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Japhi, Wolfgang R, nürnberger, Chris_BLN, Loger, RainerZ, pomnitz26, B.Zwo

Neue UKW/DAB Aussenantenne + Satschüssel?

Startbeitrag von nürnberger am 14.08.2017 18:09

So, da es nun endlich soweit ist und ich mein Haus renoviere und ein neues Dach bekomme, brauche ich neues Antennenmaterial und Satschüssel samst Multischalter, diese sollte Astra 19,2 Grad Ost und Eutelsat 13 Grad empfangen, und dazu eine FM/DAB-Kombiantenne.
Da ich gerade nicht wirklich Plan habe wollte ich Euch mal fragen was Ihr empfehen würdet?

Danke
Tom

Antworten:

Schönes Vorhaben,...

also ich würde halt in Erwägung ziehen getrennte Antennen (UKW / DAB+) zu verbauen.
Bei Rundempfang UKW ein Kreuzdipol, oder wenn etwas Richtwirkung / Vorzugsrichtung gewünscht ist, dann z.B. eine Drei-Elemente Antenne.

Für DAB+ würde ich eine klassische Yagi nehmen oder eine LogPer (womit man dann u.U. auch DVB-T(2) mit erschlagen kann.

Hat man einen separaten Mast für die Terrestrik, kann man auch leichter mal dran drehen und justieren ohne den Sat-Empfang zu gefährden. Check der Empfangslage vor Ort direkt mit noch nicht montierter Antenne wird dann auch zeigen ob z.B. ein rauscharmer Vorverstärker usw. noch Sinn macht.

Viel Glück :)

von RainerZ - am 14.08.2017 19:57
Bei der Schüssel würde ich darauf achten das sie ein Doppelfeedarm hat, z.B. fuba, Kathrein, GigaBlue usw. Eher etwas größer wählen wenn zwei Positionen schielend angepeilt werden sollen. Beim Multiswitch kommt es darauf an wieviel Abgänge gebraucht werden. Von einer terrestrischen Kombiantenne würde ich auch abraten und Einzelantennen vielleicht sogar mit extra Niederführung wählen.

von B.Zwo - am 14.08.2017 21:00
Da wäre auch noch zu fragen, was auf UKW, DAB, DVB-T herangeholt werden soll. Also: genauen Wohnort und gewünschte Programme.

Außerdem: liegt die Hausverkabelung zu den Dosen schon? Soll sie so bleiben, wie sie ist oder wird sie auch erneuert? Wieviele Dosen sind zu vesorgen, in wie vielen Räumen? Sind mehrfach-Tuner zu erwarten (= bei Sat mehrere "klassische" Leitungen in einen Raum / zwei Leitungen in eine Dose oder Unicable)? Sind die Sat-Empfänger Unicable-tauglich?

Welche Dosen sind derzeit verbaut (Hersteller / Typ)?

von Chris_BLN - am 15.08.2017 07:51
Es sollen Astra 19,2 und Eutelsat 13 Grad empfangen und terrestrich UKW und DAB. Zudem soll das ganze an mindestens 8 Enddosen gehen. Hausverkabelung liegt schon und in den Enddosen sind überall welche mit 3 Anschlüssen: "TV" "Radio" "SAT", Hersteller dieser ist Kathrein, fragt mich nicht welcher Typ.
Die Sat-Empfänger sind momentan 3 Samsung TVs, nicht älter als 2 jahre.
Enddosen wie gesagt in 8 Räumen, damits halt vorbereitet ist.
Für UKW reicht mir ein Ring / Kreuzdipol, und für DAB muss es auch nicht unbedingt eine Yagi sein.

von nürnberger - am 15.08.2017 17:32
Mir kommt da die UKW/DAB-Kombiantenne von 3H in den Sinn: http://www.antennenland.net/3H-DAB-FM (mit Link, da man sie sonst nicht so schnell findet).
Vorteil: UKW und DAB gehen auf einen Ausgang, man muss also am Multischalter nichts mehr zusammenschalten. Empfangswunder würde ich da nicht erwarten, aber für den Zweck sollte es mehr als ausreichen.

von Japhi - am 15.08.2017 18:04
DAB wäre dann an der TV Dose anzuschliessen!

von pomnitz26 - am 15.08.2017 18:56
Zitat
nürnberger
Es sollen Astra 19,2 und Eutelsat 13 Grad empfangen und terrestrich UKW und DAB. Zudem soll das ganze an mindestens 8 Enddosen gehen. Hausverkabelung liegt schon und in den Enddosen sind überall welche mit 3 Anschlüssen: "TV" "Radio" "SAT", Hersteller dieser ist Kathrein, fragt mich nicht welcher Typ.


Ich tippe mal auf ESD30. Nur weil sie am Ende ist, ist es keine Enddose. Das ist eine Stichdose und das ist bei Sternverkabelung durchaus OK.

(Nur zur Info: Enddosen sind intern terminierte Durchgangsdosen, welche am Ende eines Stranges mit mehreren Dosen installiert werden)

Sat-Antenne: Gibertini SE 85cm mit 2er Multifeed-Schiene
LNB: ALPS Quattro
Multischalter: Jultec receivergespeisst (Terrestrik passiv)
Terrestrik: Axing MBV TVS 6-00 und ein Kreuzdipol (Empfehlung: Kathrein) sowie eine LogPer Wittenberg passiv

Montage mit einem Aufsparrenhalter, der das Biegemoment abkann

Erdung und Potentialausgleich nicht vergessen!

Wolfgang

von Wolfgang R - am 15.08.2017 20:49
ESD30 wäre an Radio- und TV-Auslass identisch breitbandig, damit könnte man DAB/UKW-Kombigeräte mit nur einem Antennenanschluss betreiben und hätte sowohl UKW- als auch DAb-Signal anliegen.

ESC30 wäre eine gefilterte Variante, dafür mit noch weniger Anschlussdämpfung. UKW und DAB kommen da aber aus getrennten Auslässen.

Bei klassischer Sat-ZF-Verteilung mit Anforderung der Ebenen durch den Receiver kann man an diesen Dosen natürlich immer nur je einen Tuner betreiben. Ist das auch künftig ausreichend oder wird es Räume geben, in denen plötzlich ein zweiter / dritter (Multituner) gleichzeitig betrieben werden soll? Dann wäre ggf. eine Installation mit Unicable sinnvoll.

Man kann das auch nachträglich bei Bedarf in einzelnen Räumen ranfrickeln, wenn man genug Ausgänge an Multischaltern frei hat. Dazu gibt es separate 2-auf-1-Kabel oder 3-auf-1-Kabel-Umsetzer, die receiverseitig mittels Unicable angesprochen werden müssen. Es bleibt aber "Frickelei".

Von Anfang an auf Unicable zu setzen geht natürlich derbe ins Geld, wenn man es dann doch nie braucht. So ein Jultec Unicable-Schalter, der auf 8 Leitungen maximal 8 x 3 Tuner ansprechen kann, haut mit 930 EUR ein schmerzhaftes Loch in die Haushaltskasse. Da bezahlst Du die volle Flexibilität mit bis zu 24 Tunern. http://www.jultec.de/JPS0908-3.html

So ein klassischer 8-Tuner-Multischalter Jultec JRM0908T kostet halt "nur" 250 EUR. Selbst wenn man ein oder zwei Leitungen später auf 2 oder 3 Unicable-Geräte aufbohrt, kann das noch reichen, wenn man gleichzeitig andere Dosen/Leitungen im Haus nicht benutzt. Dann kann man diese abklemmen am Multischalter und gewinnt Ausgänge für mehrfach verwendete Leitungen. Wer hat schon in einem Einfamilienhaus 8 Dosen gleichzeitig in Benutzung?

Die Jultec-Schalter haben sehr hohe terrestrische Dämpfung (18 bis 20 dB). Da gehen von der UKW/DAB-Antenne bis zum Dosenanschluss schonmal locker 25 dB verloren. In Berlin ist das kein Problem, Antenne aufn Fenrsehturm gerichtet, sind abzüglich 25 dB teils noch zu hohe Pegel. In Nürnberg könnten je nach Abstand zum Sender Schweinau am Ringdipol durchaus 10-15 dB Verstärkung für UKW sinnvoll sein. Die braucht man auch für den Dillberg. Für DAB wird man sie aber nicht brauchen. Deshalb wäre ein reiner UKW-Verstärker und eine nachfolgende passive Zusammenführung mit DAB vielleicht sinnvoll (z.B. mittels http://www.antennenland.net/ALCAD-MM-303 ), oder halt ein Mehrbereichsverstärker UKW und Band III mit getrennt regelbaren Eingängen. Der Axing MBV TVS 6-00 von weiter oben wäre da durchaus ein Gerät, das in die engere Wahl kommen könnte. Man darf ihn nur nicht mit übersteuern. Der Jultec JMA111-3A ist da evtl. sogar trotz doppelten Preises weniger gut geeignet, da man seinen DAB-Eingang nicht weit genug abregeln kann (bzw. da er für Nürnberger Verhältnisse vermutlich DAB viel zu heftig verstärkt.


Gibertini SE85 ist was gutes und robustes. Sieht natürlich auch schon "robust" aus, ähnlich den CAS-Antennen von Kathrein. Etwas dezenteren Feedarm hätte die Gibertini XP. Ist aber auch etwas weniger robust. ;)

In der Schweiz nutzt man sehr oft die Cahors / Visiosat Antennen aus glasfaserverstärktem Kunststoff. Die verbeulen sich nicht, wenn man beim Transport dagegenrempelt, sie behalten damit ihren Fokus. Wie lange sie im Sonnenlicht halten, weiß ich nicht. 10 Jahre Garantie gibt es wohl. Das Hotbird/Astra19-Modell wäre diese: https://www.hm-sat-shop.de/antennen/visiosat/629/visiosat-bisat-g2-grau-smc-parabolantenne?c=96
Erfahrungen habe ich damit nicht, aber der Ruf ist gut.

von Chris_BLN - am 15.08.2017 22:21
Zitat
Chris_BLN
Gibertini SE85 ist was gutes und robustes. Sieht natürlich auch schon "robust" aus, ähnlich den CAS-Antennen von Kathrein. Etwas dezenteren Feedarm hätte die Gibertini XP. Ist aber auch etwas weniger robust. ;)


Absolut. Ich hatte zuvor die Fuba, die sieht leider nur stabil aus, aber viel ist aus Plastik. Vor allem die LNB Halter waren nach zwei Jahren kaputt. Es gab einen Umrüstsatz auf die Guss-Version, aber das Plastik-Zeugs hinter dem Reflektor bleibt leider.

Dagegen ist die SE ist wirklich Profi-Ware, nur noch zu toppen von der CAS90. Ich habe die als 100er mit Preisner Aufdruck (19,2E / 13,0E / 9,0E) und ALPS-LNB an meinem Hirschmann STEMA.

Bei mir werkelt der Axing MBV (allerdings mit separatem Band I, III, UHF und LMKU Eingang) und gleicht alle Verluste mehr als gut aus. Zuvor war es ein Schwaiger aus den 80ern, der ging vor 3 Sommern kaputt. Er ging noch, brummte aber sehr laut.

DAB Antenne ist noch nicht montiert (muss Unterdach wegen Windlast, Dach ist nicht isoliert, sondern letzte Geschossdecke, DXer Paradies!), aber vorbereitet.

Ich bin mit meinem Hirschmann Kreudipol mit LMK-Rute aber auch eher Retro unterwegs, zudem habe ich eine "ausgewachsene" Hischmann UHF-Yagi, die mir noch etwas DVB-T1 vom Weinbiet/Kettrichhof als Beifang bringt.

Wolfgang

von Wolfgang R - am 16.08.2017 12:49
Zitat
Japhi
Mir kommt da die UKW/DAB-Kombiantenne von 3H in den Sinn: http://www.antennenland.net/3H-DAB-FM (mit Link, da man sie sonst nicht so schnell findet).
Vorteil: UKW und DAB gehen auf einen Ausgang, man muss also am Multischalter nichts mehr zusammenschalten. Empfangswunder würde ich da nicht erwarten, aber für den Zweck sollte es mehr als ausreichen.


Ich habe diese Antenne hier bei mir Unterdach in Betrieb. Auf UKW geht sie geringfügig schlechter als der reine UKW-Ringdipol, welchen ich vorher hatte (vermutlich wegen der Verluste der Weiche), auf DAB ist der Empfang sehr gut und bringt bei mir sogar zwei zusätzliche Lokal-Multiplexe aussetzerfrei welche ein Stockwerk tiefer mit Teleskopantenne nur bruchstückhaft zu empfangen sind.

von Loger - am 16.08.2017 15:01
Bei DAB kommt es eben stark auf die Höhe an, das musste ich auch feststellen.

von Japhi - am 16.08.2017 15:11
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