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Bescheidener LTE- und UMTS-Empfang in Grenznähe

Startbeitrag von Wellenjaeger am 22.05.2017 20:45

Vielleicht ist dem einen oder anderen auch schon aufgefallen, dass in Grenznähe nicht selten fast alle deutschen Handynetze versagen (selbst das der Telekom), wohingegen die ausländischen recht weit nach Deutschland hinein empfangbar sind.
Im Raum Aachen bspw. wird das besonders deutlich: In Herzogenrath, Walheim oder Roetgen geht bestenfalls UMTS; LTE=Fehlanzeige!
Man gewinnt fast den Eindruck, als seien Städte nahe der Grenze zum Ausland gezielt "vergessen" worden.
Ist das in anderen Grenzregionen ebenso der Fall?
Hoffentlich verbessert sich ab 14. Juni die Lage!

Antworten:

Das hat schlicht und ergreifend den Grund, daß es mit der BNetzA eine Behörde gibt, die peinlich genau darauf achtet, daß die deutschen Mobilfunknetze im Ausland bestimmte Maximalpegel nicht überschreiten. Also wird bereits kurz vor der Grenze die Leistung begrenzt oder mit Antennen-Downtilts gearbeitet, um die Grenzwerte auch ja einzuhalten (sonst drohen Bußgelder im 1000€-Bereich -pro Funkzelle). Dagegen ist den ausländischen Fernmeldebehörden meist herzlich egal, wie weit und wie stark die ausländischen Netze nach Deutschland einstrahlen.

Diese (deutsche) Situation ist einzigartig in Europa.

von Optimierer - am 22.05.2017 21:06
@Wellenjaeger: warum soll sich ab 14. Juni daran etwas ändern?

von Optimierer - am 22.05.2017 21:08
Ich habe an der Grenze zu Dänemark eher das Gegenteil festgestellt, dass Telekom Vodafone und o2 weit im Land noch gut empfangbar ist (rund 15km im Schnitt) während 3 oder Telia oder Telenor kaum 3 Kilometer nach Harrislee schaffen.

von Eheimz - am 22.05.2017 22:06
Zitat
Eheimz
Ich habe an der Grenze zu Dänemark eher das Gegenteil festgestellt, dass Telekom Vodafone und o2 weit im Land noch gut empfangbar ist (rund 15km im Schnitt) während 3 oder Telia oder Telenor kaum 3 Kilometer nach Harrislee schaffen.


Dann aber sicher nur GSM. UMTS hat nicht so eine große Reichweite und LTE erstrecht nicht.

von DX OberTShausen - am 22.05.2017 22:09
LTE-800 kann durchaus 15 km Reichweite haben falls direkte Sichtverbindung zum Mast besteht.

von Winnie2 - am 22.05.2017 22:20
Der ehemalige E-Plus 3G Sender in Bunde strahlt auch noch ziemlich weit in die Niederlande. 2G vom (wahrscheinlich) selben Standort noch ein gutes Stück weiter. Es dauert schon einige Kilometer, bis der Netzwechsel in das LTE Netz von KPN statt findet. Bei der nächsten Grenzüberquerung werde ich mal ein Auge darauf werfen, wie lange der Wechsel von KPN zu O2 dauert.

von pete04 - am 22.05.2017 22:44
Selbst bei uns in Leer gibt es stellen wenn man nicht aufpasst bucht sich das Smartphone in ein NL Netz ein.
Passiert auch sehr oft beim Emspark.

von _Yoshi_ - am 23.05.2017 03:37
Zitat
Optimierer
@Wellenjaeger: warum soll sich ab 14. Juni daran etwas ändern?


Weil ab dann Gratis-EU-Roaming möglich ist.
Wer in Grenznähe lebt und das innländische Netz kaum oder nur äußerst schlecht empfangen kann, sollte dann dazu in der Lage sein, das Netz aus dem benachbarten Ausland ohne Aufpreis nutzen zu können.

Zitat
pete04
Der ehemalige E-Plus 3G Sender in Bunde strahlt auch noch ziemlich weit in die Niederlande.


Aus dem Raum Aachen kann ich das bestätigen: In Vaals geht als einziges deutsches Netz jenes von E-Plus.
Die Telekom macht allerdings schon Vaalserquartier, also auf deutscher Seite, schlapp.
Im Unterschied zu E-Plus, wo die Signalstärke langsam nachlässt, ist es bei der Telekom so, dass man an einer Stelle einen Top-Empfang hat und 100 Meter weiter geht fast gar nichts.
Beide Unternehmen müssen wohl unterschiedliche Antennen verwenden.

Zitat
DX OberTShausen
Dann aber sicher nur GSM. UMTS hat nicht so eine große Reichweite und LTE erstrecht nicht.


Das kann ich bestätigen.
Ich hoffe, dass ändert sich, wenn die Telekom die alten GSM-Standorte mit LTE auf Band 8 nachrüstet.
Bisher gibt es das nur im Köln-Bonner-Raum, sowie in Dortmund, zumindest habe ich es noch nirgendwo anders bemerkt.
Weiß jemand, wann im Hinblick auf Band 8 weitere Städte/Regionen nachfolgen?
Interessant wäre auch die Frage, ob alle GSM-Standorte auf Band 8 nachgerüstet werden oder nur ein Teil und ob auch O2 und Vodafone künftig Band 8 nutzen werden.

von Wellenjaeger - am 23.05.2017 03:56
Die Telekom Deutschland will wirklich alle bisherigen nur GSM-Standorte bis 2019 mit LTE 900 nachrüsten.

von dxbruelhart - am 23.05.2017 07:23
Die Telekom macht das nicht mit Absicht. Für die wäre es ja besser, wenn alle im eigenen Netz arbeiten, anstatt in dem ausländischen, da die meisten Tarife mitlerweile ja eine EU-Flat drin haben.

von Jasst - am 23.05.2017 07:48
Vielleicht ist das neue Roaming ja dann ein Ansporn, auch Grenzregionen mit LTE zu versorgen.

von Wellenjaeger - am 23.05.2017 08:29
Zitat
DX OberTShausen
Zitat
Eheimz
Ich habe an der Grenze zu Dänemark eher das Gegenteil festgestellt, dass Telekom Vodafone und o2 weit im Land noch gut empfangbar ist (rund 15km im Schnitt) während 3 oder Telia oder Telenor kaum 3 Kilometer nach Harrislee schaffen.


Dann aber sicher nur GSM. UMTS hat nicht so eine große Reichweite und LTE erstrecht nicht.


Das kuriose: Gerade UMTS nimmt mein Handy (Note 3). An der Anschlussstelle Krusa (74) an der weitergeführten A7 geht das UMTS der Telekom noch, LTE natürlich nicht mehr.
Wenige Kilometer weiter dann Richtung Norden ist schlagartig alles weg, auch GSM.

Meine Erfahrung deckt sich auch mit der Strecke nach Sonderburg. Dort geht selten LTE, aber fast immer UMTS. EDGE (GSM) und UMTS nehmen sich in der Abdeckung absolut nichts.

Im Umkehrschluss ist es eine echte Herausforderung in Wassersleben das Netz "3" aufzunehmen. Telia und Telenor sind so olala und TDC gerade mal mit EDGE.

von Eheimz - am 23.05.2017 09:23
Zitat
Wellenjaeger
Vielleicht ist dem einen oder anderen auch schon aufgefallen, dass in Grenznähe nicht selten fast alle deutschen Handynetze versagen (selbst das der Telekom), wohingegen die ausländischen recht weit nach Deutschland hinein empfangbar sind.
Im Raum Aachen bspw. wird das besonders deutlich: In Herzogenrath, Walheim oder Roetgen geht bestenfalls UMTS; LTE=Fehlanzeige!
Man gewinnt fast den Eindruck, als seien Städte nahe der Grenze zum Ausland gezielt "vergessen" worden.
Ist das in anderen Grenzregionen ebenso der Fall?
Hoffentlich verbessert sich ab 14. Juni die Lage!


Auch wenn es nicht ganz zur gestellten Frage passt, aber dennoch zum Thema:

Ich dachte bisher immer das Handy wuerde nicht auf Grund von schwachem Empfangspegel in der Gerenzregion in das Netz des anderen Anbieters des anderen Landes umschalten, sondern auf Grund der GPS-Position, - wodurch sich das Handy ziemlich exakt orten laesst.

D.h. ist man kaum ueber die Grenze gefahren, meldet das Handy, dass man nun im Roaming-Netz des Nachbarlandes ist. Das ganze kann vermutlich auf 10 Meter exakt sein.

von 102.1 - am 23.05.2017 10:20
Die Gemeinde Perl (und das gesamte Moseltal oberhalb von Trier/Konz) wird von allen 3 Netzbetreibern nahezu komplett ausgespart, was LTE und UMTS angeht.
Wenn man aus Luxemburg kommt, bleibt das luxemburgische 3G/4G Netz noch über Kilometer verfügbar und das Handy wechselt oft erst ins nationale Netz, wenn man Richtung Merzig/Mettlach über den Berg fährt.
Ich gehe mal davon aus, dass sich die Leute dort für Datentarife gleich luxemburgische Simkarten organisieren.

von Saarländer (aus Elm) - am 23.05.2017 12:29
Zitat
102.1
Ich dachte bisher immer das Handy wuerde nicht auf Grund von schwachem Empfangspegel in der Gerenzregion in das Netz des anderen Anbieters des anderen Landes umschalten, sondern auf Grund der GPS-Position, - wodurch sich das Handy ziemlich exakt orten laesst.

D.h. ist man kaum ueber die Grenze gefahren, meldet das Handy, dass man nun im Roaming-Netz des Nachbarlandes ist. Das ganze kann vermutlich auf 10 Meter exakt sein.

Handys übertragen keine GPS-Daten, geht auch schlecht denn viele vor allem ältere Modelle vor der Smartphone-Ära haben gar keinen GPS-Empfänger. Deshalb ist auch die so oft angepriesene Handyortung ungenau weil man von dort nur die Funkzelle(n) und die Empfangsstärke erhält und das vor allem in ländlichen Gebieten nicht sehr genau ist.

von RheinMain701 - am 23.05.2017 12:34
Zitat
Saarländer (aus Elm)
Die Gemeinde Perl (und das gesamte Moseltal oberhalb von Trier/Konz) wird von allen 3 Netzbetreibern nahezu komplett ausgespart, was LTE und UMTS angeht.
Wenn man aus Luxemburg kommt, bleibt das luxemburgische 3G/4G Netz noch über Kilometer verfügbar und das Handy wechselt oft erst ins nationale Netz, wenn man Richtung Merzig/Mettlach über den Berg fährt.
Ich gehe mal davon aus, dass sich die Leute dort für Datentarife gleich luxemburgische Simkarten organisieren.


Gleiches gilt auch für die Region bei Rilchingen-Hanweiler. Nur VF bietet hier 3G an.

Ich frage mich auch, mit was das zusammenhängt...

von PEQsche - am 23.05.2017 12:40
Zitat
Eheimz
Ich habe an der Grenze zu Dänemark eher das Gegenteil festgestellt, dass Telekom Vodafone und o2 weit im Land noch gut empfangbar ist (rund 15km im Schnitt) während 3 oder Telia oder Telenor kaum 3 Kilometer nach Harrislee schaffen.


Kann ich auch so bestätigen - ich wohne in Flensburg, sieben km (Luftlinie) von Dänemark entfernt - es gibt nur eine Stelle (1. Etage) wo ich zwei Netze aus Dänemark reinkriege.... Sonst nix

Gruß
Morten Hesseldahl

von Morten Hesseldahl - am 23.05.2017 14:45
Eine Ursache könnte schlichtweg Frequenzknappheit sein.
Während in D nur O2, DTAG und Vodafone das Spektrum unter sich aufteilen müssen, müssen sie sich das in Grenznähe noch mit Nachbarländern teilen. Das könnte durchaus zu Frequenzmangel führen.
In Kehl ist es auch so: Die Innenstadt ist LTE-unversorgt. Einzig die DTAG hat im Süden eine LTE150-Zelle, ansonsten strahlen Vodafone und DTAG noch von außen mit LTE in die Randgebiete ein.
Im Grenzgebiet der 150er-LTE-Zelle und der Innenstadt ist dann auch das innerstädtische UMTS relativ schwach, so geht im Erdgeschoss bei meinen Eltern nur Edge.
Immerhin. Bei Vodafone hatte ich selbst mit GSM manchmal meine liebe Mühe.

von DH0GHU - am 23.05.2017 16:41
Deutsches Netz versagt in Grenznähe?
Nicht hier in der Schweiz.
Die strahlen alles in der Schweiz wo in 20km Umkreis zu. (Musst schon ein bisschen Aussicht haben :rp: )
GSM und UMTS kann man in der Schweiz noch empfangen. LTE konnte ich noch nie loggen.

von RadioZombieCH - am 23.05.2017 16:53
Zitat
DH0GHU
Eine Ursache könnte schlichtweg Frequenzknappheit sein.
Während in D nur O2, DTAG und Vodafone das Spektrum unter sich aufteilen müssen, müssen sie sich das in Grenznähe noch mit Nachbarländern teilen.


Dann stellt sich allerdings die Frage, warum ausländische Mobilfunkunternehmen ihre Ansprüche offenbar besser geltend machen als deutsche.
Wahrscheinlich haben inländische Firmen damit einen guten Grund gefunden, auf einen LTE-Ausbau in Grenznähe verzichten zu können.
Eigentlich müsste ein Unternehmen im Interesse seiner Kunden handeln und für eine flächendeckende LTE-Abdeckung sorgen; - auch in Grenzregionen.
Das ist zwar spekulativ, aber m.E. keineswegs ausgeschlossen.

von Wellenjaeger - am 23.05.2017 17:28
Frequenzknappheit kann eigentlich nicht sein. UMTS und LTE hat jeder Netzbetreiber im SFN am Laufen innerhalb der zugeteilten Frequenzblöcke, und abgesehen von der Vorgabe, jenseits der Grenze eine bestimmte maximale Feldstärke nicht zu überschreiten, sollte es auch keine Probleme mit den SFNs des Nachbarlandes geben. Im Gegensatz zu GSM kommt man dann halt nur soweit, wie der entsprechende Frequenzblock im Nachbarland nicht wiederbelegt ist.

Bei mir auf dem Berg gehen locker alle französischen GSM-Netze, aber UMTS wird z.B. nur von Free gefunden, das einen Frequenzblock belegt, der hier o2 zugewiesen ist, aber nicht genutzt wird.

von Saarländer (aus Elm) - am 23.05.2017 19:54
Für die Grenzregion hier kann ich sagen dass die Netze ähnlich weit über die Grenze hinweg strahlen. Telekom D1 war früher in meine Heimat draussen problemlos zu empfangen. Das hat sich aber schlagartig geändert seit KPN UMTS im 900MHz Band einsetzt und auch T-Mobile NL diese Frequenzen für sowohl LTE als UMTS benutzt. Seitdem geht GSM aus Deutschland nur sehr mühsam. Das wird sich umgekehrt auch sicher ändern sobald der Telekom LTE auf 900MHz ausstrahlen wird und man vielleicht überlegt um diese Frequenzen für UMTS zu benutzen.

Die Niederländische Netze sind auf der A30 spätestens bei Abfahrt Bad Bentheim verschwunden, funken also nicht ausserordentlich weit in Deutschland rein.

von Jassy - am 24.05.2017 06:15
Gestern habe ich die Grenze bei "Zwartemeer" überquert (NL A37 -> D A31).
Im KPN LTE Netz war ich auf deutscher Seite noch genau 4,5 KM eingeloggt, gefolgt von 0,5 KM im KPN UMTS Netz. Darauf folgte dann das in dem Bereich schon zusammengelegte O2 GSM Netz mit Edge.

von pete04 - am 24.05.2017 07:53
Gibt es eigentlich eine App, mit der man auf einer Karte anzeigen kann, in welchem Netz man mit welcher Qualität unterwegs ist?

von Eheimz - am 24.05.2017 09:19
Ja, die gibt es (zumindest für Android):

Network Signal Info.

Ist kostenlos und zeigt alles mögliche an Infos an, sowohl Netz, als auch WLAN.

von PEQsche - am 24.05.2017 09:28
Kann man sich mit Network Signal Info wirklich die Versorgungsqualität aller Mobilfunknetze anzeigen lassen oder doch nur die des Netzes für das man eine SIM-Karte im Smartphone hat?

Ich kenne diese App u. ich konnte bislang nicht herausfinden wie man sich die Signalstärke der anderen beiden Netze anzeigen lassen kann.

von Winnie2 - am 24.05.2017 10:18
Nur die des eigenen Netzes.

von DH0GHU - am 24.05.2017 10:42
Bedeutet also man benötigt jeweils eine SIM-Karte von jedem Netzanbieter wenn man selber wissen möchte wie gut ein bestimmter Standort mit Mobilfunk versorgt ist.

von Winnie2 - am 24.05.2017 10:57
Jop, leider schon.

von RadioZombieCH - am 24.05.2017 11:07
Jep, die App kann leider auch nur die Infos wiedergeben, die das Gerät in der Lage ist, zur Verfügung zu stellen. Da man sich nur in das Netz einbuchen kann, für das man eine SIM hat, wird man da vermutlich nix machen können.

Was schade ist:
Weder diese, noch meines Wissens andere Apps, sind dazu in der Lage, den gerade verwendeten Frequenzbereich anzuzeigen (z.B. LTE 800 oder 1800).

Allerdings weiß ich auch hier nicht, ob das bereits am Smartphone scheitert.

von PEQsche - am 24.05.2017 11:30
Ich denke man sollte hier unterschiden zwischen
Netzverfügbarkeit und Funkempfangsqualität

Ein Smartphone kann die Verfügbarkeit von allen Netzen vor Ort – mittels Netzsuche – anzeigen, unabhängig davon von welchem Netzanbieter die SIM stammt,
aber detailiertere Informationen (z.B. Signalstärke) sind nur abrufbar wenn man in das jeweilige Netz eingebucht ist.

von Winnie2 - am 24.05.2017 11:41
Anders als bei anderen Funkanwendungen wird dem Mobilfunk bei Aufbau eines neuen Standortes die Nationale Bescheinigung nur zur Einhaltung der örtlichen Strahlenemission ausgestellt - es wird also nich überprüft ob der Standort evtl. einen Nachbarstandort eines anderen Anbieters auf selber Frequenz stören könnte, das ist Aufgabe des Sendenden sich mit den Anderen im Spektrum abzusprechen. Es wird ja auch kolportiert, dass wir als Kriegsverlierer nicht das Recht hätten in diesen Frequenzbereichen ins Ausland zu senden und das Ausland aus diesem Grund eben nicht aufpassen müsste ob sie zu weit zu uns rübersenden - das könnt für die ehemaligen Fernsehbereiche auf z.B. 800MHz dank uralter Koordinierungen tatsächlich noch zutreffen.

Danach passt auch die Aussage der Telekom, so müssen sie sich bei LTE auf 800MHz und GSM900 mit dem Ausland (dem dortigen Frequenzbenutzer, nicht dem Regulierer) absprechen, nur LTE1800 (früher GSM), LTE2600 und UMTS2100 darf ohne Absprache mit der maximalen in D erlaubten Strahlungsleistung (jedoch ab Grenze max. im Ausland erlaubte Feldstärke) in Richtung Ausland senden, dummerweise sind das genau die Frequenzbereiche deren Reichweite sehr gering ist.

Statt entsprechende Absprachen/Koordinierungen zu treffen haben sich unsere NB offensichtlich für Funkloch entschieden - es wird ab 15.6. interessant ob dieser Zustand weiter hingenommen wird und die Grenzbewohner nun also einfach Roaming nutzen sollen oder ob man doch noch an den Grenzen ausbaut - ich vermute nach einer Kostennutzenanalyse liegt das Roaming vorn, gerade in schwach besiedelten Grenzregionen.

von elchris - am 24.05.2017 13:15
Zitat
elchris
Es wird ja auch kolportiert, dass wir als Kriegsverlierer nicht das Recht hätten in diesen Frequenzbereichen ins Ausland zu senden und das Ausland aus diesem Grund eben nicht aufpassen müsste ob sie zu weit zu uns rübersenden


Das ist (zumindest heutzutage) Blödsinn. Dazu müßte es eine entsprechende Klausel im Zwei-Plus-Vier-Vertrag und in den ITU-Richtlinien geben. Vermutlich wirklich eher eine Kostenfrage. Man hat vielleicht auch am Ausversehenroaming einfach zu gut verdient...

von DH0GHU - am 24.05.2017 13:23
Für eine flächendeckende Mobilfunkversorgung wären mehr Funkmasten in Grenznähe mit (ausschliesslicher) Richtstrahlung auf eigenes Staatsgebiet erforderlich, aber das ist für die Mobilfunkanbieter wohl nicht rentabel genug.

von Winnie2 - am 24.05.2017 14:22
Als ich letztes jahr in Kiefersfelden war, hatte ich mit der Aldi karte kein LTE gehabt, ein suchlauf, ergab das dort nur T-Mobile LTE anbietet. Allerdings hatte man mit der Hofer sim und T-Mobile.at LTE gehabt. in 3 wochen kann ich es erneut testen, ob sich inzwischen daran was geändert hatte, die Deutschen Sender von O2 und e-Plus gingen allerdings net weit über die grenze.

von Rheinländer - am 24.05.2017 19:15
Kiefersfelden müssten sämtliche öst. Anbieter vollständig dersorgen - der Ort ist ja zu drei Seiten von Österreich umgeben.

Im Gegensatz dazu ist es in Kufstein am Bahnhof schon schwierig noch deutsches Netz zu bekommen - ähnlicher Zustand wie an den anderen Grenzorten zu Österreich - Freilassing/Salzburg, Laufen/Oberndorf - einzig Simbach/Braunau war eine Ausnahme da eplus am Simbacher FMT eine rundstrahlende UHS hatte - die ist allerdings mittlerweile aus.

von elchris - am 24.05.2017 21:24
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