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Frankfurt E47: Der Standort ist nicht mehr :-( (Goetheturm Frankfurt abgebrannt)

Startbeitrag von Thomas (Metal) am 12.10.2017 06:59

Seht selbst, das bedarf keines weiteren Kommentars von mir.
:-(

Antworten:

Re: Frankfurt E47: Der Standort ist nicht mehr :-(

Hab ich heute morgen auch gelesen. Wenn es wirklich Brandstiftung war, hoffe ich, dass man die Verantwortlichen schnell findet und zur Rechenschaft ziehen kann. Generell hab ich das Gefühl, dass der Vandalismus in den letzten Jahren schlimmer geworden ist. Abgetretene Mülleimer, zerstörte Spielgeräte auf Spielplätzen, etc. Mir kommt es auch so vor, als wäre das in anderen Ländern, wie Österreich oder den Niederlanden, nicht so schlimm.

Aber zum Standort: Mein erster Gedanke war auch, ob der Turm als Sendestandort nicht geeignet gewesen wäre. Der Goethe-Turm war also mal ein Sendestandort für analoges Fernsehen? In Hessen hätte ich eher 'ne UKW-Funzel für harmony.fm oder Ähnliches vermutet.

von Sebastian Dohrmann - am 12.10.2017 07:38

Re: Frankfurt E47: Der Standort ist nicht mehr :-(

Weshalb E47, was bedeutet diese Abkürzung? UHF Kanal 47?

Der Turm wurde 1931 erbaut. Hieß es nicht auch, dass Goethe früher häufig dort oben gesessen hätte, den Blick genossen und dabei Gedanken zu Papier gebracht hat? Gab es vor 1931 dort auch schon einen Turm?

von Klaus Wegener - am 12.10.2017 08:19

Re: Frankfurt E47: Der Standort ist nicht mehr :-(

Zitat
Klaus Wegener
Weshalb E47, was bedeutet diese Abkürzung? UHF Kanal 47?

Das habe ich auch aus dem Ausgangsposting geschlossen. Wenn ja, wäre zu überlegen, ob man den Faden ins Radioforum verschiebt.

Zitat
Klaus Wegener
Der Turm wurde 1931 erbaut. Hieß es nicht auch, dass Goethe früher häufig dort oben gesessen hätte, den Blick genossen und dabei Gedanken zu Papier gebracht hat? Gab es vor 1931 dort auch schon einen Turm?

Gab es. Wikipedia weiß hier Antwort:
Zitat
Wikipedia
Bereits seit 1867 stand an gleicher Stelle ein damals 22 Meter hoher Holzturm. Der ursprüngliche Turm musste nach dem Ersten Weltkrieg wegen Baufälligkeit abgerissen werden.


von Sebastian Dohrmann - am 12.10.2017 08:23

Re: Frankfurt E47: Der Standort ist nicht mehr :-(

Zitat
Sebastian Dohrmann
Zitat
Klaus Wegener
Weshalb E47, was bedeutet diese Abkürzung? UHF Kanal 47?

Das habe ich auch aus dem Ausgangsposting geschlossen. Wenn ja, wäre zu überlegen, ob man den Faden ins Radioforum verschiebt.

E47 ist der UHF-Kanal 47. Dort war früher ein Füllsender für Das Erste in Betrieb. Er versorgte alle in Ffm die in Richtung Feldberg abgeschattet waren. Ja, das gab es tatsächlich und nicht alleine durch Hochhäuser. Dann wurde Goetheturm und Krehberg verwendet. Das kenne ich noch vom Danziger Platz, wo allerdings das Fernsehgucken natürlich nicht im Vordergrund stand :D ;-) . Aber auch in der Ostparkstraße waren auf den Häusern nur wenige Antennen zum Feldberg ausgerichtet. Die nur wenig höher verlaufende Habsburgeralle reichte für eine satte Abschattung mit entsprechendem Bild zu Analog-Zeiten.
Zugeführt wurde via Gr. Feldberg. Die Yagi dafür war beim Hochlaufen der Treppen gut sichtbar, man kam sehr nahe dran. Bilder von damals (90er) habe ich leider keine.

von Thomas (Metal) - am 12.10.2017 09:27

Re: Frankfurt E47: Der Standort ist nicht mehr :-(

Zitat
Thomas (Metal)
Das kenne ich noch vom Danziger Platz, wo allerdings das Fernsehgucken natürlich nicht im Vordergrund stand :D ;-) . Aber auch in der Ostparkstraße waren auf den Häusern nur wenige Antennen zum Feldberg ausgerichtet. Die nur wenig höher verlaufende Habsburgeralle reichte für eine satte Abschattung mit entsprechendem Bild zu Analog-Zeiten.


Danke für die Ausführungen, die Ecke kenne ich sehr gut :)

Bei der Gelegenheit eine Frage: konnte man in Frankfurt auf VHF Band I einen Sender empfangen? Wenn ja, welchen? Habe letztens auf einem Häuserdach, an der Speyerer Straße zwischen Mainzer Landstraße und Frankenallee, eine Band I Antenne entdeckt und frage mich, was damit wohl empfangen wurde...

von Klaus Wegener - am 12.10.2017 11:03

Re: Frankfurt E47: Der Standort ist nicht mehr :-(

Spontan fallen mir da Kreuzberg und Sackpfeife ein, ersterer wohl wahrscheinlicher wegen ARD/BR.

von Japhi - am 12.10.2017 11:11

Re: Frankfurt E47: Der Standort ist nicht mehr :-(

Zitat
Klaus Wegener
Bei der Gelegenheit eine Frage: konnte man in Frankfurt auf VHF Band I einen Sender empfangen? Wenn ja, welchen? Habe letztens auf einem Häuserdach, an der Speyerer Straße zwischen Mainzer Landstraße und Frankenallee, eine Band I Antenne entdeckt und frage mich, was damit wohl empfangen wurde...

Band I hatte ich zu meiner Zeit in Ffm nie probiert :-( , falls ich ARD-BR wollte gab es den handlicheren E59.
Die Band-I-Antenne wo du meinst war (ist?) bei der FAZ auf dem Dach. Ich gehe davon aus, daß man damit das Zonenrand-Frühprogramm empfangen hat. Der Standort ist/war von der Galluswarte gut einsehbar. Dazu waren weitere terrestrische Antennen auf dem Dach. Man holte hr, BR und SWF.

von Thomas (Metal) - am 12.10.2017 11:36

Re: Frankfurt E47: Der Standort ist nicht mehr :-(

Ich hab den Faden mal hier ins Radioforum verschoben, da wir ja nun definitiv On-Topic sind. ;-)

von Sebastian Dohrmann - am 12.10.2017 11:37
Die "Informationen am Mittag" sprachen davon, dass es deutliche Anhaltspunkte für Brandstiftung gibt.

von PowerAM - am 12.10.2017 12:10
Kreuzberg ging in Frankfurt.

Die Yagi und flache Sendeantenne hingen noch bis zur Sanierung des Goetheturms vor wenigen Jahren daran.
Man hätte den Turm doch auch für die 91,2 nehmen können ;)

von Nordi - am 12.10.2017 15:58
Definitiv E2 Biedenkopf und E3 Kreuzberg. Letzterer war sicherlich auch wegen des Zonenrandprogrammes sehr interessant.

von Frankfurt - am 14.10.2017 07:30
Zitat
Frankfurt
Letzterer war sicherlich auch wegen des Zonenrandprogrammes sehr interessant.

Wieso interessant? Da liefen doch quasi nur Wiederholungen.

von B.Zwo - am 14.10.2017 19:35
Wiederholungen sind aber schon interessant, wenn man aus zeitlichen Gründen (z.B. Schichtarbeit) die Erstausstrahlung nicht sehen kann.

von Optimierer - am 14.10.2017 20:48
Zonenrandprogramm? Was war das?

von DH0GHU - am 15.10.2017 10:46
Das Vormittagsprogramm der ARD startete am 4. September 1961 durch den Sender Freies Berlin (SFB) in Kooperation mit den übrigen ARD-Anstalten „für die Bewohner der sowjetischen Besatzungszone und des sowjetischen Sektors von Berlin“.[1] Es wurde nur über die Sender des SFB und des Norddeutschen Rundfunks (NDR) (Torfhaus, Bungsberg) sowie der grenznahen Sender des Hessischen Rundfunks (HR) (Meißner, Rimberg) und des Bayerischen Rundfunks (BR) (Kreuzberg, Ochsenkopf) ausgestrahlt, die sich alle in der Nähe der innerdeutschen Grenze (dem „Zonenrand“) befanden. Anfangs wurden etwa 140 Minuten pro Tag gesendet, davon 90 Prozent Wiederholungen. Die restliche Zeit wurden spezielle Produktionen, vor allem aktuelle Nachrichtensendungen ausgestrahlt. Das Programm begann montags bis samstags um zehn Uhr mit einer fünfminütigen Nachrichtensendung, es folgte eine Wiederholung der Tagesschau vom Vortag, danach verschiedene Wiederholungen, meist ein Spielfilm, und um 11:45 Uhr oder 12 Uhr abschließend die Sendung Aktuelles Magazin einschließlich der Presseschau. Von neun bis zehn Uhr wurde teilweise zusätzlich über verschiedene ARD-Sender Schulfunk gesendet.

Quelle: Wikipedia

von ICF7600 - am 15.10.2017 11:05
Warum wurde das Programm eigentlich nicht über die restlichen Sendeanlagen der ARD ausgestrahlt?

Das Programm war ja fertig produziert und muss ja allen ARD Anstalten zur Verfügung gestanden haben.

Dass es natürlich in den ländlichen Regionen wie der Eifel vlt nicht sinnvoll war ist auch klar, aber in den Ballungsgebieten, Hamburg, München, NRW etc ..

von Göttelborn - am 15.10.2017 13:19
Der Grund war ganz einfach, dass es in der DDR bereits ein ähnliches Programm für Schichtarbeiter gab. Und da mussten die westdeutschen Programme nachziehen, weil es sonst ziemlich dämlich ausgesehen hätte, wenn der DDR-Schichtarbeiter nur ostdeutsches Fernsehen schauen konnte, weil die westdeutschen Programme zu der Zeit schlicht nicht auf Sendung waren.

Eine flächendeckende Verbreitung in ganz Deutschland wäre zu der Zeit zu teuer gewesen (Stromkosten etc.), aber aus politischen Gründen musste man an der Grenze mit der DDR mitziehen.

von RheinMain701 - am 15.10.2017 13:51
Dass man mitziehen musste, war klar. Die Frage war ja ncith nach dem generell warum, sondern warum nur bei den Grenzsendern.

und die Stromkosten dürften ja nur einen kleinen teil ausmachen, denn meines Wissens liefen so dieser Zeit zum Beispiel die ganzen Füllsender so oder so durch unabhängig vom Hauptsender.

und die richtigen Stromfresser waren ja die UHF GNS zur füllung von Lücken, die hätte man in der tat nicht gebraucht.

Aber z.b. die VHF I und III Sender in:

K2 Göttelborner Höhe
K2 Oldenburg / Steinkimmen
K6 Dillberg
K8 Gr. Feldberg
K9 Hamburg
K9 Langeberg
K9 Hornidgrinde
K10 Wendelstein
K10 Weinbiet
K11 Stuttgart
K11 Teutoburger Wald

die relevante Bevölkerungsteile versorgen.

von Göttelborn - am 15.10.2017 14:21
Wir reden von Anfang der 60er-Jahre. Da gab es noch nicht so viele Füllsender und vor allem (fast) keine UHF-Grundnetzsender, denn ZDF und Dritte gab es damals auch noch nicht.

von RheinMain701 - am 15.10.2017 14:25
Wiederholungen von Vorabendsendungen in Zeiten, zu denen ein Videorekorder auch im Westen noch keine große Durchdringung hatte "Luxusgut" war ja schon ein Mehrwert. Komisch ist, daß der gesamte NDR dies übernehm. Oder hat es da einen Fehler bei Wikipedia ?

Die Leute im Süden der Republik sollten doch noch arbeiten gehen :rp:
Oder kommt womöglich der starke wirtschaftliche Erfolg in den Gebieten von der fehlenden Alternative Vormittagsfernsehen :xcool: Anstelle Testbild dann lieber zur Arbeit :bruell:

von Frankfurt - am 17.10.2017 06:47
Das mit dem NDR ist kein Fehler. Die gesamte ARD-Senderkette des NDR hat das Vormittagsprogramm übertragen. Osnabrück E50 hat bei Tropo gut bis in den Dortmunder Süden gereicht und war wegen des Vormittagsprogramms manchmal nützlich.

73 de Uli

von ulionken - am 17.10.2017 16:59
Zitat

Der Goetheturm in Frankfurt brennt ab und die Polizei dichtet einen Fahndungsaufruf


klick mich : http://de.webfail.com/c23e27d1776

von Felix II - am 18.10.2017 12:48
Die Polizei ist ja so süß und sympathisch...:rolleyes:

von Nordi - am 18.10.2017 14:49
Finde ich absolut super !
Es ist gemessen am Turm, der Tat und der Namensgebung total Okay !

Ich habe mich sehr amüsiert. Ein LOB an die Polizei vor Ort.

von sup2 - am 18.10.2017 18:44
@sup2: :spos:
@Polizei: :spos:

von Natrium - am 22.10.2017 07:19
@ Polizei Ffm
Ich kann auch sagen: Pro! Meine Sache (Geschädigter) damals war schnell aufgeklärt :spos:
Darüberhinaus ist man nicht so extrem wie die Bayern und agiert mehr mit Augenmaß. Leben und leben lassen gibt es im CSU-Land Bayern nicht. Da kann man dann noch Stärke zeigen...

von Thomas (Metal) - am 22.10.2017 19:54
hr: Schon wieder ein Holzbau zerstört
Auf Grund der zurückliegenden Ereignisse geht zunächst keiner von was anderem aus. Hat man ein Problem mit einem Pyromanen?

von Thomas (Metal) - am 23.10.2017 09:08
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