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Entwicklung einer DX-Drohne - eine Marktlücke?

Startbeitrag von Wellenjaeger am 16.10.2017 18:12

Eben bin ich auf folgenden Artikel gestoßen: http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/ungluecke/kanada-passagierflugzeug-stoesst-mit-drohne-zusammen-15248593.html

Leider wird in allen Beiträgen zum Thema ausschließlich vom Zustand des Passagierflugzeugs nach der Kollision berichtet; über mögliche Schäden an der Drohne wird dagegen geflissentlich geschwiegen. Ob die Drohne noch betriebsbereit ist, darüber erfährt der Leser nichts. Dabei hätte die Meldung, dass das Gerät infolge des Zusammenstoßes nicht mehr flugtauglich ist, für die meisten Drohnenhalter sicher eine besonders abschreckende Wirkung.
So viel zum Thema "Einseitige Berichterstattung".

Worauf ich hinaus wollte, ist jedoch etwas anderes.

Wie wäre es, eine Drohne mit eingebautem UKW- und DAB-Empfänger zu konzipieren, bei dem sich die Frequenz bzw. der Kanal vom Boden aus über die Fernsteuerung einstellen lässt? Das Audio-Signal wird, ähnlich wie bei einem Funkkopfhörer, auf einer speziellen Frequenz an diese zurückgesandt und über einen integrierten Lautsprecher wiedergegeben. Alternativ kann man natürlich auch einen Kopfhörer an die Fernsteuerung anschließen.

Was meint ihr: Ob es für eine solche "DX-Drohne" eine Marktlücke gibt?

Antworten:

Du meinst einen Multikoppler, oder wie diese dicken Drohnen heissen ?
Dann wäre es eine Art "WebSDR" , nur eben für UKW und DAB.
Aber öffentlich würde ich das Ding nicht betreiben wollen.
Nur wenn -- dann auch richtig. Mit Richtantenne unten dran ;)

von sup2 - am 16.10.2017 18:29
Und in Holland gibt es dann die Piratendrohne ... mit Sendeantenne:joke:

von WellenJäger - am 16.10.2017 18:31
Multicopter heißen die Dinger.
Mit Empfänger, Sender, Antenne, Akkus und einer Drohne, die das auch alles tragen kann, kommen da doch wahrscheinlich schon >2kg zusammen, so daß ggf. auch ein Drohnenführerschein notwendig wird.

von iro - am 16.10.2017 18:39
In Holland gab es das schon :
https://www.youtube.com/watch?v=QRpjdlG9nyU

( Luchtpiraat, für die , die den Film schon kennen )


, so daß ggf. auch ein Drohnenführerschein notwendig wird.
Daher würde ich das auch nicht öffentlich machen.

von sup2 - am 16.10.2017 19:07
Zitat
sup2
Dann wäre es eine Art "WebSDR" , nur eben für UKW und DAB.


Genau. Das wäre in der Tat eine Möglichkeit.

Zitat
sup2
Aber öffentlich würde ich das Ding nicht betreiben wollen.


Meinst Du, dass die BNetzA das nicht genehmigt, weil die Reichweite natürlich größer sein muss als bei einem Funkkopfhörer?

Zitat
sup2
Nur wenn -- dann auch richtig. Mit Richtantenne unten dran ;)


Theoretisch könnte man eine Yagi da dranhängen; die müsste jedoch aus einem sehr leichten Material und dennoch stabil sein.

Zitat
iro
Mit Empfänger, Sender, Antenne, Akkus und einer Drohne, die das auch alles tragen kann, kommen da doch wahrscheinlich schon >2kg zusammen, so daß ggf. auch ein Drohnenführerschein notwendig wird.


Kommt drauf an.
Ich hab jetzt grad keine Küchenwage zur Hand, aber ein DE1103 oder ein PL-606, die wiegen selbst mit Batterien nicht viel.
Der ATS-909X von Sangean ist dagegen schon recht schwer, wobei natürlich viel Gewicht durch die Lautsprecher zustande kommt, die man da oben nicht braucht.

Zitat
sup2
In Holland gab es das schon :
https://www.youtube.com/watch?v=QRpjdlG9nyU


Das soll doch keinen Piratensender ergeben, sondern ein fliegendes Radio. :rolleyes:

von Wellenjaeger - am 16.10.2017 19:18
Zitat

Ich hab jetzt grad keine Küchenwage zur Hand, aber ein DE1103 oder ein PL-606, die wiegen selbst mit Batterien nicht viel.

...aber ich: ein eton E5 (wie DE1103) wiegt mit Batterien 437 Gramm.

von iro - am 16.10.2017 20:19
Am besten gleich richtig .....

von B.Zwo - am 16.10.2017 20:52
Marktlücke?
Es unterstellt daß dieses Produkt es bisher noch nicht gibt und das viele darauf warten, respektive ein solches Produkt in der Masse Interesse findet. Ganz ehrlich: Das glaube ich nicht.
Das es für einige Freaks interessant wäre steht außer Frage :-) ! Aber vielleicht wäre da auch eine lange Ballonfahrt mit entsprechnder Ausrüstung (Stromerzeugung, Antennen, hochwertige Empfänger) viel interessanter :cheers:

von Thomas (Metal) - am 17.10.2017 06:01
Das Luftfahrtrecht hinsichtlich Drohnen wurde gerade verschärft, siehe https://www.lba.de/SharedDocs/Downloads/DE/L/L1/Unbemannte_Fluggeraete/Drohnenflyer_BMVI.pdf
Allein diese Regulierung macht so ein Produkt schon wenig attraktiv.

Bei einem Crash zwischen Drohne und Passagierflugzeug ist es übrigens scheißegal, ob die Drohne kaputt ist, Hauptsache der verantwortungslos agierende Drohnenbesitzer wird bestraft. (Gefährdung des Luftverkehrs ist kein Kavaliersdelikt, dafür geht man auch schon mal in den Knast).

von DH0GHU - am 17.10.2017 07:19
Zitat
WellenJäger
Und in Holland gibt es dann die Piratendrohne ... mit Sendeantenne:joke:


Der Gedanke ist mir auch schon gekommen. Wäre zumindest dann sehr schwer auszumachen. Allerdings weiss ich nicht wielange der Strom reichen würde um in der Luft zu bleiben. Allzulang wird so ein Ding ja nicht fliegen ohne "nachtanken" zu müssen.

von zerobase now - am 17.10.2017 09:19
Ich würde einen größeren Drachen vorschlagen, z.B. sowas hier:

Lifter Kite

Parallel zur Drachenschnur noch ein zweiadriges Kabel (Klingelleitung/Lautsprecherleitung, 0,75 mm2). 20 Volt auf die Klingelleitung und die 12-V-Stabi-Schaltung und größeren Elko oben am Drachen, daher dürfen auf dem Kabel ruhig ein paar Volt abfallen. Über die zweiadrige Leitung könnte man außerdem den RX remote steuern und im "Sendefall" :hot: die Modulation zuführen - am besten gleich dan kompletten Stereo-Multiplex auf die Strippe und oben wieder abgreifen und in den Sender. :cool:

von Zintus - am 17.10.2017 09:36
Pfffff.... Namenschild : Angela Merkel
Aresse ist bekannt (oder auch nicht).
Dann muss man eben eine eigene Drohne mit Richtantenne
auch mal als Verlust abschreiben können. Wenn das Ding in 200 Metern Höhe
den BR1 empfangbar macht, dann eine 747 in die Quere kommt. Shit happens !
Vergnügt pfeiffend das Gelände verlassen, und nen Döner konsumieren.

von sup2 - am 17.10.2017 17:32
Zitat
DH0GHU
Bei einem Crash zwischen Drohne und Passagierflugzeug ist es übrigens scheißegal, ob die Drohne kaputt ist, Hauptsache der verantwortungslos agierende Drohnenbesitzer wird bestraft. (Gefährdung des Luftverkehrs ist kein Kavaliersdelikt, dafür geht man auch schon mal in den Knast).


Das war auch mein erster Gedanke. Wenn eine Drohne mit einem Verkehrsflugzeug kollidiert interessiert mich der Zustand der unbemannten (!) Drohne absolut nicht die Bohne, sondern ich hoffe daß keinem der Passagiere etwas passiert ist.
Wenn ich mir nur z.B. diese ganzen Videos ansehe, welch man hier im Netz findet, wo irgendjemand eine mit einer Kamera ausgestattete Drohne z.B. über eine Menschenmenge steuert dann kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Solche Vollidioten sind Schuld daran daß ein interessantes und schönes Hobby wie der Modellflug immer mehr in Verruf kommt.

von Loger - am 17.10.2017 17:47
Der Zustand der Drohne interessiert schon, weil die wenn sie nicht mehr steuerbar ist einfach irgendwo herunterfällt ;-) ...

Ich finde der ganze Drohnenquatsch gehört generell verboten und fertig.

von WiehengeBIERge - am 17.10.2017 17:51
... ob Drohne, Drachen oder Ballon, ein SDR-Stick mit RaspberryPi und WLAN nach unten müesste da doch ganz gut funktionieren. barucht aber vermutlich eine Menge Strom.

von exseler - am 17.10.2017 18:13
Sagen wir es mal so: Der Betrieb von Drohnen verlangt Maß und Mitte. wie so oft im Leben und wie so oft liegen einige komplett daneben und alle anderen müssen es ausbaden. Wo ist denn ein Flieger nur 200m hoch? Ja, genau dort sagt der normale Menschenverstand daß man sowieso nicht fliegen darf und auch nicht fliegen will. Menschenansammlungen? Selbst wenn jeder einen Helm trägt (Polier bei Werner auf der Baustelle: Ihr sollt Helme tragen; der Rest ist bekanntes Kulturgut) wäre ein Absturz eines solchen Gerätes mindestens mit Schmerzen verbunden.
Und dennoch: Wenn man den Verstand einsetzt (gut, jetzt könnte man schon aufhören), warum sollte man es nicht ermöglichen einmal über die Bäume zu sehen, sonstige schöne Aufnahmen zu machen (nein, ausdrücklich nicht das Schlafzimmer der Nachbarn) und vielleicht auch solche technische Möglichkeiten nutzen um ein schönes DX-Spielzeug zu haben.

von Thomas (Metal) - am 18.10.2017 06:08
... und genau weil das mit dem gesunden Menschenverstand nicht immer so richtig klappt, hat der Gesetzgeber den Rechtsrahmen für Drohnen nun eingeengt. Danke, Deppen! Wobei sicher auch die (droh(n)ende) kommerzielle Zukunft der Drohnenflüge ein Grund für den Regulierungsbedarf ist. 2018 kommt das dann auch EU-einheitlich.

Für so Geschreibsel wie das von sup2 habe ich überhaupt kein Verständnis. So jemand schreit regelrecht nach härteren Gesetzen.

von DH0GHU - am 18.10.2017 06:17
Zitat
DH0GHU
Für so Geschreibsel wie das von sup2 habe ich überhaupt kein Verständnis. So jemand schreit regelrecht nach härteren Gesetzen.

Man kann für ihn nur hoffen, dass er nicht alles ernst meint, was er da so schreibt. Ganz generell meine ich...

von Habakukk - am 18.10.2017 07:21
Zitat
sup2
Dann muss man eben eine eigene Drohne mit Richtantenne
auch mal als Verlust abschreiben können. Wenn das Ding in 200 Metern Höhe
den BR1 empfangbar macht, dann eine 747 in die Quere kommt. Shit happens !


Na ja, wenn man viel Geld und Arbeit in die Konstruktion gesteckt hat, dann ist es schon ärgerlich, wenn das Ding von einem Jet gerammt wird und anschließend nicht mehr zu gebrauchen ist.
Ob die Versicherung der Airline für den Schaden an der Drohne haftet?

200 m sind aber eine viel zu niedrige Höhe.
Ich kenne zwar die maximale Flughöhe von Drohnen nicht, aber wirklich interessant wird es aus DX-technischer Sicht doch erst ab 1 km aufwärts. Sonst könnte man ja auch einfach ins Mittelgebirge reisen und dort auf einem der Berge scannen.
Die DX-Drohne ist vor allem für Gegenden interessant, in denen es keine hohen Berge gibt, also z.B. für einen Einsatz in der norddeutschen Tiefebene.

von Wellenjaeger - am 18.10.2017 08:49
Zitat
Wellenjaeger
Ob die Versicherung der Airline für den Schaden an der Drohne haftet?

Das meinst du jetzt hoffentlich nicht ernst, oder? Ich gehe jetzt einfach davon aus, dass heute mein Ironiedetektor defekt ist.

von Habakukk - am 18.10.2017 08:58
Da das mit dem gesunden Menschenverstand ja noch nicht mal auf der Straße und eigentlich ja auch generell nicht klappt bin ich nach wie vor komplett gegen diese Drohnen. Ausser von mir aus auf Modellflugplätzen...

von WiehengeBIERge - am 18.10.2017 10:32
edit .... auch ein schöner name

von sup2 - am 18.10.2017 12:11
Zitat
Habakukk
Zitat
Wellenjaeger
Ob die Versicherung der Airline für den Schaden an der Drohne haftet?


Das meinst du jetzt hoffentlich nicht ernst, oder?


OK, die Versicherungen sind heutzutage auch nicht mehr das, was sie mal waren, aber dass Schäden, die Passagiermaschinen an Drohnen verursachen, nicht durch den Versicherungsschutz abgedeckt sind, wundert mich schon.
Wenn sich die betreffenden Firmen weigern, für die Reparaturkosten aufzukommen, müssten der Pilot und der Co-Pilot diese tragen.
Das dürfte nicht ganz billig werden. Obwohl: Die verdienen ja genug (wenn sie nicht gerade bei einem Billig-Flieger arbeiten). ;)

Zitat
Loger
Wenn eine Drohne mit einem Verkehrsflugzeug kollidiert interessiert mich der Zustand der unbemannten (!) Drohne absolut nicht die Bohne, sondern ich hoffe daß keinem der Passagiere etwas passiert ist.


So ein Flugzeug ist doch robust.
Was meinst du, wenn es in einer gewissen Höhe mit einem Vogelschwarm in Kontakt gerät und deshalb abstürzen würde; wobei es das bereits gegeben hat. Das bekannteste Beispiel ist wohl der US-Airways-Flug 1549 mit der spektakulären Landung auf dem New Yorker Hudson River: https://de.wikipedia.org/wiki/US-Airways-Flug_1549
Der Absturz wurde allerdings nicht durch eine Kollision verursacht, sondern weil sich Tiere ausgerechnet in beide Triebwerke verirrt haben, was bei einer Drohne unmöglich ist.

Davon abgesehen: Ob bemannt oder unbemannt; - was macht das für einen Unterschied?
Sind wir nicht alle hochkomplexe mit Selbstbewusstsein ausgestattete Maschinen?

von Wellenjaeger - am 18.10.2017 19:12
Morgens könntst du auch von einem PKW gebügelt werden.
Würden deshalb die PKW verboten ? Wohl nein.

Diese Drohnen würde ich mit falscher Adresse betreiben und
von Anfang an abschreiben.. wenn es gut fliegt : Ok.
Wenn nicht .... egal.

Es gibt keine Grund, dass der deutsche Bürger keine Antworten
der Politik übernimmt. ( keine Ahnung, liegen keine Erkenntnisse vor, etc )
Doof nur, wer alles zugibt.

von sup2 - am 18.10.2017 19:33
Flugzeuge fliegen doch nicht 200 meter über dem Boden sondern mehrere 1000 meter ?

Und so hoch kommt keine Drohne...

von Felix II - am 19.10.2017 06:22
Ja, und direkt über dem Flughafen fallen die Dinger bei der Landung senkrecht vom Himmel... :-)

von Mc Jack - am 19.10.2017 06:37
Herr, wirf.....

Zitat
Wellenjaeger
Schäden, die Passagiermaschinen an Drohnen verursachen

Du legst auch ständig irgendwelches Zeugs aufs Bahngleis und forderst dann Schadenersatz bei der Deutschen Bahn, oder?

Zitat
Mc Jack
Ja, und direkt über dem Flughafen fallen die Dinger bei der Landung senkrecht vom Himmel... :-)

DANKE!!! :spos: :spos:

von Habakukk - am 19.10.2017 06:50
Zitat
Habakukk
Herr, wirf.....


:D

von Mc Jack - am 19.10.2017 06:53
Zitat
Wellenjaeger

Davon abgesehen: Ob bemannt oder unbemannt; - was macht das für einen Unterschied?


Einen gewaltigen.
Eine Drohne bis 25 kg Startgewicht (in Teilen der EU nach wie vor bis 150 kg...) konnte bis vor Kurzem von jedem merkbefreiten Vollidioten legal betrieben werden.
Das Führen eines Luftfahrzeugs setzt eine Pilotenlizenz voraus, die an strenge Bedingungen, inklusive regelmäßiger Nachweise über die Lebensdauer der Lizenz hinweg, geknüpft ist. Damit wird die Quote der unzurechnungsfähigen Volltrottel oder der nicht mehr fähigen Piloten nahe an Null runtergebracht (exakt Null gibt es nicht, wie Germanwings-Flug 9525 leider wieder mal gezeigt hat).

Die Frage nach der Versicherung ist auch ein Witz.
Wer bisher (altes Recht) mit einer Drohne in den Luftraum von bemannten Flugzeugen eingedrungen ist, hat mindesten grob Fahrlässig gehandelt, aber eigentlich schon den Straftatbestand der Gefährdung des Luftverkehrs begangen. Nach neuem Recht sowieso, und das mit Vorsatz (ohne Qualifikationsnachweis darf er eine größere Drohne garnicht mehr nutzen - er weiß also, was er tut).
Bei Vorsatz und bei Begehen einer Straftat zahlt keine Versicherung. Der Drohnennutzer kann die Haftzeit ja nutzen, sich ins Privatinsolvenzrecht einzulesen. Allein die Kosten der Downtime eines Passagierjets wegen zusätzlicher Überprüfungen dürfte bei den meisten Tätern schon für eine Pleite ausreichen.

Edit: Bisher war ich skeptisch, ob die neuen Drohnen-Regularien nicht doch eine Überregulierung darstellen. Seit den Äußerungen von Wellenjägern und sups bin ich mir sicher, dass das keine Überregulierung ist.

von DH0GHU - am 19.10.2017 07:15
Zitat

Ja, und direkt über dem Flughafen fallen die Dinger bei der Landung senkrecht vom Himmel... :-)


Also ich wohne weit weg vom nächsten Flughafen, der nächste große ist in Dresden, bei Riesa gibt es einen kleinen für Sportflieger.

Wenn man es hier schaffen sollte mit einer Drohne ein Flugzeug zu erreichen (Höhe) empfände ich das schon als sehr sportliche Leistung. Da kann man das Ding schon lange nicht mehr sehen. Wer weiß ob dann die Funkverbindung noch steht.

Soll heißen es gibt Gegenden da sind Vorfälle solcher Art einfach undenkbar.
Maximal Hubschrauber fliegen hier tief. Dafür aber außerst selten...

Wer sich in die Landeeinflugschneise (oder Start) eines Flughafen stellt um so ein Ding fliegen zu lassen verhält sich natürlich "daneben" (unverantwortlich).

Andererseits: Die Dinger gibt es ja auch nicht für 2,50 in der Ramschkiste, wer da was höherwertiges steuert sollte doch von Haus aus bedacht sein das seine Drohne wieder heile runterkommt.

Zum Thema: Eine DX-Flugdrohne sollte dann vielleicht zu zweit bedient werden. Einer fliegt, einer scannt

von Felix II - am 19.10.2017 08:04
Meine Drohne gab es bei Abschluss eines Mobilfunkvertrags gratis dazu... :-)

von Mc Jack - am 19.10.2017 08:10
Zitat
sup
Wenn das Ding in 200 Metern Höhe
den BR1 empfangbar macht, dann eine 747 in die Quere kommt. Shit happens !

Zitat
Felix II
Flugzeuge fliegen doch nicht 200 meter über dem Boden sondern mehrere 1000 meter ?
Und so hoch kommt keine Drohne...

Die 747 kommt wohl nur in Flugplatznähe in die Quere. An jedem Ort in die Quere kommen könnten jedoch der bereits genannte Hubschrauber oder auch einer dieser zunehmend zu beobachtenden Ultraleichtflieger. Es hat ja schon seinen Grund, daß Flugsicherungsleuchten an diversen Bauwerken mit Höhen ab 100m, unter bestimmten Umständen sogar bereits bei 30m Höhe angebracht werden müssen.

von iro - am 19.10.2017 09:27
Zitat
Mc Jack
Meine Drohne gab es bei Abschluss eines Mobilfunkvertrags gratis dazu... :-)


Na dann packste mal am Wochenende ne UKW Yagi rauf, 100 Meter Kabel drangehängt und auf gehts mit dem Drohnen-DXen! :spos::cool:

von Chief Wiggum - am 19.10.2017 09:48
Ich höre nur noch horeb und das Schlagerparadies. :-)

von Mc Jack - am 19.10.2017 10:12
Fällt Hirn denn auch senkrecht vom Himmel?

von WiehengeBIERge - am 19.10.2017 10:39
Man kann es auch einfacher haben.
An der Drohne hängt ein Draht - ein Langdraht. 100 Meter sind erlaubt ? gut, dann nehmen wir diese.
Man koppelt es auf eine Rahmenantenne, und schon sollten tagsüber viele Sender aus GB hörbar sein. Oder eben anderen Ländern. Nachts die Drohne mal auf 200 Meter steigen lassen, neu abstimmen.
In der Tat könnte mich der Gedanke reizen.

von sup2 - am 19.10.2017 10:59
Wozu denn noch den Draht? Die vielen Sender aus GB lassen sich auch NUR mit der Rahmenantenne zu ebener Erde tagsüber empfangen.
Dazu kommt dann noch, daß der vertikal 100m hoch "gespannte" Draht keine Richtwirkung hat. Langdrahtantennen spannt man besser horizontal. Alternativ fährt man nach Dänemark...

von iro - am 19.10.2017 11:16
Keine 200m? pffff... Da kenne ich aber von Drohnen- und Modellnutzern ganz andere Höhen als nur 200m.

Mein Arbeitsplatz liegt wenige 100m von einem Außenlandeplatz für einen Polizeiheli entfernt, und keinen km vom Standort eines Rettungshelis. Im 25-km-Umkreis gibt es mindestens 3 oder gar 4 Sportflugplätze. Hilft also wenig, dass im 100km-Umkreis nur 3 Flughäfen für Passagiere sind.

von DH0GHU - am 19.10.2017 11:27
Zitat
sup2
Man kann es auch einfacher haben.
An der Drohne hängt ein Draht - ein Langdraht. 100 Meter sind erlaubt ? gut, dann nehmen wir diese.
Man koppelt es auf eine Rahmenantenne, und schon sollten tagsüber viele Sender aus GB hörbar sein. Oder eben anderen Ländern. Nachts die Drohne mal auf 200 Meter steigen lassen, neu abstimmen.
In der Tat könnte mich der Gedanke reizen.


Für Mittelwelle meinst du jetzt, oder? Für UKW wird das wenig bringen. Ich habe das als Zwölf- oder Dreizehnjähriger mal versucht mit einem Drachen, bei dem ich parallel zur Drachenschnur einen Kupferlackdraht mit nach oben geschickt hatte (ca. 100 Meter). Für LMK bombastisch, für UKW kaum ein Mehrwert.

von Zintus - am 19.10.2017 11:53
Zitat
Mc Jack
Ich höre nur noch horeb und das Schlagerparadies. :-)


Ohh, ist es schon so schlimm geworden? :eek:

Horeb gibts doch auch auf UKW! Herausforderung?:gruebel:

von Chief Wiggum - am 19.10.2017 12:26
Es gibt Multikopter z.B. von DJI oder GoPro die bis zu 3500m hoch bzw. weit fliegen können - weit außerhalb der Sichtweite. Sensoren zur Hinderniserkennung und ein GPS-System ermöglichen die problemlose automatische Rückkehr zum Startplatz. Gesamte Flugdauer max. ca. 20 min.

von digifreak - am 20.10.2017 09:12
Höhe hat wenig mit DX zu tun, ist manchmal sogar hinderlich. Gehen wir mal von 100 m Höhe aus - das Ergebnis ist, dass man eben alle stärkeren Sender bis ca. 150 km mit Ortssignalen empfängt. Hinter diesem erweiterten Horizont nimmt die Signalstärke genauso schnell ab, wie sie es am Boden ab etwa 100 km tut.
Interessant wäre allerdings, mit einer frequenzlinearen, möglichst isotopischen Antenne, die Signalstärken der Sender zu erfassen. Daraus lässt sich dann leicht ermitteln, wieviel ERP tatsächlich in die jeweilige Richtung abgestrahlt werden. Am Boden ist das selbst an freien Standorten mühsam - fast überall gibt es Reflexionen und Abschattungen. Pira bzw. Perseus und Laptop sind wohl noch zu sperrig dafür. Schön wäre z.B. ein Handy mit gutem Tuner (bzw RTL-Chip per USB-OTG), das automatisiert Spektren erfasst. Gibt es dafür schon Ansätze?

von peeraxel - am 20.10.2017 10:42
Vielleicht muss man die Herangehensweise ändern.
Angenommen, heute wird die hr1-99,0 für 3 Stunden wegen Wartungsarbeiten abgestetlt.
Damit gäbe in weiten Teilen des Landes "Freie Fahrt" für die fröhliche Welle aus Wien.
Wie hoch müsste eine Drohne mit Richtantenne fliegen, damit die Erdkrümmung zwischen
Salzburg und sagen wir Paderborn ausgeglichen ist und der Empfang von Ö3 ordentlich ist ?

von sup2 - am 20.10.2017 11:23
Zitat

Wie hoch müsste eine Drohne mit Richtantenne fliegen, damit die Erdkrümmung zwischen
Salzburg und sagen wir Paderborn ausgeglichen ist und der Empfang von Ö3 ordentlich ist ?

Falls ich richtig gerechnet habe unter Annahme einer einer Antennenhöhe von 1329 m (Gaisberg 90.9) und für Paderborn eine Höhe von 113m ü.NN annehme sowie eine Entfernung Paderborn-Salzburg von 533 km, dann müsste die Drohne 9067 m über Paderborn schweben (also 9180 m ü.NN) - "mit athmosphärischer Refraktion, Faktor f=4,03".
"Ohne athmosphärischer Refraktion, Faktor f=3,57" müsste die Drohne 12617m über Paderborn schweben.

Verwendet wurde dieser Rechner: https://rechneronline.de/sehwinkel/sichtweite.php

von iro - am 20.10.2017 11:56
....und der Flugkapitän der Boeing747 meldet dann : "UKW-Antenne steckt in der Düse, wir landen mal lieber....." ;) also das, was man in 12 Kilometern Höhe so erwarten kann.
So reizvoll das alles wäre, aber ich glaube, das miit dem DXing per Drohne wird nur eingeschränkt funzen.

von sup2 - am 20.10.2017 13:15
Zitat
iro
Verwendet wurde dieser Rechner: https://rechneronline.de/sehwinkel/sichtweite.php


Danke für den Link! :spos: Den hätte ich schon einige Male gut gebrauchen können.

von DX-Fritz - am 21.10.2017 10:31
Ein Bekannter von mir hat eine sehr kräftige Drohne, geschäftlich, für Arbeiten auf Dächern. Da hatten wir schon mal meinen Microspot RA-84 dran hängen. Die Elektronik verursachte einen Störnebel, das der RA-84 gar nichts einscannen konnte.

Eine Boombox verstummte schon am Boden, als die 8 Rotoren zu drehen begannen. Diese Dinger stören ganz gewaltig. Schon diese Tatsache dürfte jeden Gedanken an DX sterben lassen.

Übrigens; Diese Arbeitsdrohne darf nur mit einer Haftpflichtversicherung geflogen werden. Ab 30kg benötigt sie eine Imatrikulation wie ein Flugzeug und Radartransponder, dass sie von Flugzeugen rechtzeitig war genommen wird. Abgesehen davon darf sie auch nicht höher als 100m betrieben werden und benötigt 5km um Flugplätze herum eine Anmeldung bei der Flugsicherung! Der Inhaber von diesem teuren "Spielzeug" mit 2,5 kg Nutzlast schaut gut zu ihr, dass sie nicht noch mehr zu nimmt. Unbeladen, nur mit 2 Kameras fliegt sie ca 18 Minuten lang.

von DABit - am 21.10.2017 21:02
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