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Meer Radio 88,0 - neuer Sender für Niedersachsen oder Illussion?

Startbeitrag von MICHAELKRAUS am 25.05.2017 06:57

Hallo zusammen,
ich habe folgendes gefunden was ich ziemlich interessant finde und worüber bisher nichts zu lesen war:

http://www.radioszene.de/106473/meer-radio-jobs.html

Konkret soll dort nordwestlich von Hannover Richtung Bremen ein neuer Radio-Sender entstehen, der auf 88,0 senden wird. Einiges dazu war schon bekannt und vor einiger Zeit publiziert worden:

http://www.radiowoche.de/tag/meer-radio-92-8/

Auch taucht eine 92,8 für "Neustadt am Rübenberge" tatsächlich hier in der UKW und TV Datenbank auf.
Konkret handelt es sich um "Radio NRÜ 92,8 FM " mit einem Watt Leistung.
Dafür (nur für die 92,8) hat man auch vor über 2 Jahren seine Zustimmung erhalten:

http://www.radiowoche.de/meer-radio-928-gmbh-i-gr-erhaelt-zulassung-und-zuweisung-einer-ukw-frequenz-fuer-region-neustadtrbg/

Eine 88,0 die nun plötzlich ins Spiel gebracht wurde, findet sich in der UKW und TV Datenbank nicht.
Die zuständige Behörde kennt diesen Anbieter mit der neuen 88,0 jedenfals auch nicht:

http://www.nlm.de/1049.html

Eine Internetseite scheint es nicht zu geben. Bei der Suche taucht folgender Link auf:

NLM: Meer Radio 92,8 GmbH (i. Gr.) erhält Zulassung und Zuweisung ...
www.nlm.de/481.html?&cHash=1c2061711d5bfe31f4c1c8c7cc2a607c&tx...
08.12.2014 - Hannover. Die Versammlung der NLM beschloss am 4. Dezember 2014 der Meer Radio 92,8 GmbH (i. Gr.) die Zulassung für ein ...

Klickt man darauf http://www.nlm.de/481.html?&cHash=1c2061711d5bfe31f4c1c8c7cc2a607c&tx_ttnews[tt_news]=672

dann die Überraschung:


Zitat

Page Not Found

Reason: Request parameters could not be validated (&cHash comparison failed)


Alles in allem hört sich das sehr ehrgeizig um nicht zu sagen unrealistisch oder gar utopisch an!

Nun frage ich mich: Was ist von diesem Projekt zu halten? Ist das ähnlich ernst gemeint wie das Lokalradio in Lübeck / Ratzeburg? Woher kommt auf einmal die 88,0 die man jetzt aus dem Ärmel schüttelt? Eine solche fehlt in der Datenbank. Warum diese Frequenz, die bereits in Uelzen mit Lokalfunk belegt ist und von Südwesten durch die 88,1 ebenfalls vom Lokalfunk bedrängt wird? Warum hat man sich nun statt der bisher kommunizierten 92,8 für die 88,0 entschieden? Und warum wird Personal gesucht wenn man offensichtlich noch gar nicht sendet und die Frequenz auch nirgends eingetragen ist? Wovon soll das Personal bezahlt werden, wenn man noch gar nicht sendet und demzufolge also auch kein Geld durch Werbung einnehmen kann?

Wozu braucht es in diesem Gebiet, das ausreichend von NDR; Radio Bremen und teilweise WDR, dazu einer Handvoll Privaten Sendern, im Lokalbereich noch von Radio Hannover versorgt wird überhaupt noch eine weitere kommerzielle Station? Und das mit einem Watt Leistung für einige Zehntausend mögliche Hörer? Der Westen Niedersachsens ist nicht gerade mit dem Berliner Radiomarkt zu vergleichen.

Ist das überhaupt ernst zu nehmen, wenn schon der Betreiber nicht den offiziellen Namen der Ortschaft ("Neustadt am Rübenberge") sondern einen eher umgangssprachlichen Fantasie-Namen ("Neustadt am Steinhuder Meer") als Postanschrift verwendet? Man schreibt ja auch nicht "Hannover an der Leine" oder "Bremen an der Weser" oder "Berlin an der Spree". Droht hier das nächste Chaos nach "Radio Oldenburg" ? Die Geschichte dieses Projekts kann man hier auf der Seite nachlesen. http://radioforum.foren.mysnip.de/read.php?8773,1311885,page=1 Mit großen Plänen war man vor 2 Jahren gestartet, hat es aber nicht über http://www.radio-oldenburg.de/ herausgebracht. Generell ist jede Abwechslung im Radio zu begrüssen, aber ob sich das auf Dauer rechnen kann? Immerhin müssen die ja auch Geld verdienen und ihre Leute bezahlen. Kurios das ganze, aber ich bin gespannt!

Gruß aus der Prignitz
Kraus

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Zitat

Ist das überhaupt ernst zu nehmen, wenn schon der Betreiber nicht den offiziellen Namen der Ortschaft ("Neustadt am Rübenberge") sondern einen eher umgangssprachlichen Fantasie-Namen ("Neustadt am Steinhuder Meer") als Postanschrift verwendet?

Abgesehen davon, dass Neustadt nicht mal am Steinhuder Meer liegt, nur ein Ortsteil (Mardorf) von Neustadt und ein langer Uferabschnitt, der aber fast nur Moorgebiet ist, gehören zum Stadtgebiet.
Da könnte man schon eher sagen "Neustadt an der Leine" - das ist wenigstens geografisch korrekt ;-).

Zitat

Und das mit einem Watt Leistung für einige Zehntausend mögliche Hörer? Der Westen Niedersachsens ist nicht gerade mit dem Berliner Radiomarkt zu vergleichen.

Wo steht denn, dass die 88,0 auch nur ein Watt haben würde (die 88,0 steht ja anscheinend überhaupt nirgendwo ;-) )?
BTW: Die Gegend ist alle, nur nicht West-Niedersachsen.

von WiehengeBIERge - am 25.05.2017 08:54
Zitat
MICHAELKRAUS
Nun frage ich mich: Was ist von diesem Projekt zu halten? Ist das ähnlich ernst gemeint wie das Lokalradio in Lübeck / Ratzeburg? Woher kommt auf einmal die 88,0 die man jetzt aus dem Ärmel schüttelt? Eine solche fehlt in der Datenbank.

Nur weil die 88,0 nicht in der FMLIST steht, heißt das noch lange nicht, dass diese Frequenz nicht konkret geplant sein kann. Seit geplante Frequenzen nicht mehr zeitnah in der BNetzA-Liste auftauchen, ist sowas schwer zu beurteilen.

Zitat
MICHAELKRAUS
Warum diese Frequenz, die bereits in Uelzen mit Lokalfunk belegt ist und von Südwesten durch die 88,1 ebenfalls vom Lokalfunk bedrängt wird? Warum hat man sich nun statt der bisher kommunizierten 92,8 für die 88,0 entschieden?

Vielleicht ließ sich die 92,8 nicht koordinieren und man hat nun alternativ die 88,0 gefunden? Manchmal lassen sich vermeintlich schlechtere Frequenzen einfacher koordinieren...

Zitat
MICHAELKRAUS
Und warum wird Personal gesucht wenn man offensichtlich noch gar nicht sendet und die Frequenz auch nirgends eingetragen ist? Wovon soll das Personal bezahlt werden, wenn man noch gar nicht sendet und demzufolge also auch kein Geld durch Werbung einnehmen kann?

Du weißt, wie ein Radiosender üblicherweise so funktioniert?
Mit irgend etwas muss man halt mal anfangen. Kein Radiosender ohne Moderatoren. Wie willst du denn Geld mit Werbung einnehmen, wenn deinem Programm das elementarste überhaupt, die Moderatoren, fehlen?

Du weißt, wie ein Betrieb üblicherweise so funktioniert?
Es gibt kein Unternehmen ohne ein Startkapital, aus dem üblicherweise die erste Zeit finanziert wird, in der es noch keine Einnahmen gibt.

Zitat
MICHAELKRAUS
Wozu braucht es in diesem Gebiet, das ausreichend von NDR; Radio Bremen und teilweise WDR, dazu einer Handvoll Privaten Sendern, im Lokalbereich noch von Radio Hannover versorgt wird überhaupt noch eine weitere kommerzielle Station? [...] Der Westen Niedersachsens ist nicht gerade mit dem Berliner Radiomarkt zu vergleichen.

Was spricht dagegen? Warum sollte man jemandem das Recht zu senden verweigern? Die werden es dann schon heraus finden, ob sich der Betrieb dauerhaft aufrecht erhalten lässt. Du stellst dich doch auch nicht gegen die Eröffnung eines griechischen Restaurants, nur weil es schon eine Pizzeria gibt.

Zitat
MICHAELKRAUS
Und das mit einem Watt Leistung für einige Zehntausend mögliche Hörer?

Das eine Watt Leistung gilt für die 92,8 und für den bis dato sendenden *Einrichtungsfunk* Radio NRÜ. Das hat mit Meer Radio 88,0 absolut nichts zu tun, außer dass dahinter m.W. die gleichen Leute stecken. Du kannst getrost davon ausgehen, dass man mit irgendwas im Bereich von 100 Watt senden wird.

Zitat
MICHAELKRAUS
Ist das überhaupt ernst zu nehmen, wenn schon der Betreiber nicht den offiziellen Namen der Ortschaft ("Neustadt am Rübenberge") sondern einen eher umgangssprachlichen Fantasie-Namen ("Neustadt am Steinhuder Meer") als Postanschrift verwendet? Man schreibt ja auch nicht "Hannover an der Leine" oder "Bremen an der Weser" oder "Berlin an der Spree".

Liegt vielleicht in dem Fall auch daran, dass man sich wohl nicht nur als Sender für Neustadt, sondern auch als Sender für die Region Steinhuder Meer sieht. Die Post stört's ohnehin nicht, da zählt nur die PLZ.

Zitat
MICHAELKRAUS
Droht hier das nächste Chaos nach "Radio Oldenburg" ? Die Geschichte dieses Projekts kann man hier auf der Seite nachlesen. http://radioforum.foren.mysnip.de/read.php?8773,1311885,page=1 Mit großen Plänen war man vor 2 Jahren gestartet, hat es aber nicht über http://www.radio-oldenburg.de/ herausgebracht. Generell ist jede Abwechslung im Radio zu begrüssen, aber ob sich das auf Dauer rechnen kann? Immerhin müssen die ja auch Geld verdienen und ihre Leute bezahlen. Kurios das ganze, aber ich bin gespannt!

Gegenfrage: Warum die Dinge immer von vornherein schlecht machen, wenn man noch nicht mal einen Einblick hinter die Kulissen hat? Muss sowas sein?

Es kann gut möglich sein, dass sich der Koordinerungsprozess für die 92,8 und später die 88,0 einfach so lange hingezogen hat. Ohne eine konkrete UKW-Frequenz braucht man ja nicht zu starten. Das ist nun mal der Pferdefuß dieser neuen Ausschreibungsregelung, dass keine konkreten UKW-Frequenzen mehr ausgeschrieben werden, sondern nur noch ein Sendegebiet, für das man dann erst mal eine Frequenz finden muss.

Wenn sie jetzt konkret Moderatoren suchen, dann scheint es ja tatsächlich bald los zu gehen.

von Habakukk - am 25.05.2017 09:16

Meer Radio 88,0 - neuer Sender für Niedersachsen oder Illussion?

Also wenn ich mir die Bilder vom Mischpult mit gerade mal 8 Zügen und den engen Studioraum auf deren Webseite anschaue, käme es mir eher wie ein Internet- (oder Kabel-)Radio mit längeren Festplattenzeiten, als ein UKW-Lokalradio vor Da sind ja die mir bekannten NKLs umfangreicher ausgestattet (siehe Foto)


(Quelle: sensor 09/2017)

von KlausD - am 28.09.2017 16:14
"Von der Wedemark bis nach Stolzenau, von Schwarmstedt bis nach Stadthagen und von Neustadt über Wunstorf bis nach Garbsen erstreckt sich unser Sendegebiet."

Auszug aus https://meerradio.de/

Schwarmstedt liegt ja ein ganzen Stück weg vom Steinhuder Meer.... fahre da fast täglich beruflich vorbei und auch durch die Wedemark. Bin mal gespannt wo dann der Sendestandort sein soll und mit welcher Leistung gesendet wird. Evtl. auch da wo Radio 21 auf 89,4 sendet??? (Rehburg-Loccum)

von Sarstedter - am 28.09.2017 16:56
Zitat
Sarstedter
Bin mal gespannt wo dann der Sendestandort sein soll und mit welcher Leistung gesendet wird. Evtl. auch da wo Radio 21 auf 89,4 sendet??? (Rehburg-Loccum)


Habe auch schon überlegt, wo das sein könnte. Aber Bad-Rehburg könnte ich mir gut vorstellen. Die 89,4 hat eine gute Reichweite nach Norden. Im Bremer Rand tw. noch aufnehmbar. Und das Steinhuder Meer ist direkt vor der Nase.

von RalphT - am 28.09.2017 17:18
Zitat
Dr. Antenne
Vielleicht aber auch der FMT Linsburg. Von dort aus wäre man besser Richtung Osten aufgestellt.


Könnte natürlich auch sein. Der Spargel ist ja wesentlich höher, als der Stahlgittermast in Bad Rehburg.
Hier mal eben eine selbstgebastelte Versorgungskarte.

Quelle: google.maps
[attachment 9971 karte.jpg]

von RalphT - am 28.09.2017 17:40
@ RalphT: Sieht gar nicht verkehrt aus. Mit ca. 1kW aus Linsburg zwischen 30* und 250* sollten alle genannten Orte entsprechend erreicht werden. Nach Nordwesten könnte wegen Smilde ausgeblendet werden (Nienburg liegt auch in der Richtung und wird nicht als Sendegebiet erwähnt).

Aus Bad Rehburg bis nach Schwarmstedt zu kommen würde schonwieder höhere Sendeleistungen erfordern. Da Uelzen 88.0 aber auch in der Richtung liegt, würde man das wohl kaum koordiniert bekommen.

von Dr. Antenne - am 28.09.2017 18:32
Hi,

mal schauen, was hier in Davenstedt dann noch ankommt, wenn es denn soweit ist.

Die 89,4 aus Bad Rehburg, sowie die 99,3 und die 103,3 aus Nienburg schaffen es, wobei die 103,3 am Besten bei mir ankommt.

Auf der 88,0 ist ZuSa ziemlich schwach im Vergleich.

Gruß
Micha

von MichaausH - am 28.09.2017 20:47
Zitat
21F
FRQ 88.0 ERP 20 dBW HAAT 30M
Ort Boschstr. 12 31535 Neustadt
Quelle: BNetzA


Okay..... :eek: besonders weit kommt man damit ja nicht unbedingt heraus. Ich glaube das ist sogar der gleiche QTH wo auch die 92.8 abgestrahlt wurde. Ich kann mich noch gut an diese Antenne erinnern... war Anfang 2013 mal da.

von Sarstedter - am 28.09.2017 21:01
Ich bin grad in NRÜ zum Senderstandort gefahren. Ist ja von Garbsen aus um die Ecke. Hinten auf dem Hof der Neustädter Zeitung wurde mittlerweile ein massiver Stahlrohrmast aufgestellt, der an seiner Spitze nun den vertikalen UKW-Dipol trägt, der vorher an dem Mast direkt am Haus hing. Der alte Mast steht noch, aber ohne Dipol. Heute abend werde ich ein paar Fotos hochladen, hier von unterwegs mit dem Smartphone bekomme ich das nicht hin (Dateien sind zu groß).

von Optimierer - am 30.09.2017 13:38
Das kann ich so nicht bestätigen. Auf der A2 habe ich heute zwischen dem Autobahnkreuz Ost und Hannover-Bothfeld die Frequenz 88.00 eingestellt. Neben einigen holländischen Sprachfetzen hörte ich dort Indie-Pop (vermutl. ZuSa), laute Discomucke (vermutl. Mini-Zuender) sowie gegen 17:15 Uhr die Bundesligakonferenz (keine Ahnung ! SR1 ?). Ich glaubte, das Meer Radio sendet schon.

von Radiologe - am 30.09.2017 16:00
Also nach dem Bild zu urteilen ist der Mast mal gerade 20m hoch. Na mal gucken, wenn die Antenne unter Spannung ist, wie die Reichweite ist.

Wenn die wirklich so schlapp ist, dann könnte ja ein Fernempfang hier gelingen. Ich habe mal ein Foto angehangen. Weiß jemand, wo das ist? Ich habe dort nur fotografiert. Ich könnte mir vorstellen, dass ein kurzer DX-Scan sich dort mal lohnen würde.
[attachment 9990 Kornfeld.jpg]

von RalphT - am 01.10.2017 04:58
Das könnte bei Bergkirchen / Sachsenhagen, auf diesem Mini-Höhenzug südlich vom Steinhuder Meer (zu dem auch der Brunnenberg Bad Rehburg gehört) sein mit Blick Richtung Süden.

Dort habe ich sogar schon mal gescannt. Ist allerdings recht langweilig, da man dort, wie in der ganzen Gegend hier, quasi auf jeder theoretisch freien Frequenz irgendeine Lokalfunzel aus OWL oder Süd-NDS empfängt. Das Problem hat man hier bei Sicht nach Süden fast immer... Fernempfänge gehen eigentlich nur an Nordhängen gut, nach Süden ist irgendwie alles frequenzmäßig dicht...

von WiehengeBIERge - am 01.10.2017 07:55
Zitat
WiehengeBIERge
Das könnte bei Bergkirchen / Sachsenhagen, auf diesem Mini-Höhenzug südlich vom Steinhuder Meer (zu dem auch der Brunnenberg Bad Rehburg gehört) sein mit Blick Richtung Süden.

Ja, stimmt. Zumindest die Aussicht ist dort schön.

Allerdings könnte ich mir auch vorstellen, dass der NDR-Mast auf dem Bückeberg zu stark dort einstrahlt.

von RalphT - am 01.10.2017 08:37
In Bad Rehburg (Nordöstlich des "Höhenzuges") ja, aber nicht dort, wo das Bild oben gemacht wurde...
Man sieht es auf dem Foto nicht (und "in echt" meist auch nicht), weil es nur so eine "dünne Stange" ist, aber der NDR-Sender steht mitten auf dem links zu sehendem Berg, Luftlinie um die 15 km entfernt...

von WiehengeBIERge - am 01.10.2017 09:12
Auf großsignalfesten Empfängern ( DSP Geräte oder Digitalradios) stören Stadthagen und Barsinghausen in Bergkirchen nicht. Trotzdem bleibt die Ausbeute in der Tat langweilig, zumal diese Geräte oft nicht optimal bei der Trennschärfe im vollen Band sind. Besonderes gibt es im Raum Bergkirchen/Sachsenhagen allenfalls auf DAB+. 6B und 11C vom Brocken gehen hier an mehreren Stellen.

von RF_NWD - am 01.10.2017 09:44
Zitat
WiehengeBIERge
Nicht nur der, auch Barsinghausen!


Stimmt! Da er nicht im Bild ist, hatte ich den vergessen. Dieser Turm ist deutlich sichtbar, wobei die kleine Stange auf dem Bückeberg schlecht sichtbar ist. Der Turm müsste eigentlich zu sehen sein, aber auf dem Bild kann ich ihn auch nicht erkennen.

von RalphT - am 01.10.2017 11:19
Zitat
Optimierer
Die 88.0 ist für den Nordwesten Hannovers eine gute und freie Frequenz. Radio ZuSa 88.0 aus Uelzen spielt eine Rolle mehr und Radio Hochstift aus Willebadessen bei PB auf 88.1 stört auch nicht wirklich.


Ich hatte in den letzten Sommermonaten, als ich zwischenzeitlich einmal keine Fahrgemeinschaft nach Stöcken hatte, mich früh morgens immer über Radio 2 auf 88,0 gefreut. Ging auf der A2 ab Kreuz Ost bis Herrenhausen an manchem Morgen erschreckend gut...Neustadt ist noch näher dran, deshalb bin ich da etwas skeptisch, was die freie Frequenz betrifft. Smilde ist eine Streubombe, die in den Sommermonaten morgens durchaus mal in halb Norddeutschland geht

BTW/OT: Trennscharfe Radios kitzeln in Höhe Langenhagen/Stöcken durchaus mal BNR auf 100,2 aus dem Äther. Mein Kenwood 73 hatte das praktisch jeden Morgen geschafft. Ich habe es dann aber verkauft. Jetzt werkelt wieder das gute alte Bremen MP74 in meinem Auto. Lieber ein brettstabiles Bremen Next auf der A2 als dieses nervige Bug-Theater. Das sage ich aber als Hörer und nicht als DXer.. ;-)

von Mc Jack - am 01.10.2017 20:55
Momentan schalte ich immer mal wieder auf der Fahrt von und zur Arbeit auf die 88,0 (Meer Radio hat ja ab Mitte Oktober den Sendestart angekündigt). Und jedesmal schallt mir fröhliche Popmusik entgegen - vom holländischen NPO Radio 2! Der steht (wohl aufgrund der stabilen Hochdrucklage) hier im Nordwesten von Hannover drin wie ein Ortssender...

von Optimierer - am 17.10.2017 22:37
Moin, ich bestätige den Empfang von Meer Radio 88.0 in Garbsen. Allerdings war bei mir sofort RDS da: "88.0Meer". Der Empfang von Garbsen-Berenbostel bis Langenhagen-Godshorn war auf einem Skoda-Werksradio im Polo 6N mit original VW Dachantenne beifahrertauglich mit leichten Rauscheinbrüchen.

Und wichtig für alle Dach- und Außenantennen-Nutzer: Meer Radio sendet VERTIKAL. Ansonsten wird ja in Deutschland auf UKW fast ausschließlich horizontal gesendet.

[attachment 10089 88.0Meer.JPG]

von Optimierer - am 20.10.2017 08:44
Bei meiner Fahrt durch Langenhagen, konnte ich heute einen sehr wechselhaften Empfang von "Meer Radio 88.0" feststellen. Von starkem Empfang mit RDS, bis zum völligen wegbrechen des Signals bei dichter Wohnbebauung war alles dabei.
Die Karte bei "fmscan.org" kommt in etwa hin. Westlich der Bahnlinie und des Flughafens scheint der Empfang, dank unserer Beobachter aus diesen Gebieten recht gut zu sei. Östlich davon, bricht der Sender aus Neustadt schnell ab.
Wie sieht es denn nördlich, südlich und westlich mit dem neuen Sender aus ?

von Radiologe - am 20.10.2017 11:45
Meine dehbare Yagi ist nur horizontal. In Richtung Steinhuder Meer ausgerichtet bekomme ich ZuSa...
Dabei kann ich die Kalihalde bei Wunstorf und auch den Brunnenberg mit dem bloßen Auge aus dem Fenster sehen.

Vertikal habe ich noch nicht getestet. Mit Taschenradios wie dem "Roadstar" usw. geht ebenfalls nichts oder ZuSa bzw. Fetzen von Smilde.

Andere Sender in der Größenordnung aus gleichen oder größerer Entfernung sind locker empfangbar. Ich könnte mir vorstellen, dass nicht mit der vollen Leistung gesendet wird.

von WiehengeBIERge - am 24.10.2017 17:13
Meine Erfahrungen:

- A7 HH -> H ab Schwarmst. ewiges dauerrauschen, nicht beifahrertauglich
- A7/352 DR H-Nord, gar kein Signal o. so starke Störer die das Signal wegdrücken
- A352 DR H-Nord -> A2 Signal ab Langenhagen und immer wieder starke Störungen und Rauscheinbrüche
- A2 H -> NRW ab Wunstorf nur noch Fragmente von zwei o. drei Programmen, Bad Nenndorf war kein Meer mehr zu erahnen

- am St. Meer sehr wechselhaftes Signal, mal stark (selten mit RDS) dann wieder komplett weg, dann wieder ein fremder Sender (Holl.?)
- Nienburg kein Empfang -> B214 Ri. A7 Dauer verrauschter z.T. nur Mono Empfang
- Wedemark sehr stark verrauscht, nicht beifahrertauglich
- Langenhagen/Seelze/Garbsen wieder gut, dann wieder Fremdsender, immer Rauscheinbrüche, nie normales Signal, RDS immer wieder weg
- in Nst. a. Rb. guter Empfang, teils aber nur Mono Empfang und ohne RDS

von 21F - am 25.10.2017 12:29
Da ist ja mancher Schwarzsender besser aufgestellt. :D

Jetzt mal ne Frage zum Sendestandort:
Dieser Standort scheint ja wirklich recht mies zu sein. Ich weiß leider nicht wie das funktioniert, daher die Frage: Wie wird und wer bestimmt den Sendestandort? In der Nähe sind ja 2 Masten, die wahrscheinlich besser geeignet wären, einmal Bad Rehburg und Linsburg bei Nienburg. Warum musste dieser Behelfsmast herhalten?

Wenn die Beschreibung von 21F stimmt und noch nicht mal das Steinhuder Meer bis Bad Rehburg vernünftig abgedeckt wird, dann wird der Sender seine Halbwertszeit Weihnachten schon erreicht haben. Ich habe ja von Radio nicht viel Plan, aber ich glaube Hörer wären schon wichtig. Die Tests wurden bestimmt alle mit einem Autoradio durchgeführt. Möchte nicht wissen, wenn der Campingurlauber an der Nordseite sein Küchenradio aufstellt und versucht den Sender zu finden, ob da überhaupt etwas noch ankommt.

von RalphT - am 25.10.2017 16:49
Da dürfte wohl mal wieder auch das liebe Geld eine nicht unwichtige Rolle gespielt haben !
Meer Radio 88.0 und die Neustädter Zeitung arbeiten zusammen und sitzen im selben Gebäude. Da ist es doch am einfachsten eine Antenne über den Hof zu spannen und dann mal sehen, wie weit man kommt.
Daß gute Standorte wie der Telemax in Hannover und der Klüth in Hameln für einen zufrieden stellenden Empfang im gesamten Sendegebiet sorgen würden, ist leider auch nur bedingt eingetreten.

von Radiologe - am 25.10.2017 17:48
Zitat
RalphT
Wenn die Beschreibung von 21F stimmt und noch nicht mal das Steinhuder Meer bis Bad Rehburg vernünftig abgedeckt wird, dann wird der Sender seine Halbwertszeit Weihnachten schon erreicht haben.


Richtig ich nutzte ein normales VW Autoradio ohne spezielles Equipment.

von 21F - am 25.10.2017 18:13
Zitat
Mc Jack
Jetzt werkelt wieder das gute alte Bremen MP74 in meinem Auto. Lieber ein brettstabiles Bremen Next auf der A2 als dieses nervige Bug-Theater. Das sage ich aber als Hörer und nicht als DXer.. ;-)


Was heißt Bug Theater? Das Radio soll doch sehr gut sein?

von UKW vs. DAB+ - am 26.10.2017 07:39
Ich denke, Meer Radio möchte seinen Sender komplett in Eigenregie betreiben und da ist ein Mast auf dem eigenen Grundstück nunmal die erste Wahl (keine Leitungskosten etc). Irgendwie erinnert mich das an die ersten "freien" Kleinsender damals in den 1980ern in Belgien, die auch meist einen Mast mit einem oder mehreren vertikalen Dipolen neben dem Haus stehen hatten. Die waren "frei" von Programmvorgaben, hatten nicht sowas unnötiges wie Medienberater im Rücken. Vielleicht ist mir auch deshalb Meer Radio jetzt schon sympathisch, trotz der geringen Reichweite. Vielleicht wird später ja auch die Leistung noch etwas erhöht.

von Optimierer - am 26.10.2017 10:36
Zitat
Optimierer
Ich denke, Meer Radio möchte seinen Sender komplett in Eigenregie betreiben und da ist ein Mast auf dem eigenen Grundstück nunmal die erste Wahl (keine Leitungskosten etc). Irgendwie erinnert mich das an die ersten "freien" Kleinsender damals in den 1980ern in Belgien, die auch meist einen Mast mit einem oder mehreren vertikalen Dipolen neben dem Haus stehen hatten. Die waren "frei" von Programmvorgaben, hatten nicht sowas unnötiges wie Medienberater im Rücken. Vielleicht ist mir auch deshalb Meer Radio jetzt schon sympathisch, trotz der geringen Reichweite. Vielleicht wird später ja auch die Leistung noch etwas erhöht.


Ok, das kann natürlich sein. Ich denke mal aus technischer Sicht müssen doch Auflagen erfüllt werden. Also eine Stelle (welche?) genehmigt eine Frequenz, die Leistung, die Abstrahlrichtung? Und wenn das auf dem Papier steht, muss das doch richtig technisch umgesetzt werden. Gibt es da auch anschließend eine Kontrolle? Ich stelle mir gerade diese Frage, da das doch technisch etwas anders gelöst worden ist als sonst. Im Allgemeinen werden doch neue Sender auf vorhandene Türme gesetzt und nicht im Hinterhof.

von RalphT - am 26.10.2017 12:01
Zitat
Ralph T
Also eine Stelle (welche?) genehmigt eine Frequenz, die Leistung, die Abstrahlrichtung? Und wenn das auf dem Papier steht, muss das doch richtig technisch umgesetzt werden. Gibt es da auch anschließend eine Kontrolle?


Das macht alles die Bundesnetzagentur. Die kommt im Zweifel auch nachmessen, ob alles technisch richtig umgesetzt ist.

Bei Firmen wie Divicon und Uplink ist allerdings davon auszugehen, dass diese die Regeln kennen.

von Funkohr - am 26.10.2017 17:11
Zitat
Staumelder
Smilde dürfte in den nächsten Tagen keine große Rolle mehr spielen das sich die guten Konditionen abbauen / abgebaut haben. Es würde mich aber nicht wundern wenn NPO Radio 2 an einigen Stellen dort trotzdem durchkommt.

In den Morgenstunden und am späten Abend war das bei mir auch ohne Tropo gestern und heute noch der Fall und kann auch gerne so bleiben. :-)

von RF_NWD - am 26.10.2017 21:13
Der Sendestart soll morgen Mittag um 12:00 Uhr erfolgen.

Auf zwei Fahrten durch Hannover bot sich folgendes Bild vom Empfang des Meer Radios :

von Langenhagen nach Laatzen :
Nur noch schlechter Empfang und kein RDS ab Hannover-Buchholz und Messeschnellweg.

von Langenhagen nach Ahlem :
Mäßiger Empfang mit häufigem Rauschen. Fast durchgehend mit RDS von Langenhagen über Stöcken und Letter.

von Radiologe - am 31.10.2017 18:30
Zitat
Staumelder
Ab jetzt gibt es einen Livestream: https://meerradio.de/webradio/


Ich hab mal ein wenig in dem Quellcode der Seite geschaut und das gefunden (Radiohörerforum):

http://radioforum.foren.mysnip.de/read.php?15515,518719,1444412#msg-1444412

So kann man den Stream auch mit beliebige Player hören.

von _Yoshi_ - am 31.10.2017 18:37
Das kann sein. Hier in Bremen kommen jede Menge Holländer rein. Auch ein Franzose war wohl dabei.

Z.B. SLAM FM vom Sender Alphen aan den Rijn auf 95,2 und NPO 3 FM vom Sender IJsselstein auf 96,8 MHz, neben Bremen Next auf 96,7 MHz. Das heißt schon was.

Dann wird es wohl weiter südlicher ähnlich aussehen.

von RalphT - am 01.11.2017 16:59
Zitat

Hat jemand den Sendestart mitgeschnitten bzw. gehört?

Ja, via webradio. Ist allerdings bereits "zerstückelt" in die wenigen, interessanten Parts. War alles eher unspekatulär und außerdem 5 min. zu spät lt. Rechneruhr (12.05 Uhr).
Den Start machte Andre Gottschalk (ex-Radio Nordseewelle), bis 15 Uhr. Danach übernahm ein näselnder Kai. Die ersten 4 Stunden Mitschnitt habe ich noch durchgeskippt, danach habe ich wegen "unerträglich" abgebrochen. In diesen 4 Stunden (bzw. eigentlich innerhalb von 2 Stunden) war der Rote-Augen-Effekt-Erklärbeitrag bereits zweimal zu hören. Aber die Nachrichten wurden immer wieder ein klein wenig anders eingesprochen.

Wie gesagt, ich habe die Aufnahme durchgeskippt, aber wenn ich mich grad so zurückbesinne: Das Wetter wurde "präsentiert von", aber sonst ist mir überhaupt keine Werbung aufgefallen...

von iro - am 02.11.2017 08:52
Das Onlineportal "Wunstorfer Auepost" moniert, dass für einen ordentlichen Empfang in der Kernstadt von Wunstorf schon eine Dachantenne benötigt wird, und sonst nur noch mit guten Autoradios möglich ist. Das deckt sich mit den Erfahrungsberichten hier.
http://www.auepost.de/news/wirtschaft/neuer-radiosender-in-wunstorf-zu-hoeren-13960/
( Bericht wurde vor dem Sendestart erstellt)
Ich denke: Wenn nach jahrelanger Frequenzsuche und Koordinierung nichts Besseres dabei rauskommt, soll man es bei einem reinen Webradio belassen.

von RF_NWD - am 03.11.2017 16:29
Zitat
RF_NWD
Das Onlineportal "Wunstorfer Auepost" moniert, dass für einen ordentlichen Empfang in der Kernstadt von Wunstorf schon eine Dachantenne benötigt wird, und sonst nur noch mit guten Autoradios möglich ist.


Mangels Ortskenntnisse: gibt es im Verbreitungsgebiet einen guten Standort? Am Anfang wird mal der FMT Linsburg gennant. Und als Frequenz würde ich mich erstmal prinzipiell im Harz-Schatten bewegen (97,2 / 101,6 / 90,1 etc. - ohne eine Frequenz geprüft zu haben).

von Staumelder - am 03.11.2017 19:01
Rahden 95,1 kann man dort empfangen, dürfte aber so schwach sein dass es nicht stört. Da stört dann schon eher Langenberg... (aber auch nicht so wirklich ;-) ). Und auf 95,3 sendet auch schon wieder Rinteln...
Die 88,0 als Frequenz ist aber gar nicht mal so schlecht gewählt, das passt schon.

Als Standort würde sich auch der Brunnenberg bei Bad Rehburg anbieten (von dort sendet Radio 21), wenn das Zielgebiet das Umland vom Steinhuder Meer sein soll.
Mit Richtstrahlung nach Norden / Osten dürfte das von dort aus sehr gut (und mit wenig Leistung da gegenüber der Umgebung ziemlich hoch gelegen) gehen. Linsburg dagegen steht zwar Näher an Neustadt, steht aber eben auch im Flachland und ist auch nicht so besonders hoch.

von WiehengeBIERge - am 03.11.2017 19:31
@ Radiologe: jepp aber mir fehlen die Kenntnisse vor Ort. Auf uns DXer nimmt eh niemand Rücksicht. Spinnen wir die Vorschläge mal weiter:

97,2: das Inselsberg-Programm gibts auf x anderen Frequenzen. Welchen Pegel erreicht Walle in der Zielregion (unabhängig vom dort ausgestrahlten Programm)?
101,6: ist etwas mutig zur 101,9 - ziehe ich zurück
90,1: Radio 21 gibt es auf anderen Frequenzen

Natürlich sind diese Lücken Murks aber so ein Sahnestück wie die 100,3 für Radio38 wird es in NDS wohl nicht mehr geben.

von Staumelder - am 03.11.2017 19:32
Zitat
Staumelder
Zitat
RF_NWD
Das Onlineportal "Wunstorfer Auepost" moniert, dass für einen ordentlichen Empfang in der Kernstadt von Wunstorf schon eine Dachantenne benötigt wird, und sonst nur noch mit guten Autoradios möglich ist.


Mangels Ortskenntnisse: gibt es im Verbreitungsgebiet einen guten Standort? Am Anfang wird mal der FMT Linsburg gennant. Und als Frequenz würde ich mich erstmal prinzipiell im Harz-Schatten bewegen (97,2 / 101,6 / 90,1 etc. - ohne eine Frequenz geprüft zu haben).


Außer den schon genannten Standorten Linsburg und Bad Rehburg ist mir nichts rund um das Steinhuder Meer bekannt.

Die 101,6 geht nicht wegen Visselhövede nebenan. Bei der 90,1 müsste eventuell nach SW wegen Bad Oeynhausen ausgeblendet werden. Bei der 97,2 könnte es funktionieren.

Nimmt man das ursprünglich anvisierte Sendegebiet zwischen Stadthagen und Schwarmstedt an, findet man nicht viel, was überall frei ist. Das Band ist auch durch die vielen westfälischen Funzeln schon sehr stark belegt. In Stadthagen ginge die 93,5 (aber nach NO ist dort schon Einfluss von Radio 21 aus Celle) oder die 95,3.
Ging die 92,8 nicht wegen Lingen ?
Der Hauptgrund der sehr geringen Reichweite aus Neustadt ist aber die Masthöhe. Von den errechneten dB Werten auf FMSCAN her müssten bei gleicher Entfernung und Sendeleistung Neustadt und Vlotho auf 91,7 hier gleich stark ankommen. Dazwischen liegen aber Welten. Meerradio ist bei mir nur am Dachfenster nach NO mit starkem Rauschen und auch noch verzerrt aufzunehmen, aber nur wenn Smilde komplett weg ist. Visselhövede aus gleicher Richtung kommt selbst auf den schwachen Frequenzen noch besser rein. Vlotho zwar ohne RDS aber rauschfrei in Mono. .
Dazu ist im gesamten Kabelnetzbereich Nienburg ,zu dem Neustadt, Wunstorf, Stadthagen und Teile von Garbsen gehören, in den Städten mit Lecks aus dem Kabelnetz auf 88,05 ( RTL) zu rechnen.

von RF_NWD - am 03.11.2017 20:41
Musste heute Mittag etwas grinsen, als man stolz die Verkehrslage auf dem hannoverschen Südschnellweg vermeldete. Das wirkte in etwa so, als würde der WDR die aktuellen Meldungen aus Hamburg senden.

Als Frequenz hätte ich die 94.2 mit 500W ND gewählt. Die dänsichen Lokalradios hätten dazu sicher Kontakte zu Herstellern von klassischen 70m Masten :D .

von Dr. Antenne - am 03.11.2017 22:15
@Staumelder:

Mir fällt da so spontan keine Frequenz ein, die man dort ungestraft in die Luft bringen sollte.
Die Gegend dürfte, was freie Frequenzen betrifft, so ziemlich der Worst Case sein:

- NDS
- NRW (mit OWL -> OMG)
- Bremen
- Sachsen-Anhalt
- Hamburg
- Hessen
...und beim leichtesten Luftzug schlagen noch Inselsberg, Zippendorf und Smilde durch.

Zähl' mal durch, wieviele 100kW-Brenner sich dort in einem Radius von 180km befinden...kannste dir nicht ausdenken. ;-) Dazu die halbe Million Lokalradios, die drei niedersächsischen Privatketten mit zusammen gut 20 Frequenzen, die dort gehen, den NDR mit fünf Programmen auf....OMG. ;-)

von Mc Jack - am 03.11.2017 23:26
Moin,

ich habe mir den Zeitungsartikel durchgelesen. Dort stand unter "Frequenzwechsel":

Grund für die neue Frequenz beim „Meer Radio“ waren technische Erwägungen.

Was stellt man sich denn darunter vor? Hier ging s um den Wechsel von der zuerst angedachten 92,8 auf die 88,0.

von RalphT - am 04.11.2017 05:33
FMSCAN listet als "freie Frequenzen" diese auf (Standort mitten im Steinhuder Meer gewäht^^ ):
107.6
93.5
93.6
92.8
89.7
88.7
104.7
94.2
88.6
96.5
90.2
Darauf kann man aber nicht immer wirklich viel geben (habe ich schon öfter festgestellt), das sind eben rein theoretsische Berechnungen.

Die Frequenz halte ich aber, wie schon gesagt, überhaupt nicht für das Problem. 88.0 ist ähnlich "frei" wie 94,2.

Das Problem ist ganz klar der Senderstandort, also die geringe Antennenhöhe.


Ich habe übrigens heute noch mal etwas probiert, ich bekomme den Sender tatsächlich nicht mal ansatzweise rein, auch mit vertikaler Yagi nicht!
Trotz komplett freier Sicht bei Knapp 50 km Luftlinie, wo noch dazu kommt, dass ich hier auf 15 m ü. NN sitze und zwischen mir und Neustadt nur plastes Land im wahrsten Sinne des Wortes ist.
Andere Sender aus ähnlicher bzw. größerer Entfernung mit ähnlicher Leistung sind dagegen mit Yagi dagegen sogar in RDS-Stärke empfangbar...

von WiehengeBIERge - am 04.11.2017 08:30
Zitat
RF_NWD
Das Onlineportal "Wunstorfer Auepost" moniert, dass für einen ordentlichen Empfang in der Kernstadt von Wunstorf schon eine Dachantenne benötigt wird, und sonst nur noch mit guten Autoradios möglich ist. Das deckt sich mit den Erfahrungsberichten hier.
http://www.auepost.de/news/wirtschaft/neuer-radiosender-in-wunstorf-zu-hoeren-13960/
( Bericht wurde vor dem Sendestart erstellt)
Ich denke: Wenn nach jahrelanger Frequenzsuche und Koordinierung nichts Besseres dabei rauskommt, soll man es bei einem reinen Webradio belassen.


Dann passt das Sendegebiet aber nicht zum Diagramm bei FMS.

[attachment 10138 88_5.png]

Ich hatte hier die Coverage für Low Budget Empfang aufgezeigt.

Mit einem (sehr) guten trennscharfen Autoradio geht der Empfang natürlich besser. Habe ich mit einem Firmen-A4 getestet und passt recht gut.

[attachment 10139 88_6.png]

von 21F - am 04.11.2017 10:24
Deine Coverage Karte passt zu den Berichten. Schon am Meerufer bei Steinhude/Hagenburg und in Teilen Wunstorfs werden 40 dBµV/m nicht mehr erreicht.
Dazu passt auch,dass in den offizielen Pressetexten zum Sendestart das Schaumburger Land nicht mehr erwähnt wird.
In den gelben Bereichen südlich von Stadthagen wurde bei meinem letzten Test an einem Nachmittag ohne Tropo und bei freier Sicht zum Kalimandscharo Meerradio durch die Höhenlage immer wieder (fadend) von Smilde überdeckt .Ich vermute, dass nach SW noch etwas weniger rausgeht.

von RF_NWD - am 04.11.2017 11:21
Zitat
Radiologe
Meiner Meinung nach sollte die Sendeanlage so justiert werden, daß zumindest im angepeilten Sendegebiet brauchbarer UKW-Empfang möglich ist.
Klappt das nicht, sollte man über lokales DAB+/Small Scale DAB+ Ensembles nachdenken.


Aha, und welches?

von Mc Jack - am 06.11.2017 07:51
Ich habe die 88,0 am Samstag auf der A2 beobachtet, die Reichweite ist alles andere als üppig. Eingeschaltet habe ich ein paar Kilometer westlich der Raststätte Auetal. Dort gibt es ein fröhliches Wechselspiel zwischen Meer Radio, NPO R2 und einem anderen deutschsprachigen Programm (ich habe nur Worfetzen gehört, tippe auf ZuSa). Ab der Raststätte Auetal wurde RDS PS eingelesen, RT wurde kurze Zeit später dekodiert. Ich habe die A2 dann in Lauenau Richtung Süden (Springe/Coppenbrügge) verlassen. Dort verschwindet der Sender recht schnell im Rauschen.

Über Musik und Inhalt kann ich nicht viel sagen, dafür war die Hördauer zu kurz (gehört habe ich gegen 15.00 Uhr, es ging um Fußball, kam locker und gleichzeitig professionell rüber, kein Praktikanten-Webradio-Kirmesfunk). Processing gibt es gefühlt kaum, der Sender war auch etwas leiser als NDR und MDR.

von Staumelder - am 20.11.2017 15:46
Habe mir das mal eben auf Google-Maps angesehen. Da liegt doch etwas schräg der Bückeberg davor. Also, sooo schlecht ist das dann doch nicht. Ich kenne mich nicht so genau dort aus. Kann das sein, dass die A2 ab der Rastanlge Auetal etwas höher liegt und daher überhaupt noch Empfang möglich ist?

von RalphT - am 20.11.2017 16:16
Zitat
RalphT
Habe mir das mal eben auf Google-Maps angesehen. Da liegt doch etwas schräg der Bückeberg davor. Also, sooo schlecht ist das dann doch nicht. Ich kenne mich nicht so genau dort aus. Kann das sein, dass die A2 ab der Rastanlge Auetal etwas höher liegt und daher überhaupt noch Empfang möglich ist?

Um Lauenau herum schirmt der Bückeberg vor allem Smilde aus Nordwest ab und Neustadt kommt von Nordosten in das Auetal. An den Nordhängen funkt Smilde immer wieder dazwischen. und Meerradio bleibt unbrauchbar.

von RF_NWD - am 20.11.2017 22:59
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