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Dachantenne richtig anschließen

Startbeitrag von b025 am 27.06.2017 14:55

Ich habe mir eine 7 Elemente-VHF-Dachantenne besorgt. Die Antenne besitzt ein F-Stecker-Gewinde wie es auch Satellitenreceiver für den Antennenanschluss haben. Ich wollte diese Antenne an die Belling-Lee (Koax)-Eingänge meines Verstärkers (Hirschmann GNS320A) anschließen, hierzu habe ich diesen Adapter benutzt. Doch irgendwie scheint da etwas nicht zu stimmen, der Empfang ist damit weit schlechter als mit der Teleskopantenne meines Radios. Was mache ich falsch?

Über Ratschläge wäre ich sehr dankbar.

Antworten:

Ist es ein DAB-Radio oder ein UKW-Radio? Für UKW funktioniert eine vertikale Band3-Antenne u.U. schlechter als eine Teleskopantenne.
Auch ist es möglich, dass durch den Verstärker alles übersteuert wird, ich würde immer erst mal ohne Verstärker testen. Für VHF braucht es nicht immer zwingend schon Verstärkung, bei dämpfungsarmen Koaxkabel.

von DLR-Fan Sachsen-Anhalt - am 27.06.2017 15:06
Ich habe beides getestet, per UKW gehen nicht einmal die Ortssender rauschfrei, egal ob mit oder ohne Verstärker. Meine alte 16 Elemente VHF Band III-Antenne auf dem Dach bekommt am selben Verstärker sehr viel rein.

Auf DAB+ macht es quasi keinen Unterschied ob ich die Dachantenne oder die Teleskopantenne verwende, es ist so als brächte die Außenantenne gar nix und nur das Koaxkabel vom Empfänger zur Antenne empfängt das ganze.

von b025 - am 27.06.2017 15:10
Der Adapter ist F-stecker männlich also Stift (Antenne VHF) - zu Hirschmann Verstärker mittels IEC weiblich also Loch. Soweit alles gut.
Ich würde Dir raten zu prüfen:
- ist die Antenne richtig in Richtung des Senders ausgerichtet ?
- manchmal empfängt man auch nur durch Reflexion / Neigung, d.h. man dreht die Antenne dazu vom direkten Sichtempfang weg
- hast Du die Polarisationsfilter richtig (horizontal also quer die Stäbe oder vertikal also von oben nach unten die Stäbe)
- ist das Koaxlabel an den Enden sauber geschönt oder ist da etwas loase ? Ist Abschirmung nie mit dem Innenleiter verbunden ?

Das wären vielleicht erste Pruefpunkte.
Viel Glück !
Schreib hier, was rauskam.

von uhf - am 27.06.2017 15:14
Wie ist denn der DAB+-Empfang mit dem Radio, wenn du die alte Dachantenne anschließt?

Ich frage nur, weil ich ein DAB+-Gerät (mit Antenneneingang) habe, bei dem man kaum einen Unterschied merkt ob man die Dachantenne oder (bzw. und?) die Teleskopantenne verwendet. Mit anderen DAB+-Geräte (ohne Antenneneingang) merke ich hingegen einen ziemlich deutlichen Unterschied.

von Zwölf - am 27.06.2017 15:41
Zitat
uhf
Der Adapter ist F-stecker männlich also Stift (Antenne VHF) - zu Hirschmann Verstärker mittels IEC weiblich also Loch. Soweit alles gut.
Ich würde Dir raten zu prüfen:
- ist die Antenne richtig in Richtung des Senders ausgerichtet ?
- manchmal empfängt man auch nur durch Reflexion / Neigung, d.h. man dreht die Antenne dazu vom direkten Sichtempfang weg
- hast Du die Polarisationsfilter richtig (horizontal also quer die Stäbe oder vertikal also von oben nach unten die Stäbe)
- ist das Koaxlabel an den Enden sauber geschönt oder ist da etwas loase ? Ist Abschirmung nie mit dem Innenleiter verbunden ?

Das wären vielleicht erste Pruefpunkte.
Viel Glück !
Schreib hier, was rauskam.


Ich habe mal einen zweiten dieser Adapter ausprobiert und nun scheint es etwas besser geworden zu sein. Aber weiterhin bekommt man mit der Antenne nicht mehr, als ich schon über meine Teleskopantenne bekomme. Die Antenne scheint Kontakt mit dem Radio zu haben, denn das Rauschen wird über UKW stärker oder schwächer, je nachdem wie ich die Antenne drehe. Ebenso auf DAB, wobei jedoch der Empfang mit komplett ausgezogener Teleskopantenne sowieso schon besser ist. Angeschlossen habe ich den Empfänger so, indem ich eine alte Teleskopantenne verwendet habe, bei der die oberen beiden Elemente irgendwann mal rausgefallen sind. Man kann so den weiblichen IEC Stecker perfekt in das Loch stecken, ohne das etwas wackelt. Ich weiß, es ist nicht optimal, aber eine Antennenbuchse an eins meiner DAB+ Radios anzulöten habe ich noch nicht geschafft.

Die ganzen Versuche wurden jetzt mal ohne den Verstärker durchgeführt.

Bringt eine 7 Elemente Antenne wirklich so wenig oder mache ich was falsch?

Zitat
Zwölf
Wie ist denn der DAB+-Empfang mit dem Radio, wenn du die alte Dachantenne anschließt?

Ich frage nur, weil ich ein DAB+-Gerät (mit Antenneneingang) habe, bei dem man kaum einen Unterschied merkt ob man die Dachantenne oder (bzw. und?) die Teleskopantenne verwendet. Mit anderen DAB+-Geräte (ohne Antenneneingang) merke ich hingegen einen ziemlich deutlichen Unterschied.

Damit empfange ich dann 5C, 9D und 11B mit etwas schwächerer Feldstärke als über die Teleskopantenne. Dürfte aber daran liegen, dass diese fälschlicherweise horizontal sowie nach Stuttgart ausgerichtet ist. Wär also kein perfekter Vergleich.

von b025 - am 27.06.2017 16:46
Zitat
b025
Man kann so den weiblichen IEC Stecker perfekt in das Loch stecken, ohne das etwas wackelt. Ich weiß, es ist nicht optimal, aber eine Antennenbuchse an eins meiner DAB+ Radios anzulöten habe ich noch nicht geschafft.


Da liegt das Problem, ohne Masseverbindung geht das schlecht. Ohne Verstärker wird die schlechte Ankopplung das Signal der Antenne abschwächen und zudem Störungen über den Mantel einfangen.

Mit Verstärker gibt das eine Rückkopplung, wenn das Radio mit dem improvisierten Anschluss nahe der Antenne ist. Allenfalls geht das mit dem Radio weit weg, z.B. in der Wohnung.

Zudem muss die Antenne für die meisten DAB-Sender vertikal montiert werden, also mit den Stäben senkrecht, nicht waagerecht wie früher bei analogem TV üblich. Dabei darf der Mast aber nicht durch die Antenne gehen weil er sonst den Empfang stört. Die Antenne muss also entweder von ganz hinten gehalten werden, oder mit einem Ausleger von der Seite her.

Kam die Antenne fertig zusammengebaut, oder in Einzelteilen? Falls Einzelteile muss man auf die richtige Reihenfolge der Elemente achten. Üblicherweise zu hinterst das längste Element (der Reflektor), nach vorne immer kürzere. Dabei muss man auch auf die Richtung auf dem Träger achten, weil die Abstände hinten und vorne nicht gleich sind. Der Dipol ist dabei nahe am 1. Direktor. Fängt man am falschen Ende an, hat man zwei Direktoren nahe zusammen, und der Dipol ist etwa in der Mitte zwischen Reflektor und 1. Direktor.

von Stefan Heimers - am 27.06.2017 19:50
Der Anschluss über diesen Adapter mit einem normalen, handelsüblichen Koaxkabel mit IEC-Stecker an der Verstärker ist also an sich in Ordnung oder sollte ich lieber auf den Adapter an der Antenne verzichten und lieber ein normales Sat(?)-Koax-Kabel per Schraubgewinde an die Antenne anschließen. Da kommt dann jedoch wieder das neue Problem, dass der Verstärker nur Belling-Lee-Eingänge hat und ich da wieder mit einem normalen Koax-Stecker arbeiten muss. Stimmt dann die Impedanz überhaupt noch?

Ich dachte zumindest bei UKW ist es nicht so wichtig, ob die Masse dran ist oder nicht.

Also brauche ich einen Antennenanschluss an einem meiner DAB+-Empfänger. Da würde sich bestimmt der IR6S Plus dafür anbieten. Welche Buchse brauche ich denn da genau und wie baue ich diese genau ein?

von b025 - am 27.06.2017 20:22
Zitat
uhf
- hast Du die Polarisationsfilter richtig (horizontal also quer die Stäbe oder vertikal also von oben nach unten die Stäbe).
Polarisationsfilter bei einer Richtantenne, was ist das denn?:confused:

von B.Zwo - am 27.06.2017 21:03
Die wichtigste Frage wurde noch nicht gestellt: Um was für eine Antenne handelt es sich genau? Möglicherweise eine mit eingebautem Verstärker, der aktuell nicht mit Strom versorgt wird?

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 28.06.2017 03:40
Es handelt sich um folgende
http://www.konigelectronic.com/de_de/fernsehen/antennen/550525941

Soweit ich weiß, hat diese keinen eingebauten Verstärker.

von b025 - am 28.06.2017 07:35
Eine VHF-III-Antenne für UKW? Sofern man nicht auf Beifänge von direkten Ortssender aus ist, würde ich das Unterfangel als schon im Vorfeld gescheitert ansehen. Rechne doch doch mal mit dem MMana die Antenne für UKW, dann hast du letzte Gewißheit daß sie dafür unbrauchbar ist.

von Thomas (Metal) - am 28.06.2017 15:48
Die Antenne soll auch nicht für UKW verwendet werden, das war eher ein Versuch ob sie überhaupt was empfängt.

Möchte nur wissen, ob es so richtig ist, dass ich die Antenne mit diesem Adapter und einem IEC-Koaxkabel mit dem Verstärker verbinde. Der Antennenanschluss am Empfänger ist wieder komplett was anderes. Kann mir jemand sagen wie ich das mit dem Antennenanschluss bewerkstellige und welches Material ich dafür brauche? Würde es dann in Angriff nehmen. Bin gespannt.

Zitat
Stefan Heimers
Falls Einzelteile muss man auf die richtige Reihenfolge der Elemente achten. Üblicherweise zu hinterst das längste Element (der Reflektor), nach vorne immer kürzere. Dabei muss man auch auf die Richtung auf dem Träger achten, weil die Abstände hinten und vorne nicht gleich sind. Der Dipol ist dabei nahe am 1. Direktor. Fängt man am falschen Ende an, hat man zwei Direktoren nahe zusammen, und der Dipol ist etwa in der Mitte zwischen Reflektor und 1. Direktor.

Das habe ich nicht bedacht, das längste Element war einfach irgendwo in der Mitte zwischen eines der kürzeren Elemente. Ich habe es nun nach ganz hinten geschraubt, im nächsten Loch weiter links befindet sich dann der Dipol. Die anderen Stäbe sind alle gleich lang.

von b025 - am 28.06.2017 16:00
Zitat
b025
Das habe ich nicht bedacht, das längste Element war einfach irgendwo in der Mitte zwischen eines der kürzeren Elemente. Ich habe es nun nach ganz hinten geschraubt, im nächsten Loch weiter links befindet sich dann der Dipol. Die anderen Stäbe sind alle gleich lang.


Das längste Element ist der Reflektor und gehört ganz nach hinten. Der Reflektor dient dazu, dass Störungen von Hinten abgeblockt werden, und dass Signale von vorne, die am Dipol vorbei gehen, zurückgeworfen und so doch empfangen werden.

Bau die Antenne einfach so zusammen, dass sie exakt so aussieht wie im Onlineshop.

Zum Antennenanschluss im Radio: Das geht ganz einfach, löte ein Koaxialkabel an. Der Innenleiter geht dahin wo die Teleskopantenne angeschlossen ist, der Aussenleiter auf Masse. Die Masse ist bei modernen Geräten üblicherweise mit dem Minuspol der Batterie verbunden. Metallteile (Abschirmbleche) sind daran, und grössere Flächen auf der Empfängerplatine. Wichtig ist, dass die Abschirmung vom Kabel nahe am Antenneneingang auf Masse gelegt wird, und nicht irgendwo sonst. Meist ist nahe am Antenneneingang eine kleine, blanke Massefläche vorhanden, weil die Module dafür gedacht sind, auch mit einer Antennenbuchste verbunden zu werden.

Manche Radios haben schon ein kurzes Koaxkabel drin vom Empfänger zur Antenne. Dann kann man das einfach von der Antenne trennen und an eine Einbaubuchse löten.

von Stefan Heimers - am 29.06.2017 06:10
http://www.pausat.de/laden/images/product_images/popup_images/26_0.jpg

So eine Buchse habe ich mir jetzt bestellt. Vom Empfangsmodul aus führt ein zweidrähtiges Kabel, wobei eines an das Antennengewinde und das andere an eine Kupferfolie als Masse angelötet ist. Muss also nicht der Draht, der jetzt zur Teleskopantenne führt, an den Innenleiter und der Draht an der Kupferfolie mit dem Außengehäuse der Buchse, also mit dem Außenleiter verbunden werden? Sonst macht es doch keinen Sinn.

von b025 - am 29.06.2017 06:39
Zitat
b025
Vom Empfangsmodul aus führt ein zweidrähtiges Kabel, wobei eines an das Antennengewinde und das andere an eine Kupferfolie als Masse angelötet ist. Muss also nicht der Draht, der jetzt zur Teleskopantenne führt, an den Innenleiter und der Draht an der Kupferfolie mit dem Außengehäuse der Buchse, also mit dem Außenleiter verbunden werden? Sonst macht es doch keinen Sinn.


Ja genau so ist es richtig.

Auf kurze Verbindungen achten. Das Kabel also direkt an die Buchse löten, und nicht mit einzelnen, losen Drähten verlängern. Die Kupferfläche kannst Du dann mit einem kurzen Draht an die Masse der Buchse löten.

von Stefan Heimers - am 29.06.2017 08:18
Jetzt bin ich leicht verwirrt. Also ich kann die Folie dann nicht einfach weglassen. Wenn ich ich dich richtig verstanden habe, muss der Draht der aktuell an das Gewinde der Teleskopantenne führt an den Stab des Innenleiters und den Draht der aktuell zur Kupferfolie führt an das Gehäuse der Buchse. Muss ich jetzt zusätzlich die Kuperfolie mit einem kurzen Draht an das Gehäuse der Buchse löten?

von b025 - am 29.06.2017 08:45
Zitat
b025
Jetzt bin ich leicht verwirrt. Also ich kann die Folie dann nicht einfach weglassen. Wenn ich ich dich richtig verstanden habe, muss der Draht der aktuell an das Gewinde der Teleskopantenne führt an den Stab des Innenleiters und den Draht der aktuell zur Kupferfolie führt an das Gehäuse der Buchse. Muss ich jetzt zusätzlich die Kuperfolie mit einem kurzen Draht an das Gehäuse der Buchse löten?


Für die Buchse alleine ist die Kupferfolie egal. Aber wenn Du doch noch die Teleskopantenne oder eine an der Buchse angeschlossene Wurfantenne verwenden möchtest, ist es von Vorteil die Kupferfolie als "Gegengewicht" zu behalten.

Die Teleskopantenne könntest Du mit einem Schalter innen an die Buchse anschliessen, oder einen Stecker dran machen, den Du dann bei Bedarf aussen aufstecken kannst.

von Stefan Heimers - am 29.06.2017 09:14
Super, dann werde ich mich mal daran setzen wenn die Buchse da ist.

Wenn ich jemals wieder eine Teleskopantenne bräuchte, kann ich ja auf diese Lösung setzen.

Werde berichten !

von b025 - am 29.06.2017 10:31
Wenn ich das richtig gelesen habe, schließt Du das Koaxkabel direkt an das Dual IR6 an? Ich glaube, das wird nichts.

Das Radio ist dafür nicht vorgesehen. Es hat keine Antennebuchse am Gehäuse. Wenn Du dort jetzt eine einlötest, dann machts Du nur folgendes:
Den Innenleiter vom Koaxkabel klemmst Du an die Stabantenne an und das Geflecht / Folie kommt an die Masse vom Radio. Das Koaxkabel hat einen Innenwiderstand von 75 Ohm. Allerdings wird der Antenneneingang vom Radio mit Sicherheit keine 75 Ohm haben. Ich schätze, der liegt bestimmt bei 200 - 300 Ohm. Somit liegt hier eine Fehlanpassung vor.
Früher hatte man an den alten Fernsehgeräten das gleiche Problem. Der Fernseher hatte einen 240 Ohm Eingang. Damit man aber eine Antenne mit Koaxkabel anschließen konnte, gab es die sog. Symmetrierglieder. Die hatten einen Eingang mit 75 Ohm und als Ausgang einen Stecker für 240 Ohm. Somit war das wieder angepasst.
Ob es dieses Dinger noch gibt - keine Ahnung.

Außerdem ist das Dual relativ taub auf UKW und DAB+.

Nur mal so eine Idee: Nimm das Radio doch mit zur Dachantenne und probiere, was dort mit der Teleskopantenne zu empfangen ist. Dann klemmst Du das Radio über ein kurzes Stück Koaxkabel an Deine Dachantenne und probierst das noch einmal.
Da sollte zumindest das gleiche Ergebnis herauskommen. Ansonsten würde ich das "Projekt" begraben.

von RalphT - am 29.06.2017 10:43
Ach, ich sehe gerade, diese Teile gibt es noch.

Zubehör

von RalphT - am 29.06.2017 10:47
Zitat
RalphT
Außerdem ist das Dual relativ taub auf UKW und DAB+.


Es ist nicht taub, Dual hat nur werksseitig auf die Masse verzichtet. Lötet man eine ein, kommt man mit ganz leichten Abstrichen an die Empfindlichkeit eines Verona ran. Der Rest sind dann Störsignale, die das Radio beim Empfang über die Teleskopantenne aussendet und wieder einfängt. Mit Dachantenne sollte das kein Problem mehr werden

Zitat
RalphT

Nur mal so eine Idee: Nimm das Radio doch mit zur Dachantenne und probiere, was dort mit der Teleskopantenne zu empfangen ist. Dann klemmst Du das Radio über ein kurzes Stück Koaxkabel an Deine Dachantenne und probierst das noch einmal.
Da sollte zumindest das gleiche Ergebnis herauskommen. Ansonsten würde ich das "Projekt" begraben.

Das mache ich doch die ganze Zeit, aber der Empfang wird doch wegen fehlendem Kontakt zur Masse damit unbefriedigend.

Wie machen es eigentlich die ganzen anderen Forenmitglieder hier, die eine Antennenbuchse an ihre Radios mit ursprünglicher Teleskopantenne gelötet haben und es mit einem Koaxkabel mit der Dachantenne verbinden?

von b025 - am 29.06.2017 11:23
Zitat
b025
Wie machen es eigentlich die ganzen anderen Forenmitglieder hier, die eine Antennenbuchse an ihre Radios mit ursprünglicher Teleskopantenne gelötet haben und es mit einem Koaxkabel mit der Dachantenne verbinden?


Die wissen was sie machen und basteln nicht wild drauf los und wirklich Ahnung zu haben, was sie da eigentlich machen.
Mach doch einfach mal ein paar kleine Fotos vom Innenleben des DUAL, dann wird es vieleicht leichter zu erklären sein, was wie und wo angeschlossen werden muss.

von Chief Wiggum - am 29.06.2017 11:27
Das war nicht die Antwort auf meine Frage. RalphT schrieb, dass das Gerät eventuell nicht für eine ext. Antennenbuchse geeignet ist. Ich habe hier schon gelesen wo jemand eine externe Antennenbuchse an ein LIDL SIRD C1 gelötet hat. Was ist bei dem Gerät anders als beim Dual?

Bilder kann ich gerne nachreichen, aber viel gibt es da auch nicht zu sehen. Es ist so wie beschrieben.

von b025 - am 29.06.2017 11:36
Also ich habe das bei meinem MUVID IR715, der ursprünglich nur einen Draht als Antenne hatte, so wie auf dem Bild gemacht.
[attachment 9448 MUVIDIR715Innenleben.jpg]

von RolfS - am 29.06.2017 11:41
Genauso hätte ich es auch gemacht. Ist das jetzt falsch?

von b025 - am 29.06.2017 11:44
An RalfS:

Der Anschluss sollte über ein dünnes KOAXKABEL erfolgen, auch wenn es nur ~10cm, sind!
Es fließt dort nämlich Hochfrequenz mit ca. 200 MHz durch und kein Gleichstrom oder 50 Hz.
Ansonsten habe ich das Gefühl, nach einem ATS-909 wird jetzt von "b025" ein DAB+ - Empfänger vermurkst.

von Jürgen Martens - am 29.06.2017 13:01
Ich verstehe zwar nicht, warum ich einen DAB+-Empfänger vermurksen soll, nur weil ich eine Buchse genau nach dem hier im Forum vielfach geposteten Schema anlöte, aber ich werde es mal versuchen und notfalls baue ich es wieder auf die Teleskopantenne zurück. Ist ja kein Aufwand und nicht das erste mal, dass ich am IR6S Plus rumlöte.

Der ATS909 wurde inzwischen übrigens wieder durch mich repariert.

von b025 - am 29.06.2017 13:23
Ich habe ein ähnliches Problem mit DAB und UKW. Das "yamaha pianocraft mcr-n560d" hat einen gemeinsamen Eingang für DAB+ und UKW. Wenn ich nun auf dem Dachboden wieder den alten VHF Eingang mit einer DAB Antenne verbinde tut sich zunächst mal auf dem UKW Ausgang der Antennendosen im Haus nichts, weil Sie aus alten Zeiten nur 88 - 108 MHz ausgeben.

Hier scheint es noch keinen Anbieter für Antennendosen DVB-T(2) / UKW + DAB auf der anderen Seite zu geben.

von Emsländer - am 29.06.2017 13:37
Zur Klarstellung: das Foto zeigt nicht meinen Umbau; ich habe das gemäß Foto, jedoch mit RG174-Koaxkabel gemacht.

von RolfS - am 29.06.2017 15:42
@RolfS: Wärst du so nett und könntest ein Foto von deinem Aufbau mit RG174-Kabel posten?

von b025 - am 29.06.2017 15:58
@b025: Das geht leider nicht so einfach, da das Gerät mit 3 anderen in einem Rack verbaut ist und ich das Ganze im Moment nicht zerlegen möchte. Ausserdem hast Du ja einen ganz anderen Receiver. Stell Dir doch einfach das weiße NF-Kabel im Bild durch ein gleich aussehendes schwarzes Kabel vor.

von RolfS - am 29.06.2017 17:29
Kein Problem, mich interessiert nur, wie das mit der Masse gelöst ist. Standardmäßig ist in vielen DAB+ Radio ein zweidrähtiger Klingeldraht als Zuleitung vom Modul zur Antenne eingebaut. Wenn ich nun den Innenleiter der Buchse mit einem dünnen RG174-Kabel (habe ich nämlich auch hier) verbinde, wie löse ich das mit der Masse, also wie verbinde ich den Masseanschluss am Modul mit dem Außenleiter? Wohl kaum mit der silbernen Massemantel des RG174 Kabel? Kann ich da einfach einen Klingeldraht verwenden?

Und bitte keine Sorgen machen, ich bekomme das schon hin.

von b025 - am 29.06.2017 17:40
Zitat
b025
Zitat
RalphT
Außerdem ist das Dual relativ taub auf UKW und DAB+.


Es ist nicht taub, Dual hat nur werksseitig auf die Masse verzichtet. Lötet man eine ein, kommt man mit ganz leichten Abstrichen an die Empfindlichkeit eines Verona ran. Der Rest sind dann Störsignale, die das Radio beim Empfang über die Teleskopantenne aussendet und wieder einfängt. Mit Dachantenne sollte das kein Problem mehr werden

Zitat
RalphT

Nur mal so eine Idee: Nimm das Radio doch mit zur Dachantenne und probiere, was dort mit der Teleskopantenne zu empfangen ist. Dann klemmst Du das Radio über ein kurzes Stück Koaxkabel an Deine Dachantenne und probierst das noch einmal.
Da sollte zumindest das gleiche Ergebnis herauskommen. Ansonsten würde ich das "Projekt" begraben.

Das mache ich doch die ganze Zeit, aber der Empfang wird doch wegen fehlendem Kontakt zur Masse damit unbefriedigend.

Wie machen es eigentlich die ganzen anderen Forenmitglieder hier, die eine Antennenbuchse an ihre Radios mit ursprünglicher Teleskopantenne gelötet haben und es mit einem Koaxkabel mit der Dachantenne verbinden?


Hi b025,

ich glaube du hast mich falsch verstanden. Du kannst die Buchse so anlöten, wie angedacht. Da wird nichts in Rauch und Flammen aufgehen. Einfach mal probieren und dann sehen was dabei herauskommt. Und das kurze Stücke würde ich auch mit einem dünnen Koaxkabel von der Buchse und zur Platine verbinden.
Wenn das Ergebnis nicht Deinen Erwartungen entspricht, dann darfst Du nicht enttäuscht sein. Das Antennenkabel von der Antenne hat 75 Ohm und der Eingang vom Radio wahrscheinlich 200 - 300 Ohm. Hier liegt mit Sicherheit eine Fehlanpassung vor. Und eine Fehlanpassung macht sich mit Leistungsverlust bemerkbar. Das kann man hier aber jetzt schlecht vorhersagen. Daher probiere es einfach aus. Mit nicht geeignet meine ich, dass das Radio nicht für einen 75 Ohm-Anschluss geeignet ist. Es gibt ja auch Radios, die haben eine Koaxbuchse am Gehäuse herausgeführt. Die wären für eine externe Antenne (Yagi) geeignet.

Nunja und dass das Dual auf UKW und DAB+ taub ist, ist für mich klar. So, wie das Radio ausgeliefert wird, also mit dem Betrieb der eingebauten Stabantenne, empfängt es recht schwach. Ich bin 20 km vom Sender Steinkimmen (NDR) im Haus und habe bei DAB+ Aussetzer. Das ist in meinen Augen schwach. Auch ein UKW-Sender aus einer Entfernung von 12 km mit 1kW rauscht schon ganz ordentlich.

von RalphT - am 29.06.2017 17:47
Ich probiere es also erst einmal so wie bei cybertortes Umbau bei einem SIRD C1
http://www.bilder-hochladen.net/i/7x0n-1m6-425b.jpg

@RalphT: Noch einmal frage ich dich: Hast du in dem Radio schon eine Masse angelötet? Als ich es gekauft habe, waren bei meinem selbst Ortssender mit Aussetzern behaftet. Ich habe das Radio dann aufgeschraubt und gesehen, dass man nur einen eindrähtigen Klingeldraht verwendet hat, der zur Antenne führt. Ich habe diesen dann durch einen zweidrähtigen wie auf dem oben verlinkten Bild ersetzt und einen Draht wie bisher an das Antennengewinde und den zweiten Draht an eine Kupferfolie gelötet, seitdem spielt das Radio fast wie eine 1.

Meine Eindrücke sind auch hier beschrieben
http://www.hifi-forum.de/viewthread-100-2371.html

von b025 - am 29.06.2017 17:55
Zitat
Emsländer
Ich habe ein ähnliches Problem mit DAB und UKW. Das "yamaha pianocraft mcr-n560d" hat einen gemeinsamen Eingang für DAB+ und UKW. Wenn ich nun auf dem Dachboden wieder den alten VHF Eingang mit einer DAB Antenne verbinde tut sich zunächst mal auf dem UKW Ausgang der Antennendosen im Haus nichts, weil Sie aus alten Zeiten nur 88 - 108 MHz ausgeben.

Hier scheint es noch keinen Anbieter für Antennendosen DVB-T(2) / UKW + DAB auf der anderen Seite zu geben.


Hallo,

das ist bei den "neuen" Antennendosen eh egal, bei den meisten ist nur noch ein Zweifachverteiler ohne jegliche Selektivität verbaut. Wenn nicht > DAB=VHF=Band III = TV-Ausgang.

MfG

Studio Leipzig

von Studio Leipzig - am 29.06.2017 18:46
Das hat nichts mit "neuen" Antennendosen oder alten zu tun, es gibt nach wie vor selektive und nicht selektive Dosen im Handel, die je nach Anwendungszweck auch sinnvoll oder nicht sind.

@ RalphT
Das Radio hat ~ 75 Ohm Antennenimpedanz. Ich verstehe auch nicht so ganz, wie du darauf kommst, dass der Eingang "hochohmig" (ich meine hochohmig" Antennentechnik-Mäßig ;-) ) sein sollte.
Quasi jedes Kofferradio mit Teleskopantenne, ob alt, ob neu, ob mit oder ohne DAB, hat 75 Ohm (eigentlich genau genommen um die 60 Ohm) Antennenimpedanz, allein schon, weil der Lamda/4-Stab, also die Teleskopantenne, die naturgemäß auch hat.

von WiehengeBIERge - am 30.06.2017 15:42
Zitat
WiehengeBIERge

@ RalphT
Das Radio hat ~ 75 Ohm Antennenimpedanz. Ich verstehe auch nicht so ganz, wie du darauf kommst, dass der Eingang "hochohmig" (ich meine hochohmig" Antennentechnik-Mäßig ;-) ) sein sollte.
Quasi jedes Kofferradio mit Teleskopantenne, ob alt, ob neu, ob mit oder ohne DAB, hat 75 Ohm (eigentlich genau genommen um die 60 Ohm) Antennenimpedanz, allein schon, weil der Lamda/4-Stab, also die Teleskopantenne, die naturgemäß auch hat.


Ich meinte damit auch, dass es vielleicht keine 75 Ohm sind. Letzendlich kann das nur der Hersteller von dem Tunermodul sagen.

Gegenfrage: Wie kommst Du darauf, dass es bei jedem Radio so ist?

von RalphT - am 01.07.2017 09:51
Zitat
WiehengeBIERge
Quasi jedes Kofferradio mit Teleskopantenne, ob alt, ob neu, ob mit oder ohne DAB, hat 75 Ohm


von WiehengeBIERge - am 01.07.2017 19:17
Habe die Antennenbuchse heute sauber angelötet. Leider bekomme ich mit der Antenne, egal ob mit oder ohne Verstärker, nicht mehr rein als über die Teleskopantenne. Ich habe das Radio daher wieder zurückgebaut. Trotzdem vielen Dank allen für die Hilfe.

von b025 - am 03.07.2017 16:39
Zitat
WiehengeBIERge

Zitat
Quasi jedes Kofferradio mit Teleskopantenne, ob alt, ob neu, ob mit oder ohne DAB, hat 75 Ohm


Das ist die grosse Frage :cool:

Denn bei DAB wirkt die Teleskopantenne bekanntlich nicht als Viertelwellenstab (100 MHz), sondern als Halbwellenantenne (200 MHz) und ist damit am Befestigungs-Ende hochohmig. Streng genommen müssten also die DAB-Module einen hochohmigen Antenneneingang aufweisen. Ob in der Praxis derartige Feinheiten allerdings berücksichtigt werden, wage ich bei der heutigen 'Geiz ist geil'- Praxis in Frage zu stellen.
Mindestens müsste in der Betriebsanleitung stehen: Bei DAB-Empfang (falls ~75 Ohm!) Antenne nur zur Hälfte ausziehen, aber da wären viele Leute bereits überfordert. Im Weiteren zeigt die Praxis, dass der Effekt auf Grund der hohen Feldstärken für die von Otto-Normal meist gehörte Lokalfunzel i.d.R. vernachlässigt werden kann.

von audion - am 03.07.2017 17:03
In der Anleitung vom Dual IR6 steht ausdrücklich, dass die Stabantenne immer ganz ausgezogen werden muss.

Ich habe keine weiteren technischen Daten dazu gefunden. Auch weiß ich nicht, wie die Geräte von innen aufgebaut sind. Ich habe das Gerät noch nicht aufgeschraubt.

Werden dort eigentlich Tunermodule von Fremdherstellern verbaut? Ich kann mir nicht vorstellen, dass heute alles von einem Hersteller ist.

von RalphT - am 04.07.2017 10:41
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