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SR kündigt Einsparungen im Programm an

Startbeitrag von Manager. am 02.05.2017 16:13

SR 3 berichtet über Einsparungen im Programm - u.a. bei SR 1, SR 2 und SR 3.

siehe (mit O-Ton) ---> http://www.sr.de/sr/home/nachrichten/panorama/halberg_open_air_wird_eingestellt_sr_sparmassnahmen100.html

Die 50 interessantesten Antworten:

/Mode Böse, Beigeplätschter *g* und OT AN - da ich mich heute wieder aufgeregt habe/

Dann können se auch gleich SWR 3 statt SR1 übernehmen, dann steh ich auch nicht wieder im Stau nur weil der SR mal wieder pennt. (SWR3 hatte ihn in den Warnmeldungen drin :gruebel: )
Und ich werde nicht Kumpelmässig geduzt wie son minderbemittelter Teenager. Bei Unser DIng OK - SR 1 FAIL

Pendant zu WDR2 / NDR2 gibts ja hier nicht was ich (

von Felix 99 - am 02.05.2017 16:53
Der WDR hat aber auch mehr Programme als der SR.

Der SR hatte schon immer das Problem, dass man mit den Programmen SR1 und SR3 ein Spektrum abdecken musste, was unser SWR hier mit SWR 1, SWR 3 und SWR 4 konnte. Gerade SR1 leidet darunter, da man zum einen die klassischen Pop Hörer, wie auf SWR3 oder eben RPR1 bzw Salu im Saarland und auf der anderen Seite die etwas anspruchsvolleren Hörer abdecken muss.

Das Musik Festival halte ich auch fahrlässig abzuschaffen, aber vlt geht es ja mit einem Sponsor weiter??

Man muss sich aber mal die Frage stellen, warum muss heutzutage so viel gespart werden?

Man hat z.b. keine Mittelwellenausstrahlung mehr oder ein riesiges TV Netz.

Programmtechnisch kannst du nicht mehr viel sparen, das ist doch das Problem. Bei einer Fusion mit unserem SWR würden SR1 und SR3 in die Landeswellen überführt, SR Fernsehen ebenso.
Einzig das Kulturradio bleibt übrig und das ist eig die Kernkompetenz des ÖR Rundfunks.

Unser Ding müsste ja auf UKW für SWR3 geopfert werden.

Aber das ist ein generelles Systemproblem, da die anderen Rundfunkanstalten auch betroffen sind.

von H_Deutsch - am 02.05.2017 17:39
So extrem ist das bei anderen Anstalten sicher nicht.
Ob ein Programm für eine Million Hörer oder für 17,8 Millionen Hörer gemacht wird, hat halt nur wenig Einfluss auf die Kosten für dieses Programm. Nur die Distributionskosten sinken durch die geringere zu versorgende Fläche - ein Punkt, bei dem der SR aber auch nicht gerade die günstigsten Strukturen haben dürfte (Radio Bremen kommt mit zwei Sendern aus...). So viel Regionalisierungsanteil haben Programme wie SWR4 oder Bayern 1 nun auch nicht...

Wenn man schon nicht das ganze Saarland abschaffen kann ;), dann wäre die Politik doch zumindest gut beraten, den SR mit dem SWR zu fusionieren. Dieser müsste dann ja sogar ein zusätzliches Programm digital ausstrahlen dürfen - bzw im Saarland sogar 2 mehr als der SR derzeit ausstrahlt.

von DH0GHU - am 02.05.2017 17:51
Kann nur heißen, dass man Bliestal streicht. Viel mehr Potential sehe ich nicht, denn Göttelborner Höhe ist der einzige Grundnetzsender von denen und Merzig und Mettlach sind eindeutig unverzichtbar.

Entweder das oder man gibt die 103,7 SB-Schoksberg auf und begnügt sich mit Füllsendern für Unserding. Wäre aber schon ein sehr harter Einschnitt.

edit: Perl hab ich noch vergessen. Den könnte man zu einem Füllsender umfunktionieren. Einen Sender braucht es dort zwar aber 5 kW sind übertrieben, damit versorgt man nur Trier und Luxemburg mit.

von RheinMain701 - am 02.05.2017 18:14
Um Trier kommt von dem Sender Moseltal nicht mehr viel an und in Luxemburg bringt der Sender auch nicht so viel mehr als Göttelborn.
Natürlich könnte man die Leistung des Senders Moseltals reduzieren, aber wieviel spart man dadurch wirklich?
und DLF Kultur und Salue sind auch noch am Start.

Ich sehe eher den Sender Homburg für SR2 als Streichkandidat. Ist kein eigener Standort und als Füllsender für SR2 eher deplaziert. Dazu sicherlich für den Privatfunk attraktiv. Hier spart neben den Betriebskosten auch Mietkosten und die Zuführung.

Auch Sankt Wendel ist kein eigener Standort und wäre auch für den Privatfunk interessant, dazu ist die Reichweite nach Süden durch den Donon beschränkt. Braucht den Standort wirklich?

Ich habe mir mal das Diagramm der 103,7 angeschaut und das Ausblendungsfeld liegt eher im Bereich NK und HOM, als WND.

Das größte Brocken dürfte aber die 103,7 sein. Man meidet via DAB und DVB-T den MB Standort Schoksberg. Dazu eine eigene Antennenanlage. Aber gäbe es eine Alternative ?

Ich denke nicht. Halberg zu tief und Göttelborn ??

und bei den Hauptketten sind Göttelborn, Moseltal und Mettlach gesetzt. Bliestal könnte man die Sendeleistung reduzieren, für Unser Ding aber nicht. Einsparungspotential auch gering.

Dann am ehesten noch der Standort Merzig. Ich meine im Forum gelesen zu haben, dass zwar der SR den Sender betreibt, der Mast aber der Telekom gehört.
Eventuell könnte man die Frequenzen von Merzig nach Mettlach umkoordinieren und von dort nach Mettlach und neu nach Merzig senden und so die Mettlacher Frequenzen außer Dienst stellen. Die 98,6 wäre sogar noch für Unser Ding frei.

Wie groß wären die Einbußen?

von H_Deutsch - am 02.05.2017 19:47
Warum schaltet man den SR net ganz ab, und der SWR übernimmt das ganze? SWR4 könnte ein Zusätzliches Lokalfenster für den SR bringen, ein Problem sollte das nicht sein, die Technik ist ja da!

Im TV das selbe

oder man Stampft 2 Radio Programme ein, und es gibt nur noch eines, dass Lokale Nachrichten Bringt mit schlager.

Unser ding kann mit Dasding zusammen gehen, und Dasding kann seine Reichweite aufs Saarland ausbauen.

von Rheinländer - am 02.05.2017 19:54
Das Saarland hat wohl (vermutlich zu Recht) die Befürchtung im SWR etwas "unterzugehen". Bereits jetzt ist der SWR sehr "Ländle"-zentrisch, Rheinland-Pfalz geht in der Berichterstattung völlig unter.

Deshalb hatte man früher mal mit dem hr koopieriert (z. B. sendeten hr2 und SR 2 längere Strecken gemeinsam); natürlich ist es völlig abwegig, im geographisch weit entfernten hr aufzugehen, aber es wäre zumindest eine Idee dass man da wieder irgendwie kooperiert.

von RheinMain701 - am 02.05.2017 19:59
Eine Programmkoperation mit HR2 wäre eine Option. Dem HR geht es ja auch nicht gerade rosig.

Im TV gibt es bereits eine Kooperation mit unserem SWR. 30% sind regionale Anteile, der Rest wird zentral gefahren inklusive Playout. Ich sehe hier kein Einsparungspotential.

Bei einer Fusion mit dem SWR gehe ich davon aus, dass Unser/Das Ding im Saarland bleiben würde. Das Kulturprogramm dafür aus Baden-Baden kommt.

Das Kulturprogramm kostet Geld. Die anderen 3 Programme sind doch überschautbar und bringen noch Werbung.

Man kann natürlich darüber diskutieren, ob in den 90er Jahren eine Spaltung des SWF und Angliederung an den SR (RLP) und SDR (BW) nicht die bessere Variante gewesen wäre. Für RLP sicherlich. BW ist durch den SWF Standort Baden-Baden einfach viel besser gestellt.
Das Kulturprogramm und den mantel im TV Programm hätte man ja trotzdem über weiter Strecken gemeinsam produzieren können.

Für mich hat der SWR eindeutig einen BW touch. SWR3 tut natürlich auch sein übriges mit dazu.

von H_Deutsch - am 02.05.2017 20:27
Ist ja interessant. Ich denke auch, dass die UnserDing-Füllfrequenz in St. Wendel und die SR2-Frequenz in Homburg die ersten Streichkandidaten sind, da sie eigentlich keine (oder so gut wie keine) zusätzlichen Gebiete versorgen, die nicht schon über andere Sender (SR2: 91,3, UnserDing: 103,7 und 98,0) gut oder sogar sehr gut versorgt sind.

Und da man ja bei SR2 anscheinend auf Bliestal verzichten kann, kann man natürlich die Fragen stellen, ob man diesen Sender wirklich so dringend bei SR1 und SR3 braucht. Bzw. wenn man ihn braucht, ob nicht sogar nur 200W-500W Sendeleistung reichen würden. Bei UnserDing ist er dagegen (auch mit 5kW) unverzichtbar.

Bei Merzig, Mettlach und Moseltal sehe ich eigentlich keine eindeutigen Einsparmöglichkeiten ohne dass diese deutliche Empfangseinbußen bedeuten würden. OK, Moseltal könnte man vielleicht noch etwas in der Leistung reduzieren. Aber 1-2 kW wird man schon brauchen, um auch noch bis Nennig und Sinz indoor stark anzukommen.

von SaarLux03 - am 02.05.2017 20:39
Zitat
hegi_ms
Das missglückte Projekt "Nordwestradio" ist ein Beispiel dafür, dass Kooperationen kein Allheilmittel sind.



Hallo zusammen.


Bei SR 2-Kultur gebe ich zu Bedenken das es bereits über viele Jahrzehnte solche Zusammenarbeit gab die hier (wieder) gefordert werden, zunächst mit S2-Kultur und später dann mit dem hier angeregten HR-2 aus Frankfurt. Auch wurden viele Jahre lang Programmteile parallel in SR 2-Kultur und dem (damals noch) Deutschlandradio Berlin / später DLR-Kultur ausgestrahlt.


Zitat
A.R.D.
von 1972 bis 1990 in Kooperation mit SDR und SWF betrieben, von 1991 bis Ende 1994 über weite Strecken mit hr2 zusammengeschaltet

SR 2 Kulturradio kooperiert eng mit weiteren ARD-Kulturradios und übernimmt beispielsweise montags bis freitags die WDR-Sendung »ZeitZeichen«, Produktionen des Deutschlandfunks wie »Andruck« oder das »Das Kulturgespräch« sowie am späteren Abend – außer am Samstag – ab 22.30 Uhr die aktuelle Sendung »Studio 9 kompakt« und »Fazit – Kultur vom Tage« von Deutschlandradio Kultur.


Genaures kann man hier nachlesen:

http://www.ard.de/home/intern/fakten/abc-der-ard/SR_2_KulturRadio/474340/index.html

Zum Nord-Westradio sei angemerkt dabei handelt es sich seit einiger Zeit um keine Kooperation mit dem NDR mehr sondern das wird ausschliesslich noch von Radio-Bremen verantwortet. Auch dieser Schritt die Zusammenarbeit aufzugeben war mit ausschlaggebend dafür dass Anfang August daraus wieder Radio Bremen 2 wird.

Fraglich ist warum das Saarland sich überhaupt (genau wie Bremen!) noch eine eigene ARD Anstalt leistet oder leisten muss. Ein SWR 4 Saar (evtl. Zusammenlegung mit dem Studio Trier des SWR ähnlich wie Mannheim&Ludwigshafen) wäre eine gute und zeitgemäße Alternative. Die anderen Wellen würden dementsprechend von SWR 3 und SWR 1 RP übernommen. Unser-Ding ist aus Das-Ding entstanden und könnte wieder darin aufgehen.

Gruß aus der Prignitz
Kraus

von MICHAELKRAUS - am 02.05.2017 23:24
Der SR übernimmt immer noch Anteile aus dem DLF und nun DLF Kultur Programm. Als regelmäßiger DLR Hörer hört man des öfteren den Satz "angeschlossen SR2 Kulturradio".

Aus meiner Zeit in KL ab Anfang der 90er Jahre weiß ich allerdings, dass der SR zur damaligen Zeit mit SR4 ein weiteres Kultur (Kontrastprogramm) hatte. Mit dem Ausbau zu einem eigenen vollen SR2 Angebot wurde dies meines Wissens eingestellt.

Realistische Vorschläge wären aber wünschenswert. Der gewöhnliche Eifler für den auch Radio Trier zuständig ist, hat mit dem Saarländer und umgekehrt wenig gemein, eher mit den Westpfälzer. Die Region ZW ist zum Beispiel eher dem Saarland als der Pfalz zugewandt.

Der Staatsvertrag regelt klar die Programme und eine Kooperation Mannheim und Ludwigshafen gibt es zumindest offiziell nicht.

Nüchtern betrachtet gibt es wenig Einsparungspotential. SR1 und SR3 würden in die Landesprogramme integriert. Bleibt nur das Kulturradio.

Eine Kooperation mit dem SWR glaube ich hier aber nicht, da es politisch unklug wäre. Beim SWF und SDR hat es damals mit S2 Kultur und S4 BW auch so angefangen. Dann eher der HR oder der DLF als Partner. (Pikanterweise strahlt der SR ja schon DLF Kultur aus).

So wie ich die Saarländer einschätze und das Saarland eigenständig bleibt, wird man eher die Hoheit über SR2 Kultur oder das Orchester opfern bevor man fusioniert.

von H_Deutsch - am 02.05.2017 23:44
Das SWR Studio MA-LU existiert sehr wohl und heisst auch ganz offiziell so.

Zitat
S.W.R.
Das Studio Mannheim-Ludwigshafen berichtet als einziges Studio des SWR sowohl für Baden-Württemberg, als auch für Rheinland-Pfalz.


http://www.swr.de/unternehmen/organisation/standorte-studio-malu/-/id=7687068/did=7574480/nid=7687068/2iikpz/index.html

Warum sollte dass nicht Vorbild für weitere Zusammenlegungen sein? Ein eigenes Radiostudio mit 4 Wellen für Saarland und Bremen ist einfach nicht mehr zeitgemäß und auch finanziell nicht mehr zu rechtfertigen!

SR 4 war meines Wissens so ähnlich wie NDR 4 (von 1989 bis 1995) aufgebaut mit längeren Wortstrecken, anspruchsvoller (Hoch)Kultur, Übernahmen anderer SR / SWF / SDR Sendungen, den Ausländerprogrammen und Live Übertragungen (Landtag, Bundestag, Sport). Das wurde zeitweise auch auf Mittelwelle übertragen. Also ein Gemischtwarenladen. Letzte mir bekannte Aktivität von SR 4 war als "Fussball WM Welle" 2002.

Siehe auch:

Zitat
A.R.D.
Das Programmschema des neuen Kanals kennzeichnen großflächige E-Musik-Sendungen und Kulturmagazine. In "Kultur und Politik am Vormittag", montags bis freitags, von 9.00 bis 12.00 Uhr, finden sich Literatur-Lesungen, Wissenschaftsmagazine und politische Features. Der Musik gehören die Nachmittagsstunden von 15.05 bis 17.00 Uhr, montags bis freitags, in "Klassik Extra". Mindestens sechs Stunden wöchentlich können die Hörer im "Offenen Kanal" ihr Programm selber gestalten. Am Abend sind auf SR4 die von SR3 Saarlandwelle hierher verlegten ARD-Ausländerprogramme zu hören.


http://web.ard.de/ard-chronik/index/955?year=1989&month=11


Gruß aus der Prignitz

von MICHAELKRAUS - am 02.05.2017 23:51
Jetzt werden die Einsparungen erstmals auch nach außen hin schmerzhaft spürbar. Das beliebte (auch bei älteren) Halberg Open Air wird also künftig abgeschaft. Neben den weiteren Einsparungen mache ich mir nun als Ortsansässiger große Sorgen um die SR 3 - Sommeralm.

Ich hoffe, diese wird uns noch lange erhalten bleiben. Wird diese auch noch eingespart, kann man meinetwegen den SR auch ganz abschaffen und mit dem SWR fusionieren.

von PEQsche - am 03.05.2017 04:45
Ändert aber nichts daran, dass kein Programm Mannheim/Ludwigshafen gibt.

Die FOderungen von der Prignitz sind an den Haaren herbei gezogen, es gilt immer noch der Staatsvertrag des SWR und jedes Bundesland hat sein Landesfunkhaus mit 2 Landeswellen und TV Programm.

Nochmal die Einsparungen im SR sind praktisch nur bei der Kulturwelle gegeben.

Über Mittelwelle kam immer die Europawelle Saar. Ab 1995 der DLF. Später kam auf 1179 noch ANtenne Saar, hier war SR4 aber längst Geschichte

von H_Deutsch - am 03.05.2017 06:48
Eine öffentlich-rechtliche Anstalt, die ihre Kernkompetenz (alles, was nicht kommerziell sowieso "läuft") nicht mehr leisten kann, sollte fusionieren. Das ist doch ein Trauerspiel. Festivals weg, Hörspiele reduziert, weitere Sendunden weg oder reduziert - wen wundert es, wenn dann die Beitragszahler im Saarland mit der Zeit unwillig werden. Nur weil sie in einem kleineren Bundesland mit eigenständige Anstalt wohnen, bekommen sie drastisch weniger Angebote als z.B. die Bewohner Bayerns, zahlen aber genau so viel.

von DH0GHU - am 03.05.2017 07:48
Vielleicht würde es weniger weh tun, bei einer Fusion zwischen SR und SWR ein Rundfunkprogramm mit der stärksten Ausrichtung auf das regionale Geschehen im Saarland als eigenständige Landeswelle zu erhalten und dort, wo es Überschneidungen zwischen SR und SWR gibt, bei zeitgleicher intensiver Mitarbeit Programme fusionieren zu lassen? Unter Mitarbeit verstehe ich, dass man nicht z. B. stur SWR3 anstatt SR1 übernimmt, sondern sich an der Gestaltung des gemeinsamen Programms mit der Zulieferung von Nachrichtenelementen, Verkehrsfunk (inklusive TMC), Veranstaltungshinweisen und Berichten von dort usw. beteiligt. Unter dem Strich würde dann nur ein saarländisches Gegenstück zu den SWR 4-Wellen aus Rheinland-Pfalz oder Baden-Württemberg fehlen, das es zu schaffen gäbe.

Beim Fernsehen sind m. E. die eigenständigen Programmanteile ohnehin recht überschaubar und es läuft eigentlich nur noch auf die zeitweise Regionalisierung für regionale Berichterstattung hinaus. Ansonsten läuft doch überwiegend das normale SWR-Fernsehen, richtig? Somit sehe ich dort das geringste Einsparpotenzial.

von PowerAM - am 03.05.2017 08:29
Da ist ja auch noch die Einnahmenseite, die dann weniger prekär ist. Einsparungen würden sich idealerweise auf Verwaltungsebene realisieren lassen, weniger im Programm.

Am Ende bräuchte es / gäbe es dann halt SWR1SL, SWR2, SWR3, SWR4SL, SWRinfo, SWRDasDing im Saarland. Mir ist grad nicht klar, ob dann nicht sogar der SWR noch insgesamt ein 7., rein digitales, Programm veranstalten dürfte.

Natürlich müßte man hier und da auf UKW umkoordinieren.

von DH0GHU - am 03.05.2017 08:38
Zitat
Habakukk
Könnte man denn auf Merzig verzichten, wenn man dem Sender in Mettlach zusätzlich eine Keule Richtung Merzig und eine leichte Leistungserhöhung von 10 auf 100W verpassen würde?


Der Sender Merzig-Hilbringen/Nackberg ist eigentlich so positioniert, dass er genau in das Tal Richtung Brotdorf reinstrahlt. Aus Richtung Mettlach ist in diesem Bereich doch so mancher Hügel im Weg. Da bezweifele ich, dass 100 Watt aus Mettlach genauso gut wirken werden.


Zitat
H_Deutsch
Nochmal die Einsparungen im SR sind praktisch nur bei der Kulturwelle gegeben.


Ich male mal den Teufel and die Wand:
Am Ende kommt der SR noch auf die Idee, SR2 nur noch über DAB zu senden und die UKW-Kette von SR 2 an Unser Ding zu geben, um die (externen) Kosten für die 103,7 vom Schoksberg zu sparen.
Ggf. gibt's noch ein Tausch mit Big FM und SR 2 dann zumindest noch auf der 94,2.

Der BR zeigt ja schon den Weg auf.

von Saarländer (aus Elm) - am 03.05.2017 08:55
Braucht man den Sender Merzig eigentlich für die Kernstadt Merzig? Hier könnte in der Tat Mettlach aushelfen. Wieviele Menschen wären denn betroffen um das Tal Brotdorf.

Würde der SR aber die 103,7 aufgeben, dann käme sicherlich CRR oder Big FM zum Zug und gerade Big FM wäre ja dann ein Schuss ins Knie, wie es so schön heisst und man würde dei Einnahmen der 94,2 verlieren. Dann sehe ich noch das Szenario mit 5-20 kW vom Halberg die 103,7 auszustrahlen oder eine Kombination mit 103,7 aus Kerlingen, 98,2 vom Halberg und eine Bliestal Frequenz.

Aber die UKW Abschaltungen werden doch laut Text nur geprüft und für mich sieht die Reihenfolge wenn man sich dafür entscheidet wie folgt aus:

1.) Homburg 98,6 200 W
2.) St.Wendel 90,3 100 W
3.) Optimierung im Raum Merzig / Mettlach zum eigenen Standort Mettlach
4.) SB-Halberg 98,2 10 W

von H_Deutsch - am 03.05.2017 10:29
Also quasi einen auf Radio Bremen machen und komplett auf MB umsatteln und sich so die Kosten für das eigene Technikteam sparen?

Unabhängig von der Sinnhaftigkeit dieses Vorbringens frage ich mich, ob es überhaupt möglich ist die Frequenzen von der Göttelborner Höhe so einfach zum Schoksberg zu verschieben oder ob da nicht vielmehr eine Umkoordinierung notwendig würde. Ich denke, wenn es möglich wäre die Frequenzen frei hin und her zu schieben hätte man das schon längst mit Unserding gemacht.

von RheinMain701 - am 03.05.2017 11:08
Eine Aufgabe der Göttelborner Höhe kann man sicherlich zu 100% ausschließen.

Man hat das ganze Sendenetz bei DAB und DVB-T auf die Göttelborner Höhe und ohne den Schoksberg ausgerichtet.

Beim Halberg hat man DVB-T Antennen erst kürzlich angebracht.

Ein Umkoordinieren zum Schoksberg der UKW Frequenzen wäre möglich. Die Salue Frequenz ist ja im Ausland immer noch als Göttelborn koordiniert.

Das Problem der 103,7 ist das andere Diagramm mit Ausblendung nach Osten und Kapazitätsprobleme am Standort Göttelborn, sowohl das Gebäude (zumindest zum Start als noch Wert auf Backup etc gelegt wurde) als auch der Mast.
Man könnte sicherlich die 103,7 mit 10kW in der SR1/2/3 Konfiguration betreiben. Dann bräuchte man aber zwingend die 98,2 als Stützfrequenz für Saarbrücken. Ob mit der bestehenden Anlage eine Ausblendung nach Osten möglich ist, sodass man vlt 25 - 50 kW fahren könnte, kann nur ein Techniker beurteilen.

von H_Deutsch - am 03.05.2017 11:21
Also das sehr harte Einsparungen auf den SR zukommen ist schon seit mehreren Monaten das Flurgespräch hier im Haus. Da gibt es so viel zu erzählen, da weiß ich gar nicht wo ich anfangen soll...

Einsparungen beim SR Fernsehen wird es nicht geben. Da geht nicht mehr weniger. Was für ziemlich Unmut sorgt ist DVB-T2. Das hat wieder Geld gekostet für wirklich sehr sehr wenige terrestrische Zuschauer hier im Saarland. Am liebsten würde man die Terrestrik ganz abschalten.

Das Saarland ist per analogem UKW nur schlecht (im Sinne von aufwendig) zu versorgen. Eine so kleine Fläche versorgen andere Programme mit einem einzigen 100kW Sender. Die Senderkarten bilden die tatsächliche Empfangssituation noch nicht annähernd ab. Jede Leistungsreduzierung, oder gar Abschaltung, bedeutet gleich einen harten Einschnitt in der Empfangbarkeit. Oder anders ausgedrückt: der SR betreibt keinen Sender um 10 Euro Radios mit abgebrochener Teleskopantenne im Hobbykeller zu bedienen. Jeder Sender ist notwendig. Wenn es keine anderen Programme gäbe und der SR seine Sender und Frequenzen hin und her schieben könnte wie er wollte, dann könnte man das Sendernetz sicherlich gewaltig aufbessern. Aber soweit das ein Sender überflüssig wird, würde es nie kommen. Man hat ja jetzt schon zu wenig Sender. Siehe den stellenweise elendigen Empfang von Unser Ding.

Meinem empfinden nach hat SR2 schon sehr viele Übernahmen von anderen ARD Stationen. Und selbst wenn man nicht zeitgleich überträgt, wie man das oft mit DLF Kultur macht, dann werden ganzen Reportagen, Berichte und Features, zeitversetzt gesendet. Die Programmmacher von SR2 sind die unzufriedensten hier im Haus da sie am stärksten ausgebremst werden. An Ideen und guten Vorsätzen mangelt es nicht. Aber sie werden bereits jetzt schon aus finanziellen gründen an allen Ecken und Enden in ihrer Arbeit behindert. Um es mal etwas überspitzt zu sagen. Leider ist das Programm mit den wenigsten Zuhörern auch gleichzeitig das teuerste.

An SR3 wird kein Cent gespart. Das ist schon unrüttelbar in Stein gemeißelt. Denn SR3 ist das einzige Programm mit dem man zufrieden ist und das momentan in Sachen Zuhörerzahlen steigt und steigt und steigt...

SR1 ist und bleibt das ewige Sorgenkind des SR. Über einen Mehrjahrestrend hin gesehen fallen die Zuhörerzahlen ins bodenlose. Der Grund? Kommt darauf an wen man fragt. Die meisten sagen das man eine zu große Bandbreite an Hörern abdecken muss. Man muss quasi so etwas wie SWR1 und SWR3 zugleich sein. Andere sagen das Programm würde langweilig gefahren und eine schmissigere Soundverpackung würde schon Wunder bewirken. Hausintern ist man mit SR1 auch nicht zufrieden. Man redet von einem "weder Fisch noch Fleisch Programm" ohne gerade Linie.

Lässt man jetzt mal die Angst um die wegfallenden Arbeitsplätze außen vor, sind sehr sehr viele dem Gedanken gar nicht abgeneigt SR und SWR zusammenzulegen. Viele sagen sogar das man das hätte damals mit der SWF und SDR Fusion gleich hätte mit durchziehen sollen. Was viele nicht wissen: genau das wurde damals schon in Erwägung gezogen und es muss gar nicht so viel gefehlt haben dann wäre es genau so gekommen.

von Spacelab - am 03.05.2017 11:53
Zitat
PEQsche
Die meisten Menschen sollten doch mittlerweile über HD-fähige Empfangsgeräte verfügen, die zumindest die freien ÖR wiedergeben können?!

In meinem Bekanntenkreis hat keiner ein HD-fähiges Empfangsgerät. Die können alle nur SD.

Das wird auch schon in einem Parallelthread diskutiert weil die KEF eine Abschaltung des SD-Signals zum Jahr 2019 fordert, was aber problematisch ist wenn noch so viele in Deutschland SD schauen und gar kein HD-taugliches Gerät haben.

von RheinMain701 - am 03.05.2017 12:31
Man muss sich aber auch mal die Frage stellen, ob eine Erhöhung der Gebühren nicht mal sinnvoll wäre oder wie in Österreich eine zusätzliche Länderabgabe.

Dass jz selbst der SR soviel sparen muss, ist auch ein Alarmsignal, aber auch beim BR sieht es trotz der Größe nicht besser aus.

Die kleinen Anstalten haben ja schon den Rotstift angesetzt, deshalb ist wenig Spielraum.

Die Frage darf aber erlaubt sein, wie passt bei RB der Übernahme von NW Radio in Bremen 2 und Bremen next ins Bild?

von H_Deutsch - am 03.05.2017 13:36
RB ist ja bereits relativ schlank, hat Geldzusagen im ARD-Finanzausgleich bekommen (nachdem man sich zuvor sogar an der Pensionskasse vergriffen hatte), produziert zu norddeutschem Kostenniveau. Und lässt viel Verwaltungskrams durch den NDR erledigen.
Bremen next hat auch nur gerade einmal 2 feste Mitarbeiter, der Rest sind freie, die auch nicht so bezahlt werden wie üblich...

von iro - am 03.05.2017 14:18
Die ganze ARD muss sparen. Siehe Anmeldung für den 21. KEF-Bericht:

>> Die Sender setzen ihre Einsparanstrengungen auch im Zeitraum 2017 bis 2020 fort, so dass die im 20. KEF-Bericht festgestellten Ergebnisse grundsätzlich bestätigt werden können. Allerdings liegen aktuell die erwarteten Beitragserträge unter der letzten KEF-Feststellung. Bei der ARD werden zudem aufgrund der 2016 beschlossenen Beschränkungen der Hörfunk-Werbung in Nordrhein-Westfalen Mindererträge erwartet.

von Manfred Z - am 03.05.2017 15:06
Zitat
raeuberhotzenplotz1
(vor allem unsere Politiker die uns weiterhin mit ihrer "Propaganda" beglücken wollen).

Komisch. Welche "Propaganda" meinst Du? Die weitgehend wortfreien Popwellen haben dafür keine Sendefläche - wäre ja "Wort" und das geht nur, wenns Wetter, Verkehr oder Selbstbeweihräucherung ist. Auf den Kulturwellen finde ich hingegen ne Menge Dinge, die so gar nicht Polit-Propaganda sind.

Und wenn ich mir ein Programm wie Bayern 2 (ok, geht in diesem Thread nicht um den BR) hernehme, wo Dinge gesendet werden, die der Realpolitik komplett widersprechen (kritische Berichte über Glyphosat aus der bäuerlichen Praxis, Berichte über Tiefenökologie, ...), dann ist das regelrechtes "Anti-Programm". Ich merke es daran, daß es mir oft zusagt, was ich von deutscher Realpolitik, seit ich sie als Betroffener zu erdulden habe (seit 1990 also) absolut nicht sagen kann. Da sehe ich nur eines: keine Zukunftsfähigkeit - auf Bayern 2 laufen dann die Reportagen davon, wie Menschen dennoch Zukunftsfähigkeit wagen und proben. Dafür gerne jeden Cent meiner Gebühren!

Fals Du allerdings mit "Propaganda" meinen solltest, daß bislang kein deutscher Radiosender (übrigens auch kein Privater) zum nächsten Holocaust aufgerufen hat - nun, da steht das Grundgesetz davor. Das haben sich Leute ausgedacht, die den 2. Weltkrieg noch unmittelbar in den Knochen hatten. Die wussten, warum sie das da genau so reinschreiben sollten. Das ist in seinen Grundwerten keine Erfindung von Politikern der vergangenen 3 Jahre, in denen der Hass so salonfähig geworden ist.

von Chris_BLN - am 03.05.2017 21:05
@ H_Deutsch

Zitat

Man muss sich aber auch mal die Frage stellen, ob eine Erhöhung der Gebühren nicht mal sinnvoll wäre (...)


Da das nun eine Haushaltsabgabe ist, die gezwungenermaßen zu zahlen ist, welcher Politiker würde sich so "beliebt" machen und sich dahinter stellen? Erstrecht, nachdem die Einnahmen der Öffentlich-Rechtlichen durch die Umstellung auf die Haushaltsabgabe stark angestiegen sind.

Die Aufteilung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in verschiedene Anstalten, die noch aus der Besatzungszeit nach dem zweiten Weltkrieg entstammt, müßte komplett reformiert werden.

OT-Beispiel:
Auf Länderebene werden derweil erneut Landkreise zusammen gelegt und die Verwaltung an die gesellschaftliche Entwicklung angepaßt. Keiner käme auf die Idee, Steuer-, Abgaben- und Gebührenerhöhungen vorzuschlagen, nur um die alten Verwaltungsstrukturen zu erhalten.


Edit:
Das Wort "Zwangsabgabe" auf besonderen Wunsch des Amateurfunkers Ulrich Hilsinger, DH0GHU, abgeändert. :rolleyes:

von Kay B - am 03.05.2017 23:03
Zitat
Chris_BLN
... da steht das Grundgesetz davor...


Ich glaube nicht, daß es im Sinne des Grundgesetztes ist, daß unser demokratisches System langsam in ein autokratisches System abgleitet in dem eine etablierte politische Klasse definiert, was gedacht und gewählt werden darf und was nicht und die ÖR-Medien dabei eines der Hauptinstrumente sind, mit deren Hilfe dem Vorschub geleistet wird. "Wortfrei" sind jedenfalls ARD und ZDF nicht, vor allem im TV, aber auch nicht im Radio.

von raeuberhotzenplotz1 - am 04.05.2017 07:57
Sorry for OT, aber:

Zitat
raeuberhotzenplotz1
in dem eine etablierte politische Klasse definiert, was gedacht und gewählt werden darf und was nicht

Ach, immer die gleiche wehleidige Suppe. Du DARFST freilich denken und wählen was du willst, daran hindert dich niemand. Der inflationäre Gebrauch des Verbs "dürfen" in diesem Kontext nervt mich zusehends.
Es ist nur so, dass es umgekehrt dann auch nicht die Pflicht gibt, das gut zu finden! Wenn du der Meinung bist, dich in deinen Ansichten und deinem Wahlverhalten vom Mainstream abzuheben, ist das ja nur zu begrüßen. Man muss aber dann auch standhaft genug sein, das bei entsprechendem Gegenwind auch zu vertreten und v.a. zu verargumentieren. Das war schon *immer* so!

Zitat
raeuberhotzenplotz1
und die ÖR-Medien dabei eines der Hauptinstrumente sind, mit deren Hilfe dem Vorschub geleistet wird.

Man kann vielleicht kritisieren, dass traditionelle Medien eher links als rechts orientiert sind, ja. Nichtsdestotrotz wird doch jede minimale Regung der Regierung kritisch hinterfragt, und bei jeder Gelegenheit jeder auch nur geringste Furz dieser sogenannten "Alternative" ordentlich durchgekaut, damit die nur ja genügend Plattform bekommen.

von Habakukk - am 04.05.2017 08:16
Zitat
Manfred Z
Die ganze ARD muss sparen.

Daher jetzt wohl in den Nachrichten die Meldung über eine "dramatische Erhöhung der Rundfunkbeiträge"?

Ob das mit den finanziellen Problemen beim SR (die ja nicht nur dort existieren werden, sondern bei allen deutschen Rundfunkanstalten, die nicht gerade BR oder WDR heißen) zusammenhängt, weiß ich nicht, könnte aber das Problem lösen. Denn dass man soweit geht und sagt, man hat kein Geld mehr um das Saarland flächendeckend zu versorgen, hat vermutlich beim KEF eine Schockwelle ausgelöst.

von RheinMain701 - am 04.05.2017 08:18
Ob schon wieder eine Erhöhung der Zwangsabgabe der richtige Weg ist bezweifle ich. Die Stimmung in der Bevölkerung ist doch diesbezüglich eh schon auf 180. Man kann nicht einfach immer nur erhöhen erhöhen und erhöhen. Irgendwann kommt unweigerlich der Punkt wo die Zwangszahler sagen "Was? Bei der ARD Station XYZ müssen Sender abgeschaltet und Sendungen eingestellt werden? Pfff! Macht doch!" Es gibt eine Schmerzgrenze wie viel der breiten Masse der öffentlich rechtliche Rundfunk wert ist. Und diese Schmerzgrenze ist langsam aber sicher erreicht.

Aber um mal wieder den Bogen zum eigentlichen Thema zu schlagen: der SR geht komplett am Stock. Der Grund war nicht ein zu geringer Rundfunkbeitrag. Sondern man hatte sich über Jahrzehnte hinweg einen immensen Wasserkopf geleistet. Man gab das Geld mit vollen Händen aus als gäbe es kein morgen mehr. Und jetzt sitzt man in einem Teufelskreis fest. Nehmen wir als deutlichstes Beispiel mal den DAB+ Ausbau. Weil keine Kohle da war startete man mit einem elendigen Rumpfnetz. Für den weiteren Ausbau benötigte man aber Geld. Dieses sollte über die Vermietung von Kapazitäten hereinkommen. Aber, oh Wunder, es fand sich niemand der die unverschämten Preise für ein solch mieses DAB+ Netz bezahlen wollte. DAB+ ist, genauso wie DVB-T und jetzt erst recht DVB-T2, für den SR ein Verlustgeschäft.

von Spacelab - am 04.05.2017 09:15
Zitat
DH0GHU
Eigentlich zum Ko****. Bei wachsender Wirtschaftsleistung, leicht steigenden Preisen, steigenden Einkommen, wird die ARD weiter kaputtgespart. So lange, bis sie so unpopulär wird, dass die stabilen Gebühren für schlimmer empfunden werden als moderat steigende Gebühren ohne Demontage des gelieferten Contents.



Naja, ich persönlich zahle gerne Rundfunkgebühren für guten Inhalt. Oft verschwinden gute Sendungen irgendwo im Nachtprogramm und da frage ich mich warum das sein muss. Teuer produzieren und dann unter Ausschluss der Gebühenzahler versenden..

Dann gibt es unglaubliche Redundanzen... warum muss ein Sender 3-4 Nachrichtenformate produzieren? Ich kann das nur am Bsp.SWR schreiben...
Warum muss fast rund um die Uhr SWR3 eigene Nachrichten haben? Man könnte zumindest es auf 2 Formate runterdampfen: ausführliche auf SWR2/SWRinfo/SWR4 und etwas kürzere SWR1/SWR3...

Also soooooo ganz unschuldig ist die ARD nicht, und wenn ich so sehe was für talkshows an externe Geld ausgegeben wird, oder für nicht mehr produzierte Gottschalk Sendungen.... da entsteht eben doch der Eindruck, es wird nicht immer nach rechtlich korrekten und wirtschaftlich vertretbaren Gesichtspunkten gearbeitet.

Ja in der freien Wirtschaft passiert so etwas auch, aber die Gebühren sind Steuergelder und da kann man doch einen etwas sorgsameren Umgang erwarten..

von Winfried Haug - am 04.05.2017 15:30
Zitat
Cha
Was ich hier noch gar nicht gelesen hab ist "SR Antenne Saar". Hört das Programm überhaupt jemand, bzw. weiß der durchschnittliche Saarländer, dass es dieses Programm gibt? Vielleicht könnte man das einsparen und über DAB+ SWRinfo senden. Die Bremer machen es ähnlich.

Antenne Saar ist doch sowieso vollständig automatisiert, es laufen ausschließlich Übernahmen anderer Sendungen nach einem festen Zeitplan, eigene Moderation gibt es nicht. Da kann man wirklich nicht mehr viel sparen. Zu deinem Vergleich: Auch in Bremen gibt es "Bremen Fünf", das sich bei Parlamentssitzungen der Bremer Bürgerschaft aus dem Programm von NDR Info ausklinkt und ein eigenes Programm auf den NDR-Info-Frequenzen in Bremen und Bremerhaven sendet, dann sogar mit eigenem RDS "BREMEN_5".

von RheinMain701 - am 04.05.2017 15:34
@Winfried Haug: du schreibst da vielen aus der Seele.

@Cha: Antenne Saar läuft so nebenbei mit. Das kostet höchstens Strom für den PC der vollautomatisch zwischen den Zulieferern hin und her schaltet. Der schon mehrfach gefasste Plan das Programm nun endlich mal wie von Anfang an geplant auszubauen wurde wegen mangelndem Budget immer wieder verschoben und nun wohl ganz beerdigt. Das Antenne Saar Programm so wie es jetzt immer noch ist war ja ursprünglich nur als vorübergehendes Programm geplant.

von Spacelab - am 04.05.2017 15:43
Sorry für nochmaliges off-topic.

Zitat
raeuberhotzenplotz1
Ich glaube nicht, daß es im Sinne des Grundgesetztes ist, daß unser demokratisches System langsam in ein autokratisches System abgleitet


Sorry, Du halluzinierst. Es gibt Wahlen, nach wie vor in altbekannter Regelmäßigkeit. An den Mechanismen wurde nichts geändert. Rechte Parteien sind in ausreichender Anzahl zugelassen. Das Bundesverfassungsgericht hält sogar Faschismus für legal und wählbar, die Bevölkerung macht davon regional auch Gebrauch. Wo ist da "Autokratie"? Die sehe ich stattdessen in der Türkei, in Russland und in Nordkorea - aber nichtmal in den USA, dort stoppt man Trump von höchst legaler und richterlicher Seite immer wieder, wenn er frei dreht.

Ums mal ganz klar zu sagen: was vor 20 Jahren noch als "gutbürgerlich" galt in Westdeutschland, gilt heute als "links". Wer in Ostdeutschland das Grundgesetz achtet, gilt als "linksextrem". Die UN-Erklärung der Menschenechte (von 1948!!!) gilt als "Diktatur" und "Einschränkung der Meinungsfreiheit", gegen sie wird tagtäglich verstoßen, ohne daß die staatlichen Stellen einschreiten. Und das, was früher als "links" galt, nämlich die Beseitigung des Kapitalismus und die Einführung einer Herrschaft der Arbeiterklasse, taugt heute nur noch für einen schlechten Witz.

So haben sich Werte verschoben. Deutschland steht kurz vor dem nächsten Krieg - von der (ost)deutschen Bevölkerung gewollt, gespeist aus abgrundtiefem Hass, weil sie nach wie vor nicht so leben können, wie ihnen das West-Werbefernsehen in den 1980er Jahren vorgespielt hat. Sie sind entschlossen, wenns sein muß auch auf ihre eigene Lebensqualität zu verzichten, wenn sie nur andere maximal möglich schädigen können.

Ich bin weißgott kein Fan dieses Landes und vor allem nicht dieser Bundesregierungen (und zwar durchgängig seit 1990, als mir dieses Land übergestülpt wurde), aber ich kann inzwischen wenigstens einen wichtigen Wert wertschätzen: den, daß dieses so "unerträgliche" und "unterdrückende" Grundgesetz noch gilt. Sonst wäre ich auch schon in der Gaskammer gelandet und mein Freundeskreis gleich mit.

Zitat
Habakukk
Man kann vielleicht kritisieren, dass traditionelle Medien eher links als rechts orientiert sind


Vgl. die "Verschiebung" des Begriffes "links", die ich weiter oben beschrieb. Man ist heute schon "links", wenn man Menschen als Menschen anerkennt und sich an die o.g. UN-Konvention hält. Man ist heute "links", wenn man das nicht funktionierende bestehende System schrittweise durch ein ökologisches und solidarisches System ablösen will. Sind natürlich recht "günstige" Voraussetzungen, als "links" zu gelten.

von Chris_BLN - am 04.05.2017 16:47
Zitat
DH0GHU
Eigentlich zum Ko****. Bei wachsender Wirtschaftsleistung, leicht steigenden Preisen, steigenden Einkommen, wird die ARD weiter kaputtgespart. So lange, bis sie so unpopulär wird, dass die stabilen Gebühren für schlimmer empfunden werden als moderat steigende Gebühren ohne Demontage des gelieferten Contents.


Es wird nur an der falschen Stelle gespart. Die Technik ist da immer als erste dran, leider. Die ARD hat zuviele Redundanzen, außerdem ist man gerade im TV Bereich zu quoten"geil".
Warum man zB um 17.10 in Konkurrenz zum ebenfalls gebührenfinanzierten ZDF eine Klatsch und Trasch Sendung zeigen muss, täglich, das erschließt sich mir nicht.

Leider wird diese Diskussion immer dadurch abgewürgt, dass man entweder total für ARD/ZDF sein muss, so wie sie sind, oder total dagegen. Dass es da auch was dazwischen geben kann und muss, wird nicht gerne gehört, weil man offenbar auch gegen Reformen ist.
Ich möchte gerne einen starken ÖR, aber er soll auch einigermaßen effizient aufgestellt sein...
Warum zB muss jetzt jede ARD Anstalt auch nachts ein eigenes Programm fahren, sie zB Bayern 1 ? Früher gabs da die ARD-Popnacht, Klassik und Hits. Jetzt macht jeder sein eigenes Ding. Da ist offenbar noch genug Geld da....

von Terranus - am 04.05.2017 16:56
Vielleicht sollte man schlicht nur die Ausgaben in entsprechenden Berichten ausweisen. Vielleicht wäre nach "dieses Spiel wird präsentiert von Bitburger" auch mal ergänzend wert "und Betrag x von ihrem Rundfunkbeitrag". Vielleicht könnte das die Stimmungslage etwas entgiften.
Das davon unabhängig Reformen (wo bleibt mein Hard'nHeavy?) nach meiner Ansicht in den Popularwellen notwendig sind ist richtig, aber fast ein anderes Thema. Dort würde ich jetzt die großen Kosten nicht verorten wollen.

von Thomas (Metal) - am 04.05.2017 18:25
Terranus, da hast Du durchaus recht. Ich wäre ja sehr dafür, kleine Anstalten zu fusionieren. Dadurch spart man aber erstmal kein Geld (die Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern und Pensionären sind ja da...), aber man könnte mehr Programminhalte rausholen.

Pensionsverpflichtungen sind nunmal da - wenn die immer größer werden, egal warum, ist es dennoch falsch, an Gegenwart&Zukunft der Programme zu sparen. Es kann aber nicht sein, dass dann auch noch die Einnahmen dauerhaft gekappt werden. Wenn damit eine Qualitätssteigerung einhergehen würde, wäre für mich eine Erhöhung der Gebühren vollkommen ok. Aber auch nur dann. Dafür, dass immer mehr Qualität gestrichen wird, würde ich auch kein Geld ausgeben wollen.

von DH0GHU - am 04.05.2017 18:27
Zitat
Chris_BLN
... Du halluzinierst...


Hmmm Beispiele gefällig: Parteien werden willkürlich von der staatl. Finanzierung ausgeschlossen, während sich andere noch mehr Zuschüsse gönnen, eine Zensur des Internets soll eingerichtet werden und die Durchsetzung dieser Zensur wird gleich noch faktisch an private Unternehmen gegeben, politisch Mißliebigen droht man mit der Beobachtung durch den Verfassungsschutz, Demonstraten droht man mit dem Verfassungsschutz, um sie an Ihrem Demonstrationsrecht zu hindern, die eigentlich wichtigen Themen für die Zukunft unseres Landes wie Migration, Euro, Europa werden immer geschickt aus dem Wahlkampf herausgehalten, obwohl es hier um essentielle Hoheitsrechte unseres Staates geht die an andere Insitutionen abgegeben wurden/werden, Recht wird einfach folgenlos in hunderttausenden Fällen gebrochen und niemand scheint es zu interessieren, Regeln die sich eine angebliche "Wertegemeinschaft" selbst gegeben hat werden nicht von dieser beachtet und am Ende soll einer faktisch dafpür haften, eine nicht demokratisch legitimierte Clique namens "EU-Kommission" fährt all das an die Wand was in Jahrzehnten augefbaut wurde, usw. usf. Denkt doch mal nach!

So zerstört man langsam aber stetig die Demokratie bzw. das Vertrauen in die Demokratie. Irgendwann ist man da wo jetzt z.B. Russland oder China sind und das gefällt mir nicht. Und die Position die die ÖR-Medien dabei spielen auch nicht...

Sorry für diese Auslassungen, aber dieser Thread hatte sowieso von ANfang an nix mit Technik zu tun.

von raeuberhotzenplotz1 - am 04.05.2017 18:29
@ Terranus

Zitat

Die Technik ist da immer als erste dran, leider.


War das nicht so, daß sich die KEF nur auf die technischen Seiten und die Verbreitung der Programme beschränken muß? Deswegen ist die Verbreitung und Technik wohl leider immer als erstes dran.

Das würde auch erklären, wieso der SR die Abschaltung von UKW-Sendern als Sparmaßnahme ins Gespräch bringt, was kaum etwas reißen dürfte (siehe vorangegangene Beiträge).

von Kay B - am 04.05.2017 22:08
Richtig. Auf die Programmgestaltung hat sie keinen Einfluß.

Auch so ein Punkt, wo das System krankt: Wenn ich wegen "Kostendisziplin" Programme garnicht empfangen kann (vgl. langsamer Bundesmuxausbau und AM-Abschaltung des DLF), steigert das meine Freude über Beiträge natürlich total... Bringt mir dann auch ganz viel, dass die KEF auf die Inahlte keinen Einfluß hat, aber wirksam die Verbreitung dieser Inhalte behindern kann :-(

von DH0GHU - am 05.05.2017 08:45
Interessante Neuigkeit:

Zitat
satnews.de
Der Saarländische Rundfunk (SR) will möglicherweise zu harten Maßnahmen greifen, da dem öffentlich-rechtlichen Sender zum wiederholten Male ohne eigenes Verschulden ein schwieriges Szenario mit spürbar negativen Folgen für seine finanzielle Situation droht. Laut einem Zehn-Punkte-Plan zur Kostenreduzierung ab 2018 werde unter anderem eine Reduzierung der UKW-Senderstandorte im Saarland geprüft. Neben dem weitgehend landesweit hörbaren Senderstandort Göttelborner Höhe betreibt der SR noch zwei Sendestandorte mit mittlerer Leistung an den Standorten Bliestal und Moseltal sowie Low Power-Sender an den Standorten Merzig und Mettlach. Mit der Jugendwelle Unserding muss man sich teuer bei der Telekom-Tochter DFMG am Standort Schoksberg einmieten, da ein Betrieb der Frequenz 103,7 MHz nicht vom eigenen Senderstandort Göttelborner Höhe möglich ist. Eine landesweite digital-terrestrische Radio-Versorgung will der SR künftig über die preisgünstigere Technologie DAB+ herstellen.

Ferner prüft der Sender beim Fernsehen die Parallelabstrahlung SD/HD via Satellit früher als geplant zu beenden. www.sr-online.de


Man kann von den beschlossenen Sparmaßnahmen halten, was man will (ums Halberg Open Air ist es echt schade :( ), aber hier werden wenigstens die Weichen in die richtige Richtung gestellt, wenn man schon dazu gezwungen ist.

Statt DAB+ wird also UKW zurückgefahren, statt HD wird eher SD abgeschaltet.

Vielleicht findet der SR ja so bzgl. DAB+ wieder zu seiner alten Pionierrolle zurück (wenn auch dazu gezwungen) ;)

von PEQsche - am 05.05.2017 10:03
Da ist doch schon mal der richtige Ansatz, wo sofort gehandelt werden kann.

Frage mich immer, ob eigene Standorte wirklich so viel billliger sind wie die der DFMG. Wenn das so waere, haette die DFMG ja eine unheimliche Gewinnmarge. Es ist wohl eher eine Frage des Betrachtungswinkels: sehr hohe Anfangsinvestition mit niedrigen laufenden Kosten gegenueber sehr niedriger Anfangsinvestition mit hoeheren laufenden Kosten. Irgendwann kommen bei den eigenen Standorten aber auch wieder die sehr hohen Anfangsinvestitionen, Beispiel Neubau Sendemast Steinkimmen NDR, bei den DFMG Standorten bleibt es aber 'nur' bei den laufenden Kosten.

von Nordlicht2 - am 05.05.2017 10:50
Zitat
Nordlicht2
Da ist doch schon mal der richtige Ansatz, wo sofort gehandelt werden kann.

Frage mich immer, ob eigene Standorte wirklich so viel billliger sind wie die der DFMG. Wenn das so waere, haette die DFMG ja eine unheimliche Gewinnmarge. Es ist wohl eher eine Frage des Betrachtungswinkels: sehr hohe Anfangsinvestition mit niedrigen laufenden Kosten gegenueber sehr niedriger Anfangsinvestition mit hoeheren laufenden Kosten. Irgendwann kommen bei den eigenen Standorten aber auch wieder die sehr hohen Anfangsinvestitionen, Beispiel Neubau Sendemast Steinkimmen NDR, bei den DFMG Standorten bleibt es aber 'nur' bei den laufenden Kosten.


Eigene Standorte sind immer billiger als fremde, wenn man schon einen Bestand hat. Denn der Überschuss fließt direkt in die Kasse der Anstalt und nicht der MB.

Der Schoksberg dürfte nicht billig sein, wie Salue auch, da man für beide Frequenzen eine eigene Antennenlage benötigt.

Deshalb halte ich v.a. Homburg und mit Abstand St.Wendel für Abschaltungskandidaten.

Leider hat sich noch niemand aus der Gegend dazu geäußert, wieviele Menschen von einer Abschaltung von Merzig und Versorgung über Mettlach (wie bei DAB) wirklich betroffen wären.

Alles andere halte ich für Utopie, denn es gibt ja auch Verträge. Die 103,7 kostet halt am Anfang Geld für die Umrüstung von Göttelborn.

von H_Deutsch - am 05.05.2017 17:37
Ich weiß nicht was manche hier immer mit Kerlingen haben. Wer mal da oben war und die Topografie kennt weiß das man Kerlingen für ernsthaften Rundfunk in die Tonne treten kann. Der Standort ist gut für ein SFN. Aber doch nicht um einen "Stand alone" UKW Sender zu betreiben. Außerdem kann man von dort keine Leistung fahren. Die Schutzabstände sind da viel zu gering. 50 Meter entfernt stehen die ersten Wohnhäuser und 100 Meter in die andere Richtung ein größeres Hotel.

Vom Halberg kann man auch keine 100kW fahren. Und selbst wenn wäre der Standort immer noch suboptimal da viel zu niedrig.

von Spacelab - am 05.05.2017 18:19
Zitat
Spacelab
Ich weiß nicht was manche hier immer mit Kerlingen haben. Wer mal da oben war und die Topografie kennt weiß das man Kerlingen für ernsthaften Rundfunk in die Tonne treten kann. Der Standort ist gut für ein SFN. Aber doch nicht um einen "Stand alone" UKW Sender zu betreiben. Außerdem kann man von dort keine Leistung fahren. Die Schutzabstände sind da viel zu gering. 50 Meter entfernt stehen die ersten Wohnhäuser und 100 Meter in die andere Richtung ein größeres Hotel.

Vom Halberg kann man auch keine 100kW fahren. Und selbst wenn wäre der Standort immer noch suboptimal da viel zu niedrig.


Ich kenne die Topographie um Kerlingen nicht dafür bin ich hier im schönen Rheinland zu weit entfernt. Nur ist es eine Option neben Göttelborn und dem Halberg.

Nun ist er für DVB-T2 mit 20kW und ein neuer 80m Mast geplant. Also sind die Schutzabstände nicht das große Problem.

Ich denke aber, dass es wie oben geschrieben hauptsächlich um die externen Funzeln in MB Hand geht bei den optionalen UKW Abschaltungen. Es ist ja nicht in Stein gehauen.

von H_Deutsch - am 05.05.2017 18:31
Die 20kW sind aber auch schon das höchste der Gefühle und eine andere Hausnummer wie 100kW. Und wie gesagt, selbst mit 100kW ist die Reichweite verhältnismäßig sehr bescheiden von da oben. In einem SFN ist Kerlingen sicherlich eine gute Ergänzung zu einem bereits bestehenden Netz. Aber so stand alone als Einzelfrequenz... Da würde man sich keinen Gefallen damit tun.

Man könnte vielleicht einen Tausch mit bigFM machen und die eigene 94,2MHz wieder zurück holen. Also die gleiche Situation wie damals zum Sendestart von Unser Ding. Damit es aber nicht wieder so ein Loch im Raum Saarlouis gibt einen Füllsender in Kerlingen installieren. Aber ob man dann unterm Strich so viel gewonnen hat? Vor allem müsste man dann auch erstmal eine neue Frequenz koordiniert bekommen. Und das ist einen Steinwurf von der Grenze entfernt gar nicht so einfach. Belgien, Luxemburg, Frankreich... Jeder darf ja da seinen Einspruch geltend machen.

von Spacelab - am 05.05.2017 18:47
Der Vorteil von Kerlingen ist, dass man mit Richtstrahlung arbeiten könnten und alle relevanten Gebiete auch in diesem Gebiet liegen.

Aber und das gilt auch für die 94,2, es fehlt die Unterstützung von den Füllsendern der alten Kette.

Die Bliestal Frequenz versorgt natürlich die Bevölkerungsreichen Gebiet im Osten, wie IGB,HOM oder NK nicht so gut wie damals die 105,0. Aber wenn man wollte könnte man natürlich den eigenen Standort Spiesen dafür nutzen, wenn frequenztechnisch möglich, denn einige Bliestal Frequenzen werden ja schon in KL wieder genutzt.

Grundsätzlich müsste man natürlich in dem Fall Kerlingen mit 20kW, die 98,2 in SB, 90,3 in WND und die 98,0 im Osten mit einbezogen werden.

und auch im Fall der 94,2 hat man nicht viel gewonnen. Dann eher schon die 103,7 mit max. möglicher Leistung.

Aber bin ja auch des öfteren auf der A1 unterwegs und diese steig ab Saarbrücken immer nur an und schon der erste Ort an der Saarbahn meine Neuhaus (???), zumindest heisst die Autobahnausfahrt so liegt hinter einer Kuppe und dort geht die 94,2 schon schlechter bis unten im Loch, wo die Saarbahn nach links abbiegt. Auf dem anschließenden Gegenhang wird es dann wieder besser.

von H_Deutsch - am 05.05.2017 19:03
@ Nordlicht2

Zitat

Frage mich immer, ob eigene Standorte wirklich so viel billliger sind wie die der DFMG. Wenn das so waere, haette die DFMG ja eine unheimliche Gewinnmarge.


Das Problem ist wohl auch, daß da mehrere Anbeiter mit drin hängen. Die Deutsche Funkturm sowie Mädchen & Brotkasten. Und daß diese Unternehmen Nachfolgeunternehmen der Bundespost als ehemaliger Monopolist sind.


Ist es derweil eigentlich immer noch so, daß ein Programmanbieter Mädchen & Brotkasten oder einem anderen Dienstleister für die Bereitstellung der Sendetechnik beauftragen muß, wenn dieser ehemalige Bundespost-Standorte nutzen will? So ist es bei den Öffentlich-Rechtlichen in den neuen Bundesländern mangels eigener Senderstandorte üblich.

Oder könnte z.B. der SR sich direkt bei der Deutschen Funkturm einmieten und seine Sendetechnik dort aufbauen?

von Kay B - am 06.05.2017 09:55
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