsetzungen auf UKW. Die werden noch einige Jahre gebraucht und sind vemrutlich Hauptnutzungsweg der DVB-Radioprogramme. Alleine bei uns sind es derzeit 29 Umsetzungen. Mit 8PSK bräuchte ich neue Technik, mit AAC wäre alles aus.

Zitat
stefsch
Die meisten Leute können in ihrer konkreten Empfangsituation gar nicht zwischen HD/SD unterscheiden.


Ist das wirklich so? Ich kenne Senioren (Leute über 70), die sehr wohl Wert auf gutes Bild legen, die die HD-Programme nach vorne sortiert haben wollen, die einen TV > 50" haben (oder gar mehrere), die sich 4-Tuner-Aufnahmemaschinen dazubuchen etc.

Zitat
Zwölf
Man könnte auch überlegen, einfach die Datenraten zu halbieren. Bei den meisten Programmen wären die dann immernoch höher als bei DVB-T.


Da kommt noch was hinzu: die Dritten haben außerhalb der Regionalisierungen 8 MBit/s. Der "alte" DVB-T-Modus mit der höchsten Nettodatenrate (Guard 1/32, 64QAM, FEC 7/8) hat 31,6 MBit/s netto - damit bekäme man nichtmal 4 DVB-S->DVB-T-Umsetzungen hin, wie sie in ebenfalls zahlreichen Hotel-/Herbergs-/Seniorenheimanlagen laufen. Ginge man auf 5 MBit/s runter, hätte man 6 Programme in einen Mux packbar. Während der Regionalisierungen würden sich die Sat-Transponder dann halt füllen - aber die nicht passenden Regios würde man in DVB-T-Umsetzungen ohnehin rausfiltern - vorausgesetzt die Technik spielt mit.

von Chris_BLN - am 30.05.2017 14:05
Andre Prahl (RTL Group) hat auf der ANGA bestätigt, dass die Privaten auch nach 2022 via Astra in SD verbreitet werden. Pläne zur Abschaltung gebe es nicht.

ARD und ZDF sitzen somit in der Zwickmühle: Einerseits müssen sie die Vorgabe der KEF erfüllen und die SD-Ausstrahlungen sobald wie möglich beenden.
Andererseits drohen massive Zuschauerverluste, wenn auf Millionen von SD-fähigen Endgeräten die Öffis dunkel werden, während RTL, ProSieben & Co. weiterhin empfangbar bleiben.

https://www.dwdl.de/nachrichten/61713/hd_im_privatfernsehen_noch_lange_nicht_standard/

von MainMan - am 30.05.2017 16:01
Zitat
MainMan
(...)
ARD und ZDF sitzen somit in der Zwickmühle: Einerseits müssen sie die Vorgabe der KEF erfüllen und die SD-Ausstrahlungen sobald wie möglich beenden.
(...)


Das ZDF hat sich nun geäußert, warum es die Vorgaben der KEF nicht erfüllt, sondern weiterhin in SD via Astra bis mindestens 2020 sendet.

Laut ZDF werden Ende 2018 immer noch 20% aller Sat-Haushalte kein HD-Fernsehen empfangen können. Daher die Entscheidung.

Viel wahrscheinlicher ist wohl, dass man durch den absehbaren Verlust der Champions League Rechte ab Mitte 2018 zusätzliches Geld zur Verfügung hat, welches man schleunigst raushaut, bevor die KEF auf dumme Gedanken kommt.

https://www.dwdl.de/nachrichten/61736/zdf_hlt_trotz_kefempfehlung_an_sdverbreitung_fest/

von transponder - am 31.05.2017 15:30
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