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Eure Kaufempfehlung Radio

Startbeitrag von 88,7 MHz am 19.06.2017 06:41

An welches denkt ihr ? Ich könnte mir ein Sangean vorstellen, als Tischradio !? Mit guten UKW Empfang und einigermaßen Trennscharf. DAB kann auch dabei sein . Kein Plan, Preislage bis 200, 300 Euro? Die Empfangslage hier ist sehr gut, vielleicht kann ich mit guten Radio noch mehr rausholen? UKW Antenne, wie in der alten Wohnung ist hier nicht möglich

Antworten:

Ich glaube mit dem Roadstar und dem Technisat DAB-Kasten bist du schon ganz gut bedient, vor allem ohne externe Antenne.

von Japhi - am 19.06.2017 06:57
Ich benutze nach wie vor meinen Degen DE1103, der sich aber wohl bei einigen Teilnehmer hier leider mittlerweile überlebt hat. :-(

Ansonsten Roadstar, Aalbrecht oder andere. :-)

von NurzumSpassda - am 19.06.2017 07:51
Also in der anvisierten Preisklasse von 200-300€ findet man schon einige schicke Micro-Anlagen mit brauchbaren Lautsprecherboxen von namhaften HIFI-Herstellern. Damit macht das Hören von Musik sicher mehr Spaß als mit einem einfachen Koffer- oder Tischradio.

Seit ein paar Tagen tönt bei mir im Kinderzimmer eine Pioneer X-CM56D. Das Gerät gibt es mit verschiedenen Gehäuse-Designs, passend zu den Möbeln ;-)
Das Einzige was an dem Teil nichts taugt ist die mitgelieferte Drahtantenne. Aber da kann man ja was besseres anstecken.

von Loger - am 19.06.2017 16:11
Zitat
NurzumSpassda
Ich benutze nach wie vor meinen Degen DE1103, der sich aber wohl bei einigen Teilnehmer hier leider mittlerweile überlebt hat. :-(

Ansonsten Roadstar, Aalbrecht oder andere. :-)


Mein zweiter ist inzwischen geflickt ohne Ende.

Könnte einen neuen Klapfuß und das Keypad brauchen, die Teleskopantenne ist auch am Ende.

Den neuen kann man ja nicht kaufen, dank DSP passen da meine 56 kHz Muratas nicht mehr rein.

von DX-Matze - am 19.06.2017 16:32
siehe: http://radioforum.foren.mysnip.de/read.php?8773,1332643
Den Degen 1103 DSP bekommt man jetzt schon für USD 22,56...

von iro - am 19.06.2017 18:06
Zitat
88,7 MHz
An welches denkt ihr ? Ich könnte mir ein Sangean vorstellen, als Tischradio !? Mit guten UKW Empfang und einigermaßen Trennscharf. DAB kann auch dabei sein . Kein Plan, Preislage bis 200, 300 Euro? Die Empfangslage hier ist sehr gut, vielleicht kann ich mit guten Radio noch mehr rausholen? UKW Antenne, wie in der alten Wohnung ist hier nicht möglich

Bei einer DAB/FM Kombi musst du wohl am ehesten zu einem Gerät mit Verona-Modul greifen, die es häufig nur bei portablen Empfängern gibt. Damit werden Ortssender mit 200 kHz sauber getrennt. Die in Tischradios häufig steckenden Venice 6.5 Module sind leider auf UKW nicht zu gebrauchen, produzieren Störgeräusche ohne Ende und besonders empfindlich und trennscharf sind sie auch nicht. Suchst du einen erstklassigen Tuner kann ich da nur den Onkyo T4970 empfehlen, dank der Dynas Funktion ist die Trennschärfe sensationell und einmalig, 100 kHz mehr oder weniger zuverlässig zu trennen ist damit kein Problem mehr.

von XXXXXX - am 19.06.2017 18:44
Das SONY XDR-V1 BTD ist als Tisch- und Taschenradio empfangstechnisch wohl eins der besten, auch der Klang ist dafür dass es ziemlich klein ist, nicht so schlecht.
Es kann DAB+ und UKW und ist bisher günstigstenfalls ab 130 Euro zu bekommen, bei manchen Händlern kostet es aber auch über 200 Euro.

von Patty-Teddy - am 20.06.2017 04:58
Zitat
Patty-Teddy
Das SONY XDR-V1 BTD ist als Tisch- und Taschenradio empfangstechnisch wohl eins der besten, auch der Klang ist dafür dass es ziemlich klein ist, nicht so schlecht.
Es kann DAB+ und UKW und ist bisher günstigstenfalls ab 130 Euro zu bekommen, bei manchen Händlern kostet es aber auch über 200 Euro.


Das Sony XDR-V1BTD ist wirklich sehr empfehlenswert! Klang- und auch Empfangstechnisch ist das Gerät wirklich Top!
Seit kurzem gibt es von dem Gerät auch eine abgespeckte Version unter der Typenbezeichnung XDR-V20D. Ist technisch, klangtechnisch und empfangsmäßig mit dem großen Bruder absolut identisch, es fehlen jedoch Bluetooth und das Gehäuse ist komplett aus Kunststoff, nicht teilweise aus Holz. Aber dafür ist das Gerät auch ganze 50,-€ günstiger.

von Loger - am 20.06.2017 15:22
Zitat
88,7 MHz
An welches denkt ihr ? Ich könnte mir ein Sangean vorstellen, als Tischradio !? Mit guten UKW Empfang und einigermaßen Trennscharf.

Wenn es um UKW geht, kann ich Dir den Roadstar TRA-2350P sehr empfehlen. Ich habe drei Geräte davon. Das Radio ist in allen Bereichen ziemlich empfangsstark. Der Klang ist dank des großen Lautsprechers sehr gut. Die Trennschärfe lässt sich durch Tausch der beiden ZF-Filter deutlich verbessern.

von Günni74 - am 20.06.2017 18:29
Kein Radio außer der erwähnte T4970 mit Dynas hat von Werk aus eine akzeptable Trennschärfe. Nach dem Kauf ist ein Filterwechsel deshalb unvermeidbar, bei Radios ohne RDS würde ich 90 kHz Filter empfehlen, die sind extrem Trennscharf. Allerdings sind leidet dadurch bereits der Klang insbesondere bei Ortssendern leicht, kann man aber verschmerzen.

Eine Trennschärfe, die zwar nicht DX-fähig ist, aber auch nicht scheunentoroffen sind, bringen die DSP-Empfänger mit. Trotzdem sollte man sich davon nicht zu viel versprechen. Man muss wenn überhaupt kräftig mit der Antenne rumfummeln bis das Radio den Filter passend stellt, sonst kriegt man eingeklemmte Sender nie richtig zu hören. Gutes Beispiel ist die 101,5 mit SRF 1 vom Santis, die zwischen Antenne 1 auf 101,3 und hr4 auf 101,6 eingeklemmt ist. Mit dem 90 kHz Filter geht die mit dem nassen Finger, mit 110 kHz muss man schon mit der Antenne rumspielen und mit dem DSP kriegt man die beiden Nachbarkanalstörer trotz mehrfacher automatischer Filteranpassung nie so raus, dass SRF 1 noch halbwegs verständlich ist. Soviel bei guten DSP-Empfängern. Es gibt jedoch auch billigste DSP-Empfänger wo dann zusätzlich auch noch der Prozessor kräftig einstreut.

von XXXXXX - am 20.06.2017 18:55
Zitat

Kein Radio außer der erwähnte T4970 mit Dynas hat von Werk aus eine akzeptable Trennschärfe


Sony XDR-F1HD -S3HD und Konsorten, diverse Autoradios (Kenwood KDC-BT73DAB, Kia/Hyundai) sind ebenfalls deutlich trennschärfer dank DSP-Chip von NXP. Und ja, auch die lassen sich stationär betreiben.

von Japhi - am 20.06.2017 19:35
Die Sony XDR-Radios bekommt man in Europa aber normalerweise nicht zu kaufen, wenn überhaupt nur aus Amerika gebraucht zu hohen Preisen. Sonst hätte ich mir längst eins geholt.

Bei Autoradios steht die Trennschärfe natürlich außer Frage, aber der TE hat explizit nach einem Tischradio gefragt. Ich denke dass sich dieser bei dem Anforderungsprofil von einem Autoradio noch weniger beeindrucken lassen würde als von einem Weltempfänger.

von XXXXXX - am 20.06.2017 19:44
Empfangstechnisch kommt meist nichts über Autoradios.
Für mich immer extrem. 90.2 Ortsender, 90.4 sehr starker Ortssender und trotzdem schafft ein Autoradio 90.3 NDR Hamburg hier im südlichen Sachsen-Anhalt. Das eine ist ein Kenwood, das andere ein Werksradio.

von pomnitz26 - am 20.06.2017 21:18
Hallo Forengemende, obwohl ich hier nordwestlich von Hannover über DAB+ außer dem Bundes- und dem NDR-Mux und sporadisch dem WDR-Mux noch nichts Gescheites empfangen konnte, möchte ich mich nochmals mit dem Thema (stationärem) DAB-Empfang widmen. Also suche ich eine (gebrauchte) Stereoanlage mit DAB+ und Außenantennenanschluß, daran soll eine vertikale VHF-Yagi von Kathrein auf dem Dachboden des Einfamilienhauses angeschlossen werden...

von Optimierer - am 01.03.2018 12:45
... Ich habe mir als Sony-Freund aus Tradition die Anlage CMT-MX550i ausgeguckt. Die hat getrennte Antenneneingänge für DAB und UKW. Man bekommt sie gebraucht für ca. 150€. Mehr möchte ich auch nicht ausgeben. Was meint ihr, taugt die was?

von Optimierer - am 01.03.2018 12:49
Ich hoffe, daß ich mit der vertikalen VHF-Yagi unter Dach die beiden Muxe vom Brocken bekomme, denn ich spekuliere auf MDR aktuell (bin super genervt, daß es auf NDR Info ab 22h immer nur noch Fahrstuhlmusik gibt). Leider steht in Richtung Brocken ein größeres Haus im Weg und die UKW-Programme von dort gehen auch mit 3-Element-Yagi unter Dach in Stereo nur leicht angerauscht. Ob da mit DAB+ noch was geht? Senden die beiden Muxe vom Brocken eigentlich rund?

von Optimierer - am 01.03.2018 12:55
Nein, die DAB-Muxe vom Brocken senden nicht rund, es kann sein, dass es nicht funktioniert. Wie wärs mit einem IP-Radio oder Echo-Dot für MDR aktuell oder Satellit.

von DLR-Fan Sachsen-Anhalt - am 01.03.2018 13:48
Satellit fällt für Radio leider aus, weil ich dem speziellen Raum (mein Arbeitszimmer), wo das Radio aufgestellt werden soll, nur eine Sat-Leitung habe und der Receiver unabhängig vom Radiohören Fernsehen aufzeichnen können soll. "Smarte" Lautsprecher kommen für mich wegen der "Spionagefähigkeit" überhaupt nicht in Frage und von der momentan genutzten "fliegenden" Smartphone-Bluetoothlautsprecher-Provisoriumslösung möchte ich gerade weg, weil ständig irgendwo ein Akku leer ist...

von Optimierer - am 01.03.2018 14:23
DAB vom Brocken in Hannover - Sehr schlechte Karten:(!
[attachment 10714 DAB_Hannover.png]
[attachment 10715 DAB_Brocken_6B.png]
Trotzdem freundliche Grüße

von mittendrin - am 01.03.2018 14:45
Moin,

für den Brocken braucht es hier in Davenstedt trotz freiem Blick gen Osten schon ein wenig Tropo. Der 7B aus Bremen geht deutlich öfter.

Gruß
Micha

von MichaausH - am 01.03.2018 15:10
Eigentlich ist das ja eine Diskussion fürs DAB-Forum...

von Funkohr - am 01.03.2018 18:03
... richtig. Damit ist das Thema DAB+ für mich vorerst durch. Ich nehme mit: DAB+ bringt mir im Raum Hannover nach wie vor keinen Mehrwert (selbst stationär mit Außenantenne), wenn ich terrestrisch nur einen (!) Non-Stop-Infosender wie MDR aktuell haben möchte. Die Musiksender des Bundesmux bringen mir keinen Mehrwert, davon gibt es hier über UKW bei NDR, WDR, MDR, HR, Radio Bremen, Private und Lokale sowie BFBS mehr als genug. Der DLF hat es nach wie vor nicht geschafft, die beiden Programme in ein Informations- und ein Kulturprogramm zu trennen (schalte ich nach 22h den DLF ein, kommt meistens irgendein Gefiedel). Und von den genannten ö.-r.-Sendern gibt es Non-Stop-Infosender nur bei MDR und HR, und ausgerechnet diese Ketten sind aufgrund ihrer geringen Leistung über UKW hier nicht zu empfangen (und die hier einstmals gut empfangbaren Mittelwellen wurden abgeschaltet). Schade, bleibt wieder nur Sat für stationären und Internet für mobilen Einsatz.

von Optimierer - am 01.03.2018 22:31
[OT]

Schneidlingen 106,7, Magdeburg 91,1, Rimberg 95,0 und mit massiven Einschränkungen noch Kreuzberg 105,3. Über diese Wege erhalte ich terrestrisch Informationen nach 22:00 Uhr. Ist halt so. DAB hat bei mir wie beim Optimierer keinen Mehrwert in dieser Sparte.
Nachdem ich meinen kleinen Masten im Garten auf 12m erhöht und mit 2x 9 Elementen drehbar auf Yaesu versehen habe, reicht mein Programmspeicher nicht mehr aus. Das wird auch noch ein Weilchen so bleiben. ;-) DAB vom Brocken hatte ich oben auf der Mastspitze mit einem Dual getestet. Wie erwartet trotz quasi-Sichtkontakt zum Brocken kein Vollanschlag. Auf der Terrasse wird der Murks nur an einer einzigen Stelle eingelesen und es gibt sogar Audio...

Solche wahnwitzigen Antennenbauprojekte haben mit dem klassischen Programm-hören-können natürlich nichts mehr zu tun, alles was ich via UKW hören kann purzelt mir auch lupenrein aus der Telefondose heraus, im Auto tut's die SIM-Karte.

Ne, auf DAB kann man im Großraum Hannover wahrlich nicht setzen. Daran ändern die Empfangsmöglichkeiten in anderen Ecken der Republik rein gar nichts.

von Mc Jack - am 02.03.2018 07:04
[OT ]:
Die einfachste Lösung wäre, dass der NDR auf Info Spezial die MDR /ARD Infonacht bereits ab 22.00 übernimmt und den Seeweterbericht nur über die Küstensender ausstrahlt. Kann doch in der Umsetzung so teuer nicht sein. Aktuell hat man Lücken zwischen 22.05 und 22:30 sowie 0:05 und 0:25. IVon 22:30 bis 0:00 gibt es Informationen nur über DLF + DLF Kultur.

von RF_NWD - am 03.03.2018 18:02
Zitat
Mc Jack
Ne, auf DAB kann man im Großraum Hannover wahrlich nicht setzen. Daran ändern die Empfangsmöglichkeiten in anderen Ecken der Republik rein gar nichts.


Es heißt, das Land Niedersachsen wäre verantwortlich, weil es künftig keine so großflächigen Einstrahlungen mehr aus Sachsen-Anhalt haben möchte. Das betrifft den MDR genauso wie die Privaten. Man will also von außen einstrahlende Konkurrenz für die landeseigenen Privatsender möglichst vermeiden. Ihr sollt halt den NDR, ffn, Antenne oder Radio 21 hören, und nicht irgendwelche Feindsender.

Deshalb hat am Brocken alles außer dem Bundesmux so massive Einzüge nach Westen (das in FMSCAN hinterlegte Diagramm ist wahrscheinlich noch zu optimistisch), obwohl die Kanäle eigentlich mit Rundstrahlung koordiniert wären. Auf UKW ballert man vom Brocken mit 100kW nach Westen, bei DAB+ darf man noch nicht mal die koordinierten 3kW nach Westen abstrahlen.

So etwas empfinde ich der heutigen Zeit, wo ich via Internet Radioprogramme aus der ganzen Welt empfangen kann, nur noch als lächerlich. Und das Argument, man könne ja im bisherigen UKW-Overspill-Gebiet künftig auf Internet-Empfang ausweichen, zieht in meinen Augen nicht, denn damit könnte man auch gleich die komplette DAB-Veranstaltung in Frage stellen.

von Habakukk - am 05.03.2018 12:09
Das ist leider so mit dem DAB+, UKW ist hier in Halle/S. NDR1 und NDR2 immer noch brauchbar, es besteht aber keine Chance hier den NDR via DAB+ zu empfangen, mobil oder Indoor ist essig. Während mit Teleskopantenne am Westfenser NDR1+2 immer noch gut geht. Andersrum ist es in Hannover eben leider genau so, für die DAB+ Brockensender mit Programmen vom MDR und aus Sachsen-Anhalt.
Wenn in ca 30 Jahren UKW mal abgeschaltet werden wird ;-), dann kann man kaum noch Sender aus dem Nachbarbundesland ohne Internet empfangen, das ist politisch so gewollt.

von DLR-Fan Sachsen-Anhalt - am 05.03.2018 13:03
In 30 Jahren werden wir wohl die letzten sein, die überhaupt noch wissen, was das mal war, dieses "UKW". Vielleicht sogar auch die letzten, die wissen, was den dieses "Radio" war. Nicht das Gerät oder die Technik, sondern die Gattung an sich...

von iro - am 05.03.2018 14:23
Auf alle Fälle gebe ich diesem jetztigen DAB+ Standard höchstens noch 10-15 Jahre, bis wieder alle DAB-Empfänger unbrauchbar werden, weil sich mal wieder die Norm ändern wird. Haben die Geräte dann noch FM mit drann, spielen sie ja damit noch weiter ;-), in 10 Jahren läuft UKW garantiert noch, bei DAB+ weiß man das nicht wirklich, dann gibts wahrscheinlich schon DAB DoppelPlusGut mit Super-HEVC-Codec, welcher angeblich dann bei 12kBit UKW-Qualität zaubert um 50-60 Programme im Mux unterbringen zu können .... .

von DLR-Fan Sachsen-Anhalt - am 05.03.2018 16:17
Ich glaube kaum noch mehr Anbieter in einen Mux zu quetschen wäre nicht gewollt. Man braucht ja auch Einigkeit aller über Ausbau und Änderungen. Das war zu Beginn des Bundesmux schon schwierig.
1. Nach DAB+ oder UKW wird es nur noch IP geben.
2. Vielleicht schafft es DAB+ sogar mal UKW vollständig abzulösen?

An das erste glaube ich, an das zweite fast auch wenn die Kosten zu hoch werden.

von pomnitz26 - am 05.03.2018 16:28
Ich glaube nicht, daß da noch irgendein "DAB DoppelPlusGut mit Super-HEVC-Codec" kommen KANN. Genau zu dem Zeitpunkt wäre terrestrisches Radio nämlich gestorben. Beim TV mag sowas funktionieren, das qualitative Ergebnis ist ja auf einem großen Bildschirm auch zu sehen.
Aber Du kannst niemandem einen besseren Klang "verkaufen", zumal dieser ja in dem Fall definitiv noch mehr komprimiert sein müsste - also auf jeden Fall schlechter wird. Bei 500000 DAB-alt-Geräten konnte man sich einen Wechsel noch leisten, aber nicht mehr beim aktuellen Gerätebestand. Vor allem die Sender können sich den Wechsel nicht leisten. Und der Hörer wird ihn sich nicht leisten wollen.
Zitat

1. Nach DAB+ oder UKW wird es nur noch IP geben.

Vermute ich auch mal, allerdings verbunden mit der Hoffnung, daß Deutschland es in den nächsten 30 Jahren mal schaffen wird, die Netze entsprechend auszubauen. Woran ich allerdings nicht wirklich glaube. Vermutlich verspricht die Regierung auch in 30 Jahren noch jedem Haushalt einen 50 Mbit/s-Internetzugang und flächendeckend mobiles Internet...

von iro - am 05.03.2018 16:50
Wobei es bei den Mobilen Internet höchst wahrscheinlich nach wie vor keine richtigen Flats geben wird.
Man wird jedes Gbyte nach wie vor Teuer bezahlen.

von _Yoshi_ - am 05.03.2018 17:14
Quelle 11. Bericht der KEF
Die ARD wird bald für DAB keine zusätzlichen Gelder mehr bekommen. Das bedeutet, das UKW und DAB Betrieb von einer Summe finanziert werden müssen. Die ARD wird bald gezwungen sein, UKW-Kleinstsender abzuschalten, die jetzt in Städten den im Hausempfang sichern. Auch 100 KW Sender werden wohl auf 50-25 KW reduziert werden müssen, um Geld zu sparen für den DAB Betrieb. Stereo rauschfrei gibt es dann ab 2020 nur noch über DAB+. Wetten, das es so kommen muß!
Die ARD Hörer werden auf DAB umsteigen müssen, oder sie können ihren ARD Sender über UKW unter Umständen nur noch verrauscht hören. Da der Versorgungsauftrag über DAB+ erfüllt wird und zwar besser als es UKW je konnte, hätte dann der Hörer mit Beschwerden an die ARD keine Chance. Die Hörer der ARD Wellen werden DAB+ nutzen müssen und die Privaten müssen nachziehen, ob sie wollen oder nicht.. Sollten bis dahin auch noch die Hörer auf die Idee kommen, die UKW Programme über das Netz zu hören, bekommen diese Programme mit den dann stark ansteigenden I-Netkosten ihrer Provider große Probleme. Die Privaten werden dann merken, das DAB+ auch für den privaten Rundfunk der wirtschaftlichste Weg sein wird.

von jug - am 05.03.2018 18:27
Dann sollte aber vorher in den weißen Flecken auch mal für Indoorempfang DAB+ gesorgt werden.

von DLR-Fan Sachsen-Anhalt - am 05.03.2018 18:36
Wieviel Leistung geht eigentlich bei den DAB-Landesmuxen vom Brocken in Richtung Nordwest raus? Immerhin habe ich kürzlich bei einem Kollegen in Celle an einem Ostfenster im ersten Stock eines Reihenhauses mit einem Technisat-DAB-Kofferradio mit Teleskopantenne den MUX mit den MDR-Programmen gerade eben so stabil empfangen (und auch hören) können. Das macht etwas Mut...

von Optimierer - am 05.03.2018 22:14
OT: ansonsten würde ich mir wünschen, daß MDR Kultur und MDR Aktuell die UKW-Ketten tauschen würden, dann wäre MDR Aktuell hier über den Brocken auf 107,8 zu empfangen *träum*...
Wird aber wohl nie passieren, eher tauscht MDR Kultur mit MDR Sputnik (so wie in Hessen)...

von Optimierer - am 05.03.2018 22:19
Der MDR hat bestimmt nicht vor sowas wie in Hessen durchzuziehen, da Dreiländeranstalt, das ist nicht leicht unter einen Hut zu kriegen. MDR-Kultur hat über UKW doch auch recht guten Zuspruch, werden die nicht an Aktuell geben.
In Sachsen und Sachsen-Anhalt ist MDR-aktuell auf UKW auch jetzt gut versorgt, in Thüringen gehts an vielen Stellen nur auf DAB+.
In Celle muss es gar nicht der Brocken sein, was dort ankommt, alle Anderen haben ja Rundstrahlung. Dequede und Magdeburg kämen auch in Frage. Mit guter Richtantenne ließe sich das dort rauskriegen.
Dass der NDR es nicht schafft, die Infonacht unterbrechungsfrei zu übernehmen, via DAB+, wo ja offensichtlich doch ein Bedarf besteht, da von Hören gewünscht, versteh ich auch nicht. Da weiß ich wie gut ich es hier habe, MDR Aktuell mit nem "Schnürsenkel" jederzeit rein zu bekommen....

Habe noch mal nachgeschaut, Schneidlingen 10kW und Dequede 9kW sind beide in Celle wahrscheinlich, beides Rundstrahlung. Der gerichtete Brocken liefert dort bestimmt kein mit Teleskopantenne empfangbares Signal.

von DLR-Fan Sachsen-Anhalt - am 05.03.2018 22:55
@Habakukk:
Wer oder was ist jetzt genau mit dem Land Niedersachsen gemeint? Die NLM?

@jug:
Gähn.....
Den Tag, an dem 89.0 RTL seine UKW-Frequenz zugunsten von DAB+ abschaltet, sehe ich nicht kommen.

Nachtrag, @DLR-Fan:

Dequede macht in Celle keinen Pegel mehr, egal auf welchem Weg. Der kleine Betonspargel in Schneidlingen macht zwar im Nahbereich einen Mordspegel, geht aber nicht wirklich in die Fläche.
Ich wohne deutlich näher dran und da kommt wirklich fast gar nichts..

von Mc Jack - am 06.03.2018 07:03
Zitat
Optimierer
Wieviel Leistung geht eigentlich bei den DAB-Landesmuxen vom Brocken in Richtung Nordwest raus? Immerhin habe ich kürzlich bei einem Kollegen in Celle an einem Ostfenster im ersten Stock eines Reihenhauses mit einem Technisat-DAB-Kofferradio mit Teleskopantenne den MUX mit den MDR-Programmen gerade eben so stabil empfangen (und auch hören) können. Das macht etwas Mut...

Zitat
Mc Jack
Dequede macht in Celle keinen Pegel mehr, egal auf welchem Weg. Der kleine Betonspargel in Schneidlingen macht zwar im Nahbereich einen Mordspegel, geht aber nicht wirklich in die Fläche.

Die Spielwiese FMScan bestätigt das. Es wird für Celle ohne Veränderung der Voreinstellungen ohne Tropo nur der Brocken aus S.-Anhalt gelistet. Auf 6B geht in Richtung CE mit 0,76 kW das 2,5fache an Leistung raus wie in Richtung Hannover und damit wird der gleiche Effekt erzielt wie mit 10kW aus dem deutlich näheren Visselhövede auf 6A.
Möglicherweise wird in H der 6B-Empfang auch durch den starken 6D-Ortssender negativ beeinflusst.
[attachment 10737 DAB_Celle.png]

von mittendrin - am 06.03.2018 09:34
Zitat
Mc Jack
@Habakukk:
Wer oder was ist jetzt genau mit dem Land Niedersachsen gemeint? Die NLM?

Es hieß nur "das Land"... Beim Meißner war die Begründung die gleiche, warum der hr nicht mit mehr Dampf nach Norden funken darf.

von Habakukk - am 06.03.2018 10:59
OMG... Welcher UKW-Fetischist sitzt hier an den Hebeln? :joke:

von Mc Jack - am 06.03.2018 11:18
Zitat
Mc Jack
OMG... Welcher UKW-Fetischist sitzt hier an den Hebeln? :joke:


Du hast nicht etwas eine neue Tätigkeit in der Landesregierung oder der NLM aufgenommen? :D :D

von Habakukk - am 06.03.2018 11:55
Psst...

von Mc Jack - am 06.03.2018 13:03
Zitat
DLR-Fan Sachsen-Anhalt
Dann sollte aber vorher in den weißen Flecken auch mal für Indoorempfang DAB+ gesorgt werden.


Indoor hat man doch "In-door.net". Über diesen Weg sind praktisch (fast) alle DAB+Programme zu empfangen. Außer "LEIPZIG 1" in 6C fällt mir da nichts wirklich "Exklusives" ein.
Die Entwicklung der terrestrischen Verbreitungs-Systeme wird sich über mobile Empfangbarkeit definieren, nicht über die DAB+Empfangsfeldstärke im Hobby-Keller.

roger

von UKW-Fan Sachsen-Anhalt - am 10.03.2018 11:48
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