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Radioforum
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Erster Beitrag:
vor 3 Monaten, 3 Wochen
Letzter Beitrag:
vor 3 Monaten, 3 Wochen
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ardey.fm, 102.1, Wellenjaeger, Saarländer (aus Elm), RheinMain701, Zintus

BBC Radio und TV in Nord Korea

Startbeitrag von 102.1 am 26.09.2017 13:22

Offenbar plant BBC Radio und TV fuer Nord Korea, wenn diesem Artikel zu glauben ist:

https://www.theguardian.com/media/2015/sep/05/bbc-plans-tv-and-radio-services-for-russia-and-north-korea

Antworten:

Der Artikel ist zwei Jahre alt, das ist Schnee von gestern.

von RheinMain701 - am 26.09.2017 13:26
Zitat
RheinMain701
Der Artikel ist zwei Jahre alt, das ist Schnee von gestern.


Grade gemerkt, mehr aktuell is wohl diese Darstellung:
https://www.theguardian.com/media/2017/aug/20/bbc-braces-for-backlash-over-north-korea-service

von 102.1 - am 26.09.2017 13:28
Wahrscheinlich dürften die Programme aus dem Süden mit folgenden Radios empfangen werden: https://www.youtube.com/watch?v=rtBhWj7_ecQ

von Wellenjaeger - am 26.09.2017 22:49
Habe mir die ersten paar Minuten des Videos angesehen. Leider verstehe ich kein Wort Koreanisch. Der Mann in dem Studio zeigt eine Holzkiste mit ein paar Knöpfen und einem Lautsprecher. Sind das selbstgebaute Radios aus Nordkorea? Soweit ich weiß, sind nordkoreanische Radios fest auf den Staatssender eingestellt und nicht durchstimmbar. Wie will man denn erreichen, dass der normale Nordkoreaner die Sendungen trotzdem hören kann? Die meisten werden wohl keinen importierten Empfänger zur Verfügung haben.

Auch kann ich mir vorstellen, dass nur wenige die technischen Kenntnisse haben um einen Empfänger selbst zu bauen. In so einem Regime wird man wahrscheinlich auch bemüht sein, diese technischen Kenntnisse der Bevölkerung vorzuenthalten.

von Zintus - am 27.09.2017 06:51


Also doch nicht "Schnee von gestern".... :-)

von 102.1 - am 27.09.2017 09:38
Die Aussendung auf 5810kHz ist regelmäßig mit einem Rauschsignal unterlegt, das offenbar nicht auf Störaktivitäten aus Nordkorea zurückzuführen ist, sondern vom Sender in Usbekistan anscheinend selbst übertragen wird. Das Rauschen endet synchron mit dem Abschalten des Babcocksenders. Kein Jammer würde das so exakt terminieren können, scheint mir, erst recht nicht die nordkoreanischen. Zumal auch die Abschaltung täglich um einige Sekunden variiert.

Der Interpretation im (von mir sehr geschätzten) RBB DX-Blog (http://www.radioeins.de/programm/sendungen/medienmagazin/radio_news/beitraege/2017/bbc_korea.html) kann ich hier nicht folgen. Mit der Störschleuder 5830 aus Kujang steht das Rauschen auf 5810 nicht in Zusammenhang, eine legitime Datenübertragung ist ebenfalls nicht erkennbar. Habe jedoch auch keine schlüssige Erklärung. Entweder der Störer hat sich zur selben Zeit/ Frequenz in Tashkent einegmietet, womöglich als DRM-Ausstrahlung getarnt, oder der Sender leidet anderweitig an (Über-) Sprung.


(Ende der Ausstrahlung auf 5810kHz um 18.30 UTC/ Twente WebSDR)

nebenbei: Wie funktioniert eigentlich die Einbettung von Bildern, wie sie seit einiger Zeit hier gehandhabt wird. Drückt man den entsprechenden Knopf im Beitragsmenü, fragt es nach einer http-Adresse... aber man benötigt doch keinen externen Hoster mehr, vermute ich?

von ardey.fm - am 28.09.2017 20:59
Das Anhängen von Bildern geht über 'Datei anhängen' direkt über den Formatierungs-Buttons.

von Saarländer (aus Elm) - am 29.09.2017 08:32
@Saarländer aus Elm, danke für die Aufklärung, diese Schaltfläche nehme ich jetzt erstmals wahr.

Unabhängig vom unbekannten Rauschen war die 5810kHz durch ein Überhorizontradar im Zielgebiet heute zeitweise völlig unbrauchbar (beobachtet im Tokio SDR). In Europa war bis 16.47 UTC ein Datensignal (STANAG-4285) präsent, das im Zielgebiet aber nicht aufnehmbar war. Taiwan 9940kHz scheint, besonders im späteren Verlauf der Sendung, trotz des Pfeifens und gelegentlichen Radargezwitschers im unteren Seitenband momentan die bessere Wahl zu sein.

Insgesamt sind die Signale in der Zielregion nicht gerade überwältigend, auch wenn der Störnebel in den urbanen Regionen Nordkoreas vielleicht nicht so gravierend ausfallen dürfte wie hier. Eventuell wäre Kranji/Singapur für 5,8 MHz besser geeignet als Usbekistan.

von ardey.fm - am 29.09.2017 19:17
Zitat
Zintus
Der Mann in dem Studio zeigt eine Holzkiste mit ein paar Knöpfen und einem Lautsprecher. Sind das selbstgebaute Radios aus Nordkorea?


In der Tat.
Die Radios müssen natürlich getarnt sein.
Wenn so etwas auffliegt, gibt's einen Aufenthalt im Arbeitslager.

Zitat
Zintus
Soweit ich weiß, sind nordkoreanische Radios fest auf den Staatssender eingestellt und nicht durchstimmbar. Wie will man denn erreichen, dass der normale Nordkoreaner die Sendungen trotzdem hören kann? Die meisten werden wohl keinen importierten Empfänger zur Verfügung haben.


Genau so ist es: Deshalb müssen frei abstimmbare Radios selber gebaut werden.
Die Schaltpläne dürften ins Land geschmuggelt worden sein.

von Wellenjaeger - am 29.09.2017 19:26
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