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Aus für SWR1 Der Abend aus Baden-Baden

Startbeitrag von Manager. am 11.05.2017 15:22

Jetzt ist es offiziell... ;)


Zitat
www.swr.de
Bislang wurde ab 20 Uhr ein journalistisches Unterhaltungsprogramm für beide Bundesländer ausgestrahlt und aus Baden-Baden gesendet. Um hier in Zukunft den Anspruch der Hörerinnen und Hörer an ihre Landesinformationsprogramme noch besser zu erfüllen, senden SWR1 Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg ab dem 1. Juli 2017 ein getrenntes Programm aus den Standorten Stuttgart und Mainz.


Quelle ---> http://www.swr.de/unternehmen/kommunikation/11-swr1-der-abend/-/id=10563098/did=18886030/nid=10563098/yop8rd/index.html

Die 50 interessantesten Antworten:

Re: Aus für SWR1 aus Baden-Baden

Die Überschrift dieses Fadens ist inkorrekt.

Otto Meyer und Christian Rhönspieß moderieren den "Kopfhörer" ab 22 Uhr weiterhin aus Baden-Baden, die Nachtschiene von 0-5 Uhr kommt ebenfalls unverändert aus BAD.

Regional getrennt wird nur die Abendschiene.

Edit: Der "Kopfhörer" fällt weg, das gemeinsame Programm aus BAD beginnt erst um 24 Uhr.

von MainMan - am 11.05.2017 15:42
Zitat
MainMan
Otto Meyer und Christian Rhönspieß moderieren den "Kopfhörer" ab 22 Uhr weiterhin aus Baden-Baden,


In diversen Medien liest sich aber ganz anders. ;)

siehe ---> http://www.bild.de/regional/aktuelles/rheinland-pfalz-und-saarland/swr1-sendet-ab-juli-auch-am-abend-aus-mainz-51696304.bild.html
und ---> http://www.arcor.de/content/aktuell/regional_news/rheinlandpfalz_saarland/5880825,1,Medien--SWR%C2%A01-sendet-ab-Juli-auch-am-Abend-aus-Mainz-und-Stuttgart,content.html
sowie ---> http://www.swr.de/unternehmen/kommunikation/11-medienuebergreifend-und-zukunftsweisend/-/id=10563098/did=19524940/nid=10563098/1cpj7u4/index.html


Da ist überall von "20 bis 24 h" und von "aus Mainz und Stuttgart" die Rede.

von Manager. - am 11.05.2017 18:50
Die hier genannten Quellen (und alle weiteren im Netz) haben unisono die dpa-Meldung kopiert.
Da ist ein wenig Skepsis durchaus angebracht.
Ein Rückruf aus BAD hat aber gerade bestätigt, dass die Dienstpläne ab KW 27 tatsächlich geändert sind.

Es stimmt leider: Der "Kopfhörer", und damit die letzte musikjournalistische Sendung in SWR1, fällt weg. Stattdessen eine weitere vierstündige Magazinfläche mit Infohäppchen und der üblichen Rotation aus den Landesstudios.

Was hingegen nicht stimmt, ist die (ursprüngliche) Threadüberschrift "Aus für SWR1 aus Baden-Baden"
Die fünfstündige Nachtschiene in SWR1 kommt weiterhin aus BAD, auch "Aktuell am Abend", die vierstündige Kirchensendung am Sonntag und diverse Sonderprogrammierungen werden weiterhin aus Baden-Baden zugesteuert.

von MainMan - am 11.05.2017 20:05

Re: Aus für SWR1 Der Abend aus Baden-Baden - Der Skandal ist der Wegfall des "Kopghörer".

Zitat
MainMan

Es stimmt leider: Der "Kopfhörer", und damit die letzte musikjournalistische Sendung in SWR1, fällt weg. Stattdessen eine weitere vierstündige Magazinfläche mit Infohäppchen und der üblichen Rotation aus den Landesstudios.


Unglaublich!
Der SWR bzw. bereits auch die Vorgängersender werden immer seichter und langweiliger.
Seit Jahren.
Angefangen hat es bei SDR3 als alle Spezialsendungen gestrichen wurden! (In den 80ern).
Weiter ging es mit DasDing, dort wurde z.B. die Alternative Rock Sendung nach dem Weggang von Christiane erst lustlos von einem "Krawallmeister" (oder so ähnlich) übernömmen, dann ganz gestrichen. (Und das gesamte Programm wird auch immer schlechter...).
Jetzt geht es weiter mit SWR1........
Fehlt eigentlich nur noch eine SWR2 Abschaltung bzw. Teilabschaltung ala Bayern Klassik bzw. HR2 und man sendet auf UKW nur noch Gedudel.

Die Verantwortlichen streichen für diese Nichtleistung aber satte Saläre ein. (Zwei Intendanten der ARD verdienen mehr als der Bundespräsident!).
:sneg:

Wo ist eigentlich vom Kulturauftrag geblieben? In der Werbefreien Zeit auf SWR1 bzw. in einem Werbefreien Programm wie DasDing kann man etwas anderes erwarten!

von Radionicki - am 11.05.2017 21:02
Zitat
Kay B
Sind die Hörerzahlen nach 20 Uhr wirklich noch so stark, daß es sich lohnt, separate Sendungen für jedes Bundesland anzubieten?


Die Frage verbietet sich eigentlich für einen öffentlich-rechtlichen Sender.
Die hohen Einschaltquoten tagsüber sind eher "Berieselungs-Einschaltquoten". Wer abends spezielle Sendungen einschaltet, hört die viel eher bewußt. Berieselung findet zuhause eher im TV-Programm statt. Wem das zu seicht ist, der schaltet Radio ein und hört bewußt zu.

Damit kann man keine werberelevanten Quoten generieren, aber den Programmauftrag erfüllt man gerade in dieser Zeit, und nicht im Berufsverkehrstau, wo's nur auf Infohäppchen und Verkehrsinfos ankommt.

von DH0GHU - am 12.05.2017 11:57
Zitat
DH0GHU
Zitat
Kay B
Sind die Hörerzahlen nach 20 Uhr wirklich noch so stark, daß es sich lohnt, separate Sendungen für jedes Bundesland anzubieten?


Die Frage verbietet sich eigentlich für einen öffentlich-rechtlichen Sender.
Die hohen Einschaltquoten tagsüber sind eher "Berieselungs-Einschaltquoten". Wer abends spezielle Sendungen einschaltet, hört die viel eher bewußt. Berieselung findet zuhause eher im TV-Programm statt. Wem das zu seicht ist, der schaltet Radio ein und hört bewußt zu.

Damit kann man keine werberelevanten Quoten generieren, aber den Programmauftrag erfüllt man gerade in dieser Zeit, und nicht im Berufsverkehrstau, wo's nur auf Infohäppchen und Verkehrsinfos ankommt.



100% Zustimmung!

von Radionicki - am 12.05.2017 12:54
Zitat
Harald P.
Zum Glück geht der andere SWR (Schwarzwaldradio) den umgekehrten Weg und führt neue Sondersendungen ein :spos:


Hmh, habe ich nicht mitbekommen, ist zwar hier leicht O.T. aber was hat sich getan?

Ja, inzwischen haben ehr die Privaten Spartensendungen im Programm, als de Öffies.
Eine Rocksendung gibt es Sonntags auf der 107,7 (Die Neue....) als auf SWR3 oder HR3......

von Radionicki - am 12.05.2017 12:58
Zitat
Kay B
Sind die Hörerzahlen nach 20 Uhr wirklich noch so stark, daß es sich lohnt, separate Sendungen für jedes Bundesland anzubieten?


Für was zahlen wir eiegntlich Gebühren?
Auch für regionale Berichterstattung?! Oder nur für eine Pseudoregionalisierng wie sie auf SWR3 betrieben wird....
Scheinbar zahlen wir Gebühren, dass die Verantwortlichen sich immer das neueste Produkte aus Sindelfingen, Zuffenhausen, Ingolstadt und München leisten können, nicht für ein abwechslungsreiches und auch sowohl regionales als auch überregionales Radio- und TV Programm.

P.S.: Auch bei DVB-T könnte der SWR Zuschauer/Innen freundlicher sein und dafür sorge, dass möglichst viele "Dritte" zu sehen sind.....

P.P.S.: Ist es zu viel verlangt, sowohl die sogennnate Hochkultur (Klassik) als auch popkulturelle hochwertige Programme im Radio anzubieten. Der RBB beweißt mit Radio Eins dass einzelne Anstalten auch letzters können. Verantwortliche sollten (meinetwegen auch auf Kosten der Gebührenzahler) zu einer Fortbildungsveranstaltung nach Wien zum ORF "verdonnert" werden. (Östereich1 und FM4 als positive Beispiele in der deutschsprachigen Radiolandschaft).

von Radionicki - am 12.05.2017 13:10
@ DH0GHU

Zitat

Damit kann man keine werberelevanten Quoten generieren, aber den Programmauftrag erfüllt man gerade in dieser Zeit, und nicht im Berufsverkehrstau, wo's nur auf Infohäppchen und Verkehrsinfos ankommt.


Die Frage etwas anders gestellt: Warum kommt man bei SWR1 erst jetzt auf die Idee, länderspezifische Programme nach 20 Uhr anzubieten? Was ist der Anlaß? Was ist der Grund, wieso man das bisher nicht tat?


Zitat

Wer abends spezielle Sendungen einschaltet, hört die viel eher bewußt. Berieselung findet zuhause eher im TV-Programm statt. Wem das zu seicht ist, der schaltet Radio ein und hört bewußt zu.


Eben. Deswegen wären "Der Abend" und "Kopfhörer" eigentlich zu dieser Zeit angebrachter. Gerade die Sendung "Kopfhörer" ist eigentlich "öffentlich-rechtlicher" als die Infohäppchen mit immergleicher Rotation.

So, wie sich das bisher dargestellte liest, wird der SWR so nach und nach verMDRt.

von Kay B - am 12.05.2017 16:01
Zitat
Kay B
Warum kommt man bei SWR1 erst jetzt auf die Idee, länderspezifische Programme nach 20 Uhr anzubieten?

Nominell sind SWR1 Baden-Württemberg und SWR1 Rheinland-Pfalz zwei getrennte Programme und müssen es auch sein. Gemeinsame Programme sind die Ausnahme, nicht die Regel. Solche Ausnahmen gibt es für das Nachtprogramm und bis dato eben auch für die fragliche Sondersendung. Wenn die wegfällt, wird, wie sonst auch den ganzen Tag, wieder getrennt gesendet.

von RheinMain701 - am 12.05.2017 16:11
Zitat
Radionicki
Für was zahlen wir eiegntlich Gebühren?
Auch für regionale Berichterstattung?! Oder nur für eine Pseudoregionalisierng wie sie auf SWR3 betrieben wird....
Scheinbar zahlen wir Gebühren, dass die Verantwortlichen sich immer das neueste Produkte aus Sindelfingen, Zuffenhausen, Ingolstadt und München leisten können, nicht für ein abwechslungsreiches und auch sowohl regionales als auch überregionales Radio- und TV Programm.

Nein, die Gebühren sind dafür da damit die ein unabhändiges Programm machen können. Die haben eben alle ganz unabhängig entschieden daß man überall das Gleiche sendet. Zu jeder Zeit. Auch der hier genannte RBB nimmt sich nicht aus, auch dort wurde, natürlich völlig unabhängig erkannt, daß ein Stahlwerk zu normalen Zeiten nichts zu suchen hat.
Zweifel? Nein, den genannten Fuhrpark haben die sich auch unabhängig von einander gekauft. Kein Zweifel: Wenn überhaupt, dann hat das der interne Wettbewerb so ergeben.
=> So und jetzt bitte vortragen wie Gernot Hasskneckt. Die Gebührenzahlen hätten sich das mal verdient :-) .

von Thomas (Metal) - am 12.05.2017 18:53
Bzgl. der künftigen Programmschemata für seine Landeswellen hält sich der SWR immer noch bedeckt. Aus privater Quelle war nun immerhin zu hören, dass es zwar weiter gemeinsame Programmschienen gibt, diese aber fast ausschließlich in den Landesfunkhäusern produziert werden.

Die SWR1-Nacht täglich von 0 bis 5 Uhr kommt beispielsweise künftig für BW und RP durchgehend aus Stuttgart und nicht mehr aus Baden-Baden. Übernommen wird diese auch weiterhin von Bremen Eins.

von MainMan - am 18.06.2017 18:59
Die NDR und MDR Landesprogramme sind doch bis auf das Nachtprogramm komplett unterschiedlich. Von jedem Landesprogramm gibt es noch Regionalprogramme, die sind dann mit den SWR4 Lokalvarianten vergleichbar. :confused:

Zum Thema: Ich finde es gut, dass künftig alles aus Stuttgart bzw. Mainz kommt, auch wenn ich nicht verstehe warum man sich beim Nachtprogramm nicht abwechselt. Man kann sich meiner Meinung nach den Standort Baden-Baden eigentlich komplett sparen, das ist ein Relikt aus SDR/SWF-Zeit.

von XXXXXX - am 18.06.2017 19:50
Nein, das Metro-Studio gibt's nicht mehr. Dort entstehen gerade neue Produktions- und Sendesstudios für SWR4.

Baden-Baden ist halt Haupt-Fernsehstandort. Wenn man das alles in Stuttgart errichten wollen würde, müsste man wohl sämtliche Gebäude im Park der Villa Berg wieder zurückkaufen oder am besten gleich dort neu bauen. Ich bezweifele, dass das wirtschaftlich sinnvoll wäre.

von DigiAndi - am 18.06.2017 21:01
Welche Fernsehsendungen werden überhaupt noch produziert in Baden-Baden? Die Landesschau wird ja in den Landesstudios Stuttgart und Mainz produziert, wofür man in beide Standorte letztens Millionen gesteckt hat. In Stuttgart hat man im Zuge dessen ja die Studios in der Villa Berg aufgegeben und verkauft.

SWR3 hatte zumindest noch vor 5 Jahren die einstündige Sendung "Studio Stuttgart", ist die im Metro-Studio produziert worden?

von XXXXXX - am 18.06.2017 21:08
Zitat
DigiAndi
Baden-Baden ist halt Haupt-Fernsehstandort


SWR2, SWR3, DasDing, SWR Aktuell, die Onlineredaktion....BAD ist viel mehr als "nur" Fernsehstandort. Und bitte nicht vergessen, die Mitarbeiter haben mehrheitlich Familie. Die Kinder gehen in BAD zur Schule und die Ehepartner arbeiten in vielen Fällen ebenfalls in der Stadt, nur halt nicht beim SWR.
Alles nach Stuttgart zu verlegen verstößt gegen den SWR-Staatsvertrag, würde Unsummen kosten und Jahre dauern.

Zitat
b025
SWR3 hatte zumindest noch vor 5 Jahren die einstündige Sendung "Studio Stuttgart"


Die SWR3-Metros Stuttgart, Mainz uns Heidelberg sind schon seit 2002 Geschichte. Aus Stuttgart kommen noch die regionalen V-Tipps, die dauern exakt 90 Sekunden. Eine einstündige Sendung mit Namen "Studio Stuttgart" gab es auch vor 5 Jahren nicht.

von MainMan - am 18.06.2017 21:19
Aus BAD war heute zu hören, dass das endgültige Programmschema erst am 28.6. veröffentlicht wird - zwei Tage vor der Einführung. Vorher wird gar nichts mehr kommuniziert.
Offenbar haben die Hinweise auf die bevorstehende Absetzung des "Kopfhörers" schon zu Protesten aus der Hörerschaft geführt.

Fest steht nur, dass die besagte Redaktion in BAD geschlossen wird und die SWR1-Nacht für BW und RP (und Bremen Eins) künftig aus Stuttgart kommt.
Ansonsten hat die Durchhörbarkeit oberste Priorität. Monothematische und dezidiert wortlastige Sendungen wie Thema heute, Der Abend und Radioreport wird es so nicht mehr geben.
Freuen wir uns also auf noch mehr der größten Hits von Abba, Bee Gees oder James Blunt am Abend.

von MainMan - am 21.06.2017 20:51
Zitat
MainMan
Ansonsten hat die Durchhörbarkeit oberste Priorität. Monothematische und dezidiert wortlastige Sendungen wie Thema heute, Der Abend und Radioreport wird es so nicht mehr geben.
Freuen wir uns also auf noch mehr der größten Hits von Abba, Bee Gees oder James Blunt am Abend.


Also ich habe bisher nicht ganz so krasse Aussagen gehört, aber das ist auch schon wieder etwas her. Thema heute sollte meines Wissens nach auf eine Stunde verlängert werden.
Und so lange wir nicht wissen, was Stuttgart und Mainz am Abend wirklich vorhaben, würde ich nicht alles schwarzmalen.

Zitat
b025
Ich seh es eher positiv. Den Standort Stuttgart hat man seit der SDR/SWF-Fusion eher vernachlässigt finde ich.


Was ist daran positiv, wenn ein Programm zwar aus Stuttgart sendet, aber dafür weniger Inhalte hat? Der Hörer hat davon gar nichts.
Was den Standort Stuttgart angeht: So wenig ist da nicht los. SWR1 BW, SWR4 BW und - aber daran denken wohl wenige - werden dort viele Wort- und Musikproduktionen für SWR2 gemacht. Das Stuttgarter Funkhaus ist nicht zu unterschätzen.

von DigiAndi - am 22.06.2017 19:26
Zitat
DigiAndi
Also ich habe bisher nicht ganz so krasse Aussagen gehört, aber das ist auch schon wieder etwas her. Thema heute sollte meines Wissens nach auf eine Stunde verlängert werden.
Und so lange wir nicht wissen, was Stuttgart und Mainz am Abend wirklich vorhaben, würde ich nicht alles schwarzmalen.


Jetzt wissen wirs. Das Programmschema ab 1.7. ist online. Und es kommt genauso, wie von mir oben geschildert: Streichung aller monothematischen Sendungen und dazu stundenlange, durchformatierte Sendestrecken ohne viel Wortanteil. Eben Durchhörbarkeit als oberstes Prinzip.

Thema Heute, Aktuell am Abend, Radioreport Recht, Weitwinkel (Samstag), Szene (Sonntag) und natürlich der Kopfhörer entfallen komplett.

von MainMan - am 26.06.2017 19:32
Über der Sendung "Stadion" am 01.07.

ab 17:15 Uhr Landesprogramm BW


Heißt das weiterhin, dass einige überregionale Elemente weiterhin in Baden-Baden produziert werden? Dann macht es doch keinen Sinn die anderen Sendungen aus BAD abzuziehen?

Immerhin bleibt uns "Leute", ein Relikt aus SDR3-Zeit, erhalten.

von XXXXXX - am 26.06.2017 20:05
@ b025:

Die "Stadion" Sendung beginnt um 15.05 h länderübergreifend. Nach der ARD Schlusskonferenz der Fußball Bundesliga ab ca. 17.20 (Nachspielzeit) klinkt sich SWR1 RP aus der Sendung aus. Der Rest der Sendung ist dann nur noch in BW zu hören.

Die Sendung Stadion kommt seit Sommer 1999 aus Stuttgart. Nur im ersten Jahr nach Fusion kam die Sendung aus Baden-Baden. Die SWR Sportredaktion hat ihren Sitz in Stuttgart. Macht also Sinn die Sendungen auch in Stuttgart zu produzieren.


Zurück zum eigentlichen Thema.

Zitat
www.swr.de
Ab Mitternacht bis 5 Uhr folgt mit "SWR1 Die Nacht" eine länderübergreifende Sendung aus Stuttgart.


Link ---> https://www.swr.de/swr1/bw/aenderungen-in-swr1-ab-1-konsequent-informativ-und-aktuell/-/id=233362/did=19788374/nid=233362/4s8ds6/index.html

Dort können weitere Details nachgelesen werden.



@ MainMan:

Wie du inzwischen selbst herausgefunden hast, war mein ursprünglicher Thread Titel richtig. ;)
Mehr konnte ich zu diesem Zeitpunkt hier aber nicht dazu schreiben. Bei vertraulichen Informationen muss man halt die Klappe halten können. - Also nix für ungut. :cheers:

Hatte vom Aus für SWR1 in BAD bereits zum Jahreswechsel unabhängig voneinander parallel aus S und BAD gehört. Auch der Stichtag der Umstellung (01.07.) wurde mir von beiden "Informanten" exakt richtig genannt. Wahrscheinlich war das Thema SWR intern schon viel länger klar - wer weiß?

von Manager. - am 27.06.2017 17:02
Ich war zuerst sehr positiv gestimmt, was den Abend aus Stuttgart angeht, aber nach jetzt vorliegenden Informationen erwarte ich nicht mehr viel. Vor allem hatte ich nicht damit gerechnet, dass Thema heute komplett (!) wegfällt und es auch kein "Aktuell am Abend" und keinen "Radioreport" geben wird. Alleine das, und dazu noch das Wegfallen von "Aktuell um 5", schwächen für mich das journalistische Angebot des SWR enorm (nur nur das von SWR1). So leid es mir tut, aber da geht es wirklich schwer bergab. :-(

Abgesehen davon bin ich trotzdem gespannt, was man nun genau in den Abendsendungen machen wird. Mit den richtigen Leuten könnte es zumindest gute Unterhaltung werden, wenn schon sonst alles wegfällt.

von DigiAndi - am 28.06.2017 19:50
Klingt halt alles ein bisschen inhaltsleer, wusste man bisher noch ungefähr wie es abläuft mit 17:00 Uhr "Aktuell um Fünf", 18:00 Uhr "Guten Abend Baden-Württemberg", 19:30 "Thema heute", dann wieder 22:00 Uhr "Aktuell am Abend" und 22:15 "Kopfhörer" hat man jetzt ja nur noch die Infos wie "der Nachmittag", "der Abend", "die Nacht"...

Jetzt nur noch Leute abschaffen und "Guten Morgen Baden-Württemberg" in "der Morgen" umbenennen und bis 11:59 ausdehnen :(

Ich persönlich habe gerade die ausführlicheren Aktuell um 17/22 Uhr geschätzt und von Zeit zu Zeit auch je nach Thema dann auch den Rest wie z.B. Thema heute oder Kopfhörer.

von RainerZ - am 28.06.2017 20:37
Ich war eigentlich in den letzten Monaten und Jahren am Abend Dauergast auf SWR1 BW. Einfach, weil sich das Programm wenigstens noch etwas vom Einheitsbrei abgehoben hat und ich über das Tagesgeschehen ganz gut informiert wurde.
Nun fürchte ich, dass sich das Programm genau in diesen Einheitsbrei einordnen wird und bis zu einem bestimmten Grad austauschbar wird. Schade!

von Bengelbenny - am 29.06.2017 13:17
Heute Abend gibt es nun die definitiv letzten Sendungen für SWR1 aus Baden-Baden.
Somit kann auch der ursprüngliche Titel dieses Threads wieder verwendet werden.

Zitat
Manager.
@ MainMan:

Wie du inzwischen selbst herausgefunden hast, war mein ursprünglicher Thread Titel richtig. ;)
Mehr konnte ich zu diesem Zeitpunkt hier aber nicht dazu schreiben. Bei vertraulichen Informationen muss man halt die Klappe halten können. - Also nix für ungut. :cheers:


Kein Problem. Rein persönlich hätte ich mir freilich sehr gewünscht, dass die bisherigen Informationsformate aus BAD erhalten bleiben. Wie Peter Schwarz kann auch ich mit den jetzt geplanten großflächigen Magazinstrecken von 16-20 und 20-24 Uhr nichts anfangen.

Aber wie schon geschrieben, "Durchhörbarkeit" heißt nun auch bei SWR1 das Motto. Einschaltradio ist nicht mehr gefragt :-(

Immerhin: Der "Radioreport Recht" am Dienstag Abend wird nicht eingestellt, sondern in leicht veränderter Form fortgeführt. Künftig dann schon ab 22:05 Uhr.
Produziert wird dieser von den Rechtsexperten des SWR, Gigi Deppe, Bernd Wolf und Klaus Hempel im Studio Karlsruhe. Von der Schließung der Redaktion in BAD sind sie nicht betroffen.

von MainMan - am 30.06.2017 07:41
Auch die Wirtschaftssendung "Arbeitsplatz" (Sa 14-15 h) und die "Kirchensendung" am Sonntagmorgen (6-10 h) gibt es weiterhin - für beide Länder. Auch da hat sich nichts wesentliches geändert.

Was die Neuerungen angeht, lasse ich mich überraschen.
Die meisten (Nebenbei-) Hörer werden sowieso kaum was merken.

von Manager. - am 30.06.2017 16:19
Die Kirchensendung "Sonntagmorgen" kam heute auch erstmals aus Stuttgart.
Spätestens beim Hinweis auf die neue (Stuttgarter) Tel.Nr. war es klar...

Stuttgart sendet jetzt täglich 24 Std. - also rund um die Uhr.

Mainz übernimmt aus Stuttgart:
Mo-Fr 0-5 h
Sa 0-5 h, 14-18 h (an Bundesliga Spieltagen nur bis ca. 17.20 h)
So 0-10 h

von Manager. - am 02.07.2017 08:33
Der Radioreport lief heute wie angekündigt schon um 22:05 Uhr, in der gewohnten Länge (15 Min.).

Zitat
Manager.
Stuttgart sendet jetzt täglich 24 Std. - also rund um die Uhr.

Mit einer Einschränkung:

Die Nachrichten bei SWR1 kommen zwischen 20:00 Uhr und 05:00 Uhr weiterhin aus BAD.

In Stuttgart und Mainz haben die Nachrichtenredaktionen wie bisher um 20 Uhr Feierabend, daran hat sich durch die Umstellung zu Monatsbeginn nichts geändert.

von MainMan - am 04.07.2017 22:02
Abgesehen davon, dass ein Umzug von Baden-Baden nach Stuttgart gegen Staatsvertrag verstoßen würde, ist Baden-Baden ein relikt aus der SWF Zeit und genießt eine Art Bestandsschutz. Es wäre apriori auch nicht in Stein gemeiselt, dass alles nach Stuttgart käme, denn RLP hat hier auch was mitzureden.

Meiner Meinung wird es Mittel bis langfristig zu einer Fusion mit dem bzw Beitritt des SR kommen und in diesem Zuge wird der Standort Baden-Baden aufgelöst und auf die anderen Funkhäuser verteilt. Jugendprogramm nach Saarbrücken, Kultur- und Infoprogramm nach Stuttgart und die Popwelle nach Mainz.

Eien andere Frage ist, ob die SWR1 Nacht wirklich nötig ist oder hier nicht eine Übernahme von der Hitnacht oder Popnacht (SWR3) Kosten sparen würde.

von H_Deutsch - am 04.07.2017 22:21
Bloß nicht, die selbe Unsinnigkeit leistet sich der hr, indem er die Popnacht sowohl auf hr1, als auch auf hr3 sendet. Da wäre es sinnvoller die UKW-Sender von hr1 nachts abzuschalten oder eine Festplatte zu senden. Zu den Programmen von hr1 und SWR1 passt zudem weder Popnacht noch Hitnacht so richtig. Die Popnacht ist zu jung und die Hitnacht zu alt.

Es ist für unsere Politiker ein leichtes, den Staatsvertrag zu ändern. In Thüringen denkt man zB darüber nach, vom MDR zum HR zu wechseln ;)

Die Idee, mit dem SR zu fusionieren und BAD zu schließen wäre gar nicht mal so schlecht, aber ich weiß nicht ob es wirklich gut rüberkommen würde, das Zugpferd SWR3 nach Mainz zu verlegen. Was wäre davon denn noch Baden-Württemberg? Es hat ja schon gereicht, den Menschen im Norden BaWüs ihr SDR3 zu nehmen.

Ich hätte eher die Kultur nach Mainz verlegt ;)

von XXXXXX - am 04.07.2017 22:38
Zitat
H_Deutsch
Abgesehen davon, dass ein Umzug von Baden-Baden nach Stuttgart gegen Staatsvertrag verstoßen würde, ist Baden-Baden ein relikt aus der SWF Zeit und genießt eine Art Bestandsschutz. Es wäre apriori auch nicht in Stein gemeiselt, dass alles nach Stuttgart käme, denn RLP hat hier auch was mitzureden.

Meiner Meinung wird es Mittel bis langfristig zu einer Fusion mit dem bzw Beitritt des SR kommen und in diesem Zuge wird der Standort Baden-Baden aufgelöst und auf die anderen Funkhäuser verteilt. Jugendprogramm nach Saarbrücken, Kultur- und Infoprogramm nach Stuttgart und die Popwelle nach Mainz.


Das ist reine Theorie und dürfte bei weitem nicht möglich sein. Man denke an den riesigen Fernsehbereich in Baden-Baden, der an anderer Stelle mit sehr viel Geld erst aufgebaut werden müsste.

Und: Was sollte denn ein Jugendprogramm in Saarbrücken? Da käme man ja aus Baden-Baden vom Regen in die Traufe.

von Heinz Wäscher - am 04.07.2017 22:49
Nein den Vogel hat der HR abgeschossen, als das Nachtkonzert auf hr-info lief....

Stuttgart hätte in dem Fall: SWR 2, SWR Aktuell und die gemeinsame Schiene von SWR 1.

Aber das Wäre ja Auslegungssache, das TV Playout müsste ja auch noch iwo hin.

Sinnvoll wäre aber aus meiner Sicht, wenn das Jugendradio in Saarbrücken wäre, da aktuell hier ja Unser Ding produziert wird und Baden-Baden gäbe es ja in diesem Fall nicht mehr.
Außerdem wird die ARD Hitnacht ja hauptsächlich beim SR produziert, sodass auch das gemeinsame SWR4 Programm hier produziert werden könnte, außer am Sonntag Morgen, das könnte wie gewohnt aus Mainz bzw später aus Stuttgart kommen.

und dann von mir aus SWR 3 nach Stuttgart und auch das gemeinsame SWR 1 Programm.

Dafür Kultur (SWR2) mit SWR Aktuell und dann auch dem TV Playout nach Mainz.(ZDF ist ja quasi um die Ecke :-))

So hätte jeder Standort ein überregionales Radioprogramm (Jugend in SB, Pop in S und Kultur/Info in MZ) und ein Mantel für ein Regionales Element (SWR4 in SB, SWR1 in S und TV in MZ), sowie natürlich als Landesfunkhaus die beiden regionalen hörfunkwellen und das TV Programm.
Sollte UKW noch ein Thema sein, müsste man natürlich im Saarland schauen,wie man SWR3 integriert. Die Funzel in SB, die aktuell SR1 überträgt, dürfte kaum ausreichen.

von H_Deutsch - am 04.07.2017 23:04
Zitat
Heinz Wäscher
Das ist reine Theorie und dürfte bei weitem nicht möglich sein. Man denke an den riesigen Fernsehbereich in Baden-Baden, der an anderer Stelle mit sehr viel Geld erst aufgebaut werden müsste.


Ich habe nur auf einen User geantwortet der vorgeschlagen, alles von BAD nach Stuttgart zu verlagern.
Abgesehen, dass RLP dies ohne Gegenleistung nicht machen würde, habe ich nur meine Meinung zum Ausdruck gebracht, dass ich den Standort BAD erst bei einer Fusion mit dem SR in Frage gestellt sehe.
und auf 3 Standorte kann ich es besser verteilen als auf einen.

von H_Deutsch - am 04.07.2017 23:13
Auch wenn wir hier wieder rein theoretisch werden:
UKW-technisch könnte man es im Saarland am besten so lösen, indem man SWR2 die 103,7 gibt und SWR3 auf die aktuellen SR2-Frequenzen legt. Für Unserding bzw. DASDING könnte man dann eine Funzelkette aufbauen. Für die Grenzregionen helfen für beide Programme auch die angrenzenden Sender aus Rheinland-Pfalz. Für mich persönlich wäre eine Funzelkette für SWR2 zwar sinnvoller, wenn allerdings der Versorgungsauftrag nicht wäre, wenn...

Was mich auf jeden Fall stutzig macht, warum man damals den SDR nicht einfach auf ganz BW ausgedehnt hat und dem SWF nicht Rheinland-Pfalz überlassen hat. Wenn man halt bedenkt dass solche Kleinstanstalten wie SR und RB existieren dürfen, dann hätten SDR und SWF durchaus eine Existenzberechtigung gehabt.

Ich finde den Standort BAD persönlich unnötig wie ein Kropf, der seine weitere Existenz nur noch dem RStV verdankt. BAD ist jetzt weder irgendwie zentral, noch ist es eine Großstadt.

Wie gesagt, wird wieder zu theoretisch hier...

Apropos Nachtkonzert auf hr Info, ist es wirklich nötig nachts auch das lästige Infoprogramm zu senden? Wer tut sich denn die Nachrichtendudelei in der Nacht an? Da finde ich NDR Info in der Nacht einfach toll, das könnte durchaus ein Beispiel für weitere Infowellen in Deutschland sein. Hatte ich damals oft gehört als es noch auf der 972 kHz lief.

von XXXXXX - am 04.07.2017 23:24
SWR3 auf die Funzelkette, hätte aber einen psychologischen Vorteil, denn den Sender gab es bisher nicht.

SR2 also das Kulturprogramm und UnserDing das Jugendprogramm schon.

Man nimmt als den Höhrern nix weg, sondern gibt, sofern nicht schon empfangbar, im Radius der Funzeln den Höhrern ein Programm dazu.

Natürlich könnte man dann die Moseltalfrequenz des Kulturprogramms an das Jugendprogramm geben und die Funzeln in SB, HOM und WND an SWR3. Oder man könnte die DLF Kultur Frequenz in VK mit der Homburger Frequenz tauschen für SWR3 etc ...


Aber ich möchte noch auf den anderen Punkt der Fusion bzw eigentlich des Beitritts des SDR zum SWF eingehen.
Hauptgrund war auch die Konkurenz im eigenen Bundesland und die Zusammenarbeit beim zweiten und vierten hörfunkprogramm aber auch im TV, hat dann dazu geführt, dass es dann durchgedrückt wurde, da die Anstalten Mitte der 90er Jahre schon eng verzahnt waren.

Aber es gab in der Tat Ende der 70er Jahre mit der Michel Kommision auch ein Modell, was die Zerschlagung des SWF und Aufteilung von RLP an den SR und BW an den SDR vorsah.

Es wären 2 Mittelgroße Anstalten entstanden, anstatt eine große und eine kleine, aber vlt wäre die Fusion zu einer 3 Länder Anstalt aus diesem Konstrukt politisch einfacher zu überwunden gewesen.

von H_Deutsch - am 04.07.2017 23:45
Streng genommen müsste sogar SWR1 auf die Funzelkette, weil SR1 musikalisch näher an SWR3 ist. Kann mir kaum vorstellen dass der Hot AC-Hörer von SR1 sich dann mit dem oldiebasierten Soft-AC Format von SWR1 anfreunden könnte.

Aber nun genug mit der Träumerei hier ;)

Schlussendlich hat der SWF eigentlich nur den SDR übernommen, dass man den Sitz nach Stuttgart verlegt hat ist eigentlich nur ein "schwacher Trost". Immerhin versucht man nun mit der SWR1 Verlegung den Standort wieder wichtiger zu machen.

Produziert man ab 21 Uhr tatsächlich extra für SWR1 Nachrichten in BAD? Macht ja meiner Meinung nach keinen besonderen Sinn.

von XXXXXX - am 04.07.2017 23:51
Zitat
b025
Produziert man ab 21 Uhr tatsächlich extra für SWR1 Nachrichten in BAD? Macht ja meiner Meinung nach keinen besonderen Sinn.


Nein, ab 20 Uhr werden die SWR2-Nachrichten aus Baden-Baden bei SWR1 BW und SWR1 RP durchgeschaltet.

Eigene Nachrichten für SWR1 gibt es am Abend gar nicht mehr, aufgrund der Redaktionsschließung in BAD.

von MainMan - am 05.07.2017 08:32
Ich bleibe dabei, ein derart urban ausgerichtetes Programm wie SWR3 gehört nicht in eine Mittelstadt im Schwarzwald.

Dass die Hörerbindung nicht von dem Studiostandort abhängt, kann trügerisch sein. Durch ein gläsernes Studio in der Landeshauptstadt oder Events kann man durchaus die Hörerbindung steigern. Man hat halt von der Landeshauptstadt aus eine bessere Grundlage dafür. Es geht ja nicht rein darum, das Programm zu hören sondern auch eine emotionale Bindung zum Programm aufzubauen. Das ist dem damaligen SDR3 von Stuttgart aus durchaus besser gelungen als heute SWR3.

Würde man SWR3 allerdings nach Stuttgart verlagern, gäbe es ein weiteres Problem: Die Hörer, denen damals SDR3 zugunsten eines landesweiten SWF3 genommen wurde, würden damit zwar zufriedengestellt, nicht jedoch die damaligen SWF3-Anhänger.

von XXXXXX - am 05.07.2017 17:33
Zitat
b025
Ich bleibe dabei, ein derart urban ausgerichtetes Programm wie SWR3 gehört nicht in eine Mittelstadt im Schwarzwald.

Dass die Hörerbindung nicht von dem Studiostandort abhängt, kann trügerisch sein. Durch ein gläsernes Studio in der Landeshauptstadt oder Events kann man durchaus die Hörerbindung steigern. Man hat halt von der Landeshauptstadt aus eine bessere Grundlage dafür. Es geht ja nicht rein darum, das Programm zu hören sondern auch eine emotionale Bindung zum Programm aufzubauen. Das ist dem damaligen SDR3 von Stuttgart aus durchaus besser gelungen als heute SWR3.

Dann hast Du, Verzeihung, keine Ahnung von SWR3. ;-) Hätte der Sender ein Problem mit der Hörerbindung, dann wäre er nicht das meistgehörte öffentlich-rechtliche Radioprogramm Deutschlands.

Wie mangelnde Hörerbindung aussieht, kann man schön beim WDR beobachten. Die Großstadt Köln rettet da übrigens nix.

Zitat
b025
Würde man SWR3 allerdings nach Stuttgart verlagern, gäbe es ein weiteres Problem: Die Hörer, denen damals SDR3 zugunsten eines landesweiten SWF3 genommen wurde, würden damit zwar zufriedengestellt, nicht jedoch die damaligen SWF3-Anhänger.

Die ehemaligen SDR3-Anhänger hören SWR1 BW, das de facto quasi SDR3 unter anderem Namen ist. Mit Team und allem.

von Sebastian Dohrmann - am 05.07.2017 18:06
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b025
SWR3 mag zwar als Sender eine große Verbreitung haben, die Marke allerdings spielt im Musikbereich eine niedrige Rolle. Da ist 1Live mit seiner 1Live Krone schon relevanter.

So, genug OT für mich ...


Schon mal was vom SWR3 New Pop Festival gehört?? Ein tolles Festival, wo auch mal Künstler auftreten, die nicht so im Mainstream schwimmen! Die Hauptshow läuft sogar im Ersten, was man bei der 1LIVE Krone nicht behaupten! Und dann gibt es noch den SWR3 Hörerclub, der auch (1x im Monat/Quartal?) ein Magazin herausbringt!

von UKW-Fanatiker - am 05.07.2017 19:50
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UKW-Fanatiker
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b025
SWR3 mag zwar als Sender eine große Verbreitung haben, die Marke allerdings spielt im Musikbereich eine niedrige Rolle. Da ist 1Live mit seiner 1Live Krone schon relevanter.

So, genug OT für mich ...


Schon mal was vom SWR3 New Pop Festival gehört?? Ein tolles Festival, wo auch mal Künstler auftreten, die nicht so im Mainstream schwimmen! Die Hauptshow läuft sogar im Ersten, was man bei der 1LIVE Krone nicht behaupten! Und dann gibt es noch den SWR3 Hörerclub, der auch (1x im Monat/Quartal?) ein Magazin herausbringt!

Ganz zu Schweigen davon, dass der SWR mit SWR3 und DASDING über Jahre einer der Hauptpartner für Rock am Ring war und teilweise immer noch ist. Ne, keine große Verbreitung. Schon klar.

von Sebastian Dohrmann - am 05.07.2017 20:10
SWR3 urban? Da wüsste ich was davon...schon SWF3 war nie urban...wie auch, das Sendegebiet war zu 90% ländlicher Raum, bis auf ein paar Ballungsräume im Overspillgebiet. Sagen wir so: SWF3 sendete stets ein überregionales Programm. Bei SWR3 ist man den Trend dann mitgegangen, alles auf die Regionen runterzubrechen, bis zu den regionalisierten Veranstaltungstipps. DAS DING sollte eigentlich ein urbanes Programm sein, aber da dies ursprünglich ein SWR3-Ableger (sog. "Pop-Unit") war, ist es halt in Baden-Baden gelandet. Das ist wirklich sehr beschaulich da in diesem Funkdorf (Funkhaus in dem Sinne gibt es ja nicht).

von Peter Schwarz - am 06.07.2017 00:12
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b025


Was mich auf jeden Fall stutzig macht, warum man damals den SDR nicht einfach auf ganz BW ausgedehnt hat und dem SWF nicht Rheinland-Pfalz überlassen hat. Wenn man halt bedenkt dass solche Kleinstanstalten wie SR und RB existieren dürfen, dann hätten SDR und SWF durchaus eine Existenzberechtigung gehabt.

Ich finde den Standort BAD persönlich unnötig wie ein Kropf, der seine weitere Existenz nur noch dem RStV verdankt. BAD ist jetzt weder irgendwie zentral, noch ist es eine Großstadt.


Da bist du vielleicht einfach zu jung;). Seitens des SDR hat man damals tatsächlich zeitweise versucht dafür zu werben, dass SWF und HR fusionieren und der SDR für ganz BaWü zuständig wird. Aber das kam so glücklicherweise nicht, da der SWF eben schon Zweiländeranstalt war und außerdem schon eine enge Zusammenarbeit zwischen beiden Anstalten, deutlich sichtbar an den Gemeinschaftsprogrammen S2 Kultur und S4 Baden-Württemberg sowie Südwest 3, bestand.

Was deine Kritik am Standort Baden-Baden anbelangt, so schaue einfach mal in die Broschüre "Zahlen, Daten, Fakten" auf swr.de. Dann siehst du, das dieser Standort sowohl beim Hörfunk als auch beim Fernsehen (das Gemeinschaftsprogramm, immerhin 70%, wird dort produziert) der größte und somit letztlich auch wichtigste des SWR ist. Auf ihn könnte gar nicht verzichtet werden. Außerdem finde ich es gut, dass nicht immer alles in die "Metropolen" geht. Ich hätte es gut gefunden, wenn auch die Intendanz dort angesiedelt worden wäre und Mainz und Stuttgart lediglich Sitz des jeweiligen Landessenders.

von wolfgangF - am 09.07.2017 10:34
Die Idee SWF/HR hätte ich gut gefunden, dann hätte der SDR mit BR zusammen gehen müssen.

Wenn eine Anstalt Süddeutscher Rundfunk heißt, gehe ich als Laie davon auch aus, der dieser Sender komplett überall in Süddeutschland zu empfangen ist! Also komplett in BW und BY.

Theoretisch ginge das jetzt ja auch noch, BR und SWR zusammen legen, Bayern und BW als Süd ausstrahlen, und den SWR für HR und RLP als regio nord variante, für Süd bleibts dann in Baden baden, für Nord würde sich Mainz anbieten

von Rheinländer - am 09.07.2017 11:41
Da würde der bayerische Lokalpatriotismus wohl nie mitmachen. Aus meiner Sicht wäre eine solche Rundfunkanstalt aber auch viel zu groß.

Die Sendernamen stammen, zumindest beim SDR, ja noch aus der Anfangszeit des Radios in den 1920er Jahren. So wurde damals die "Süddeutsche Rundfunk AG", kurz SÜRAG, gegründet, während der Vorgänger des heutigen BR "Deutsche Stunde in Bayern" hieß. Und es gab, allerdings in Frankfurt, auch schon die "Südwestdeutsche Rundfunk AG", mit der die SÜRAG dann schon damals aus Kostengründen auch bald schon kooperierte.

Ich gönne jedem Land seine eigene Rundfunkanstalt, so höre ich gerne (im Urlaub bzw. sonst per Satellit oder Internet) bspw. Radio Bremen. Aber ich finde den SWR schon eine gelungene Schöpfung. Und wenn man sieht, wie sogar diese zweitgrößte ARD-Anstalt sparen muss (und bspw. die regionalen Frühsendungen auf SWR4 einstellen mussten), dann geht an größeren Einheiten leider kaum noch ein Weg vorbei. Dennoch wünsche ich RB und SR, dass sie bestehen bleiben.

von wolfgangF - am 09.07.2017 12:28
Ja, die patriotischen Bayern werden ihren BR niemals hergeben. Außerdem ist Bayern ja groß genug und es wäre noch weniger Lokalbezug dabei, wenn fast dieselbe Fläche dazukommt. Wie gesagt, viel sinnvoller wäre eine Fusion SWF und SR für Rheinland-Pfalz und das Saarland gewesen und eine Ausdehnung des SDR auf ganz BW. Ein wohlhabendes und hoch industrialisiertes Land wie BW hätte durchaus eine eigene Anstalt verdient. Das Argument der Kosteneffizienz bei gleichzeitiger Beibehaltung von SR und RB zieht halt nicht mehr, lokale Umstände hin oder her. Die Ba-Wüler hätten, wenn sie es entscheiden dürften, bestimmt auch gerne eine ganz eigene Anstalt.

@Rheinländer: Warum sollte man Regio Süd im beschaulichen Baden-Baden produzieren und nicht im vieeeel größeren München? Der Standort BAD ist eine Folge unserer Politik und hätte im Falle einer Fusion endgültig seine Existenzberechtigung verloren. Besonders weil dann Rheinland-Pfalz, was den Standort wesentlich gewollt hätte, wegfällt. Ich glaube im Falle einer freien Standortbestimmung würde die Enscheidung doch eher auf Karlsruhe fallen als auf BAD.

Die Namen waren bei den ÖRAs nie wirklich glücklich gewählt, wie zB Mitteldeutscher Rundfunk, das mit Sachsen ein Land versorgt, welches im äußersten Osten Deutschlands liegt. Aber auch Sachsen-Anhalt und Thüringen (wobei man sich darüber streiten könnte) sind für mich nicht unbedingt klar in Mitteldeutschland. Hätte es für viel besser gehalten wenn man Thüringen dem HR zugerechnet hätte, der sich dann wiederum in Mitteldeutscher Rundfunk umbenannt hätte, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg dem Ostdeutschen Rundfunk. Den SFB dann für ganz Berlin.

@wolfgangF: Klar, jetzt ist BAD nach den ganzen Investitionen natürlich unverzichtbar. Hätte man jedoch von vornhinein die ganzen Gelder in Stuttgart reingesteckt und die Studios in der Villa Berg behalten, wäre eine Aufgabe sicher einfacher gewesen. Und warum findest du das gut? Stuttgart ist zentraler als Baden-Baden und ich habe dazu einen viel größeren Bezug, als zu BAD. Wie viele Menschen leben in der Metropolregion Stuttgart und wie viele im Nordschwarzwald?

von XXXXXX - am 09.07.2017 12:40
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@wolfgangF: Klar, jetzt ist BAD nach den ganzen Investitionen natürlich unverzichtbar. Hätte man jedoch von vornhinein die ganzen Gelder in Stuttgart reingesteckt und die Studios in der Villa Berg behalten, wäre eine Aufgabe sicher einfacher gewesen. Und warum findest du das gut? Stuttgart ist zentraler als Baden-Baden und ich habe dazu einen viel größeren Bezug, als zu BAD. Wie viele Menschen leben in der Metropolregion Stuttgart und wie viele im Nordschwarzwald?


Hätte, hätte, Fahradkette - ich finde diese Diskussion ziemlich skurril bis unsinnig. Baden-Baden liegt ziemlich zentral im Sendegebiet des SWR, nämlich am Rand des Oberrheintals und ausserdem im Gegensatz zu Stuttgart im badischen Teil von Baden-Württemberg. Am Oberrhein leben auch nicht weniger Menschen als im Grossraum Stuttgart. Muss denn unbedingt alles aus Stuttgart oder aus einer Metropole kommen und darauf ausgerichtet sein, von Deinem persönlichen Bezug mal abgesehen? Der Standort Baden-Baden funktioniert nach meinem Eindruck nicht schlechter als andere, ist verkehrlich gut angebunden und hat ebenso wie Stuttgart eine jahrzehntelange Tradition als Sendestandort. Nach meiner Ansicht gibt es keinen Grund, auf diesen Standort zu verzichten - die bisher dort für SWR1 produzierten Programme haben mir nicht schlechter gefallen als die aus Stuttgart.

Und um auf den Topic zurückzukommen: Was den Abend auf SWR1 angeht, empfinde ich den Wechsel nach Stuttgart inhaltlich gesehen als Verlust. Aber warten wir mal ab, wie sich das Abendprogramm aus Stuttgart so macht.

73 de Uli

von ulionken - am 09.07.2017 13:59
@b025:

Die Bezeichnung "Mitteldeutscher Rundfunk" muss auch historisch gesehen werden. Sie stammt aus der Vorkriegszeit, als Deutschland auch noch Ostpreußen, Schlesien und Hinterpommern umfasste, und da waren Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen eben Mitteldeutschland. Und Hessen gehörte damals zum "Südwestdeutschen Rundfunk".

von wolfgangF - am 09.07.2017 18:32
NRW lag und liegt aber nicht in der Mitte Deutschlands. ;)


Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt lagen dagegen im Kaiserreich, in der Weimarer Republik und im III. Reich sehr wohl in der Mitte Deutschlands. Genau genommen sogar westlich davon.

Zur Verdeutlichung:
Der geographische Mittelpunkt Deutschlands lag noch vor 100 Jahren in Spremberg - zwischen Cottbus und Hoyerswerda. Heute ist er in der Nähe von Mühlhausen in Nordthüringen.


Und damit genug OT. Zurück zum SWR.

von Manager. - am 09.07.2017 20:09
Zitat
Manager.
Und damit genug OT. Zurück zum SWR.


Da wäre noch zu erwähnen, dass neben den Nachrichten (Mo-So von 20-05 Uhr) auch der SWR1-Arbeitsplatz (Sa 14-15 Uhr) weiterhin aus BAD kommt.
Redaktionell verantwortet und moderiert wird die Sendung von Alexander Winkler. Und der sendet weiterhin aus Baden-Baden, wohl nicht zuletzt weil er auch bei SWR3 weiterhin zum Einsatz kommt.

von MainMan - am 09.07.2017 21:58
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